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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wanderwege in Norddeutschland



Prachttaucher
19.10.2014, 16:18
Einleitung : Seid Ihr auch häufig auf Wanderwegen in Norddeutschland unterwegs, die nach der Beschreibung wahre Traumpfade sein müßten, in der Realität aber dann doch häufig einige Mängel aufweisen ? Ich möchte hier kurz etwas zu einzelnen Abschnitten schreiben, die ich in 2- oder 3-Tagestouen gehe und dies v.a. solange die Erinnerung noch frisch ist. Vielleicht nützt das dem ein oder anderen bei der Planung. Schön wäre wenn sich andere hier auch beteiligen und man sich dann so auch austauschen kann. Und v.a. sich gegenseitig Anregungen gibt.


Inhaltsverzeichnis (Angaben die sich auf den tatsächlich gelaufenen Weg beziehen in Klammer) :

Teil 1 : persönliche Erfahrung, Beschreibung im Beitrag :

Brockenmarathon, HZ Rundweg bei Wernigerode-Hasserode 42,2 km (10 km) #105,106

Bückeburg-Weg, NI von Porta Westfalica (Bückeburg) nach Bad Nenndorf, 58 km (38 km) #9

E1, SH, NI (https://www.outdoorseiten.net/wiki/E1)

- Schleswig - Eckernförde (3-4) 51 km #6

- Kiel - Hamburg Bergedorf (7-18) 291 km #6

- Hamburg-Bergedorf - Buchholz in der Nordheide (19-21) 73 km #67

- Buchholz in der Nordheide - Bösingfeld (22-33) 310 km #86

- Bösigfeld - Willebadessen (34-38) 96 km #119

E6 (https://www.outdoorseiten.net/wiki/E6)

- Güster - Bad Bodenteich (17-23) 162 km #124

E9 (https://www.outdoorseiten.net/wiki/E9)

- Nordenham - Blankenese (9-16) 225 km #134

Freudenthalweg, NI #2,#3, #78

Hansaweg, TW (http://www.outdoorseiten.net/wiki/Hansaweg) von Hameln nach Herford (Bad Salzuflen), 72 (75) km #136

Harzquerung, HZ von Nordhausen nach Wernigerode, 51 km (55 km) #48

Heidschnuckenweg, NI von Celle nach HH-Fischbek, 223 km #88

- Rundweg bei Müden (46 km) #153

- Rundweg bei Hermannsburg / Misselhorner Heide (42 km) #172


Hünenweg, NI #26

Ith-Hils-Weg, NI, Rundweg bei Coppenbrügge, 81 km #4

- Thüster Berg / Duinger Berg (42 km) / Rundweg im Ith-Hilsgebiet, #187

Karstwanderweg, HZ #66, #142 #231

Nord-Ostsee-Wanderweg, SH 113 km (45 km) #155

Pickerweg, NI (https://www.outdoorseiten.net/wiki/Pickerweg) von Osnabrück-Wildeshausen, 107 km bzw. 130 km #20, #63

Roswithaweg, NI (https://www.outdoorseiten.net/wiki/Roswithaweg) von Nienburg nach Bad Gandersheim, 180 km. #16

- Nienburg nach Rehburg (1-3) 43 km (45 km) #128

- Springe bis zu den Wolfsbuchen #189

- Nienstedt bis Bad Münder #226

Wendland Rundweg, NI Rundweg bei Hitzacker, 190 km (Drawehn-Höhenweg von Hitzacker nach Clense, ca. 70 km) #23

Wittekindsweg (https://www.outdoorseiten.net/wiki/Wittekindsweg), 93 km von Osnabrück nach Porta Westfalica # 145

Weserberglandweg (https://www.outdoorseiten.net/wiki/Weserberglandweg), NI

- Hann Münden - Bad Karlshafen (1-3) 48 km #118

- Porta-Westfalica – Hameln (Etappen 13 – 11) ca. 57 km #167

- Hameln – Stadtoldendorf (Etappen 10 – 7) ca. 77 km #167

Teil 2 : selbst erstellte Wege

Deister-Rundwanderweg bei Bad Nenndorf Cecilienhöhe (ca. 40 km) #227

ELM-Rundwanderweg von Königslutter (ca. 45 km) #139

Kyffhäuser-Rundwanderweg, TH ca. 40 km #209

Osterwald-Rundwanderweg / kleiner Deister (43 km) #190

Süntelquerung, NI von Bad Münder nach Hessisch-Oldendorf (ca. 23 km) #53

Süntel-Rundwanderweg, ca. 40 km #179

Thale Rundwanderweg, HZ ca. 70 km #71

Vogler-Rundwanderweg, ca 40 km #229


Teil 3 : neu im Wiki angelegt

Pilgerweg Loccum – Volkenroda, NS (https://www.outdoorseiten.net/wiki/Pilgerweg_Loccum_%E2%80%93_Volkenroda) ca. 280 km

Abkürzungen : Bundesländer (http://www.bmelv-statistik.de/de/daten-tabellen-suche/abkuerzungen-der-bundeslaender/), EG = Eggegebirge, HZ = Harz, NHE = Nordhessen, TW = Teutoburger Wald

Prachttaucher
19.10.2014, 16:32
Freudenthalweg :

Etappe 2 und 3 : - Start in Schneverdingen. 22,9 km / 18,2 km
Eindruck : Sehr schön, vermutlich das Sahnestück des gesamten Weges.

Am Bahnhof Schneverdingen läuft man zunächst ein Stück Straße bis es los geht. Der Weg verläuft auf den ersten Kilometern noch etwas monoton (breiter schnurgerader Forstweg). Schöner ist hier ein kleiner Umweg auf einem schmalen Waldpfad (Spitzbubenweg).

Etwas später wird´s richtig schön : Hoher Pfadanteil + tolle Heidelandschaft. Bei Niederhaverbeck Einkehrmöglichkeit (:DBuchweizentorte). Bis kurz hinter dem Wilseder Berg läuft man auf dieser aussichtsreichen Strecke, um dann größere Waldgebiete zu durchqueren. Meist auch auf angenehm zu gehenden Wegen, was sich allerdings bei Inzmühlen schlagartig ändert. Bis hinter Handeloh geht man einige km auf einem asphaltierten Radweg neben der Straße. Nachtrag : In diesem Bereich wäre man auf dem Heidschnuckenweg deutlich angenehmer unterwegs !

Auch wenn man am Bahnhof in Handeloh aufhören könnte, lohnt es sich weiter zu gehen. Nach einem weiteren Waldstück kommt man in das kleine aber feine Heidegebiet Büsenbachtal. Hier erlag ich allerdings der Verlockung des dortigen Bahnhofs - die 4 km bis Holm Seppensen neben der Bahnlinie sind sicher eher unattraktiv.

Gelaufen bin ich mit Umwegen + Abstechern zu Aussichtspunkten ca. 42 km.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/l_h1.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=118022&title=l-h1&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/l_h2.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=118023&title=l-h2&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/l_h3.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=118024&title=l-h3&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/l_h4.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=118025&title=l-h4&cat=500)

Etappe 6 und 7 - Start in Verden. 22,3 km / 19,7 km
Verden lohnt für eine kurze Besichtigung. Nach dem Stück an der E1 (1-2 h) wird es schön ruhig. Diese ersten Kilometer fand ich etwas nervig, der Rest der Strecke gefiel mir gut. Dieser Bereich wird wohl eher selten gelaufen. Die Beschilderung ist eher schlecht - Track empfehlenswert. An genauere Details erinnere ich mich jetzt leider nicht mehr so, wollte die Etappe in diesem Zusammenhang aber nennen. Etwas Asphalt gab es im Bereich der Landwirtschaft schon, wie mir einige Bilder zeigen.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Ve110.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=115288&title=ve110&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/VE31.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=115286&title=ve31&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/VE21.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=115285&title=ve21&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/VE41.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=115287&title=ve41&cat=500)

Wenn jemand den ganzen Weg gelaufen ist, würde ich mich über Rückmeldungen freuen. Bei dem Abschnitt Bad Fallingbostel-Schneverdingen, den ich erstmal ausließ, wüßte ich gerne in wie weit der lohnend ist bzw. die nahe Autobahn zu sehr stört.

E1HikingTours
19.10.2014, 21:03
Schön, dass du diesen Thread eröffnet hast. Hier ein Überblick über die vom Wanderverband Norddeutschland gepflegten Wanderwege: klick (http://www.wanderverband-norddeutschland.de/index.php/wanderwege)

Ich ergänze zunächst mal den Freudenthalweg von Hamburg bis Holm-Seppensen (Etappe 1, ca. 28 km), allerdings in Nord-Süd-Richtung:

Direkt an seinem Start an der Bushaltestelle Appelbütteler Weg geht der Freudenthalweg gleich in den Wald, zunächst noch auf befestigtem Weg, nach Überquerung der Appelbütteler Straße auf schönem Waldweg. Es stört jedoch der ständige Lärm der nahen Autobahn das Wandervergnügen ein wenig. Zwischen Neu Leversen und Tötensen folgt ein langer Asphaltabschnitt, wobei das hügelige Land bei Westerhof durchaus reizvoll ist. Hinter Tötensen tritt der Freudenthalweg in den Sunder, ein hügeliges Waldstück - einer der schönsten Abschnitte im nördlichen Bereich des Wanderwegs. Höhepunkt: Der Siebenhügelweg kurz vor Iddensen. Rund um Klecken folgt wieder ein längerer Asphaltabschnitt. Nach Tekenbarg geht es in den Klecker Wald, den man zumeist auf unbefestigten, aber breiten Forstwegen durchquert. Immerhin warten mit dem Großen Hünengrab und dem Forsthaus Klecken kulturelle Highlights auf den Wanderer. Lohnenswert: ein Abstecher zum Toteisloch zwischen Forsthaus und Itzenbüttel. Itzenbüttel punktet mit Einkehrmöglichkeiten, ansonsten ist der Weg bis Osterberg unspektakulär und asphaltreich. Ein breiter, aber angenehm zu gehender Forstweg führt den Wanderer weiter zur Seppenser Mühle. Hier empfiehlt sich den markierten Weg zu verlassen und den schöneren Weg direkt am Mühlenteich entlang zu gehen. Die Gastronomie an der Mühle ist seit 2014 leider geschlossen. Durch ein Wohngebiet geht es schließlich bis zum Bahnhof nach Holm-Seppensen.

Prachttaucher
19.10.2014, 22:43
Danke, sehr schön !

Ith-Hils-Weg :

Eine 81-km-Rundtour, die ich auf zwei Wochenenden (West- und Ostschleife) aufgeteilt habe. Coppenbrügge im Norden hat Bahnanschluß, nach Delligsen im Süden kommt man mit dem Bus von Alfeld.

Der Weg ist sehr schön zu gehen, besonders da wo er als Kammweg verläuft. Hier auch mit hohem Pfadanteil. An manchen Stellen ist er durch das steile Gelände etwas anspruchsvoller zu gehen und teilweise dort auch schwieriger zu finden. Nach längerem Regen ggf. nicht zu empfehlen. Besonders schön fand ich die Westschleife. Zunächst geht man mit Start in Delligsen durch abwechslungsreiche Landschaft, um dann zum Ith-Kamm zu kommen. Bis kurz vor Coppenbrüge verbleibt man auf diesem aussichtsreichen Weg. Es gibt auch kleinere Ortsdurchquerungen, aber nichts unangenehmes.

Bei der Ostschleife überquert man mehrere Hügel und geht auf dem letzten Stück bei Salzhemmendorf in der Ebene. Diesen letzten Abschnitt bin ich nicht gelaufen, sondern wieder zum Ith-Kamm abgebogen, um nochmal den schönen Abschnitt dort gehen zu können.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/IH1.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=115157&title=ih1&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/IH2.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=115158&title=ih2&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/IH3.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=115159&title=ih3&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/IH4.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=115160&title=ih4&cat=500)

Prachttaucher
20.10.2014, 08:36
@E1HikingTours : Kennst Du auch den Anschnitt Bad Fallingbostel-Schneverdingen ?. Den ersten Abschnittes werde ich nach Deiner Beschreibung vielleicht wirklich mal gehen und das ganze über den Brunsberg nach Buchholz zurück verlängern (um auf ca. 40 km zu kommen). Dort hatte es mir gut gefallen.

In Buchholz wurde ich übrigens damals angesprochen, ob ich den E1 kenne - ;-) vielleicht sind wir uns ja schon mal begegnet.

E1HikingTours
20.10.2014, 11:10
Ich fange mal mit dem E1 an. Es gibt einen angefangenen Bericht von mir (klick (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/70767-DE-Auf-dem-E1-durch-Norddeutschland)) und einen (deutlich lesenswerteren...) von lina (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/31815-DE-Unterwegs-auf-dem-E1).

Europäischer Fernwanderweg E1

Etappe 1: Kupfermühle - Flensburg - Oeversee (23 km)

Etappe 2: Oeversee - Schleswig (32 km)

Etappe 3: Schleswig - Aschberg (27 km)
Der E1 meidet in Schleswig die sehenswerte Innenstadt und führt stattdessen am Schloss Gottorf vorbei sowie durch das eher unansehnliche Bahnhofsviertel Friedrichsberg. Sehr schnell ist man jedoch am Schleiufer und erreicht daraufhin Haddeby, besser bekannt unter dem alten Wikingernamen Haithabu. Hier geht es mit dem Touristenströmen vorbei am Wikingermuseum und auf den historischen Ringwall von Haithabu. Hier beginnt übrigens auch der Schlei-Eider-Elbe-Wanderweg, gelegentlich als Westvariante des E1 bezeichnet. Hinter dem Ringwall wird es ruhiger und man geht auf schönen, teilweise hügeligen Wegen am Haddebyer und Selker Noor vorbei, die Verbindung zwischen den beiden Gewässern auf einer Brücke überquerend. In Selk führt der Weg ganz ungeniert durch die dortige Mühle hindurch. Knapp dahinter beginnt ein langer Abschnitt auf überwiegend befestigten Straßen und Feldwegen über Lottorf ins Brekendorfer Moor. Hier haben sich die Wegeplaner etwas ganz besonderes einfallen lassen, denn der Weg geht über knapp einen Kilometer mitten durch das Moor. Mit nassen Füssen ist zu rechnen. Wieder auf festen Wegen geht es weiter nach Brekendorf. Das Gästehaus dort gibt es nicht mehr, aber man findet Gästezimmer auf einem Bauernhof im Ort. Hinter Brekendorf kommt mit den Hüttener Bergen wieder ein sehr reizvoller Abschnitt. Auf verschlungenen Wegen geht es durch den Wald. Der Outdoor-Übernachter findet am Rammsee eine geeignete Schutzhütte. Auf dem Heidberg stehen dann sogar Liegestühle zum Sonnenbaden bereit. Durch die Behinderten-Wohnsiedlung Unterschoothorst geht es in den nächsten Waldabschnitt und auf schönen Wegen hoch zum Aschberg. Auf dem Gelände der ehemaligen Jugendherberge befindet sich nun ein 4-Sterne-Hotel der Globetrotter Akademie.

Etappe 4: Aschberg - Eckernförde (24 km)
Weiter geht es zunächst auf der Zufahrtsstraße zum Aschberg, ehe der Weg auf angenehm zu wandernden Wegen rechts ab in Richtung Fresensee geht. Am Ende des Waldes trifft man bei einem einsamen Haus wieder auf ein kurzes Stück Straße (Achtung: hier fehlte 2013 die Markierung!) und weiter auf einem sandigen Weg zum Reiterhof Kirchhorst. An hier folgt wieder ein längeres Stück Asphalt bis man den Wald und das Moor bei Damendorf erreicht. Hier ist die Markierung wieder sehr schlecht und der Wegverlauf nicht immer eindeutig; wer nach Instinkt wandert, geht höchstwahrscheinlich verkehrt. Es folgt dann wieder ein kurzes Stück auf einer Kreisstraße ohne Fußweg. Weiter geht es auf Feldwegen in einen feuchten Wald und schließlich nach Osterby mit kleinem Supermakt und hübschem Park an der Osterbek. Ein ausgesprochen schöner Wanderweg führt den E1 dann weiter nach Kochendorf. Auf alter Bahntrasse geht es dann weiter ans Windebyer Noor, wo man immer am Ufer entlang direkt ins Zentrum von Eckernförde gelangt, wo sich der E1 seinen Weg durch die (samstags sehr volle) Fußgängerzone bahnt.

Etappe 5: Eckernförde - Schwedeneck (26 km)

Etappe 6: Schwedeneck - Kiel (27 km)

Etappe 7: Kiel - Preetz (21 km)
Start der Etappe ist der Fähranleger Wellingdorf am Ostufer der Kieler Förde. Der E1 nutzt die Fährverbindung über die Förde, leider verkehrt die Linie nicht am Wochenende. Wer also am Wochenende auf dem E1 durch Kiel möchte, muss hier den Bus nehmen oder den langen, eintönigen Weg über den Hauptbahnhof nehmen.
Der Fähranleger befindet sich an der Mündung der Schwentine, dem Fluss, den der E1 noch für mehrere Tage folgen wird. Relativ schnell ist man auf dem Weg aus dem städtischen Gebiet heraus und folgt dem Weg am Schwentineufer im Richtung Südosten. Im Winter 2018/19 fehlte ganz zu Anfang eine Brücke, so dass man ein Stück an der parallel verlaufenden Straße gehen musste. Am Stadtrand von Kiel wird der Fluss kurz verlassen, um dem Weg bergauf über freies Feld Richtung Flüggendorf zu folgen. Kurz vor dem Ort biegt man jedoch wieder Richtung Wald und Fluss ab. Die Schwentine hat sich hier tief in die Landschaft eingegraben, der Weg verläuft meistens sehr reizvoll am Hochufer. Vorbei an der Oppendorfer Mühle (Gaststätte) und einem alten Wasserkraftwerk erreicht man Raisdorf, wo der Weg an den Tiergehegen des Schwentineparks vorbeiführt (Toilette und hübscher Rastplatz bei den Volieren).
Nachdem man die B202 bei der niedrigen Unterführung gequert hat, wird der Weg wieder natürlicher und weniger parkartig. Die Schwentine bildet hier einige Seen, an deren hügeligen Hängen der E1 entlangführt. Zum Schluss wird der Weg wieder breiter und dient als Zufahrtsstraße für einige Häuser, die hier oberhalb der Schwentine gebaut wurden. Der Weg führt schließlich nach Preetz, das man am sehr schönen Klostergelände erreicht. Weiter geht es in die Fußgängerzone, wo diese Etappe durch die Ausläufer der Holsteinischen Schweiz endet.

Etappe 8: Preetz – Plön (25 km)
Startpunkt dieser Etappe ist der Marktplatz in Preetz, etwa 250 Meter vom Bahnhof entfernt. Der Wanderweg führt zunächst in südliche Richtung durch die Einkaufsstraße und vorbei an der imposanten Stadtkirche von Preetz. Hinter der Kirche führt der E1 etwa 500 Meter durch ein Wohngebiet und erreicht schließlich einen Park mit Hügel, auf dem sich ein Kriegerdenkmal befindet. Noch im Park wird die Schwentine überquert und über einen unbefestigten Radweg erreicht man ein Wohngebiet der Nachbargemeinde Schellhorn. Etwas reizlos geht es einen Kilometer durch den Ort bis man kurz hinter dem Ortsausgang die Kreisstraße Richtung Plön und auf einem Pfad in ein kleines Waldgebiet eintritt (hier ist mir aus Schellhorn kommend keine Markierung aufgefallen!). Der Pfad führt entlang eines großen Teichs bis er wieder auf die Kreisstraße stößt, der man dann nochmals etwa 500 Meter folgt ehe man die Straße nach rechts verlässt.
An der ersten Kurve verlässt man die Nebenstraße und überquert eine Fläche, die seit Herbst 2017 zum Stiftungsland Lanker See gehört. Hier bewirtschaftet das Land Schleswig-Holstein die Feuchtwiesen mit Galloways. Hinter der Weide erreicht man einen Reiterhof, wo es eine Pferdekoppel zu überqueren und eine Reithalle halb zu umrunden gilt. Weiter über Weiden kommt man schließlich an einen Waldrand, wo der E1 über einen schmalen Waldweg und später einer Straße den Mühlenberg hinaufsteigt. Weiter geht es auf der kleinen Straße wieder bergab, bis der Wanderweg nach links in einen schmalen Forstweg abgeht. Hier beginnt ein sehr schöner, leicht abenteuerlicher Abschnitt entlang des Wielener Sees, der an einem einsam gelegenen, kleinen Reiterhof endet über dessen Zufahrt man die Straße nach Wielen erreicht.
Hier beginnt ein 3,5 km langer Abschnitt auf Nebenstraßen über Wielen, Güsdorf und Wittmoldt. Die Straße führt über die Höhen an Äckern entlang. Vermutlich hat man hier also schöne Aussichten, wenn es nicht gerade neblig ist (wie bei meiner Wanderung auf der Strecke). Die Straße wird kurz verlassen, um auf einem sehr schönen, aber auch feuchten Graspfad entlang der Schwentine zu wandern. Beim Hof Wittmoldt geht es zurück auf die Straße Richtung B 76 und auf der anderen Seite der Bundesstraße weiter nach Neutramm.
Über befestigte Feldwege geht es weiter durch die hügelige Landschaft bis bei Tramm der Trammer See an einer Badestelle erreicht wird. Am See entlang und hinauf nach Rathjensdorf geht es über tolle Graswege mit teilweise großartigen Ausblicken (ohne Nebel sieht man hier nicht nur den See, sondern auch bereits große Teile von Plön). Von Rathjensdorf aus führt der Weg unbefestigt bergab nach Plön, dann noch einmal rauf zum Parnaßturm (Eintritt frei, von Mitte März bis Ende Oktober geöffnet) und dann noch einen guten Kilometer wieder bergab durch die Plöner Straßen zum Bahnhof.
Die Etappe führt durch eine großartige Landschaft. Man wechselt immer wieder zwischen Seeufer und Höhen. Einziges Manko ist der lange Asphaltabschnitt zwischen Wittmoldt und Wielen auf der Etappenmitte.

Etappe 9: Plön - Eutin (24 km)
Diese Etappe steht ganz im Zeichen der großen Seen der Holsteinischen Schweiz. Der Weg führt an den Ufern von neun verschiedenen Seen entlang und zwar die meiste Zeit über unbefestigte Waldwege.
Los geht es am sehr schön direkt am Großen Plöner See gelegenen Bahnhof in Plön. Schon nach einem kurzen Straßenabschnitt erreicht man die Seepromenade Richtung Fegetasche mit Blick auf die Insel Olsborg. Bei der Fegetasche, einer alten Zollstation auf der Landenge zwischen Großem Plöner See und Edebergsee, geht man ein kurzes Stück entlang der Bundesstraße und durch ein Wohngebiet bis man den Waldweg erreicht, der an dem Großen Madebrökensee, dem Höftsee und dem Behler See vorbei zum Zeltlager Adlershorst führt. Von hier aus ist es noch ein kurzes Stück über Waldwege am Langensee entlang bis man an einer Landenge zwischen Langensee und Suhrer See erreicht. Hier hat man ein längeres Stück Asphaltstrecke bis Niederkleveez und durch den Ort hindurch.
Weiter geht es auf schöner Strecke durch den Wald am Dieksee entlang. Hierbei passiert man auch die hübschen Spiegelteiche, die einst für die Fischzucht etwas oberhalb des Seeufers angelegt wurden. Der Weg führt geradewegs nach Malente, dem touristischen Hotspot der Region mit zahlreichen Hotels und Gaststätten. Vorbei am Bahnhof führt der E1 geradewegs hinüber zum Kellersee, dem aus meiner Sicht schönsten See entlang dieser Etappe.
Immer noch in Malente führt der Weg über Parkanlagen, Nebenstraßen, Fußwege und ein kurzes Stück Landstraße wieder an einen Waldweg direkt am Ufer, vorbei an zahlreichen großen Anwesen. Der Weg führt schließlich nach Sielbeck und dann auf einen weiteren schönen Wald/Ufer-Abschnitt (mit Schutzhütte an einer unbeaufsichtigten Badestelle) nach Fissau. Vom Fissauer Fährhaus aus bietet sich der schönste Ausblick auf den See und die umgebenden Hügel. Am Lauf der Schwentine, dem fast alle Seen verbindenden Fluss, entlang erreicht man schließlich den Großen Eutiner See und damit auch das Etappenziel Eutin.

Etappe 10: Eutin - Schönwalde (20 km)
In Eutin verläuft der E1 durch den Seepark, ein Teil der Landesgartenschau 2016, der seitdem mit Blickachsen und freien W-LAN aufwartet. Vom Seepark aus überquert man auf der Bebensundbrücke den Großen Eutiner See und ist praktisch bereits raus aus der Stadt und im Seescharwald, wo gleich zu Anfang ein Lehrpfad über die Forstwirtschaft aufklärt.
Entlang des Nordufers des Großen Eutiner Sees, allerdings nur selten mit Blick auf den See selbst, geht es weiter auf Feldwegen bis zu einer kleinen Siedlung am Ostufer des Sees. Hier biegt der Weg in den Norden ab und erreicht nach knapp 2 km Waldweg die Straße nach Stendorf. Dies ist der Start eines 8 km langen Asphaltabschnitts, der glücklicherweise zumindest landschaftlich viel zu bieten hat. Zunächst durch ein Kiesgrubengelände führend, erreicht der E1 bald das schnuckelige Gut Stendorf. Weiter geht es auf einer langen Allee bergauf in Richtung Bergfeld. Zwischendurch hat man immer wieder schöne Aussichten, z.B. auf den Kirchturm von Eutin.
Kurz vor Stendorf gibt es im Übrigen eine markierte Abkürzung, die direkt Richtung Neustadt führt und so die Strecke Eutin – Neustadt auf eine Tagesetappe à 23 km verkürzt.
In Bergfeld wechselt man für etwa 1 km auf den Radweg der Landstraße nach Schönwalde ehe man auf eine Nebenstraße Richtung Bungsberg abbiegt. Nach einem weiteren Kilometer erreicht man das Ende des Asphaltabschnitts und wechselt entweder für einen markierten Abstecher auf einen Waldrandpfad zum Bungsberg hinauf (mit Aussichtplattform auf dem Fernsehturm und Gastronomie) oder nimmt den Waldweg auf der rechten Seite, um weiter Richtung Schönwalde zu wandern.
Am Ende hügeligen Waldabschnitts erreicht man wieder die Landstraße, die man diesmal überquert um auf einer Schotterstraße Schönwalde am Bungsberg zu erreichen. Zuvor passiert man noch das Stiftungsland Beckmissen, eine Toteissenke, bei der man an dem schönen Picknickplatz mit Aussichtplattform dem Treiben auf den Feuchtwiesen zusehen kann.
Schönwalde selbst hat das Nötigste an Geschäften zu bieten (Supermarkt, Hotel-Restaurant, Apotheke, Bank).

Etappe 11: Schönwalde - Neustadt (21 km)
Zu Beginn der Etappe wird zunächst der Mühlenberg bestiegen, der eine schöne Aussicht auf die kommenden Kilometer bietet. Über den Lachsbach, durch ein kleines Waldgebiet und über einen Feldweg mit zwei verstreuten Einzelhöfen erreicht man bald das Naturschutzgebiet Kasseedorfer Teiche. Hier führt ein kurvenreicher, unbefestigter Weg durch die hügelige Landschaft, in der man bei gutem Wetter im Sommer zahlreiche Ringelnattern beobachten kann. Am Ende des Naturschutzgebietes am Naturhaus Eule gibt es sogar eine richtige Schutzhütte mit Toilette.
Die kommenden 600 Meter sind dann die unangenehmsten der gesamten Etappe, weil man hier am Rande der vielbefahrenen Landstraße ohne Fußweg wandern muss. Im nun folgenden Waldstück kommt die Abkürzung aus Richtung Eutin wieder an die Hauptstrecke des E1. Vorbei an einer kleinen Schlucht erreicht man beim Örtchen Näthkamp wieder eine asphaltierte Straße. Auf der engen, kurvenreichen und (im Verhältnis zu ihrer Breite) relativ vielbefahrenen Straße sollte man vor rücksichtslosen Autofahrern auf der Hut sein. Nach 1 km verlässt man im Ort Holzkaten wieder die befestigte Straße.
Die nächsten Kilometer über Gömnitz nach Sierhagen lassen fast jedes Wandererherz höher schlagen: Der E1 verläuft zumeist auf kurven- und aussichtsreichen unbefestigten Wegen. In Sierhagen führt der Weg direkt durch den Gutshof der adligen Familie Scheel von Plessen, vorbei an gutmütigen Hunden. Auch das letzte Stück der Etappe durch Wiesen und unter der A1 hindurch nach Neustadt in Holstein wandert sich sehr angenehm. Auf der Bahntrasse durchquert man das Naturschutzgebiet Neustädter Binnenwasser und erreicht nach Passieren einer Sportanlage sehr schnell den Bahnhof von Neustadt.

Etappe 12: Neustadt - Pansdorf (23 km)
Die Etappe startet am Bahnhof in Neustadt. Wer sich die Stadt anschauen möchte, sollte unbedingt auf die andere Seite des Hafens gehen. Der E1 bleibt auf der deutlich hässlicheren Seite von Neustadt. So beginnt die Tour auch nicht sonderlich schön, zunächst noch ganz erträglich auf einem unbefestigten Fußweg entlang eines Kasernenzauns, später dann für 1,5 km auf Fußwegen und Straßen durch Gewerbegebiete. Auch wenn man den Stadtrand mit Kreisel und Fachmarktzentren erreicht, wird der Weg noch nicht besser: es folgt ein Radweg entlang einer Ausfallstraße, vorbei an der leicht heruntergekommen wirkenden Pension Pohnsdorfer Mühle. Endlich verlässt der E1 dann die Hauptstraße und lässt entlang einer Nebenstraße und anschließend über einen unbefestigten Feldweg den lärmenden Straßenverkehr hinter sich. Unter der Autobahn hindurch bringt uns der Feldweg durch leichtwellige Landschaft nach Oevelgönne. Hier biegen wir links auf eine zum Glück wenig befahrene Asphaltstraße ab, der wir knapp vier Kilometer lang folgen. Wir erreichen viele kleine Gutshöfe und Hofstellen und haben immer wieder mal tolle Aussichten auf die Lübecker Bucht. Hinter Stawedder, nachdem wir eine Landstraße per Brücke überquert haben, biegt der Weg in ein kleines Waldstück ein, wo wir parallel zur Straße nach Gronenberg in eben jenen Ort kommen. Auch hier bieten sich wieder tolle Aussichten, zum einen auf den Taschensee, zum anderen auf die Ostsee. Eine Treppe führt den E1 dann hinab zum Taschensee und weiter durch eine bemerkenswerte Schlucht zum Kleinen Pönitzer See. An diesem See folgt wieder ein 1 km langer Asphaltabschnitt bis an den Ortsrand von Pönitz am See, ehe man sehr idyllisch am Ufer des Großen Pönitzer Sees weiterwandert. Dort erreicht man den Ort Klingberg und wandert hinauf zur Jugendherberge Scharbeutz-Uhlenflucht in den (oder die?) Fierth, ein hügeliges Waldgebiet zwischen Klingberg und Schürsdorf, von wo aus man wieder einen schönen Blick auf die Ostsee hat.
Schließlich werden der Ort Schürsdorf und eine Großgärtnerei (mit Biogasanlage nebenan) passiert ehe man wieder in den Wald kommt. Der E1 geht im Wald an die Bahnlinie Lübeck-Kiel heran und folgt ihr bis an den Außenbereich von Pansdorf. Vorbei an vereinzelten Häusern und Höfen sowie einer Mühle geht es auf Waldwegen an den Ortsrand von Techau, 500 Meter vom Bahnhof Pansdorf entfernt.

Etappe 13: Pansdorf - Lübeck (25 km)
Die Etappe beginnt mit einem längeren Asphaltabschnitt durch Techau, das nahezu nahtlos in Rohlsdorf übergeht (empfehlenswerte Übernachtungsmöglichkeit auf einem alten Bauernhof) und weiter nach Breitenrehm bis man am Hobbersdorfer Holz wieder unbefestigte Waldwege erreicht. Es handelt sich hierbei um einen relativ feuchten, leicht hügeligen Laubwald, in dem Buchen und Eichen einträchtig nebeneinander gedeihen. Über einen hübschen alleeartigen Feldweg erreicht man schließlich die Kreisstraße zwischen Horsdorf und Groß Parin, der man folgen muss. Leider gibt es hier keinen Fußweg, das Verkehrsaufkommen ist relativ hoch und es wird gerne gerast. Ab Pariner Berg (tolle Aussicht auf Lübeck, Gaststätte im Ort) gibt es immerhin einen Fußweg. Diese ansonsten sehr schöne offene Hügellandschaft verlassen wir in Groß Parin, wo ein steiler Fußweg an die Schwartau hinunterführt.
Durch Waldwege in der Schwartauniederung, zum Teil auf Geestrücken verlaufend, geht es an den Rand von Ratekau, wo es ein Hochufer oberhalb der Schwartau gibt, auf dem der E1 entlangläuft. Sobald die Bahnlinie Lübeck-Kiel überquert wird, beginnt wieder ein unangenehmerer Teil des Wegs, der zunächst durch den Verkehrslärm der parallel verlaufenden Landstraße geprägt ist und später in eine lange Ortspassage durch Ratekau mündet. Sobald man den Ortsausgang erreicht hat, wird es wieder schöner. Nachdem man die A1 unterquert hat, gelangt man ins Sielbecktal, ein dank extensiver Bewirtschaftung sehr schönes Stück Natur. Auf einsamen Feldwegen mit teilweise tollen Aussichten kommt man nach Kreuzkamp. Es folgt wieder ein langes Stück Asphalt, allerdings mit sehr wenig Verkehr, bis zur Kreuzung am Rande des Waldhusener Forstes, wo der E9 aus Osten kommend auf den E1 trifft (und diesen bis Hamburg begleitet). Durch den Wald (hier konnte ich mehrere Ringelnattern beobachten) kommt man schließlich in den Lübecker Stadtteil Waldhusen (Hotel am Waldrand). Auf Straßen führt der E1 weiter in das sehr schöne Mühlenbachtal, dem man bis zum Herrentunnel folgt.

Etappe 14: Lübeck - Krummesse (28 km)
Der mir bekannte Abschnitt beginnt am Herrentunnel, den man nach dem Abriss der alten Zugbrücke über die Trave mit dem kostenlosen Bus-Shuttle durchquert (so hat sich der Betreiber des Mauttunnels um eine eigene Röhre für Fußgänger und Radfahrer drücken können). Der Weg geht zunächst auf einen von Joggern gut frequentierten Fußweg entlang von hohen Schilfgräsern, hinter denen man die Hafenanlagen von Lübeck nur erahnen kann. Nach Überquerung einer Kreisstraße an einer Ampel folgt ein langes Stück über Waldwege. Hier findet man auch bald den Abzweig in die Lübecker Innenstadt als E1-Variante (den Weg kenne ich allerdings nicht). Entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze durch teilweise sumpfiges Gelände (die Wege sind aber sehr gut zu gehen) erreicht man den Stadtteil Eichholz (mit Bäcker und Supermarkt), wo man, nachdem man kurz ein Wohngebiet durchquert hat, am Kleinen See die Wakenitz überquert. Durch Kleingärten und Parks geht es auf dem Dräger-Weg schließlich wieder in waldigeres Gebiet. Bei Falkenhusen geht es auf einem längeren (kurz durch Waldweg unterbrochenen) Straßenabschnitt nach Groß Grönau (mit Dönerbude am Weg). Ab hier ändert sich der Charakter des Weges wesentlich, nun herrschen (meist befestigte) Feldwege vor, die Landschaft ist offen und waldarm. Am Blankensee biegt der E1 dann auf einen schmalen Pfad ab, von dem man schöne Blicke auf den See hat. Wenn man anschließend ein kurzes Waldstück durchquert hat und an der B 207 angelangt ist, beginnt der ätzendste E1-Abschnitt, den ich bislang kennengelernt habe: 4,5 km immer entlang von Kreisstraßen ohne Fußweg bis Beidendorf und danach auf dem Radweg nach Krummesse.

Etappe 15: Krummesse - Ratzeburg (24 km)
Das erste Stück zwischen Krummesse und Berkenthin geht es am Elbe-Lübeck-Kanal entlang. An sonnigen Wochenenden muss hier mit viel Fahrradverkehr gerechnet werden. Es ist trotzdem schön zu gehen und zu sehen, dass die Schiffe auf dem Kanal auch nicht schneller sind (spätestens an der Schleuse hat man alle wieder eingeholt). In Berkenthin (Busverbindung nach Ratzeburg auch am Wochenende) führt der Weg über den Kirchhof und ein kurzes Stück durch den Ort ehe es auf Feldwegen in Richtung Wald geht. Besonders gefallen hat mir dort die Wiese am Forsthaus Bartelsbusch. Wenn man den Wald verlassen hat, geht es durch Klein Disnack (außer direkt im Ort nur schöne, unbefestigte Wege) und weiter zwischen Feldern Richtung Großer Ratzeburger See. Bei der B 207 erwartet uns dann wieder Asphalt und viel Verkehr. Schnell hat man jedoch in Buchholz den See erreicht und hat eine schöne Uferwanderung vor sich, teilweise mit steilen Uferhängen. In Ratzeburg führt der E1 zwar auch über die Inselstadt, aber doch eher auf den Ufer-Radwegen an der eigentlichen (sehr sehenswerten) Stadt vorbei.

Etappe 16: Ratzeburg - Güster (29 km)
Durch parkartigen, leicht hügeligen Wald führt der Weg zunächst am Küchensee entlang bis zur Farchauer Mühle (Hotel/Restaurant). Der darauf folgende Wald ist sehr sumpfig und urtümlich. Spätestens nach Überquerung der stillgelegten Bahnstrecke wird es jedoch ein typischer, aufgeräumter Buchenwald. Teilweise geht es am Waldrand entlang. Je näher wir uns Mölln nähern, umso hügeliger wird die Landschaft. Nah am Weg befindet sich ein Schießplatz - die ständigen Schussgeräusche klingen bedrohlich, gefährlich dürfte es auf dem Wanderweg aber nicht sein. Schließlich erreicht man Mölln auf einer Art Kammweg und gelangt zu einem tollen Aussichtspunkt über der Stadt. Ein steiler Abstieg in die Stadt über eine Treppe und ein kleiner Schlenker durch die malerische Altstadt zur Kirche folgen dann ehe man entlang des Mühlengrabens an Hintergärten vorbei sich wieder stadtauswärts bewegt. Entlang der Pinnau und ihrer zahlreichen Seen geht es immer in Stadtnähe durch vielbesuchten, parkartigen Wald. Schließlich erreicht man das sehr schöne Hellbachtal, das besonders im südlichen Teil mit tollen, schmalen Wanderwegen aufwartet. Ab Höhe Gudow bestimmen dann wieder breitere Forstwege das Bild. Je näher man der A 24 kommt, umso aufgeräumter und planmäßiger erscheint der Wald, was aber auch seinen Charme haben kann (viel Licht, viel Moos). Nach Unterquerung der Autobahn geht ein kurzes Stück durch eine für die "Stromautobahn" gerodete Fläche (fehlende Markierung, aber verlaufen kann man sich eigentlich nicht). Das letzte Stück über den Elbe-Lübeck-Kanal nach Güster muss man dann wieder auf einer Kreisstraße ohne Fußweg gehen.

Etappe 17: Güster - Kuddewörde/Grande (29 km)
Zwischen der Seenlandschaft um Mölln und Ratzeburg auf einer und dem Sachsenwald auf der anderen Seite eingebettet, erscheint diese Etappe auf den ersten Blick eher wie eine Übergangsetappe, durch die man einfach durch muss. In der Tat geht es sehr viel über Feldwege und damit zumeist auf festem Untergrund, aber die Streckenführung ist sehr reizvoll und die durchquerten Dörfer klein. Eine typische norddeutsche Kulturlandschaft - mir hat es Spaß gemacht, hier zu wandern.
Zunächst einmal geht es unangenehm lange an der Hauptstraße entlang durch Güster. Schuld ist ein geschlossener Bahnübergang, der diesen größeren Umweg leider nötig macht. Dann steht das einzige längere Waldstück dieser Etappe an, zunächst sehr reizvoll, Richtung Roseburg wird es aber immer mehr zu lieblosem, eingezäunten Nadelwald. Hinter Roseburg geht es über unspektakuläre Feld- und Waldwege nach Wotersen, dessen nähere Umgebung mit seiner Kopfsteinpflasterallee und sein Ortskern mit Gutshaus und -anlagen sehr mecklenburgisch anmuten - ein erstes Hughlight dieser Etappe. Über ruhige und angenehm wanderbare Feld- und Waldwege geht es über die A 24 nach Talkau. Auch dieser Ort ist schnell durchquert und der Feldweg nach Fuhlenhagen wieder sehr angenehm zum Wandern. In Fuhlenhagen nimmt der Streckenverlauf einen unnötig langen Weg durch das Dorf, das zudem nichts zu bieten hat. Den direkten Weg über den Eikhof kenne ich zwar nicht, würde aber behaupten, dass man die Strecke hier bedenkenlos abkürzen kann. Nach Fuhlenhagen zeigt sich wieder die Stärke des E1 in Schleswig-Holstein: sein Abwechslungsreichtum. Plattenwege, Asphaltwege, Sandwege und Waldwege wechseln sich ab und lassen die Wanderung durch die eigentlich recht unspektakuläre Landschaft nie langweilig werden. Auf einem Wiesenweg führt der Weg dann weiter nach Basthorst. Wer nicht allergisch auf Hamburger Schickeria reagiert, kann einen Abstecher zur Einkehr oder Übernachtung zum Gut Basthorst machen. Über größtenteils befestigte Feldwege geht es weiter in den Ort Kuddewörde, wo der Weg einen Schlenker zur restaurierten Grander Mühle macht (heute Hotel).

Etappe 18: Kuddewörde/Grande - Hamburg-Bergedorf (22 km)
Nach einem kurzen Stück durch den Ort Rotenbek taucht man schnell in den Sachsenwald ein. Der Weg verläuft abseits der großen Forstwege an der Bille, auch wenn man den Fluss kaum einmal zu Gesicht bekommt. Eine sehr schöne Wegeführung, allerdings auch bei Mountainbikern und Tagesaufflüglern sehr beliebt. Man merkt halt, dass der Sachsenwald ein Naherholungsgebiet für Hamburg ist. Mit der Einsamkeit der vorherigen Etappen ist jetzt erstmal für einige Zeit Schluss.
Erst kurz vor Aumühle trifft man auf einen breiteren Forstweg, der einem an der Fürst-Bismarck-Mühle vorbei in den Ort (mit zahlreichen Restaurants und S-Bahn-Station) führt. Hier geht es nun ein Stück an der Landstraße vorbei an den Abfüllanlagen von der Fürst Bismarck Quelle, ehe man rechts auf einen Feldweg abbiegt. Über Feldwege und durch ein kleines Waldstück trifft man an einer Gaststätte wieder auf die Landstraße, an der man auf einem parallel verlaufenden Feldweg entlang geht. Auf einer asphaltierten Nebenstraße geht es danach weiter an einem Reiterhof vorbei in ein Wohngebiet. Kurz vor der Bille und dem Ortsschild von Wohltorf (S-Bahn-Station) geht es wieder rechts ab in ein schönes Waldgebiet oberhalb des Flusslaufes. Am Ende des Waldes tritt man direkt in Reinbek ein. Hier geht es über Wohnstraßen, durch einen Park (mit markierter Abzweigung zur S-Bahn), durch das kleine Stadtzentrum und über verschlungene Fußwege in einen waldähnlichen Park, der zur Bille hin steil abfällt. Nach der leicht kniffligen Überquerung der Hamburger Straße geht es kurz darauf hinab ins Flusstal. Erst entlang der Bille, danach entlang der S-Bahn-Linie geht es dürch den Krähenwald bis man wieder an der Bille, die hier die Grenze zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein bildet, einen Park erreicht, der bei hohem Pegel sicherlich auch mal unter Wasser stehen kann. Im Park geht auch die markierte Abzweigung zum Bahnhof Bergedorf ab. Es folgt ein längeres Stück durch die Straßen von Bergedorf bzw. Lohbrügge. Kurz vor dem kleinen Waldgebiet Sander Tannen stößt auch wieder die Bahnhofsabzweigung zum Hauptweg.

E1HikingTours
20.10.2014, 11:26
@E1HikingTours : Kennst Du auch den Anschnitt Bad Fallingbostel-Schneverdingen ?. Den ersten Abschnittes werde ich nach Deiner Beschreibung vielleicht wirklich mal gehen und das ganze über den Brunsberg nach Buchholz zurück verlängern (um auf ca. 40 km zu kommen). Dort hatte es mir gut gefallen.

In Buchholz wurde ich übrigens damals angesprochen, ob ich den E1 kenne - ;-) vielleicht sind wir uns ja schon mal begegnet.
Den Freudenthalweg kenne ich bis jetzt von Norden kommend nur bis Niederhaverbeck. Zwei Anmerkungen noch zu dem bereits beschriebenen Abschnitten: Zwischen Büsenbachtal und Holm-Seppensen halte ich die Variante auf der östlichen Seite der Heidebahn für die leicht schönere Alternative. Und zwischen Meningen und Handeloh lohnt es sich tatsächlich den E1/Heidschnuckenweg zu gehen, der an der Seeve zwischen Wehlen und Handeloh wirklich atemberaubend schön ist.

Ich wohne ja praktisch am E1 und spreche gerne Leute an, die mir nach Mehrtageswanderern aussehen. Falls wir tatsächlich mal begegnet sein sollten: relativ spät abends in der Nähe vom Bahnhof Suerhop und ich habe gefragt, wo es denn um diese Uhrzeit noch hingehen soll?

Prachttaucher
20.10.2014, 12:16
E1 - sehr schön. Ich denke eine kompakte Information hier (zusätzlich zu vorhandenen Berichten) macht schon Sinn. In Schleswig-Holstein möchte ich auch gerne mal unterwegs sein. Gleich eine Frage hierzu : Finden sich irgendwo Tracks zu den Abschnitten - das wäre für mich sehr hilfreich. Bei meinen Wegen gibt´s die meist bei "wanderkompaß.de" - könnte das aber auch noch verlinken.

Die Begegnung war beim Start an einem Samstag im letzten Jahr - vielleicht gibt es ja mehrere E1-Wanderer in Buchholz ?

Prachttaucher
20.10.2014, 21:25
Bückeberg-Weg :

Der ganze Weg hat ca. 58 km Länge. Das erste Stück von Porta Westfalica war ich schon im Rahmen des Wesergebirgsweg gelaufen. Deshalb startete ich in Bückeburg und hatte dann noch gemütliche 38 km bis Bad Nenndorf zu gehen.

In der schönen Stadt Bückeburg gab´s deshalb erstmal eine kleine Besichtigung. Danach dann auf den ersten kleineren Hügel, den Harrlberg. Bald geht´s schon wieder runter in den Kurort Bad Eilsen. Nach einigem Asphalt erreicht man den großen Kurpark. Mir gefiel es da irgendwie gut : Viel Platz, eine Bank in der Sonne. Also erstmal Kaffee gekocht - man hat ja Zeit.

Dann kommt der richtige Hügel, bzw. die "Bückeberge". Solche langen, bewaldeten Hügelketten mag ich eigentlich gerne. Der Weg war allerdings stellenweise etwas monoton zu gehen : Breit und schnurgerade. Hier könnte man sich vielleicht eine schönere Alternative basteln. Eine echte Abwechslung waren dann die Saurierspuren. Auch wenn alles auf den Schautafeln imposanter aussah als in echt - war nett und unverhofft. Schöne Anlage. Nach Reinsdorf runter gab es für mich keine Veranlassung, nach Bad Nenndorf dann schon, wo man gut wegkommt.

Also eigentlich eine nette Tour, gerade auch bei dem tollen Wetter. Das Gebiet auf den Bückebergen hat bestimmt Potential für eine weitere Tour...

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/b_ck1.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=115292&title=b-ck1&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/B_ck2.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=115289&title=b-ck2&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/B_ck3.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=115290&title=b-ck3&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/B_ck4.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=115291&title=b-ck4&cat=500)

kroessebastian
21.10.2014, 12:09
Soll ich den wohl meine Beiträge aus dem Wanderforum auch hier einstellen? Mein nächster Bericht wäre der Eggeweg, auf jeden Fall für E1HikingTours interessant.

Ist Eggegebirge noch Norddeutschland?

Könnte man ja auch erstmal in Nord, Mitte, Süd aufteilen?

Prachttaucher
21.10.2014, 12:23
Fänd ich sehr schön, wenn Du Dich auch beteiligst. Eggeweg paßt doch gut. Wenn ich mit meinen anderen Touren durch bin, werde ich vielleicht auch hier mit Sauerland anfangen. Aufteilen kann man immer noch oder den Namen noch großzüger fassen.

Längere Reiseberichte würde ich allerdings als eigenen Thread im Bereich Reiseberichte bringen, sonst wird´s vielleicht doch unübersichtlich. Hier dann eher, um sich mal schnell zu informieren und die wichtigen Fakten zu finden, wie "interessiert mich (ja/nein)", An-und Abreise, sinnvolle Abschnitte...

E1HikingTours
22.10.2014, 10:07
verschoben in Beitrag #6

lina
22.10.2014, 11:40
Die genannten Etappen 15 und 16 habe ich ebenfalls als besonders schön und abwechslungsreich in Erinnerung :-) Auch der Naturcampingplatz in Buchholz liegt hübsch.

Lookas
22.10.2014, 12:21
Ist Eggegebirge noch Norddeutschland?


Würde ich mal dreist behaupten, oder? Göttingen zähle ich auch noch dazu, südlicher darf man mich ruhig eines Besseren belehren. :p Der Norden besteht ja zum großen Glück nicht nur aus Küste, Marsch und Geest, puh! Aber ich gebe zu, dass das Eggegebirge Grenzland ist, so wie der Solling. Ab da beginnt "Here be dragons"-Country ... :grins:

Übrigens ein toller Thread, wenn ich Zeit hab, mag ich auch gern hier und da was beitragen. Kleinigkeiten zwar, aber vielleicht hilft's ja dem ein oder anderen auch weiter.

Prachttaucher
22.10.2014, 12:59
Etappe 14 : Das ist meine alte Heimat - insbesondere Stadtteil Eichholz ! Richtung Groß Grönau an der Wakenitz gibt es eine Emu-Farm. Immer wieder eindrucksvoll, wenn diese rießigen Vögel aus dem nichts auftauchen. Und es finden sich da natürlich nette Badestellen (für Sommerwanderer), man kann Kajaks/ Kanus leihen...


...
Übrigens ein toller Thread, wenn ich Zeit hab, mag ich auch gern hier und da was beitragen. Kleinigkeiten zwar, aber vielleicht hilft's ja dem ein oder anderen auch weiter.

Ich denke ab Tagestour paßt alles, ich selbst suche eher nach 2-3 Tage bzw. 40 - 80 km.

lina
22.10.2014, 13:16
Den Roswithaweg finde ich von der Beschreibung (http://navigator.geolife.de/inhaltsverzeichnis/details/tour-901000554-8000-Roswithaweg_%28XR%29_im_Leinebergland.html) her noch recht spannend (siehe auch hier (http://wiki.openstreetmap.org/wiki/Region_Hannover) hier (http://www.mittelweser-tourismus.de/?id=786) und hier (http://www.wandermap.net/de/route/1334514-roswithaweg-nienburg-bad-gandersheim/)). Wann immer ich dem bisher begegnete, fand ich ihn eigentlich recht ansprechend. Ausprobiert werden muss er allerdings noch (und es sind knapp 200 km).

Aufgefallen sind mir, noch neben dem

Roswithaweg (180 km . Nienburg – Bad Gandersheim . Zeichen: weißes X/R) (im ods-wiki (https://www.outdoorseiten.net/wiki/Roswithaweg))
Pyrmonter Weg bzw. Süntelweg (30 km . Barsinghausen – Deister – Hessisch Oldendorf – Pyrmont . Zeichen: ausgefülltes Dreieck)
Sigwardsweg (170 km . Minden – Minden (Rundweg) . Zeichen: weißes Knubbelkreuz in weißem Ring auf braunrotem Untergrund)

Etwas mehr weiß ich inzwischen über den Pilgerweg Loccum–Volkenroda (klick (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/82804-DE-Wanderweg-Erkundungen-um-den-Pilgerweg-Loccum-%C2%96-Volkenroda) ;-)). Dessen Asphaltanteil ist nicht so wirklich niedrig, aber die Gegend war bisher so hübsch, dass mir das nichts ausmachte. Mal sehen, wie das weitergeht.

Für den E1 bzgl. der Etappe vor Bordenau würde ich den schmaleren Pfad näher an der Leine bevorzugen sowie nach der Brücke hinter Bordenau anstatt einem weiteren Stückchen Straße lieber die Pfade durch das Wäldchen in Richtung Bahnhof Poggenhagen nehmen.

kroessebastian
22.10.2014, 17:36
X 2 Nethe-Alme-Weg

Brakel - Rheder 5 km - Gehrden 5 km - Dringenberg 6,5 km - Kühlsen 1,5 km - Neuenheerse 3,5 km - Herbram-Wald 2,5 km - Herbram 4 km - Grundsteinheim 5 km - Ebbinghausen 5,5 km - Henglarn 6,5 km - Wewelsburg (JH) 12 km, Anschluß an SGV-Wegenetz. Zusammen ca. 57 km

Der ca. 57 km lange, teilweise werden auch 55 km angegeben, X 2 verläuft in O-W-Richtung quer zum Eggegebirge.

1. Etappe: Brakel - Rheder 5 km - Gehrden 5 km - Dringenberg 6,5 km, zusammen ca. 16,5 km
2. Etappe: Dringenberg - Kühlsen 1,5 km - Neuenheerse 3,5 km - Herbram-Wald 2,5 km - Herbram 4 km - Grundsteinheim 5 km - Ebbinghausen 5,5 km, zusammen ca. 22 km
3. Etappe: Ebbinghausen- Henglarn 6,5 km - Wewelsburg 12 km, zusammen ca.18,5 km

Es ist aber auch folgende Einteilung möglich:
1. Etappe: Brakel-Herbram, ca. 28 km
2. Etappe: Herbram-Wewelsburg, ca. 29km

Der Wanderweg beginnt am Rathaus in Brakel, alternativ könnte man bei Anreise per Zug auch am Bahnhof Brakel starten. Über die Bahnhofstraße und die Warburger Straße verlässt man die Stadt, am real-Markt biegt man auf den Sudheimer Weg ab, über den man nach der Unterquerung der B64 durch einen kleinen Wald und durch Wiesen und Felder nach Rheder kommt.
In Rheder ist die Kirche, die von Johann Conrad Schlaun errichtet wurde, sowie das Schloß, das eine Brauerei beherbergt, sowie der Schloßpark zu erwähnen, hier überquert man auch die Nethe.
Der Weg von Rheder nach Siddessen beginnt nach der Nethe-Überquerung und führt hier auf einem sehr angenhemn Stück Naturpfad der dann in einen asphaltierten Radweg einmündet. Weiter geht es durch ein kleines Waldstück weiter nach Gehrden. In dieser Ortschaft ist besonders die Zwölf-Apostel-Lindesowie das Schloß Gehrden zu erwähnen,
Über den Gehrdener Kreuzweg geht es nun zur Katharinenkapelle (Baujahr 1668) vorbei. Der Weg geht nun wieder zwischen Feldern hindurch an der Eichentalhütte vorbei und wieder in einen Wald. Nach der Durchquerung desselben kommt man nach Dringenberg, auch hier wieder erwähnenswert die Kirche und die Burg (erbaut 1318-1323).
Man verlässt Dringenberg hinter der Burg und ist bereits nach kurzer Zeit in Kühlsen und nach Durchquerung eines weiteren Waldstücks nach Neuenheerse. Hierkann man die ehemalige Stiftskirche (wieder aufgebaut nach einem Brand 1165) besichtigen. In Neuenheerse überquert man auch zum 2. Mal die namensgebende Nethe.
In westlicher Richtung verlässt man Neuenheerse und kommt über „Alte Ziegelei“ durch den Wald nach Herbram Wald, wo der X2 für ca. 100m parallel zum Eggeweg verläuft. Während man Herbram Wald in westlicher Richtung verlässt, geht der Eggeweg hier in östlicher richtung weiter.
An der K 13 entlang läuft man nun über einen Fussweg hinab nach Herbram, das man durch einen schönen Laubengang betritt.
Weiter geht es über Iggenhausen und Grundsteinheim, man unterquert die B 68 und wandert weiter durch das Sauertal nach Ebbinghausen. Ebbinghausen wird über einen steilen Anstieg verlassen und man wandert oberhalb des Sauertals zum Altenautal und kurz vor Atteln in dieses hinab.
Am Altenaubad vorbei, geht man weiter nach Henglarn. Nachdem man Henglarn verlassen hat, durchwandert man ein ausgedehntes Waldstück, bia man an die A33 kommt, an der man vor und nach der Überquerung leider ein ordentliches Stück Straße wandern muss. Danach geht es wieder durch ein längeres Waldstück, bis man, an einem ehemaligen Schießstand aus der Zeit des 2. Weltkriegs vorbei, von Nordosten her nach Wewelsburg kommt.
Hier ist besonders die namensgebende dreieckige Wewelsburg zu erwähnen, die, als fürstbischöfliche Burg errichtet, im Zweiten Weltkrieg eine Ordensburg der SS war. Heute wird sie als Jugendherberge und als historisches Museum des Kreises Paderborn, sowie als Erinnerungs- und Gedenkstätte für die Zeit der NS-Diktatur genutzt. Das Museum und die Ausstellung zur NS-Zeit sind sehr zu empfehlen.

Von Wewelsburg aus erreicht man per Bus in einer halben Stunde Paderborn, näher liegt hier der Flughafen Paderborn/Lippstadt, den man mit dem Bus in 13 Minuten erreicht! ;-)

kroessebastian
23.10.2014, 09:17
Habe das ganze auch mal im Wiki eingestellt: Nethe-Alme-Weg (http://www.outdoorseiten.net/wiki/Nethe_Alme-Weg)

Für die Planung in NRW kann ich den Wanderroutenplaner NRW empfehlen, das ist ne Seite, auf der viele Wanderwege vorgestellt werden, mit Kartenansicht und GPS-Tracks.

kroessebastian
23.10.2014, 10:23
Ich werde jetzt alle Wanderwege ins Wiki einstellen und nicht mehr hier vorstellen.

"Rohfassungen" von Artikeln habe ich schon mal für folgende Wege eingestellt und werde sie nach und nach erweitern:

Diemel-Ems-Weg (http://www.outdoorseiten.net/wiki/Diemel-Ems-Weg) von Warburg zum Dörenkrug/Augustdorf ca. 84 km

Diemel-Lippe-Weg (http://www.outdoorseiten.net/wiki/Diemel-Lippe-Weg) von Marsberg zum Kreuzkrug/Schlangen 63 km

Emmerweg (http://www.outdoorseiten.net/wiki/Emmerweg) von Altenbeken nach Emmerthal 72 km

Viaduktwanderweg Altenbeken (http://www.outdoorseiten.net/wiki/Viaduktwanderweg_Altenbeken) Rundweg um Altenbeken 29 km

Eventuell werde ich auch noch den Artikel zum Eggeweg erweitern.

Diemel-Eder-Weg (http://www.outdoorseiten.net/wiki/Diemel-Eder-Weg) von Frankenberg nach Scherfede 113 km

Lookas
23.10.2014, 18:58
Ich seh schon, für die Sauerlandtouren müßte ich den Titel ändern. Noch gibt es aber genug nördliches zu berichten.

Habe ich denn tatsächlich recht? Ehrlich gesagt: Ich weiß gar nicht so genau, ob Sauerland nicht doch noch Norden ist. :confused:
Kommt wahrscheinlich einfach auch drauf an, wen man fragt. Weiß vielleicht jemand, was Nord-, Mittel und Süddeutschland irgendwie eingrenzt? Wobei das ja nun auch nicht das Thema hier ist, :ignore: hier geht es doch ums Wandern und da kann ich einen der beiden nordwestlichen Wege beisteuern, den ich fast auswendig kenne:

P wie Pickerweg

Strecke: Osnabrück-Wildeshausen
Länge: ca. 107 km / 130 km (je nach Quartiernahme), die GPS-Daten geben 117 km an (www.geolife.de)
Markierung: von Osnabrück bis Engter/Mühlort: weißes X
Ab Engter durchgängig mit einem weißen P
Steigungen: aufwärts 985m, abwärts 992m
Höchster Punkt: Aussichtsturm Venner Berg (bei Engter) 155 m
Asphaltanteil: insges. erstaunlich niedrig fürs Flachland, stellenweise jedoch mittel, besonders im nördlichen Bereich
Fahrradtauglichkeit: eingeschränkt (Dammer Berge z.T. nur mit MTB passierbar)

Mögliche Etappen (inkl. Umwege in die Orte):
OS-Engter 19 km – Engter-Vörden 21 km – Vörden-Damme 13 km – Damme-Steinfeld 14 km – Steinfeld-Vechta 23 km – Vechta-Visbek 20 km – Visbek-Wildeshausen 22 km

Anfahrt: OS Hbf, Startpunkt Dom
Wildeshausen Bhf, Nordwestbahn via Bremen; Startpunkt Alexanderkirche

Ausstiegsmöglichkeiten auf der Strecke: Bahnhöfe in Neuenkirchen (bei Vörden), Steinfeld, Lohne, Vechta
Ansonsten die üblichen, spärlichen Überlandbusse (sofern vorhanden)

Anschlussmöglichkeit zum Weitwandern ab Wildeshauen nach Bremen über den Geestweg via Harpstedt und Barrien (sehr asphaltlastig, aber immer noch besser als durch Delmenhorst hindurch!)

Älter geht es im Nordwesten kaum. Der Pickerweg folgt einer uralten Route am Treffpunkt der Niederungsgebiete Hasetal und Dümmerniederung. Dadurch streift oder durchquert er nahezu alle Landschaftsformen, die in der Tiefebene so anzutreffen sind (Mittelgebirge, Urstromtal, Hochmoor, Endmoräne, Geest und hinter Wildeshausen optional noch Marsch), was ihn zwar nicht anspruchsvoll, dafür jedoch sehr abwechslungsreich macht.
Im Osnabrücker Land dominiert bergiges Gebiet mit vielen Waldanteilen, durch die der Pickerweg bis Engter/Mühlort auf einem wahren Bündel an Routen verläuft (Hünenweg, E11, Wittekindsweg, DiVa Walk). Zwischen Engter und Vörden folgt nach dem geografischen Scheitelpunkt (155 m) dann das große Campemoor, durch das es quer hindurchgeht. Ein Abstecher nach Kalkriese ist auch empfehlenswert, kostet aber Zeit – und Unterkünfte sind in der Ecke leider rar.
Von Vörden bis Steinfeld überquert man dann die Endmoräne der Dammer Berge, deren Ausläufer sich geologisch gesehen nördlich bis Vechta hinein erstrecken und früher eine Art natürlichen Damm zwischen Haseniederung und Dümmer bildeten.
Hinter Vechta auf der Geest wird es flacher und „typisch“ norddeutsch. Trotzdem hat man immer wieder abwechslungsreiche Natur mit vielen Waldgebieten und hinter Visbek die berühmten Hünengräber (z.B. die Visbeker Braut, die man durchquert), und deren beeindruckenden Anlagen ein bisschen Pepp in die Angelegenheit bringen. In Wildeshausen lohnt sich auch ein Abstecher zum etwas südlich gelegenen Pestruper Gräberfeld, das aus der Bronze- und vorrömischen Eisenzeit stammt.

Die Beschilderung ist größtenteils hervorragend, da der Wiehengebirgsverband den Weg pflegt und seine Aufgabe ernst nimmt. Das weiße P ist überall zuverlässig zu sehen, nur im Bereich der Dammer Berge kann es an einigen Ecken etwas Aufmerksamkeit erfordern, den Weg zu finden. Auf der „Wanderautobahn“ von Osnabrück bis Engter ist der Weg übrigens völlig „überschildert“ und daher selbst blind nicht zu verfehlen.

Was sich zum Anschauen wirklich lohnt:
- Wallenhorst, alte Alexanderkirche
- Rulle, Wallfahrtskirche
- Kalkriese, Varusschlacht
- Moorlehrpfad Campemoor
- Damme, Stadtmuseum
- Vechta, Museum im Zeughaus und Castrum Vechtense
- Visbeker Braut und Bräutigam
- Wildeshausen, Alexanderkirche
- Pestruper Gräberfeld und Kleinknetener Steine

Wegematerial: http://www.wiehengebirgsverband-weser-ems.de/unser-shop/wegef%C3%BChrer/
Wanderführer: Jakobswege Bd. 7 – Wege der Jakobspilger in Bremen und Niedersachsen
2008 wurde der Pickerweg auch noch zum Pilgerweg und in das Netz der Jakobswege eingegliedert. Er gehört zur Route der Via Baltica und schließt in Osnabrück an die westfälische Strecke via Münster bis Wuppertal an. Der Führer ist textlich nicht mehr völlig aktuell (jedenfalls hinsichtlich der Unterkünfte), aber die Karten sind hervorragend und der (Picker-)Weg hat sich in den letzten Jahren nicht verändert. Wer gerne ein Buch dabei hat, ist hiermit gut bedient.

kroessebastian
23.10.2014, 19:56
Lookas,

das könntest du doch so auch ins Wiki stellen!

@prachttaucher:

Den E1 könntest du ja auch ins Wiki verlinken!

Prachttaucher
24.10.2014, 08:23
@Lookas : Super ! Da hast Du einen sehr interessanten Kandidaten für mich - Osnabrück und Bremen wäre mal schön nah. Hilfreich auch die Angaben zum Asphaltanteil. Hab mir´s mal auf die Schnelle angesehen - die anderen Wege, die Du erwähnt hast werden wohl kurz berührt, also keine langen Überschneidungen ?

Prachttaucher
24.10.2014, 09:04
Wendland Rundweg (Drawehn-Höhenweg 70 km) :

Der Wendland Rundweg (189 km) ist ein Zusammenschluß von Wendland Querweg, Drawehn-Höhenweg und Elbhöhenweg. Schon lange hatte ich mir darüber Gedanken gemacht, aber dann immer wieder verworfen. Zu weit weg, Anreise zu schwierig, sicher eher was zum Radeln... Nach Hitzacker (Bahnanschluß) war weniger das Problem, aber danach ? Die Busverbindung von Dannenberg nach Uelzen war da die Lösung. Hiermit wurde eine 2-Tagestour (Zernien) und eine 3-Tagestour (Clense) machbar.

Hitzacker ist auf jeden Fall eine Besichtigung wert. Danach ging es für mich meist auf schmalen Pfaden zunächst in nordwestliche Richtung an der Elbe längs, was ich als ein Highlight der Tour empfand (Aussichtsturm !). Danach dann in südliche Richtung durch offene Kulturlandschaft und über die waldreichen "Höhenzüge" des Drawehn. Gelegentlich vielleicht auch etwas Asphalt, aber dafür herrliche Landschaft. Einmal irgendwo im Wald, war ich völlig verblüfft : Eine derartige Stille kenne ich sonst vielleicht höchstens vom nordischen Fjäll. Auf der Rückfahrt hatte ich dann noch Zeit für eine Besichtigung des Hundertwasser-Bahnhof in Uelzen - lohnt sich !

Wasser war etwas schwierig. Im Bereich der Landwirtschaft mag ich nicht filtern. Am Sonntag hatte aber irgendwie alles zu, was angedacht war. Abhilfe brachte dann der Golfclub Zernien - da gab es auch leckeren Eintopf.

Ich finde es immer wieder sehr reizvoll in noch unbekannten Regionen unterwegs zu sein, die (im Vergleich zum waldreichen Mittelgebirge) auch eine ganz andere Landschaft vorweisen. Wenn jemand die anderen Abschnitte des Rundweges kennt nur her damit. Eine weitere Tour habe ich bisher verworfen. Die "Ostschleife" müßte ich irgendwie verkürzen und ich bin mir nicht sicher, ob es da auch so schön zu gehen ist. Gerade vor Hitzacker soll es in die andere Richtung recht asphaltig werden.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/wen1.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=115513&title=wen1&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/wen2.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=115514&title=wen2&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/wen3.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=115515&title=wen3&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/wen4.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=115516&title=wen4&cat=500)

E1HikingTours
24.10.2014, 09:21
verschoben in Beitrag #6

Lookas
24.10.2014, 13:15
@prachttaucher: Der Weg ist besonders von OS bis Vechta sehr schön, weil abwechslungsreich. Von OS bis Engter liegen die erwähnten Wege alle gebündelt "aufeinander", trennen sich dann aber in Engter/Mühlort (deshalb ist der Weg bis dahin mit X markiert). Ab da wird der Pickerweg nur noch vom Mühlenweg tangiert, der über die Helle nach Kalkriese verläuft - oh, der wäre übrigens auch noch mal eine Erwähnung wert, folgt dann irgendwann mal. Andere, größere Wanderwege liegen sonst m.W. nach nicht mehr an der Strecke - nur noch die üblichen Rundwege z.B. in den Dammer Bergen.
@kroessebastian: Das mache ich mal, gute Idee!

Edith:
Noch kurz zur Streckenführung - der Pickerweg orientiert sich in vielen Bereichen an der historischen Strecke, die bis auf wenige Ausnahmen (Vörden und Visbek) grundsätzlich an allen größeren Orten vorbeilief. Daher berührt die reel markierte Route vor Ort z.B. Steinfeld gar nicht und touchiert Damme und Vechta nur in den Außenbezirken. Da aber der Jakobsweg darüber gelegt wurde, hat man Umwege mit der Muschel ausgeschildert, um die Wanderer in diese Orte hinein zu lotsen (Unterkünfte, Tourismus - das übliche halt). :roll:

Wer nun GPX-Tracks sucht, wird oft diese Umwege darin stehen haben, die vor Ort dann für Verwirrung sorgen können, da die Markierungen ja was anderes sagen als das Gerät. Darauf möchte ich noch sicherheitshalber hinweisen - mir ist das gerade erst auf Anfrage von Prachttaucher klar geworden, weil ich halt nichts mit GPS am Hut und mir darüber noch keine Gedanken gemacht habe. Ein sehr präziser Track findet sich aber bei geolife (http://navigator.geolife.de/tour-901000487-8000.html), den auch der Wiehengebirgsverband selber empfiehlt.

Prachttaucher
25.10.2014, 13:05
Hünenweg :

Der Hünenweg ist einigen sicher nicht unbekannt, Reiseberichte gibt es hier (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/57873-DE-Von-Friesen-und-H%C3%BCnen?highlight=h%FCnenweg) und hier (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/58401-DE-Auf-den-Spuren-des-Blauen-h-unterwegs-auf-dem-H%C3%BCnenweg?highlight=h%FCnenweg). Wer den Weg als ganzes gehen will, tut sicher besser daran, gleich in die Berichte einzusteigen. Für Touren von 2 oder 3 Tagen habe ich aber Tips für Anreise und sinnvolle Abschnitte.

Für den Weg gibt es einen sehr schönen kleinen LGN-Führer, der auch die Kartenabschnitte enthält. Wenn man gerne mal durch teilweise offenere Landschaft geht, auf einer abwechslungsreichen Strecke, wo es zudem einiges zu besichtigen gibt....

Herzlake - Bramsche (77 km)

Nach Bramsche oder Osnabrück kommt man zwar leicht, nach Herzlake ist das schon aufwendiger. Je nach Ausgangspunkt sind hier zwei Busse nötig. Der zweite war bei mir eher eine Art Kleintransporter mit einem netten älteren Herren und natürlich kein weiterer Fahrgast. Das Warten an der zugigen Bushaltestelle war übrigens ein sehr kalter Moment bei dieser im Winter durchgeführten Tour. Da ich die schwierige Anreise gerne an den Anfang lege, beginne ich die Tour in Herzlake, d.h. in südliche Richtung (entgegengesetzt zur Beschreibung im Führer).

Zunächst durchquert man auf dem Weg nach Berge das wirklich schöne Hahnenmoor. Hinter Berge kommt dann nach überqueren der K111 (Mooshütte) der Punkt, wo der Weg eine große Schleife nach Ankum macht. Das erste Mal bin ich da auch brav gefolgt und kann nur sagen : Besser nicht ! Viel Asphalt, plötzlich erstaunlich häßliche Gegend mit starker Geruchsbelästigung (Schweinemast !), ein rießiges Neubaugebiet... Wenn man dort nicht übernachten möchte geht man einfach geradlinig weiter um nach ein paar km wieder auf den Hünenweg zu treffen - meine km-Angabe bezieht sich auf diese etwas kürzere Variante. Dadurch daß dieser Tiefpunkt der Strecke beim zweiten Mal fehlte, empfand ich die gesamte Tour als noch schöner.

In Ueffeln kann man sich unter der Woche beim Bäcker für das letzte Stück nochmal stärken. Vor Bramsche wird es dann auf dem Gehn nochmal richtig schön und hier wird man als Wassersuchender endlich mal fündig. Das bringt uns zur....

Wasserversorgung : Vom Filtern würde ich in diesem land- und viehwirtschaftlich geprägten Gebiet abraten. Schwierigkeiten hatte ich trotzdem keine. Auch im Winter fanden sich genug Einkehrmöglichkeiten (Eiscafe, Golfclub - :bg: wieder mal).

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/H_w1.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=115655&title=h-w1&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/H_w2.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=115656&title=h-w2&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/H_w3.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=115657&title=h-w3&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/H_w4.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=115658&title=h-w4&cat=500)

Herzlake - Sögel 55 km (51 km)

In diesem Abschnitt ist offene, weite Landschaft vorherrschend. Startpunkt ist wieder Herzlake, wobei es diesmal in nördliche Richtung geht - bitte nicht verwirren lassen. Bis Haselünne läuft man zunächst schön an der Hase längs. Wirklich sehenswert ist dort der Wacholderhain. In der Heide- und Sumpflandschaft trifft man auch auf Wildpferde und Hochlandrinder. Nach einigen weiteren Grabstätten folgt der Weg nochmals einem Wasserlauf, der Nordradde. Etwas verwundert steht man dann schließlich vor der imposanten Schloßanlage in Sögel, wo sich Busanschluß für die Heimreise findet. Auf diesem letzten Stück hatte ich übrigens die Schleife zum NSG Mansenberge um ca. 4 km abgekürzt, um so auf die 51 km zu kommen.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/S_1.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=115708&title=s-1&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/S_2.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=115709&title=s-2&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/S_3.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=115710&title=s-3&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/S_4.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=115711&title=s-4&cat=500)

Nachtrag : Sögel bis Papenburg kenne ich bisher noch nicht - zumindest bis Surwold sieht das nett aus. Interessant ist ansonsten bestimmt auch die Zuwegung von Meppen bzw. Emmen. Wenn hier jemand Tips hat...

kroessebastian
26.10.2014, 20:03
Ich habe nun die Rohfassungen der folgenden Wege des Teutoburger-Wald-Vereins einegstellt:

Burgensteig (Teutoburger_Wald) (https://www.outdoorseiten.net/wiki/Burgensteig_%28Teutoburger_Wald%29) von Porta Westfalica nach Höxter 92 km

Cheruskerweg (https://www.outdoorseiten.net/wiki/Cheruskerweg) von Porta Westfalica bis zum Kreuzkrug in Schlangen 65 km


Weitere Wege und nähere Infos zu den eingestellten Wegen folgen.

Wäre bald übersichtlicher, wenn man zu Deutschland (Wandern) noch die Unterkategorien nach Bundesland hätte, aber das bekomme ich irgendwie nicht selber hin.

Habe da noch ca. 50 Wege in den Bereichen des Teutoburger-Wald-Vereins, des Eggegebirgsvereins und des Hessisch-Waldeckischen Gebirgs- und Heimatvereins abzuarbeiten! ;-)

Vogelfreund
27.10.2014, 01:59
Hünenweg :[/B]
Herzlake - Bramsche (77 km)


Mal wieder erstaunlich, wie gut "meine" Gegend weg kommt. Hahnenmoor kann nur durch Renaturierung ein wenig "glänzen", weil zuvor massiv abgetorft und entwässert, das übliche großflächige und politisch gewollte Schicksal aller nordwestdeutschen Moore in den letzten > 50, ach was locker 100 Jahren. Weil der Torf gehört anscheinend in die Blumenkästen der Betonsiedlungen, Einfamiliengärten und in NL in diverse Grünkram-Industriekulturen (wird noch immer mit Kanal-Schiffen dahin gekarrt). Abtorfungsgenehmigungen waren für teils > 80 Jahre erlaubt worden, FFH-Regelungen bzw. Naturschutzanforderungen änderten daran nix. Im Vergleich zu "früher" nur bitter. (Wenn Horst Stern, falls noch bekannt, geahnt hätte, wie weich doch die damalige Kritik war). Das Land Niedersachsen hatte ja mal Goldregenpfeifer als Brutvögel in den Mooren, die letzten in Mitteleuropa (sonst UK, NOR usw.). Im Übrigen frisch ausgestorben (nein, das vermelden jene Landes-Webseiten noch nicht). Brüteten zuletzt aber nur auf industriellen Frästorf-Flächen, sah echt mies aus.
Immerhin erkannt: Schweinemast. Es stinkt weit und breit. Weil offenbar alle Restteutonen BilligstfleischvomAldi (oder sonstwo) haben müssen, Hauptsache täglich rein mit dem industriellem Mist (also in Eure Mägen).
Und im Gehn all die Fichtenschonungen? Die gehören da definitiv nicht hin! Angepflanzt, Holzacker halt. Ich kann das nicht als angenehm empfinden, nur weil es "grün" ist.

Vf

lina
27.10.2014, 08:46
Wäre bald übersichtlicher, wenn man zu Deutschland (Wandern) noch die Unterkategorien nach Bundesland hätte, aber das bekomme ich irgendwie nicht selber hin.

Es gibt zwei Fundstellen für Deutschland, eher eine etwas allgemeinere (Kategorie "Deutschland": https://www.outdoorseiten.net/wiki/Kategorie:Deutschland
und eine detailliertere: https://www.outdoorseiten.net/wiki/Deutschland

in letzterem werden auch die Bundesländer aufgezählt.

kroessebastian
27.10.2014, 11:14
Ich habe nun die Rohfassungen nächsten Wege des Teutoburger-Wald-Vereins eingestellt:

Karl-Bachler-Weg (https://www.outdoorseiten.net/wiki/Karl-Bachler-Weg) von Bad Salzuflen nach Loccum 77 km

Dingelstedtpfad (https://www.outdoorseiten.net/wiki/Dingelstedtpfad) von Bad Oeynhausen nach Polle 106 km

Niedersachsenweg (https://www.outdoorseiten.net/wiki/Niedersachsenweg) vom Hermannsdenkmal nach Hameln 80 km

Runenweg (http://www.outdoorseiten.net/wiki/Runenweg) von Porta Westfalica zum Kreuzkrug in Schlangen 70km

Talweg (http://www.outdoorseiten.net/wiki/Talweg) von Werther nach Bad Oeynhausen (Nordbahnhof) 50 km

Hansaweg (http://www.outdoorseiten.net/wiki/Hansaweg) von Herford nach Hameln 72 km

Lönspfad (http://www.outdoorseiten.net/wiki/L%C3%B6nspfad) von Leopoldstal nach Oerlinghausen 40 km

Sachsenweg (http://www.outdoorseiten.net/wiki/Sachsenweg) von der Ravensburg zur Burgruine Limberg 45 km

Schau-ins-Land-Weg (http://www.outdoorseiten.net/wiki/Schau-ins-Land-Weg) von Bevergern nach Bielefeld 97 km



Es sind teilweise sehr spartanische Versionen, aber ich werde mich jetzt darauf konzentrieren, diese erstmal zu ergänzen und dann erst weitere Wege einzustellen.

Prachttaucher
27.10.2014, 11:21
...
Mal wieder erstaunlich, wie gut "meine" Gegend weg kommt....

Ich denke, daß man als Wanderer streng genommen immer nur etwas zum "Weg" sagen kann, auch wenn oft allgemein von "Landschaft" und "Gegend" die Rede ist. Den Weg habe ich wirklich als so schön wahrgenommen, daß ich einen Abschnitt zweimal gelaufen bin. Mir geht es bei Wanderwegen erstmal um "wenig Asphalt", "einsam", "abwechslungsreich", "interessant" (z.B. Hünengräber), dann natürlich auch "Natur" - was für mich dort meist alles erfüllt war. Wenn ich da z.B. das Hahnenmoor durchquere, freue ich mich (als Ortsunkundiger) einfach über die jetzt noch vorhandene Landschaft.

Gegenbeispiel : In einer als schön zu bezeichnenden Gegend - dem Rothaargebirge - ist es mir zweimal passiert, daß ich ausgesprochen häßliche Wege gegangen bin : Zuviel Asphalt, permanenter Autolärm - da nützt die Schönheit der Gegend dann auch nichts.

Irgendwo ist wandern in Deutschland sicher immer auch ein Kompromiß, aber nach meinen Erfahrungen läßt sich das meist ertragen, wenn man etwas Begeisterung mitbringt. Welche Wege man trotzdem besser meidet oder postiv formuliert, welche Wege schön zu gehen sind.... das soll ja Anliegen dieses Threads sein.

Prachttaucher
28.10.2014, 16:42
Den Roswithaweg finde ich von der Beschreibung (http://navigator.geolife.de/inhaltsverzeichnis/details/tour-901000554-8000-Roswithaweg_%28XR%29_im_Leinebergland.html) her noch recht spannend (siehe auch hier (http://wiki.openstreetmap.org/wiki/Region_Hannover) hier (http://www.mittelweser-tourismus.de/?id=786) und hier (http://www.wandermap.net/de/route/1334514-roswithaweg-nienburg-bad-gandersheim/)). Wann immer ich dem bisher begegnete, fand ich ihn eigentlich recht ansprechend. Ausprobiert werden muss er allerdings noch (und es sind knapp 200 km).

...

Auch dieser Beitrag soll nun eine späte Würdigung erfahren. Die ausführliche Wegebeschreibung (wie oben erwähnt) findet sich hier (http://www.mittelweser-tourismus.de/?id=786). Wie ich finde sehr ehrlich gemacht, das Wort "Asphalt" taucht schön öfter auf, aber auch mal "naturnahe Waldwege". Das untere Stück durch den Ith sollte auf jeden Fall schön sein (s.o.) der Rest erscheint mir "erkundigungswürdig".

Nachtrag : Scheint mir auch recht gut erreichbar, um das ganze in Abschnitten zu gehen.

lina
28.10.2014, 17:40
:-)

Eben noch entdeckt habe ich den Süntel-Trail (http://www.süntel-trail.de/die-strecke-1/). Die beiden Varianten sehen, auf die Wunschkriterien hin betrachtet, ziemlich gut aus :cool: (und die Strecken kann man ja auch ohne eine explizite Veranstaltung dazu ausprobieren).

Lookas
28.10.2014, 17:57
Übrigens auch ein Knaller: Der Huntepadd (http://www.wanderkompass.de/Naturpark-Wildeshauser-Geest/dotlingen-wanderroute-1.html). Im Frühjahr oder Sommer unglaublich schön - kurz, aber abwechslungsreich und recht einfach. Ich empfehle, den Rundweg mit der Dötlinger Gartenkultour (http://www.doetlingen.de/1900.php) zu verbinden, weil sich dann auch eine weite Anreise lohnt.

Parken kann man unterhalb der Kirche (leider nur, falls nicht viel los ist). Dort startet der ca. 6 km lange Rundweg und verläuft am Hunteufer durch herrliche Buchenwälder mit Prall- und Gleithängen, quert den Fluss und durchkreuzt die Glaner Heide mit den Großsteingräbern und führt schließlich durch die Niederung zurück ins Dorf, wo übrigens tolle Cafés sind. Ich war nun mehrfach da und finde das Dorf und den Weg in Kombination einfach schön. Klar, es ist ein kurzer Rundweg und sehr einfach, aber absolut empfehlenswert - es gibt sonst so wenig hier oben, das ähnliches an schmucker Dörflichkeit und hübscher Landschaft bietet. Leider.

stoeps
28.10.2014, 22:15
Eben noch entdeckt habe ich den Süntel-Trail (http://www.süntel-trail.de/die-strecke-1/). Die beiden Varianten sehen, auf die Wunschkriterien hin betrachtet, ziemlich gut aus :cool: (und die Strecken kann man ja auch ohne eine explizite Veranstaltung dazu ausprobieren).

Nun ist das allerdings eine Trailrunning/Ultramarathon-Strecke, die – um die gewünschten Eigenschaften zu haben – kreuz und quer bzw. in wilden Schleifen durch ein vergleichsweise kleines Gebiet geführt wird. Ob das den Streckenwanderer so begeistert? Spätestens, wenn man an einer Stelle das zweite Mal vorbei kommt, kratzt man sich evtl. doch mal am Kopf, was das denn nun soll … :roll:
Und eine der gewünschten Eigenschaften sind übrigens Höhenmeter, viele Höhenmeter :cool:

Ich will das Rennen auf jeden Fall mal laufen, aber Wanderstrecken suche ich irgendwie anders raus.

Nur, dass sich keiner beschwert :bg:

lina
28.10.2014, 22:21
Der 50K (http://www.süntel-trail.de/die-strecke-1/streckeninfo-50-k/) sieht etwas besser aus :bg:

stoeps
28.10.2014, 22:23
Ich will niemanden abhalten, dachte nur, ich sag's mal dazu ;-)

lina
28.10.2014, 22:25
Hast schon recht, besser ist das :bg:

Prachttaucher
28.10.2014, 22:33
Hab´s mir auch schon genauer angesehen : Ich habe bei beiden Varianten erstmal den Teil (nord)östlich von Bad Münder weggeschnitten. Bleibt die wirklich etwas chaotische längere Schleife mit 54 km und die kürzere mit 38 km über. Wenn ich´s mal mache werde ich vermutlich die kleine Schleife etwas verlängern. Ist in meinen Augen auch deshalb nett, weil die Zuwegung schon dabei ist und man wirklich gleich im Süntel steht.

stoeps
28.10.2014, 22:37
Hab´s mir auch schon genauer angesehen : Ich habe bei beiden Varianten erstmal den Teil nördlich von Bad Münder weggeschnitten. Bleibt die wirklich etwas chaotische längere Schleife mit 54 km und die kürzere mit 38 km über. Wenn ich´s mal mache werde ich vermutlich die kleine Schleife etwas verlängern. Ist in meinen Augen auch deshalb nett, weil die Zuwegung schon dabei ist und man wirklich gleich im Deister steht.

Jetzt, ohne nachzugucken, nur aus der Erinnerung: Wenn Du beim Süntel-Trail den Teil nördlich von Bad Münder rausschneidest, stehst Du nicht im Deister, sondern im Süntel, right?!?

stoeps
28.10.2014, 22:46
Falls jemand einfach mal einen Tag quer durch den Süntel gehen will: das hier habe ich schon zweimal gemacht (http://runkeeper.com/user/stoeps/activity/461200364?&activityList=false) – nett.
Ist von Bahnhof zu Bahnhof, Hohenstein (spektakuläre Klippe) und Süntelturm (schöne Gaststätte) dabei.


PS: Ich wusste so schnell nicht, wie ich einen Track präsentieren soll, und habe ihn auf meine Runkeeper-Seite geladen (und auch darauf verlinkt). Ich hoffe, dass man den Track von da auch irgendwie runterladen kann …

Prachttaucher
29.10.2014, 08:20
Wenn man sich anmeldet geht es vermutlich. Ist auf jeden Fall auch eine gute Idee. Ähnliches hatte ich mal mit kleinem und großen Deister gemacht.

Das mit Süntel/ Deister wurde mir klar, als ich im Bett lag. Nochmal aufstehen ? Vielleicht merkt es ja keiner bis morgen ?

Der Tip mit den Höhenmetern ist gut. Teilweise geht der Track zu Dörfern runter, wo es eine Verpflegungsstation hat. Das könnte man ja anders legen. Die kleine Schleife (50 K) ließe sich gut nach Nordwesten verlängern. So würde man (ich) an einem WE einmal schön um den Süntel rum kommen.

Süntelturm ist gut - da hatte es nette Schnitten / Schmalzbrot, wenn ich mich richtig erinnere.

Nachtrag : Vielleicht habe ich mich mit den Himmelsrichtungen auch falsch ausgedrückt - ich würde bei dem Weg nur in den Süntel gehen und die andere Schleife abschneiden.

stoeps
29.10.2014, 13:29
Es gibt zwei Fundstellen für Deutschland, eher eine etwas allgemeinere (Kategorie "Deutschland": https://www.outdoorseiten.net/wiki/Kategorie:Deutschland
und eine detailliertere: https://www.outdoorseiten.net/wiki/Deutschland

in letzterem werden auch die Bundesländer aufgezählt.

Und dann kann man auf erstgenannter noch die Unterkategorie "Deutschland (Wandern)" anklicken und kommt hierhin, wo man dann auch ganz viele Wege findet (https://www.outdoorseiten.net/wiki/Kategorie:Deutschland_(Wandern)).
Ein komplettes Rätsel ist mir, wieso ein paar verstreute Wege auf der "Kategorie Deutschland"-Seite angezeigt werden. Wer das als erstes liest, denkt, im Wiki fänden sich nur sieben oder acht Wege …
Das ist alles nicht sehr übersichtlich bzw. konsistent, oder?
Ich durchsurfe das jetzt mal mit etwas Ruhe …

lina
29.10.2014, 13:36
Kann ich Dir beantworten (und hab’s inzwischen auch geändert): Das liegt an der Kategorienaufzählung am Seitenende, hier muss das [[Kategorie:Deutschland]]aus der Auflistung raus. Also nur:


[[Kategorie:Deutschland (Wandern)]]
[[Kategorie:Trails und Touren]]

und falls das zutrifft, dazu:


[[Kategorie:Pilgerweg]]


PS: Sorry für den Smilie, der bildet sich im Forum automatisch. Im wiki ist das einfach : D (ohne Zwischenraum)





Edit: Was die Unterkategorie von Kategorie Deutschland
Kategorie:Wandern nach Land (http://www.outdoorseiten.net/wiki/Kategorie:Wandern_nach_Land)

allerdings noch ist, habe ich auch noch nicht raus ..

Portale (http://www.outdoorseiten.net/wiki/Kategorie:Portale)
– Länder und Regionen
– Trails und Touren

hm ....

stoeps
29.10.2014, 13:52
Ah, so langsam dämmert mir, wie das Wiki im Hintergrund funktioniert :cool:

Ich war eben auch mal so mutig und habe zum ersten Mal in einem Artikel etwas verändert/eingegeben. War gar nicht schlimm :grins: Mit dieser neu entdeckten Kompetenz, kann ich evtl. auch noch ’was zu den Wegen der Region beitragen.

Ober
29.10.2014, 13:53
Vielen Dank für die tollen Anregungen. Wir waren im September auf Sylt und haben dort eine wunderbare Tageswanderung von Süd nach Norden gemacht. Da wir in der Mitte der Insel gewohnt haben, konnten wir die Tour teilen.
Auch wenn die Insel als Treffpunkt der Schickeria verschrien ist, haben wir trotzdem die tollen Landschaften und Naturschutzgebiete genießen. Glaube auch, dass die Schickimickis eher in der Sommerzeit anzutreffen sind. Im Herbst wird es dann doch etwas ruhiger und man ist unter sich und Menschen, die wirklich Natur und vor allem auch seltene Vogelarten entdecken wollen.

lina
29.10.2014, 14:56
@stoeps: Fein *freu* :D

Prachttaucher
29.10.2014, 15:32
Da ja gerade das Thema Ultramarathon angesprochen wurde, paßt der nächste Vorschlag ganz gut. Durch diesen Thread (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/64694-Harzquerung-Hin-und-zur%C3%BCck?highlight=harzquerung) erfuhr ich von dem für mich bisher völlig unbekannten Weg. Gemeint ist die

Harzquerung 51 km (55 km) von (Nordhausen nach Wernigerrode - offiziell entgegengesetzt) :

Im oben verlinkten Thread finden sich ein paar Eindrücke dazu, ein Einkehrtip, sowie ein Track zum Weg (wichtig). Ohne GPS dürfte das ganze schwierig sein. Der Weg ist ausgesprochen schön und abwechslungsreich zu laufen und streift gerade im südlichen Bereich Regionen, die mir bis dato gänzlich unbekannt waren.

Der Start in Nordhausen, war erstmal suboptimal, da ich zuwenig vorbereitet hatte. Einfach am Bahnhof nach einem Bus fragen - das geht schon. Ging nicht ! Irgendwie traf ich nur auf Touries und begann dann genervt den langen Marsch durch die Stadt Richtung Norden. Das läßt sich auf jeden Fall besser machen.

Hinter Nordhausen geht es noch einige Zeit durch offene Kulturlandschaft, man durchquert ein Stück Karstlandschaft, entdeckt das Schild für den Karstwanderweg, beginnt sich ernsthafte Gedanken zu machen, ob das nicht auch mal etwas wäre... und erreicht dann irgendwann die ersten Hügel. Es geht im weiteren Verlauf zwar schon etwas auf und ab, da die Strecke aber den Brocken umgeht, bleiben die Höhenmeter trotzdem verträglich. Das letzte Stück bis Wernigerode ließe sich durch Verwendung der HSB in Drei Annen Hohne etwas abkürzen.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/HQ1.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=116400&title=hq1&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Netzkater.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=85005&title=netzkater&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/HQ2.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=116401&title=hq2&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/HQ3.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=116402&title=hq3&cat=500)

lina
30.10.2014, 12:51
Ich habe jetzt mal zu ein paar Wegen im Wiki, Liste D (https://www.outdoorseiten.net/wiki/Deutschland), die Kilometerangaben in Klammern dahinter hinzugefügt (damit die Zahl nicht mit in den Suchbegriff eingeht, geht das erst dann, wenn der Weg schon angelegt und einige Infos darin eingetragen worden sind). Haltet Ihr das für sinnvoll?

kroessebastian
30.10.2014, 19:10
Ich finde es gut, da kann man auf einen Blick die in Frage kommenden Wegeaussuchen und andere Wege außen vor lassen.

Prachttaucher
01.11.2014, 06:52
Ich habe gerade noch eine nützliche Sache getestet. Unter Anhänge lassen sich gpx-Dateien hochladen, die dann von anderen wieder heruntergeladen werden können. Das bietet zwei Möglichkeiten :

1. Da wo man einen Weg variiert hat, kann man das so gut weitergeben. Ich habe gerade meinen Tagestrack vom Hünenweg im Beitrag eingebunden, wo ich eine Ankum-Umgehung gebastelt hatte.

2. Man kann als Altrenative auch komplett selbst erstellte Tracks anbieten. Ich würde da ggf. im Inhaltsverzeichnis eine weitere Kategorie anlegen.

P.S. Melde mich mal bis Mo ab - :cool: der Pickerweg ruft !

Lookas
01.11.2014, 08:38
@Lina: auch ich finde die Idee sehr gut, denn dann kann man gezielt bestimmte Distanzen abklappern. In das Wiki arbeite ich mich gerade noch etwas ein, was wegen Zeitmangel etwas schwierig ist (heute muss ich auch wieder arbeiten:().

@prachttaucher: Viel Spaß! Besseres Wetter kannst du dir dafür ja gar nicht wünschen um diese Jahreszeit ... *leiser Neid*

Edith: Bin den Faden gerade noch einmal überflogen und muss sagen, dass mich begeistert, wie viel Infos nun gebündelt werden! Ich freue mich schon darauf, davon zu profitieren!

stoeps
01.11.2014, 11:18
So, dann will ich hier mal das volle Programm versuchen – grandioses Scheitern nicht ausgeschlossen :roll:

Süntelquerung von Bad Münder nach Hessisch-Oldendorf (ca. 23 km)

Die Übersicht:
https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Bildschirmfoto_2014-11-01_um_10_59_52.png

Der Track: 9333

Wie man sieht, beginnt der Weg erst am Ortsrand von Klein Süntel, da kommt also noch ein bisschen Strecke zum Bhf. Bad Münder hinzu. (Der Bahnhof "Bad Münder Deisterbahnhof" liegt deutlich südlich von Bad Münder, etwa dort, wo die Bahnstrecke die B 442 kreuzt. Den ursprünglichen Bahnhof in Bad Münder gibt es gar nicht mehr.)
Der Track wurde bei einer Wanderung von Bad Münder nach Hessisch Oldendorf aufgezeichnet; ich empfehle jedoch, die Strecke andersrum zu gehen, da in Bad Münder alle halbe Stunde eine S-Bahn fährt (und das auch bis spät abends). Man kommt schlicht besser weg …


Edith sagt: Die gelben Stecknadeln, die auf meiner Übersicht zufällig auch zu sehen sind, sollen Hütten im Süntel sein. Weiß der Geier, von welcher Website ich diese Infos runtergeladen hatte …

stoeps
01.11.2014, 11:22
Wow, wie elaboriert der Track dargestellt wird – cool

Das Inhaltsverzeichnis kannte ich auch noch nicht. (Falls es noch jemandem so geht: Schau mal im ersten Post des Fadens!)

Klasse, was hier so zusammenkommt :D

lina
01.11.2014, 11:54
5sterne5sterne Super!!! 5sterne5sterne

:wohoo:

lina
01.11.2014, 12:42
Mal ’ne Zwischenfrage: Wenn man vor dem Hochladen die Zeit- und Geschwindigkeitsdaten aus dem track entfernt haben will – wie kriegt man das hin?

thefly
01.11.2014, 13:15
- [Win] zb: http://www.gps-track-analyse.de/index.html (Track -> Startzeit/Zeitstempel ändern)
- [alle] GPS Babel kann unter Filter die Zeit von allen Trackpunkten mit einem Offset versehen

lina
01.11.2014, 13:27
Danke :-)
Bei GPSBabelFE scheitere ich nur immer schon am Eingabefenster. Keine Ahnung, was ich da anklicken soll und wie ausfüllen. Ändern will ich ja eine piepnormale *.gpx-Datei aus einem Garmin-Gerät – was muss ich da auswählen? Etwas davon (oder etwas was anderes?)

9334

d.h.: gibt’s da nicht was Einfacheres? ;-)

stoeps
01.11.2014, 14:43
Ganz naiv: Wenn ich Deinen Screenshot so angucke, versuchte ich es mit dem untersten Punkt – einfach, weil da gpx steht :cool:

thefly
01.11.2014, 15:04
Vielleicht mag ja jemand da nen anständigen Artikel im Wiki rausmachen..
Für GPX-Dateien:
https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/GPSBabel1.jpg
(1) Eingabeformat: GPX-XML auswählen
(2) Datei auswählen
(3) Ausgabeformat GPX XML auswählen
(4) Ausgabedatei auswählen
(5) Filter auswählen (siehe unten)
(6) ausführen

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/GPSBabel2.jpg
Filter: setzen

Ergebnis
https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/GPSBabel3.png
vorher

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/GPSBabel4.jpg
nachher

Anmerkung
a) die GUI nimmt (bei mir) maximal +-900 Tage als Offset
b) alle Punkte werden gleichmässig verschoben

d.h. laut Timestaps hast du die Tour eben an einem anderen Tag gemacht, völlig unsinnige Werte lassen sich so nicht erzielen, angeblich geht das aber über die Kommandozeile oder eben über andere Tools, unter WIN ist das o.g Programm recht komfortabel dafür.

Weiter sind gpx-dateien einfache XML-Dateien, also mit einem beliebigen Texteditor bearbeitbar, du könntest also einfach alle Vorkommen von


<time>2010

durch


<time>1876

ersetzen lassen

lina
01.11.2014, 15:13
Klasse, danke :-)
Habe mir aber schon gedacht, dass Offset spzusagen nur ein Parallelsprung ist. Bekommt man die Daten auch ganz weg? Ob man nun rast oder trödelt, ist für den eigentlichen Sinn eines Tracks ja unerheblich und nur für einen selber spannend.

kroessebastian
02.11.2014, 18:32
Heute bin ich erstmal ein bißchen rund um die Iburg unterwegs gewesen und habe ein paar Wanderweg - Markierungen fürs Wiki geknipst, dabei sind mir noch der Bäderweg, der Dreizehnlindenweg und der Kreiswanderweg Höxter Nord aufgefallen.

Prachttaucher
03.11.2014, 16:37
..@prachttaucher: Viel Spaß! Besseres Wetter kannst du dir dafür ja gar nicht wünschen um diese Jahreszeit ... *leiser Neid*


Danke, war auch richtig fein ! Zusätzlich hatte ich auch noch Vollmond.

Hier mal meine Eindrücke zum Weg : Gelaufen bin ich von Osnabrück (Haste) bis Lohne (Bahnhof) mit Steinfeldumgehung was ca. 73 km ergab. Darin enthalten : Einkehrschlenker, alternative Wege, Karte vergessen.

Hat mir gut gefallen, obwohl ich den Asphaltanteil in der ersten Hälfte schon hoch fand. Gestört hat es aber nur wenig, weil man meist auf dem seitlichen Grünstreifen laufen konnte, kaum Autos fuhren, kein Verkehrslärm war und die Landschaft stimmte. Hätte ich mir den Weg nur auf der OSM-Karte angesehen, hätte ich´s vermutlich gelassen, was schade gewesen wäre. Macht also wirklich Sinn sich hier Empfehlungen zu geben. Highlights waren für mich : Venner Aussichtsturm im Wiehengebierge, Campe Moor und v.a. Dammer Berge.

Kulinarisches : Forellenbrötchen im Nettetal, Tankstelle in Engter, Tankstelle und Bäcker (So 7.30 - 10.30) in Vörden, Bäcker in Kroge. :DSo könnte es immer sein. Gerade ein zweites Frühstück liebe ich. Irgendwie haben die auf dem Land auch bessere Brötchen, oder liegts am Wanderhunger ?

Lookas
03.11.2014, 19:08
Die backen tatsächlich z.T. noch selber - was allerdings nur heißt, dass es eine zentrale Bäckerei für die lokale Kette gibt, die dann aber oft echte eigene Brötchen machen und kein rumänisches Tiefkühlzeug importieren.:D

Ich bin dir gestern noch bis Steinfeld mit dem Fahrrad entgegen gefahren, war aber wohl zu früh da (14:30 Uhr bei den Hünengräbern im Dammer Wald beim Töwerland, das hast du vermutlich nicht ganz geschafft). Und ich war peinlich berührt, dass von Kroge ab nördlich ausschließlich Asphalt da ist - bis auf wenige Ausnahmen. Ich hatte ja im Kopf, dass der nördliche Teil eher geteert ausfällt, aber so krass war mir das gar nicht mehr bewusst. Aber wenigstens ist es von kurz hinter Vörden bis Kroge sehr Waldweg-lastig, daher auch echt schön. Den nördlichen Teil ab Lohne kann man sich zwar nicht unbedingt schenken, aber bis weit hinter Visbek ist dann erst mal Asphalt der Belag der Wahl - dann kommt endlich wieder Forstgebiet, bis Wildeshausen.

Aber wenn es dir trotzdem gefallen hat, bin ich beruhigt.

Prachttaucher
03.11.2014, 19:59
Wär ja nett gewesen ! Gegen 14.30 habe ich vielleicht gerade die Geschichte von den "Dammer Räubern" gelesen (Aussichtsturm am Mordkuhlenberg).

Von Lohne nach Vechta hätte ich vielleicht nicht mehr so viel gesehen, da ich sonst in Vechta auch gleich in Richtung Bahnhof abgebogen wäre ?

Gerade die Bilder durchgesehen : War schon eine wirklich abwechslungsreiche Strecke - ganz unterschiedliche Landschaften !

Prachttaucher
04.11.2014, 08:25
Wie schon angedeutet hat der Schneeballeffekt mal wieder gut funktioniert. Ich gehe wandern und sehe mehrere Schilder, die auf neue Wege hinweisen. Ich gehe dort wandern... Den Karstwanderweg hatte ich lange verworfen, weil mir die Anreise zu schwierig erschien. Da die Landschaft aber doch einen sehr schönen Eindruck machte, die Überlegung, wo sich auf dem langen Weg für mich Etappen laufen lassen. Statt dem Start in Pölsfeld (Bus) erschien es mir mit Zuwegung von Sangerhausen (Bahn) besser durchführbar.

Der 232 km lange Karstwanderweg verläuft meist auf netten Pfaden - kann auch mal schlammig sein - durch die schöne Karstwanderlandschaft mit vielen Sehenswürdigkeiten. Das dazu erhältliche Leporello (http://www.kk-verlag.de/product_info.php?info=p136_karstwanderweg-suedharz.html) kann ich als Karte und Führer uneingeschränkt empfehlen. Ein (Rad)-Reisebericht mit schönen Bildern findet sich hier (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/82743-DE-Hexenstieg-Schnickschnack%21-Der-Karstwanderweg?highlight=karstwanderweg).


Von Sangerhausen nach Ellrich, 79 km : Für mich das Sahnestück des Weges, soweit ich ihn kenne. Die Zuwegung ist ganz nett zu laufen. Wenig Asphalt und ein interessanter Hügel, den man sonst nicht sehen würde.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/KAS1.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=117053&title=kas1&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/KAS2.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=117054&title=kas2&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/KAS3.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=117055&title=kas3&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/KAS4.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=117056&title=kas4&cat=500)

Ellrich-Rundweg, 39 km Hier habe ich die Westschleife auf der Höhe von Tettenborn verbunden. Auch diese Stück gefiel mir gut, eindrucksvoll sind gleich bei Beginn die Ellricher Klippen. Der Bahnhof Walkenried bietet die Möglichkeit, den Weg etwas abzukürzen.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/KAE1.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=117052&title=kae1&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/KAE2.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=117050&title=kae2&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/KAE3.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=117051&title=kae3&cat=500)

E1HikingTours
14.11.2014, 10:12
Etappe 19: Hamburg-Bergedorf - Hamburg Hbf (21 km)
Mit dem Wäldchen Sander Tannen beginnt wieder einer der tollsten Abschnitte des E1 in Norddeutschland, vor allem wenn man bedenkt, dass man sich hier in der Millionenstadt Hamburg befindet. Die B5 trennt Sander Tannen von der Boberger Niederung, einem Naturschutzgebiet am Ufer der Bille (die man hier aber nicht mehr zu Gesicht bekommt), das der E1 nunmehr durchquert. Zunächst geht es auf Parkwegen am Rande des Krankenhauses Boberg entlang, später auf meist asphaltierten Wegen durch Wiesen- und Dünenlandschaft in der Nähe eines Segelflugplatzes. Der Weg ist mal wieder der Beweis, dass Wandern auf Asphaltwegen auch sehr angenehm sein kann, solange man (wie hier) nicht vom Autoverkehr gestört wird und die Landschaft genügend Reize zu bieten hat. In OSM ist noch eine nördlich verlaufende Alternativvariante eingezeichnet, aber ich habe nirgends Markierungen entdeckt, die hierauf hinweisen und ich sehe auch keinen Grund, vom Hauptweg abzuweichen. Mit Unterquerung der A1 endet dieser schöne Abschnitt. Es geht jetzt wieder durch ein längeres Stück Wohngebiet, allerdings ist auch hier die Streckenführung sehr gut gewählt, insbesondere die Steinbeker Kirche und ihr Umfeld haben mir sehr gefallen. Entlang eines Bachs geht es dann wieder durch ein Stück Park bis man die U-Bahn-Linie erreicht. Von hier an geht es nun viele Kilometer durch Parks, die oberhalb der U-Bahn angelegt wurden. Immer wieder mal müssen dabei Straßen über- oder unterquert werden, aber man bleibt größtenteils doch vom Autolärm verschont. Zwischen Berliner Tor und Außenalster ist es zum Schluss eine alte Wallanlage die den E1 durch's Stadtgrün bis an die Alster bringt. An dessen Ufer geht es weiter zu den Bahngleisen in der Nähe des Hauptbahnhofs.

Etappe 20: Hamburg Hbf - Hamburg-Fischbek (28 km)
Neben der Eisenbahnlinie wird die Alster überquert und weiter entlang der alten Wallanlagen geht es von Park zu Park: Esplanade, Planten und Blomen, Bismarck-Denkmal (nebenan die Jugendherberge) bis man an den Landungsbrücken die Elbe erreicht. An den Uferanlagen geht es weiter zum Fischmarkt und anschließend die Treppen hoch zum Altonaer Balkon. Bei Neumühlen steigt man wieder an die Elbe hinab und durchquert das malerische Övelgönne mit seinen alten Lotsenhäusern. Weiter geht es zwischen Radfahrern, Joggern und Gassigehern auf der Elbpromenade unterhalb der Elbchaussee. Als Wanderer fühlt man sich hier ein wenig fehl am Platz. Schließlich erreicht man in Blankenese die Fähre, die einen ans andere Elbufer nach Cranz hinüberbringt.
Ursprünglich ging der E1 am Alten Fährhaus in Cranz weiter. Da der Anleger dort wegen den Bauarbeiten am Este-Sperrwerk lange Zeit nicht angefahren wurde, wurden die Markierungen inzwischen dauerhaft bis zum Anleger Neuenfelde (der aber näher an Cranz als an Neuenfelde liegt) verlängert. Ein Stück am Deich entlang erreicht man das hübsche Dorf Cranz. Hier überquert man die Este und geht bald darauf an den Industrieanlagen der Sietas-Werft entlang. Überhaupt wird der Weg hier sehr unschön, zum einen durch die Hochwasser-Schutzanlagen, die ein ständiges Auf- und Absteigen vom Deich erzwingen, zum anderen durch den nicht unerheblichen LKW-Verkehr. Die hübsche Kirche in Neuenfelde ist noch einmal ein Lichtblick, ansonsten geht es aber nervig lange durch den Ort. Schließlich erreicht man südlich von Neuenfelde einen kleinen Ausläufer des Alten Landes. Der asphaltierte Weg ist zwar vor allem für Radfahrer praktisch, aber immerhin bekommt man so noch ein Stück von dieser Kulturlandschaft des Obstanbaus mit. Zum Schluss geht es noch ein Stück über Feldwege durch den (weitgehend kultivierten) Moorbogen nördlich der S-Bahn-Linie bis man schließlich Fischbek erreicht.

Etappe 21: Hamburg-Fischbek - Buchholz in der Nordheide (24 km)
In Fischbek beginnt der Heidschnuckenweg, der zu großen Teilen seine Strecke mit dem E1 teilt. Ab hier wandert man also auf einem "Qualitätswanderweg". Der Heidschnuckenweg wurde übrigens aus der Taufe gehoben, als man geprüft hat, ob der E1 in dieser Gegend entsprechend zertifizierbar sei. Das war er nicht, also musste ein neuer Weg her.
Nach kurzem Weg durch das dörfliche Fischbek erreicht man die Fischbeker Heide, eine erstaunlich hügelige Heidelandschaft, die im August voll mit reifen Blaubeeren ist. Eine großartige Kulisse und eines der schönsten Wandergebiete in Norddeutschland! Sobald man Tempelberg (und damit Niedersachsen) erreicht hat, werden die Hügel weniger und die Landschaft verändert sich zu einem typischen Wald, der aber auf schönen, schmalen, verschlungenen Wegen durchquert wird. Kurz vor dem Karlstein, einem Findling an dem schon Karl der Große gerastet haben soll, trennen sich E1 und Heidschnuckenweg. Der E1 führt an der inzwischen leider geschlossenen Karlsteinschänke vorbei in den deutlich forstwirtschaftlicher geprägten Stuvenwald. Auf überwiegend breiten und geraden Forstwegen geht es viele Kilometer lang Buchholz entgegen. An Ortseingang von Steinbeck triftt auch der Heidschnuckenweg (die abwechslungsreichere, aber auch ca. 5 km längere Alternative) wieder auf den E1. Die Route vermeidet Wohngebiete und vielbefahrene Straßen so gut es eben geht und überrascht mit dem recht urtümlichen Stadtwald durch den der Weg führt. Schließlich erreicht man die Innenstadt mit dem Bahnhof, den der E1 in einer eigenartigen und unnötigen Schleife umgeht. Hier besser dem Heidschnuckenweg über die relativ neue Wohlau-Brücke am Bahnhof folgen.

Prachttaucher
14.11.2014, 16:40
Habe das Inhaltsverzeichnis nochmal aktualisiert. Wenn etwas noch nicht berücksichtigt ist oder falsch ist, bitte mich informieren. Bei neu erstellten Wiki-Einträgen aus der Region fände ich es schön, wenn man bei selbst gelaufenen Wegen zusätzlich auch hier ein paar Zeilen dazu schreibt, wie der Weg gefallen hat etc. Das kann ja ggf. auch kürzer sein.

E1HikingTours
19.11.2014, 10:59
nach #67 verschoben

Prachttaucher
20.11.2014, 21:05
Langsam sehe ich wieder etwas Land beim Bearbeiten meiner Bilder. Urlaub ist fertig und mit den Touren hier habe ich angefangen. Die fehlenden vom Freudenthalweg habe ich gerade eingefügt. Vielleicht dienen sie ja dem ein oder anderen als Appetitmacher.

Prachttaucher
27.11.2014, 07:58
Thale Rundwanderweg ca. 70 km

Vorgeschichte : Wie komme ich zum Selketalstieg ? Schwierig ! So entstand der Plan einen Teil des westlichen Abschnitts in eine Rundtour mit Start in Thale zu integrieren. Ein weiteres Highlight wäre dann das Bodetal bis Tresenburg.

1. nach Südwesten : Bei dem schönen Wetter lasse ich mich in Thale von den Schildern zum Aufstieg zur Roßtrappe verleiten, wo ich die schöne Aussicht genieße. Zu spät fällt mir allerdings ein, daß man ja von hier schon länger nicht mehr ins Bodetal runterkommt. Dumm gelaufen ! Der Weg nach Treseburg (gelbe Raute) auf dieser Seite ist eigentlich auch o.K. - das letzte Stück hat schöne Talblicke und verläuft ebenfalls an der Bode... das Orginal bleibt jedoch unerreicht. Für Wintertouren allerdings ggf. eine besser begehbare Alternative.
https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Thale1.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=118372&title=thale1&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Thale2.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=118373&title=thale2&cat=500)

2. nach Süden : In Treseburg gibt’s erstmal Soljanka mit Kaffee und Kuchen. Ich verlasse nun das Bodetal und gehe auf einem aussichtsreichen Weg hoch zum Weißen Hirsch und gleich wieder runter zum Tiefenbach. Der schöne Pfad folgt dem Bach bis kurz vor Friedrichsbrunn.
Hinter dem Ort geht´s in der Morgensonne durch eher offene Landschaft mit vielen Fotomotiven. Später wieder in den Wald und nach einem Abstieg befinde ich mich im Selketal hinter Güntersberge. Die Selke ist hier eher noch ein kleiner Wald- und Wiesenbach.
https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Thale3.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=118374&title=thale3&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Thale4.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=118375&title=thale4&cat=500)

3. Nach Osten : Auf dem Selketalstieg gehe ich nun in östliche Richtung nach Strassberg. Zunächst auch mal auf etwas auf Asphalt, hinter dem Ort häufig auf schönen Pfaden. Leider hat man öfters die Schienen der Selketalbahn zwischen sich und der Selke. Die nahegelegene Straße stört übrigens kaum - zumindest am Sonntag Vormittag fahren nahezu keine Autos. Das Stück von Alexisbad nach Mägdesprung ist dann ein sehr eindrucksvoller Kammweg. Dort angekommen gibt es eine weitere Soljanka und heißes Wasser für meine Thermos. Der Weg verläuft nun bis Selkemühle direkt an der Selke. Den weiteren (schönen !) Weg nach Meisdorf kenne ich bereits von einer früheren Wanderung.
https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Thale5.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=118376&title=thale5&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Thale6.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=118377&title=thale6&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Thale7.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=118378&title=thale7&cat=500)

4. Nach Nordwesten : Um die Runde komplett zu machen, verlasse ich hier die Selke. Nach einem Anstieg habe ich erstmal einen kleine Durststrecke vor mir. Der Name „lange Allee“ paßt gut für dies schnurgerade Stück, mitterweilen hat es sich auch eingetrübt. Am Ende vom Rambergsweg bin ich froh über die dortige Schutzhütte, da es gerade zu schütten beginnt. Zum Glück habe ich mir im weiteren Verlauf schönere Wege rausgesucht, teilweise auch auf Pfaden und später mit Wasserbegleitung (Wurmbach). Bei den Sommerklippen dann nochmals ein kleiner Aufstieg und oben ein schönes Wegstück durch den Laubwald. Mittlerweilen ist die Sonne auch wieder da und verhilft mir zu einem aussichtsreichen Abstieg nach Thale.
https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Thale8.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=118379&title=thale8&cat=500)

Fazit : Mir hat die abwechslungsreiche Runde gut gefallen. Man kann auch sagen, daß sich der Charakter in jedem der 4 Abschnitte grundlegend ändert. Die Verbindungsstücke lassen sich sicher auch spontan nur mit Karte und Kompaß gut bewältigen - gibt es doch viele Wege zur Auswahl. Mit etwas mehr Zeit, würde ich mir wohl bei einer Wiederholung die "lange Allee" ersparen.


Tracks : Ich stelle hier als Planungsgrundlage die mittels der Reiterkarte gezeichneten Verbindungsstücke zwischen Bode- und Selketal zur Verfügung, übernehme aber keine Garantie, da ich real öfter davon abgewichen bin. Die Tracks für Bodetal (Hexenstieg) und Selketal findet man z.B. auf wanderkompass.de.

stoeps
27.11.2014, 08:49
Klingt sehr schön.

Ich schließe mal aus dem Aufeinanderfolgen von Kaffee-und-Kuchen und Morgensonne, dass Du bei Friedrichsbrunn übernachtet hast, richtig? Ist das ungefähr die Mitte der Tour? Nur falls ich das nachmachen will …

Prachttaucher
27.11.2014, 11:51
Klingt sehr schön.

Ich schließe mal aus dem Aufeinanderfolgen von Kaffee-und-Kuchen und Morgensonne, dass Du bei Friedrichsbrunn übernachtet hast, richtig? ...…

Erstmal danke und "Ja" ich bin da gegen 16 Uhr durchgelaufen und erntete einige ungläubige Blicke - kurz nach dem Ort wurde es dann auch schon schnell dunkel.


...Ist das ungefähr die Mitte der Tour? Nur falls ich das nachmachen will …

hier dann "Nein" - sind ca. 20 km bis dahin und hinter Selkemühle war die zweite Übernachtung. Real bin ich auch eher 80 km gelaufen, woran sicher u.a. die falsche Bodetalseite schuld war. Laut Plan wäre ich auch nicht ganz bis Treseburg gelaufen.

E1HikingTours
28.11.2014, 10:00
nach #67 verschoben

Prachttaucher
28.11.2014, 12:50
:p Ah (fast) vertraute Gefilde - sehr schön. In Fischbek werde ich sicher auch mal starten

Ist ja immer eine interessante Fragestellung, wenn mehrere Wege durch ein Gebiet gehen, welches nun der schönste ist. Der ältere, der neuere...? Für das Gebiet um Wilsede (Deine nächste Etappe ?) hatte ich da z.B. den Eindruck, daß sich der Ältere (Freudenthalweg) hier mehr Zeit nimmt (schöner !) wie der Heidschnuckenweg, dafür weiter oben bei Handeloh aber den hohen Asphaltanteil hat. Dann bin ich schon mal gespannt wie sich der E1 dort schlägt.

Eigentlich müßten die neuen Wege ja die schöneren sein. Die Gestalter können sich hier die Rosinen rauspicken und für unschöne Abschnitte Alternativen suchen. Wenn der Wanderer allerdings auf Biegen und Brechen z.B. zu irgendwelchen Sehenswürdigkeiten geführt wird, die ihn eigentlich garnicht interessieren, die aber z.B. zusätzliche Asphaltstrecken bedeuten ? Eine pauschale Aussage ist vermutlich nicht möglich ?

German Tourist
28.11.2014, 13:40
Ich plane zur Zeit meine Route von Deutschland zum Nordkap, die vor allem im Norden dem E1 folgen wird. Ab Hamburg möchte ich der E 1- Westvariante folgen, die zu 100% dem Schlei-Eider-Elbe-Weg (http://www.wanderverband-norddeutschland.de/index.php/wanderwege/wanderweg-schlei-eider-elbe) von Hamburg-Blankenese nach Schleswig folgt.

Ich habe zwar glücklicherweise schon einen gpx track gefunden, konnte aber sonst keinerlei Infomaterial bzw. Kartensets/Wanderführer für diesen Weg finden. Auf der Websites des Wanderverbandes Norddeutschland wird lediglich auf eine Broschüre von 1990 (!) verwiesen. Ist dieser Weg schon so sehr in Vergessenheit geraten? Gibt es hierzu wirklich kein Infomaterial? Ist der Weg noch halbwegs vernünftig markiert?

E1HikingTours
28.11.2014, 13:48
Ich kenne den Weg zum Teil und er ist überwiegend gut markiert. Einzig im Staatsforst Rantzau bei Barmstedt bin ich bislang auf lückenhafte Markierung gestoßen.
Edit: Jetzt fällt mir ein, dass gleich zu Beginn in Blankenese auch einmal die Markierung fehlt.

Turmfalke
29.11.2014, 10:14
Hallo Prachttaucher,

falls es noch interessant ist (ich hoffe ich habe nichts überlesen), ich kenne den kompletten Freudenthalweg.

Du hast ja insbesondere nach dem Abschnitt Schneverdingen bis Bad Fallingbostel gefragt. Ob es sich lohnt, ist nicht so einfach zu beantworten. Die großen Highlights des Freudenthalweg liegen sicherlich woanders (u.a. Wilseder Berg und Toten-/Steingrund). Der Abschnitt von Schneverdingen bis Bad Fallingbostel ist landschaftlich bis auch wenige Abschnitte unspannend. Häufig Asphalt und Forstwege. Eher was zum Kilometersammeln. Kleine Highlights sind (von Nord nach Süd) die Heidefläche sowie ein kleines Moor mit Holzbohlen kurz hinter Schneverdingen, der hügelige Wegverlauf kurz vor Soltau und (noch etwas eindrucksvoller) Bad Fallingbostel am Fluss Böhme entlang. Deine Frage zur Lautstärke wegen der Autobahn ist nur zwischen Soltau und Bad Fallingbostel ein Thema. Und auch da nicht die gesamte Strecke. Und die Windrichtung spielt auch eine Rolle.

German Tourist
29.11.2014, 10:20
Wie schon oben geschrieben werde ich im Rahmen meiner nächsten Wanderung den Schlei-Eider-Elbe-Weg laufen. Leider konnte ich hierzu kein Prospektmaterial mit Karten oder einen Streifenkartensatz bzw. Wanderführer finden.

Gibt es denn für Schleswig-Holstein einen Tourenplaner mit Online-Karten zum Ausdrucken analog zu NRW?

Wenn mir nichts besseres einfällt, werde ich wohl die Falk Freizeitkarte 1:125.000 kaufen. Darin ist der E1 einschließlich Westvariante eingezeichnet. Ist zwar vom Maßstab her nicht ideal zum Navigieren, aber wenn der Weg vor Ort gut markiert ist, sollte es für die grobe Orientierung im Falle eines GPS-Ausfalls reichen. Oder gibt es sonst noch eine bessere Kartenidee, die vor allem preiswert ist?

Torres
29.11.2014, 10:23
http://www.wanderkompass.de/Deutschland/schlei-eider-elbe.html

Steht bei mir auch auf dem Zettel.

German Tourist
29.11.2014, 10:28
@Torres

Die Seite kenne ich schon - da habe ich ja den gpx track her. Mir fehlen jetzt aber noch die Karten..... (Aus der online-Karte dieser Website kann ich nicht ausdrucken - oder gibt es da einen Trick?)

Prachttaucher
29.11.2014, 10:36
Hallo Prachttaucher,

falls es noch interessant ist (ich hoffe ich habe nichts überlesen), ich kenne den kompletten Freudenthalweg.

Du hast ja insbesondere nach dem Abschnitt Schneverdingen bis Bad Fallingbostel gefragt. Ob es sich lohnt, ist nicht so einfach zu beantworten. Die großen Highlights des Freudenthalweg liegen sicherlich woanders (u.a. Wilseder Berg und Toten-/Steingrund). Der Abschnitt von Schneverdingen bis Bad Fallingbostel ist landschaftlich bis auch wenige Abschnitte unspannend. Häufig Asphalt und Forstwege. Eher was zum Kilometersammeln. Kleine Highlights sind (von Nord nach Süd) die Heidefläche sowie ein kleines Moor mit Holzbohlen kurz hinter Schneverdingen, der hügelige Wegverlauf kurz vor Soltau und (noch etwas eindrucksvoller) Bad Fallingbostel am Fluss Böhme entlang. Deine Frage zur Lautstärke wegen der Autobahn ist nur zwischen Soltau und Bad Fallingbostel ein Thema. Und auch da nicht die gesamte Strecke. Und die Windrichtung spielt auch eine Rolle.

Danke Dir - ist auf jeden Fall noch interessant. Werde mir das mit dem Asphaltanteil nochmal genauer ansehen und die Strecke dann vielleicht wirklich gehen. Die beiden Bahnhöfe sind für mich gut erreichbar, was gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit nützlich ist. Vielleicht warte ich auch auf etwas Schnee :D gerade für Touren im Flachland finde ich das sehr schön.

Torres
29.11.2014, 10:43
@Torres

Die Seite kenne ich schon - da habe ich ja den gpx track her. Mir fehlen jetzt aber noch die Karten..... (Aus der online-Karte dieser Website kann ich nicht ausdrucken - oder gibt es da einen Trick?)

Ich mache das immer über Screenshots. Ausschnitt nach Wunsch vergrößern, Screenshot, Foto ausdrucken. Dann hast Du auch Deine Karten. Dann mache ich noch ein Foto davon, dann habe ich die Karte auch in der Kamera und kann notfalls vergrößern.

lina
29.11.2014, 12:08
Du könntest für eine Vorlage auch nochmal hier (http://hiking.waymarkedtrails.org/de/?zoom=14&lat=54.26746&lon=9.29647&hill=0#routes) schauen, Abkürzung ist "SEE".

Kuckuck
30.11.2014, 15:13
Unabhängig von der Detaildiskussion um genaue Karten des SEE etc. empfehle ich landschaftlich eher den östlichen Teil von Schleswig-Holstein. Auf der SEE-Strecke wächst mir zuviel Mais mit entsprechendem Güllegestank - einzelne Highlihgts natürlich ausgenommen.

Kuckuck

E1HikingTours
01.12.2014, 10:28
Die Hamburger Etappen (bis einschließlich Buchholz) habe ich jetzt mal in Post #67 gebündelt.

Etappe 22: Buchholz in der Nordheide - Undeloh (27 km)
Der Abschnitt Buchholz bis Handeloh auf dem Heidschnuckenweg (weitgehend identisch mit dem E1) wurde dieses Jahr vom Wandermagazin zum Wanderweg des Jahres gewählt. Zumindest in diesem Herbst herrschte auf dieser Strecke daher extrem viel Betrieb.
Vom Buchholzer Bahnhof aus geht es zunächst entlang der Bahnlinie ein kurzes Stück durch Wohngebiete bis man den Park am Stadtteich erreicht. Ab hier geht es auf unbefestigten Wegen am Stadtrand bis zum Bahnhof Suerhop, wo die Heidebahn überquert wird. Im Zuge des Heidschnuckenwegs wurde eine Schneise im Wald parallel zum Schotterweg an der Bahn angelegt, worüber nun auch der E1 läuft. Irgendwann biegt der Wanderweg dann ab, weg von der Bahnlinie, in den Wald hinein, wo es zunächst beständig bergauf zum Höllenberg geht. Darauf folgt der Abstieg in die Höllenschlucht (war früher mal nicht ganz einfach, da hoch oder runter zu kommen, mit dem Heidschnuckenweg hat man den Abhang - leider - etwas entschärft) und der nächste Anstieg auf den Brunsberg. Dieser Augenblick, in dem man aus dem Wald heraustritt und die offene Heidelandschaft des Brunsbergs vor sich hat, fasziniert mich jedes Mal wieder...
Auf der Bergspitze biegt man links ab und folgt dem Kamm zurück in Richtung Wald. Hier trennen sich das X vom E1 und das H vom Heidschnuckenweg. Der E1 geht auf ziemlich gerader (aber nicht monotoner) Strecke in Richtung Büsenbachtal, während der Heidschnuckenweg ein wenig im Zickzack verläuft (landschaftlich vielleicht einen Tick reizvoller, aber eben auch länger). An einer Waldsiedlung treffen beide Wege wieder aufeinander und trennen sich dann kurz wieder. Hier würde ich empfehlen, den Abstecher des Heidschnuckenwegs auf den Pferdekopf und ins Büsenbachtal mitzunehmen, da der E1 diese tolle Landschaft einfach so links liegen lässt. Richtung Handeloh gehen beide Wanderwege wieder auf getrennten Pfaden. Der E1 verläuft entlang eines relativen breiten und geraden Forstweges, leicht hügelig aber recht monoton. Die Heidschnucken-Strecke kenne ich noch nicht, erscheint mir aber die lohnendere (und nur minimal längere) Alternative zu sein.
Am Bahnhof in Handeloh gehen beide Wege wieder zusammen. Hier wartet zunächst ein längeres Stück asphaltierter Feldweg auf den Wanderer ehe man in Richtung Seeve wieder auf kleinere Heideflächen trifft. An der Seeve schließlich beginnt wieder ein wunderschöner Abschnitt auf schmalen Pfaden am Flussufer entlang bis Wehlen. Zwischen Wehlen und Undeloh gibt es dann wieder gerade, monotone, aber angenehm zu gehende Forstwege. Wer gerne Heideflächen mag, kann ab Wehlen dem Heidschnuckenweg auf seinem großen Bogen durch die Weseler Heide folgen, hat dann aber deutlich mehr Kilometer zu bewältigen.

Etappe 23: Undeloh - Bispingen (20 km)
Bei dem kommenden Abschnitt ist die Etappeneinteilung (für diejenigen, die eine feste Unterkunft suchen) nicht immer ganz einfach. Der einschlägige Wanderführer von Arthur Krause unterteilt den nächsten Abschnitt bis Soltau in zwei ziemlich kurze Etappen. So (naja, eher so ähnlich) bin ich die Tour vor einigen Jahren auch gewandert. Auf meiner Homepage habe ich längere Abschnitte gewählt und kleinere Orte als Etappenende genommen. Ich nehme hier mal die "klassische" Etappeneinteilung nach Krause.
Für die am Heidschnuckenweg Interessierten: Der Qualitätsweg tobt sich in dieser Gegend richtig aus und nimmt praktisch alles mit, was es hier gibt, führt von einem Ende der Heide zum anderen und wieder zurück. Der E1 ist da pragmatischer, nimmt einen ganz anderen Verlauf und verzichtet auf allzu große Schlenker.
Vom Besucherparkplatz in Undeloh aus schlängelt sich der E1 durch den Wald zum Herzstück der Lüneburger Heide: die großen Heideflächen rund um den Wilseder Berg mit den typischen Sandwegen. Zur Heideblüte im August ist besonders am Wochenende hier mit viel Betrieb zu rechnen. Ich hatte damals im leichten Regen die Heide ganz für mich allein. Natürlich wird auch der Wilseder Berg, mit seinen 169 Metern die größte Erhebung der Norddeutschen Tiefebene, nicht ausgelassen. An sonnigen Tagen hat man von hier aus eine unglaublich weite Sicht, vor allem in Richtung Norden.
Der Abstieg in Richtung Wilsede erfolgt nicht über den ausgeschilderten "kürzesten Weg" sondern durch ein hübsches Tunneltal vorbei an ein paar Teichen. Der Ort Wilsede, ein autofreies Museumsdorf, besticht durch Kopfsteinpflaster. Die Gastronomie in der Ortsmitte namens Milchhalle hat dagegen leider Fast-Food-Charakter. Aus dem Ort hinaus geht es vorbei an altem, lichten Hütewald zum Totengrund, der Keimzelle des Naturschutzgebietes und für mich der schönste Ort in der Lüneburger Heide. Sowohl der Blick von Norden aus kommend auf das Trockental als auch der Anblick, wenn man vom Süden kommend aus dem Wald auf diese Gegend stößt, ist überwältigend.
Wenn man den Totengrund durchquert hat, folgt eine lange Waldpassage, nett zum Wandern, aber aufgrund der Länge zum Ende hin doch reichlich eintönig. Wenn man den Wald verlassen hat, geht es auf befestigter Straße hinab nach Behringen (verschiedene Hotels und Restaurants). Wenn man Ort durchquert hat, geht es auf Feldwegen zum Rosenhof, an dem man so nah vorbeigeht, dass man sich schon aufdringlich anfühlt. Man durchquert wieder ein kleines Waldstück, geht auf unbefestigten und später befestigten Feldwegen in das Örtchen Steinkenhöfen, das nach Unterquerung der A7 beinahe nahtlos in den Kernort von Bispingen übergeht. Der Ort wird an den Hauptstraßen entlang durchquert. Immerhin kommt man so an der Kirche und zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten vorbei. Am Ende des Ortes befindet sich die Jugendherberge.

Etappe 24: Bispingen - Soltau (15 km)
In Bispingen trifft der Heidschnuckenweg wieder auf den E1 und auch der Hermann-Billung-Weg (mit B markiert) kommt hier vom Norden an. Die Buchstaben X, H und B führen zunächst gemeinsam entlang einer stillgelegten Bahnlinie durch das bewaldete Tal der Luhe. In der Nähe der A7 biegen die Wanderwege vom Hauptweg ab um auf verschlungenem Pfad zur Luhequelle zu führen. Hierbei handelt es sich um drei trübe Teiche, deren Wasser wieder versickert um irgendwo an anderer Stelle wieder als Luhe zu Tage zu kommen. Reichlich unspektakulär - aber man kann sich hier einen Stempel abholen... :D
Der Weg ist dieses kurze Stück bei der Luhequelle wirklich sehr schön, wird dann aber bald wieder auf einen breiten, geraden Forstweg geführt. Es folgt eine lange Passage auf geraden Wegen bis Stübeckshorn. Dort wird der Weg für ein kurzes Stück wieder interessanter bis er auf den Feldweg trifft, der unter der Autobahn hindurchführt. Bei dem folgenden Wegekreuz sollten vor allem die aus Süden kommenden Wanderer aufpassen: Der Weg Richtung Campingplatz ist der verkehrte, die Markierung ist dort nicht so ganz eindeutig gewesen.
Es folgt ein längerer Asphaltabschnitt bis Oeningen. Hinter diesem Ort wird der Weg dann aber wieder sehr schön: durch Wiesen und Wälder wird man direkt nach Soltau hineingeführt. Dort ist der Böhmepark ein wahres El Dorado für Freunde der Wanderwegsmarkierungen: neben X, B, und H findet man dort auch das F des Freudenthalwegs. Die nette Fußgängerzone der Stadt, durch die der E1 geführt wird, lädt zudem zum Shoppen und Eisessen ein. Der Bahnhof liegt ein wenig abseits der Route und kann über den Heidschnuckenweg erreicht werden.

Etappe 25: Soltau - Müden (30 km)
Aus Soltau geht es nach Unterquerung der Bahnlinie auf einem schönen Fußweg entlang der Böhme hinaus in den Vorort Tetendorf (auch hier gibt es Übernachtungsmöglichkeiten). Zumeist auf asphaltierter Nebenstraße geht es dann weiter nach Imbrock (mit Campingplatz) und Brock (mit Hotel). Nach Überquerung der A7 verlässt der Weg die Straße und geht auf Feld- und Waldwegen in Richtung B3. Kurz davor treffen wir dann auf die Straße nach Lehmberg und folgen ihr über die Bundesstraße nach Lührsbockel und dann nach Dehnernbockel. Bis auf einen kurzen Abschnitt durch eine Heidefläche haben wir es hier durchgehend mit festem Bodenbelag zu tun. Ab Dehnernbockel geht es dann über Waldwege durch Richtung Wietzendorf lichter werdendes Nadelgehölz. In Wietzendorf geht der Weg schließlich einmal durch den Dorfkern (Imbissbude am Rathaus). Am Ende des Ortes geht es dann auf einem Nebenweg hinauf auf den Häteler Berg mit seiner Kiesgrube. Zum Stück bis zur Kreisstraße nach Hetendorf kann ich jetzt nichts sagen, da der E1 mit dem Heidschnuckenweg (der seit Wietzendorf wieder den E1 begleitet) hier verlegt wurde. Mit Verlassen der Kreisstraße kommt man auf einen langen, geraden Sandweg, der recht beschwerlich zu gehen ist. Am Wegekreuz mit dem "Siebenarmigen Wegweiser" angekommen, wird der Weg etwas fester und geht schließlich in einen Feldweg über, der den Wanderer zum Wietzer Berg mit seiner kleinen Heidefläche und dem Löns-Denkmal bringt. Ich hatte damals früh am Morgen keine Touristen auf dem Weg, aber der riesige Parkplatz vor dem Wietzer Berg deutet darauf hin, dass hier gelegentlich viel los sein könnte. Einst führte der E1 auf der anderen Seite der Landstraße nach Müden, heute führt die Strecke auf der anderen, bewaldeten Seite in den Ort. Müden ist im Übrigen ein sehr charmantes Dorf mit alter Kirche und dem hübschen Heidesee.

Etappe 25: Müden - Dehningshof (22 km)
Diese Etappe wurde seitdem ich die gewandert bin, im großen Umfang verlegt, so dass ich hier leider kaum etwas beitragen kann. Einst war die Strecke auf dem E1 zwischen Müden und Celle 30 km lang, heute sind es 44 km.
Aus Müden heraus geht es zunächst auf neuer Strecke an der Örtze entlang. Bei reinem Kartenstudium sicherlich eine Verbesserung, da der Waldweg zwischen Müden und Hermannsburg, auf den der E1 dann aber immer noch zur Hälfte verläuft, sehr gerade und monoton ist. In Hermannsburg führt der Weg nun mitten durch die Stadt. Ich bin damals auf der alten Strecke immer am Rande der Stadt überwiegend durch Wohnstraßen gewandert und kann daher zur neuen Routenführung nichts sagen. Nahe der Kreisstraße Richtung Lutterloh kreuzen sich alte und neue Route wieder. Die neue Route macht ein großen Bogen durch die Misselhorner Heide, während die alte Route auf gerader Strecke über eine befestigte, aber landschaftlich sehr schöne Straße Richtung Dehningshof führt. Auf der asphaltierten Straße kurz vor dem Dehningshof führen beide Varianten wieder zusammen. Einstmals führte hier die Alte Celler Heerstraße zwischen Celle und Lüneburg entlang. Der Dehningshof ist eine alte, sehr liebevoll restaurierte Fuhrmannsschänke an diesem Weg.

Etappe 26: Dehningshof - Celle (22 km)
Der E1 führt nun lange Zeit weiter auf der Alten Celler Heerstraße, die glücklicherweise kurz hinter dem Dehningshof (an der Abzweigung nach Severloh) nicht mehr asphaltiert ist, sondern zum heidetypischen Sandweg wird. Auf die Dauer vielleicht etwas monoton, aber landschaftlich und zum Wandern sehr schön geht es durch eine leicht bewaldete, hügelige Landschaft bis zum ehemaligen Forsthaus Kohlenbach. Ab hier wird der Wald dann wieder etwas dichter und der Weg wird weniger sandig. Sobald man das Truppenübungsgelände nördlich von Celle erreicht hat, wird der E1 recht unangenehm. Man geht auf einer breiten sandigen Schneise zwischen einem dunklen, symmetrischen Nadelwald und dem abgesperrten Übungsgelände zwei Kilometer lang geradeaus (mir kam die Strecke damals viel länger vor...). Wenn man diesen Abschnitt hinter sich gelassen hat, verläuft der Weg wieder auf typischen Waldwegen, bis man die Abstellgleise bei Scheuen erreicht. Auf Nebenwegen wird man dann nach Scheuen geführt, das man auf einer Wohnstraße durchquert und schließlich einen Segelflugplatz erreicht, dessen Landebahn ebenfalls überquert werden muss. Auf geschotterten und später asphaltierten Feldwegen geht es nun Celle entgegen. Früher führte der E1 an der Innenstadt von Celle vorbei durch die äußeren Stadtteile. Die neue Wegführung geht nun inmitten des Ackerlands zwischen vereinzelten Höfen und Gärtnereibetrieben hier ab. Die alten Strecke führte weiter geradeaus nach Klein Hehlen zur Jugendherberge. Ich begrüße es, dass der E1 nun mitten durch diese sehenswerte Stadt führt. Ich war seinerzeit zu fertig für den langen Spaziergang vom Stadtrand in die Innenstadt und habe es nur bis zum hässlichen Bahnhofsviertel geschafft.

Siehe auch Turmfalkes Ergänzung in Post #103

Etappe 27: Celle - Fuhrberg (22 km)
Auch hier gibt es seit kurzem eine neue Wegführung, so dass ich mal wieder erst für den Wegabschnitt ab Nähe Rixförde etwas zum Weg sagen kann. Der alte Weg führte zunächst nördlich der B214 auf sehr schönen Waldwegen aus Celle heraus und dann auf extrem ätzender Strecke am Rande von Hambühren durch ein Gewerbegebiet und später auf einem harten, schnurgeraden Waldweg auf so breiter Schneise, dass die Bäume keinen Schatten spenden. Nach dem Stück zwischen Krummesse und Lübeck-Flughafen war das der zweitschlimmste E1-Abschnitt, den ich bisher kennengelernt habe. Insofern glaube ich, dass die neue Route über Wietzenbruch eine Verbesserung darstellt.
Kurz vor der Rixförder Straße treffen alte und neue Wegführung wieder zusammen. Bis Rixförde folgt ein etwa 1 km langes Stück auf asphaltierter Nebenstraße. Danach geht es auf unbefestigter Allee Richtung Süden in den Wald, wo der E1 einen sehr schönen Trampelpfad durch unterholzfreien Laubwald nutzt. An der ehemaligen Gaststätte Allerhop (heute Clubheim eines Motorradclubs) wird eine Landstraße überquert und der Weg geht weiter über einen unscheinbaren, weitgehend zugewachsenen Weg. An der nächsten Kreuzung geht es rechts auf einen breiten Wald-/Feldweg entlang, immer wieder an verstreuten Wiesenflächen im Wald vorbei. Wenn man die Niederung der Wulbeck erreicht, wird der Untergrund asphaltiert, die nun vorherrschende Wiesenlandschaft aber blumen- und vogelreich. Ein sehr schönes Fleckchen Erde. Je näher man Fuhrberg kommt, desto intensiver genutzt und weniger naturnah werden dann jedoch die Flächen. Die Kleinstadt selbst hat mit Hotel, Bäckerei, Cafés und Supermarkt alles zu bieten, was der Wanderer benötigt.

Etappe 28: Fuhrberg - Otternhagen (29 km)
Aus Fuhrberg heraus führt der Weg zunächst an Feldern vorbei in einen feuchten und mückenreichen Wald, den man in Autobahnnähe ein wenig im Zickzackkurs durchquert. Kurz vor der Autobahn erreicht man ein nettes Wiesengebiet, das auf schmalen Pfaden durchquert wird und schließlich erreicht man den extra für den E1 gebauten, engen Tunnel unter der A7 hindurch. Auf der anderen Seite geht es abwechslungsreich an der Wietze und an Feldern vorbei, teilweise auch durch kleine Waldstücke, nach Wennebostel, das an alten Höfen vorbei auf einer Kopfsteinplasterstraße durchquert wird. Da ich seinerzeit in Mellendorf eingestiegen bin, fehlt mir das Stück zwischen Wennebostel und Lönssee.
Ab dem Lönssee geht der Weg auf einem durch Baumwurzeln gebildeten Damm durch den feuchten Wald. Später geht es breiteren Wald- und später Feldwegen weiter an den Höfen von Schadehop und Ohlenbostel vorbei. Ab dem Scharreler Weg geht auf längerer Strecke auf Asphalt bis ins Otternhagener Moor. Wunderschön wird der Weg dann am Rande des Moors entlang, vor allem auf der Westseite. Das letzte Stück bis Otternhagen (der E1 führt hier an einem Hotel vorbei) verläuft dann wieder auf gewöhnlicheren Feldwegen.

Etappe 29: Otternhagen - Hagenburg (23 km)
Hinter Otternhagen hat man sehr schnell einen Wald erreicht, den man auf ziemlich gerader, leicht geschotterter Strecke durchquert, bis man auf die hier autobahnmäßig ausgebaute B6 trifft. Hier findet man das Hotel-Restaurant Zum Damhirsch (mit eigenem Hirschgehege), eine Raststätte alten Schlags aus der Zeit vor der Systemgastronomie. Sehr empfehlenswert - ich stehe ja ohnehin auf solche Relikte aus meiner Kindheit.
Nach Überquerung der B6 geht es noch einmal auf Pfaden durch einen Wald in Richtung Leine. Schließlich erreicht man den Ort Bordenau und steht vor einer sehr langen Passage mit Ortsdurchquerungen und sehr viel Asphalt. Zunächst wird Bordenau durchquert, dann geht es entlang der Kreisstraße nach Poggenhagen (mit Bahnhof), das ebenfalls durchquert werden muss und dann geht es weiter auf befestigten Wegen entlang des Fliegerhorstes Wunstorf. Nach gut 5 km Asphalt biegt der E1 dann endlich auf einen Feldweg ab, der an einem Waldrand entlang nach Steinhude führt. Hier muss man wieder 2 km lang durch Wohngebiete wandern, bis man das sehr touristisch beprägte Ortszentrum am Steinhuder Meer erreicht.
Entlang der Seepromenade führt der Weg weiter zum Hagenburger Kanal, an dem entlang wir zunächst zum Schloßgrundstück und dann weiter in den Ort Hagenburg gehen. Damit haben wir eine der unangenehmeren Etappen des E1 hinter uns gebracht.

Siehe auch linas Ergänzung in Post #110

Etappe 30: Hagenburg - Bad Nenndorf (23 km)
Es folgt die letzte Etappe vor den Mittelgebirgen, die einen aber schon einen leichten Vorgeschmack auf das gibt, was in den nächsten Tagen noch folgt. Hinter Hagenburg führt der E1 zunächst bergauf in einen Buchenwald, der teils auf unbefestigten Forstwegen, teils auf Pfaden durchquert. Wenn man aus dem Wald heraustritt, steht man schon fast vor der Kaliabraumhalde von Bokeloh, der man sich auf Feldwegen noch weiter nähert, ehe man Richtung Mesmerode abbiegt. Zwischen Mesmerode und Idensen wandert man wieder am Straßenrand, mit der Durchquerung der Idenser Wohngebiete kommt man so auf 2 km Wanderung durch die Zivilisation. Idensen wartet jedoch mit einer hübschen Kirche und einer hohen Storchpopulation auf.
Auf Nebenstraßen erreicht man schließlich den Mittellandkanal. Dem Treiben der Binnenschifffahrt kann man für einen guten Kilometer zuschauen, bis man den Kanal überquert und in den Haster Wald kommt. In Haste geht man ein kurzes Stück durch Wohngebiet am Ortsrand ehe es wieder in den (hier sehr feuchten) Wald geht, den ich als sehr angenehm zum Wandern in Erinnerung habe. Der Aha-Effekt folgt beim Austritt aus dem Wald, wo man einen tollen Ausblick auf das von der A2 durchzogene Tal und den auf der anderen Seite liegenden Deister hat. Bergab geht es nun auf Feldwegen nach Waltringhausen. Hier beginnt der Aufstieg zum Deister durch den verschlafenen Ortskern, vorbei an einem großen Möbelhaus (wo wir als Mehrtageswanderer im Restaurant sicherlich einen lustigen Eindruck gemacht haben...) und hinauf auf den Galenberg, der Waltringhausen vom Etappenziel Bad Nenndorf trennt. Bergab geht es dann in den Kurort, der mit Sicherheit schon mal bessere Zeiten gesehen hat. Achtung, hier werden sehr zeitig die Bürgersteige hoch geklappt.

Etappe 31: Bad Nenndorf - Springe (24 km)
Die erste Mittelgebirgsetappe und gleich eine, die es richtig in sich hat. Bei Krause ist die Etappenaufteilung von Bad Nenndorf nach Bad Münder und die nächste Etappe nach Hameln. Also eine lange Etappen und danach ein kurze. Ich selbst hatte das seinerzeit auch so vor, bin aber nur vollkommen erschöpft bis Springe gekommen. Die Strecke Springe-Hameln war dagegen locker zu schaffen.
Der Weg führt zunächst in den Kurpark und an den Hang des Galenbergs hinauf, bevor ein kräftiger Abstieg zur Bundesstraße und danach ein noch heftigerer Anstieg zum Deister folgt. Nach Unterquerung der Autobahn und mit Erreichen des Parkplatzes Cecilienhöhe ist dann auch der bewaldete Teil des Deister erreicht und der Anstieg lässt spürbar nach. Durch sehr schönen Buchenwald, in dem ständiges Mäuserascheln zur akustischen Begleitung wird, geht zunächst zur bayerisch anmutenden Mooshütte. Darauf folgt wieder ein langer Anstieg ehe es ziemlich hinab zur Teufelsbrücke geht. Auf dem weiteren Weg vorbei an den Überresten der Heisterburg und am Fernsehturm sind die Steigungen nun weniger schlimm. Dafür sind ab dem Fernsehturm die Wege vermehrt geschottert, was das Wandern etwas unangenehmer macht. Erst hinter dem Nordmannsturm (schön gelegen und mit durchaus empfehlenswerter Gastronomie) geht es wieder steiler bergab zum Nienstedter Pass. Kleine Geschichte nebenbei: An dieser Stelle ist mir zum ersten Mal bewusst geworden, dass die Pässe für den Wanderer die tiefsten Punkte der Strecke sind und nicht wie für den Autofahrer die höchsten. So habe ich auch endlich begriffen, warum die italienischen E1-Etappen immer an den Pässen enden.
Hinter dem Pass geht es zunächst auf Asphalt wieder hinauf in Richtung des Radarturms für den Flughafen Hannover. Dahinter geht es auf Schotter weiter bis zum Annaturm, dem höchsten Punkt des Deisters. Die Gastronomie dort ist eher kioskartig und weit weniger sympathisch als am Nordmannsturm. Immerhin hat man vom Turm aus einen wirklich schönen, weitreichenden Ausblick. Etwas hinter dem Annaturm geht es dann vom Hauptweg herunter und man hat wieder angenehmeren, natürlichen Bodenbelag. Zum Forsthaus Kölnischfeld geht es ziemlich steil bergab und dahinter auf relativ ebener geschotterter Forststraße in Richtung Springe. Über den Ebersberg geht es auf wieder schönerer Strecke zum wieder eröffneten Café an der Deisterpforte. Hier kann man in Richtung Springe vom Deister hinunterwandern, während der E1 sich Richtung Bad Münder zuwendet.

Etappe 32: Springe - Hameln (26 km)
Diese Etappe ist vom Höhenprofil her auch nicht ganz ohne, aber wohl eine der schönsten E1-Etappe im Norden. Einzig die Ortsdurchquerungen von Bad Münder und Unsen stören da ein wenig.
Zunächst geht es in Springe an der Deisterpforte weiter an der Südflanke des Deisters mit schönem Blick auf das Tal und den südlich gelegenen Kleinen Deister. Auf leicht welliger Strecke am Waldrand lässt es sich auf den unbefestigten Forstwegen hervorragend wandern. Kurz vor Bad Münder wird es dann noch einmal etwas bergiger, wenn es auf einem schmalen Pfad zum Restaurant Ziegenbuche hinaufgeht. Ab dort folgt auf langer, gerader Asphaltstrecke der Abstieg nach Bad Münder hinein. Sobald man das Flüsschen Hamel erreicht hat, geht es auf ebenfalls recht langer Strecke in Richtung Westen, vorbei an einem alten Industriebetrieb (Glashütte), hinauf zum Süntel. Am Waldrand verlässt man dann endlich die Straße und geht auf einem breiten Forstweg weiter bergauf zum Restaurant Bergschmiede. Ab dort geht es wieder ein langes Stück asphaltierter und später geschotterter Strecke weiter Richtung Gipfel, unterbrochen durch ein kleines Stück durch das Unterholz, wo der Wanderweg eine Serpentine abkürzt. Für das letzte Stück zum Gipfel wird der Hauptweg wieder verlassen und erreicht in 440 Metern Höhe den Süntelturm mit Schankbetrieb. Das ist der vorerst höchste Punkt des E1 in Norddeutschland (höher hinaus geht es dann erst wieder im Eggegebirge).
Gemeinsam mit dem Weserberglandweg und dem E11 erfolgt der Abstieg vom Süntel. Die Route folgt dabei nicht ausschließlich den Hauptwegen, sondern nimmt auch manchmal leicht sumpfige Nebenwege. Rutschgefahr! ;-) Im Tal angekommen führt der Weg durch das Örtchen Unsen, das fast in seiner ganzen Länge durchquert wird. Am Ende des Ortes verlässt der E1 die Straße und führt zum wunderschönen Waldgebiet am Schweineberg. Hier geht es viel auf und ab. Am Forsthaus Heisenküche trennen sich dann E1 und E11 um auf unterschiedlichen Wegen nach Hameln hinab zu führen. Einmal noch über den Basberg und dann erreichen wir Hameln und ziemlich fix auch den dortigen Bahnhof. Hier trifft man auch den E11 wieder, der weiter in Richtung Ith und Hils führt. Der E1 wendet sich hingegen der Altstadt zu und überquert die Weser.

Etappe 33: Hameln - Bösingfeld (27 km)
Die letzte Etappe in Niedersachsen und gleichzeitig die erste Etappe, die vom Teutoburger Waldverein (TWV) betreut wird. Dieser hat sich vor kurzer Zeit entschieden, den E1 nicht mehr zu markieren, sondern den Weg bis Lemgo über deren Qualitätsweg Hansaweg zu führen. Man findet vereinzelt noch verblichene E1-Markierungen, für den richtigen Weg muss man jetzt jedoch der Markierung X9 folgen. Von den Wegen her ist das sicherlich eine Verbesserung, bringt aber auch eine deutliches Plus an Kilometern mit sich. Ich bin aufgrund der Vorplanung nach alter Streckenführung noch den alten Weg gelaufen, kann daher über manche Abschnitte nichts sagen.
In Hameln geht es zunächst meist an vielbefahrenen Straßen entlang vom Bahnhof zur Altstadt. Dort findet man keinerlei Markierungen, so dass die E-Wege-Kreuzung mit dem E11, der vom Forsthaus Heisenküche direkt in die Altstadt führt, nur fiktiv ist. :( Am Münsterkirchhof findet man das X des E1 wieder. Über die Weser geht es nun hinauf zum Klüt - und zwar auf gerader Strecke. Erst auf den letzten Höhenmetern fiel den Wegemachern ein, dass man auch Serpentinen nutzen kann, um den Aufstieg weniger anstrengend zu gestalten. Oben hat man sich bei dem schönen Anblick auf Hameln eine erste Pause verdient. Vorweg zur Beruhigung: einen heftigeren Anstieg als diesen wird es auf der Etappe nicht mehr geben.
Am Klütturm startet nun der Hansaweg, der den E1 bis Lemgo übernimmt.
Auf weitgehend ebener Strecke geht es nun vorbei am Forsthaus Finkenborn (wo ich einen Raubvogel bei der Jagd beobachten konnte) bis zu einem Schullandheim Früher lief der E1 weitgehend die asphaltierte Forststraße entlang, heute geht es mehr über unbefestigte Waldwege. Ein sehr feuchter Weg führt am Schullandheim vorbei in Richtung freies Feld. Nun geht es hinab nach Dehrenberg (heute im Zickzack und eher am Ort vorbei, früher auf geradem Wege hindurch) und weiter bergab (z.T. am Rand einer Kreisstraße) nach Königsförde. Hinter dem Ort geht es zum nahgelegenen Golfplatz, dem wir einen Besuch abstatten ehe es wieder bergauf zum langgezogenen Lüningsberg geht. Auf hier gibt es wieder eine neue Wegführung: einst mittendurch auf dem geschotterten Hauptweg, jetzt am Waldrand entlang. Ich kenne nur die alte, etwas langweilige Strecke. Die neue Route sieht auf der Karte sehr interessant aus. Das letzte Stück Richtung Gipfel führen beide Varianten wieder zusammen auf sehr matschigem Weg. Ein Stückchen bergab erreichen wir dann schließlich das offene Feld mit tollen Ausblicken auf die hügelige Landschaft. Ein Feldweg führt uns weiter nach Reine, dem Dorf, das mitten auf der Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen liegt.
Der E1 bzw. der Hansaweg führt weiter durch einen Talweg an den Fuß der Hohen Asch. Der alte Weg ging am Rand der Kreisstraße höher verlaufend entlang und ist nicht empfehlenswert. Auf schönem Feldweg geht es schließlich hinauf zur Hohen Asch, wo man einen modernen Aussichtsturm (mit Blick bis zum Brocken) und einen kirchlichen Zeltlagerplatz findet. Kurz vor dem Gipfel führt der Dingelstedtpfad (X5) hinab nach Bösingfeld, für den Wanderer, der lieber mit festem Dach über dem Kopf schläft.

lina
01.12.2014, 10:39
Noch ein paar Bilder vom Heidschnuckenweg gibt’s ca. ab hier: klick (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/24157-Stammtisch-Hamburg?p=1107393&viewfull=1#post1107393)

Prachttaucher
01.12.2014, 17:21
Noch ein paar Bilder vom Heidschnuckenweg gibt’s ca. ab hier: klick (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/24157-Stammtisch-Hamburg?p=1107393&viewfull=1#post1107393)

Ich nehme das mal zum Anlaß ein paar kurze Tips zum Heidschnuckenweg zu geben. Weitere Ausführungen zu dem Gebiet folgen sicher in Kürze im Rahmen der E1-Berichte.

Heidschnuckenweg Celle - HH-Fischbek (223 km)

Gelaufen bin ich den Weg von Celle bis Buchholz. Die Planung wird auf der Hompage des Weges relativ einfach gemacht : Neben Tracks finde man auch hochwertiges Kartenmaterial zum Ausdrucken ! Für mich wie immer die Schwierigkeit, erreichbare Etappen in der richtigen Länge zu finden. Hier Vorschläge für 3 Touren auf dem Weg :

- Im südlichen Bereich ist der Bahnhof Unterlüss von Nutzen, von dem man nach ca. 4 km Zuwegung den Weg erreicht. Von hier nach Celle (in südliche Richtung) sind es ca. 55 km. Die letzten Kilometer leider sehr asphaltreich. Sollte ich die Strecke nochmal gehen, werde ich von Celle aus erst ein kleines Stück mit dem Bus fahren.
https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/hsw1.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=119146&title=hsw1&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/hsw2.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=119147&title=hsw2&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/hsw3.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=119148&title=hsw3&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/hsw4.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=119149&title=hsw4&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/hsw5.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=119150&title=hsw5&cat=500)

Von Unterlüss in nördliche Richtung kommt man nach ca. 45 km nach Wietzendorf. Von hier fährt ein Buss nach Soltau.
https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/hsw6.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=119204&title=hsw6&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/hsw7.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=119205&title=hsw7&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/hsw8.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=119206&title=hsw8&cat=500)

Von Buchholz nach Schneverdingen (+ Zuwegung !) sind es ca. 50 km.
https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/hsw9.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=119257&title=hsw9&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/hsw10.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=119254&title=hsw10&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/hsw11.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=119255&title=hsw11&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/hsw12.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=119256&title=hsw12&cat=500)

Nachtrag : In der Variante Osterheide führt der Weg dann doch nahe an Schneverdingen vorbei. Aktuell bin ich hier ein Stück in Richtung Bispingen gegangen. Bis Tütsberg (Einkehrmöglichkeit) läuft es sich schön dort, das folgende Stück bis Behringen fand ich aber eher häßlich (Straße, Landwirtschaft) und habe deshalb dort den Weg verlassen. Wenn man diese Variante nicht kennt, kann man in diesem Bereich durch die Beschilderung leicht verwirrt werden.

Eindruck : Ich fand den Weg im Prinzip ganz nett. Die Heideabschnitte sind im südlichen Bereich allerdings eher seltener und relativ klein im Vergleich zur Lüneburger Heide. Zudem dann auch mit Parkplatz und gut besucht, was in einem kleineren Gebiet mehr auffällt. Dazwischen gibt es durchaus auch mal relativ eintönige Waldgebiete, Truppenübungsplätze, Asphaltwege durch landwirtschaftliche Gebiete etc...

:D Richtig schön ist es besonders im Bereich Lüneburger Heide !

Anreisetip : Sofern man über Uelzen anreist und den Hundertwasser-Bahnhof noch nicht kennt.... und Celle lohnt sich natürlich auch.

E1HikingTours
02.12.2014, 10:14
verschoben in #86

Prachttaucher
03.12.2014, 11:38
Der Bereich Lüneburger Heide war für mich sehr interessant zu lesen. Hier werde ich mir bestimmt nochmal eine weitere Route ausarbeiten, die mehr E1-Abschnitte berücksichtigt. Neben dem Ablaufen von immer wieder neuen Wegen, finde ich es auch sehr schön, ein Gebiet mit allen vorhandenen Wegen gut kennenzulernen.

Prachttaucher
05.12.2014, 11:18
Habe mit der Bebilderung des Heidschnuckenweges angefangen. Bei dem eher trüben Wetter muntern mich die sonnigen Bilder gerade etwas auf.

@lina : Schöne Bilder von der winterlichen Heide. Hoffentlich wird das mit diesem Winter wieder was.

lina
05.12.2014, 11:27
Fein, danke :-) Den Weg wollte ich auch schon länger mal weiterlaufen.

Ich habe neulich mal eine wiki-Seite (https://www.outdoorseiten.net/wiki/Heidschnuckenweg) dazu angelegt – bitte gerne die fehlenden Infos auffüllen, etc..

Ist die Wegmarkierung doch ein einfaches H ohne den gelben Pfeil?

Prachttaucher
05.12.2014, 11:51
Auf dem zweiten Bild (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=119147&title=hsw2&cat=500) ist ein Wegweiser drauf. Das H ist ja eigentlich nicht so eindeutig, da es z.B. auch beim Hermannsweg so vorkommt - wobei die sich nicht überschneiden.

Ich schau mal, ob ich etwas sehe, was ich nachtragen kann. Allerdings liegt es auch schon etwas zurück und ich vergesse schnell.

lina
05.12.2014, 12:00
Ja, das einfache H hatte mich da überrascht. Mein Foto ist allerdings schon ein bisschen länger her.

E1HikingTours
05.12.2014, 12:22
Der gelbe Pfeil ist allgemein das Markierungszeichen vom Norddeutschen Wanderverband und wird für verschiedene Wege benutzt, z.B. Heidepuzzle, Lila Krönung, Pastor-Bode-Weg, ...
Die überschneiden sich oft mit dem Heidschnuckenweg.

lina
05.12.2014, 12:30
Danke :-)

Prachttaucher
07.12.2014, 16:53
Aus den geplanten Etappen 4 und 5 des Freudenthalweges wurde nun doch nichts. Bahnverspätungen erschwerten die Durchführung und ein genauerer Blick auf die LGN-Karte ließ mich dann doch ganz davon Abstand nehmen : Der Weg hat mir in diesem Bereich doch zu viele Straßenkilometer.

Bei der (vermutlich) schöneren Alternative auf eher bekanntem Terrain bin ich dafür u.a. ein Stück der Osterheide-Variante vom Heidschnuckenweg gelaufen (ergänzt in # 88).

;-)Wenn ich ehrlich bin, war ich eigentlich zunächst etwas verwirrt bei Schneverdingen auf den Weg zu stoßen.

lina
07.12.2014, 17:59
Hast Du eigentlich den Weserberglandweg (wiki-Artikel (http://outdoorseiten.net/wiki/Weserberglandweg)) schon mal angetestet? Die Teilstrecken, die ich bisher (teilweise versehentlich im Rahmen des Pilgerwegs Loccum-Volkenroda :bg:) gelaufen bin, sahen sehr vielversprechend aus.

Prachttaucher
07.12.2014, 18:48
Den Wiki-Artikel scheint es schon länger zu geben ? :ignore: Etwas merkwürdig ist ja der Satz "um die Attraktivität zu erhöhen..."

Pläne gibt es genügend, aber : Erst kam der Bahnstreik und nun seit Wochen Gleisarbeiten. :-? Selbst die wenigen regulär fahrenden Züge haben dann doch mal eben 20 Minuten Verspätung.

Prachttaucher
07.12.2014, 19:12
Ist ja schon interessant ! 3 Wege in der Region in Nord-Süd-Richtung mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden : Der Pilgerweg, der Roswithaweg und der Weserberglandweg. Zum Glück gibt´s für alle auch Tracks, so geht das Vergleichen einfacher.

Wollte man die alle 3 gehen hätte man sehr gut zu tun. :roll: Bis Volkenroda hast Du aber auch schon ein gutes Stück vor Dir.... Decken denn die Tracks bei "wanderkompass.de" den Pilgerweg komplett ab oder gibt es da noch Variationen ?

lina
07.12.2014, 19:19
Habe ja schon ein Drittel :bg:
(und die tracks vom Pilgerweg-Navigator (http://www.pilgerweg-navigator.de/). Umwege, Empfehlungen und Zusatzwege gibt es da auch.)

E1HikingTours
22.12.2014, 10:23
verschoben in #86

Turmfalke
25.12.2014, 18:07
Moin,

kurze Ergänzung zur E1-Etappe Müden-Dehningshof-Celle.

Ich kenne den neuen Wegverlauf. Ich hatte das "große Glück", genau zu der Zeit den Weg zu laufen, als der Weg von der alten auf die neue Routenführung umgestellt worden ist. Leider waren zu dieser Zeit noch die alten E1-Schilder für die Entfernungskilometer sowie vereinzelt Markierungen des alten Wegverlaufs angebracht. Wie schon von E1HikingTours beschrieben, verlängert sich die Tour durch die neue Streckenführung um über 10 Kilometer. Eigentlich wollte ich die Etappe von Müden bis Celle in einem Stück laufen. Da ich aber erst spät am Tag losgekommen bin, war mein Übernachtungsziel glücklicherweise Dehningshof.
Der neue Streckenverlauf ist zwar wie schon beschrieben, einige Kilometer länger, allerdings durch den Umweg über mehrere Kilometer Heideflächen und die Fachwerkhäuser der Celler Innenstadt deutlich attraktiver.
Ein Grund für die neue Streckenführung ist die nach der alten Routenführung entstandene Aneinanderreihung von mehreren 30 Kilometer Etappen. Durch die Verlängerung der einen langen Etappe (Müden-Celle) sind zwei kürzere Etappen (Müden-Dehningshof-Celle) entstehen.

E1HikingTours
05.01.2015, 11:01
verschoben in #86

@Turmfalke: Vielen Dank für die Ergänzung.

Prachttaucher
12.01.2015, 20:21
Um wenigstens etwas von der weißen Pracht zu erleben, ging es letztes WE in den Hochharz. Dabei stieß ich wieder auf die Spuren der Marathonläufer : "Harz-Gebirgslauf". Neben dem Brocken-Marathon, findet sich dort (http://www.harz-gebirgslauf.de/strecken.html) ein Halbmarathon und eine 11 km lange Strecke. GPS-Tracks gibt es an anderer Stelle.

Während der Aufstieg zum Brocken (von Ilsenburg aus) eher gut bekannt sein dürfte, findet sich vielleicht im zweiten Abschnitt und bei den kleineren Strecken die ein oder andere Anregung. Kennt jemand von den Läufern vielleicht den Marathon ?
https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/hz7.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=121678&title=hz7&cat=500)

Prachttaucher
20.01.2015, 08:44
Bin dann mal meinem eigenen Vorschlag gefolgt und zur Abwechslung in Wernigerode-Hasserode auf dem Brockenmarathon gestartet. Dieser verläuft hier zwar durchgängig auf breiten Forstwegen, ist aber wegen der kurvenreichen Streckenführung und den Aussichten trotzdem schön zu laufen. Vor der Steinernen Renne (:p Einkehrmöglichkeit) gibt es auch ein Stück Fußweg. Ich bin dem Weg dann bis kurz vor dem Ottofelsen gefolgt, wo ich die tolle Aussicht bei Sonnenschein genießen konnte, um dann auf anderen Wegen weiterzuwandern.

Am Ende meiner Rundwanderung bin ich dann nochmals einige Kilometer auf dem Halbmarathon gewandert.

Der Brockenmarathon als ganzes ist sicher eine schöne Runde, ließe sich aber an einigen Stellen "verschönern". Gerade im Ilsetal kann man öfters auf kleinen Wegen direkt an der Ilse längs gehen.

blitz-schlag-mann
20.01.2015, 23:24
Ich bin den ja schon oft gerannt, so im großen Pulk ist das mit den Forstwegen schon ganz sinnvoll. Auf dem Abschnitt ist das Feld auch noch recht dicht, dass ändert sich dann ab dem Plattenweg :cool:

Viele Grüße
Ingmar

Prachttaucher
27.01.2015, 21:51
Eine sehr große Sammlung an Wandervorschlägen zum "Harz" finden sich auf der Seite der Bad Harzburger Wanderfreunde (http://www.harzburger-wanderseite.de/wanderstrecken/wanderstrecken-2014.html). :cool: Nicht schlecht, was da so im Jahr erwandert wird !

E1HikingTours
05.02.2015, 11:22
verschoben in #86

lina
05.02.2015, 11:32
Ein bisschen Wald lässt sich bei der ersten Etappe noch einbauen: Nach den ersten Häusern von Poggenhagen kann man links vor dem Hügel, auf dem ein Anwesen steht, in den Wald einbiegen und auf Pfaden (sind bei OSM auch eingezeichnet) parallel zum Hügel weiter einigermaßen geradeaus laufen. Später biegt der Pfad nach rechts ab (man läuft dann entlang der Bahnlinie)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/E1_Bordenau_Poggenhagen_06.jpg

und trifft am Bahnübergang wieder auf die Straße. Dadurch spart man sich das lange gerade Stück auf den Bahnübergang zu.

Prachttaucher
05.02.2015, 15:02
Mal wieder ein bisschen E1:
.

:pSehr schön - soll hier ja auch nicht zu still werden. Selber folge ich doch erstmal dem Ruf der Schneeschuhe. Bei ordentlicher Schneelage im Flachland, würde der Hansa-Weg sonst auch locken.

stoeps
05.02.2015, 17:08
Mal wieder ein bisschen E1:
Etappe 30: Hagenburg - Bad Nenndorf (23 km)
[…] Idensen wartet jedoch mit einer hübschen Kirche und einer hohen Storchpopulation auf. […]

Das ist m.E. eine ziemliche Untertreibung. Die Kirche ist – wenn einen der Themenbereich "Architekturgeschichte/Kirchen" auch nur etwas interessiert – sensationell :oldman:
Wikipedia: Sigwardskirche (http://de.wikipedia.org/wiki/Sigwardskirche_(Idensen))

Also, ein echter Grund, auch für diese Etappe :cool:
Danke für die Beschreibungen.

stoeps

E1HikingTours
12.02.2015, 09:24
verschoben nach #86

E1HikingTours
23.02.2015, 10:13
verschoben nach #86

Prachttaucher
24.02.2015, 08:18
...Für das letzte Stück zum Gipfel wird der Hauptweg wieder verlassen und erreicht in 440 Metern Höhe den Süntelturm mit Schankbetrieb...

Ich hatte das Schmalzbrot (http://www.suentelturm.de/speisekarte.html). Die Aussicht von oben fand ich ganz nett. "Schau mal ob schlechtes Wetter kommt" wurde mir beim Hochgehen aufgetragen.

Mittlerweilen sehr interessante Gebiete, die der E1 nun durchquert !

E1HikingTours
26.02.2015, 09:25
verschoben nach #86

blitz-schlag-mann
26.02.2015, 10:03
Ich hatte das Schmalzbrot (http://www.suentelturm.de/speisekarte.html). Die Aussicht von oben fand ich ganz nett. "Schau mal ob schlechtes Wetter kommt" wurde mir beim Hochgehen aufgetragen.

Mittlerweilen sehr interessante Gebiete, die der E1 nun durchquert !
Kenn ich auch vom Süntel Trail, schöne Gegend da...

Viele Grüße
Ingmar

Prachttaucher
02.03.2015, 20:10
Weserberglandweg (WBW) von Hann Münden - Bad Karlshafen (48 km)

Vorgeschichte : Die Weser bin ich vor längerer Zeit einmal von Hann Münden bis Hameln gepaddelt. Wirklich schöne Landschaft aber der fast allgegenwärtige Verkehrslärm nervte. Hier jetzt eine Möglichkeit Landschaft und Weser nochmal aus einer ganz anderen Perspektive zu erleben. Die Weser selbst wird dabei nur selten und eher aus der Ferne zu sehen sein, dafür ist aber mehr Ruhe zu erwarten.

Hann Münden : Ich muß mich irgendwann zwingen die Kamera wegzustecken und zu starten – möchte ich doch bei dem schönen Wetter heute noch möglichst weit kommen. Es lohnt sich allerdings sich mehr Zeit für die schöne Fachwerkstatt zu lassen, z.B. indem man als Paddler auf dem nahegelegenen Zeltplatz nächtigt.

Der Weg: Es geht über mehrere Brücken und dann weg von der Weser Richtung Tillyschanze, wo man die Stadt nochmal von oben bewundern kann. Die nächsten Kilometer geht es überwiegend durch den Wald und es wird zunehmend ruhiger. Viele Bäche fließen hier und das bleibt die ganze Wanderung so : Leichteres Gepäck mit Wasserfilter wäre angesagt gewesen. Am Piepengraben findet sich eine sonnige Bank für eine erste Rast.

Weiter geht es auf teilweise netten Pfaden und nun mehr am Waldrand mit Panoramablick ins breite Wesertal – sehr schön ! Besonders gut gefällt mir der Abschnitt hinter Veckershagen. Etwas später nähert sich der Weg der Weser und ich als Paddler gebe natürlich ganz zum Wasser. Nach queren der Bundesstraße kann ich wenigstens daneben auf dem Weserradweg laufen. Schon schön - die Autos mal weggedacht. Ordentliche Strömung hat es hier, ein treibendes Boot würde mich mühelos überholen.

Der Weg verläßt jetzt die Weser in Richtung Nordwesten. Man geht zunächst auf Asphalt dann einen etwas monotonen Forstweg. Wenigstens wird man vom Rauschen der Olbe begleitet und stimmt : Kein Verkehrslärm ! Später (ca. bei 25 km) biegt der Weg nach Westen zur Sababurg/ Gottsbüren ab. Lohnt sich auf jeden Fall („Dornröschen“), kenne ich aber bereits von einer früheren Tour. So gefällt es mir mehr im Wald zu bleiben und die Zivilisation auf der Ostseite zu umgehen. Diese Umgehung gerät mit 14 km allerdings etwas großräumig. Ob ich dabei wirklich generell auf schöneren Wegen unterwegs war ist natürlich eine berechtigte Frage, das längere grüne Wegstück (OSM-Reiterkarte) gefiel mir auf jeden Fall gut. Der WBW selbst scheint allerdings von Gieselwerder ab auch auf einem Pfad zu verlaufen (wie ich später sehe).

Vor den Franzosenwiesen sehe ich wieder die Wegweiser und laufe bis Bad Karlshafen auf überwiegend schönen Pfaden. Die letzten Kilometer verlaufen oberhalb der Diemel und dann gibt´s nochmal einen überraschenden Anstieg. Am Ziel angekommen gibt es am Weserufer erstmal eine Grundreinigung von Stiefeln und Hosenbeinen.

Fazit : Hat mir gut gefallen !

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/WGW5.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=124406&title=wgw5&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/WGW6.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=124407&title=wgw6&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/WGW1-4.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=124404&title=wgw1-4&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/WGW1.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=124405&title=wgw1&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/WGW1-2.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=124402&title=wgw1-2&cat=500)

E1HikingTours
03.03.2015, 12:49
Niedersachsen ist nun abgeschlossen, die Etappen habe ich wie gewohnt wieder gebündelt und zwar in Post #86. Weiter geht es auf dem E1 in Nordrhein-Westfalen (was nach meinem Verständnis zwar nicht mehr Norddeutschland ist, aber wir sind hier ja großzügig... :D).

Etappe 34: Bösingfeld - Hillentrup (21 km)
Zurück auf der Hohen Asch geht es zunächst Richtung Windräder auf Feldwegen inmitten einer malerischen Hügellandschaft. An einer einsamen Hofstelle erreichen wir das Örtchen Hummerbruch und damit wieder ein Stück asphaltierten Weges. Ein Wiesenweg führt uns dann schließlich weitgehend am Ort vorbei. Hinter einer zu überquerenden Kreisstraße führt ein breiter, unbefestigter Wirtschaftsweg weiter Richtung Eimke. Um in das kleine Örtchen mit Campingplatz zu kommen, geht es noch einmal kräftig bergab ins Tal der Exter. Hier verläuft der E1 ein kurzes Stück entlang der Landstraße und einer Museumsbahnlinie. Ein schöner Waldweg führt uns wieder bergauf zu den Hofstellen Fassenberg und Winterberg. Man wandert relativ hoch am Hang während nach Norden hin die Landschaft weit abfällt. Das bietet gelegentlich schöne Aussichten aber auch ein merkliches Lärmaufkommen aus undefinierbarer Richtung (wahrscheinlich sind die serpentinenreichen Straßen hier ein beliebtes Motorradfahrerziel). Hinter Winterberg geht es im nun dichteren Wald hinauf auf den Dörenberg, dem höchsten Punkt im Lipper Bergland, und wieder hinab in den Ort Linderhofe (mit Hotel ein kleines Stück ab vom E1).
Aus dem Ort hinaus geht es wieder auf sehr einsamen, hügeligen Waldwegen mit tollen Aussichten, diesmal in westliche Richtung. Schließlich führt der Weg auf den Steinberg hinauf, wo man bei verwirrender Wegführung die Überreste einer ehemaligen Raketenstation bewundern kann. Ein Waldweg und schließlich ein tief eingeschnittener Hohlweg bringen uns dann ins Ackerland. Ein alter Mühlenweg am Waldrand führt den E1 dann schließlich nach Hillentrup (Übernachtungsmöglichkeit an der Mühle direkt am Ortseingang).

Etappe 35: Hillentrup - Detmold (24 km)
Vorbei an der Kirche des Örtchens Hillentrup geht es vorbei an Wiesen und einem Fischteich in einer Art Schlucht schnell wieder raus aus dem Ort. Ein herrlich hügeliger Buchenwald erwartet den Wanderer rund um die Amelungsburg ehe es auf gerader Strecke wieder bergab zum Flüsschen Maibolte geht. Sobald man den Bach überquert hat ist man auf Lemgoer Stadtgebiet und die Menge an Gassigehern und Mountainbikern nimmt deutlich zu. Entlang des Bachs erreicht man eine Schutzhütte, wo man links abbiegt, um den Windelstein zu erklimmen. Auf steilem, in einem Teil mit groben Steinen geschotterten Weg erreicht man die Bergspitze, wo eine weitere Schutzhütte wartet, die Ziel einer traditionellen, regelmäßigen Wanderung zu sein scheint. Viele Erinnerungen an verschiedene Jubiläumswanderungen finden sich dort.
Etwas weniger steil geht es nun bergab nach Lemgo, zunächst zu einer Gaststätte mit gesperrtem Aussichtsturm und schließlich nach einem weiteren kurzen Waldstück, durch eine Grünanlage im Wohngebiet (zumindest wenn man den richtigen Abzweig erwischt...). Es folgt ein recht langer Abschnitt entlang der Straßen bis zu den Wallanlagen Lemgos. Hier trennen wir uns vom Hansaweg, der Richtung Herford weiterführt, und begeben uns auf den mit "X3" markierten Cheruskerweg, dem wir auf seiner ganzen Länge bis zum Hermannsdenkmal folgen. Der Weg führt zunächst durch die Wallanlagen und dann schließlich in der Nähe des Bahnhofs über die Bahngleise. Nun geht es wieder bergauf durch die Stadt entlang fester Straßen und Wege, vorbei an der Hochschule und der Halle des TBV Lemgo und durch ein weiteres Wohngebiet bis wir einen steilen Feldweg erreichen, der uns auf den Biesterberg hinaufführt. Hier findet man am Wegesrand wieder eine Schutzhütte.
Vor einem liegt nun die neue Bundesstraße B66, die sich wie eine Narbe durch das ansonsten schöne Tal der Wahmbeck zieht. Der Weg ist asphaltiert aber verkehrsarm bis wir hinter dem Ort Wahmbeck einen einsamen (verlassenen?) Hof erreichen, den wir überqueren. Weiter geht es durch hüfthohes Gras bis zum Wald am Gretberg, wo man einen nicht lohnenswerten Blick auf einen alten Steinbruch werfen kann. Auf verschlungenen Wegen entlang dieses Steinbruchs erreicht man schließlich einen Feldweg, der einen nach Loßbruch bringt. Es folgt mal wieder eine längere Ortsdurchquerung ehe man links abbiegt, um hinter dem Rotenberg einen ersten Blick auf Detmold zu bekommen. Auf einem Feldweg geht es hinab nach Oettern und weiter an einer Straße nach Klüt. Dieser Stadtteil wird auf einer geraden Straße, die später zum Radweg wird, durchquert. An der B239 erreichen wir nun Detmold, eine viel befahrene Ausfallstraße leitet uns in die Innenstadt. Bis auf die Abschnitte hinter Hillentrup und Wahmbeck war dies doch eine sehr stadtnahe und eher enttäuschende Etappe.

Etappe 36: Detmold - Silbermühle (18 km)
So unattraktiv der Weg nach Detmold hinein auch war, der Weg hinaus Richtung Teutoburger Wald ist sehr attraktiv. Zunächst geht es entlang der Wallanlagen vorbei am Schloss einmal halb um die Innenstadt herum. Entlang eines Kanals und eines Bachs erreicht man die Obere Mühle, die von der Berlebecke gespeist wird. Kurz darauf beginnt dann der kräftige Anstieg zum Hermannsdenkmal auf der Grotenburg. Kurz vor dem Gipfel treffen der E1 und der Hermannsweg aufeinander. Den Rest der Etappe (und noch weiter bis zum Velmerstot) teilen sich die Wege ihren Verlauf.
Vorbei an Gastronomie, dem Kompetenzzentrum Walk, dem Hermannsdenkmal und der Freilichtbühne verlässt man den Trubel auf der Grotenburg wieder entlang der Zufahrtsstraße. Kurz darauf geht es zurück auf geschotterte Waldwege. Während das Gelände zur Linken steil abfällt, bleibt man auf dem Wanderweg auf gleicher Höhe und erreicht Berlebeck an seinem oberen Ende, dem Hangstein. In Ort geht es auf Nebenstraßen und Fußwegen zum Teil steil bergab. Vorbei am Tierpark Adlerswarte erreicht man die Hauptstraße des Orts, die dem Lauf der Berlebecke folgt, der wir zuvor schon in Detmold gefolgt sind. Wieder steil bergauf geht es zurück in den Wald Richtung Holzhausen.
Eine Heidefläche oberhalb von Holzhausen bietet schöne Ausblicke nach Osten. Es folgt das bekannte Spiel: Abstieg in den Ort und Aufstieg wieder zurück in den Wald. Diesmal geht es über den Bärenstein, an dessen Ende die bekannte Externsteine warten. Der E1 führt gemeinsam mit dem Hermannsweg durch die Felsformation hindurch und hinauf auf den Knickenhagen mit hübscher Heidefläche. An den Externsteinen beginnt übrigens auch der Eggeweg, der aber zunächst etwas tiefer verläuft und sich erst an der Bundesstraße B1 mit dem E1 vereinigt. Eggeweg und E1 verlaufen nun für mehrere Etappen bis Marsberg gemeinsam.
Ein letztes Mal geht es leicht bergauf und zur Silbermühle wieder etwas steiler bergab. Dieses letzte Stück auf breiten geschotterten Waldwegen fällt dann doch eher langweilig aus. Erst kurz vor der Silbermühe wird der Weg noch einmal etwas schmaler und interessanter.

Etappe 37: Silbermühle - Bad Driburg (19 km)
Durch das enge und sehr reizvolle Silberbachtal schlängelt sich der E1 hinauf in Richtung Velmerstot. Zunächst kommt die Lippische Velmerstot, mit herrlich duftender Brombeerheide (wenn man zur richtigen Jahreszeit da ist), und anschließend die etwas höhere Preußische Velmerstot mit Aussichtsturm. Hier beginnt nun der Kammweg, nahezu schnurgerade und ohne wesentliche Steigerung geht es über Kilometer geradeaus durch den Wald. Gelegentlich bieten sich Ausblicke Richtung Osten und in regelmäßigen Abständen finden sich Schutzhütten.
Hinter der Rehburghütte an der Landstraße nach Altenbeken, verändert sich der Charakter des Weges wieder. Er folgt nun nicht mehr dem Kamm und schlängelt sich mehr durch den Wald. Ein wenig Abwechslung bieten die malerischen Weideflächen rund um das Gut Knochen, die man passiert. Am Ende wartet der Aufstieg zur Iburg auf den Wanderer, wo man den E1 Richtung Bad Driburg verlassen kann.

Etappe 38: Bad Driburg - Willebadessen (14 km)
Diese sehr kurze Etappe ist in Wahrheit 20 km lang, wenn man den Aufstieg aus Bad Driburg und den Abstieg nach Willebadessen hinzurechnet. Auch diese Etappe ist schnell beschrieben. Der Weg führt auf Waldwegen, mal geschottert, mal asphaltiert, oft aber auch unbefestigt weiter Richtung Süden. Ganz interessant ist der Erdfall bei Klusenberg, ein Einsturztrichter mitten im Wald. Mit Herbram-Wald wird nur eine Ortschaft auf der gesamten Etappe durchquert. Hinter Herbram-Wald nimmt der E1/Eggeweg wieder seinen Kammweg-Charakter an. Immer geradeaus auf angenehmen Wegen strebt man dem Fernsehturm Willenbadessen entgegen, von wo aus man zum Ort absteigen kann.

Fletcher
20.03.2015, 20:14
Ich möchte hier und heute auf den "Fördeweg" aufmerksam machen.

Er führt von Flensburg nach Falshöft an der Flensburger Förde entlang und durchquert auf 70Km drei wunderschöne Naturschutzgebiete im äußersten Nordosten Deutschlands. Er liegt damit sozusagen gegenüber dem Gendarmstien in DK.
Ich bin den Weg schon einige Male gegangen, allerdings war er dort noch nicht durchgehend beschildert und ich bin meist in Glücksburg eingestiegen, liegt das bei mir doch quasi vor der Haustür.

Der Gendarmstien, den ich ebenfalls gut kenne, kann der Fördeweg allerdings nicht ganz das Wasser reichen. Die Charaktere der Wege sind aber eher nicht zu vergleichen, auch wenn sie räumlich sehr nahe bei einander liegen (teilweise nur ein paar hundert Meter übers Wasser).

Hier der Tageszeitungslink (http://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/foerdesteig-folgt-dem-gendarmstien-id9258431.html)

Wenn man diese beiden Wege kombiniert, hat es schon einen "echten" Weitwanderweg als reizvollen Küstentrekk.

Prachttaucher
21.03.2015, 10:31
:pSuper - sehr schön. Wünsche mir schon lange eine Küstenwanderung...

gargantula
23.03.2015, 19:07
Auf der dänischen Seite gibt es die Naturlagerplätze (http://www.friluftsraadet.dk/indhold/english.aspx), gibt es auf deutscher Seite auch Ideen zur naturnahen Übernachtung? Wie sieht es mit Regeln zum Übernachten in Wald, Feld und Flur aus?

Fletcher
23.03.2015, 20:22
Es gibt da einige Campingplätze auf`m Weg, oder in direkter Nähe. Wie die sind, kann ich nicht sagen; ich hab nie einen gebraucht.
Hier bei mir sieht man die Sache mit dem pennnen unter freiem Himmel eher liberal, solange man nicht in einem der Naturschutzgebiete sein Zelt aufschlägt. Lagerfeuer sollte man generell vermeiden.

E1HikingTours
24.03.2015, 11:31
Nachdem ich den E1 soweit wie ich ihn kenne abgeschlossen habe, fange ich jetzt mal mit dem nächsten Europäischen Fernwanderweg in Norddeutschland an: dem E6. Von der dänischen Grenze bis Güster verlaufen E6 und E1 gemeinsam. Danach verläuft der E6 weiter entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze bis in den Bayerischen Wald. Da der Weg vor 1990 angelegt wurde, verläuft er durchgehend auf der Westseite der alten Grenze.

Etappe 1 bis 16: Kupfermühle - Güster (siehe Post #6)

Etappe 17: Güster - Lauenburg (32 km)
Aus Norden kommend trennt sich der E6 in einem Waldstück kurz vor Güster vom E1 und dem E9 in südliche Richtung nach Göttin. Das durchwanderte Naturschutzgebiet nennt sich Talhänge bei Göttin, wobei man zunächst oben in heideartiger Landschaft geht. In Göttin folgt dann der Abstieg ins Tal, wo man zwischen Wald und Wiesen schön einsam auf unbefestigten Wegen weiter Richtung Süden zieht. Auf einem exzellent markierten, aber sehr zugewachsenen Pfad erfolgt dann irgendwann wieder der Aufstieg zur Landstraße, die überquert wird um in großes Waldstück einzutauchen. Die Wege variieren zwischen kniehohem Gras und breiten Forstwegen, der E6 wechselt dabei oft die Richtung. Der Wald ist überwiegend licht bepflanzt.
In der Nähe von Bröthen verlässt man den Wald und geht auf einem Feldweg zwischen Feldern und Wiesen zur Kreisstraße zwischen Bröthen und Büchen-Dorf. Nach einem guten Kilometer auf dem asphaltierten Radweg erreicht man das alte Dorf Büchen mit seiner sehenswerten Kirche. Immer entlang der Straßen geht es weiter über den Elbe-Lübeck-Kanal ins "neue" Büchen, das sich an der Bahnlinie entwickelt hat und das heutige Büchen-Dorf um ein Vielfaches überholt hat. Hier gibt es einen kleinen Bericht von mir über dieses Teilstück (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/29203-Mein-Outdoorerlebnis-heute?p=1185456&viewfull=1#post1185456).
In der Nähe des Bahnhofs werden die Bahnlinie Hamburg-Berlin und Lüneburg-Lübeck unterquert. Zwischen Büchen und Pötrau (mit hübschem altem Dorfkern) überquert man die Steinau auf einem unbefestigten Weg. Das ist deshalb erwähnenswert, weil ab Pötrau dann 12 km Asphaltstrecke am Stück folgen. Trotzdem hat der folgende Abschnitt seine Reize, weil er durch eine sehr einsame Gegend verläuft. Das Dorf Witzeeze wird dabei kurz angeschnitten. Neben Asphalt hat man zwischendurch auch mal Plattenwege. Wenn man die Landstraße zwischen Büchen und Lauenburg erreicht und überquert, dann hat man den größten Teil des Asphalts überstanden, auch wenn der hier folgende Weg durch das Waldstück nur sehr kurz ist und danach wieder bis Buchhorst Asphalt auf den Wanderer wartet.
Hier wird es nach der ansonsten fast komplett flachen Etappe noch einmal hügelig. Es geht auf den bewaldeten Geestrücken an der Elbe hinauf. Oben angekommen ist man schließlich in Lauenburg. Durch die hässliche Oberstadt steigt man hinab in die hübsche Altstadt, vorbei an Schloss, Kirche und der Elbstraße mit seinen vielen Cafés, bis man schließlich den Bahnhof an der Elbbrücke erreicht.

Etappe 18: Lauenburg - Bleckede (22 km)
Diese Etappe ist sehr schnell beschrieben: Man geht vom Lauenburger Bahnhof aus auf die Elbbrücke und rüber nach Hohnstorf in Niedersachsen, dort Richtung Osten und rauf auf den Deich. Hier findet man einen Hinweis, dass der E6 von nun an bis Bleckede auf dem Deich bleibt und deshalb kaum Markierungszeichen vorhanden sind.
Obwohl man die ganze Zeit auf dem Elbdeich wandert, bekommt man den Fluss selbst selten zu Gesicht. Der Blick geht vielmehr auf die weitläufige Elbtalaue, die als Überschwemmungsfläche vor dem Deich liegt. Der Weg ist im Übrigen ein Härtetest für den Nässeschutz der Wanderschuhe, da das Gras auf dem Deich oft feucht ist. Dafür hat man schöne Aussichten, die den Radfahrern, die unten am Deich fahren müssen, verborgen bleiben.
Besonderheiten auf dem Weg: es liegt ein Campingplatz direkt am Weg (Grünendeich), ein Restaurant und ein Hofcafé in Radegast, ein Melkhus bei Hohnstorf. Erwähnenswert ist auch der im Binnenland liegende Havekost, ein See/Moor mit sehr hoher Wasservogelpopulation. Bei Radegast knickt der Weg entlang eines toten Seitenarms der Elbe nach Süden ab und strebt dann, das letzte Stück entlang einer vielbefahrenen Straße, Bleckede zu. Hier geht der E6 am Biosphaerium, ein naturkundliches Erlebniszentrum, im Bleckeder Schloss vorbei in die hübsche Innenstadt der Kleinstadt.

Etappe 19: Bleckede - Leitstade (24 km)
Es folgt eine der schönsten Wanderstrecken in Norddeutschland, von mir oft und gerne begangen. Der Start ist noch sehr unspektakulär: es geht relativ lange am Ortsrand von Bleckede an und auf dem Elbdeich weiter flussaufwärts. Es folgt ein schöner Waldweg nach Alt Garge, wo wieder ein längeres Stück auf Straßen durch den Ort ansteht. Am Campingplatz des Ortes beginnt dann der Aufstieg auf die Elbhöhen und damit der schöne Teil dieser Etappe. Man passiert die Viehler Höhe, wo man einen tollen (früher vom Militär genutzen) Ausblick auf die Elbe und das andere Ufer hat. Weiter geht es meist auf Waldwegen, später auch teilweise auf Asphalt und Kopfsteinpflaster nach Walmsburg. Der Ort wird nur kurz gestriffen und dann geht es wieder bergauf zu den bewaldeten Elbhöhen. Die kleinen Dörfchen Reeßeln und Quarstedt werden durchquert, dennoch bleibt die Gegend sehr einsam. Die sanfthügelige Landschaft und die meist unbefestigten Wege sind wunderbar zum Wandern. In Sammatz hat man dann unübersehbar das Wendland und damit das Castor-Protest-Gebiet erreicht. Rund um den Ort haben wir wieder ein etwas längeres Stück Asphalt, bis man wieder in den Wald eintaucht und letztendlich den Bahnhof in Leitstade erreicht, ein einsamer Bahnsteig mitten im Niemandsland.

Etappe 20: Leitstade - Hohenvolkfien (30 km)
Die nächsten 50 km auf dem E6 gibt es keine Möglichkeit, mit dem ÖPNV am Wochenende irgendwie hin- oder wegzukommen, daher bin ich das Stück auch als Wochenendtour gegangen. Nach dem Start am Bahnhof Leitstade geht es zunächst auf sandigen Waldwegen durch das Nadelgehölz der Göhrde. Vor Nieperfitz kommen die ersten Felder und Wiesen und auf Höhe des Ortes, den wir nur streifen, wechseln wir auf eine wenig befahrene Asphaltstraße. Vorbei an einem Teich mit Schutzhütte kommen wir so in den Ort Dübbekold. Weiter geht es auf der Straße bis zum Ortseingang von Göhrde, wo man links auf einen Wiesenweg wechselt. Hinter den Wiesen erreicht man einen Waldrand, dem man nach rechts folgt, vorbei an ein paar Häusern von Göhrde bis zur B 216, die wir überqueren. Hier geht es nun ein Stück bergauf in den hier vorherrschen Laubwald. Nach dem kurzen Anstieg geht es relativ eben auf einem Waldlehrpfad eine lange Strecke geradeaus. Nach zwei km biegt der Lehrpfad ab und damit endet auch die "Naherholungszone" mit seinen regelmäßigen Bänken. Auf eher forstwirtschaftlich geprägten Wegen geht es weitere 2 km geradeaus ehe der Weg im Zickzackkurs die Heidefläche des Breeser Grunds erreicht. Diese wunderschöne, relativ kleinflächige Landschaft ist geprägt von zahlreichen freistehenden urwüchsigen, verkrüppelten Eichen. Der E6 macht einen relativ großen Bogen, um diese Fläche mit einzubeziehen, aber der Breeser Grund ist diesen Umweg allemal wert.
Hinter der Heideflächen warten wieder Waldwege auf den Wanderer, die einen nach Riebrau bringen, die erste Ortschaft seit Göhrde vor etwa 10 km. Einen Teich mit Grillhütte und einen Rastplatz für Wanderreiter gibt es hier. Ein kurzes Stück Feldweg führt den E6 weiter nach Klöterhörn und von dort aus über einen Golfplatz nach Braasche. Weiter geht es auf Feldwegen über eine alte Bahnbrücke. Das letzte Stück bis zur B 191 ist dann dank einer Biogas-Anlage asphaltiert. Am Ortsrand von Zernien wird die Bundesstraße überquert und es geht auf einer abwechslungsreichen Strecke, überwiegend an Waldrändern entlang, nach Keddien. Zwischen Keddien und Spranz gibt es dann auf ca. 1 km einen asphaltierten Straßenabschnitt. Direkt in Spranz beginnt dann der Aufsteig zum Hohen Mechtin auf sich windenden Waldwegen. Auf dem höchsten Berg des Drawehn stand einst ein Aussichtsturm. Demnächst soll hier wohl wieder einer stehen, bislang ist aber nur das Betonfundament gegossen worden. Ein etwas trister Anblick angesichts der Strapazen. Immerhin gibt es hier eine Schutzhütte.
Ein steiler kurzer Abstieg und es geht auf Waldwegen durch mal lichteren, mal dichteren Wald in stetigem Auf und Ab nach Gohlau. Das Dörfchen ist schnell durchquert und über Feld- und Waldrandwege erreicht man - oder besser streift man - Hohenvolkfien. Hier gibt es einen Reiterhof, der seine spartanisch eingerichtete Hütte an Wanderer und Wanderreiter vermietet.

Etappe 21: Hohenvolkfien - Schnega (18 km)
Hinter Hohenvolkfien wird mal wieder eine Bundesstraße überquert und ab dort geht es auf stellenweise ziemlich matschigen Waldwegen Richtung Reddereitz. Vor allem das letzte Stück vor dem Ort geht es relativ steil bergauf. Im Ort gibt es das einzige Hotel entlang des E6 in dieser Gegend. Durch einen Wald geht es anschließend zum Findlingsgarten, wo Freunde der Geologie Gesteine aus den verschiedensten Erdzeitaltern bewundern können. Außerdem gibt es hier eine Schutzhütte. Es folgt wieder ein Feldweg-Abschnitt mit kleinem Asphaltanteil ehe es wieder in den Wald und auf den letzten Berg dieser Etappe hinauf geht. An der Spitze des Günneitbergs befindet sich eine Schutzhütte mit großartigem Ausblick. Man muss hierfür einen kleinen Abstecher machen, aber das lohnt sich.
Zwischen Quartzau, das man rechts liegen lässt, und der Kreisstraße nach Clenze (hier wieder Rastplatz mit Schutzhütte) hat man wieder ein Stück Asphalt. Etwas hinter der Kreisstraße hat man dann wieder eine spektakuläre Aussicht auf die vor einem liegende Ebene der Altmark. Auf geradem Wege zwischen Feldern geht es nun stetig hinab, man lässt den Höhenzug des Drawehn hinter sich. An der Oldendorfer Mühle hat man schließlich den tiefsten Punkt erreicht. Von dort aus geht es hinauf nach Oldendorf und entlang eines Bachlaufs nach Schnega. Von Schnega aus gibt es einen markierten, 3 km langen Wanderweg zum etwas außerhalb liegenden Bahnhof.

Etappe 22: Schnega – Bad Bodenteich (18 km)
Am Rastplatz am Dorfteich von Schnega beginnt diese wieder einmal sehr reizvolle Etappe. Das Startdorf ist schnell durchquert und es geht über einen Grasweg an einer Feuchtwiese entlang Richtung Gledeberg. Hinter dem Feuchtgebiet passiert man noch einen kleinen Sandberg mit Heidefläche. Hinter Gledeberg folgt ein kleines Stück auf einer wenig befahrenen Kreisstraße ehe man über unbefestigte Feldwege das erste Waldstück dieser Etappe erreicht. Neben einem Warnschild vor Wölfen findet man hier auch eine E6-Schutzhütte mit Infobroschüren, Gästebuch und einer Liste von Übernachtungsmöglichkeiten an der Strecke.
Der Wald- und Feldweg endet an einer mit Asphaltplatten gebauten Allee, die nach Varbitz führt – man fühlt sich wie in Mecklenburg. Hinter Varbitz folgt dann ein längeres Stück an einer etwas mehr befahrenen Straße. An der Kreisstraße zwischen Kakau und Müssingen geht der E6 dann aber geradeaus in einem unbefestigten Feldweg weiter. Es folgt ein weiterer Waldabschnitt bis man mit Thielitz den nächsten Ort erreicht. Hier werden die befestigten Wege schnell wieder verlassen und es geht auf direktem Wege auf angenehmen Feld- und Waldwegen nach Schostorf.
In Schostorf biegt der Weg dann auf neuer Wegführung in die Seewiesen (ein ehemaliger, jetzt trockengelegter See) ab, wo man auf Dammwegen die feuchte Fläche durchquert bis man am Schöpfwerkskanal den Zielort Bad Bodenteich erreicht. Durch den dicht bewaldeten Park an der Burg Bodenteich erreicht man den Kurpark, der hier Seepark heißt. Der E6 führt weiter am Parksee entlang Richtung Süden. Zum 400 Meter entfernten Bahnhof verlässt man den Weg an dieser Stelle.
Diese Etappe ist landschaftlich nicht sonderlich spektakulär, besticht aber durch einen sehr niedrigen Asphaltanteil und eine unglaubliche Ruhe.

Etappe 23: Bad Bodenteich – Hankensbüttel (18 km)
Ab Bad Bodenteich wird der Weg nicht mehr vom Wanderverband Norddeutschland markiert, sondern vom Harzklub. Die Qualität und Häufigkeit der Markierungen nehmen deutlich ab, auch wenn an den wichtigsten Stellen in der Regel noch die Kreuze zu erkennen sind. Umgewöhnen muss man sich bei den Richtungspfeilen. Bei den Richtungsangaben werden alle Wege der Kreuzung angezeigt und man muss darauf achten, an welchen Strichen die Pfeilspitzen sitzen.
Beginn der Etappe ist das nördliche Ende des Kurparks in Bad Bodenteich an der Auebrücke. Von hier aus führt der Weg in den Kurpark. Am Café Seeparkterrasse biegt der E6 nach rechts ab, vorbei an einem Toilettenhäuschen, und führt über die Bahngleise. Wenig später gabelt sich der Weg und man muss sich rechts halten (wer gute Augen hat, erkennt die Markierung am übernächsten Baum). Der unbefestigte Weg führt nun lange Zeit Richtung Elbe-Seitenkanal und weiter parallel hierzu, bis man bei Lüder die Kanalbrücke erreicht und diese überquert. Am anderen Ufer steigt man die Treppe hinab und folgt der Schotterpiste am Kanalufer für 7 km in südlicher Richtung.
Auf Höhe Wentorf verlässt man den Kanalweg und es geht über eine asphaltierte Nebenstraße (kein Fußweg, aber auch wenig Verkehr) in den Ort, wo ein gepflegter und angenehm breiter Ackerrandstreifen den Fußweg ersetzt. Am Ende des Weges geht es links ab auf der Nebenstrecke nach Hankensbüttel, zunächst über freie Ebene auf den Rikofsberg und später als Allee wieder hinab.
Die Straße endet an der B 244 direkt am Otter-Zentrum Hankensbüttel. Man folgt dem Zaun des Tierparks in östlicher Richtung, über den Parkplatz und schließlich weiter am Ufer des Isenhagener Sees, an Freibad links ab und schließlich zweimal rechts am Kloster Isenhagen vorbei in den ehemaligen Klosterforst. An dessen Ende erreicht man den Kernort von Hankensbüttel, geht über die Bahnlinie und dann vorbei an der Jugendherberge. Etwas hinter einem zugewachsenen Bolzplatz weist die E6-Markierung dann im 45°-Winkel in das linksgelegene Waldstück. Der Weg teilt sich mehrmals im Wald; wenn man den Winkel zur Straße grob beibehält, bleibt man auf dem markierten Weg, der steil bergan führt und am Wendekreis der Straße Am Walde endet. Über einen Fußweg geht es weiter in den Lerchenweg und dann rechts auf der Straße Am Mariental bis zur Oerreler Straße.
Hier endet die Etappe. Der E6 führt weiter nach links, die Bushaltestelle „Einkaufszentrum“ befindet sich wenige Meter rechts an der Oerreler Straße. Hier fahren auch sonntags Busse bis zum Bahnhof in Wittingen, allerdings wird die Linie dann nur von einem Großraumtaxi bedient. Wer mit einer größeren Gruppe unterwegs ist, muss sich vorher anmelden, damit ein größerer Bus eingesetzt wird.

Etappe 24: Hankensbüttel – Westerholz (21 km)
Die Etappe startet in Hankensbüttel an der Kreisstraße nach Oerrel - hier befindet sich auch die Bushaltestelle "Einkaufszentrum". Der erste Abschnitt ist auch als Wanderweg nach Oerrel gekennzeichnet. Da dieser Weg und der E6 exakt den gleichen Verlauf haben, kann man sich auf an diesen Schildern orientieren. Entlang von Kreisstraßen geht es auf Radwegen erst einmal raus aus dem Ort und auf einen Feldweg Richtung Süden. Dieser führt in einen Wald mit typischem, sandigen Heideboden. Ein sehr schöner Abschnitt, der einen an den Ortsrand von Oerrel führt.
In Oerrel geht es auf einer langen Ortsstraße vorbei am Jagdmuseum (man kann auch einen Abstecher zum zugehörigen Wildgehege machen) zur Kreisstraße, die wir schon aus Hankensbüttel kennen und vorbei an einer kleinen Klinik (Haus Niedersachsen) wieder auf einen zunächst befestigten Feldweg Richtung Langwedel. Kurz vor Langwedel biegt der E6 Richtung Süden ab und führt auf eine Anhöhe, die von zahlreichen Windturbinen besiedelt ist. Leider wurden dafür weite Teile des Wanderwegs asphaltiert, so dass man erst hinter dem letzten Windrad wieder weichen Boden unter den Füßen hat. Belohnt wird man mit einer spektakulären Landschaft, der Rössenbergheide, durch die der Weg nun führt. Dies ist das erste von drei direkt aneinander grenzenden Naturschutzgebieten, die der E6 hier durchquert. Als nächstes kommt der Niederungsbereich Oerrelbach, der durch Feuchtwiesen gekennzeichnet ist. Die Wege sind hier wieder asphaltiert, aber die Landschaft wirklich sehr schön. Zuletzt kommt mit dem Heiligen Hain wieder eine Heidefläche und die wohl beeindruckendste Gegend dieser Etappe. Es wirkt schon fast zu künstlich wie sich das Heidegelände von der umgebenden Landschaft unterscheidet.
Nach diesem wieder sehr schönen Abschnitt durch die drei Naturschutzgebiete wirkt der restliche Weg über gerade Feldwege und Nebenstraßen über Weißenberge nach Westerholz eher unattraktiv. In Westerholz hat man die Wahl zum Übernachten nach Wesendorf oder Wahrenholz (oder zum dortigen Bahnhof) abzubiegen oder weiter auf der nächste Etappe Richtung Gifhorn zu wandern.

Etappe 25: Westerholz – Gifhorn (18 km)
Von Wahrenholz führt die Etappe weiter Richtung Süden, zunächst durch ein ausgedehntes Waldgebiet, das mehr und mehr Platz macht für die Feuchtwiesen der Iseniederung. Sehr hübsche, ruhige Wege, die man aber auch wunderbar per Fahrrad erkunden könnte.
Nachdem man die Ise überquert hat, geht es auf einem Moordamm auf den Dragen zu. Hier handelt es sich um ein großes, mit Gräben durchzogenes Waldgebiet nördlich von Gifhorn. Besonders der südliche Abschnitt, der am Waldrand entlangführt und Ausblicke auf die Wiesen an der Ise freigibt, ist wunderschön. Gemächlich geht es so auf das Hotel Isetal zu, dessen Gelände über den Biergarten durchquert wird - wenn er denn geöffnet ist, ansonsten versperrt ein Tor den Weg und man muss die Hotelanlage einmal umrunden.
Von hier aus sieht man dann auch schon den Glockenpalast, ein ungewöhnliches Gebäude, das ein Institut für russisches Kunsthandwerk beherbergt. Der E6 führt durch die beliebten Erholungsflächen Gifhorns zwischen Mühlenmuseum und Schlosssee entlang, vorbei am Schloss und weiter zum Schwimmbad Allerwelle. Hier endet die Etappe etwa 500 Meter vom Bahnhof Gifhorn Stadt entfernt.

lina
26.03.2015, 13:03
Hier ist noch ein Foto von der Kreuzung E1/E6

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/E1_SH_Moelln_Guester_12.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=79385&title=e1-sh-moelln-guester-12&cat=500)
Auf dem Fernwanderweg E6

Ich fand – bzgl. E1 (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/31815-DE-Unterwegs-auf-dem-E1?p=669765&viewfull=1#post669765) – die Gegend ebenfalls sehr schön dort (sogar außerordentlich idyllisch) :-)

Profugus
26.03.2015, 13:39
Auf der dänischen Seite gibt es die Naturlagerplätze (http://www.friluftsraadet.dk/indhold/english.aspx), gibt es auf deutscher Seite auch Ideen zur naturnahen Übernachtung? Wie sieht es mit Regeln zum Übernachten in Wald, Feld und Flur aus?

In S-H gibt es seit kurzem auch einige (wenige) Naturlagerplätze. Die genaue Lage der Plätze lässt sich unter www.wildes-sh.de einsehen. In Ostseeküstennähe ist da leider noch nichts. Es könnte sich aber lohnen die Seite immer mal wieder zu besuchen, da gelegentlich neue Plätze dazu kommen.

Ansonsten darf man als unmotorisierter Wanderer in der freien Natur eine Nacht zelten, wenn keine anderen Interessen dem entgegenstehen. Naturschutzgebiete, Strände, Privatgelände, bei denen der Eigentümer was dagegen hat sind tabu.

Prachttaucher
26.03.2015, 14:56
...Dem Gendarmstien, den ich ebenfalls gut kenne, kann der Fördeweg allerdings nicht ganz das Wasser reichen.....

Hatte damit etwas geliebäugelt und mir mal die Karte besorgt...

Prachttaucher
30.03.2015, 18:44
Roswithaweg von Nienburg nach Rehburg (1-3) 43 km (45 km)

Die Anregung stammt von lina (#16) -danke dafür ! Der Weg entstand 1973, dem 1000.ten Todesjahr von Roswitha von Gandersheim.

Wegeverlauf der ersten Etappe (bis Linsburg) : Hier gibt es zwei Varianten. Die erste startet direkt in Nienburg und ist auch auf der LGN-Karte vom Steinhuder Meer eingezeichnet. Die (mir angenehmer erscheinende) Fassung von „geolife.de“ startet außerhalb der Stadt in Erichshagen und ist etwas kürzer. Nach ca. 7 km treffen beide Varianten beim Giebichenstein zusammen.

Von Bahnhof Nienburg aus bringt mich der Bus Linie 3 zum Weg (Haltestelle : Erichshagen Kirche). Auf den ersten Kilometern müßte man neben der B214 auf dem Radweg laufen. Mir gefällt es deutlich besser, gleich im Waldgebiet der Krähe auf kleinen Wegen unterwegs zu sein. Nach Verlassen des Waldes bewegt man sich bis Linsburg häufig auf kleineren Straßen durch schöne, offene Kulturlandschaft. Da man i.d.R. auf dem Grünstreifen gehen kann und keine Autos fahren, stört mich der Belag nicht.

Hinter Linsburg durchquert der Weg den großen Grinderwald. Offensichtlich galt 1973 als Motto für Wanderwege : Breit, befestigt und gerade. Dies allerdings hier ohne Not, da meistens kleinere, schönere Wege zur Verfügung stehen. Daß sich die Tour deshalb etwas verlängert, nehme ich gerne in Kauf.

In dem Reiterort Schneeren zieht sich die Durchquerung etwas hin, v.a. weil kaffedurstige Wanderer nicht fündig werden. Danach durchquert man bis kurz vor Rehburg wieder große Waldgebiete. Auch hier wieder : Es gibt sehr schöne Pfade, auf denen man wesentlich angenehmer unterwegs sein kann.

In Rehburg fährt der Bus 835 zum Bahnhof Neustadt am Rübenberge. Wer die Wanderung etwas abkürzen möchte, kann auch in Mardorf zusteigen.

Eindruck : Eine schöne Flachlandwanderung durch große Waldgebiete und liebliche Kulturlandschaft. Meistens ist es abgesehen von Naturgeräuschen sehr ruhig ! Mit einer etwas optimierten Wegeführung (s.o.) eine klare Empfehlung von mir.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Roswitha.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=125691&title=roswitha&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Roswitha-2.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=125688&title=roswitha-2&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Roswitha-3.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=125689&title=roswitha-3&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Roswitha-4.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=125690&title=roswitha-4&cat=500)

E1HikingTours
02.04.2015, 21:44
Ich habe in Post #124 zwei neue E6-Etappen eingefügt (Lauenburg bis Leitstade). Die nächsten beiden Etappen (bis Schnega) folgen dann (hoffentlich) in Kürze.

Nachtrag: die Etappen bis Schnega stehen nun auch in Post #124.

Prachttaucher
10.04.2015, 19:33
Als GPS-Anwender tue ich mich bei den E-Wegen etwas schwer, weil es hier schwieriger ist, Tracks zu finden. Zwar noch kein Track, aber für mich auch nicht uninteressant : Die Garmin-Topo hat in den neueren Versionen rot markierte Wege dafür. Allerdings muß dafür Basecamp benutzt werden, in Mapsource (immer noch mein Favorit) fehlt die Markierung - deshalb bin ich auch erst jetzt darauf gestoßen.

Nett ist auch die Suchoption "Markierte Wege", neben Radwegen sind auch ein paar Wanderwege dabei. Im Prinzip läßt sich daraus auch eine Route erstellen, aber (garmintypisch) führt das eher zu Merkwürdigkeiten.

:-? Langfristig führt wohl kein Weg an der Beschäftigung mit BC vorbei...

E1HikingTours
13.04.2015, 12:29
Ich habe die E1-Etappen Neustadt-Pansdorf und Pansdorf-Lübeck in Post #6 eingefügt.

Zum Thema GPX-Tracks für die E-Wege: Auf OpenStreetMap sind die Europäischen Fernwanderwege (zumindest für Deutschland) ziemlich vollständig vorhanden. Die Relationen sind bis auf Bundesländerebene heruntergebrochen, man kann sich also einen GPX-Track z.B. nur für Schleswig-Holstein herunterladen. Ich nutze dafür gerne hiking.waymarkedtrails.org. Wenn man dort auf "Routen" klickt und sich den gewünschten Abschnitt herausgesucht hat, kann man einem einfachen Klick auf "GPX" sich den Track herunterladen. Der Wegeverlauf ist nicht immer zu 100% richtig, aber gerade das finde ich spannend, die Abweichungen rauszufinden und anschließend selbst in OSM zu korrigieren.

lina
13.04.2015, 12:41
Wobei die tracks bei outdooractive streckenweise erfahrungsgemäß noch mehr von der tatsächlichen Beschilderung abweichen. Waymarkedtrails finde ich eine schon ziemlich gute Anlaufstelle.

Prachttaucher
13.04.2015, 15:28
Danke Euch beiden. Ist mittlerweilen ja wirklich übersichtlicher geworden bei "waymarked trails" (oder die Beschreibung war hilfreich) - ein Track pro Bundesland ist völlig o.K.

Bei der Nutzung von Tracks bin ich eh immer vorsichtig - oft gibt es vor Ort schönere Wege bzw. eine abweichende Beschilderung, die ich meist dann bevorzuge.

Nachtrag : Es geht jetzt wirklich deutlich besser. Man muß zwar weiterhin die einzelnen Tracks der Datei noch verbinden und ggf. die Richtung ändern, aber es ist nun alles notwendige enthalten. Sehr schön finde ich auch die Übersicht - es gibt da ja auch noch einige andere interessante E-Wege....:cool: Der E9 geht ganz schön dicht bei mir vorbei.

E1HikingTours
14.04.2015, 13:07
Europäischer Fernwanderweg E9
Anders als E1 und E6 ist der E9 in Nordwestdeutschland kein eigener Wanderweg, sondern folgt regionalen, verschieden markierten Wanderwegen. Erst ab Lübeck-Travemünde wird er zum eigenständigen Wanderweg mit einheitlicher (aber leider sehr unvollständiger) weiß-blau-weißer Markierung.

Etappe 1: Nieuweschans - Weener - Leer

Etappe 2: Leer - Hesel (14 km)

Etappe 3: Hesel - Aurich (27 km)

Etappe 4: Aurich - Reepsholt (28 km)

Etappe 5: Reepsholt - Wilhelmshaven (22 km)

Etappe 6: Wilhelmshaven - Dangast

Etappe 7: Dangast - Sehestedt (19 km)
Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist in dieser Region sehr schlecht. Ab samstags Nachmittag fahren in der Region nur noch die Züge, so dass der einzige Einstieg für eine Tages- (oder auch Zwei-Tages-)Tour der Bahnhof in Varel (ca. 3,5 km vom E9 entfernt) wäre. Den E9 erreicht man dann am Vareler Siel, eine gut besuchte Ecke mit viel Gastronomie. Sehr touristisch, aber auch sehr liebevoll aufgemacht.
Wer in Dangast startet, den erwartet dort der einzige Sandstrand im Jadebusen. Ich war dort noch nicht baden, aber ich vermute mal, dass der Meeresboden dort ähnlich schlickig sein wird wie im restlichen Teil der Bucht. Der Weg führt etwas abseits vom Strand zum (im Winter verlassenen) Strandcampingplatz und von dort auf den Deich. Mit ständigem Blick auf den Leuchtturm Arngast wandert man auf diesem einsamen Abschnitt auf dem Deich bis man nach 7 km das Vareler Siel erreicht hat.
Während am Vareler Hafen noch jede Menge los ist, wird es sofort danach schon deutlich ruhiger. Der Weg ist grundsätzlich über die Wege am Fuße des Deichs markiert. Das Wandern auf dem Deich ist erlaubt, allerdings sollte man gerade bei großer Hitze Rücksicht auf die Schafe nehmen und sie nicht unnötigem Stress aussetzen (den haben sie bei Hitze auf ihren schattenlosen Deichen schon genug). Im Zweifel also lieber unten wandern, wenn Schafe auf dem Deich sind (was bei 80% der Deichabschnitte der Fall ist).
Auf asphaltierten, aber ruhigen Wegen führt die B-Markierung des Butjadinger Wegs am Deich entlang zum Jade-Wapeler-Siel, der Mündung der Jade in den Jadebusen. Da das Siel gerade neu gebaut wird, muss hier noch bis 2020 ein kleiner Umweg über die 500 Meter südlich gelegene Bundesstraße gemacht werden.
Hinter dem Siel überquert der E9 den Deich und führt auf einem alten Wirtschaftsweg auf der Seeseite des Deiches weiter. Hier werden Grasflächen extensiv bewirtschaftet. Der Zuweg zu den Wiesen ist zwar asphaltiert, wird aber so wenig genutzt, dass die Natur ihn sich gerade zurückerobert. Dieser sehr schöne Abschnitt endet auf Höhe Schweiburg, wo es wieder auf die andere Deichseite geht. Hier befindet sich ein Rastplatz.
Nun wird der Weg über 5 km auf dem Radweg der Bäderstraße entlang geführt. Die Seeseite des Deichs (aufgrund von Deichbauarbeiten aktuell für Radfahrer und Fußgänger gesperrt) sowie die Deichkrone sind jedoch begehbar. Bei der Auffahrt zum Campingplatz Sehestedt wird der Weg dann wieder über den Deich zum Schwimmenden Moor geführt.

Etappe 8: Sehestedt - Nordenham (23 km)
Der Weg führt zusammen mit dem "Salzwiesenpfad" auf der Seeseite des Deichs entlang, wobei im Bereich der Spundwand ein Stück auf den Deich oberhalb der Straße entlang geführt wird. Nach 2 km verlässt der Salzwiesenpfad den E9 in Richtung Salzwiesen, während die B-Markierung des Fernwanderwegs kurz darauf über den Deich auf die Landseite führt. Nun geht es 5 km am Deich entlang (wobei die Wanderung auf dem Deich naturgemäß die schöneren Aussichten bietet), ehe man den Jadebusen endgültig Richtung Osten verlässt. Die Kreisstraße wird wieder erreicht, man folgt ihr ein paar Meter nach Süden ehe man bei einer kleinen Ansiedlung in die Ahndeicher Straße einbiegt. Nach einem Kilometer auf der Straße geht es Richtung Norden auf einen wunderschönen Grasweg, der bei einem Hof später zur Asphaltstraße wird und zum Ortsrand von Stollhamm führt.
Der kleine Ort Stollhamm wird auf der vielbefahrenen Landstraße Richtung Nordenham durchquert. Am Ortsende geht es links ab zu einer ehemaligen Bahntrasse, die nördlich versetzt zur Landstraße auf geradem Wege nach Nordenham führt. Dieser 8,5 km lange Abschnitt lässt sich wunderbar wandern: Bäume entlang des Weges spenden Schatten, der Weg ist nur selten asphaltiert (meist fein geschottert) und der Straßenlärm dringt nur selten bis hierhin vor. In Nordenham selbst geht es dann noch einige Meter an der Weser entlang, bis man den Bahnhof erreicht.

Etappe 9: Nordenham - Bremerhaven-Lehe (13 km)
Am Bahnhof Nordenham führt die B-Markierung des Butjadinger Wegs auf dem Deich entlang nach Norden in Richtung des imposanten Wasserturms. Über die Viktoriastraße kommt man schließlich zur Hauptverkehrsstraße, der man fast 3 km Richtung Norden folgt – ein eher unschöner Wegabschnitt. An der Werftstraße (heute wird das Werftgelände von einem Airbus-Zulieferer genutzt) verlässt man die Straße und geht im Stadtteil Einswarden zwischen Gewerbegebiet und Wohngebiet größtenteils auf dem Deich entlang. Zumindest am Wochenende ist dies ein hübscher und vor allem sehr ruhiger Abschnitt. Kurz vor der Weserfähre in Blexen erreicht man die Bundesstraße, der man bis zur Fähre folgt. Der Wegabschnitt vom Bahnhof Nordenham bis zur Weserfähre in Blexen ist etwas über 7 km lang.
In Bremerhaven angekommen führt der Weg (ab hier mit gelbem Pfeil markiert) von der Weserfähre am Geesteufer entlang zur Kenndybrücke, auf die man über eine provisorische Treppe hinauf kommt, und dann die Geeste überquert. Vorbei an der Hochschule erreicht man über die Van-Ronzelen-Straße den Alten Hafen und damit den touristischen Hotspot Bremerhavens.
Ich habe nun nicht genau darauf geachtet, ob der Weg weiter am Weser-Strandbad vorbei auf dem Deich westlich am Schiffahrtsmuseum entlangführt oder auf der östlichen Seite am Hafenbecken mit den Museumsschiffen. Da die Markierung den Wanderer aber eindeutig auf die nordwestliche Seite der Van-Ronzelen-Straße schickt, vermute ich, dass der Weg am Hafenbecken der richtige ist. Vielleicht kann ein Einheimischer das hier ja bestätigen. Hinter dem Schiffahrtsmuseum geht es dann aber spätestens auf den Deich.
Der Weg führt weiter vorbei am Shoppingcenter Mediterraneo, dem Atlantic Hotel und dem Klimahaus auf einen Seite und der Weser und dem schmalen Wattstreifen auf der anderen Seite zum Zoo am Meer und dem Neuen Hafen, dessen Zufahrt über die Schleusenbrücke überquert wird. Bis zur Höhe Schleusenstraße bleibt man auf dem Deich, verlässt dann aber endgültig die Weser und geht auf der Schleusenstraße bis man links zur Bürgermeister-Smidt-Straße mit seinen zahlreichen Imbissbuden und Geschäften abbiegt. Am Waldemar-Becké-Platz verläuft der E9 durch den Park und über einen Fußweg, der in den Justus-Lion-Weg mündet. Mit der Pestalozzistraße und der Rickmersstraße führt uns der Weg nochmals durch zwei stärker befahrene Straßen, ehe man über Rainer-Maria-Rilke-Weg, Batteriestraße und Weg 29 zum Twischkamp kommt, dem Ende dieser Etappe, etwa auf Höhe des Bahnhofs Bremerhaven-Lehe.
Die Markierungen in Bremerhaven sind überwiegend dürftig. Vor allem an den Stellen, an denen vor nicht allzu langer Zeit die Straßen saniert wurden (vor allen dort wo neue Straßenlaternen stehen), fehlen die Markierungen. Das betrifft insbesondere die Rickmersstraße und der Bereich Neuer und Alter Hafen. Auch auf der Bürgermeister-Smidt-Straße findet man keine Markierungen (vermutlich alles überklebt), so dass man hier ohne Wegbeschreibung aufgeschmissen ist.
Die Strecke von der Weserfähre bis zum Etappenende ist etwas über 5 km lang.

Etappe 10: Bremerhaven-Lehe - Bad Bederkesa (29 km)
Den Start der Etappe habe ich auf die Straßenecke Am Twischkamp/Jahnstraße nicht weit weg vom Bahnhof Bremerhaven-Lehe gelegt. Die Hinweistafeln, die man gelegentlich findet (aber nicht auf dieser Etappe), setzen die Stadtgrenze Langen/Bremerhaven als einen Etappenendpunkt fest. Damit würde man die Strecke Bad Bederkesa – Stadtgrenze Langen/Bremerhaven – Nordenham – Diekmannshausen in drei einigermaßen gleich lange Etappen unterteilen.
Der Elbe-Weser-Weg führt entlang der Jahnstraße nach Norden durch ein Kleingartengebiet, im Hintergrund die Hafenkräne. Anschließend geht der Weg auf unnötigerweise asphaltierten Untergrund (die asphaltierte Straße verläuft nur wenige Meter parallel davon) durch ein kleines Waldgebiet, vorbei am Nordsee-Stadion und über die Schnellstraße. Hinter der Überführung biegt der E9 nach links ab und folgt der Neuen Aue zum Auesee bis man am Ende des Weges auf die Wurster Straße trifft, die der Breite nach zu urteilen früher mal eine größere Bedeutung gehabt haben muss.
An dieser Stelle fehlt leider die Markierung. Man kann weiter am Flüsschen Richtung Norden gehen und den Speckenbütteler Park vom Nordwesten erreichen, der richtige Weg scheint aber ein Stückchen auf der Straße nachts rechts und dann von Süden kommend an der Bockwindmühle vorbei in den Park zu führen. Nachdem ich nun zwei übereinstimmende Wegbeschreibungen durch den Speckenbütteler Park gefunden habe (eine von 1989 und eine von 2016), bin ich mir ziemlich sicher, dass dies der korrekte Wegverlauf durch den Park ist: Am Anfang des Parks noch vor der Windmühle nach rechts, dann links ab in den Rosengarten, wieder links um das Marschenhaus herum auf den Hauptweg, dann rechts in die Allee zum Bootsteich und diesen dann nach links zu 3/4 umrunden bis man am Bootshaus angekommen ist. Am Bootshaus im Park gibt es dann wieder eindeutige Markierungen neueren Datums, die in Richtung Gedenkstein, Biergarten und Bahnlinie führen. Nachdem man den Park verlassen hat, unterquert man die Bahngleise und erreicht kurz darauf die ehemalige Stadt Langen (heute ein Stadtteil von Geestland). Dort biegt man rechts auf den Südstellenweg ab, überquert die Bahnlinie nach Baderkesa und erreicht nach 400 Metern die ehemalige B6. Die dort gelegene Bushaltestelle „Südstellenweg“ würde sich beispielsweise als Einstiegsort für eine kürzere Etappe anbieten.
Da die mir vorliegenden GPX-Daten verkehrt waren und die Markierungen an der Straße auch nicht sonderlich gut sind, kann ich nur vermuten, dass der Wegverlauf 500 Meter Richtung Süden (das heißt zurück nach Bremerhaven) und dann über die Straße An der Königsheide, weiter über den Blumenauer Weg und schließlich links auf die Brunnenstraße entlangführt. Auf den von mir begangenen Kohlhofsweg und Bederkesaer Weg gab es auf jeden Fall keine Markierungen. An der Kreuzung Brunnenstraße/Bederkesaer Weg/Am Ostermoor/Drangstedter Weg stieß ich wieder auf die gelben Pfeile und folgte diesen in den Drangstedter Weg und kurz darauf nach rechts in den Wald hinein.
Im Wald geht es an der ersten Kreuzung nach links ab auf einen sehr matschigen Pfad, dem man gute 500 Meter folgt. Schließlich wird man von den Pfeilen nach links gelenkt und erreicht wieder den Waldrand, dem man bis zum Pappelweg folgt, die letzte Straße bevor man das geschlossene Stadtgebiet von Bremerhaven verlässt. Am Siedlungsrand rechts entlang und dann links in die freie Feldmarsch führt der weitere Weg.
Nach einem Kilometer erreicht man wieder die Bahnlinie und biegt nach der Überquerung auf den Sandweg nach rechts Richtung Debstedterbüttel ein. Dort erreicht man die Kreisstraße nach Wehden, der man für 1,5 Kilometer folgen muss, da es keine andere Möglichkeit gibt, die A 27 zu überqueren. Direkt am Ortseingang von Wehden (mit Gaststätte) wird man wieder über Feldwege um den Ort herum geleitet. Teilweise man hat hierbei weite Ausblicke ins Umland, insbesondere auf einem zwei Kilometer langen, geraden, gepflasterten Feldweg, der gelegentlich von Restmooren gesäumt wird. Dieser Wegabschnitt endet am Ausgang einer ehemaligen Sandgrube (oder sowas in der Art), wo der Ort Elmlohe Sitzbänke und Tische für die Wanderer aufgestellt hat. Die Grube wird auf schmalem Waldpfad auf der linken Seite umgangen. Hinter der Grube führt die Markierung auf dem linken, unscheinbareren der zwei Pfade Richtung Unterweser-Weg, auf den wir an einem breiten Waldweg treffen.
Gemeinsam mit dem Unterweser-Weg geht es nach links und kurz darauf nach rechts über breite Waldwege, ehe man von der Markierung über einen anfangs leicht sumpfigen Pfad nach links geführt wird. Am Ende dieses kurzen Abschnitts trifft man wieder auf einen breiten Forstweg, dem man rechts folgt, um sofort danach nach links abzubiegen. An der nächsten Kreuzung (mit Bank) verlässt der E9/Elbe-Weser-Weg den Unterweser-Weg schon wieder. Leider ist an dieser Stelle nur die Markierung für den Unterweser-Weg (auch ein gelber Pfeil) vorhanden, der weiter Richtung Cuxhaven weist. Wer dem E9 nach Bederkesa folgen will, muss hier rechts abbiegen.
Weiter durch den Wald, an einer kleinen Tannenbaumplantage am Ortsrand von Drangstedt vorbei und über eine Kreisstraße hinweg, muss man an der ersten Waldwegekreuzung hinter dem Schlagbaum links abbiegen. Achtung: Die Markierung ist stark verwittert und mit Efeu überwachsen. Hier führt der Weg auch an einem der zahlreichen Hügelgräber (das als solcher auch noch erkennbar ist) in dieser Gegend vorbei. Schließlich erreicht man über einen Grasweg zwischen den Feldern noch einen Ausläufer von Drangstedt, wo eine Bank unter einem großen, freistehenden Baum zur Rast einlädt.
Sofort geht es in das nächste Waldstück, wo der E9 kurz über schmale Pfade führt (wo ich auch prompt den Weg verloren habe). Schließlich auf breiteren Wegen am Waldrand entlang geht es wieder raus in die offene Feld- und Wiesenlandschaft auf größtenteils unbefestigten Wegen. Damit es mit den langen Geradeaus-Strecken nicht zu langweilig wird, biegt der Elbe-Weser-Weg auf diesem Abschnitt insgesamt dreimal ab (wobei bei der zweiten Gelegenheit wegen Baumfällung die Markierung in diese Richtung verschwunden oder verdeckt ist; die Markierung in die Gegenrichtung ist jedoch noch vorhanden).
Nach Überquerung einer Landstraße geht es auf einem Grasweg merklich bergauf Richtung Bad Bederkesa. Einmal nach rechts und dann nach links (hier fehlt wieder die Markierung), geht es direkt am Ortseingang nach links in den Wald und etwas später rechts auf einem Trampelpfad Richtung Waldrand mit tollen Ausblicken. Weg von den Ausblicken geht es über den Rübezahlweg zu einem Park (wo wieder die gelben Pfeile als Markierung fehlen, man kann sich jedoch an der Wanderwegsmarkierung „Schmetterling“ orientieren).Nun wieder bergab muss man an der einzigen Wegkreuzung im Park links abbiegen (keine Markierung) und erreicht schließlich über schmale Fußwege das Zentrum von Bad Bederkesa. Links über die Straße Zum Hasengarten endet die Etappe am Kurpark, wo sich auch die Moor Therme und die Burg Bederkesa befinden. Von hier aus fahren täglich Busse nach Bremerhaven.

Etappe 11: Bad Bederkesa - Wingst (37 km)
Die Etappe beginnt an der Burg in Bad Bederkesa (zu erreichen über die Bushaltestelle Zum Hasengarten), wo ein Museum für Natur- und Kulturgeschichte untergebracht ist. Am kleinen Kurpark entlang zwischen Senioren- und Kinderspielplatz hindurch gelangt man über eine Fußgängerbrücke über den Bederkesa-Geeste-Kanal an den Bederkesaer See. Links am Kanal und danach rechts am See entlang (Markierung fehlt hier) geht es zunächst auf gut ausgebauten Fußwegen am Rande des Waldes Holzurburg entlang. Im weiteren Verlauf entfernt sich der Weg vom See und kommt an den Ankeloher Randkanal, der auf der zweiten Brücke überquert wird. Gleich hinter der Brücke ist vorerst Schluss mit den gut ausgebauten Wegen: es geht über einen sehr feuchten Grasweg direkt am Kanal entlang.
Am Ende des Graswegs geht es auf guten und autofreien Wirtschaftswegen nach Mühedeich, wo der Weg am ersten Haus der Siedlung zur befestigten Straße wird. Hier befindet sich eine Gaststätte, die jedoch ihre Pforten für immer geschlossen hat. Am Ende von Mühedeich wird die Straße wieder zum Feldweg, der im späteren Verlauf jedoch kaum noch genutzt wird. Entsprechend hoch sprießt dort das Gras. Etwas weiter wurde dann sogar Mais mitten über den Weg gepflanzt. Der Mais war im Juni erst knöchelhoch, weswegen der Weg trotzdem gut zu erkennen war. Im Spätsommer dürfte es schwieriger sein, hier den rechten Weg zu finden. Letztendlich mündet dieser Wegabschnitt in die Straße zwischen Neubachenbruch und Ankelohe, der man dann bis Neubachenbruch folgt.
An alten Bauernhöfen und modernen Einfamilienhäusern vorbei führt der Weg durch den Ort und biegt dann in einen Wirtschaftsweg ein, der zum Stinstedter See führt. Dieser ehemalige Polder wird wiedervernässt und bietet einen sehr reizvollen Flickenteppich aus Wasser- und Landflächen. Auf einem Aussichtsturm hat man einen tollen Überblick über das Areal. Auf einem Damm geht es am Rande dieses Gebiets entlang bis man bei Stinstedt wieder auf eine Straße trifft. Nach diesem Asphaltabschnitt zum und durch den Ort, verläuft der Weg weiter über einen Feldweg am Rande des weitgehend kultivierten Wilden Moors.
Beim Örtchen Sankt Joost gibt es einen kurzen Abschnitt an einer Kreisstraße ohne Fußweg, die aber wenig befahren ist. Über Asphalt und Plattenweg geht es dann weiter nach Eichhofsberg. Ein kurzer Abstecher durch ein Waldstück unterbricht diesen etwas ermüdenden langen, geraden Wegabschnitt. Von Eichhofsberg geht es dann über unbefestigte Feldwege durch die schöne Moorlandschaft am Balksee nach Bovenmoor. In diesem Örtchen hat man wieder Asphalt als Untergrund, die Landschaft bleibt jedoch weiterhin schön.
Auf Straßen geht es weiter an den Ortsrand von Oppeln (mit Pension nicht weit vom Weg) und an den Neuhaus-Bülkauer Kanal. Am Kanal entlang geht es auf (teilweise sehr eingewachsenen) Graswegen – oder alternativ auf der Asphaltstraße am anderen Kanalufer – mehrere Kilometer. Schließlich biegt der E9 auf einen Grasweg, der später zur Straße wird nach Westerhamm ab. Von hier aus geht es in die Wingst, eine bewaldete Geestinsel mitten im Flachland, die an ihrer höchsten Stelle, dem Silberberg (wo der E9 natürlich auch entlangführt), erstaunliche 74 Meter erreicht. Über teilweise auch im Sommer sehr matschige Waldwege (mit einem eigenwilligen und nicht sonderlich gut markierten Abstecher zu einem Steingrab) kommt man schließlich zum Deutschen Olymp mit seinem Fernsichtturm. Durch den Kurpark mit seinem hübsch plätschernden Quellental, erreicht man schließlich das Ende dieser langen Etappe.

Etappe 12: Wingst – Osten (19 km)
Ich beginne die Etappe am Eingang des Wingster Kurparks, wo sich ebenfalls der Eingang des Zoos in der Wingst befindet. Der Bahnhof von Wingst ist in ca. 1 km von hier aus zu erreichen.
Zunächst einmal geht es auf Fußwegen entlang von Straßen merklich bergab in den Ortsteil Dobrock. Ein schmaler Feldweg führt dann weiter an die B 73, der man ein kurzes Stück auf dem Radweg folgt, um dann weiter zur Bahnlinie gelenkt zu werden. Ein Stück entlang der Bahn geht es auf einem sehr feuchten Grasweg. Auf dem trockenen Bahngleisen zu gehen ist zwar verführerisch, aber nicht zu empfehlen. Beim nächsten Bahnübergang biegt man auf eine asphaltierte Nebenstraße ab und hat das platte, leere Land vor sich – und gerne auch mal eine steife Brise um die Ohren. An der Straße geht es weiter bis zur Oste, an der man dann in Richtung Norden auf dem Deich wandern kann. Schließlich erreicht man Oberndorf. Es sind kleinere Zäune zu übersteigen, aber der gesamte Weg ist gut zugänglich, auch wenn man manchmal das Gefühl hat, man läuft den Leuten hier durch ihre privaten Gärten. Winterwanderer aufgepasst: Gastronomie gibt es hier nur in der Sommersaison.
Über die Oste gelangt man auf einer einspurigen Zugbrücke in den Ortsteil Bentwisch. Dort wartet dann wieder der Ostedeich, dem man für gut 6 km in südliche Richtung bis zur Schwebefähre in Osten folgt. Auf halber Strecke am Achthöfener Deich hat man hier wieder eine Einkehrmöglichkeit – zumindest im Sommer.

Etappe 13: Osten - Wischhafen (26 km)
Um zum Etappenstart in Osten zu kommen, kann man über den Bahnhof Hemmoor anreisen. Von dort aus sind es 1,5 km gerade Strecke bis zur Schwebefähre, die einen in der Hauptsaison für 2 Euro über die Oste bringt. Ansonsten muss man die nahegelegene Bundesstraßenbrücke nehmen.
An der Schwebefähre, aufgrund ihrer von Gustave Eiffel entworfenen Stahlkonstruktion auch "Eiffelturm des Nordens" genannt, geht der Weg an den direkt am Fluss gelegenen Häusern vorbei Richtung Süden aus Osten hinaus bis man am Ortsausgang auf den freien, beweideten Ostedeich trifft. Hier wandert man 4 km immer auf dem Deich mit schönen Blick zurück auf Osten mit seiner Kirche und der Schwebefähre. Auch den Aussichtsturm auf dem Deutschen Olymp in der Wingst kann man hier schon erblicken. Erfreulich wenige Zäune müssen auf diesem Abschnitt überstiegen werden.
Auf Höhe der Straße Im Strich steigt man vom Ostedeich hinab und folgt einer asphaltierten Nebenstraße 3 km lang vorbei an vielen einsam liegenden Höfen nach Großenwörden. An der Kirche des Ortes biegt man von der Straße ab und kommt auf den schönsten Abschnitt der Etappe. Knapp 8 Kilometer lang führt der folgende, unbefestigte Weg zunächst häufig zickzack-verlaufend, später schnurgerade durch Moorwiesen, vorbei am Torfabbaugebiet Königsmoor mit eigener Torfbahn. Beim Örtchen Hüll trifft man wieder auf eine Straße, der man 500 Meter nach rechts folgen muss, ehe man wieder auf einen unbefestigten Weg trifft, der einen weiter nach Dornbusch führt.
In Dornbusch geht es wieder auf den Deich hinauf und man folgt auf diesem für 5 km der Wischhafener Süderelbe, die die Insel Krautsand vom Festland trennt. Am Ende der Etappe geht es noch einen Kilometer auf dem Radweg entlang der Straße zur Wischhafener Elbfähre.

Etappe 14: Glückstadt - Elmshorn (28 km)
Diese Etappe lässt sich kurz und knapp mit dem Begriff "Deichwanderung" zusammenfassen. Mit der Fähre geht es über die Elbe nach Glückstadt. In Glückstadt geht es von der Straße zum Fähranleger zunächst in eine Parkanlage und anschließend auf Fußwegen durch eine malerische, von Fleeten durchzogene Reihenhaussiedlung und schließlich Richtung Innenstadt und Binnenhafen. Nachdem das Sperrwerk und die Rhin überquert sind, hat man die Stadt verlassen und befindet sich auf dem Elbdeich. Die ersten 5 km auf dem Deich sind ein sehr ruhiger, kaum begangener Abschnitt. Ab Bielenberg hat man für die nächsten 5 km zwar schönere Aussichten auf die Elbe, aber auch sehr viele Spaziergänger auf dem Weg. Man kommt am Hafen von Kollmar vorbei, wo es Fischbrötchen gibt. Kurz dahinter verlässt man die Elbe und ist wieder auf einsamen und diesmal höchst abenteuerlichen Pfaden unterwegs.
Auf 12 km geht es nun auf dem Krückau-Deich entlang (wobei man auf der Hälfte der Strecke aufgrund des großen Deichvorlands den Fluss gar nicht sieht), der sehr intensiv und kleinteilig für die Beweidung von Kühen und Schafen genutzt wird. Gelegentlich hat man auch mal Ziegen oder sogar Hühner auf dem Weg und in einem Fall gab es sogar einen Bullen, vor dem man einen gewissen Respektabstand halten sollte. Alle paar 100 Meter gilt es also einen Zaun zu übersteigen. Gelegentlich gibt es Übersteighilfen, manchmal hat man Glück und es ist kein Stacheldrahtzaun, manchmal hat man Pech und es ist ein Elektrozaun. Unterwegs gibt es mit dem Fährhaus Spiekerhörn auch eine Gaststätte direkt am Deich.
In Elmshorn angekommen verlässt man den Deich und wandert auf normalen Fußwegen bis zu einem Einkaufszentrum und dann vorbei am alten Hafen durch die Fußgängerzone bis zum Bahnhof.

Etappe 15: Elmshorn - Voßloch (12 km)
Dieser Abschnitt des E9 wird auch als Krückau-Wanderweg bezeichnet und ist wie die Etappe zuvor mit gelben Pfeilen markiert. Durch Elmshorn geht es zunächst ausschließlich durch Parks auf Fußwegen an der Krückau entlang. Bereits außerhalb der Stadt erreicht man den Zusammenfluss von Offenau und Krückau und kommt über eine Nebenstraße nach Kölln-Reisiek. Über asphaltierte Feldwege geht es weiter zur A 23, wo es eine renaturierte Fläche mit Schutzhütte und Infotafel gibt. Gemeinsam mit der Krückau wird die Autobahn unterquert. Weiter über meist asphaltierte Feld- und manchmal auch Plattenwege kommt man an einigen versprenkelten Häusern von Bokholt-Hanredder vorbei. Nachdem man viele Felder und etwas Wald durchquert hat, erreicht man im Rantzauer Forst den Schlei-Eider-Elbe-Weg (gelegentlich auch als Westvariante des E1 bezeichnet). Wenn man dem Weg nach links folgt, kommt man zum Bahnhof Voßloch. Der E9 verläuft weiter auf dem mit X markierten Schlei-Eider-Elbe-Weg nach rechts.

Etappe 16: Voßloch - Thesdorf (34 km)
Vom Bahnhof in Voßloch geht es zunächst in südlicher Richtung ein kleines Stück durch den Ort. Jenseits der Durchgangsstraße beginnt dann jedoch schon der Staatsforst Rantzau, der nicht sonderlich dicht bewachsen ist und eher Parkcharakter hat. Hinter der Brücke über den Radebrooksbach wird die Markierung etwas verwirrend. Aus dieser Richtung kommend wird man am Rantzau-Denkmal vorbei Richtung Barmstedt geführt. Aus Süden kommend schien mir der Weg nach rechts gleich hinter der Brücke der eher richtige zu sein. [Nach Studium verschiedener Quellen ist wohl der Weg vorbei am Rantzau-Denkmal der richtige.] Letzendlich geht es an der Krückau entlang schließlich aus dem Forst direkt in den Ort Bullenkuhlen, den man teilweise auf einem Pfad, überwiegend aber auf befestigten Straßen durchquert. Nachdem man links in den Schulweg eingebogen ist, erreicht man bald den Ortsrand und geht, eine Durchgangsstraße überquerend, auf Feldwegen weiter. An einer alten Ziegelei und einem Umspannwerk erreicht man nach 1,5 km eine Landstraße, die man überquert. Nun befindet man sich auf dem Ochsenweg, der hier als Radweg ausgewiesen ist.
Auf einsamen Feldwegen, zu einem angenehm großen Teil unbefestigt, wandert man nun durch das Bredenmoor, trennt sich vom Ochsenweg und kommt an einigen einzelnen Gehöften vorbei. Nach Überquerung einer weiteren Landstraße bei Hemdingen, geht es weiter über Waldwege ins Himmelmoor. Immer hübsch an einem Bächlein entlang, passiert man diese Moorlandschaft. Dann kommt wieder ein längeres Stück Asphalt am Moorrand und an Feldern entlang bis zum nächsten Wald, dem Borsteler Wohld: ein typischer Nutzwald mit breiten Wegen - trotzdem eine willkommene Abwechslung nach den vielen asphaltierten Feldwegen.
Zwischen dem Wald und dem nächsten Ort Hohenraden hat man wieder die typischen Feldwege - diesmal möglicherweise mit Fluglärm vom Modellflugplatz, an dem man vorbeikommt. Zwischen Hohenraden und Borstel geht man auf einer als Allee ausgebauten Nebenstraße. Vorbei an ein paar Bauerhöfen geht man schließlich zum "See an den Funktürmen", den man halb umläuft. Nachdem man die Pinnau überquert hat, beginnen die für diese Gegend bekannten Baumschulen. Über mehrere Kilometer geht der Weg nun durch Baumschulgelände bis nach Rellingen. Hier überquert man die A23 und landet in Thesdorf. In einem Bogen um den Ort kommt man schließlich an den S-Bahn-Tunnel, wo man Richtung S-Bahn-Haltestelle den E9 verlassen kann, wenn man nicht schon gleich hinter den Autobahn den direkten Weg zu den Hochhäusern Thesdorfs genommen hat.

Etappe 17: Thesdorf - Hamburg-Blankenese (22 km)
Von der S-Bahn in Thesdorf aus kommt man an den Hochhäusern vorbei über die Halstenbeker Straße an die Bahnunterführung, wo man auf den E9 trifft. Über Wiesenwege gelangt man in den Außenbereich von Halstenbek, wo die Häuser sehr verstreut stehen. Es folgt eine Strecke im Zickzack über Nebenwege bis man eine Reitanlage erreicht, die es zu überqueren gilt.
Anschließend folgt ein langer Abschnitt über asphaltierte Nebenstraßen im großen Bogen nach Waldenau. Nach der recht langen Ortsdurchquerung geht es auf einer Fußgängerbrücke über die Landstraße nach Pinneberg in den Klövensteen. Dieses Waldgebiet im Grenzgebiet von Hamburg und Schleswig-Holstein besteht aus zwei Waldteilen, die beiden auf netten Waldwegen durchquert werden. Mittendrin zwischen den Wäldern gibt es ein kurzes Stück asphaltierten Waldweg. An der Pony-Waldschänke (Einkehrmöglichkeit) vorbei kommt man schließlich wieder auf asphaltierte Feldwege, die nach Sülldorf führen. Während dieser Stadtteil nördlich der Bahnlinie noch sehr dörflich ist, befindet man sich südlich hiervon in einem typischen Stadtgebiet.
Man verlässt Sülldorf an der Marienhöhe, wo eine alte Kiesgrube heute einen beeindruckenden Talkessel bildet. Ein weiteres Highlight ist das wilde Waldgebiet zwischen der Rissener Landstraße und dem Falkenstein (mit uriger Waldgaststätte). Ab der Bushaltestelle Falkenstein beginnt der villenbesetzte Elbhang, von dem aus man inbesondere im Römischen Garten tolle Ausblicke auf die Elbe hat. Über den Waseberg (hier gibt’s Hamburgs schönsten Elbblick weit hinunter flussabwärts) kommt man in das Treppenviertel von Blankenese. Neben vielen Höhenmetern gibt es hier ein unglaublich unübersichtliches Gewirr von Gängen. Da auch die Markierungen oft fehlen, ist das Verlaufen eher der Normalfall, was aber durch den unglaublichen dieser Ecke sehr zu verschmerzen ist. Letzten Endes gilt es die Treppe zu finden, die hinunter an die Elbe führt, wo am Fähranleger der E9 sich mit dem E1 vereinigt und weiter in Richtung Altona und Hamburger Innenstadt führt.
Hier mein Tagestourenbericht: klick (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/29203-Mein-Outdoorerlebnis-heute?p=1159769#post1159769)

Etappe 18-24: Hamburg-Blankenese - Lübeck (identisch mit E1, siehe dort)

Etappe 25: Lübeck - Travemünde - Boltenhagen (29 km)
An einer Straßenkreuzung am Rande des Waldhusener Forsts trennen sich der E1/E6 und der E9 voneinander. Ein verblasstes Hinweisschild gibt als "Endziel" des Weges Le Havre bzw. Danzig an. Verblasst ist überhaupt so einiges an diesem Weg auf dem ersten Abschnitt. Die Blaue-Balken-Markierung ist auf den Aufklebern und Plaketten überwiegend nur noch als weiße Fläche vorhanden. Die Richtung des Weges lässt sich meist nur anhand der Position der Aufkleber an den Schildern antizipieren.
Der E9 folgt auf den ersten Kilometern den Nebenstraßen durch Pöppendorf, Ovendorf, Ivendorf (mit Gaststätte und Campingplatz) und Rönnau bevor er bei Travemünde erstmals nach langer Zeit wieder auf einen unbefestigten Fußweg abzweigt. Nach einem kurzen Stück an der Kreisstraße entlang erreicht man schließlich die Altstadt von Travemünde, von wo aus man mit der Fähre nach Priwall übersetzen kann, dem letzten Zipfel Schleswig-Holsteins ehe der Weg Mecklenburg-Vorpommern erreicht.
Die Strecke Lübeck-Innenstadt bis Travemünde ist 24 km lang.

Hinter der Fähre verläuft der Weg weiter am Wasser entlang nach links. Ein E9-Hinweisschild gibt die Entfernung bis Boltenhagen mit 21 km an, was aber nur 2/3 der Wahrheit ist. Immer am Wasser entlang passiert man das Schulschiff Passat und folgt dann dem Ostseeküstenradweg am Strand entlang und dann durch den Dünenweg und den Seeweg in Priwall. Am Ende der Ortschaft wird der Weg zur Kreisstraße und man erreicht den ehemaligen Todesstreifen und die heutiges Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern. Schon nach wenigen Metern verlassen E9 und Radweg die Kreisstraße wieder und führen parallel zur Küste weiter. Linkerhand bewaldete Fläche und rechts Felder, eine Kulisse die auch die nächsten Kilometer so bleibt. Später kann man dann auch das Meer zwischen den Bäumen durchschimmern sehen. Kurz vor Groß Schwansee gibt es auf dieser Etappe letztmalig eine E9-Markierung, ab sofort ist der Weg bis Boltenhagen nicht mehr markiert. Außerdem beginnt hier der asphaltierte Abschnitt, der sich über den Großteil der Etappe hinzieht.
Ab dem Brooker Wald wird die Strecke deutlich hügeliger, hier beginnt die Steilküste. Im weiteren Verlauf gibt es immer wieder tolle Ausblicke auf die Landschaft und das Meer. Bei Warnkenhagen wird der Ostseeradweg wegen Schäden durch die abbrechende Steilküste ein Stück von der Küste weggeführt, als Fußgänger darf man aber weiter auf geradem Weg weitergehen. Bei Hafthagen verlässt der Radweg schließlich endgültig die Küste. Bei OpenStreetMap wird der Wegverlauf des E9 über den Radweg angezeigt, da es aber keinerlei Markierungen für den E9 gibt, habe ich mich entschieden, weiter auf einem schmalen Fußpfad oben auf der Steilküste weiterzugehen. Die Landschaft bleibt spektakulär, man kommt dem Klippenrand näher als zuvor und vor allem ist der Weg dort endlich nicht mehr asphaltiert. So geht es weiter an der Küste entlang bis man in Boltenhagen-Redewisch wieder auf den Radweg trifft. An der Straße und später an der Strandpromenade geht es schließlich zum Kurhaus und damit ins Zentrum von Boltenhagen. Von hier aus verkehren Busse zu den Bahnhöfen in Grevesmühlen und Wismar.

Etappe 26: Boltenhagen - Wismar

Etappe 27: Wismar - Altbukow

Etappe 28: Altbukow - Kühlungsborn

Etappe 29: Kühlungsborn - Rostock-Warnemünde

Etappe 30: Rostock-Warnemünde - Dierhagen-Strand

Etappe 31: Dierhagen-Strand - Prerow

Etappe 32: Prerow - Barth

Etappe 33: Barth - Wendisch-Langendorf

Etappe 34: Wendisch-Langendorf - Stralsund

Etappe 35: Stralsund - Stahlbrode

Etappe 36: Stahlbrode - Greifswald

Etappe 37: Greifswald - Wolgast

Etappe 38: Wolgast - Koserow

Etappe 39: Koserow - Ahlbeck

*wird noch mit Leben gefüllt*

Prachttaucher
14.04.2015, 13:13
Da bin ich schonmal gespannt...

Irgendwo im Bereich Etappe 9-10 bin ich mal bei einem Waldspaziergang auf ein verwittertes Schild gestoßen. Für mich war es kaum vorstellbar, daß dort ein Fernwanderweg verläuft und daß dort regelmäßig Langstreckenwanderer längs gehen.

Prachttaucher
25.05.2015, 20:17
Hansaweg von Hameln nach Herford (Bad Salzuflen) 72 km (75 km)

Die Anregung stammt aus einem Reisebericht (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/80207-DE-Hansaweg-X9-%28Hameln-Lemgo-Herford%29?highlight=lemgo) - danke dafür ! Im Rahmen der E1-Begehung ist der östliche Teil in #86 beschrieben.

Mein Eindruck : Netter Mix aus kurzen Mittelgebirgsabschnitten und offener Kulturlandschaft. Besonders schön zu dieser Jahreszeit : Die gelben Rapsfelder, die Löwenzahnwiesen, die grünen Kornfelder und das häufig auftauchende Wild. Trotz Pfingsten war es meistens erstaunlich ruhig und selbst Verkehrslärm (Motorräder) gab es nur mal punktuell – hatte ich so nicht erwartet !

Wegebeschaffenheit : Zum einen gibt es schöne schmale Wege, die teilweise direkt durch die bunten Felder führen - sehr schön ! Dann allerdings auch einige kürzere Asphaltstücke, die ich aber nicht schlimm fand (kein Verkehr, ggf. begehbarer Grünstreifen). Zum Schluß vor Hollenstein dann allerdings schon ein etwas nerviger Abschnitt– hier ein etwas merkwürdiges Schild :
https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Schild6.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=128072&title=schild6&cat=500)

Einkehrmöglichkeiten/ Wasserversorgung : Dank ausreichender Einkehrmöglichkeiten konnte der Wasserfilter im Rucksack bleiben. Bei einigen der Mittelgebirgspassagen hätte es aber vermutlich geeignete Stellen gegeben. Empfehlen kann ich die Krusfelder Kaffeestube (vor Hillentrup).

Anreise : In Hameln wird die Haltestelle Brückenkopf von mehreren Stadtbuslinien angefahren. Der Startpunkt am Klütturm ist dann relativ nah.

Abreise : Die letzten Kilometer nach Herford inklusive Autobahn-Überquerung hatte ich mir geschenkt und bin vorher nach Bad Salzuflen abgebogen. Hier kann man ganz nett durch den Kurpark laufen.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Hansaweg.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=128071&title=hansaweg&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Hansaweg-3.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=128069&title=hansaweg-3&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Hansaweg-4.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=128070&title=hansaweg-4&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Kornblume.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=128104&title=kornblume&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Hansaweg_06.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=128105&title=hansaweg-06&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Hansaweg_07.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=128106&title=hansaweg-07&cat=500)

E1HikingTours
01.06.2015, 11:26
Ich bin gestern den E9 weitergewandert. Eine wirklich sehr empfehlenswerte Etappe zwischen Wischhafen und Osten/Hemmoor. Beschreibung ist eingefügt.

@Prachttaucher: Das Schild, dass Wanderer am besten auf dem Wegesrand gehen, hat folgenden Hintergrund: Der Hansaweg ist ein Qualitätsweg nach den Kriterien des Deutschen Wanderverbands. Ein Kriterium ist, dass höchstens 25% der Strecke auf befestigten Abschnitten verlaufen dürfen. Um dieses zu erfüllen, werden gerne solche Schilder aufgestellt und schon wird aus einem befestigten Wegeabschnitt plötzlich ein unbefestigter Wegeabschnitt, weil man ja explizit auf dem unbefestigten Wegesrand wandern darf.

Prachttaucher
01.06.2015, 11:41
Hatte mir fast so etwas gedacht, bzw. auch überlegt ob es normalerweise offiziell verboten ist, auf dem Seitenstreifen zu laufen. ;-)Allerdings fehlte der Seitenstreifen eher im Bereich des Schildes.

Prachttaucher
08.11.2015, 18:00
ELM-Rundwanderweg (45 km)

Info : Das große Laubwaldgebiet (südöstlich von Braunschweig) bietet beste Voraussetzungen für ein Wanderwochenende. Mehrere Wanderwege durchqueren das Gebiet, so z.B. der 101 km lange Elm_Lappwald-4-Wälder-Rundwanderweg.

Anreise : Gut erreichbar ist Königslutter im Nordosten (DB-Anschluß). Der Gang durch den Ort lohnt auch wegen der Fachwerkhäuser und dem eindrucksvollen Kaiserdom. Von dort ist man auch bald am Waldrand.

Weg : Ich hatte verschiedene Tracks von geolife.de zu einem Rundwanderweg kombiniert, fehlende Stücke ergänzt und nochmal nachbearbeitet. Mein Hinweg verlief auf der Südseite bis kurz vor Schöningen, der Rückweg auf der Nordseite, im letzten Drittel als aussichtsreicher Waldrandweg.

Wasser : Habe nichts gesehen - sollte man mitbringen.

Schutzhütten : Ich bin an 6 vorbeigekommen, was relativ viel ist.

Fazit : Nette Laubwaldtour, das ganze Wochenende ohne eine einzige Ortsdurchquerung !

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Elm1.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=139425&title=elm1&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Elm2.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=139426&title=elm2&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Elm4.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=139427&title=elm4&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Elm5.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=139428&title=elm5&cat=500)

donpatroni
13.11.2015, 15:38
Danke für den Tipp. Wie sieht es mit der Beschaffenheit der Strecke aus, wie viel sind hier z.B. Asphalt, Schotter etc?

Prachttaucher
13.11.2015, 21:37
Also Wegebeschaffenheit.... insofern etwas schwierig eine brauchbare Angabe zu machen, da mein Weg ja nicht hinterlegt ist.

Kurzfassung : Es war alles dabei, in der Summe war ich zufrieden.

Im Detail : Im Bereich von Königslutter war ich erst etwas enttäuscht, da es hier wirklich zunächst Asphalt gab. Als der weg war ging es dann über breite Forstwege (traktortauglich). Doch dann eben auch immer wieder schöne Pfade und dann war ich (ohne es beabsichtigt zu haben) auch immer mal weglos unterwegs. Mag sein, daß ich dort den Weg durch das viele Laub verloren habe. Ein Stück mit Brennessel/ Dornengestrüpp gab es auch - das muß dann doch nicht sein.

Den "dieser Weg wurde zerstört" (es grüßt der Harvester) gab´s natürlich auch - genau als es anfing zu dämmern. Matsch ohne Ende, tiefe Wasserlöcher, Killeräste....

Wenn einem die Wege zu breit werden, findet sich häufig eine schönere Alternative. Sofern man mit GPS unterwegs ist, läßt sich ja abschätzen, wo man dabei rauskommt.

Wenn auch selten : Hier schnitt meine Garmin Topo meist besser ab wie OSM.

Prachttaucher
06.12.2015, 17:07
Karstwanderweg / Osterode-Rundwanderweg (41 km)

Von Sangerhausen nach Ellrich bin ich vor längerer Zeit mal gelaufen und auch einen Rundweg von Ellrich aus (#66 - näheres zum Weg bitte dort nachlesen). Obwohl mir beide Touren ausgesprochen gut gefielen, blieb der fehlende Westteil relativ lange liegen. Dies wohl v.a. weil ich beim Abschnitt Herzberg-Osterode Bedenken bzgl. der parallel verlaufenden B243 hatte. Sollte ich auf den Nordteil verzichten, lohnt sich im Westen die Schleife nach Förste...? Letztendlich erschien es mir dann doch am einfachsten das Ganze als Rundtour von Osterode aus zu machen mit dem Gedanken : „Wird schon nicht so schlimm sein“.

Teil 1 : Osterode (nördlicher Weg)-Förste, Förste (südlicher Weg)-Hörden : Am Anfang geht man ein kürzeres Stück auf kleinen Pfaden in Nähe der B241, was ich nicht sonderlich störend fand. Der Weg nach Förste verläuft durch offene Landschaft mit schönen Aussichten auf Osterode und Umgebung.

In Förste hätte ich dann nichts gegen einen Kaffee gehabt, was aber nicht vor 17 Uhr möglich ist. Warum wird man eigentlich vom Wegeplaner durch einen solchen eher unattraktiven Ort geschickt ? Kein Asphalt, keine Häuser aber dafür Feldwege und Natur hätte mir besser gefallen.

Ab der Lichtensteinhöhle läuft man dann durch wirklich schöne Karstlandschaft, abwechselnd Wald, kleine Hügel, offene Landschaft, Gipsbergbau...das ganze meist auf schönen Pfaden. Der Landgasthof in Ührde scheint gut zu laufen, leider an diesem Wochenende zu gut für mich : „Gänsezeit.....Vorbestellung....“. Der weitere Weg bis Hörde ist ebenfalls wirklich schön zu laufen mit häufigen Ausblicken.

Teil 2 : Hörden – Wechsel zum nördlichen Weg – Osterode : Die Ortsdurchquerung von Hörden empfand ich dann wieder eher als „obsolet“. Eine Umgehung ließe sich hier leicht machen. Hinter Hörden nähern sich Süd- und Nordweg bis auf ca. 500 m, was ich zum Wechseln ausnutze.

Leider komme ich dann auch bald in den Bereich der B243, die im Gegensatz zur B241 schon eher Autobahn-Charakter hat. Zusätzlich zum Straßenlärm ist die Landschaft auch zunächst eher unspektakulär, was aber im Naturschutzgebiet Teufelsbäder besser wird. Der Lärm bleibt aber und der Blick auf die Karte zeigt, daß es noch lauter werden wird. Nach dem (eindrucksvollen) Teufelsloch (letztes Bild) verlasse ich deshalb genervt den Weg in nordwestliche Richtung („und so etwas nennt sich zertifiziert“ denke ich noch).

Alternative Wanderwege hat es ja genügend und als ich dann in Osterode an günstiger Stelle für eine Stadtbesichtigung rauskomme, ist wieder alles gut. Schöne Fachwerkstädte hat es im Harz ja wirklich jede Menge !

Fazit : Sehr schöner Weg außerhalb des Bereichs Herzberg-Osterode (Nordweg) / B243. Viele Möglichkeiten für Rundtouren, auch kleinere als Tagestour. Ideal um einen ersten Eindruck vom Weg zu bekommen.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Karst_Ost1.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=140599&title=karst-ost1&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Karst_Ost2.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=140600&title=karst-ost2&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Karst_Ost4.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=140602&title=karst-ost4&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Karst_Ost8.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=140630&title=karst-ost8&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Karst_Ost6.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=140604&title=karst-ost6&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Karst_Ost7.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=140605&title=karst-ost7&cat=500)

Gerade mal nachgesehen : Ein kleines Stück fehlt mir noch im Bereich Herzberg/Bad Sachsa. Das werde ich dann wohl eher als Streckenwanderung angehen und mich diesmal wirklich auf den Südweg beschränken.

E1HikingTours
12.01.2016, 17:29
In Post #134 habe ich eine weitere E9-Etappe eingefügt (Wingst-Osten).

Prachttaucher
13.01.2016, 15:25
Fein - hab´s eingefügt.

Hoffe gerade auf die Schneeschuh-Gelegenheit. Wenn´s im Mittelgebirge noch etwas schneit bis zum WE....

JHL
14.01.2016, 11:35
Huch, was es hier so alles gibt?!
Schöne Idee, dieser Faden, für mich als Zwangs-Niedersachse durchaus interessant… Ist mir bisher total durch die Lappen gegangen

Ich kann, falls er den Anforderungen entspricht, einen recht aktuellen Kurzbericht zum Wittekindsweg liefern. Der Weg ist ja auch schon in eurem Wiki existent und führt von Osnabrück über Rulle in Richtung Wiehengebirgskamm und auf diesem weiter bis nach Porta Westfalica. Er entspricht somit weitestgehend dem Verlauf des E11. Die größten Abweichungen gibt es im Bereich des Nettetals hinter Osnabrück, wobei ich mir nicht mehr sicher bin, ob ich bewusst hier dem Hünenweg gefolgt bin, oder ob die Markierung tatsächlich – anders als z.B. auf outdoor active angegeben – diesem und nicht dem E11 folgt.

Ich habe mir die Strecke in insgesamt drei Etappen aufgeteilt, die ersten beiden als „Overnighter“ am 31.10.2015 (Osnabrück bis ca. Bad Essen) und 01.11.2015 (weiter bis nach Lübbecke), die letzte Etappe konnte ich dann erst vergangenen Samstag angehen.
Länge: ca. 95 km
Kennzeichnung: inzwischen durchgängig weiß über rot, zwischen Osnabrück und Wiehengebirge zusätzlich weißes X auf schwarzem Grund
Frequentierung: In Nähe von Wanderparkplätzen und „Sehenswürdigkeiten“ recht hoch, meist Tageswanderer, Jogger, Nordic-Walker, Gassigeher und MTB-Fahrer allerlei Geschlechts.
„Offizielle“ Übernachtungsmöglichkeiten habe ich aus naheliegenden Gründen nicht recherchiert. Schutzhütten sind in unregelmäßigen Abständen vorhanden und gut in Schuss.
Die auf diversen OSM dargestellten direkt am Weg liegenden Quellen sind durchweg nicht existent. Da man auch keine größeren Ortschaften mit Einkaufsmöglichkeiten durchwandert, gilt: Bring your own water.
Anreise problemlos per Bahn nach Osnabrück. Wer vom Bhf OS „immer geradeaus“ in Richtung Innenstadt läuft, der trifft zwangsläufig auf die Nette (Fluss) und somit auf den Wittekindsweg. Der Schwenk über die Altstadt bietet sich an, denn diese ist hübsch anzuschauen und der Wittekindsweg beginnt offiziell am Rathaus.

Etappe 1 - OS - Bad Essen - 40km
Hat man Osnabrück am Nettebad hinter sich gelassen, führt der Weg durch das Nettetal, vorbei am Kloster Nette, an den Oestringer Steinen , dem Forellenhof Nettetal (7,5km - mit netten Betreibern und nett… äh leckerem Fisch, Wegzehrung fassen wird ausdrücklich empfohlen! Auch Wasser!) über Rulle zum Zielgebirge, den Kamm erreicht man nach ca. 17 km. In diesem Bereich führt der Weg durch kleine Wälder und Ortschaften, über Felder und sanfte Hügel, viel auf Asphalt, aber auch auf Feld- und breiteren Waldwegen. Insgesamt… nett.

Am Kamm selbst wandert man zunächst größtenteils auf breiteren Forstwegen. Kleine Waldpfade und „Single Trails“ sind im offiziellen Verlauf selten, lassen sich aber hin und wieder parallel zum Weg finden. Ihr Anteil wird zwischenzeitlich größer, vor allem zwischen Vehrte und Ostercappeln wird es „naturnäher“. Hier ist auch die Frequentierung durch MTB-Fahrer höher. Sehenswert sind der Süntelstein kurz vor und die Teufellsteine kurz hinter Vehrte (ca. 25km).
Nach ca. 33km quert man die Bundesstraße B51 am Gasthaus Lecker Mühle, nochmal ca. 7km später fand ich in der Hermannshütte oberhalb von Wehrendorf/Bad Essen ein bequemes Plätzchen für die dunklen Stunden.

Etappe 2 - Bad Essen - Lübbecke - 30km

Weiter geht es am Kamm entlang und größtenteils über Forstwege. Oberhalb der Saurierfährten Barkhausen besteht an einem kleinen Bächlein die Möglichkeit, Wasser zu fassen. Unterhalb des Dinos überquert man die Hunte, die sich hier ihren Weg durch den Berg gesucht hat. Der Aussichtsturm Nonnenstein und die Bismarkfeuersäule (ca. 57 km)sind an einem sonnigen Wochenende ein wahrer Publikumsmagnet. Nach ca. 65 km erreicht man die liebevoll arrangierten Fachwerkbauten der Freilichtbühne Kahle Wart. Die B239 quert man auf der Wittekindsbrücke (ca. 70 km) oberhalb von Lübbecke, hier endete meine zweite Etappe.

Etappe 3 - Lübbecke - Porta Westfalica - 25km

Die dritte Etappe hat mir persönlich am besten gefallen und bietet zweifellos die „Highlights“ der Strecke. Gleich zu Beginn (71 km) erreicht man (zugegeben, abseits der markierten Wegführung) den höchsten Ber… Punkt des Wiehengebirges mit stolzen 320m NHN(!). Zwar führt auch im weiteren Verlauf der offizielle Wittekindsweg/E11 meist über Forstwege, allerdings lassen sich diese auf weiten Strecken (spätestens hinter dem durchaus idyllischen Bergkirchen, 83 km, durchgängig) leicht durch Single Trails direkt auf dem Kamm entlang vermeiden. Dem einen oder anderen MTBler muss man natürlich auch hier Platz machen.

Hinter dem Gasthaus „Zum Wilden Schmied“ gibt der Wald langsam den Blick auf die Weserbögen frei. Nach ca. 89 km bietet sich ein hübscher Aussichtspunkt für Fotos und eine kurze Rast an. Einen guten Kilometer später erreicht man eine kleine archäologische Sensation: Die Fundamente einer Kreuzkirche (vermutl. spätes 10. Jhd.) samt Familiengräbern wurden erst 1996 in unmittelbarer Nähe des Gasthauses Wittekindsburg (mit Startrampe für „Drachenflieger“) freigelegt. Eine der namensgebenden Ringwallanlagen, ein alter Bergbaustollen und die Margarethenkapelle (ehem. Kloster? 12. Jhd.?) erheben die Umgebung regelrecht zum Hot Spot der Sehenswürdigkeiten. Hoch hinauf geht es nochmal am Moltketurm (91km), kurz darauf grüßt dann schon Onkel Willi unter seinem Prunk-Baldachin – allerdings in die andere Richtung, man nähert sich der Porta ja „von hinten“.

Die Anlage aus Porta-Sandstein ist pompös. „Wilhelm dem Großen – Die Provinz Westfalen“. Andere Zeiten damals. Ausblick imposant und befremdlich. Weser, Schnellstraßen, Bahnlinie und Stadt brechen durch die westfälische Pforte. Von drüben grüßt das Wesergebirge, der Kundige erahnt den Süntel… und den Wanderer ruft der E11, der auf der anderen Seite als Wesergebirgsweg weiter führt…

Der Abstieg zum tiefsten Punkt der Tour (43m NHN) ist bei feuchtem norddeutschem Wetter tatsächlich nochmal fordernd für müde Beine – was dem Alpinisten sein Geröllfeld ist uns der Matsch! Direkt an der Weserbrücke liegt im Durchbruch der Bahnhof von Porta Westfalica. Onkel Willi winkt leise zum Abschied.

Hey, das Schreiben hat unerwartet Spaß gemacht!

lina
14.01.2016, 11:46
Hey, das Schreiben hat unerwartet Spaß gemacht!
Na denn: Mehr ’von bitte! :D


Die größten Abweichungen gibt es im Bereich des Nettetals hinter Osnabrück, wobei ich mir nicht mehr sicher bin, ob ich bewusst hier dem Hünenweg gefolgt bin, oder ob die Markierung tatsächlich – anders als z.B. auf outdoor active angegeben – diesem und nicht dem E11 folgt.
Was den E1 betrifft, weicht die Beschreibung bei outdooractive gebietsweise gerne hin und wieder von der Beschilderung ab. Kann also schon sein, dass da Verwirrung entsteht. Wäre jetzt spannend, welche Variante hübscher ist.

Prachttaucher
14.01.2016, 14:56
...
...Hey, das Schreiben hat unerwartet Spaß gemacht!

:p Sehr schön, hab´s gleich im Inhaltsverzeichnis angelegt.

Die vielen Wege bei Osnabrück sind ja etwas verwirrend - irdgendwo dort gibt´s ja dort auch noch den Pickerweg.

JHL
14.01.2016, 15:20
Der Verlauf der Nette bildet die Einflugschneise für Fernwanderwege in OS.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20151031_092432.jpg

Prachttaucher
14.01.2016, 15:29
:p Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

Jetzt kommt auch die Erinnerung an das Forellenbrötchen auf dem Pickerweg.


...Kulinarisches : Forellenbrötchen im Nettetal...

JHL
14.01.2016, 16:06
Schuldig...

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20151031_103408.jpg

lina
14.01.2016, 17:02
:D toll!!

Bitte gerne immer sämtliche Forellenbrötchen-Tankstellen mit angeben :D:grins::ignore:
(meine angegebene im Pilgerweg-Bericht hat leider erst einmal zu bis März)

E1HikingTours
15.01.2016, 13:58
...

Klasse Bericht!

Prachttaucher
08.02.2016, 22:18
Heidschnuckenweg (HSW) / Rundweg bei Müden (46 km)

Irgendwann (in dem Fall nach 4 Jahren) besuche ich gerne mal wieder Wege, die mir gut gefallen haben. Interessant zu sehen, an was man sich dann noch erinnert. Für den ganzen Heidschnukenweg fehlte die Zeit, ein Wochenende auf einem besonders schönen Abschnitt sollte es sein. Mit Müden als Startpunkt paßte das gut : Der Weg hat hier von sich aus schon fast die Form eines Rundwegs, es fehlt lediglich ein kurzes Verbindungsstück von Hermansburg das der E1 liefert bzw. die Karte als Zuwegung.

Anreise : Ich mache es mir diemal leicht und komme mit dem PKW. Bei Anreise mit der Bahn könnte man in Unterlüß starten, hätte dann aber Zuwegung. Etwas nervös bin ich beim Passieren der Truppenübungsplätze bei Munster, biege aber wohl überall richtig ab.

Der Weg: Müden ist ein freundlicher Startpunkt ! Gleich geht’s am Heidesee längs in Richtung Norden, dann auf einem Pfad neben der Örtze. Gerne würde ich hier mal paddeln ! Bei Poitzen biegt der HSW dann nach Osten ab. Das bald folgende Faßberg umgehe ich am Südrand, als ich den Rastplatz bei Schmarbeck erreiche und dort Kaffee koche, kommt die Sonne raus – herrlich !

Wieder unterwegs treffe ich erst auf ein Wolf-Warnschild und dann eine große Heidschnuckenherde auf Wanderschaft, die vermutlich zum Hof in Niederohe gehört. Erstaunlich wie die vielen Tiere auf einen einzigen Zuruf des Schäfers reagieren.

Sehr schön wird es dann beim Wacholderwald, wo der Weg nach Süden abbiegt. Zunächst eher Heide, dann geht man wirklich durch ein kleines Wäldchen aus Wacholder. Anschließend muß man sich entscheiden : Weiter den Hauptweg zum Haußelberg oder die Variante durch die Heide bei Oberohe – ich bleibe auf dem Hauptweg. Eine kleine Heidefläche opfere ich, um die mittelstark befahrene Straße zu vermeiden.

Kann´s der Haußelberg mit seinem Kollegen aus der Nordheide, dem Wilseder Berg, aufnehmen ? Nicht ganz, die Aussicht ist aber auch nett. Beide Hügel stehen miteinander in Verbindung, gehören sie doch zum Vermessungsnetzwerk, das von Gauss in dieser Region errichtet wurde.

Der Weg biegt wieder nach Osten ab, um wenigstens einen Teil der Heideflächen bei Neuohe zu berühren – eigentlich müßte man hier nochmals vorbeigehen und dann die Variante wählen. Man könnt aber auch sein Rad / Auto beim Parkplatz Wacholderwald abstellen, einen Spaziergang machen....

Vor Lutterloh kommt eine weitere schöne Heidefläche, dann geht es für mich über Weesen zurück zur Örtze, auf die ich etwas nördlich von Hermannsburg treffe. Wenn die Tour noch etwas länger sein darf, könnte man hier über die Misselhorner Heide nach Hermannsburg laufen und hätte so wirklich fast alle Heidegebiete der Südheide in einer Tour.

Das letzte Stück an der Örzte auf dem E1 gefällt mir nochmal sehr gut. In Müden gibt es zum Abschluß der Tour gepflegt Kaffee und Kuchen in der „Ole Müllern Shün“.

Fazit : Schöne Runde durch die Südheide die an vielen der kleinen Heidegebiete vorbeiführt. Im Idealfall sollte man noch die Misselhorner Heide mitnehmen. Die Wege auf dem sandigen Heideboden empfand ich als sehr angenehm zu laufen. Es gibt viele Rastmöglichkeiten, (leider) neuerdings inklusive „Foto-Selfie-Point“.

lina-Spezial : Ist auch für E1-Wanderinnen interessant, da der Weg hier nicht vorbeikommt. In Celle kann man starten, muß man aber vielleicht nicht, diese Ecke zu verpassen ist vielleicht schade....:bg:

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/HSW31.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=143976&title=hsw31&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/HSW13.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=143974&title=hsw13&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/HSW21.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=143975&title=hsw21&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/HSW41.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=143977&title=hsw41&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/HSW51.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=143978&title=hsw51&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/HSW61.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=143979&title=hsw61&cat=500)

lina
09.02.2016, 04:05
lina-Spezial : Ist auch für E1-Wanderinnen interessant, da der Weg hier nicht vorbeikommt. In Celle kann man starten, muß man aber vielleicht nicht, diese Ecke zu verpassen ist vielleicht schade....:bg:

:D
Besten Dank! :bg:

German Tourist
12.02.2016, 13:12
Am letzten Wochenende wollte ich einen Freund in Rendsburg besuchen. Und was liegt da näher, als einfach hinzuwandern... Bei einem Blick auf waymarkedtrails.org wurde ich auch gleich fündig: Der Nord-Ostsee-Wanderweg führt genau da durch und hörte sich auch noch interessant an. Sozusagen von Coast-to-Coast. Wobei ich nur 45 km von Kiel nach Rendsburg laufen wollte.

Also erst mal mit dem Zug nach Kiel, wo ich mir erst noch die sehr sehenswerte Kunsthalle angeschaut habe. Dann mit dem halbstündlichen Bus bis zum Startpunkt der Wanderung an die Eider. Von der Ostsee leider weit und breit keine Spur, der offizielle Wanderweg beginnt in einem Vorort von Kiel und nicht am Meer....

Dafür war es aber erst mal entlang der Eider ganz nett....

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/NordOstseeweg.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=144410&title=nordostseeweg&cat=500)

Leider blieb es dann auch maximal nett - und wurde teilweise auch maximal ätzend. Und das nicht nur wegen des hohen Asphaltanteils. Vor dem Westensee war alles komplett überschwemmt und ich watete teilweise fast knöchelhoch im Wasser. Die Brücke über den Zufluss zum Westensee war zwar noch passierbar, aber um dort hinzukommen, musste ich durch Sumpf waten und bekam ordentlich nasse Füße. Das sumpfige Gelände sollte mir auch die Suche nach einem Zeltplatz schwermachen und mir auch noch den nächsten Tag erschweren.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/NordOstsee3.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=144408&title=nordostsee3&cat=500)

Ich freute mich schon auf den Westensee, der sich aber leider auch als eine kleine Enttäuschung herausstellte: Der Weg drumherum führt größtenteils über Asphalt. Der See an sich war allerdings zugegebenerweise ganz nett so in der Abenddämmerung.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/1-NordOstseeweg1.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=144406&title=1-nordostseeweg1&cat=500)

Ich verdrückte mich im Dunkeln in einen Wald und versuchte verzweifelt, ein Stück trockenen Grund zu finden, was mir erst nach einer Weile gelang. Immerhin verbracht ich eine ruhige, und winterbedingt auch sehr lange Nacht. So war es dann auch kein Problem, schon vor der Dämmerung wieder loszulaufen und den Sonnenaufgang über dem See zu bewundern - wobei es leider wieder auf Asphalt weiiterging.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/1-NordOstseeweg2.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=144407&title=1-nordostseeweg2&cat=500)

25 km bis 14 Uhr standen heute auf dem Programm, und leider war der Weg nicht sehr motivierend. Ziemlich eintönige Landschaft und weiterhin ständig Asphalt. Halbwegs schön wurde es dann erst wieder im Moorgebiet vor Rendsburg, wo es kilometerlang geradeaus ging - immerhin auf einem Weg.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/NordOstsee4.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=144409&title=nordostsee4&cat=500)

Nur leider dann die letzten fünf Kilometer nach Rendsburg hinein wieder nur Asphalt und nichts als Asphalt.....

Kurzum: Der Nord-Ostsee-Wanderweg hat auf dieser Teilstrecke nicht wirklich Lust auf mehr gemacht.

Prachttaucher
12.02.2016, 16:47
Danke für den eindrucksvollen Bericht. Noch jemand mit Asphalt-Phobie ? Erfordern es Deine Touren denn nicht, da sehr abgehärtet zu sein ?

Irgendwie erinnere ich mich dunkel an einen Bericht von Werner Hohn....

German Tourist
12.02.2016, 17:42
Ja, ich habe da eindeutig eine Asphaltphobie. Auf Langstrecke muss man das eben mal wegstecken. Ich war allerdings sehr erstaunt, auf einem neueren deutschen Wanderweg einen so hohen Asphaltanteil vorzufinden. Das findet sich sonst in dieser Form eher in südlichen Ländern. Die neuen deutschen Premium-Wanderwege sind in dieser Hinsicht vorbildlich. Nur leider ist der Nord-Ostsee-Wanderweg halt kein Premiumweg.
Ich wollte damit zum Ausdruck bringen, dass es in Norddeutschland eindeutig bessere Wanderwege gibt als den Nord-Ostsee-Wanderweg....

Kuckuck
12.02.2016, 18:30
Hallo Christine,
dass du bei der Eiderbrücke von Marutendorf nasse Füsse bekommen hast und nicht einen tief entwässerten Graben vorgefunden hast, fasse ich mal als berufliches Kompliment an meine Kollegen und mich auf. Ebenfalls die Bilder vom wiedervernässten Wilden Moor bei Rendsburg. Ansonsten hattest Du dass Pech, dich zusehr am offziellen Wegverlauf zu orientieren. Insofern möchte ich etwas ein Stab für norddeutsches Wandern brechen. Der NOK Weg ist .W. in der Tat überwiegend für Radwanderer gedacht. Auch um den Westensee kommt man über die meiste Strecke ohne Asphalt aus. Und die Badestelle von Hohenhude ist nun wirklich nett - hast du einen Seeadler gesehen?
Wie an meinen Hinweisen merkst, bist fast an meiner Haustür vorbeigangen. Insofern kann ich dir und anderen nur vorschlagen, nicht unbedingt den offiziellen Wegen zu folgen und erfahrene Ureinwohner zu fragen.

Kuckuck

MaxD
12.02.2016, 19:06
Heidschnuckenweg (HSW) / Rundweg bei Müden (46 km)

Bei Poitzen biegt der HSW dann nach Osten ab.


Genau dort, am Abzweig in Poitzen, bietet sich eine Pause an. Dort findet sich die Bahnhofsgaststätte Poitzen.
Klingt etwas nach rauchiger Bahnhofskaschemme mit Quartalssäufern, ist aber ein schnuckeliges Fachwerkhaus an der alten Schmalspurbahn. Für Liebhaber rustikal-regionaler Gerichte ist das eine gute Adresse!

Prachttaucher
12.02.2016, 19:21
Gesehen hatte ich sie - es war aber noch vormittags und deshalb vielleicht noch zu. Ansonsten nochmal : Die Torten in der "ole Müller Shün" sind wirklich kaum zu schaffen.

@German Tourist : Der Hinweis (oder die Warnung) ist für mich sehr nützlich. Ich nehme gerne Wege, die bei "wanderkompaß" beschrieben sind. In dem Fall steht da nichts, z.B. beim Naturparkweg wird schon gewarnt ("relativ oft feste u. asphaltierte Wegstrecken").

E1HikingTours
17.02.2016, 13:38
Hallo Prachttaucher,

falls es noch interessant ist (ich hoffe ich habe nichts überlesen), ich kenne den kompletten Freudenthalweg.

Du hast ja insbesondere nach dem Abschnitt Schneverdingen bis Bad Fallingbostel gefragt. Ob es sich lohnt, ist nicht so einfach zu beantworten. Die großen Highlights des Freudenthalweg liegen sicherlich woanders (u.a. Wilseder Berg und Toten-/Steingrund). Der Abschnitt von Schneverdingen bis Bad Fallingbostel ist landschaftlich bis auch wenige Abschnitte unspannend. Häufig Asphalt und Forstwege. Eher was zum Kilometersammeln. Kleine Highlights sind (von Nord nach Süd) die Heidefläche sowie ein kleines Moor mit Holzbohlen kurz hinter Schneverdingen, der hügelige Wegverlauf kurz vor Soltau und (noch etwas eindrucksvoller) Bad Fallingbostel am Fluss Böhme entlang. Deine Frage zur Lautstärke wegen der Autobahn ist nur zwischen Soltau und Bad Fallingbostel ein Thema. Und auch da nicht die gesamte Strecke. Und die Windrichtung spielt auch eine Rolle.

Nachdem ich jetzt am Wochenende den Freudenthalweg zwischen Wolterdingen und Dorfmark gewandert bin und letzten Herbst zwischen Niederhaverbeck und Wolterdingen, kann ich Turmfalkes Einschätzung bestätigen: Highlights ab Schneverdingen (bis Dorfmark) sind in der Tat das Möhrer Moor gleich hinter Schneverdingen, der Böhmewald nördlich von Soltau und der Wildnispfad an der Böhme nördlich von Dorfmark. Ansonsten sehr viel gerade Strecke, relativ hoher Asphaltanteil und hinter Fuhrhop habe ich die Autobahn als sehr störend empfunden. Ein ganz großer Pluspunkt aber ist die Einsamkeit dieser Gegend, vor allem ab Tetendorf.

E1HikingTours
13.06.2016, 13:32
In Post #134 habe ich nun die Etappen 10 und 16 des Fernwanderwegs E9 ergänzt.

Prachttaucher
13.06.2016, 15:45
#134 oder...

:grins: Ah mein Sonntagsspaziergang um den See mit Kaffeetrinken bei Dobbendeel (http://www.dobbendeel.de/) - am liebsten mit Buchweizentorte. Da kann man auch gut essen.

:o Eine ordentlich lange Etappe - mein Respekt.

E1HikingTours
13.06.2016, 16:20
In der Tat #134, hab's korrigiert.

Die Schlenker durch die Wingst habe ich auf einer eigenen Tour abgewandert und bin diesmal auf geradem Wege hindurch gegangen. So waren's am Ende "nur" 34 km. Als wir am Ziel in Bederkesa angesprochen wurden, wo wir herkommen und "Wingst" sagten, fiel der Person nicht nur sprichwörtlich die Kinnlade runter. :grins:

E1HikingTours
06.07.2016, 17:29
Ith-Hils-Weg :

Eine 81-km-Rundtour, die ich auf zwei Wochenenden (West- und Ostschleife) aufgeteilt habe. Coppenbrügge im Norden hat Bahnanschluß, nach Delligsen im Süden kommt man mit dem Bus von Alfeld.

Der Weg ist sehr schön zu gehen, besonders da wo er als Kammweg verläuft. Hier auch mit hohem Pfadanteil. An manchen Stellen ist er durch das steile Gelände etwas anspruchsvoller zu gehen und teilweise dort auch schwieriger zu finden. Nach längerem Regen ggf. nicht zu empfehlen. Besonders schön fand ich die Westschleife. Zunächst geht man mit Start in Delligsen durch abwechslungsreiche Landschaft, um dann zum Ith-Kamm zu kommen. Bis kurz vor Coppenbrüge verbleibt man auf diesem aussichtsreichen Weg. Es gibt auch kleinere Ortsdurchquerungen, aber nichts unangenehmes.

Bei der Ostschleife überquert man mehrere Hügel und geht auf dem letzten Stück bei Salzhemmendorf in der Ebene. Diesen letzten Abschnitt bin ich nicht gelaufen, sondern wieder zum Ith-Kamm abgebogen, um nochmal den schönen Abschnitt dort gehen zu können.

Ich bin am Wochenende auf dem E11 von Coppenbrügge bis Alfeld unterwegs gewesen, der überwiegend mit dem Ith-Hils-Weg gleichlaufend ist. Ich empfand den Kammweg auf dem Ith als sehr anspruchsvoll: schmale, teilweise überwucherte Pfade - man muss sehr genau darauf achten, wo man hintritt - über eine sehr lange Strecke. Als Übernachtungsmöglichkeit bietet sich der Zeltplatz der JDAV in Holzen-Ith an.
Den zweiten Tag ging es die meiste Zeit über den Hils-Kammweg, der auf einem breiteren Waldweg entlangführt, dadurch deutlich einfacher zum Wandern ist und ähnlich tolle Aussichten bietet wie der Ith-Kammweg. Der Roswithaweg, der hier im Faden auch schon genannt wurde, führt übrigens ebenfalls über diese Strecke und zwar von Coppenbrügge bis zur Gaststätte Roter Fuchs auf dem Hils.

Prachttaucher
06.07.2016, 17:38
Stimmt schon - bei Nässe sicher unangenehm. Im Herbst hatte ich einige Äste, die ungünstig unter dem Laub versteckt waren...

JHL
11.07.2016, 12:39
Weserbergland-Weg „entgegengesetzt“

Ich habe mir den Weserberglangweg (XW) vorgenommen, allerdings in die Gegenrichtung. Meine geistigen Ergüsse dazu stelle ich mal hier ein, es ist zwar keine reine Wegbeschreibung, aber auch längst kein vollwertiger Reisebericht.

Porta-Westfalica – Hameln (Etappen 13 – 11)
Länge: ca. 57 km

Hameln – Stadtoldendorf (Etappen 10 – 7)
Länge: ca. 77 km (mit Zubringer Hameln und Bodenwerder, siehe unten)

Kennzeichnung: verschlungenes XW, blau auf gelbgrün. Eine gute Karte oder eine gute App (Locus pro, my love) sind schon empfehlenswert. Die Schildchen sind oft an Bäumen angeklebt und werden dadurch regelmäßig Opfer von Schwerkraft und Souvenirjägern. Mancher abzweigende Weg springt nicht sofort ins Auge.

Frequentierung: Nicht so. Im März war’s zu nass, im Juli wahrscheinlich zu warm

Wasser: Zwischen Porta und Hameln aus Quellen, auch liegen einige Wirtschaften am Weg. Zwischen Hameln und Stadtoldendorf sollte man langfristiger planen, vor allem im Sommer. Keine Quellen, weniger Wirtschaften.


Für das Teilstück Porta-Hameln (Wesergebirgsweg) konnte ich an einem regnerischen Wochenende im März Zeit finden. Da sich für diesen Abschnitt hier im Forum schon etliche Reiseberichte finden lassen, spare ich mir eine ausführliche Beschreibung. Nur so viel: Der Weg war noch da, Türme, Schaumburg und Hohenstein eh, der Cache (https://www.geocaching.com/geocache/GC3CPJZ_xw-wesergebirgsweg-pw-hm) auch, Aussicht und andere Wanderer gab’s aufgrund des Wetters fast keine. Quellen und Wasser hat es hingegen genug. Wenn man den Weg im dunklen „Winterhalbjahr“ an zwei Tagen angeht und von den Zugfahrzeiten abhängig ist, dann wird’s schon recht sportlich.

Vergangenes Wochenende ging es endlich weiter ab Hameln in Richtung Süden, Ziel Stadtoldendorf.
Der offizielle Verlauf des XW führt an einigen wirklich schmucken Orten stumpf vorbei. Um also in die Hamelner Innenstadt und zum Bahnhof zu kommen, kann man sich besser am E11 orientieren. Gleiches gilt, um in einem leichten Bogen hinter der Stadt wieder auf den XW zu stoßen. Der E11 führt im südlichen Stadtgebiet am NSG „Töneböns Teiche“ vorbei. Hier gibt es einen Zeltplatz in Trägerschaft des VCP, der ganz interessant aussah.

Für die kommenden ca. 45 km ab Hameln muss sich der Wanderer, der bisher die Wege und Pfade des Wesergebirges und des Süntel unter den Füßen hatte, deutlich umstellen. Häufige Asphaltstrecken und extrem verdichtete, geschotterte Forstwege brennen sich unangenehm in die Fußsohlen und die Erinnerung ein. Zwischendurch geht es auf breiten Wegen quer durch die Getreidefelder. Auch die mit Gras überwachsenen Waldwege sind oft breit und fest genug, um motorisiertes Befahren zu ermöglichen.

Ca. 12 km hinter Hameln, nachdem man das Örtchen Völkerhausen durchquert hat, befindet sich die Hellbach-Baude, ein schöner Picknickplatz mit Schutzhütte. Der hier fließende Bach hat leider schon mit uns das Dorf mit seinen Gärten und Teichen passiert, Wasser würde ich also keines entnehmen.

Nach 25 km wartet ein unbestrittenes Highlight: Das Schloss Hämelschenburg, Weserrenaissance at its best. Café mit Sitzplätzen im Gutsinnenhof. Alkoholfreies Weizen: 3,90 €, Leitungswasser aus der Außenzapfstelle inkl. von Touris begafft werden: gratis. Nettes Örtchen. Man trifft hier auch auf den Pilgerweg Loccum-Volkenroda, mit dem man sich künftig, hin und wieder, einige kurze Abschnitte teilt.

Mit weiteren erwähnenswerten „Sehenswürdigkeiten“ hält sich der XW dann längere Zeit vornehm zurück. Kurz hinter der Weserquerung Hehlen/Daspe hat man endlich das von der Wegbeschaffenheit unattraktivste Teilstück hinter sich. Direkt an der Weser entlang geht es auf einem überwucherten, teilweise nicht sichtbaren Trampelpfad in Richtung des nächsten Kammes. Dieser keine 2 km lange Abschnitt scheint eine der offensichtlichen Folgen der „Aufwertung“ durch „naturnähere Wegführung“ zu sein. Der asphaltierte Pilgerweg läuft nämlich parallel einen Steinwurf entfernt.

Bevor man Bodenwerder erreicht (52 km), warten doch noch der ein oder andere Waldpfad und die Aussicht vom Bismarkturm. Der direkte Wegverlauf führt an Bodenwerder vorbei, der kurze Umweg von vielleicht 2-3 km ins hübsche Münchhausenstädtchen lohnt aber allemal. Meine Tour sollte in der entspannten Version eigentlich hier enden, zum Glück fiel mir aber noch in der Planungsphase auf, dass man sonntags mit öffentlichen Verkehrsmitteln von hier nicht weg kommt.

Also geht es weiter und für norddeutsche Verhältnisse hoch hinaus, auf über 400m. :bg: Bis kurz vor Holenberg (64 km) geht es insgesamt hügellich, auf Pfaden und nicht mehr ganz so verdichteten Forstwegen, mit dem einen oder anderen Anstieg, von einem Aussichtsturm zum nächsten.

Noch einmal gibt es Asphalt unter die Füße, die nächste Station ist das an einem heißen Sonntagnachmittag leider wie ausgestorben wirkende Klostergut Amelungsborn. Ich schieße also nur ein paar Fotos und atme im Kräutergarten dreimal tief durch, bevor ich die letzten 4 km nach Stadtoldendorf angehe.

Prachttaucher
28.07.2016, 12:05
Besser spät als nie : Danke für die Beschreibung ! Die Fortsetzung steht auch auf meiner Liste. Könnte mir aber jetzt vorstellen, daß ich (mit meiner Asphalt-Phobie) das auf Bad Karlshafen - Stadtoldendorf beschränke.

Habe es im Inhaltsverzeichnis aktualisiert.

E1HikingTours
08.08.2016, 09:22
Ich bin gestern wieder auf dem Europäischen Fernwanderweg E6 unterwegs gewesen. Die Beschreibung für Etappe #22 (Schnega - Bad Bodenteich) ist nun im Post #124 enthalten.

November
13.09.2016, 13:38
Für die spezielle Anfrage zu einer Wanderung um Bremen habe ich lieber einen extra Faden (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/94696-Wanderung-im-Bremer-Umland-gesucht) geöffnet.

lina
06.10.2016, 09:34
Ich empfand den Kammweg auf dem Ith als sehr anspruchsvoll: schmale, teilweise überwucherte Pfade - man muss sehr genau darauf achten, wo man hintritt - über eine sehr lange Strecke.

Was meinst Du mit "sehr genau darauf achten, wo man hin tritt"? Woran liegt das?

E1HikingTours
06.10.2016, 10:57
Was meinst Du mit "sehr genau darauf achten, wo man hin tritt"? Woran liegt das?

Es gibt Wege, da kannst du links und rechts schauen und musst keine Angst haben, in ein Loch zu treten oder irgendwie ins Gebüsch zu laufen (Extrembeispiel: asphaltierte Straße). Und dann gibt es Wege, da musst du dich mehr auf den Weg selbst konzentrieren, weil es sich um einen unebenen Pfad handelt, wo ständig Pflanzen, Äste usw. über den Weg reichen, der nicht gerade verläuft und wo man an steileren Stücken überlegen muss, wo man seinen Fuß hinsetzt. Das ist sicherlich spannender und abenteuerlicher, aber auch geistig anstrengender. Ich fand es auf dem Weg sehr auffällig, wie viel entspannter ich auf den breiteren Forstwegen im Hils unterwegs war als auf dem Ith-Pfad.

lina
06.10.2016, 11:41
Ok, Danke, so kann ich mir das ungefähr vorstellen. Sollte man also evtl. nicht mit Schläppchen an den Füßen an regennassen Tagen in Betracht ziehen, zu Zeiten, wenn noch eine dicke Laubschicht die Unebenheiten zudeckt.

Prachttaucher
23.10.2016, 17:45
Heidschnukenweg (HSW) / Rundweg bei Hermannsburg / Misselhorner Heide (42 km)

In Beitrag #153 ging es um einen Rundweg bei Müden in westlicher Richtung. Da es mir zur Misselhorner Heide zu weit war- ein bißchen die „best of Südheide“ für mich – und die neu LGN-Karte mal zum Einsatz kommen sollte, hier die zweite Runde :

Der Weg : Um es besonders bequem zu haben, starte ich direkt an der Misselhorner Heide – "Schmankerl first". Hermannsburg wäre aber auch nicht weit. Die Heide hat hier die Form eines Angelhakens und der HSW nimmt auch genau diesen Verlauf um danach in südliche Richtung abzubiegen (vermutlich gehe ich aber entgegengesetzt ?). Im Gegensatz zu den anderen teilweise sehr überschaubaren Heideflächen, hat man hier zumindest einen Heide-Spaziergang bei dem man zwischen mehreren Wegen wählen kann.

Den Rest des Weges geht es dann fast auschließlich durch Wald. Durch den sandigen Untergrund meist angenehm zu laufen und durch die beginnende Herbstfärbung oft freundlich anzuschauen. Nach einer Stärkung (Hochzeitssuppe mit Buchweizentorte) geht’s hinter Dehnungshof dann doch etwas monotoner weiter. Einzige Auflockerung : Mitten auf dem Wanderweg kommt mir ein Auto entgegen mit zwei hilfesuchenden Frauen. „Wir wollen nach Eschede, :ignore: unser Navi...“

Am Nordende des Truppenübungsplatzes Scheuen verlasse ich den HSW in östlicher Richtung, vorbei an vielen Warnschildern. Findet hier überhaupt noch etwas statt ? Heute zumindest nicht ! Als die Schilder endlich vorbei sind geht es für mich wieder zurück Richtung Norden. Hier habe ich mir offensichtlich einen ausgesprochen schönen Weg ausgesucht : Grasflächen und offene Waldlandschaft – :o was einem die Zertifizierer so alles vorenthalten.

Hinter Rebberah geht es kurz durch die Landwirtschaft, danach wieder durch äußerst einsame Waldgebiete und am Schluß nochmal durch´s Schmankerl (ohne Einsamkeit).


Fazit : Wieder eine schöne Runde durch die Südheide und eine gute Ergänzung zur Müden-Runde und wieder : Die Wege auf dem sandigen Heideboden empfand ich als sehr angenehm zu laufen.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Missehorner1.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=159170&title=missehorner1&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Missehorner2.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=159171&title=missehorner2&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Missehorner3.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=159172&title=missehorner3&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Missehorner4.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=159173&title=missehorner4&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Missehorner5.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=159174&title=missehorner5&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Missehorner6.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=159175&title=missehorner6&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Missehorner7.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=159176&title=missehorner7&cat=500)

E1HikingTours
23.10.2016, 21:41
Freudenthalweg :

Etappe 6 und 7 - Start in Verden. 22,3 km / 19,7 km
Verden lohnt für eine kurze Besichtigung. Nach dem Stück an der E1 (1-2 h) wird es schön ruhig. Diese ersten Kilometer fand ich etwas nervig, der Rest der Strecke gefiel mir gut. Dieser Bereich wird wohl eher selten gelaufen. Die Beschilderung ist eher schlecht - Track empfehlenswert. An genauere Details erinnere ich mich jetzt leider nicht mehr so, wollte die Etappe in diesem Zusammenhang aber nennen. Etwas Asphalt gab es im Bereich der Landwirtschaft schon, wie mir einige Bilder zeigen.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Ve110.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=115288&title=ve110&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/VE31.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=115286&title=ve31&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/VE21.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=115285&title=ve21&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/VE41.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=115287&title=ve41&cat=500)

Wenn jemand den ganzen Weg gelaufen ist, würde ich mich über Rückmeldungen freuen. Bei dem Abschnitt Bad Fallingbostel-Schneverdingen, den ich erstmal ausließ, wüßte ich gerne in wie weit der lohnend ist bzw. die nahe Autobahn zu sehr stört.

Heute bin ich den Abschnitt von Dorfmark bis Walsrode gegangen, also die halbe Etappe 5 und die halbe Etappe 6. Zunächst einmal der Hinweis, dass der Weg zwischen dem Campingplatz Böhmeschlucht und Bad Fallingbostel anders als z.B. auf wanderkompass.de (und bis eben bei Open Street Map) nicht direkt an der Böhme, sondern oberhalb auf dem Lieth entlang führt.

Ein Höhepunkt ist der Pfad entlang der Böhme zwischen Brock und Vierde mit vielen verwitterten und rutschigen Bohlen, einem Bachlauf, den man springend überqueren muss (eine Umleitung ist aber auch markiert) und anschließend ein wegloser Abschnitt über eine wilde Wiese. Rund um Bad Fallingbostel ist es hübsch hügelig. Auch sehr schön ist der Wacholderhain bei Tietlingen (Tietlinger Lönshain) und die hügelige Landschaft an der Sandgrube bei Lönsheide (ehemals bekannt als Honerdinger Schweiz).
Negativ zu vermerken ist der 2 km lange Abschnitt entlang der Kreisstraße vom Zentrum Bad Fallingbostels bis kurz vor Tietlingen. Auch der letzte Abschnitt vor Walsrode entlang der Heidebahn ist eher öde. Die Markierung weist im Übrigen immer noch über einen seit kurzem (mit einem Zaun ab-)gesperrten Bahnübergang kurz vor Walsrode, der Alternativweg erschließt sich einem jedoch praktisch von alleine.

P.S.: Erwähnt werden sollte auch noch, dass der Weg bei besagter Sandgrube durch den Sandabbau teilweise zerstört wurde und sich noch kein neuer, erkennbarer Trampelpfad gebildet hat. Hier gilt es also auch, sich weglos durch's Terrain zu schlagen.

Prachttaucher
24.10.2016, 08:36
Danke Dir ! Vielleicht nehme ich´s ja als Anlaß den für mich fehlenden Abschnitte Fallingbostel-Schneverdingen doch mal zu gehen. :D Ist wieder meine Zeit für Heide-Wanderungen. Das Wetter war ja (zumindest bei mir) irgendwie dann doch recht gut an diesem Wochenende - der Regenschirm blieb unbenutzt.

stoeps
31.10.2016, 16:22
P.S.: Erwähnt werden sollte auch noch, dass der Weg bei besagter Sandgrube durch den Sandabbau teilweise zerstört wurde und sich noch kein neuer, erkennbarer Trampelpfad gebildet hat. Hier gilt es also auch, sich weglos durch's Terrain zu schlagen.

Ich arbeite an der BBS WAL, an der der Freudenthalweg genau entlang läuft. Und da der Teil an der Bahnstrecke und an besagter Sandgrube Teil meiner Lauf-Trainingsstrecke ist, kann ich vermelden, dass der Trampelpfad sich inzwischen gebildet hat. Ich meine sogar, mich zu erinnern, dass es inzwischen eine Markierung an einem Baum gibt, wo man vom Trampelpfad zurück auf's Original findet.

E1HikingTours
01.11.2016, 08:48
Ich arbeite an der BBS WAL, an der der Freudenthalweg genau entlang läuft. Und da der Teil an der Bahnstrecke und an besagter Sandgrube Teil meiner Lauf-Trainingsstrecke ist, kann ich vermelden, dass der Trampelpfad sich inzwischen gebildet hat. Ich meine sogar, mich zu erinnern, dass es inzwischen eine Markierung an einem Baum gibt, wo man vom Trampelpfad zurück auf's Original findet.

Das mit der Markierung stimmt, zumindest aus Richtung Walsrode kommend sieht man, wo es eigentlich langgegangen wäre. Ich kam aus Richtung Lönsheide und da war nicht wirklich ein Pfad erkennbar, so dass wir (verbotenerweise vermutlich) ein Stückchen über das Sandgrubengelände gelaufen sind.

Prachttaucher
19.12.2016, 21:20
Süntel-Rundwanderung / Sünteltrail (40 km)

In den Beitragen #33 und 35 ging es um einen Marathon-Lauf, den Sünteltrail, bei #53 um eine Süntel-Querung. Ebenso nennen Berichte zum E1/ Weserberglandweg das Mittelgebirge.

Der Weg: Ich habe den ca. 55 km langen Marathon als Vorlage genommen, die Ortsdurchquerungen und einige Schleifen rausgeschnitten und dafür wo es ging „grüne“ Abschnitte eingefügt. ;-) Von den Höhenmetern sind doch einige dringeblieben.

Start ist am Deisterbahnhof Bad Münder, der von seiner Lage her eigentlich Süntelbahnhof heißen müßte. Nach einigen Feldwegen erreiche ich den Waldrand, wo gerade Verkauf von Weihnachtsbäumen stattfindet. Deshalb also die Autos unterwegs.

Hinter Klein Süntel wird es richtig schön : Der Panorama-Weg verläuft auf kleinen Pfaden mit zahlreichen Bänken, die zu einer frühen Rast einladen. Viel zu schnell geht es in den Wald rein – in dem Abschnitt bis zum Süntelturm habe ich mir einige sehr schöne, verwunschene Pfade ausgesucht. War es bisher recht einsam treffe ich hier wieder auf die Grünkohlwanderer vom Bahnhof. Den Turmaufstieg schenke ich mir wegen der vermutlich schlechten Aussicht, das Schmalzbrot mit Beilage nehme ich gerne. Nun geht’s auf offiziellen Wegen weiter Richtung Westen mit einem Abstieg ins Blutbach-Tal. Die Landschaft hier gefällt mir gut, das Asphaltstück nehme ich in Kauf. Auf kleinen Wegen und später einer Treppe geht es hinauf zur Teufelskanzel – irgendwie ein Muß in diesem Gebiet. Leider ist die Aussicht am Spätnachmittag zu dieser Jahreszeit eher bescheiden – die Lichter in der Ferne sieht man aber.

Der Weg zurück verläuft auf eher langweiligen breiten Forstwegen, das letzte Stück dann durch die Felder mit Blick auf den Deister. „Ja das bietet sich an“ - vom gleichen Startpunkt noch eine Rundtour in die andere Richtung.

Ist mal jemand im Westen über die Moosköpfe gelaufen ? Das stelle ich mir eindrucksvoll vor.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/S_ntel.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=162251&title=s-ntel&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/S_ntel-2.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=162247&title=s-ntel-2&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/S_ntel-3.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=162248&title=s-ntel-3&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/S_ntel-4.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=162249&title=s-ntel-4&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/S_ntel-5.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=162250&title=s-ntel-5&cat=500)

JHL
22.12.2016, 18:02
Süntel-Rundwanderung / Sünteltrail (40 km)

[...]

Ist mal jemand im Westen über die Moosköpfe gelaufen ? Das stelle ich mir eindrucksvoll vor.
[...]



Der Wesergebirgsweg führt da ja drüber... eigentlich. Ich bin seinerzeit vom Weg abgewichen, um die Blutbachquelle mitzunehmen. Diese Entscheidung führte dazu, dass ich Luftlinie ca. 200m östlich der Moosköpfe am Bach entlang (X12 lt. Waymarked Trails) zur Baxmannbaude abgestiegen bin. Ist definitiv eine sehr hübsche Gegend da. Miese Sicht vom Hohenstein hatte ich übrigens auch.

Prachttaucher
22.12.2016, 18:52
Nicht ganz oder sondern dran vorbei oder ? Von Westen her kommend müßte man nach links abbiegen. Bei mir ist´s schon lange her, nur hatte mich damals zum einen der Name Blutbach fasziniert und auf meiner Karte die Strecke über die Moosköpfe. Geht dort sicher auch gut nach oben.

Eins davon habe ich dann wenigstens mal gemacht. Ansonsten wär´s sicher auch ein netter Rundweg dort (als Spaziergang).

JHL
23.12.2016, 08:17
Habe jetzt nochmal die Wegführung lt. WMT mit meinem Track bei Locus verglichen.

Der E11 und der XW laufen hier mal wieder nicht in einer Spur. Der E11 umgeht Schillathöhle, Steinbruch Langenfeld und die Moosköpfe großräumig südlich. Dementsprechend müsste man von Westen kommend "links hoch" in Richtung Moosköpfe.

Wandert man auf dem XW, so wird man nordöstlich des Steinbruchs in einem doppelten Rechtsschwenk über eine Stelle geführt, die in OSM eine Gipfelmarkierung "Moosköpfe" trägt.

Mein Besuch der Blutbachquelle hatte primär praktische Gründe, ich hatte noch nicht gefrühstückt und das Wasser war knapp. Außerdem hatte ich gehört, dass es dort ganz lauschig sein solle, und die Wegführung sah auch interessanter aus.

Da Schillathöhle und Hohenstein noch auf der To-Do-Liste für Familienausflüge stehen, werde ich mir das vielleicht im kommenden Jahr vor Ort mal genauer angucken. Eventuell hat dann ja auch die Baude mal auf.

Prachttaucher
23.12.2016, 21:19
Das kenne ich auch gut....aber immerhin hatte der Süntelturm auch zu dieser Jahreszeit auf.

Prachttaucher
08.01.2017, 17:41
Thüster Berg / Duinger Berg (42 km) / Ith-Hilsgebiet

Wer den gesamten Ith-Hils-Weg gelaufen ist wird mit den Namen etwas anfangen können, ansonsten sind sie vielleicht nicht so geläufig.

Der Weg: Wieder das übliche Strickmuster : ½ Ith-Hils-Weg, ½ eigener Weg auf dem Rückweg. Mein Startpunkt Salzhemmendorf befindet sich keine 20 km vom Deisterbahnhof (siehe letzte Tour). Es ist ungemütlich : Minusgrade und windig. So bin ich froh eine ordentliche Jacke mit guter Kapuze eingesteckt zu haben. Beim Aufstieg zum Kantstein wird es mir zwar wärmer, die Jacke muß ich aber anlassen. Man passiert einen Steinbruch, mit dem ich morgen noch Spaß haben werde und interessante Steinformationen. Spektakulär sind die steil abfallenden Felsen am Kantstein, die an den Süntel erinnern. Durch den Schnee geht’s weiter zum und auf den Lönsturm. Trotz trüben Wetters lohnt die Aussicht. Die anderen Bergkämme sind auch weißlich gefärbt. In einer geschützten Turm-Nische gibt es ein zweites Frühstück.

Teilweise auf kleineren Wegen, teilweise unbeabsichtigt weglos und auch auf vielen breiten Forstwegen durchquere ich den ersten Berg. Schön finde ich den hohen Laubwaldanteil. Die Einkehrmöglichkeit in Marienhagen existiert leider nicht mehr, wie ein Hundebesitzer weiß, dafür gibt es hinter dem Ort eine schöne Bank mit Blick übers Land (Teepause).

Nach Straßenquerung befinde ich mich im Gebiet des Duingener Berges. Nach einem längeren Aufstieg folgt ein wirklich schöner, schmaler Kammweg. Vor lauter Begeisterung verfehle ich irgendwie die Abzweigung zum Rückweg und verliere auch den Weg selbst. Nun stehe ich vor einem relativ steilen Hang, den ich irgendwie runter muß. Unten angekommen dann das gleiche wieder nach oben, an einer Stelle warnt eine Absperrung : Hier ginge es senkrecht nach unten !

Für den Rückweg auf der Westseite des Gebietes habe ich mir auch einige Wege am Waldrand und durch Felder ausgesucht. So empfinde ich die Wanderung als recht abwechslungsreich. Heute ist es zwar noch trüber aber immerhin ist nun auch in tieferen Lagen alles weiß. Nicht weit entfernt von Marienhagen quere ich wieder die Straße und wechsle zurück zum Thüster Berg. Kurz vor Salzhemmendorf soll es dann nahe am Kalkbergwerk weitergehen, aber leider irrt hier die OSM-Reiter-Karte : Der Weg ist mittlerweilen gesperrt ! Also nichts mit „gleich im warmen Auto“ - mittlerweilen ist es auch recht feucht – sondern ein weiträumiger Umweg ist nötig. Hier gerate ich dann noch in eine Sackgasse – ja, auf der Komot-App hätte ich es sehen können, muß quer durch den Wald und bald auch durch´s Gestrüpp....Zumindest sehe ich so einiges vom Bergwerk. Als dann die Felsen vom Hinweg auftauchen – jetzt noch in dichterem Nebel – ist´s doch bald geschafft.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Salzhemmendorf.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=163158&title=salzhemmendorf&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Salzhemmendorf-2.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=163152&title=salzhemmendorf-2&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Salzhemmendorf-3.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=163153&title=salzhemmendorf-3&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Salzhemmendorf-4.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=163154&title=salzhemmendorf-4&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Salzhemmendorf-5.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=163155&title=salzhemmendorf-5&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Salzhemmendorf-6.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=163156&title=salzhemmendorf-6&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Salzhemmendorf-7.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=163157&title=salzhemmendorf-7&cat=500)

Fazit : Vielleicht nicht so spektakulär wie der Ith-Kamm aber trotzdem ein lohnendes Wandergebiet.

E1HikingTours
06.03.2017, 11:15
Ich war gestern wieder auf einem E-Weg unterwegs gewesen und zwar auf dem E9 zwischen Bremerhaven und Bad Bederkesa. Die Wegbeschreibung findet sich in Beitrag #134 (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/82769-Wanderwege-in-Norddeutschland?p=1395793&viewfull=1#post1395793).

Prachttaucher
12.03.2017, 08:47
:p Sehr interessanter Abschnitt für mich : Speckenbüttler Park ist mein Radweg zur Arbeit, aber auch die anderen Ecken sind mir vertraut. Die eher vergilbten Schilder habe ich an manchen Stellen auch gesehen.

Vor nicht allzu langer Zeit wurden Langen und Bederkesa zusammengelegt und so kam es zur Umbenennung in Geestland - da gab es dann viel Arbeit mit "Adressenänderung" obwohl man garnicht umgezogen war. :ignore: Und am Anfang Briefe, die nicht zugestellt wurden, weil die Post noch nicht so weit war. Anderswo das gleiche - alte Orte heißen nun plötzlich "Wurster Nordseeküste". Wenn das dann auf den Landkarten auch so umgesetzt wird, wäre diese Entwicklung wohl eher zum Nachteil für Wanderer.....

E1HikingTours
13.03.2017, 09:11
:p Sehr interessanter Abschnitt für mich : Speckenbüttler Park ist mein Radweg zur Arbeit, aber auch die anderen Ecken sind mir vertraut. Die eher vergilbten Schilder habe ich an manchen Stellen auch gesehen.

Ich habe die Wegbeschreibung durch Speckenbütteler Park noch ergänzt, nachdem ich mir zuhause noch einmal die Wegbeschreibung vom Wanderverband von 1989 und die Beschreibung von Heinz-Jürgen Schymura (https://heinz-jürgen-schymura.de/index.php?Auswahl=GebieteThemen&RundStrecke=Fern&GebietThema=E9&Tour=012&pts=PC) angeschaut habe.
Es ist eine wirklich schöne Etappe. Abgesehen von dem Stück durch Langen und Leherheide zwischen Speckenbütteler Park und dem Wald in Leherheide sowie dem kurzen Stück zwischen Debstedterbüttel und Wehden über die Autobahn hinweg, ist sie absolut verkehrsfrei (das ist mir immer sehr wichtig).

Prachttaucher
13.03.2017, 22:00
Freut mich....:p Immerhin sieht man am Anfang auch kurz etwas von der Küste - da gibt´s im Sommer eine schöne Einkehrmöglichkeit (http://www.gastroteam-venhofen.de/index.php/seelust), wo sich gut der Sonnenuntergang genießen läßt.

lina
26.03.2017, 15:00
Roswithaweg: Springe bis zu den Wolfsbuchen

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Roswithaweg_8a_01.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=169377&title=roswithaweg-ab-springe&cat=500) https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Roswithaweg_8a_10.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=169373&title=roswithaweg-ab-springe&cat=500) https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Roswithaweg_8a_18.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=169361&title=roswithaweg-ab-springe&cat=500) https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Roswithaweg_8a_19.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=169362&title=roswithaweg-ab-springe&cat=500)

Hübsch abwechslungsreich, Wirtschaftswege und Waldpfade (Möglichkeit von Waldpfaden parallel zu Wirtschaftswegen). Sehr ruhig, nur in Parkplatznähe mehr Leute, das kann aber auch an der frühen Jahreszeit gelegen haben. Wege umgeben von zahlreichen Wildruhezonen. Zur Bärlauchzeit würde ich in Betracht ziehen, einen Kocher und weitere Zutaten für Pasta mit Bärlauchpesto oder Steak mit Bärlauchbutter, etc. mitzunehmen, was dann am Picknickplatz an den Wolfsbuchen stilgerecht verzehrt werden könnte :bg:

Mehr hier: klick (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/29203-Mein-Outdoorerlebnis-heute?p=1571966&viewfull=1#post1571966)

Prachttaucher
26.03.2017, 15:09
Sehr schön !!! Bin heute übrigens im kleinen Deister auch ein Stück Roswithaweg gelaufen. Bärlauch und Wildruhezonen sind mir auch aufgefallen.

Osterwald-Rundwanderweg / kleiner Deister (43 km)

Der kleine Deister liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Ith-Hils-Gebiet in nordwestlicher Richtung.

Der Weg: In Osterwald starte ich in nordöstlicher Richtung. Die eher breiten Wege versuche ich durch schmale Alternativwege zu umgehen. Manchmal führt das dazu, daß ich dann ganz weglos unterwegs bin... Die Sennhütte bietet leider nur eingeschränkte Einkehrmöglichkeiten – hier beginne ich dann eine größere Schleife, die mich später fast genau an den gleichen Punkt zurückbringen wird. Egal, dort im Osten zeigt die Karte eine interessante Hügellandschaft.

Am „Weißen Stein“ treffe ich einen Spaziergänger, der von merkwürdigen Geräuschen weiter oben berichtet. „Waschbären seien es eher nicht“. Etwas weiter höre ich es auch und tippe zunächst auf Kraniche. Die Bergbau-Landschaft könnte gut als Filmkulisse für einen Western herhalten. Mein Weg führt in eine Schlucht ohne Ausgang, oben auf den Felsen zeigen sich zwei „Indianer“ die statt Pfeil und Bogen eine Art Drohne zur „Kriegsführung“ benutzen. Das ganze wirkt wirklich etwas bedrohlich, da die Dinger sehr laut und schnell sind (bis zu 140 km/h) und den Betreibern offensichtlich egal ist, daß dort jemand läuft. Als ich vorbeikomme, wird mir alles bereitwillig erläutert. Im Helm, den ich so nur aus Science Fiction – Filmen kenne, befindet sich ein Display über das sich der Flug verfolgen läßt. :oldman: Zu meiner Zeit hat man noch mit Lenkdrachen gespielt. Von den beiden erfahre ich wie ich aus dem Gebiet wieder rauskomme, wie üblich hat der Bergbau hier alle eingezeichneten Wege zerstört.

Wieder zurück an der Sennehütte verzichte ich aus Zeitgründen auf weitere Schleifen im „Berggebiet“ und beschließe das wann anders nachzuholen. Zum Ausgleich finde ich einen schönen Kammweg, der an das Ith-Gebiet erinnert.

Passend zur Kaffezeit kann ich dann an der Holzmühle einkehren – dank des schönen Wetters kann man dort schon gut am Teich sitzen. Weiter geht es in nordwestliche Richtung bis zum Saupark, der durch eine alte Mauer abgesperrt ist. Am Hirschtor findet sich ein Ausgang und etwas weiter eine passende Schutzhütte.

Für den Rückweg nach Osterwald habe ich mir den westlichen Waldrand ausgesucht und stoße bei der Pulvermühle auf den schön zu laufenden Bergmannsweg. Der ca. 21 km lange Weg verläuft von Bad Münder bis Osterwald und ermöglicht sicher eine nette Tagestour. Hier finden sich auch aussichtsreiche Rastplätze, die einen schönen Blick auf den Ith-Kopf ermöglichen – mangels freier Sicht (Nebel !) erahne ich dies zumindest.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/kl_Deister.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=169385&title=kl-deister&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/kl_Deister-2.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=169380&title=kl-deister-2&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/kl_Deister-4.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=169382&title=kl-deister-4&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/kl_Deister-5.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=169383&title=kl-deister-5&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/kl_Deister-6.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=169384&title=kl-deister-6&cat=500)

lina
26.03.2017, 15:14
Wie jetzt ...? :D
Ich seh schon, wir brauchen eine App mit odsler-in-der-Umgebung-Suche, dann könnte man sich beispielsweise eben mal zum gemeinsamen Kaffeetrinken treffen :bg:

Prachttaucher
26.03.2017, 15:17
:bg: Hätte ja nicht viel gefehlt zu einem Treffen im Saupark...

lina
26.03.2017, 15:24
Stimmt, zur Holzmühle hätte ich auch abbiegen können :bg:

E1HikingTours
17.04.2017, 21:46
Heute ging's von Travemünde nach Boltenhagen auf dem E9. Die Beschreibung findet sich in Post #134 (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/82769-Wanderwege-in-Norddeutschland?p=1395793&viewfull=1#post1395793).

chinook
18.04.2017, 03:37
Wie jetzt ...? :D
Ich seh schon, wir brauchen eine App mit odsler-in-der-Umgebung-Suche, dann könnte man sich beispielsweise eben mal zum gemeinsamen Kaffeetrinken treffen :bg:

Das könnte man auch so einfach mal machen. Ganz ohne App. Ich bin in H.


-chinoook

E1HikingTours
18.05.2017, 11:28
Auf der ersten Seite habe ich nun die Etappen 10 und 11 des E1 ergänzt. Insbesondere die Etappe 11 zwischen Neustadt und Schönwalde kann ich jedem ans Herz legen.

kroessebastian
19.05.2017, 00:00
Nach längerer Abstinenz durch verschiedene Gründe melde ich mich auch zurück!

Prachttaucher
19.05.2017, 07:45
:pDas freut mich !

E1HikingTours
12.06.2017, 10:31
Ich bin gestern wieder auf dem E6 wandern gewesen. In Post #124 (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/82769-Wanderwege-in-Norddeutschland?p=1390526&viewfull=1#post1390526) befindet sich nun die entsprechende Beschreibung für die Etappe zwischen Bad Bodenteich und Hankensbüttel.

kartollchen
25.06.2017, 22:58
Die Lüneburger Heide, welch ein schöner Flecken kann man sagen, das lohnt auf alle Fälle, würde ich auch gerne mal wieder sehen.

Prachttaucher
26.06.2017, 07:31
+1

Ich war das letzte Mal über Pfingsten. Mittlerweilen ist es eine Rundwanderung, die ich im Lauf der Jahre immer weiter optimiert habe. Bin jedes Mal wieder beeindruckt von Schönheit der Landschaft und den vielen schmalen Pfaden.

Prachttaucher
09.07.2017, 20:36
... Wittekindsweg....

Hab´s auch mal wieder gewagt, :angst:Ist ja zum Glück hinter Gitter : https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/L_bbecke-3.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=174670&title=l-bbecke-3&cat=500)

Von Leckermühle nach Lübbecke, bei schönstem Sommerwetter, aber nicht zu heiß. Wo´s ging dann auch kleinere Wege eingebaut und im zweiten Teil ein langes Stück am Südrand des Wiehengebirges. Der Blick auf die offene Landschaft mit den reifen Kornfeldern ist einfach zu schön : https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/L_bbecke-4.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=174671&title=l-bbecke-4&cat=500). Ist dort irgendwie ideal, daß man so schnell wechseln kann. Im Wald natürlich dann auch wieder schön : https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/L_bbecke-2.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=174669&title=l-bbecke-2&cat=500) und selbst für die Fernwanderer ist gesorgt : https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/L_bbecke.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=174672&title=l-bbecke&cat=500)

E1HikingTours
10.07.2017, 17:55
Freudenthalweg :
Etappe 6 und 7 - Start in Verden. 22,3 km / 19,7 km
Verden lohnt für eine kurze Besichtigung. Nach dem Stück an der E1 (1-2 h) wird es schön ruhig. Diese ersten Kilometer fand ich etwas nervig, der Rest der Strecke gefiel mir gut. Dieser Bereich wird wohl eher selten gelaufen. Die Beschilderung ist eher schlecht - Track empfehlenswert. An genauere Details erinnere ich mich jetzt leider nicht mehr so, wollte die Etappe in diesem Zusammenhang aber nennen. Etwas Asphalt gab es im Bereich der Landwirtschaft schon, wie mir einige Bilder zeigen.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Ve110.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=115288&title=ve110&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/VE31.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=115286&title=ve31&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/VE21.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=115285&title=ve21&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/VE41.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=115287&title=ve41&cat=500)

Wenn jemand den ganzen Weg gelaufen ist, würde ich mich über Rückmeldungen freuen. Bei dem Abschnitt Bad Fallingbostel-Schneverdingen, den ich erstmal ausließ, wüßte ich gerne in wie weit der lohnend ist bzw. die nahe Autobahn zu sehr stört.

Nachdem ich am Wochenende die Strecke Walsrode-Verden (33 km) gewandert bin, habe ich nun den Freudenthalweg vollendet. Es ist in der Tat eine sehr schöne Strecke, durch viele einsame Wälder (Highlight: die Lohheide zwischen Sieverdingen und der Lehrde mit vielen Himbeeren!), aber auch mit langen Asphaltstrecken (vor allem im Bereich Verdenermoor). Eine Wutbürgerin in Ramelsen (mit Tafel "Wolf Nein Danke" auf ihrem Grundstück) hat durchgesetzt, dass der Weg nicht mehr über ihre Waldwege und ihren Hof ausgeschildert wird. Darum führt der Weg jetzt sehr ätzend auf 1 km Länge direkt an der Autobahn entlang.

Prachttaucher
10.07.2017, 19:46
Erinnere mich auch dunkel irgendwo eine Umgehung gemacht zu haben.

Mal schaun.... vielleicht kann ich da ja mal eine Rundwanderung basteln.

E1HikingTours
14.08.2017, 14:02
Gestern war wieder der E9 dran und zwar von Bremerhaven-Lehe bis Nordenham. In meiner Richtung fehlte die Markierung von der Rickmersstraße in die Pestalozzistraße und es fehlten die Markierungen zwischen der Ecke Waldemar-Becké-Platz/Bürgermeister-Smidt-Straße (letzte Markierung wies auf dem Südende von Waldemar-Becké-Platz Richtung Bürgermeister-Smidt-Straße) und der Ecke Bürgermeister-Smidt-Straße/Schleusenstraße (erst im Verlauf der Schleusenstraße habe ich wieder eine Markierung entdeckt, die Richtung Bürgermeister-Smidt-Straße weist). Im Bereich Neuer und Alter Hafen gibt es auch nur sporadisch Markierungen, so dass ich dem Deich gefolgt bin. Erst in der Van-Ronzelen-Straße sind mir auf der nördlichen Straßenseite wieder Markierungen aufgefallen.
In Nordenham war der Butjadinger Weg sehr gut markiert, auch wenn die Strecke wirklich nur zur Überbrückung geeignet ist, schön ist was anderes...
Die Beschreibung findet sich wie gewohnt in #134 (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/82769-Wanderwege-in-Norddeutschland?p=1395793&viewfull=1#post1395793).

Prachttaucher
14.08.2017, 14:36
Vielleicht sind zum Ausgleich die Etappen (jenseits von Nordenham) auf der Butjadinger Seite ganz nett ? Bin zum Radeln an der Küste und im Binnenland ganz gerne dort.

E1HikingTours
14.08.2017, 15:02
Vielleicht sind zum Ausgleich die Etappen (jenseits von Nordenham) auf der Butjadinger Seite ganz nett ? Bin zum Radeln an der Küste und im Binnenland ganz gerne dort.

Da gehe ich auch von aus. Das erste Stück führt auf der ehemaligen Kleinbahntrasse bis Stollhamm und dann geht's kilometerlang auf dem Deich einmal um den Jadebusen herum. Klingt monoton, ist aber vermutlich sehr nett. Die Strecke ist nächsten Sommer als 2-Tages-Tour bis Varel dran, mit Übernachtung auf dem Campingplatz in Sehestedt.

Prachttaucher
14.08.2017, 17:13
Ich fand´s da am Jadebusen schön. Zu Fuß ist´s sicher auch einfacher- für´s Rad ist der steinige Untergrund schwierig.

Habe auch schon lange geplant im Sommer mal die Fähre bei Eckwarderhörne zu benutzen....

Prachttaucher
17.09.2017, 19:22
Kyffhäuser-Rundwanderweg (ca. 40 km)

War man bereits auf dem Karstwanderweg unterwegs wird man auch auf das nahegelegene Kyffhäusergebirge aufmerksam. In einer meiner Harzkarten ist auch enthalten.

Der Weg: Von Tileda aus wäre es auf direktem Weg nicht weit zum Kyffhäuser-Denkmal, mir reicht erstmal die Fernsicht mit den Kirschbäumen im Vordergrund. Am Waldrand gehe ich in westliche Richtung bis kurz vor Kelbra – immer wieder mit Ausblicken auf die liebliche Hügellandschaft bei bestem Spätsommer-/Frühherbst-Wetter. Richtung Osten kann man gut die eindrucksvolle Spitzkegelhalde von Sangehausen erkennen.

In diese Richtung geht es nun auch weiter auf kleinen Wegen zur Rothenburg – so zumindest der Plan. Es zeigt sich aber, daß der kleine Weg (mittlerweilen ?) fast nicht mehr begehbar ist. Es ist schwierig an dem relativ steilen Hang noch Halt zu finden und einige Stellen müssen wegen dichtem Gestrüpps oder umgestürzter Bäume umgangen werden, was sich ebenfalls schwierig gestaltet. Kurz vor dem Kamm dann nochmals mehr Gestrüpp und noch steiler. Oben angekommen stehe ich vor einem weiträumig abgesperrten Bereich und habe sogleich eine wütende Wachhundemeute auf der anderen Zaunseite.

Nach solchen Erlebnissen freut man sich doch sehr wieder auf einem breiten, offiziellen Wanderweg laufen zu können ! Bald ist das Kyffhäuser-Denkmal erreicht, wo auf einmal relativ viel Trubel herrscht. Ich nutze erstmal die Gelegenheit, die möglicherweise erste echte Thüringer meines Lebens zu essen und folge dann der Schlange weiter zum Denkmal. Für einmal kurz schauen, ist mir der Eintritt doch zu hoch, wobei man bei dem guten Wetter sicher eine schöne Turmsicht gehabt hätte.

In einer weiteren Schleife geht es nun Richtung Süden zum Kammtal und dann wieder am Waldrand weiter nach Bad Frankenhausen – diesmal am Südhang des Gebirges. Der Weg verläuft hier auf schmalen Pfaden und erinnert an den Karstwanderweg. Ein kleiner Schwenk zum Kurpark nach Bad Frankenhausen ist zeitlich noch drin inklusive zweitem Frühstück beim Marktbäcker – was für ein Luxus ! Der Rückweg nach Tileda (Richtung Norden) ist von hier aus dann nicht mehr weit.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Kyffh_user.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=178487&title=kyffh-user&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Kyffh_user-2.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=178480&title=kyffh-user-2&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Kyffh_user-3.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=178481&title=kyffh-user-3&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Kyffh_user-4.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=178482&title=kyffh-user-4&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Kyffh_user-5.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=178483&title=kyffh-user-5&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Kyffh_user-6.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=178484&title=kyffh-user-6&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Kyffh_user-7.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=178485&title=kyffh-user-7&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Kyffh_user-8.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=178486&title=kyffh-user-8&cat=500)

E1HikingTours
16.10.2017, 09:43
Am Wochenende ging es mal wieder auf den E1. Die Streckenbeschreibung zwischen Plön und Eutin findet sich in Post #6 (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/82769-Wanderwege-in-Norddeutschland?p=1344253&viewfull=1#post1344253).

Prachttaucher
05.11.2017, 14:58
In Post # 153 ging es um :


Heidschnuckenweg (HSW) / Rundweg bei Müden (46 km)
....

Da ich mich neben dem Entdecken von neuen Wegen auch gerne mit der Optimierung bekannter Touren beschäftige, soweit sie es Wert sind, hier noch ein Nachtrag :

Einkehrmöglichkeiten : Am Westende von Faßberg findet sich die dortige Einkaufslandschaft. Nicht unbedingt einladend aber je nach dem nützlich. Bei mir für´s zweite Frühstück (Bäcker !) aber auch Proviant kann dort nachgekauft werden. Ob sich der Weg durch Faßberg lohne, frage ich zwei andere Gäste. Historische Gebäude gebe es kaum, aber bei der Kaserene den "Rosinenbomber". So verlasse ich den Ort auf schnellstem Wege wieder, an einen bleibenden Eindruck vom Heidschnukenweg (HSW) her kann ich mich auch nicht erinnern - lasse mich aber gerne eines bessern belehren. Wer zertifiziert unterwegs ist, muß natürlich durch den Ort.

Wegeführung : Daß es zwei lohnende Heidegebiete beim Hausselberg und bei Neurohe gibt, haben die Planer des HSW berücksichtigt. Das Straßenstück bei Gerdehaus finde ich aber häßlich. Besser gefällt mir vom Wacholderwald aus eine Schleife zum Südende der Neuroher Heide zu laufen, diese schöne Gebiet komplett zu durchqueren und dann das Hausselberg-Gebiet vom Nordende her zu durchqueren und danach zurück nach Müden. Den Schwenk nach Lutterloh mache ich dafür nicht mehr (lohnt wenig) und komme so auf ca. 38 km.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/M_den_2017.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=182181&title=m-den-2017&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/M_den_2017b.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=182182&title=m-den-2017b&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/M_den_2017c.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=182183&title=m-den-2017c&cat=500)

E1HikingTours
20.11.2017, 12:45
Pastor-Bode-Weg von Lüneburg nach Wilsede (44 km)
Dieser Wanderweg zeichnet die Spuren des Heidepastors und Naturschützers Wilhelm Bode nach. Start des Wanderweges ist die St. Michaelis-Kirche in Lüneburg in dessen Nähe sich auch das Geburtshaus Bodes befunden haben soll. Der Weg ist mit gelben Pfeilen markiert und auf den Wanderwegweisern vermerkt. Da der Pastor-Bode-Weg gleichzeitig auch Teil der Jakobswege in der Lüneburger Heide ist, findet man auf der gesamten Strecke auch die Jakobsmuschel als Markierung.
Der Wanderweg führt von der St. Michaelis-Kirche zunächst zum direkt nebenan gelegenen Kalkberg. Früher wurde hier Baumaterial abgebaut, heute ist der im Laufe seiner Nutzung stark geschrumpfte Berg ein Naturschutzgebiet. Zusammen mit einigen anderen Wanderwegen (Hermann-Billung-Wanderweg, Kultur-Findlinge) geht es durch ein Kleingartengebiet stadtauswärts auf das Gut Schnellenberg zu. Hinter dem Gut geht es schließlich auf ruhigen, unbefestigten Feldwegen auf das Böhmsholz zu. Hier im Lüneburger Stadtwald trennen sich die Kultur-Findlinge und der Billung-Weg vom Pastor-Bode-Weg, der am Ortsrand von Reppenstedt seine Richtung wechselt und sich als Waldrand-, Wiesen- und Feldweg (in einigen Teilen asphaltiert) auf gerader Strecke nach Westen wendet. Eine erste Richtungsänderung gibt es erst wieder in einem Waldgebiet bei Westergellersen (sehr gutes Steinpilzrevier), wo der örtliche Friedhof passiert wird.
An einem Waldrand entlang führt der Weg schließlich zum Turnierplatz von Luhmühlen, wo es wieder ein längeres Stück Asphalt zu ertragen gilt, ehe der Weg zur Luhe abzweigt und sich dort einen abenteuerlichen Pfad am Flussufer sucht. Über Wiesenwege erreicht man die Ortschaft Luhmühlen, die durchquert wird und kurz danach kommt man in Salzhausen an. Der Weg führt geradewegs an der Hauptstraße weiter zum von Pastor Bode mitgegründeten Krankenhaus und zum ehemaligen Bahnhof (heute der ZOB). Ein Abstecher auf den Paaschberg (mit Aussichtsturm) lohnt sich jedoch. Am ZOB in Salzhausen hat man etwa die Hälfte der Strecke geschafft.
Vom Salzhausener Bahnhof aus geht es an Flüchtlingscontainern und einem leerstehenden Neubaugebiet vorbei in die von kleineren Bächen und Feuchtgebieten durchzogene Feldmark. Der nächste Ort Eyendorf wird links liegen gelassen, jedoch hat man einen schönen Blick auf die dortige Windmühle. Hinter Eyendorf geht es in ein leicht hügeliges Waldgebiet. Die tiefen Senken entlang des Weges erwecken den Eindruck, dass hier früher einmal Sand abgebaut wurde, vielleicht für den Bau der A7, die auf dem weiteren Weg nach Egestorf unterquert wird.
In Egestorf führt der Weg durch den „Philosophischen Steingarten“, früher ein Friedhof, heute ein Kunst- und Findlingspark. Schließlich erreicht man die Kirche des Ortes, wo der Pastor von 1886 bis 1923 tätig war. Neben der Kirche direkt am Weg findet sich auch die Büste des Namenspaten. Weiter führt der Weg aus dem Ort hinaus über den Auberg und durch eine Senke an die Schmale Aue, wo der Weg auf Holzbohlen ein Stück am Fluss entlang führt. Wenn das Tal des Radenbachs mit seinen extensiv bewirtschafteten Weideflächen erreicht wird, befindet man sich im Herzen der Lüneburger Heide. Über den Radenbach führt der Weg durch die weiten Heideflächen am Ende nach Wilsede, wo Wilhelm Bode seinen Lebensabend verbracht hat.
In Wilsede bieten sich noch ein Abstecher zum Totengrund, dem ersten Grundstück, das Bode für den Naturschutz erworben hat, und zum Wilseder Berg an. Der der Ort autofrei ist, muss man entweder eine Kutsche mieten, um zurück zu kommen oder bis zu einem der umliegenden Dörfer weiterwandern.

Prachttaucher
20.11.2017, 13:25
Ah ein neuer Weg - :p sehr schön. Auf die Schilder bin ich auch mal gestoßen. Mache eigentlich bei jeder Wanderung Fotos wenn ich einen unbekannten Wegweiser sehe - könnte ja mal nützlich werden. Mal schauen ob es mir wieder einfällt, wann ich den "Pastor Bode" gesehen habe. Vermutlich bei Wilsede.

lina
20.11.2017, 14:20
Ich kann ein Stück Roswithaweg durch den Deister beitragen (vgl. auch #5347 (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/29203-Mein-Outdoorerlebnis-heute?p=1623527&viewfull=1#post1623527)). Rausgekommen bin ich an der Kreuzbuche.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Deister_22.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=183136&title=deister&cat=500) https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Deister_20.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=183134&title=deister&cat=500) https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Deister_23.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=183137&title=deister&cat=500) https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Deisterwanderwege.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=183894&title=deisterwanderwege&cat=500)

Während der E1 durch die "Mitte" des Deisters führt, geht der Calenberger Weg ungefähr am nördlichen und der Roswithaweg am südlichen Deisterrand entlang. Auf der Deister-Übersichtskarte der HAZ (http://www.haz.de/var/storage/images/haz/freizeit/ausfluege/deister-spass/wandern-im-deister/zu-fuss-ueber-den-deister-die-schoensten-wege/16318707-1-ger-DE/Zu-Fuss-ueber-den-Deister-Die-schoensten-Wege_pdaArticleWide.jpg) kann man auch noch einen Weg namens "Kantsteinweg" erspähen.

Prachttaucher
20.11.2017, 16:07
Waren da auch ein paar Pfade dabei ? Deister ist bei mir demnächst wieder dran.

Kantsteinweg kommt mir auch irgendwie bekannt vor - vom Süntel her ? Nee, vermutlich vom kleinen Deister.

:p Für einen Rundweg würde sich ja etwas mit Roswitha und Calenberg anbieten.

lina
20.11.2017, 16:24
Für Dich Kuchenliebhaber würde sich ja ein Intermezzo am Bad Nenndorfer Kurpark anbieten :bg:
Pfade gab es einige. Auf der OSM-Karte die, welche mit abwechselnd Strich und Punkt markiert sind, auf dem ersten Foto beispielsweise der Bogen in der Nähe der "Rodenberger Höhe" (Roswithaweg-Abzweig in Richtung Kreuzbuche, südöstlich der Teufelsbrücke, siehe grüne Linien auf der Wanderreitkarte (http://www.wanderreitkarte.de/)).

Natürlich ist der Deister ein vergleichsweise infrastrukturreiches Naherholungsgebiet. Ganz so unspannend wie zunächst vermutet ist es dort aber doch nicht, z.B. die Gaststätten tauchen eher unvermutet auf (jedenfalls im November :ignore:).

Prachttaucher
20.11.2017, 17:26
Kuchen :wohoo:

Gerade in tieferen Lagen bin ich dort auch schon auf schönen Pfaden gelaufen. Und es ist nicht so weit weg für mich, was jetzt bei der kurzen Tageshelligkeit günstig ist.

Am WE hat es nur zu Spaziergängen mit Regenschirm (gegen Hagelschauer) gereicht.

E1HikingTours
11.12.2017, 18:06
Unterweser-Weg
Der Unterweser-Weg verläuft zwischen Bremen und Cuxhaven und ist einer der drei Fernwanderwege, die die Weser erschließen. Nach Süden schließt sich der Weser-Weg an, der zwischen Bremen und Porta Westfalica verläuft und ab Porta Westfalica gibt es schließlich den bekannten Weserberglandweg. Das Markierungszeichen ist der gelbe Pfeil, gelegentlich grün umrandet.

Etappe 1: Bremen - Vegesack (25 km)
Offiziell startet der Weg auf dem Bremer Marktplatz. Bis zum Hauptbahnhof wird man jedoch keine Markierungen finden. Markiert ist der Weg dann mit gelben Pfeilen ab dem Nordausgang des Hauptbahnhofs. Zunächst einmal geht es am Parkhotel vorbei in den Bürgerpark und weiter in den anschließenden Stadtpark bis zum Uni-See. Hier biegt der Weg dann in Richtung Blockland ab und passiert dabei die Müllverbrennungsanlage und die Mülldeponie mit dem höchsten Punkt Bremens (der allerdings nicht zugänglich ist).
Durch das Radfahrerrevier geht es auf asphaltierter Strecke zunächst an kleinen Häuschen vorbei an der Kleinen Wümme entlang bis die Straße die echte Wümme am Dammsiel erreicht. Der Wümme flussabwärts folgend geht es durch die Ortschaften Wummensiede und Wasserhorst bis die Wümme schließlich den Straßenverlauf verlässt und wenig später als Lesum wiederkehrt. Schließlich überquert man den Maschinenfleet mit seinem Pumpenhaus und unterquert die A 27, worauf man an einem Gewerbegebiet wieder das „echte“ Stadtgebiet erreicht.
Am Bahnhof von Bremen-Burg überquert man die Lesum und folgt dem nördlichen Ufer weiter Richtung Weser. Vorbei an Knoops Park kommt man auf dem auch bei Fahrradfahrern sehr beliebten Weg zum Einkaufszentrum Haven Höövt, überquert das Vegesacker Hafenbecken über die Fußgängerbrücke und erreicht schließlich das Etappenende, den Bahnhof Bremen-Vegesack.
In Anbetracht, dass man sich auf der ganzen Strecke im Bremer Stadtgebiet befindet, ist das eine sehr schöne, idyllische Etappe. Aufgrund des hohen Asphaltanteils und den vielen Ausflugslokalen sind die Strecken auch bei Radfahrern im Sommer sehr beliebt. Diese Etappe ist daher eine Wanderempfehlung für die Wintermonate.

Etappe 2: Vegesack - Hagen (30 km)
Etwas eingequetscht zwischen Sportplatz, Bahnlinie und Autobahn führt der Weg auf unscheinbaren Wegen zunächst entlang der Schönebecker Aue, bevor man die offenen Weidelandschaften am Flüsschen sowie das Schönebecker Schloss erreicht. Weiter geht es, bereits in Niedersachsen, durch das Villenviertel Holthorst und hinter einem Waldstück durch die Ausläufer des Ortes Leuchtenburg. Die Landschaft ist hier deutlich hügeliger, weswegen sie auch den (etwas übertriebenen) Namen Bremer Schweiz trägt.
Auf Nebenwegen führt der Weg weiter nach Eggestedt, wo sich eine große Sandgrube durch die Landschaft frisst und dafür sorgt, dass die Strecke immer wieder mal verlegt werden muss. Auf etwas bewaldeterer Strecke kommt man schließlich durch die hübsche Dorf Hamfähr und erreicht auf geschotterten Wegen den Klingenberg, wo einige Windkraftwerke hochgezogen wurden. Die Straßen wurden für die hierfür benötigten Schwerlasttransporte hergerichtet und sind für Wanderer entsprechend unangenehm zu gehen. Mit Meyenburg erreicht man kurz darauf ein weiteres sehr hübsches Dorf mit alter Wassermühle (inklusive Gastronomie).
Hinter Meyenburg geht es auf Wirtschaftswegen in ein Waldgebiet mit vereinzelten Häusern und einem Kriegsgräberfriedhof und dann weiter über eine Nebenstraße zum Gehöft Seedorf und weiter nach Lehnstedt. Hinter dem letzten Bauernhof von Lehnstedt beginnt auch bald Neuenhausen, eine lose Ansammlung von Höfen und Häusern. Der Weg führt dann unbefestigt weiter am Rande des Hagener Königsmoores entlang bis der Weg nahe der Autobahn an einer Landstraße endet. Über Feldwege erreicht man in einem Bogen schließlich das Etappenziel Hagen im Bremischen. Beim Amtsplatz, direkt neben der Burg von Hagen, fahren auch am Wochenende regelmäßig Busse nach Bremen.

Etappe 3: Hagen - Sellstedt (30 km)
Den Ort Hagen verlässt man in nordwestlicher Richtung und erreicht durch ein kurzes Waldstück und nach Überquerung der schmale Drepte sehr schnell mit Kassebruch bereits den nächsten Ort. Über gewöhnliche Feldwege erreicht man Tannendorf, wo der Wanderweg auf eine etwas stärker befahrene Straße trifft, auf der man die hier schon deutlich breitere Drepte wieder überquert. Am anderen Ufer verlässt man die Straße wieder und kommt nach einem weiteren Abbiegen auf einen Grasweg, der hier durch die Marschwiesen führt. Der Ausblick von diesem schönen Weg reicht bis zu den Hafenanlagen von Brake.
Die Wegführung versucht, die Kreisstraße, die hier durch das Straßendorf Schwegen führt zu vermeiden, doch letztens Endes bleibt dann doch noch ein knapper Kilometer, den man entlang der Kreisstraße ohne Fußweg gehen muss. Kurz vor der alten B 6 mit den Hahnenknooper Wald eines der seltenen Waldgebiete in dieser feuchten, flachen Gegend. Der Wald wird von Süd nach Nord durchquert bis man den Ort Hahnenknoop erreicht. Auf einem Moordamm geht es auf landschaftlich sehr schöner Strecke weiter nördlich nach Stotel. Hinter der Luhebrücke schließt sich direkt Nesse an, das man über eine Wohnstraße am Ortsrand wieder verlässt.
Vorbei an zwei Baggerkuhlen kommt man nach Loxstedt, wo der Großteil des Ortes auf der Landstraße durchquert werden muss. Hier befindet sich auch ein Bahnhof, falls man die Etappe hier nach 21 km beenden möchte. Über ebenfalls meist befestigte Wege erreicht man Bexhövede und das Örtchen Hosermühlen. Ab hier geht es auf unbefestigtem Feld- und dann Waldweg nach Sellstedt, wo sich eine Haltestelle der Bahnlinie zwischen Bremerhaven und Bremervörde befindet.
Während die erste Hälfte der Etappe für Flachlandfreunde sehr empfehlenswert ist, wird der nördliche Teil bereits dort die nahe Großstadt Bremerhaven geprägt, so dass hier viele nah beieinander liegende Orte durchquert werden müssen.

Etappe 4: Sellstedt - Rosenburg (22 km)
Vom Bahnhof in Sellstedt aus geht es zunächst durch den kleinen Ort und dann raus auf der gerne von Autos als Schleichstrecke benutzten Straße nach Bramel. Die flachen, feuchten Wiesen hier bieten dem Auge weite Blicke. Bramel wird am Ortsrand entlang umgangen bis man die Kreisstraße erreicht, die man nutzen muss, um die Geeste zu überqueren. Hinter der Brücke geht man auf Feldwegen weiter durch Marschkamp nach Elmlohe. Dieser etwas größere Ort mit seiner unscheinbaren, aber sehr alten Kirche, wird nahezu komplett durchquert, die meiste Zeit davon an der Kreisstraße. Schließlich führt der Weg direkt auf ein großes Waldstück zu.
Hier kreuzt der Elbe-Weser-Weg (E9) den Unterweser-Weg, gemeinsam geht es ein kleines Stück durch den Wald, unter anderem auf einem mit hohem Gras bewachsenen, sehr feuchten Weg. Vom Wald aus kommt man schließlich direkt in Drangstedt heraus. Der weitere Weg führt zwischen Moor und Wald entlang durch die urige Landschaft Richtung Autobahn. Direkt an der Ausfahrt Debstedt befindet sich die Ortschaft Rosenburg, die eigentlich nur aus der Autobahnmeisterei besteht, aber immerhin eine eigene Bushaltestelle besitzt, von der man auch am Wochenende nach Bremerhaven kommt.

Etappe 5: Rosenburg - Nordholz (24 km)
Von der Autobahnmeisterei aus führt der Weg Richtung Norden parallel zur Autobahn auf einem asphaltierten Feldweg durch einen Windpark. Straßenverkehr sowie im Sommer schlechte Sicht durch hochgewachsenen Mais dämpfen das Wandervergnügen zusätzlich. Ab Hymendorf verbessert sich jedoch die Wegbeschaffenheit für den Wanderer: auf Sandwegen geht es vorbei an zahlreichen ehemaligen Sandgruben nach Neuenwalde, wo der Weg direkt durch das Gelände des dortigen Klosters führt.
Der Weg raus aus Neuenwalde führt über den Theesberg, der tatsächlich eine merkliche Erhöhung über dem Tiefland darstellt. Vorbei an einem einsamen Gehöft führt der Weg weiter durch ein Waldstück zum nächsten Windpark. Hier gibt es wieder asphaltierte Feldwege bis zum Rande des nächsten Waldes, dem Hohensteinsforst. Nach dem sehr angenehmen Waldabschnitt geht es wieder, jenseits der Autobahn, raus in die freie Landschaft. Regenerative Energien in Form von Mais und Windrädern prägen auch hier das Landschaftsbild. Durch eine kleine Siedlung an der alten Bundesstraße erreicht man einen hübschen Feldweg, der Richtung Nordholz führt und schließlich zur asphaltierten Straße wird.
Auch diese Etappe hat wieder einen sehr hohen Asphaltanteil, was ihn schon mal als guten Winterwanderweg qualifiziert. Da im Sommer zudem der Mais einem vielerorts die Sicht nimmt, ist auch hier meine Empfehlung, diese Etappe lieber in der kälteren Jahreszeit zu begehen.

Etappe 6: Nordholz - Cuxhaven (24 km)
Bereits kurz hinter dem Nordholzer Bahnhof kommt das erste und einzige Waldstück dieser Etappe, danach geht es raus in die offene, norddeutsche Marschlandschaft. Man sieht bereits den Deich, dem sich der Wanderweg langsam aber sicher wie zwei Schenkel eines Dreiecks nähert. Wenn schließlich der Deich erreicht ist, beginnt der Nationalpark Wattenmeer. Zunächst geht es auf Plattenwegen am Rande von Polderflächen entlang. Das Meer kann man von hier noch kaum erkennen. Je weiter man nach Norden kommt, desto schmaler wird der Polderstreifen und wenn man ein Stück die Dünen hinauf geht, erkennt man bereits das Meer. Zwischen Berensch und Arensch verlässt der Wanderweg kurz das Meerufer. Wenn er hinter Arensch wieder den Deich überquert, erkennt man bereits Neuwerk am Horizont.
Vorbei am Wernerwald kommt man schließlich nach Sahlenburg. Hier beginnt der Strand und damit auch der touristische Bereich. Zwischen Sahlenburg und Duhnen hat man noch einmal etwas Natur auf beiden Seiten des Weges, ab Duhnen gibt es dann aber nur noch Hotels, Ferienhäuser und Restaurants am Wegesrand. Über die schöne Promenade passiert man sämtliche Strandabschnitte Cuxhavens bis zur Kugelbake. Auf der Elbseite geht es nun weiter immer am Wasser entlang bis zum Fährhafen und weiter auf dem Deich Richtung Bahnhof. Zum Schluss geht es noch direkt am imposanten Wasserturm vorbei.
Diese Etappe empfiehlt sich ebenfalls vor allem für den Winter, da die Abwesenheit von Radfahrern und Urlaubermassen das Wandern am Meer sehr angenehm macht. Außerdem sorgen die 95 % Asphaltanteil dafür, dass man nicht die im Winter üblicherweise matschigen Waldwege benutzen muss.

stoeps
11.12.2017, 19:58
Während der E1 durch die "Mitte" des Deisters führt, geht der Calenberger Weg ungefähr am nördlichen und der Roswithaweg am südlichen Deisterrand entlang. Auf der Deister-Übersichtskarte der HAZ (http://www.haz.de/var/storage/images/haz/freizeit/ausfluege/deister-spass/wandern-im-deister/zu-fuss-ueber-den-deister-die-schoensten-wege/16318707-1-ger-DE/Zu-Fuss-ueber-den-Deister-Die-schoensten-Wege_pdaArticleWide.jpg) kann man auch noch einen Weg namens "Kantsteinweg" erspähen.

Kansteinweg: Alfeld/Leine—Hils—Duinger Berg—Thüster Berg (dort der Kanstein)—Ostrand des Ith—Osterwald/Kleiner Deister—Deister—Calenberger Land mit Gerdener Berg und Benther Berg—Hannover Davenstedt; gute 80 km

Roswithaweg: Nienburg/Weser—sehr großer Bogen ums Steinhuder Meer (so dass man es wohl nicht sieht)—(Flachland)—Deister—Kleiner Deister/Osterwald—Ith—Hills—(Höhenzüge westlich der Leine)—Kreiensen—Bad Gandersheim; ca. 190 km

Calenberger Weg: Bad Nenndorf—Deister—weiter in süd-östlicher Richtung durchs Flachland—Marienberg mit Marienburg—Nordstemmen; ca. 45 km

Alle drei sind – wie ich sie immer nenne – "alte" Wanderwege, d.h. in der ersten Wanderbewegung entstanden, nicht mit dem aktuellen Premiumwahn.


stoeps, alter Hannoveraner und Deisterwanderer und -läufer

JHL
12.12.2017, 12:55
Unterweser-Weg
Der Unterweser-Weg verläuft zwischen Bremen und Cuxhaven [...]

Krass. Ich habe mir Deinen Bericht komplett durchgelesen und es war eine Qual. Ich will mir nicht vorstellen, wie es für mich gewesen wäre, das selbst laufen zu müssen. Vielen Dank für diesen Bericht, der mich in meinem Glauben bestätigt, nördlich von mir gäbe es nicht viel und nix lohnenswertes. Für Wissenschaft und Forschung müssen Opfer gebracht werden und vor dem Deinen ziehe ich den Hut. Ich wäre dazu nicht bereit. :ignore:

E1HikingTours
12.12.2017, 12:59
Krass. Ich habe mir Deinen Bericht komplett durchgelesen und es war eine Qual. Ich will mir nicht vorstellen, wie es für mich gewesen wäre, das selbst laufen zu müssen. Vielen Dank für diesen Bericht, der mich in meinem Glauben bestätigt, nördlich von mir gäbe es nicht viel und nix lohnenswertes. Für Wissenschaft und Forschung müssen Opfer gebracht werden und vor dem Deinen ziehe ich den Hut. Ich wäre dazu nicht bereit. :ignore:

Ich fand den Weg durchaus angenehm. Ich komme aus der Ecke und habe regelmäßig das Gefühl gehabt: "Jawoll, das ist meine Heimat!" Man darf halt bloß keine Asphaltallergie haben...

JHL
12.12.2017, 18:14
Ich fand den Weg durchaus angenehm. Ich komme aus der Ecke und habe regelmäßig das Gefühl gehabt: "Jawoll, das ist meine Heimat!" Man darf halt bloß keine Asphaltallergie haben...

Wenn's nur die Asphaltallergie wäre... auch, wenn ich wieder zwischen Weserbergland und Nordsee lebe und auch hier geboren bin, so ist mir das Landschaftsbild dieser Gegend nie "an's Herz gewachsen". Je weiter nordwestlich, desto schlimmer. Durch meinen "Hauswald" führt beispielsweise der "Ems-Hase-Hunte-Else-Weg". Seit Jahren schiele ich regelmäßig auf dieses Scheusal, weil ich mir hin und wieder denke: "Als Wanderer von hier musst Du das Ding doch kennen!" Seit ich von diesem Forum und diesem Thread hier im Besonderen weiß, versuche ich mich sogar ab und an mit einer Art Bringschuld zu locken. Aber nee, ganz ehrlich, so langweilig kann mir gar nicht sein. :bg:
Mein Dank und die Anerkennung sind also durchaus ernst gemeint, auch, wenn das Objekt Deiner Betrachtung mir lediglich als abschreckendes Beispiel dient.

Prachttaucher
13.12.2017, 08:42
Mir geht´s ja auch ein bißchen ähnlich. Mit dem Rad gerne, aber ansonsten einen ganzen Tag zu Fuß auf langen geraden Asphalt-Wegen würde mir schwer fallen - sofern das bei den berichteten Wegen überhaupt so ist.

Bist Du denn schon den Hünenweg gelaufen ? Den fand ich ganz nett und auch abwechslungsreich für Nordwesten. Asphalt war da außerhalb der (umgehbaren) Orte auch wenig.

JHL
13.12.2017, 11:06
Dem Hünenweg bin ich zwar südlich von Bramsche schon begegnet, aber jenseits davon habe ich noch keine längeren Abschnitte unter die Sohlen genommen. Frag mich nicht, woher diese Abneigung gegen Weite, Moor und Geest zwischen Maisfeldern und Massentierhaltung kommt. Wahrscheinlich daher, dass ich davon zu viel um mich rum habe.

Prachttaucher
13.12.2017, 12:34
:ignore:Gewisse Gerüche sind natürlich schon ein gewichtiger Grund.... Auf dem Pickerweg gab´s da auch einige Stellen.

lina
17.12.2017, 19:59
Habe ein weiteres Stück Roswithaweg ausprobiert (hier (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/29203-Mein-Outdoorerlebnis-heute?p=1635419&viewfull=1#post1635419) mehr) und meine bisherige Einschätzung hat sich bestätigt: Auch zwischen Nienstedt und Bad Münder kann man ihn als gut ausgebaute Wanderautobahn bezeichnen.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Roswithaweg_28.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=186195&title=roswithaweg-am-deister&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Roswithaweg_40.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=186167&title=roswithaweg-am-deister&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Roswithaweg_42.jpghttps://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Roswithaweg_45.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=186169&title=roswithaweg-am-deister&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Roswithaweg_47.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=186174&title=roswithaweg-am-deister&cat=500)

Der mir ebenfalls begegnete Wanderweg Lauenau-Bennigsen, der verlängert wurde ab Bad Nenndorf (Lauenau ist dann nur ein Abzweig, der aber zum Auffinden des Wegs beiträgt) könnte in dieser Gegend ebenfalls interessant sein. Außerdem tauchte noch ein "Deister Panoramaweg" auf.

Prachttaucher
10.01.2018, 18:56
;-) Nach dieser schönen Vorlage wurde es nun wirklich mal Zeit für :

Deister-Rundwanderweg (ca. 40 km)

Ich starte am Nord-West-Ende des Deisters. Zunächst stört der Lärmpegel der nahegelegenen Autobahn, was aber bald besser wird. Bald befinde ich mich - man ahnt es schon - auf dem Roswitha-Weg. Wie gewohnt handelt es sich dabei zwar um einen breiten Forstweg, der hier aber schön zu gehen ist, weil lange, gerade Abschnitte fehlen. Der lichte Laubwald mit den vielen Wasserläufen – sicher auch wegen der vielen Regenfälle – gefällt mir gut.

Auf der Höhe von Altenhagen mache ich einen Abstecher ins Deister-Vorland. Gerade zusammen mit einigen zaghaften Sonnenstrahlen finde ich die offene Hügellandschaft sehr schön anzuschauen. Auch der Perspektiv-Wechsel gefällt mir gut – ein bißchen wie wenn man den Alltag (wo nur Details zu sehen sind) mal verlassen kann und mehr Überblick über alles bekommt.

Auf schönen Pfaden geht es weiter durch offenes Gelände über den Schlepperplatz. Hinter Nienstadt biege ich dann wieder ab in den Deister rein und nach einer Schleife geht’s wieder Richtung Startpunkt.

Gerne würde ich ja am Nordmannsturm noch ein Stück Kuchen mitnehmen, was mir so gerade eben noch gelingt, bevor die letzten Gäste gegangen sind. Von der Beleuchtung her hätte ein Abendessen besser gepaßt. Nun geht es rüber auf die Ostseite des Deisters, wo ich dem umgekehrten „T“-Symbol folge. Der schmale Weg verläuft oberhalb von Barsinghausen und biegt nach einiger Zeit zu meinem Startpunkt ab.

Wegegbeschaffenheit : Wenn man die Tour entsprechend plant, ist es möglich immer wieder mal einen Pfad einzubauen, was zu einem angenehmen Gesamteindruck führt. Öfter lohnt es sich auch spontan einen anderen (kleineren) Weg zu nehmen.

Fazit : Mir gefiel besonders der Abstecher ins Deister-Vorland – auch wenn ich schon öfter im Deister war, empfand ich diese Tour als besonders abwechslungsreich. Mal sehn, ob sich so noch eine weitere Tour basteln läßt.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Deister_060118.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=188398&title=deister-060118&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Deister_060118-2.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=188393&title=deister-060118-2&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Deister_060118-5.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=188394&title=deister-060118-3&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Deister_060118-3.jpghttps://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Deister_060118-4.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=188395&title=deister-060118-4&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Deister_060118-6.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=188397&title=deister-060118-6&cat=500)

E1HikingTours
30.01.2018, 14:33
In Beitrag #6 (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/82769-Wanderwege-in-Norddeutschland?p=1344253&viewfull=1#post1344253) habe ich die E1-Etappe zwischen Preetz und Plön ergänzt.

Prachttaucher
11.03.2018, 17:39
Vogler-Rundwanderweg (ca. 40 km)

Im Rahmen meiner Weser-Paddeltour hatte ich mal in Bodenwerder angelegt. Auf den benachbarten Hügeln Ith und Solling war ich schon öfter zu Fuß, es wurde also Zeit.

Von Bodenwerder aus gehe ich zunächst die kleine Nordschleife mit Ausblicken auf die Weser, aber auch etwas Verkehrslärm. Leider ein größeres Problem für mich damals beim Paddeln. Als ich dann Richtung Süden abbiege und an Höhe gewinne wird es schnell ruhiger.

Auf dem Weg liegen nun zwei Türme, die es zu besteigen gilt : Der Bodoturm und der Ebersnackenturm (der höhere und wenn man Holz bevorzugt der schönere). Da das Wetter relativ freundlich ist lohnt es sich. Um auf meine 40 km zu kommen gehe ich nun eine weite Schleife Richtung Südosten bis vor Eschershausen und dann weiter nach Süden. Hier bei Holenberg habe ich nun doch größere Schwierigkeiten mit Sturmschäden. Liegen mehrere Bäume übereinander, so bekommt man schnell das Gefühl festzustecken.

Weiter geht es Richtung Rühle mit Ausblicken auf die schöne Landschaft der Rühler Schweiz – auch wenn hier der Forststraßen-Anteil höher als im Nordteil ist gefällt es mir. Kurz vor Rühle findet sich dann am Abend eine Schutzhütte mit Aussicht auf einen kleinen See – perfekt ! Abends bekomme ich noch Besuch von einem großen braunen Frosch, der irgendwie die Ruhe weg hat und seine Backen sehr eindrucksvoll aufblasen kann. Die Nacht verläuft dennoch ruhig.

Auf dem Rückweg nach Bodenwerder an der Westseite des Vogler gibt es einige sehr schöne Aussichtspunkte – später ist auch das Wesertal gut zu sehen. Pfade sind auch wieder dabei, einmal auch ein etwas abenteuerlicher Gestrüpp-Abschnitt. Eingedenk der alten Zeiten bummle ich zum Schluß noch etwas durch Bodenwerder – natürlich schon touristisch und an jeder Ecke steht Münchhausen, aber trotzdem nett.

Fazit : Im Nordteil schöne Pfade, im Süden dafür landschaftlich lohnend – vielleicht will ich da nochmal eine weitere Tour im Anschluß gehen.

Fernwanderwege : Weserbergland-Weg, Pilgerweg Loccum Volkenroda

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Bodenwerder.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=192703&title=bodenwerder&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Bodenwerder-2.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=192696&title=bodenwerder-2&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Bodenwerder-3.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=192697&title=bodenwerder-3&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Bodenwerder-4.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=192698&title=bodenwerder-4&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Bodenwerder-5.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=192699&title=bodenwerder-5&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Bodenwerder-6.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=192700&title=bodenwerder-6&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Bodenwerder-7.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=192701&title=bodenwerder-7&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Bodenwerder-8.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=192702&title=bodenwerder-8&cat=500)

E1HikingTours
02.07.2018, 11:06
Am Wochenende bin ich auf dem E9 von Nordenham bis Varel unterwegs gewesen. Die Wegbeschreibung habe ich hier (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/82769-Wanderwege-in-Norddeutschland?p=1395793&viewfull=1#post1395793) ergänzt.

Prachttaucher
28.10.2018, 17:54
Karstwanderweg / Rundweg bei Morungen (ca. 35 km)

Ein rundes Sahnestück aus dem großen Karstwanderkuchen :

Ich starte in Morungen Richtung Karstwanderweg. Eigentlich hätte es sich angeboten zunächst zur Burg-Ruine zu laufen – die Gefahr ist sonst groß, daß am Ende der Tour auf eine solche Extra-Runde aus Gründen der Bequemlichkeit verzichtet wird. Insbesondere wenn man gerade durch den ersten Schnee-Niesel des Jahres läuft.

Der Wald zeigt sehr schöne Herbstfärbung und ein bißchen erinnere ich mich an den Weg, auch wenn es schon einige Jahre her ist. Insbesondere die (etwas langwierige) Ortsdurchquerung von Groß-Leinungen kommt mir bekannt vor – leider gibt es auch diesmal keine Einkehrmöglichkeit. Diese findet sich dann aber in Questenburg mit selbstgebackenen Kuchen. Wieder unterwegs versäume ich es rechtzeitig zur Queste abzubingen – wie konnte das passieren, der "Höhepunkt der Tour" und einfach vergessen. Dann muß ich wohl nochmal wieder kommen, vielleicht kann ich ja eine weitere Schleife in westlicher Richtung anschließen ?

Ich verlasse jetzt den Karstwanderweg, um in einer Schleife Richtung Norden wieder nach Morungen zurück zu gehen, zunächst auf breitem Fahrweg an der Nasse entlang. Da es hier im Flußtal aber schon recht dunkel ist, weiche ich lieber auf andere Wege aus, um an Höhe zu gewinnen, was auch gelingt. Es finden sich einige schöne Pfade, die ich sehr genieße. Während die OSM-Karte hier wenig nützt, kennt die Garmin-Topo doch einige der anderen Wege. Natürlich gibt es auch Irrläufer, aber meist geht es gut. Im weiteren Verlauf verläuft mein Weg auch teilweise am Waldrand längs mit Blick auf die Felder, was mir gut gefällt. Es ist auffallend ruhig in diesem Gebiet. Am nächsten Morgen habe ich nicht mehr weit zu laufen, was mir bei dem nun eher ungemütlichen Wetter auch recht ist.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Morungen.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=207466&title=morungen&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Morungen-4.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=207462&title=morungen-4&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Morungen-5.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=207463&title=morungen-5&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Morungen-6.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=207464&title=morungen-6&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Morungen-9.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=207465&title=morungen-9&cat=500)https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/Morungen-10.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=207460&title=morungen-10&cat=500)

E1HikingTours
05.03.2019, 11:30
Ich habe mal einiges an Etappenbeschreibungen nachgeholt:
Neu sind E1, Etappe 7 (Kiel-Preetz) in Post #6 (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/82769-Wanderwege-in-Norddeutschland?p=1344253&viewfull=1#post1344253) und Etappen 36 bis 38 (Detmold-Willebadessen) in Post #119 (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/82769-Wanderwege-in-Norddeutschland?p=1384254&viewfull=1#post1384254).
Auch auf dem E6 und dem E9 bin ich schon weiter. Die Beschreibungen schaffe ich heute aber nicht mehr.

Prachttaucher
08.03.2019, 12:58
Willebadessen war bei mir mehrfach Startpunkt gewesen. Fand es sehr angenehm vom Bahnhof aus gleich im Wald zu stehen. Und in Bad Driburg war ich wirklich froh nicht dort "absteigen" zu müssen. Den Eggeweg (für mich) habe ich in dem Bereich als sehr schön in Erinnerung behalten, aber es schon relativ lange her. Richtung Sauerland wohl dann mehr Asphalt.

E1HikingTours
26.03.2019, 16:53
In #126 (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/82769-Wanderwege-in-Norddeutschland?p=1390526&viewfull=1#post1390526) sind jetzt die E6-Etappen zwischen Hankensbüttel und Gifhorn beschrieben.