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  1. Anfänger im Forum
    Avatar von Tractrice
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    [IN] Indien 2015: Fotobericht einer Durchreise

    #1
    Mitreisende: Libertist, Tractrice
    Weiter im Text: Nach Tadschikistan (5 Wochen Pamir), Kirgistan (27 Tage im Tian Shan) und beinahe drei Monaten in Pakistan (Hindukush Trekking und Fotos aus Punjab) ließ ich Gabriel bei unserem Freund Zeeshan in Layyah zurück und verließ das Land über Lahore und die Grenze "Wagah Border" am 4. Dezember 2015. Auf nach Indien!

    Zuerst verbrachte ich eine Nacht im Goldenen Tempel in Amritsar – der Pilgerstätte der Sikh-Religion. Von dort ging es weiter mit dem Zug nach Haridwar, einer heiligen Stadt im Norden Indiens, wo ich zufällig nach einer Tempellesung bei einer dreitägigen Bollywood-gleichen Hochzeit gelandet bin.

    Weiter brachte mich der Zug in das malerische Städtchen Rishikesh, wo ich ein paar entspannte Yoga-Tage verbrachte und schließlich nach Kalkutta, wo Gabriel und ich uns wieder trafen und gemeinsam am 16.12.2015 mit dem Flugzeug ausreisten, um nach mittlerweile über einem Monat Trekkingpause zu unserem nächsten Outdoorziel aufzubrechen.

    Dazu bald mehr, zuvor als kleinen Zwischenbericht ein paar Eindrucke aus Indien meinerseits:




    Goldener Sikh Tempel in Amritsar. Die Stimmung dort ist für mich nur mit dem Wort 'magisch' zu bezeichnen.


    Baba Ali mit dem größten Turban, den ich je gesehen habe.




    Dieser Rikshaw-Fahrer führte mich in einen geheimen Frauentempel und erzählte tausende Geschichten über verschiedenste hinduistische Götter und Göttinnen....


    Spiegelung in dem Frauentempel (Mata Lal Devi)


    Gerade angekommen in Haridwar, bin ich auf der Suche nach einem Hotel in eine Tempelleseung über die Dreimalige Reinkarnation des Gottes Krishna gestolpert und wurde herzlich empfangen.




















    Reich bestückte Götter in einem kleinen Tempel


    Der Tempelwächter


    Affen auf dem Weg zu einem Tempel




    Von denen hier können wir Menschen noch viel über Körpersprache lernen.




    Haridwars Ufer am Ganges


    Schulklasse beim Baden im heiligen Fluss


    Als ich mich abends in der bezaubernden kleinen Stadt verirrte, lud mich nach einem Gespräch ein junger Mann kurzer Hand zu seiner dreitägigen Hochzeit ein. Da musste ich nicht lang überlegen und beschloss, dafür etwas länger zu bleiben.








    Braut und Bräutigam


    Haridwars Holy Ganga Aarti Ceremony: Jeden Abend während des Sonnenuntergangs versammeln sich die Menschen am heiligen Fluss Ganges bei Hari-ki-Pauri ghat und huldigen der Flussgöttin mit Farben, Lichtern und Gesängen.


    Dieser Mann trägt das heilige Licht.




    Auch Rishikesh liegt am Ganges, wo es eine ähnliche Zeremonie gibt. Hier wird das Ganga Aarti von den Schülern des Ashrams Parmarth Niketan sehr persönlich, interaktiv und musikalisch ansprechend gestaltet.




    36 Stunden Zugfahrt vergehen mit dem Schreiben von Reiseberichten und gefühlten 100 Heferl Chai auch ganz schnell.








    Obsthändler in Kalkutta

    Gabriel wird anschließend ein paar seiner Eindrücke hochladen und dann steht demnächst wieder ein richtiger Outdoorbericht an. Danke fürs Lesen und Ansehen!
    Geändert von Tractrice (07.05.2016 um 14:31 Uhr)

  2. AW: [IN] Indien 2015: Fotobericht einer Durchreise

    #2
    Ja, hier auch von mir noch ein paar Fotos aus Indien.

    Grenzübergang Indien – Pakistan: „Wagah Border“


    Indischer Grenzbeauftragter.

    Goldener Tempel in Amritsar bei Nacht


    Es hat einen ganzen Tag gedauert, die Genehmigung für’s Fotografieren mit Stativ zu bekommen...


    …Ich kann niemandem empfehlen, die Mühe auf sich zu nehmen.

    Die Unterkunft, in der ich drei Nächte verbracht habe, Speiseraum und Küche


    Wenn die Zimmer belegt sind, legen sich die Sikh auf den Boden…


    …und auf den Flur.


    So wird gegessen, die Bezahlung beruht auf Spenden-Basis.


    Riesige Tee-Bottiche.


    Männer beim Abwasch.

    Und noch ein paar Portraits aus dem Goldenen Tempel


    Cooler geht’s nicht.




































    Es folgte eine 47-stündige Zugfahrt nach Kalkutta, wo Sofia bereits mit zwei Flaschen Rotwein auf mich wartete.
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  3. Erfahren
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    AW: [IN] Indien 2015: Fotobericht einer Durchreise

    #3
    ...coole Fotos (wie immer)!
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  4. Gerne im Forum

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    AW: [IN] Indien 2015: Fotobericht einer Durchreise

    #4
    Wow, toll!! Vor allem so viele interessante Portraits. Haben die Leute gar kein Problem damit gehabt, sich fotografieren zu lassen? Ich hab da ja schon ne echte Hemmschwelle, überhaupt zu fragen...

    Tolle Eindrücke herzlichen Dank!!

  5. Anfänger im Forum
    Avatar von Tractrice
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    AW: [IN] Indien 2015: Fotobericht einer Durchreise

    #5
    Vielen Dank!

    Ich frage immer nach und es ist mir erst ein paar wenige Male passiert, dass jemand abgelehnt hat, fotografiert zu werden. Gerade in Indien hatte ich das Gefühl, die Menschen posieren gerne vor der Kamera. Und ganz viele wollten umgekehrt auch Fotos von bzw. mit mir machen - also hatten wir alle was davon.

  6. AW: [IN] Indien 2015: Fotobericht einer Durchreise

    #6
    Über den (einzigen) offenen Land-Grenzübergang bei Wagah von Pakistan nach Indien (oder umgekehrt) zu reisen, ist - für die relativ wenigen, die überhaupt in jene Gegend kommen - wohl ein gewisses Erlebnis, wenn auch wahrscheinlich kein besonders aufregendes.

    Ein ganz anderes Erlebnis ist es, das Zeremoniell zu beobachten, mit dem dieser Grenzübergang allabendlich geschlossen wird. Ich hatte während meines siebenmontaigen Aufenthalts in Punjab 2003 dieses Vergnügen.

    Soldaten beider Seiten paradierten und stolzierten - abwechselnd - auf beiden Seiten des Grenztores, herausgeputzt wie Gockel, mit Bewegungen, die Konrad Lorenz als "Imponiergehabe" klassifizieren würde, immer auf maximale optische Wirkung bedacht. Es wirkte schon einigermaßen bizarr.

    Offiziell herrscht zwischen den beiden Ländern ja starke politische Spannung und starker sozio-politischer Antagonismus. Viele der Soldaten empfinden das wahrscheinlich auch innerlich. Dennoch beobachtete ich auch Anzeichen von Kameradschaft zwischen den Grenzposten beider Seiten. Schließlich hatten die Punjabis bis zur Teilung Britisch-Indiens 1947 ja weitgehende Gemeinsamkeiten in Historie, Kultur und Sprache.

    Auf beiden Seiten des Grenzüberganges stehen amphitheater-ähnliche Tribünen. Dort versammeln sich jeden Abend Bürger Pakistans bzw. Indiens und brüllen sich gegenseitig, über den Grenzzaun hinweg, nationalistische Parolen zu. Wie gesagt: schon irgendwie bizarr. Das erlebt der Reisende normalerweise nicht (es sei denn, er/sie verweilt bis sechs Uhr abends am Grenzübergang), aber ich habe es erlebt.

  7. AW: [IN] Indien 2015: Fotobericht einer Durchreise

    #7
    Ja, ich hab mir die Zeremonie auf beiden Seiten angeschaut. Die pakistanische war schon deutlich angenehmer, darüber haben wir im ersten Pakistan-Bericht geschrieben... auf der indischen Seite kommen ja tausende Zuschauer zusammen, ich fand den Trubel völlig übertrieben.

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