Übers Dach Europas Teil 3 - durch die Ostalpen 2025
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Wieso bist du dieses Jahr wieder mit deinem HB unterwegs und nicht mit dem Tarptent oder was das zuletzt war?
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Stimmt, solche Stellen sind selten, aber unter diesem Felsbrocken würde sogar auch noch ein zweites Zelt passen.Zitat von dominik_bsl Beitrag anzeigenSupi Campstelle, findet man in der Kombination (Schutz, guter Untergrund) hochalpin nicht allzuoft.
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Supi Campstelle, findet man in der Kombination (Schutz, guter Untergrund) hochalpin nicht allzuoft.
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3.Tag
Morgens vor und während des Campabbaus kommen schon zwei bis drei Gruppen an meinem Zelt vorbei, die zum Hochfeiler wollen. Allein das sind schon mehr Leute wie gestern über den ganzen Tag verteilt auf dem Gipfel waren, obwohl das Wetter heute schlechter ist. Vermutlich liegt es daran daß Samstag ist, aber wer heute eine geile Aussicht vom Gipfel haben will sollte nicht zu spät oben ankommen.
Kurz vor 9 Uhr starte ich, zunächst geht es an der Hochfeilerhütte vorbei, dann weiter über die Untere Weisszintscharte zur Edelraudhütte. Dies war mit schwerem Rucksack eine ziemlich heftige Route, mit sehr steilem weglosen Moränenhang, eine kurze Gletscherquerung und eine senkrechte Felswand auf Sprossen und Leitern hoch, die normalerweise nur mit Alpiner Ausrüstung begangen wird. Steigeisen und Pickel habe ich gebraucht. Wenn das steile Hangschneefeld im Spätsommer weggetaut ist soll diese Route angeblich gesperrt sein, weil die Leiter zu kurz ist. Nur drei Leute habe ich auf dieser Route getroffen.
Hinter der Weisszintscharte komme ich erstmal in den Nebel, aber nun einfaches Wandern und es ist nicht mehr weit zur Edelraudhütte. Die Hütte sieht ziemlich voll aus und nach einer kurzen Pause geht es weiter auf dem Neveser Höhenweg zur Chemnitzer Hütte. Dies ist ein populärer Höhenweg, das Wandern ist einfach und entspannt. Auf halbem Weg zur Chemnitzer Hütte schlage ich mein Camp auf.
4.Tag:
Weiter geht es auf dem Neveser Höhenweg.
Die nächsten Tage ist das Wetter eine Katastrophe und ich habe nicht viel geschafft. Heute am vierten Tag bin ich nichtmal bis zur Chemnitzer Hütte gekommen. Wegen vorausgesagtem Unwetter mit extremen Regen und Hagel habe ich schon nach fünfeinhalb Kilometern unter einem geschütztem Felsbrocken mein Zelt aufgeschlagen. Das schlechte Wetter war zwar noch nicht angefangen, sollte laut Vorhersage aber bald losgehen und so eine geschützte Campstelle werde ich wohl so schnell nicht wiederfinden.
Im Endeffekt kam aber nur normaler Regen runter, nichts vom Unwetter.
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Schön daß Du mit dabei bist. Und keine Angst, du müllst meinen Bericht nicht zuZitat von Wafer Beitrag anzeigenKeine Angst! Da gibt es noch mehr Leser - ich wollte dir nur deinen Bericht nicht zumüllen ... 😉 Ich bin gerade unterwegs und spekuliere auch auf Frühstückslektüre. 😇
Freut mich daß Du mit dabei bistZitat von dominik_bsl Beitrag anzeigenCool, gleich 2x den Gipfel bestiegen 🏆 Bin wie üblich dabei!
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Cool, gleich 2x den Gipfel bestiegen 🏆 Bin wie üblich dabei!
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2.Tag
Mein Zelt lasse ich stehen und starte kurz nach 6 Uhr zum Hochfeiler, mit 3510 m der höchste Berg der Zillertaler Alpen. Hochalpiner Pfad, der Gipfelgrat teils ausgesetzt mit etwas Kraxeln. Zunächst ist noch blauer Himmel aber kurz vor dem Gipfel komme ich plötzlich in den Nebel. Um 9 Uhr erreiche ich das Gipfelkreuz und sehe nichts mehr.
Bin alleine hier oben und auch während des Aufstieges habe ich niemanden getroffen.
die Wilde Kreuzspitze war mein letzter Gipfel im letzten Jahr.
Erst beim Abstieg kommen mir paar Leute entgegen. Durch die Wolken geht es wieder nach unten und zeitweise fängt ein leichter Regen an.
Nach 500 Höhenmetern Abstieg klart die Sicht im Gipfelbereich auf. Ich entscheide mich für einen erneuten Gipfelaufstieg um bessere Fotos von dort oben zu machen.
Um 12 Uhr stehe ich zum zweiten Mal am Gipfelkreuz, wieder alleine.
Die Aussicht ist deutlich besser wie beim ersten Mal.
Um 14 Uhr bin ich wieder in meinem Zelt. Mit mir waren heute über den ganzen Tag nur 6 Leute auf dem Gipfel und es ist auch nicht davon auszugehen daß um diese Zeit am Nachmittag noch weitere Leute von der Hochfeilerhütte Richtung Gipfel starten.
Ich mache mir einen gemütlichen Restnachmittag in der Sonne.
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Erster Abschnitt - die Zillertaler Alpen
Meine geplante Route soll auf Höhenwegen von West nach Ost den Hauptkamm der Zillertaler Alpen folgen, dabei zweimal von Italien nach Österreich hin und her queren. Falls alles planmäßig verläuft soll die gesamte Strecke oberhalb der Baumgrenze bleiben, es ist aber nicht alles planmäßig verlaufen.
Das Wetter war den ganzen Juli ziemlich schlecht, eine Kaltfront nach der anderen, auch mit Neuschnee.
Mein erster Einkaufsstop wird Prettau im oberen Ahrntal, laut Planung 8 Tage entfernt, habe aber 10 gebraucht. Schon bei der Planung hatte ich gesehen daß es in Prettau nur einen winzigen Lebensmittelladen gibt, außerdem gibt es dort keinen Campingplatz und auch keine möglichen Stellen zum Wildcampen. Prettau ist also ein ziemlich schlechter Einkaufs- und Übernachtungsort.
Daher schleppe ich vom Startpunkt Essen für über 14 Tage mit, so daß ich in Prettau nur noch wenig nachkaufen muss und eine Übernachtung dort kommt auch nicht in Frage.
Der große Nachteil dabei ist daß ich mit einem mega schweren Rucksack starte.
1.Tag
Um 10:00 starte ich, erstes Ziel ist die Hochfeilerhütte.
Die ersten vier Kilometer von der Bushaltestelle geht´s auf Straßen und Fahrwege bis zum Parkplatz von dem aus der Hauptpfad zur Hochfeilerhütte startet.
Camp 1 auf 2650 m, halben Kilometer vor der Hochfeilerhütte
Zuletzt geändert von berniehh; 07.10.2025, 20:25.
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Keine Angst! Da gibt es noch mehr Leser - ich wollte dir nur deinen Bericht nicht zumüllen ... 😉 Ich bin gerade unterwegs und spekuliere auch auf Frühstückslektüre. 😇
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Endlich geht's weiter! Freue mich schon riesig auf den 3. Teil.
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freu mich auf spannend-entspannte Frühstückslektüre in den nächsten Wochen.
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Übers Dach Europas - Ostalpen 2025
Hier kommt jetzt der dritte und letzte Teil meiner Alpenduchquerung. Nachdem ich 2023 durch die Westalpen und 2024 durch die Zentral- und Südalpen gewandert bin, geht es in diesem Jahr 2025 durch die Ostalpen.
Mein Startpunkt liegt im Pfitschtal, dort wo ich im letzten Jahr wegen dem bevorstehendem Unwetter aufgehört habe.
Falls man jetzt denken sollte, och das sind ja nur die Ostalpen, die Westalpen sind eh viel lohnender, dem muss ich wiedersprechen. Ich finde die Ostalpen genauso spektakulär wie den Rest der Alpen. Auch in diesem Jahr bin ich einige sehr wilde und lohnende Abschnitte gewandert, die ich mit zu den besten meiner Alpendurchquerung zählen würde......
Am Ende des Berichts wird es auch noch ein Fazit über meine gesamte Alpendurchquerung vom Mittelmeer bis nach Slowenien geben.
Die Anreise
Am 1.Juli 2025 geht’s los mit der Bahn zum Brennerpass, 49,90 Euro, Supersparpreis, gebucht einen Monat vor der Abreise.
Abfahrt vom Hamburger Hauptbahnhof um 7:01 mit dem ICE nach München, der Zug war ausnahmsweise sogar mal pünktlich.
Die Umsteigezeit in München nutze ich für einen Spaziergang zur Aussichtsplattform auf der Frauenkirche, 7,50 Euro Eintritt Südturm Frauenkirche. Meinen Rucksack lasse ich im Bahnhofsschließfach.
Für Mc Donalds reicht die Zeit nicht mehr, um 15:33 geht’s weiter mit der italienischen Bahn.
Der Zug fährt zwar durch Sterzing durch, hält dort aber nicht an, daher muss ich schon am Brennerpass aussteigen und dann noch zwei Stationen mit der Regionalbahn nach Sterzing fahren, Ankunft gegen 18:30.
Bei der Buchung des Tickets musste ich in der Suchmaschine der Deutschen Bahn als Endziel Brenner eingeben um diesen günsten Supersparpreis zu finden. Wenn man Sterzing als Endziel eingegeben hat wurden nur ziemlich teure Tickets angeboten.
Ankunft in Sterzing
In Sterzing gehe ich wieder zu meiner altbewährten Campstelle auf dem Wohnmobilstellplatz des Autohof Sadobre, direkt an der Autobahn. Der Pförtner erkennt mich gleich wieder. Wegen meinen Knieproblemen war ich letzten Sommer ja lange genug hier,……vielleicht länger wie so manch anderer woanders seinen kompletten Urlaub verbringt
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Für einige Leute mag es vielleicht absurd klingen, aber wenn ich alle Campingplätze in allen Einkaufsorten meiner gesamten Alpendurchquerung, vom Mittelmeer bis nach Slowenien, einer Bewertung unterziehen würde, würde dieser Platz in Sterzing mit unter den Toplätzen landen, auch wenn es eigentlich kein richtiger Campingplatz ist.
Ich bewerte Campingplätze generell nur nach folgenden drei Kriterien:
-Zeltplatzqualität im Schatten
-Preis
-Entfernung zum Supermarkt
Die Sanitären Anlagen spielen bei mir in einer Campinglatzbewertung generell nur eine untergeordnete Rolle, aber die Toiletten und Duschen (24 h gratis) waren auf diesem Autohof obendrein auch noch gut.
Also falls mal jemand durch Sterzing kommt und hier übernachten muss, kann ich diesen Platz durchaus empfehlen. Vor allem wenn man bedenkt wie absurd teuer hier sonst das Übernachten ist, laut booking.com fangen die günstigsten Unterkünfte in Sterzing bei bei unglaublichen 100 Euro die Nacht an!
Laut dem Pförtner soll hier gestern ein Unwetter gewesen sein mit starkem Regen, Hagel, Überschwemmung und vollgelaufene Keller.
Zwei Nächte bleibe ich. Morgen müssen noch die letzten Lebensmittel eingekauft werden und nach der langen Anreise will ich morgen auch nicht gleich losstressen sondern mir nochmal einen letzten entspannten Tag gönnen bevor es übermorgen losgeht.
Im Nachhinein war es so auch perfekt getimt und ich erwische für die Hochfeilerbesteigung den einzigsten Schönwettertag weit und breit. Einen Tag früher oder einen Tag später wäre die Aussicht vom Gipfel gleich Null gewesen. Das war so zwar nicht vorraussehbar sondern nur reiner Zufall.
2.Juli 2025
Heute geht es mit dem Bus die letzten 20 Kilometer zu den Angerhöfen am Ende des Pfitschtales.
Als ich morgens den Autohof verlasse und meine zwei Nächte hier zahlen will winkt der Pförtner ab, schon wieder lässt er mich umsonst hier zelten,….mega nett
Fahrradfahrer, die gelegentlich mal für eine Nacht auf der Durchreise hier zelten zahlen glaube ich 10 Euro die Nacht, wenn ich es richtig mitbekommen habe.
Um 9:18 fährt der Bus vom Bahnhof ab und kommt um 9:50 bei den Angerhöfen an, die Fahrt kostet 4 Euro. Der Regionale Busverkehr scheint generell nicht häufig genutzt zu werden, schon wieder war ich so ziemlich der einzigste Fahrgast.
Bei den Angerhöfen ist meine Anreise beendet und die Wanderung beginnt……..
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Übers Dach Europas Teil 3 - durch die Ostalpen 2025
Inhaltsverzeichnis
Die Anreise
Erster Abschnitt - die Zillertaler Alpen
1.Tag - Pfitschtal
2.Tag - Hochfeiler
3.Tag & 4.Tag - Weisszintscharte & Neveser Höhenweg
5. bis 7.Tag - Stabeler Weg
8.Tag - Marbelfleckscharte & Almenrunde
9. & 10.Tag - Ahrntal
Zweiter Abschnitt - die Hohen Tauern
11. & 12.Tag
13. & 14.Tag - Reggentörl & Schweriner Weg
15.Tag - Defreggerhaus
16.Tag - Großvenediger
17.Tag - Venediger Höhenweg
18.Tag - St.Pöltner Ostweg & Venediger Höhenweg
19. & 20. Tag Schlechtwetterruhetag & Granatspitzscharte
21.Tag - runter nach Kals am Großglockner
Dritter Abschnitt - Hohe Tauern / Schobergruppe
22. & 23.Tag
24.Tag - Wiener Höhenweg
25.Tag - Wiener Höhenweg
Abstieg nach Dölsach & Lienz
Vierter Abschnitt - Lienzer Dolomiten / Karnische Alpen
27. & 28.Tag
29.Tag - Lienzer Dolomiten
30.Tag - Lienzer Dolomiten
31. & 32.Tag - Karnische Alpen
33.Tag - Karnische Alpen
34.Tag - über den Passo del Mulo nach Sappada
35. & 36.Tag
37.Tag - Abstieg nach Forni di Sopra
Sechster Abschnitt - Friulanische Dolomiten
38. - 40.Tag - Friulanische Dolomiten
41. & 42.Tag - Friulanische Dolomten
43.Tag - Friulanische Dolomiten
44.Tag - Friulanische Dolomiten
45.Tag - Friulanische Dolomiten
46. & 47.Tag
48. & 49.Tag - Tolmezzo und Einstieg von Paul
50.Tag - wilde Waldtäler
51.Tag
52.Tag
53.Tag
54.Tag - ab hier die Julischen Alpen
55. & 56.Tag - bis Tarvis
Achter Abschnitt - vom Val Saisera nach Bovec / Slowenien
57.Tag
58.Tag - weiter durch die Julischen Alpen
59.Tag
60. & 61.Tag - rüber nach Bovec in Slowenien
.Zuletzt geändert von berniehh; 10.01.2026, 08:16.Stichworte: -
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