Wanderwege in Norddeutschland

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  • Prachttaucher
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    Liebt das Forum
    • 21.01.2008
    • 11422

    • Meine Reisen

    AW: Wanderwege in Norddeutschland

    +1

    Ich war das letzte Mal über Pfingsten. Mittlerweilen ist es eine Rundwanderung, die ich im Lauf der Jahre immer weiter optimiert habe. Bin jedes Mal wieder beeindruckt von Schönheit der Landschaft und den vielen schmalen Pfaden.

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    • Prachttaucher
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      Liebt das Forum
      • 21.01.2008
      • 11422

      • Meine Reisen

      AW: Wanderwege in Norddeutschland

      Zitat von JHL Beitrag anzeigen
      ... Wittekindsweg....
      Hab´s auch mal wieder gewagt, Ist ja zum Glück hinter Gitter :

      Von Leckermühle nach Lübbecke, bei schönstem Sommerwetter, aber nicht zu heiß. Wo´s ging dann auch kleinere Wege eingebaut und im zweiten Teil ein langes Stück am Südrand des Wiehengebirges. Der Blick auf die offene Landschaft mit den reifen Kornfeldern ist einfach zu schön : . Ist dort irgendwie ideal, daß man so schnell wechseln kann. Im Wald natürlich dann auch wieder schön : und selbst für die Fernwanderer ist gesorgt :

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      • E1HikingTours
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        • 17.02.2013
        • 162

        • Meine Reisen

        AW: Wanderwege in Norddeutschland

        Zitat von Prachttaucher Beitrag anzeigen
        Freudenthalweg :
        Etappe 6 und 7 - Start in Verden. 22,3 km / 19,7 km
        Verden lohnt für eine kurze Besichtigung. Nach dem Stück an der E1 (1-2 h) wird es schön ruhig. Diese ersten Kilometer fand ich etwas nervig, der Rest der Strecke gefiel mir gut. Dieser Bereich wird wohl eher selten gelaufen. Die Beschilderung ist eher schlecht - Track empfehlenswert. An genauere Details erinnere ich mich jetzt leider nicht mehr so, wollte die Etappe in diesem Zusammenhang aber nennen. Etwas Asphalt gab es im Bereich der Landwirtschaft schon, wie mir einige Bilder zeigen.



        Wenn jemand den ganzen Weg gelaufen ist, würde ich mich über Rückmeldungen freuen. Bei dem Abschnitt Bad Fallingbostel-Schneverdingen, den ich erstmal ausließ, wüßte ich gerne in wie weit der lohnend ist bzw. die nahe Autobahn zu sehr stört.
        Nachdem ich am Wochenende die Strecke Walsrode-Verden (33 km) gewandert bin, habe ich nun den Freudenthalweg vollendet. Es ist in der Tat eine sehr schöne Strecke, durch viele einsame Wälder (Highlight: die Lohheide zwischen Sieverdingen und der Lehrde mit vielen Himbeeren!), aber auch mit langen Asphaltstrecken (vor allem im Bereich Verdenermoor). Eine Wutbürgerin in Ramelsen (mit Tafel "Wolf Nein Danke" auf ihrem Grundstück) hat durchgesetzt, dass der Weg nicht mehr über ihre Waldwege und ihren Hof ausgeschildert wird. Darum führt der Weg jetzt sehr ätzend auf 1 km Länge direkt an der Autobahn entlang.
        Wandern auf dem E1

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        • Prachttaucher
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          • 21.01.2008
          • 11422

          • Meine Reisen

          AW: Wanderwege in Norddeutschland

          Erinnere mich auch dunkel irgendwo eine Umgehung gemacht zu haben.

          Mal schaun.... vielleicht kann ich da ja mal eine Rundwanderung basteln.

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          • E1HikingTours
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            • 17.02.2013
            • 162

            • Meine Reisen

            AW: Wanderwege in Norddeutschland

            Gestern war wieder der E9 dran und zwar von Bremerhaven-Lehe bis Nordenham. In meiner Richtung fehlte die Markierung von der Rickmersstraße in die Pestalozzistraße und es fehlten die Markierungen zwischen der Ecke Waldemar-Becké-Platz/Bürgermeister-Smidt-Straße (letzte Markierung wies auf dem Südende von Waldemar-Becké-Platz Richtung Bürgermeister-Smidt-Straße) und der Ecke Bürgermeister-Smidt-Straße/Schleusenstraße (erst im Verlauf der Schleusenstraße habe ich wieder eine Markierung entdeckt, die Richtung Bürgermeister-Smidt-Straße weist). Im Bereich Neuer und Alter Hafen gibt es auch nur sporadisch Markierungen, so dass ich dem Deich gefolgt bin. Erst in der Van-Ronzelen-Straße sind mir auf der nördlichen Straßenseite wieder Markierungen aufgefallen.
            In Nordenham war der Butjadinger Weg sehr gut markiert, auch wenn die Strecke wirklich nur zur Überbrückung geeignet ist, schön ist was anderes...
            Die Beschreibung findet sich wie gewohnt in #134.
            Wandern auf dem E1

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            • Prachttaucher
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              • 21.01.2008
              • 11422

              • Meine Reisen

              AW: Wanderwege in Norddeutschland

              Vielleicht sind zum Ausgleich die Etappen (jenseits von Nordenham) auf der Butjadinger Seite ganz nett ? Bin zum Radeln an der Küste und im Binnenland ganz gerne dort.

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              • E1HikingTours
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                • 17.02.2013
                • 162

                • Meine Reisen

                AW: Wanderwege in Norddeutschland

                Zitat von Prachttaucher Beitrag anzeigen
                Vielleicht sind zum Ausgleich die Etappen (jenseits von Nordenham) auf der Butjadinger Seite ganz nett ? Bin zum Radeln an der Küste und im Binnenland ganz gerne dort.
                Da gehe ich auch von aus. Das erste Stück führt auf der ehemaligen Kleinbahntrasse bis Stollhamm und dann geht's kilometerlang auf dem Deich einmal um den Jadebusen herum. Klingt monoton, ist aber vermutlich sehr nett. Die Strecke ist nächsten Sommer als 2-Tages-Tour bis Varel dran, mit Übernachtung auf dem Campingplatz in Sehestedt.
                Wandern auf dem E1

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                • Prachttaucher
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                  • 21.01.2008
                  • 11422

                  • Meine Reisen

                  AW: Wanderwege in Norddeutschland

                  Ich fand´s da am Jadebusen schön. Zu Fuß ist´s sicher auch einfacher- für´s Rad ist der steinige Untergrund schwierig.

                  Habe auch schon lange geplant im Sommer mal die Fähre bei Eckwarderhörne zu benutzen....

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                  • Prachttaucher
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                    • 21.01.2008
                    • 11422

                    • Meine Reisen

                    AW: Wanderwege in Norddeutschland

                    Kyffhäuser-Rundwanderweg (ca. 40 km)

                    War man bereits auf dem Karstwanderweg unterwegs wird man auch auf das nahegelegene Kyffhäusergebirge aufmerksam. In einer meiner Harzkarten ist auch enthalten.

                    Der Weg: Von Tileda aus wäre es auf direktem Weg nicht weit zum Kyffhäuser-Denkmal, mir reicht erstmal die Fernsicht mit den Kirschbäumen im Vordergrund. Am Waldrand gehe ich in westliche Richtung bis kurz vor Kelbra – immer wieder mit Ausblicken auf die liebliche Hügellandschaft bei bestem Spätsommer-/Frühherbst-Wetter. Richtung Osten kann man gut die eindrucksvolle Spitzkegelhalde von Sangehausen erkennen.

                    In diese Richtung geht es nun auch weiter auf kleinen Wegen zur Rothenburg – so zumindest der Plan. Es zeigt sich aber, daß der kleine Weg (mittlerweilen ?) fast nicht mehr begehbar ist. Es ist schwierig an dem relativ steilen Hang noch Halt zu finden und einige Stellen müssen wegen dichtem Gestrüpps oder umgestürzter Bäume umgangen werden, was sich ebenfalls schwierig gestaltet. Kurz vor dem Kamm dann nochmals mehr Gestrüpp und noch steiler. Oben angekommen stehe ich vor einem weiträumig abgesperrten Bereich und habe sogleich eine wütende Wachhundemeute auf der anderen Zaunseite.

                    Nach solchen Erlebnissen freut man sich doch sehr wieder auf einem breiten, offiziellen Wanderweg laufen zu können ! Bald ist das Kyffhäuser-Denkmal erreicht, wo auf einmal relativ viel Trubel herrscht. Ich nutze erstmal die Gelegenheit, die möglicherweise erste echte Thüringer meines Lebens zu essen und folge dann der Schlange weiter zum Denkmal. Für einmal kurz schauen, ist mir der Eintritt doch zu hoch, wobei man bei dem guten Wetter sicher eine schöne Turmsicht gehabt hätte.

                    In einer weiteren Schleife geht es nun Richtung Süden zum Kammtal und dann wieder am Waldrand weiter nach Bad Frankenhausen – diesmal am Südhang des Gebirges. Der Weg verläuft hier auf schmalen Pfaden und erinnert an den Karstwanderweg. Ein kleiner Schwenk zum Kurpark nach Bad Frankenhausen ist zeitlich noch drin inklusive zweitem Frühstück beim Marktbäcker – was für ein Luxus ! Der Rückweg nach Tileda (Richtung Norden) ist von hier aus dann nicht mehr weit.

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                      • 17.02.2013
                      • 162

                      • Meine Reisen

                      AW: Wanderwege in Norddeutschland

                      Am Wochenende ging es mal wieder auf den E1. Die Streckenbeschreibung zwischen Plön und Eutin findet sich in Post #6.
                      Wandern auf dem E1

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                      • Prachttaucher
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                        Liebt das Forum
                        • 21.01.2008
                        • 11422

                        • Meine Reisen

                        AW: Wanderwege in Norddeutschland

                        In Post # 153 ging es um :

                        Zitat von Prachttaucher Beitrag anzeigen
                        Heidschnuckenweg (HSW) / Rundweg bei Müden (46 km)
                        ....
                        Da ich mich neben dem Entdecken von neuen Wegen auch gerne mit der Optimierung bekannter Touren beschäftige, soweit sie es Wert sind, hier noch ein Nachtrag :

                        Einkehrmöglichkeiten : Am Westende von Faßberg findet sich die dortige Einkaufslandschaft. Nicht unbedingt einladend aber je nach dem nützlich. Bei mir für´s zweite Frühstück (Bäcker !) aber auch Proviant kann dort nachgekauft werden. Ob sich der Weg durch Faßberg lohne, frage ich zwei andere Gäste. Historische Gebäude gebe es kaum, aber bei der Kaserene den "Rosinenbomber". So verlasse ich den Ort auf schnellstem Wege wieder, an einen bleibenden Eindruck vom Heidschnukenweg (HSW) her kann ich mich auch nicht erinnern - lasse mich aber gerne eines bessern belehren. Wer zertifiziert unterwegs ist, muß natürlich durch den Ort.

                        Wegeführung
                        : Daß es zwei lohnende Heidegebiete beim Hausselberg und bei Neurohe gibt, haben die Planer des HSW berücksichtigt. Das Straßenstück bei Gerdehaus finde ich aber häßlich. Besser gefällt mir vom Wacholderwald aus eine Schleife zum Südende der Neuroher Heide zu laufen, diese schöne Gebiet komplett zu durchqueren und dann das Hausselberg-Gebiet vom Nordende her zu durchqueren und danach zurück nach Müden. Den Schwenk nach Lutterloh mache ich dafür nicht mehr (lohnt wenig) und komme so auf ca. 38 km.

                        Zuletzt geändert von Prachttaucher; 05.11.2017, 15:05.

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                          • Meine Reisen

                          AW: Wanderwege in Norddeutschland

                          Pastor-Bode-Weg von Lüneburg nach Wilsede (44 km)
                          Dieser Wanderweg zeichnet die Spuren des Heidepastors und Naturschützers Wilhelm Bode nach. Start des Wanderweges ist die St. Michaelis-Kirche in Lüneburg in dessen Nähe sich auch das Geburtshaus Bodes befunden haben soll. Der Weg ist mit gelben Pfeilen markiert und auf den Wanderwegweisern vermerkt. Da der Pastor-Bode-Weg gleichzeitig auch Teil der Jakobswege in der Lüneburger Heide ist, findet man auf der gesamten Strecke auch die Jakobsmuschel als Markierung.
                          Der Wanderweg führt von der St. Michaelis-Kirche zunächst zum direkt nebenan gelegenen Kalkberg. Früher wurde hier Baumaterial abgebaut, heute ist der im Laufe seiner Nutzung stark geschrumpfte Berg ein Naturschutzgebiet. Zusammen mit einigen anderen Wanderwegen (Hermann-Billung-Wanderweg, Kultur-Findlinge) geht es durch ein Kleingartengebiet stadtauswärts auf das Gut Schnellenberg zu. Hinter dem Gut geht es schließlich auf ruhigen, unbefestigten Feldwegen auf das Böhmsholz zu. Hier im Lüneburger Stadtwald trennen sich die Kultur-Findlinge und der Billung-Weg vom Pastor-Bode-Weg, der am Ortsrand von Reppenstedt seine Richtung wechselt und sich als Waldrand-, Wiesen- und Feldweg (in einigen Teilen asphaltiert) auf gerader Strecke nach Westen wendet. Eine erste Richtungsänderung gibt es erst wieder in einem Waldgebiet bei Westergellersen (sehr gutes Steinpilzrevier), wo der örtliche Friedhof passiert wird.
                          An einem Waldrand entlang führt der Weg schließlich zum Turnierplatz von Luhmühlen, wo es wieder ein längeres Stück Asphalt zu ertragen gilt, ehe der Weg zur Luhe abzweigt und sich dort einen abenteuerlichen Pfad am Flussufer sucht. Über Wiesenwege erreicht man die Ortschaft Luhmühlen, die durchquert wird und kurz danach kommt man in Salzhausen an. Der Weg führt geradewegs an der Hauptstraße weiter zum von Pastor Bode mitgegründeten Krankenhaus und zum ehemaligen Bahnhof (heute der ZOB). Ein Abstecher auf den Paaschberg (mit Aussichtsturm) lohnt sich jedoch. Am ZOB in Salzhausen hat man etwa die Hälfte der Strecke geschafft.
                          Vom Salzhausener Bahnhof aus geht es an Flüchtlingscontainern und einem leerstehenden Neubaugebiet vorbei in die von kleineren Bächen und Feuchtgebieten durchzogene Feldmark. Der nächste Ort Eyendorf wird links liegen gelassen, jedoch hat man einen schönen Blick auf die dortige Windmühle. Hinter Eyendorf geht es in ein leicht hügeliges Waldgebiet. Die tiefen Senken entlang des Weges erwecken den Eindruck, dass hier früher einmal Sand abgebaut wurde, vielleicht für den Bau der A7, die auf dem weiteren Weg nach Egestorf unterquert wird.
                          In Egestorf führt der Weg durch den „Philosophischen Steingarten“, früher ein Friedhof, heute ein Kunst- und Findlingspark. Schließlich erreicht man die Kirche des Ortes, wo der Pastor von 1886 bis 1923 tätig war. Neben der Kirche direkt am Weg findet sich auch die Büste des Namenspaten. Weiter führt der Weg aus dem Ort hinaus über den Auberg und durch eine Senke an die Schmale Aue, wo der Weg auf Holzbohlen ein Stück am Fluss entlang führt. Wenn das Tal des Radenbachs mit seinen extensiv bewirtschafteten Weideflächen erreicht wird, befindet man sich im Herzen der Lüneburger Heide. Über den Radenbach führt der Weg durch die weiten Heideflächen am Ende nach Wilsede, wo Wilhelm Bode seinen Lebensabend verbracht hat.
                          In Wilsede bieten sich noch ein Abstecher zum Totengrund, dem ersten Grundstück, das Bode für den Naturschutz erworben hat, und zum Wilseder Berg an. Der der Ort autofrei ist, muss man entweder eine Kutsche mieten, um zurück zu kommen oder bis zu einem der umliegenden Dörfer weiterwandern.
                          Wandern auf dem E1

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                          • Prachttaucher
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                            • 21.01.2008
                            • 11422

                            • Meine Reisen

                            AW: Wanderwege in Norddeutschland

                            Ah ein neuer Weg - sehr schön. Auf die Schilder bin ich auch mal gestoßen. Mache eigentlich bei jeder Wanderung Fotos wenn ich einen unbekannten Wegweiser sehe - könnte ja mal nützlich werden. Mal schauen ob es mir wieder einfällt, wann ich den "Pastor Bode" gesehen habe. Vermutlich bei Wilsede.

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                            • lina
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                              • 12.07.2008
                              • 37613

                              • Meine Reisen

                              AW: Wanderwege in Norddeutschland

                              Ich kann ein Stück Roswithaweg durch den Deister beitragen (vgl. auch #5347). Rausgekommen bin ich an der Kreuzbuche.



                              Während der E1 durch die "Mitte" des Deisters führt, geht der Calenberger Weg ungefähr am nördlichen und der Roswithaweg am südlichen Deisterrand entlang. Auf der Deister-Übersichtskarte der HAZ kann man auch noch einen Weg namens "Kantsteinweg" erspähen.

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                              • Prachttaucher
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                                • 21.01.2008
                                • 11422

                                • Meine Reisen

                                AW: Wanderwege in Norddeutschland

                                Waren da auch ein paar Pfade dabei ? Deister ist bei mir demnächst wieder dran.

                                Kantsteinweg kommt mir auch irgendwie bekannt vor - vom Süntel her ? Nee, vermutlich vom kleinen Deister.

                                Für einen Rundweg würde sich ja etwas mit Roswitha und Calenberg anbieten.

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                                • lina
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                                  Vorstand
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                                  • 12.07.2008
                                  • 37613

                                  • Meine Reisen

                                  AW: Wanderwege in Norddeutschland

                                  Für Dich Kuchenliebhaber würde sich ja ein Intermezzo am Bad Nenndorfer Kurpark anbieten
                                  Pfade gab es einige. Auf der OSM-Karte die, welche mit abwechselnd Strich und Punkt markiert sind, auf dem ersten Foto beispielsweise der Bogen in der Nähe der "Rodenberger Höhe" (Roswithaweg-Abzweig in Richtung Kreuzbuche, südöstlich der Teufelsbrücke, siehe grüne Linien auf der Wanderreitkarte).

                                  Natürlich ist der Deister ein vergleichsweise infrastrukturreiches Naherholungsgebiet. Ganz so unspannend wie zunächst vermutet ist es dort aber doch nicht, z.B. die Gaststätten tauchen eher unvermutet auf (jedenfalls im November ).
                                  Zuletzt geändert von lina; 20.11.2017, 16:35.

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                                  • Prachttaucher
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                                    • 11422

                                    • Meine Reisen

                                    AW: Wanderwege in Norddeutschland

                                    Kuchen

                                    Gerade in tieferen Lagen bin ich dort auch schon auf schönen Pfaden gelaufen. Und es ist nicht so weit weg für mich, was jetzt bei der kurzen Tageshelligkeit günstig ist.

                                    Am WE hat es nur zu Spaziergängen mit Regenschirm (gegen Hagelschauer) gereicht.

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                                      • 17.02.2013
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                                      • Meine Reisen

                                      AW: Wanderwege in Norddeutschland

                                      Unterweser-Weg
                                      Der Unterweser-Weg verläuft zwischen Bremen und Cuxhaven und ist einer der drei Fernwanderwege, die die Weser erschließen. Nach Süden schließt sich der Weser-Weg an, der zwischen Bremen und Porta Westfalica verläuft und ab Porta Westfalica gibt es schließlich den bekannten Weserberglandweg. Das Markierungszeichen ist der gelbe Pfeil, gelegentlich grün umrandet.

                                      Etappe 1: Bremen - Vegesack (25 km)
                                      Offiziell startet der Weg auf dem Bremer Marktplatz. Bis zum Hauptbahnhof wird man jedoch keine Markierungen finden. Markiert ist der Weg dann mit gelben Pfeilen ab dem Nordausgang des Hauptbahnhofs. Zunächst einmal geht es am Parkhotel vorbei in den Bürgerpark und weiter in den anschließenden Stadtpark bis zum Uni-See. Hier biegt der Weg dann in Richtung Blockland ab und passiert dabei die Müllverbrennungsanlage und die Mülldeponie mit dem höchsten Punkt Bremens (der allerdings nicht zugänglich ist).
                                      Durch das Radfahrerrevier geht es auf asphaltierter Strecke zunächst an kleinen Häuschen vorbei an der Kleinen Wümme entlang bis die Straße die echte Wümme am Dammsiel erreicht. Der Wümme flussabwärts folgend geht es durch die Ortschaften Wummensiede und Wasserhorst bis die Wümme schließlich den Straßenverlauf verlässt und wenig später als Lesum wiederkehrt. Schließlich überquert man den Maschinenfleet mit seinem Pumpenhaus und unterquert die A 27, worauf man an einem Gewerbegebiet wieder das „echte“ Stadtgebiet erreicht.
                                      Am Bahnhof von Bremen-Burg überquert man die Lesum und folgt dem nördlichen Ufer weiter Richtung Weser. Vorbei an Knoops Park kommt man auf dem auch bei Fahrradfahrern sehr beliebten Weg zum Einkaufszentrum Haven Höövt, überquert das Vegesacker Hafenbecken über die Fußgängerbrücke und erreicht schließlich das Etappenende, den Bahnhof Bremen-Vegesack.
                                      In Anbetracht, dass man sich auf der ganzen Strecke im Bremer Stadtgebiet befindet, ist das eine sehr schöne, idyllische Etappe. Aufgrund des hohen Asphaltanteils und den vielen Ausflugslokalen sind die Strecken auch bei Radfahrern im Sommer sehr beliebt. Diese Etappe ist daher eine Wanderempfehlung für die Wintermonate.

                                      Etappe 2: Vegesack - Hagen (30 km)
                                      Etwas eingequetscht zwischen Sportplatz, Bahnlinie und Autobahn führt der Weg auf unscheinbaren Wegen zunächst entlang der Schönebecker Aue, bevor man die offenen Weidelandschaften am Flüsschen sowie das Schönebecker Schloss erreicht. Weiter geht es, bereits in Niedersachsen, durch das Villenviertel Holthorst und hinter einem Waldstück durch die Ausläufer des Ortes Leuchtenburg. Die Landschaft ist hier deutlich hügeliger, weswegen sie auch den (etwas übertriebenen) Namen Bremer Schweiz trägt.
                                      Auf Nebenwegen führt der Weg weiter nach Eggestedt, wo sich eine große Sandgrube durch die Landschaft frisst und dafür sorgt, dass die Strecke immer wieder mal verlegt werden muss. Auf etwas bewaldeterer Strecke kommt man schließlich durch die hübsche Dorf Hamfähr und erreicht auf geschotterten Wegen den Klingenberg, wo einige Windkraftwerke hochgezogen wurden. Die Straßen wurden für die hierfür benötigten Schwerlasttransporte hergerichtet und sind für Wanderer entsprechend unangenehm zu gehen. Mit Meyenburg erreicht man kurz darauf ein weiteres sehr hübsches Dorf mit alter Wassermühle (inklusive Gastronomie).
                                      Hinter Meyenburg geht es auf Wirtschaftswegen in ein Waldgebiet mit vereinzelten Häusern und einem Kriegsgräberfriedhof und dann weiter über eine Nebenstraße zum Gehöft Seedorf und weiter nach Lehnstedt. Hinter dem letzten Bauernhof von Lehnstedt beginnt auch bald Neuenhausen, eine lose Ansammlung von Höfen und Häusern. Der Weg führt dann unbefestigt weiter am Rande des Hagener Königsmoores entlang bis der Weg nahe der Autobahn an einer Landstraße endet. Über Feldwege erreicht man in einem Bogen schließlich das Etappenziel Hagen im Bremischen. Beim Amtsplatz, direkt neben der Burg von Hagen, fahren auch am Wochenende regelmäßig Busse nach Bremen.

                                      Etappe 3: Hagen - Sellstedt (30 km)
                                      Den Ort Hagen verlässt man in nordwestlicher Richtung und erreicht durch ein kurzes Waldstück und nach Überquerung der schmale Drepte sehr schnell mit Kassebruch bereits den nächsten Ort. Über gewöhnliche Feldwege erreicht man Tannendorf, wo der Wanderweg auf eine etwas stärker befahrene Straße trifft, auf der man die hier schon deutlich breitere Drepte wieder überquert. Am anderen Ufer verlässt man die Straße wieder und kommt nach einem weiteren Abbiegen auf einen Grasweg, der hier durch die Marschwiesen führt. Der Ausblick von diesem schönen Weg reicht bis zu den Hafenanlagen von Brake.
                                      Die Wegführung versucht, die Kreisstraße, die hier durch das Straßendorf Schwegen führt zu vermeiden, doch letztens Endes bleibt dann doch noch ein knapper Kilometer, den man entlang der Kreisstraße ohne Fußweg gehen muss. Kurz vor der alten B 6 mit den Hahnenknooper Wald eines der seltenen Waldgebiete in dieser feuchten, flachen Gegend. Der Wald wird von Süd nach Nord durchquert bis man den Ort Hahnenknoop erreicht. Auf einem Moordamm geht es auf landschaftlich sehr schöner Strecke weiter nördlich nach Stotel. Hinter der Luhebrücke schließt sich direkt Nesse an, das man über eine Wohnstraße am Ortsrand wieder verlässt.
                                      Vorbei an zwei Baggerkuhlen kommt man nach Loxstedt, wo der Großteil des Ortes auf der Landstraße durchquert werden muss. Hier befindet sich auch ein Bahnhof, falls man die Etappe hier nach 21 km beenden möchte. Über ebenfalls meist befestigte Wege erreicht man Bexhövede und das Örtchen Hosermühlen. Ab hier geht es auf unbefestigtem Feld- und dann Waldweg nach Sellstedt, wo sich eine Haltestelle der Bahnlinie zwischen Bremerhaven und Bremervörde befindet.
                                      Während die erste Hälfte der Etappe für Flachlandfreunde sehr empfehlenswert ist, wird der nördliche Teil bereits dort die nahe Großstadt Bremerhaven geprägt, so dass hier viele nah beieinander liegende Orte durchquert werden müssen.

                                      Etappe 4: Sellstedt - Rosenburg (22 km)
                                      Vom Bahnhof in Sellstedt aus geht es zunächst durch den kleinen Ort und dann raus auf der gerne von Autos als Schleichstrecke benutzten Straße nach Bramel. Die flachen, feuchten Wiesen hier bieten dem Auge weite Blicke. Bramel wird am Ortsrand entlang umgangen bis man die Kreisstraße erreicht, die man nutzen muss, um die Geeste zu überqueren. Hinter der Brücke geht man auf Feldwegen weiter durch Marschkamp nach Elmlohe. Dieser etwas größere Ort mit seiner unscheinbaren, aber sehr alten Kirche, wird nahezu komplett durchquert, die meiste Zeit davon an der Kreisstraße. Schließlich führt der Weg direkt auf ein großes Waldstück zu.
                                      Hier kreuzt der Elbe-Weser-Weg (E9) den Unterweser-Weg, gemeinsam geht es ein kleines Stück durch den Wald, unter anderem auf einem mit hohem Gras bewachsenen, sehr feuchten Weg. Vom Wald aus kommt man schließlich direkt in Drangstedt heraus. Der weitere Weg führt zwischen Moor und Wald entlang durch die urige Landschaft Richtung Autobahn. Direkt an der Ausfahrt Debstedt befindet sich die Ortschaft Rosenburg, die eigentlich nur aus der Autobahnmeisterei besteht, aber immerhin eine eigene Bushaltestelle besitzt, von der man auch am Wochenende nach Bremerhaven kommt.

                                      Etappe 5: Rosenburg - Nordholz (24 km)
                                      Von der Autobahnmeisterei aus führt der Weg Richtung Norden parallel zur Autobahn auf einem asphaltierten Feldweg durch einen Windpark. Straßenverkehr sowie im Sommer schlechte Sicht durch hochgewachsenen Mais dämpfen das Wandervergnügen zusätzlich. Ab Hymendorf verbessert sich jedoch die Wegbeschaffenheit für den Wanderer: auf Sandwegen geht es vorbei an zahlreichen ehemaligen Sandgruben nach Neuenwalde, wo der Weg direkt durch das Gelände des dortigen Klosters führt.
                                      Der Weg raus aus Neuenwalde führt über den Theesberg, der tatsächlich eine merkliche Erhöhung über dem Tiefland darstellt. Vorbei an einem einsamen Gehöft führt der Weg weiter durch ein Waldstück zum nächsten Windpark. Hier gibt es wieder asphaltierte Feldwege bis zum Rande des nächsten Waldes, dem Hohensteinsforst. Nach dem sehr angenehmen Waldabschnitt geht es wieder, jenseits der Autobahn, raus in die freie Landschaft. Regenerative Energien in Form von Mais und Windrädern prägen auch hier das Landschaftsbild. Durch eine kleine Siedlung an der alten Bundesstraße erreicht man einen hübschen Feldweg, der Richtung Nordholz führt und schließlich zur asphaltierten Straße wird.
                                      Auch diese Etappe hat wieder einen sehr hohen Asphaltanteil, was ihn schon mal als guten Winterwanderweg qualifiziert. Da im Sommer zudem der Mais einem vielerorts die Sicht nimmt, ist auch hier meine Empfehlung, diese Etappe lieber in der kälteren Jahreszeit zu begehen.

                                      Etappe 6: Nordholz - Cuxhaven (24 km)
                                      Bereits kurz hinter dem Nordholzer Bahnhof kommt das erste und einzige Waldstück dieser Etappe, danach geht es raus in die offene, norddeutsche Marschlandschaft. Man sieht bereits den Deich, dem sich der Wanderweg langsam aber sicher wie zwei Schenkel eines Dreiecks nähert. Wenn schließlich der Deich erreicht ist, beginnt der Nationalpark Wattenmeer. Zunächst geht es auf Plattenwegen am Rande von Polderflächen entlang. Das Meer kann man von hier noch kaum erkennen. Je weiter man nach Norden kommt, desto schmaler wird der Polderstreifen und wenn man ein Stück die Dünen hinauf geht, erkennt man bereits das Meer. Zwischen Berensch und Arensch verlässt der Wanderweg kurz das Meerufer. Wenn er hinter Arensch wieder den Deich überquert, erkennt man bereits Neuwerk am Horizont.
                                      Vorbei am Wernerwald kommt man schließlich nach Sahlenburg. Hier beginnt der Strand und damit auch der touristische Bereich. Zwischen Sahlenburg und Duhnen hat man noch einmal etwas Natur auf beiden Seiten des Weges, ab Duhnen gibt es dann aber nur noch Hotels, Ferienhäuser und Restaurants am Wegesrand. Über die schöne Promenade passiert man sämtliche Strandabschnitte Cuxhavens bis zur Kugelbake. Auf der Elbseite geht es nun weiter immer am Wasser entlang bis zum Fährhafen und weiter auf dem Deich Richtung Bahnhof. Zum Schluss geht es noch direkt am imposanten Wasserturm vorbei.
                                      Diese Etappe empfiehlt sich ebenfalls vor allem für den Winter, da die Abwesenheit von Radfahrern und Urlaubermassen das Wandern am Meer sehr angenehm macht. Außerdem sorgen die 95 % Asphaltanteil dafür, dass man nicht die im Winter üblicherweise matschigen Waldwege benutzen muss.
                                      Wandern auf dem E1

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                                        • Meine Reisen

                                        AW: Wanderwege in Norddeutschland

                                        Zitat von lina Beitrag anzeigen
                                        Während der E1 durch die "Mitte" des Deisters führt, geht der Calenberger Weg ungefähr am nördlichen und der Roswithaweg am südlichen Deisterrand entlang. Auf der Deister-Übersichtskarte der HAZ kann man auch noch einen Weg namens "Kantsteinweg" erspähen.
                                        Kansteinweg: Alfeld/Leine—Hils—Duinger Berg—Thüster Berg (dort der Kanstein)—Ostrand des Ith—Osterwald/Kleiner Deister—Deister—Calenberger Land mit Gerdener Berg und Benther Berg—Hannover Davenstedt; gute 80 km

                                        Roswithaweg: Nienburg/Weser—sehr großer Bogen ums Steinhuder Meer (so dass man es wohl nicht sieht)—(Flachland)—Deister—Kleiner Deister/Osterwald—Ith—Hills—(Höhenzüge westlich der Leine)—Kreiensen—Bad Gandersheim; ca. 190 km

                                        Calenberger Weg: Bad Nenndorf—Deister—weiter in süd-östlicher Richtung durchs Flachland—Marienberg mit Marienburg—Nordstemmen; ca. 45 km

                                        Alle drei sind – wie ich sie immer nenne – "alte" Wanderwege, d.h. in der ersten Wanderbewegung entstanden, nicht mit dem aktuellen Premiumwahn.


                                        stoeps, alter Hannoveraner und Deisterwanderer und -läufer
                                        Zuletzt geändert von stoeps; 11.12.2017, 20:05.
                                        „The world's big and I want to have a good look at it before it gets dark.”
                                        ― John Muir

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                                          AW: Wanderwege in Norddeutschland

                                          Zitat von E1HikingTours Beitrag anzeigen
                                          Unterweser-Weg
                                          Der Unterweser-Weg verläuft zwischen Bremen und Cuxhaven [...]
                                          Krass. Ich habe mir Deinen Bericht komplett durchgelesen und es war eine Qual. Ich will mir nicht vorstellen, wie es für mich gewesen wäre, das selbst laufen zu müssen. Vielen Dank für diesen Bericht, der mich in meinem Glauben bestätigt, nördlich von mir gäbe es nicht viel und nix lohnenswertes. Für Wissenschaft und Forschung müssen Opfer gebracht werden und vor dem Deinen ziehe ich den Hut. Ich wäre dazu nicht bereit.
                                          May the wind be at your back
                                          Good fortune touch your hand
                                          May the cards lay out a straight
                                          All from your command

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