Wanderwege in Norddeutschland

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  • E1HikingTours
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    AW: Wanderwege in Norddeutschland

    Ich hole diesen Thread mal wieder hoch. Neu enthalten sind die Etappen 5 und 6 des E1 in Schleswig-Holstein: klick

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  • E1HikingTours
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    AW: Wanderwege in Norddeutschland

    In #124 sind jetzt die E6-Etappen zwischen Hankensbüttel und Gifhorn beschrieben.
    Zuletzt geändert von E1HikingTours; 22.08.2019, 14:52.

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  • Prachttaucher
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    AW: Wanderwege in Norddeutschland

    Willebadessen war bei mir mehrfach Startpunkt gewesen. Fand es sehr angenehm vom Bahnhof aus gleich im Wald zu stehen. Und in Bad Driburg war ich wirklich froh nicht dort "absteigen" zu müssen. Den Eggeweg (für mich) habe ich in dem Bereich als sehr schön in Erinnerung behalten, aber es schon relativ lange her. Richtung Sauerland wohl dann mehr Asphalt.

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  • E1HikingTours
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    AW: Wanderwege in Norddeutschland

    Ich habe mal einiges an Etappenbeschreibungen nachgeholt:
    Neu sind E1, Etappe 7 (Kiel-Preetz) in Post #6 und Etappen 36 bis 38 (Detmold-Willebadessen) in Post #119.
    Auch auf dem E6 und dem E9 bin ich schon weiter. Die Beschreibungen schaffe ich heute aber nicht mehr.

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  • Prachttaucher
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    AW: Wanderwege in Norddeutschland

    Karstwanderweg / Rundweg bei Morungen (ca. 35 km)

    Ein rundes Sahnestück aus dem großen Karstwanderkuchen :

    Ich starte in Morungen Richtung Karstwanderweg. Eigentlich hätte es sich angeboten zunächst zur Burg-Ruine zu laufen – die Gefahr ist sonst groß, daß am Ende der Tour auf eine solche Extra-Runde aus Gründen der Bequemlichkeit verzichtet wird. Insbesondere wenn man gerade durch den ersten Schnee-Niesel des Jahres läuft.

    Der Wald zeigt sehr schöne Herbstfärbung und ein bißchen erinnere ich mich an den Weg, auch wenn es schon einige Jahre her ist. Insbesondere die (etwas langwierige) Ortsdurchquerung von Groß-Leinungen kommt mir bekannt vor – leider gibt es auch diesmal keine Einkehrmöglichkeit. Diese findet sich dann aber in Questenburg mit selbstgebackenen Kuchen. Wieder unterwegs versäume ich es rechtzeitig zur Queste abzubingen – wie konnte das passieren, der "Höhepunkt der Tour" und einfach vergessen. Dann muß ich wohl nochmal wieder kommen, vielleicht kann ich ja eine weitere Schleife in westlicher Richtung anschließen ?

    Ich verlasse jetzt den Karstwanderweg, um in einer Schleife Richtung Norden wieder nach Morungen zurück zu gehen, zunächst auf breitem Fahrweg an der Nasse entlang. Da es hier im Flußtal aber schon recht dunkel ist, weiche ich lieber auf andere Wege aus, um an Höhe zu gewinnen, was auch gelingt. Es finden sich einige schöne Pfade, die ich sehr genieße. Während die OSM-Karte hier wenig nützt, kennt die Garmin-Topo doch einige der anderen Wege. Natürlich gibt es auch Irrläufer, aber meist geht es gut. Im weiteren Verlauf verläuft mein Weg auch teilweise am Waldrand längs mit Blick auf die Felder, was mir gut gefällt. Es ist auffallend ruhig in diesem Gebiet. Am nächsten Morgen habe ich nicht mehr weit zu laufen, was mir bei dem nun eher ungemütlichen Wetter auch recht ist.

    Zuletzt geändert von Prachttaucher; 29.10.2018, 08:17.

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  • E1HikingTours
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    AW: Wanderwege in Norddeutschland

    Am Wochenende bin ich auf dem E9 von Nordenham bis Varel unterwegs gewesen. Die Wegbeschreibung habe ich hier ergänzt.

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  • Prachttaucher
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    AW: Wanderwege in Norddeutschland

    Vogler-Rundwanderweg (ca. 40 km)

    Im Rahmen meiner Weser-Paddeltour hatte ich mal in Bodenwerder angelegt. Auf den benachbarten Hügeln Ith und Solling war ich schon öfter zu Fuß, es wurde also Zeit.

    Von Bodenwerder aus gehe ich zunächst die kleine Nordschleife mit Ausblicken auf die Weser, aber auch etwas Verkehrslärm. Leider ein größeres Problem für mich damals beim Paddeln. Als ich dann Richtung Süden abbiege und an Höhe gewinne wird es schnell ruhiger.

    Auf dem Weg liegen nun zwei Türme, die es zu besteigen gilt : Der Bodoturm und der Ebersnackenturm (der höhere und wenn man Holz bevorzugt der schönere). Da das Wetter relativ freundlich ist lohnt es sich. Um auf meine 40 km zu kommen gehe ich nun eine weite Schleife Richtung Südosten bis vor Eschershausen und dann weiter nach Süden. Hier bei Holenberg habe ich nun doch größere Schwierigkeiten mit Sturmschäden. Liegen mehrere Bäume übereinander, so bekommt man schnell das Gefühl festzustecken.

    Weiter geht es Richtung Rühle mit Ausblicken auf die schöne Landschaft der Rühler Schweiz – auch wenn hier der Forststraßen-Anteil höher als im Nordteil ist gefällt es mir. Kurz vor Rühle findet sich dann am Abend eine Schutzhütte mit Aussicht auf einen kleinen See – perfekt ! Abends bekomme ich noch Besuch von einem großen braunen Frosch, der irgendwie die Ruhe weg hat und seine Backen sehr eindrucksvoll aufblasen kann. Die Nacht verläuft dennoch ruhig.

    Auf dem Rückweg nach Bodenwerder an der Westseite des Vogler gibt es einige sehr schöne Aussichtspunkte – später ist auch das Wesertal gut zu sehen. Pfade sind auch wieder dabei, einmal auch ein etwas abenteuerlicher Gestrüpp-Abschnitt. Eingedenk der alten Zeiten bummle ich zum Schluß noch etwas durch Bodenwerder – natürlich schon touristisch und an jeder Ecke steht Münchhausen, aber trotzdem nett.

    Fazit : Im Nordteil schöne Pfade, im Süden dafür landschaftlich lohnend – vielleicht will ich da nochmal eine weitere Tour im Anschluß gehen.

    Fernwanderwege : Weserbergland-Weg, Pilgerweg Loccum Volkenroda

    Zuletzt geändert von Prachttaucher; 11.03.2018, 17:47.

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  • E1HikingTours
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    AW: Wanderwege in Norddeutschland

    In Beitrag #6 habe ich die E1-Etappe zwischen Preetz und Plön ergänzt.

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  • Prachttaucher
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    AW: Wanderwege in Norddeutschland

    Nach dieser schönen Vorlage wurde es nun wirklich mal Zeit für :

    Deister-Rundwanderweg (ca. 40 km)

    Ich starte am Nord-West-Ende des Deisters. Zunächst stört der Lärmpegel der nahegelegenen Autobahn, was aber bald besser wird. Bald befinde ich mich - man ahnt es schon - auf dem Roswitha-Weg. Wie gewohnt handelt es sich dabei zwar um einen breiten Forstweg, der hier aber schön zu gehen ist, weil lange, gerade Abschnitte fehlen. Der lichte Laubwald mit den vielen Wasserläufen – sicher auch wegen der vielen Regenfälle – gefällt mir gut.

    Auf der Höhe von Altenhagen mache ich einen Abstecher ins Deister-Vorland. Gerade zusammen mit einigen zaghaften Sonnenstrahlen finde ich die offene Hügellandschaft sehr schön anzuschauen. Auch der Perspektiv-Wechsel gefällt mir gut – ein bißchen wie wenn man den Alltag (wo nur Details zu sehen sind) mal verlassen kann und mehr Überblick über alles bekommt.

    Auf schönen Pfaden geht es weiter durch offenes Gelände über den Schlepperplatz. Hinter Nienstadt biege ich dann wieder ab in den Deister rein und nach einer Schleife geht’s wieder Richtung Startpunkt.

    Gerne würde ich ja am Nordmannsturm noch ein Stück Kuchen mitnehmen, was mir so gerade eben noch gelingt, bevor die letzten Gäste gegangen sind. Von der Beleuchtung her hätte ein Abendessen besser gepaßt. Nun geht es rüber auf die Ostseite des Deisters, wo ich dem umgekehrten „T“-Symbol folge. Der schmale Weg verläuft oberhalb von Barsinghausen und biegt nach einiger Zeit zu meinem Startpunkt ab.

    Wegegbeschaffenheit : Wenn man die Tour entsprechend plant, ist es möglich immer wieder mal einen Pfad einzubauen, was zu einem angenehmen Gesamteindruck führt. Öfter lohnt es sich auch spontan einen anderen (kleineren) Weg zu nehmen.

    Fazit : Mir gefiel besonders der Abstecher ins Deister-Vorland – auch wenn ich schon öfter im Deister war, empfand ich diese Tour als besonders abwechslungsreich. Mal sehn, ob sich so noch eine weitere Tour basteln läßt.

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  • lina
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    AW: Wanderwege in Norddeutschland

    Habe ein weiteres Stück Roswithaweg ausprobiert (hier mehr) und meine bisherige Einschätzung hat sich bestätigt: Auch zwischen Nienstedt und Bad Münder kann man ihn als gut ausgebaute Wanderautobahn bezeichnen.



    Der mir ebenfalls begegnete Wanderweg Lauenau-Bennigsen, der verlängert wurde ab Bad Nenndorf (Lauenau ist dann nur ein Abzweig, der aber zum Auffinden des Wegs beiträgt) könnte in dieser Gegend ebenfalls interessant sein. Außerdem tauchte noch ein "Deister Panoramaweg" auf.

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  • Prachttaucher
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    AW: Wanderwege in Norddeutschland

    Gewisse Gerüche sind natürlich schon ein gewichtiger Grund.... Auf dem Pickerweg gab´s da auch einige Stellen.

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  • JHL
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    AW: Wanderwege in Norddeutschland

    Dem Hünenweg bin ich zwar südlich von Bramsche schon begegnet, aber jenseits davon habe ich noch keine längeren Abschnitte unter die Sohlen genommen. Frag mich nicht, woher diese Abneigung gegen Weite, Moor und Geest zwischen Maisfeldern und Massentierhaltung kommt. Wahrscheinlich daher, dass ich davon zu viel um mich rum habe.

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  • Prachttaucher
    antwortet
    AW: Wanderwege in Norddeutschland

    Mir geht´s ja auch ein bißchen ähnlich. Mit dem Rad gerne, aber ansonsten einen ganzen Tag zu Fuß auf langen geraden Asphalt-Wegen würde mir schwer fallen - sofern das bei den berichteten Wegen überhaupt so ist.

    Bist Du denn schon den Hünenweg gelaufen ? Den fand ich ganz nett und auch abwechslungsreich für Nordwesten. Asphalt war da außerhalb der (umgehbaren) Orte auch wenig.

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  • JHL
    antwortet
    AW: Wanderwege in Norddeutschland

    Zitat von E1HikingTours Beitrag anzeigen
    Ich fand den Weg durchaus angenehm. Ich komme aus der Ecke und habe regelmäßig das Gefühl gehabt: "Jawoll, das ist meine Heimat!" Man darf halt bloß keine Asphaltallergie haben...
    Wenn's nur die Asphaltallergie wäre... auch, wenn ich wieder zwischen Weserbergland und Nordsee lebe und auch hier geboren bin, so ist mir das Landschaftsbild dieser Gegend nie "an's Herz gewachsen". Je weiter nordwestlich, desto schlimmer. Durch meinen "Hauswald" führt beispielsweise der "Ems-Hase-Hunte-Else-Weg". Seit Jahren schiele ich regelmäßig auf dieses Scheusal, weil ich mir hin und wieder denke: "Als Wanderer von hier musst Du das Ding doch kennen!" Seit ich von diesem Forum und diesem Thread hier im Besonderen weiß, versuche ich mich sogar ab und an mit einer Art Bringschuld zu locken. Aber nee, ganz ehrlich, so langweilig kann mir gar nicht sein.
    Mein Dank und die Anerkennung sind also durchaus ernst gemeint, auch, wenn das Objekt Deiner Betrachtung mir lediglich als abschreckendes Beispiel dient.

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  • E1HikingTours
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    AW: Wanderwege in Norddeutschland

    Zitat von JHL Beitrag anzeigen
    Krass. Ich habe mir Deinen Bericht komplett durchgelesen und es war eine Qual. Ich will mir nicht vorstellen, wie es für mich gewesen wäre, das selbst laufen zu müssen. Vielen Dank für diesen Bericht, der mich in meinem Glauben bestätigt, nördlich von mir gäbe es nicht viel und nix lohnenswertes. Für Wissenschaft und Forschung müssen Opfer gebracht werden und vor dem Deinen ziehe ich den Hut. Ich wäre dazu nicht bereit.
    Ich fand den Weg durchaus angenehm. Ich komme aus der Ecke und habe regelmäßig das Gefühl gehabt: "Jawoll, das ist meine Heimat!" Man darf halt bloß keine Asphaltallergie haben...

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  • JHL
    antwortet
    AW: Wanderwege in Norddeutschland

    Zitat von E1HikingTours Beitrag anzeigen
    Unterweser-Weg
    Der Unterweser-Weg verläuft zwischen Bremen und Cuxhaven [...]
    Krass. Ich habe mir Deinen Bericht komplett durchgelesen und es war eine Qual. Ich will mir nicht vorstellen, wie es für mich gewesen wäre, das selbst laufen zu müssen. Vielen Dank für diesen Bericht, der mich in meinem Glauben bestätigt, nördlich von mir gäbe es nicht viel und nix lohnenswertes. Für Wissenschaft und Forschung müssen Opfer gebracht werden und vor dem Deinen ziehe ich den Hut. Ich wäre dazu nicht bereit.

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  • stoeps
    antwortet
    AW: Wanderwege in Norddeutschland

    Zitat von lina Beitrag anzeigen
    Während der E1 durch die "Mitte" des Deisters führt, geht der Calenberger Weg ungefähr am nördlichen und der Roswithaweg am südlichen Deisterrand entlang. Auf der Deister-Übersichtskarte der HAZ kann man auch noch einen Weg namens "Kantsteinweg" erspähen.
    Kansteinweg: Alfeld/Leine—Hils—Duinger Berg—Thüster Berg (dort der Kanstein)—Ostrand des Ith—Osterwald/Kleiner Deister—Deister—Calenberger Land mit Gerdener Berg und Benther Berg—Hannover Davenstedt; gute 80 km

    Roswithaweg: Nienburg/Weser—sehr großer Bogen ums Steinhuder Meer (so dass man es wohl nicht sieht)—(Flachland)—Deister—Kleiner Deister/Osterwald—Ith—Hills—(Höhenzüge westlich der Leine)—Kreiensen—Bad Gandersheim; ca. 190 km

    Calenberger Weg: Bad Nenndorf—Deister—weiter in süd-östlicher Richtung durchs Flachland—Marienberg mit Marienburg—Nordstemmen; ca. 45 km

    Alle drei sind – wie ich sie immer nenne – "alte" Wanderwege, d.h. in der ersten Wanderbewegung entstanden, nicht mit dem aktuellen Premiumwahn.


    stoeps, alter Hannoveraner und Deisterwanderer und -läufer
    Zuletzt geändert von stoeps; 11.12.2017, 20:05.

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  • E1HikingTours
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    AW: Wanderwege in Norddeutschland

    Unterweser-Weg
    Der Unterweser-Weg verläuft zwischen Bremen und Cuxhaven und ist einer der drei Fernwanderwege, die die Weser erschließen. Nach Süden schließt sich der Weser-Weg an, der zwischen Bremen und Porta Westfalica verläuft und ab Porta Westfalica gibt es schließlich den bekannten Weserberglandweg. Das Markierungszeichen ist der gelbe Pfeil, gelegentlich grün umrandet.

    Etappe 1: Bremen - Vegesack (25 km)
    Offiziell startet der Weg auf dem Bremer Marktplatz. Bis zum Hauptbahnhof wird man jedoch keine Markierungen finden. Markiert ist der Weg dann mit gelben Pfeilen ab dem Nordausgang des Hauptbahnhofs. Zunächst einmal geht es am Parkhotel vorbei in den Bürgerpark und weiter in den anschließenden Stadtpark bis zum Uni-See. Hier biegt der Weg dann in Richtung Blockland ab und passiert dabei die Müllverbrennungsanlage und die Mülldeponie mit dem höchsten Punkt Bremens (der allerdings nicht zugänglich ist).
    Durch das Radfahrerrevier geht es auf asphaltierter Strecke zunächst an kleinen Häuschen vorbei an der Kleinen Wümme entlang bis die Straße die echte Wümme am Dammsiel erreicht. Der Wümme flussabwärts folgend geht es durch die Ortschaften Wummensiede und Wasserhorst bis die Wümme schließlich den Straßenverlauf verlässt und wenig später als Lesum wiederkehrt. Schließlich überquert man den Maschinenfleet mit seinem Pumpenhaus und unterquert die A 27, worauf man an einem Gewerbegebiet wieder das „echte“ Stadtgebiet erreicht.
    Am Bahnhof von Bremen-Burg überquert man die Lesum und folgt dem nördlichen Ufer weiter Richtung Weser. Vorbei an Knoops Park kommt man auf dem auch bei Fahrradfahrern sehr beliebten Weg zum Einkaufszentrum Haven Höövt, überquert das Vegesacker Hafenbecken über die Fußgängerbrücke und erreicht schließlich das Etappenende, den Bahnhof Bremen-Vegesack.
    In Anbetracht, dass man sich auf der ganzen Strecke im Bremer Stadtgebiet befindet, ist das eine sehr schöne, idyllische Etappe. Aufgrund des hohen Asphaltanteils und den vielen Ausflugslokalen sind die Strecken auch bei Radfahrern im Sommer sehr beliebt. Diese Etappe ist daher eine Wanderempfehlung für die Wintermonate.

    Etappe 2: Vegesack - Hagen (30 km)
    Etwas eingequetscht zwischen Sportplatz, Bahnlinie und Autobahn führt der Weg auf unscheinbaren Wegen zunächst entlang der Schönebecker Aue, bevor man die offenen Weidelandschaften am Flüsschen sowie das Schönebecker Schloss erreicht. Weiter geht es, bereits in Niedersachsen, durch das Villenviertel Holthorst und hinter einem Waldstück durch die Ausläufer des Ortes Leuchtenburg. Die Landschaft ist hier deutlich hügeliger, weswegen sie auch den (etwas übertriebenen) Namen Bremer Schweiz trägt.
    Auf Nebenwegen führt der Weg weiter nach Eggestedt, wo sich eine große Sandgrube durch die Landschaft frisst und dafür sorgt, dass die Strecke immer wieder mal verlegt werden muss. Auf etwas bewaldeterer Strecke kommt man schließlich durch die hübsche Dorf Hamfähr und erreicht auf geschotterten Wegen den Klingenberg, wo einige Windkraftwerke hochgezogen wurden. Die Straßen wurden für die hierfür benötigten Schwerlasttransporte hergerichtet und sind für Wanderer entsprechend unangenehm zu gehen. Mit Meyenburg erreicht man kurz darauf ein weiteres sehr hübsches Dorf mit alter Wassermühle (inklusive Gastronomie).
    Hinter Meyenburg geht es auf Wirtschaftswegen in ein Waldgebiet mit vereinzelten Häusern und einem Kriegsgräberfriedhof und dann weiter über eine Nebenstraße zum Gehöft Seedorf und weiter nach Lehnstedt. Hinter dem letzten Bauernhof von Lehnstedt beginnt auch bald Neuenhausen, eine lose Ansammlung von Höfen und Häusern. Der Weg führt dann unbefestigt weiter am Rande des Hagener Königsmoores entlang bis der Weg nahe der Autobahn an einer Landstraße endet. Über Feldwege erreicht man in einem Bogen schließlich das Etappenziel Hagen im Bremischen. Beim Amtsplatz, direkt neben der Burg von Hagen, fahren auch am Wochenende regelmäßig Busse nach Bremen.

    Etappe 3: Hagen - Sellstedt (30 km)
    Den Ort Hagen verlässt man in nordwestlicher Richtung und erreicht durch ein kurzes Waldstück und nach Überquerung der schmale Drepte sehr schnell mit Kassebruch bereits den nächsten Ort. Über gewöhnliche Feldwege erreicht man Tannendorf, wo der Wanderweg auf eine etwas stärker befahrene Straße trifft, auf der man die hier schon deutlich breitere Drepte wieder überquert. Am anderen Ufer verlässt man die Straße wieder und kommt nach einem weiteren Abbiegen auf einen Grasweg, der hier durch die Marschwiesen führt. Der Ausblick von diesem schönen Weg reicht bis zu den Hafenanlagen von Brake.
    Die Wegführung versucht, die Kreisstraße, die hier durch das Straßendorf Schwegen führt zu vermeiden, doch letztens Endes bleibt dann doch noch ein knapper Kilometer, den man entlang der Kreisstraße ohne Fußweg gehen muss. Kurz vor der alten B 6 mit den Hahnenknooper Wald eines der seltenen Waldgebiete in dieser feuchten, flachen Gegend. Der Wald wird von Süd nach Nord durchquert bis man den Ort Hahnenknoop erreicht. Auf einem Moordamm geht es auf landschaftlich sehr schöner Strecke weiter nördlich nach Stotel. Hinter der Luhebrücke schließt sich direkt Nesse an, das man über eine Wohnstraße am Ortsrand wieder verlässt.
    Vorbei an zwei Baggerkuhlen kommt man nach Loxstedt, wo der Großteil des Ortes auf der Landstraße durchquert werden muss. Hier befindet sich auch ein Bahnhof, falls man die Etappe hier nach 21 km beenden möchte. Über ebenfalls meist befestigte Wege erreicht man Bexhövede und das Örtchen Hosermühlen. Ab hier geht es auf unbefestigtem Feld- und dann Waldweg nach Sellstedt, wo sich eine Haltestelle der Bahnlinie zwischen Bremerhaven und Bremervörde befindet.
    Während die erste Hälfte der Etappe für Flachlandfreunde sehr empfehlenswert ist, wird der nördliche Teil bereits dort die nahe Großstadt Bremerhaven geprägt, so dass hier viele nah beieinander liegende Orte durchquert werden müssen.

    Etappe 4: Sellstedt - Rosenburg (22 km)
    Vom Bahnhof in Sellstedt aus geht es zunächst durch den kleinen Ort und dann raus auf der gerne von Autos als Schleichstrecke benutzten Straße nach Bramel. Die flachen, feuchten Wiesen hier bieten dem Auge weite Blicke. Bramel wird am Ortsrand entlang umgangen bis man die Kreisstraße erreicht, die man nutzen muss, um die Geeste zu überqueren. Hinter der Brücke geht man auf Feldwegen weiter durch Marschkamp nach Elmlohe. Dieser etwas größere Ort mit seiner unscheinbaren, aber sehr alten Kirche, wird nahezu komplett durchquert, die meiste Zeit davon an der Kreisstraße. Schließlich führt der Weg direkt auf ein großes Waldstück zu.
    Hier kreuzt der Elbe-Weser-Weg (E9) den Unterweser-Weg, gemeinsam geht es ein kleines Stück durch den Wald, unter anderem auf einem mit hohem Gras bewachsenen, sehr feuchten Weg. Vom Wald aus kommt man schließlich direkt in Drangstedt heraus. Der weitere Weg führt zwischen Moor und Wald entlang durch die urige Landschaft Richtung Autobahn. Direkt an der Ausfahrt Debstedt befindet sich die Ortschaft Rosenburg, die eigentlich nur aus der Autobahnmeisterei besteht, aber immerhin eine eigene Bushaltestelle besitzt, von der man auch am Wochenende nach Bremerhaven kommt.

    Etappe 5: Rosenburg - Nordholz (24 km)
    Von der Autobahnmeisterei aus führt der Weg Richtung Norden parallel zur Autobahn auf einem asphaltierten Feldweg durch einen Windpark. Straßenverkehr sowie im Sommer schlechte Sicht durch hochgewachsenen Mais dämpfen das Wandervergnügen zusätzlich. Ab Hymendorf verbessert sich jedoch die Wegbeschaffenheit für den Wanderer: auf Sandwegen geht es vorbei an zahlreichen ehemaligen Sandgruben nach Neuenwalde, wo der Weg direkt durch das Gelände des dortigen Klosters führt.
    Der Weg raus aus Neuenwalde führt über den Theesberg, der tatsächlich eine merkliche Erhöhung über dem Tiefland darstellt. Vorbei an einem einsamen Gehöft führt der Weg weiter durch ein Waldstück zum nächsten Windpark. Hier gibt es wieder asphaltierte Feldwege bis zum Rande des nächsten Waldes, dem Hohensteinsforst. Nach dem sehr angenehmen Waldabschnitt geht es wieder, jenseits der Autobahn, raus in die freie Landschaft. Regenerative Energien in Form von Mais und Windrädern prägen auch hier das Landschaftsbild. Durch eine kleine Siedlung an der alten Bundesstraße erreicht man einen hübschen Feldweg, der Richtung Nordholz führt und schließlich zur asphaltierten Straße wird.
    Auch diese Etappe hat wieder einen sehr hohen Asphaltanteil, was ihn schon mal als guten Winterwanderweg qualifiziert. Da im Sommer zudem der Mais einem vielerorts die Sicht nimmt, ist auch hier meine Empfehlung, diese Etappe lieber in der kälteren Jahreszeit zu begehen.

    Etappe 6: Nordholz - Cuxhaven (24 km)
    Bereits kurz hinter dem Nordholzer Bahnhof kommt das erste und einzige Waldstück dieser Etappe, danach geht es raus in die offene, norddeutsche Marschlandschaft. Man sieht bereits den Deich, dem sich der Wanderweg langsam aber sicher wie zwei Schenkel eines Dreiecks nähert. Wenn schließlich der Deich erreicht ist, beginnt der Nationalpark Wattenmeer. Zunächst geht es auf Plattenwegen am Rande von Polderflächen entlang. Das Meer kann man von hier noch kaum erkennen. Je weiter man nach Norden kommt, desto schmaler wird der Polderstreifen und wenn man ein Stück die Dünen hinauf geht, erkennt man bereits das Meer. Zwischen Berensch und Arensch verlässt der Wanderweg kurz das Meerufer. Wenn er hinter Arensch wieder den Deich überquert, erkennt man bereits Neuwerk am Horizont.
    Vorbei am Wernerwald kommt man schließlich nach Sahlenburg. Hier beginnt der Strand und damit auch der touristische Bereich. Zwischen Sahlenburg und Duhnen hat man noch einmal etwas Natur auf beiden Seiten des Weges, ab Duhnen gibt es dann aber nur noch Hotels, Ferienhäuser und Restaurants am Wegesrand. Über die schöne Promenade passiert man sämtliche Strandabschnitte Cuxhavens bis zur Kugelbake. Auf der Elbseite geht es nun weiter immer am Wasser entlang bis zum Fährhafen und weiter auf dem Deich Richtung Bahnhof. Zum Schluss geht es noch direkt am imposanten Wasserturm vorbei.
    Diese Etappe empfiehlt sich ebenfalls vor allem für den Winter, da die Abwesenheit von Radfahrern und Urlaubermassen das Wandern am Meer sehr angenehm macht. Außerdem sorgen die 95 % Asphaltanteil dafür, dass man nicht die im Winter üblicherweise matschigen Waldwege benutzen muss.

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  • Prachttaucher
    antwortet
    AW: Wanderwege in Norddeutschland

    Kuchen

    Gerade in tieferen Lagen bin ich dort auch schon auf schönen Pfaden gelaufen. Und es ist nicht so weit weg für mich, was jetzt bei der kurzen Tageshelligkeit günstig ist.

    Am WE hat es nur zu Spaziergängen mit Regenschirm (gegen Hagelschauer) gereicht.

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  • lina
    antwortet
    AW: Wanderwege in Norddeutschland

    Für Dich Kuchenliebhaber würde sich ja ein Intermezzo am Bad Nenndorfer Kurpark anbieten
    Pfade gab es einige. Auf der OSM-Karte die, welche mit abwechselnd Strich und Punkt markiert sind, auf dem ersten Foto beispielsweise der Bogen in der Nähe der "Rodenberger Höhe" (Roswithaweg-Abzweig in Richtung Kreuzbuche, südöstlich der Teufelsbrücke, siehe grüne Linien auf der Wanderreitkarte).

    Natürlich ist der Deister ein vergleichsweise infrastrukturreiches Naherholungsgebiet. Ganz so unspannend wie zunächst vermutet ist es dort aber doch nicht, z.B. die Gaststätten tauchen eher unvermutet auf (jedenfalls im November ).
    Zuletzt geändert von lina; 20.11.2017, 16:35.

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