[RU] Rückkehr aufs Putorana-Plateau. Ein Wildnisabenteuer.

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  • Blahake
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    Ja, ich hab' das gestern gesehen und als das Putorana erwähnt wurde, hörte mein Mann mich laut erstaunt rufen "Das ist da, wo Robtrek wandert!"
    War in der Tat eine sehr beeindruckende aber auch beängstigende Reportage, mit am erschreckendsten fand ich die riesigen Löcher, die sich im Boden auftun, wo der Permafrost taut! Und die Methankrater. Und dass den Nentzen und Rentieren der Weg abgeschnitten wird, weil die Flüsse nicht mehr ausreichend zufrieren. Ich bin mit schuld daran, weil ich z.B. des Sommers zum Spaß nach Lappland fliege.

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  • Robtrek
    antwortet
    Zitat von Blahake Beitrag anzeigen
    Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass die Bäume da an die Grenze ihres natürlichen Lebensraumes stoßen.
    Ja, das kann auch sein. Mit der Erderwärmung wird die Vegetationsperiode in diesen Breiten aber generell länger und der Wald könnte langfristig sogar profitieren. In diesem Zusammenhang interessant: bei unserer Tour in 2018 sind wir 500 km weiter nördlich noch durch dichte Taiga geraftet. Gerade in dieser Region soll der nördlichste Wald der Welt wachsen.

    Gestern gab's übrigens in der ARD einen Film "Rentiere auf dünnem Eis". Ab 21:15 kann man einen Eisbären in den Straßen von Norilsk sehen, der dort auf der Suche nach Nahrung während unserer Tour im Sommer 2019 auftauchte, hunderte km vom Meer entfernt. Danach geht's bis 27:00 weiter mit Aufnahmen vom Putorana und den schlimmen Auswirkungen der Erderwärmung auf die Migration der Rentiere durch dieses Gebirge.

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  • Robtrek
    antwortet
    Zitat von Ljungdalen Beitrag anzeigen
    Irgendein Seetaucher, tippe ganz stark auf Prachttaucher (Gavia arctica).
    Vielen Dank, hab mir jetzt mal Aufzeichnungen vom black-throated loon angehört. Das klingt wirklich ziemlich ähnlich. Russ. "Gagara" - ja, den Namen hab ich da oben schon öfter mal gehört.

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  • Ljungdalen
    antwortet
    Zitat von Robtrek Beitrag anzeigen
    Die morgendliche Stille wird immer wieder durch einen Vogelruf unterbrochen. Hier im Forum gibt es bestimmt Leute, die sich damit auskennen. Was ist das für ein Vogel (20 Sek. Video)?
    Irgendein Seetaucher, tippe ganz stark auf Prachttaucher (Gavia arctica).

    Von den anderen vier Seetaucherarten gibt es im mittleren Nordasien noch die ähnlich klingenden Sterntaucher und Gelbschnabeltaucher (a.k.a. Gelbschnabel-Eistaucher, aber für den ist das wohl etwas zu weit weg von der Küste).

    Russisch "gagara" übrigens - vielleicht fiel der Begriff mal? (гагара, diese Art genauer чернозобая гагара = tschernosobaja gagara = wörtlich "schwarzkröpfige Gagara")

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  • Blahake
    antwortet
    Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass die Bäume da an die Grenze ihres natürlichen Lebensraumes stoßen. Sie wachsen dort ja schon nicht mehr so dicht und hoch wie in anderen Gebieten. Die "Vegetationsperiode" - oder kurz gesagt, der Sommer - in der es warm genug ist, damit sie gute Wachstumsbedingungen finden, ist da ja schon recht kurz. Da können sie nicht viele Reserven aufbauen und wachsen sehr langsam. Wenn dann mal ein besonders trockener Sommer dazwischen kommt, oder auch andersrum, der Boden längerfristig überschwemmt oder sumpfig ist, kann das den Bäumen, auch ohne dass Schwermetalle etc. dazukommen, dann schon mal den Garaus machen.
    Wenn sie obendrein noch durch menschlich bedingte Einflüsse geschwächt sind, geht es natürlich noch schneller.

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  • Robtrek
    antwortet
    Zitat von janphilip Beitrag anzeigen
    Sag mal, man sieht auf einigen Bildern entlang der ganzen Reise immer mal wieder Gebiete wo die Nadelbäume abgestorben sind. Nach Feuer sieht es, soweit ich das auf den Fotos erkennen kann aber auch nicht aus..
    Das kann ich nicht genau sagen. Der erste Verdacht fällt trotz allem immer auf Waldbrände, man trifft ja vielerorts auf verkohlte Reste. Vielleicht auch eine Art Borkenkäfer? Ich habe allerdings nie von einheimischen Jägern usw. gehört, dass es da ein bekanntes Problem gibt. Umweltverschmutzung ist eine weitere Möglichkeit, aber auch da sind mir speziell zum Putorana keine Nachrichten bekannt, und es wären ja in diesem Fall auch eher großflächig abgestorbene Wälder zu erwarten. Die gibt es da definitiv nicht.

    Das Tor zum Putorana ist für 90% der Trekker die Stadt Norilsk, mehr als 400 km Luftlinie vom Hegochar entfernt. Ausländern ist der Besuch dieser Stadt verboten. Das Norilsker Nickelkombinat war schon zu sowjetischen Zeiten eine unglaubliche Dreckschleuder, und ist es weiterhin. Um Norilsk herum sind die Wälder tot, das ist bekannt. Es gilt als einer der Top 10 Orte weltweit in Bezug auf Umweltverschmutzung. Ich habe aber nie gehört, dass Trekkern ähnliche Umweltschäden aufgefallen sind, sobald sie von Norilsk aus das Putorana erreichten. Der Anstieg zum Plateau ist immerhin auch ca. 100 km von Norilsk entfernt.

    Wer sich die ungehemmte Zerstörung der Taiga durch sauren Regen und Schwermetalle mal ansehen will, kann dies übrigens viel näher hier in Europa tun. Auf der Fahrt von St. Peterburg nach Murmansk, im russischen Teil Kareliens, durchquert man beim Ort Monchegorsk ein riesiges Gebiet abgestorbener Wälder. In Monchegorsk hat der Nickelproduzent aus Norilsk nämlich eine große Filiale.


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  • janphilip
    antwortet
    Schön, dass ihr so gutes Wetter hattet während ihr am Hegochar-See unterwegs gewesen seid. Das macht die Erfahrung nochmal besser. Sieht wirklich traumhaft aus und weniger "feindlich" als die Hochebene oder sumpfige Taiga..

    Sag mal, man sieht auf einigen Bildern entlang der ganzen Reise immer mal wieder Gebiete wo die Nadelbäume abgestorben sind. Nach Feuer sieht es, soweit ich das auf den Fotos erkennen kann aber auch nicht aus..
    Weisst du was die Ursache für die toten Bäume ist? Ein Schädling vielleicht?
    Ich kenne solches Waldsterben aus Kanada aber dort stehen die Bäume viel dichter wodurch sich die Schädlinge so rasant ausbreiten können... Auf den Fotos mit den vielen toten Bäumen stehen sie aber teilweise sehr weit auseinander daher wundert mich das...

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  • rumpelstil
    antwortet
    Danke für die Fortsetzung. Die Bilder sind einfach wunderbar!

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  • momper
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    Zitat von Bambus Beitrag anzeigen
    Wunderbare Bilder einer traumhaften Landschaft.
    Danke!
    +1

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  • Bambus
    antwortet
    Wunderbare Bilder einer traumhaften Landschaft.
    Danke!

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  • Robtrek
    antwortet
    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put609_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 500,6 KB ID: 3022936

    Über den Hegochar-See zum Kochechumo

    Ungefähr 20 km trennen uns noch vom Kochechumo-Fluss, wo wir endgültig in unsere Boote steigen und die letzten 650 km bis zur Siedlung Tura in Angriff nehmen werden. Vor uns liegt der Hegochar-See. Die Bootsfahrt über den See spart uns fast 10 km Trekking, in meinem Fall also 30 km Marsch mit den zwei Rucksäcken. Auf der Google-Karte unserer Tour befinden wir uns jetzt kurz vor der hellblauen Marke vom 19.08. Die gleiche Gegend auf der Militärkarte, die wir bei unserer Tour benutzen. Sie ist von 1986 und beruht auf Vermessungsdaten von 1973-75.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put608_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 411,8 KB ID: 3022935

    Was man hier sieht, ist nur ein kleiner Teil des des Sees. Die Militärkarte bringt bei diesem Maßstab (1:200.000) nicht zum Ausdruck, dass der Hegochar eigentlich aus zwei Seen besteht. Der bei weitem größere zweite See kommt erst später. Es gibt zwar Karten in besseren Maßstäben, beruht doch die Version 1:200.000 auf den Karten 1:100.000 und 1:50.000. Doch diese genaueren Karten aus den 1970er Jahren werden von Russland auch im Zeitalter hochauflösender Satellitenbilder nach wie vor als geheim eingestuft. Nur ganz wenige 1:100.000 Kartenblätter vom Putorana sind im Internet auffindbar. So sind wir auf den schlechteren Maßstab angewiesen. Zu den alten Militärkarten gibt es für diese abgelegenen Regionen bis heute einfach keine gute Alternative.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put610_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 756,5 KB ID: 3022939

    Hier scheint der See bereits zu enden.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put611_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 539,1 KB ID: 3022937

    Es geht einen kleinen Bach aufwärts. Wie sich herausstellt, ist es nur die Verbindung zwischen den beiden Seen.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put612_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 379,4 KB ID: 3022934

    An so einer klassischen Engstelle sind mit Sicherheit irgendwann Menschen vorbeigekommen. Ich suche die Hügel am Ufer ab und finde, umgestürzt auf dem Boden liegend, den "Gravimetrischen Punkt III. Klasse Nr. 6/12 von 1950".

    Darunter steht: MAGP GUGK pri SM SSSR. Alles klar? Wer hier passen muss, dem fehlt es (herzlichen Glückwunsch dazu) offenbar an Erfahrung mit russischer Bürokratie bzw. deren sowjetischen Vorläufern. Also: Moskovskoe Aerogeodezicheskoe Predpriyatie Glavnovo Upravleniya Geodezii i Kartografii pri Sovete Ministrov SSSR. Wie unschwer zu erraten, heißt das ungefähr "Moskauer Aerogeodäsie-Betrieb der Hauptverwaltung Geodäsie und Kartografie unter dem Ministerrat der UdSSR".

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put613_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 480,7 KB ID: 3022938

    Hier beginnt der Hauptteil des Sees, von dem aber wiederum nur ein kleines Stück zu sehen ist.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put615_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 883,7 KB ID: 3022945


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put614_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 638,6 KB ID: 3022940

    Gegen 9 Uhr abends, die Sonne ist vor einer Stunde untergegangen. Noch ist es hell genug, um die Ufer abzusuchen. Auch hier gibt es noch einige wenige alte Fuchsfallen.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put616_resize.JPG Ansichten: 0 Größe: 830,0 KB ID: 3022943

    Der Wind hat sich fast gelegt, auf dem See herrscht Stille. Ganz hinten rechts ist eine Landzunge auszumachen. Sie wird unser Lagerplatz.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put617_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 557,2 KB ID: 3022942

    Vor Mitternacht. Das immerwährende Licht des nächtlichen Horizonts im hohen Norden.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put620_resize.JPG Ansichten: 0 Größe: 655,3 KB ID: 3022944

    Wir sind uns einig, dass dies der schönste Zeltplatz unserer Tour ist. Hier stimmt einfach alles: klasse Panorama, idealer Untergrund, Feuerholz und Trinkwasser nebenan.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put621_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 545,5 KB ID: 3022946


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put618_resize.JPG Ansichten: 0 Größe: 423,5 KB ID: 3022941

    Die morgendliche Stille wird immer wieder durch einen Vogelruf unterbrochen. Hier im Forum gibt es bestimmt Leute, die sich damit auskennen. Was ist das für ein Vogel (20 Sek. Video)?

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put622_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 528,7 KB ID: 3022947

    Von diesem wunderschönen Ort will man eigentlich nicht so schnell weg. Doch wir müssen weiter. Bis zum 30.8. bleiben nur noch 10 Tage. Inzwischen ist allen klar, dass wir das unmöglich schaffen können, sogar wenn wir Tag und Nacht fahren würden. Sergei und Lena werden ihren Flug also verpassen und nicht rechtzeitig zum Arbeits- bzw. Schulbeginn zuhause sein. Trotzdem soll es so schnell wie möglich Richtung Tura gehen.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put623_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 722,0 KB ID: 3022948

    Die nunmehr unvermeidliche Verspätung ist eine bittere Pille, vor allem für Lena. Immerhin ein Glück im Unglück, dass ich den Satellite communicator dabei habe. So können sie über Lenas Tochter die Tickets stornieren, ohne Geld zu verlieren. Außerdem werden die Bekannten informiert, die sie in Krasnojarsk am Flughafen abholen sollten; und zum Schulbeginn wird eine Ersatzlehrerin für Lena organisiert. Man stelle sich vor, die beiden wären alleine unterwegs gewesen und 10 Tage überfällig, ohne jemandem Bescheid sagen zu können. Mit dem Satellite communicator haben wir einer Reihe von Verwandten und Bekannten viele Sorgen erspart.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put624_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 564,8 KB ID: 3022949

    Wieder eine Falle, diesmal auf einer Insel im See.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put625_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 451,1 KB ID: 3022950


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put627_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 505,7 KB ID: 3022953


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put626_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 540,0 KB ID: 3022951

    Während der ganzen Überfahrt haben wir geangelt, Sergei entlang des Ufers und ich in der Mitte des Sees. Ergebnis gleich Null. Der unbekannte Hegochar-See ist, besonders für Sergei, dadurch noch rätselhafter geworden. Warum gibt es in ihm keine Fische?

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put628_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 456,4 KB ID: 3022952

    Wir nähern uns dem östlichen Ende des Sees.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put629_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 465,2 KB ID: 3022954

    "Antistapel" - so heißt das auf russisch, wenn man die Boote aus dem Wasser holt, um sie abzubauen.

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    Wir lassen aber noch nicht die Luft aus den Booten. Zuerst gehe ich für zwei Stunden auf Erkundung Richtung Kochechumo. Laut Karte gibt es hier eine Kette von Seen, die durch einen Bach verbunden sind, der schließlich in den Kochechumo fließt. Falls dieser Bach größtenteils befahrbar ist, könnte man kürzere Portagen in Kauf nehmen und das Gepäck auf den Booten mitführen.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put637_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 562,1 KB ID: 3022961


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put631_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 746,8 KB ID: 3022959


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    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put632_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 644,6 KB ID: 3022956


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put633_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 608,4 KB ID: 3022957

    Unterwegs finde ich noch ein geodäsisches Zeichen.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put636_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 479,2 KB ID: 3022960


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put634_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 528,9 KB ID: 3022955

    Dieses stammt anscheinend aus 1959.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put639_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 675,5 KB ID: 3022963

    Das Ergebnis der Erkundung ist negativ. Das Befahren des Bachs lohnt nicht, es gibt zu viele Stellen, wo wir wahrscheinlich nicht durchkommen würden.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put640_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 706,9 KB ID: 3022964


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put641-1_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 613,7 KB ID: 3022966

    Fünf Minuten Sammeln ergibt eine Flasche fürs Abendessen.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put641_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 709,3 KB ID: 3022965

    Letzter Blick auf den Hegochar-See. Wir haben auf unserer Tour viele eindrucksvolle Landschaften gesehen. Das Plateau mit seinen weiten Horizonten war großartig. Aber der von zwei Tafelbergen eingerahmte, in grüne Taiga gebettete Hegochar mit seinen stillen Buchten, Landzungen und Inselchen war für mich bisher der schönste Anblick.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put642_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 727,7 KB ID: 3022968

    Und es bleibt weiter schön. Aufnahmen von unserem Lagerplatz an einem kleinen, namenlosen See zwischen Hegochar und Kochechumo.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put643_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 630,1 KB ID: 3022967


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put644_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 604,6 KB ID: 3022969


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put646_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 722,8 KB ID: 3022972


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put647_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 494,7 KB ID: 3022970


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put648_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 670,6 KB ID: 3022971


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put649_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 628,7 KB ID: 3022974

    Auf der Landzunge kann man unser Camp erkennen.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put650_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 369,1 KB ID: 3022973


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put653_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 495,7 KB ID: 3022978

    Der Weg vom Hegochar-See zum Kochechumo durch das weite Tal des Hegochar-Bachs bietet eine Mischung aus kleinen Seen, Sumpflandschaft, kahlen Hügeln und Tafelbergen am Horizont.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put651_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 595,0 KB ID: 3022977


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put652_resize.JPG Ansichten: 0 Größe: 565,5 KB ID: 3022975


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put654-2.jpg Ansichten: 0 Größe: 415,0 KB ID: 3022976


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put655_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 597,0 KB ID: 3022979

    Wir stoßen auf ein paar alte Hütten der Ewenen, genannt Chum.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put656_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 774,1 KB ID: 3022982


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put657_resize.JPG Ansichten: 0 Größe: 589,8 KB ID: 3022981


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put658_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 418,2 KB ID: 3022980

    Diese Losung gefällt uns gar nicht. Sogleich werden die Erinnerungen an unsere Bärenbegegnungen wach und wir bleiben beim Marschieren für eine Zeit lang dichter beisammen.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put659_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 784,3 KB ID: 3022984


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put660_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 689,9 KB ID: 3022985

    Für unsere heutige Mittagspause, die letzte vor dem Kochechumo, habe ich eine kleine Überraschung vorbereitet. Die ganze Zeit habe ich die letzte unserer kaltgeräucherten Würste nicht angerührt, als Notreserve für irgendeinen überharten Marschtag. Damit ist jetzt nicht mehr zu rechnen und ich hole das gute Teil von ganz unten aus dem Rucksack hervor. Sergei und Lena sind einfach begeistert. Wie die Russen sagen: der beste aller Fische ist die Wurst!

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put661_resize.JPG Ansichten: 0 Größe: 387,2 KB ID: 3022983


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put662_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 490,4 KB ID: 3022986


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put663_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 774,4 KB ID: 3022989

    Es ist wirklich ein sehr trockenes Jahr. Der Wasserspiegel in diesem flachen See ist schon stark abgesunken.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put664_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 613,9 KB ID: 3022988

    Von weitem sehe ich etwas, das ganz klar von Menschen gemacht wurde. Als ich näher komme, finde ich wieder ein altes Grab, mit einem Türmchen wie bei einer kleinen Kapelle.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put665_resize.JPG Ansichten: 0 Größe: 771,9 KB ID: 3022992

    Es wäre interessant, mehr über die Geschichte des Hegochar zu erfahren. Wieso diese Gräber? Waren es vielleicht Fallensteller oder Pelzhändler aus dem alten Ort Yessey am gleichnamigen See? Der liegt völlig isoliert 230 km Luftlinie von hier entfernt und ist über Land auch heute noch nur in den Wintermonaten erreichbar, wenn die Sümpfe und Flüsse gefroren sind. In Yessey wohnen hauptsächlich Jakuten und Ewenen. Diese sollen 1852 als erste im riesigen Gebiet Ewenkien den christlich-orthodoxen Glauben angenommen haben.

    Im Autoatlas von Russland (ausgerechnet Auto...) ist eine gestrichelte Pfadspur von Yessey bis ans Ufer der Kureika eingezeichnet, die durch das Tal des Hegochar führt. Sie endet an den "Haritonov-Blockhütten", ungefähr an der Mündung des Hegochar in die Kureika gelegen. Diese Hütten sind im Bericht von 1988, dem einzigen über diese Gegend, kurz erwähnt. Sie waren schon damals total verfallen, es fanden sich kaum noch Überreste. Möglicherweise gab es also vor sehr langer Zeit eine Schlittenroute von Yessey über den Hegochar zur Kureika. Über den Grund kann man nur spekulieren. Die Pelztierjagd war hier offensichtlich lohnend. Vielleicht war Yessey über die Kureika im Winter sogar mit dem Jenissei verbunden. Aber bei der brutalen Kälte wäre das eine mörderische Route gewesen, wenn es sie denn je gab. Vielleicht erklärt das die Gräber.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put666_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 660,5 KB ID: 3022990


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put667_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 708,1 KB ID: 3022991


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put668_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 387,1 KB ID: 3022987

    Und da ist er! Am 21. August, gegen 9 Uhr abends, erreichen wir den Kochechumo.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put669_resize.JPG Ansichten: 0 Größe: 389,8 KB ID: 3022993

    Damit ist der Trekking-Teil unserer langen Tour beendet. Natürlich wird das heute am Lagerfeuer gefeiert. Sergei hatte auch noch etwas für überharte Marschtage aufgehoben, auf russisch nennt man das "NZ" (neprikosnovenny zapas, bzw. "unantastbare Reserve"). Man kann sich denken, was hier gemeint ist. (Keine Wurst.)

    Jetzt liegen 650 km mit dem Boot nach Tura vor uns. Nach ungefähr 400 km könnten wir auf eine erste Blockhütte mit Menschen stoßen, aber sicher ist das nicht. Die Fahrt verspricht in jedem Fall interessant zu werden: der Kochechumo weist zwar nur mittelschwere Stromschnellen auf, aber davon gibt es sehr viele. Und bald muss auch die intensive Herbstfärbung der Taiga einsetzen. Bei gutem Wetter schaffen die goldgelben Lärchen vor dem Blau des Flusses wunderschöne Landschaftsbilder.


    (Fortsetzung folgt demnächst)


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put670_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 847,2 KB ID: 3022994
    Zuletzt geändert von Robtrek; 21.02.2021, 17:47.

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  • Bambus
    antwortet
    Och nööö, da denke ich es geht weiter....

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  • Robtrek
    antwortet
    Zitat von ronaldo Beitrag anzeigen
    "... Und dann gibt es außer Bären schließlich auch noch andere Raubtiere..."
    Ach komm jetzt! Das kannst doch nicht machen!!
    SICR! raubtierbedingte Gefahrensituationen gibt's aber zum Glück keine mehr.

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  • janphilip
    antwortet
    Zitat von Robtrek Beitrag anzeigen

    Bären kommen erst wieder am Ende der Tour vor, und zwar im Kochtopf! Sowie in ganz, ganz üblen Jägererzählungen. Aber die weitere Reise verläuft deshalb nicht ereignislos. Ich hab ja schon geschrieben, dass wir es nicht geschafft haben, zu dritt gemeinsam unser Ziel zu erreichen. Und dann gibt es außer Bären schließlich auch noch andere Raubtiere...
    sehr gut!

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  • ronaldo
    antwortet
    "... Und dann gibt es außer Bären schließlich auch noch andere Raubtiere..."
    Ach komm jetzt! Das kannst doch nicht machen!!

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  • Robtrek
    antwortet
    Zitat von Mortias Beitrag anzeigen
    ...kenne ich das auch, dieses Gefühl sich von möglichst abgelegenen Orten angezogen zu fühlen. Da geht es mir dann auch nicht unbedingt darum, dass die Landschaft möglichst spektakulär sein muss. Sondern das Spektakuläre ist ja gerade das Wissen um die Abgeschiedenheit und dass vor einem noch kaum Leute dort gewesen sind und man daher nicht weiß was einen erwarten wird.
    Mortias, genau! Und es ist ganz egal, ob das abgelegene Ziel nun in Lappland oder Sibirien oder wo auch immer liegt. Man sieht einen interessanten Ort auf der Karte, dann liest man vielleicht etwas darüber, sieht möglicherweise sogar ein Foto, und bekommt mit der Zeit ein Gefühl: Moment mal, darüber gibt's ja kaum Infos, sieht aber irgendwie interessant aus, da möchte ich gerne mal hin und schauen, was da eigentlich genau ist!

    Vom Hegochar-See hörte ich zum ersten Mal 2016, als ich unsere Reise für jenen Sommer vorbereitete. Ich wusste damals kaum etwas übers Putorana und musste mich erstmal durch viele alte Berichte aus der Sowjetzeit quälen, um eine Vorstellung zu bekommen, was man da überhaupt machen kann. Durchquälen ist das richtige Wort. Die alten Berichte folgten der damaligen Norm, wie man so etwas zu schreiben hatte. Da war dann neben der technischen Beschreibung der Stromschnellen oder Passübergänge z.B. auch der gesellschaftliche Nutzen zu berücksichtigen. Also stellt euch vor, eine 8-köpfige Trekking-Gruppe aus Moskau trifft irgendwo in der weiten Taiga auf eine paar Rentierzüchter und macht dann mit denen abends am Feuer eine aktuelle Stunde über die drängenden Fragen der Weltpolitik. Das ist dann auch Teil des Berichts und wird sozusagen als Pluspunkt verbucht, der rechtfertigt, warum die sowjetische Gesellschaft die 8 Trekker für einen Monat in die Taiga entlassen hat. Kein Scherz, das Beispiel ist nicht erfunden. Die erzwungene Verlogenheit manch eines dieser alten Berichte grenzt schon ans Komische. Um der Norm zu genügen, schrieb man halt irgendwas zusammen. Und das auf 80 Seiten, von denen dann maximal die Hälfte wirklich relevant für die Tourenplanung sind. Kurz gesagt, beim Durchkauen dieser alten Berichte fand ich nur einen einzigen, aus dem Jahr 1988, dessen Route über den Hegochar-See führte. Und darin dieses eine Foto:

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Hegochar 1988.png
Ansichten: 520
Größe: 146,3 KB
ID: 3020786

    Na und? Ein nicht besonders gutes oder aussagekräftiges Foto. Irgendwie wirkte es damals auf mich aber geheimnisvoll und verwunschen, und seitdem ließ mich die Idee nicht mehr los, den Hegochar zu sehen. Und als wir dann zu dritt wirklich an seinem Ufer standen, waren wir uns einig: das ist ein Juwel des Putorana. Einfach schön, auch die Landschaft drumherum. Der weite Weg hat sich gelohnt.


    Zitat von Mortias Beitrag anzeigen
    ...Cliffhanger. Ich hoffe aber dieses Mal ohne einen lebensgefährlichen Bärenangriff.
    Bären kommen erst wieder am Ende der Tour vor, und zwar im Kochtopf! Sowie in ganz, ganz üblen Jägererzählungen. Aber die weitere Reise verläuft deshalb nicht ereignislos. Ich hab ja schon geschrieben, dass wir es nicht geschafft haben, zu dritt gemeinsam unser Ziel zu erreichen. Und dann gibt es außer Bären schließlich auch noch andere Raubtiere...

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  • Mortias
    antwortet
    Zitat von Robtrek Beitrag anzeigen
    Vor mir liegt nun der unbekannte, nie besuchte Hegochar-See. Er ist im Verlauf der letzten fünf Wochen zu unserem großen Ziel geworden, der Pol der Unzugänglichkeit auf unserer Reise. Hinter dem See beginnt die Heimfahrt, die Rückreise in die Zivilisation.

    Einen einzigen dürren Bericht hatte ich über diesen See gefunden, von einer Gruppe, die vor 30 Jahren unseren Weg von der Kureika zum Kochechumo gegangen war. Orte wie der Hegochar, weit abseits der bekannten Pfade gelegen, ziehen mich an. An ihnen herrscht oft eine besondere Atmosphäre, und auf der Reise dorthin baut sich eine Spannung auf. Was wird man vorfinden, nachdem man unter so großen Mühen bis hierher gelangt ist?
    Was für eine wunderbare Formulierung um die Faszination für Wildnislandschaften auszudrücken. Im Kleinformat (sprich Lappland) kenne ich das auch, dieses Gefühl sich von möglichst abgelegenen Orten angezogen zu fühlen. Da geht es mir dann auch nicht unbedingt darum, dass die Landschaft möglichst spektakulär sein muss. Sondern das Spektakuläre ist ja gerade das Wissen um die Abgeschiedenheit und dass vor einem noch kaum Leute dort gewesen sind und man daher nicht weiß was einen erwarten wird.

    Zitat von Robtrek Beitrag anzeigen
    Der Hegochar wird unsere Erwartungen nicht enttäuschen.

    (Fortsetzung folgt demnächst)
    Und wieder so ein berühmter Cliffhanger. Ich hoffe aber dieses Mal ohne einen lebensgefährlichen Bärenangriff.

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  • utor
    antwortet
    Danke für den schönen und spannenden Reisebericht! Ich freue mich schon auf die Fortsetzung...

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  • Robtrek
    antwortet
    Zitat von Ljungdalen Beitrag anzeigen

    Interessante Dinger. Vor französisch repère wohl, was auch (u.a.) so eine Kennzeichnung oder Marke bezeichtet.
    Tatsächlich! Ich hatte mich gewundert, weil "Reper" so gar nicht original russisch klingt und die ja viele technische Begriffe aus dem Deutschen oder Englischen adoptiert haben. Aber auf Frankreich als Ursprungsland war ich nicht gekommen. Und auch das Wort "Nivelir" ist so zu erklären, siehe Wikipedia: "en topographie, un repère de nivellement matérialise une altitude déterminée par nivellement".

    Danke auch für die Jahreszahl 1938. Ich hatte im Internet nur das Datum 1967 gefunden, aber diese Reper und die Holzüberreste drumherum sahen schon etwas älter aus.

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  • Ljungdalen
    antwortet
    Zitat von Robtrek Beitrag anzeigen
    Es handelt sich um einen alten Vermessungspunkt. Sergei kennt sich ein bisschen damit aus, auf russisch heißt so etwas "Reper".
    Interessante Dinger. Vor französisch repère wohl, was auch (u.a.) so eine Kennzeichnung oder Marke bezeichtet (zB repère kilometrique), russisch aber auf der ersten Silbe betont.

    Muss von frühestens 1938 sein, denn da erhielt diese Behörde die Bezeichnung (Abkürzung) GUGK. War zuerst dem Ministerrat (der zuerst in der Zeit noch "Rat der Volkskommissare" hieß) direkt unterstellt, später zwischenzeitlich dem Innenministerium und dann dem Geologieministerium (so was gab's!), und ab 1967 bis zum Ende der Sowjetunion wieder dem Ministerrat. (Ich hatte auch mal mit - sowjetischer - Geologie & ein wenig Geodäsie zu tun...)

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