Es ist eine echte Freude, deiner Winterwanderung durch die italienischen Berge zu folgen!
[IT] Wintertour Light: Auf irgendeinem Sentiero irgendwo in Italia 🇮🇹
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Tag 12: 23 km // 443 Hm rauf // 1136 Hm runter
©OpenStreetMap contributors
Der morgendliche Blick aus dem Zelt wenig erquicklich, es ist grau und trist, wirkt ein bisschen ungemütlich, trotzdem freue Ich mich auf den Tag.
erst nach Westen auf dem Bergrücken
dann der Beschilderung folgen
Richtung Compotosto
Über den Kamm gehe Ich nach Westen bis Ich auf einen Pfad treffe der mich zu einer Straße führt auf der Ich Campotosto erreiche.
hier finde Ich sogar eine Informationstafel mit Wanderkarte des SI-auf 🇮🇹
Der Ort wirkt irgendwie wie verlassen, wie ein Lost Place, die Häuser beschädigt und verfallen. Es wirkt alles etwas deprimierend. Je weiter Ich mich dem Ortskern näher desto öfter sehe Ich Menschen. An einem schönen Brunnen bekomme Ich Wasser und fülle meine Wasserflasche.
einer der wenigen Brunnen wo Ich Wasser vorfand
Auch hier wird viel gebaut, abgerissen und repariert, aber auch Neues gebaut. Im Ortskern wird ein großes Gebäude neu errichtet, sieht aus wie ein Bürohaus. Die Arbeiter sind trotz des kalten und regnerischen Wetters gut gelaunt, hämmern und lachen.
Der kleine Laden hat noch zu, Ich brauche ja sowieso nix, hab ja gestern erst eingekauft. Ich verlasse den Ort auf Pfaden bis Ich auf die Straße komme. Der SI macht einen Schlenker zum See über nasse Wiesen, es sieht sehr schlammig aus. Nein Danke. Da es grade anfängt zu regnen gehe Ich lieber auf der Straße weiter.
Bald geht es auf Pfad wieder nach Osten, weg von der Straße, die letzten Blicke auf den Lago di Compotosto bevor er in Wolken verschwindet-und Ich im Wald. Mit nassen Füssen durch weichen Schnee, bei Nieselregen, alles ist nass, da macht Pause wenig Freude. Ich setz mich trotzdem mal kurz auf meinen Rucksack und ess was. Hab Hunger.
Blick zurück zum See
`ne Stulle geht immer
Vom Punkt Il Coppo (1606) geht es im U-turn wieder hinunter, auf einem "Blätter-Schnee-Matsch-Moos-Gemisch", um`s kurz zu machen: es war rutschig.
Einen weiteren U-turn später erreiche Ich den Bach Rio Fucino. Der Regen hat aufgehört, jetzt also eine richtige "Erholungs-und Kaffee-trink-Pause". Schon besser.
Ich "furte" 😆 den Bach, der Pfad verläuft auf der anderen Seite sehr schön dem Bachverlauf folgend. Der Wald öffnet sich, die Sicht wird besser, im Tal kann Ich schon Nerito und die umliegenden Dörfer sehen. Bis Ich dort ankomme wird es aber noch dauern, es sind ca. 600 Hm.
An Gehöften die von großen Hunden mit lautem knurren bewacht werden, durch kleinere Ansammlungen von Häusern, immer auf Asphalt, geht`s dem Talboden entgegen. Das zieht sich irgendwie, der Tag schreitet voran, meine Müdig- und Erschöpftheit auch, Zeltplätze finden sich hier nicht.
die Arbeiter bringen ein Sicherheitsnetz am Hang an gegen herabfallendes Geröll
auch hier finde Ich einen Brunnen-und ein... ja was eigentlich? Ein Kunstwerk?
schöner Ausblick in`s Tal wo die Straße verläuft
Ziemlich erledigt erreiche Ich schließlich die Straße, folge weiter dem Pfad. Der ist zwar schön aber auch hier, zum zelten findet sich keine einzige Stelle. Das Gelände steil abfallend, die wenigen Möglichkeiten mit Büschen und dornigem Gesträuch bewachsen.
Bei Dunkelheit erreiche Ich Nerito. Es ist schön hier, sauber, es ist nichts verfallen oder kaputt. Die Straßenlaternen erhellen die Gassen, Lichterketten sind an manchen Häusern angebracht und leuchten. Aber dafür hab Ich eigentlich keinen Sinn. Ich bin ziemlich groggy, weiter geht`s.
Ich verlasse den Ort, mittlerweile im Schein der Stirnlampe, auf einer Piste, das geht sich leicht, keine Stolpergefahr. Aber auch hier: links steiles Gelände, rechts steiles Gelände. Als Ich in der Dunkelheit eine Mini Grasfläche unten am Bach ausmache steige Ich einfach runter, scheint eine kleine Acker- oder Weidefläche zu sein. Der Boden aufgewühlt und zertrampelt, matschig, aber es ist die einzigste Möglichkeit die Ich finde.
Der Zeltaufbau geht mir schlecht von der Hand, die Heringe halten kaum im feuchten, erdigen Boden. Also Steine suchen im dunklen, die gibt es hier kaum. Irgendwann bin Ich mit den Arbeiten fertig und pack mich in`s Zelt. Selten war Ich so froh endlich in der Horizontalen zu sein. Das ist sicherlich der schlechteste Zeltplatz dieser Tour.Zuletzt geändert von Dotti; Gestern, 14:52.
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Das freut mich sehr Blauloke!Zitat von blauloke Beitrag anzeigenSehr schön, deine ruhigen Berichte lese ich gerne.
So viel Strecke ist es doch gar nicht, oder? Manchmal sind es ja nicht mal 10 Kilometer. Die meisten gehen doch deutlich längere Strecken pro Tag so mein Eindruck.Zitat von Flachlandtiroler Beitrag anzeigen
Schon krass wieviel Strecke Du abreisst, ohne ein wirklich konkretes Ziel zu haben -- da hätte ich definitiv Schwierigkeiten mit der Motivation. Dagegen steht offensichtlich Deine Erfahrung und Seelenruhe, gefällt mir gut
Was Du zur Motivation und Ziellosigkeit schreibst finde Ich interessant, auch deswegen, weil Ich es nicht anders kenne und eigentlich seit Jahren immer so mache. Das unbekannte und ungeplante ist fast so etwas wie eine Gewohnheit geworden. Und Gewohnheiten sind auch nicht immer gut. Vielleicht sollte Ich doch mal wieder mehr und etwas konkreter planen... Ich werde darüber nachdenken. Etwas zu verändern kann eine gute Sache sein.
Schön das der Bericht Dir gefällt!
Es freut mich sehr das die Wanderung Dir gefällt Stefan!Zitat von StefanBoe Beitrag anzeigenEs ist eine echte Freude, deiner Winterwanderung durch die italienischen Berge zu folgen!
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Tag 13: 11 km // 955 Hm rauf // 257 Hm runter
©OpenStreetMap contributors
Schlecht schläft sich`s an einem Ort an dem man sich nicht wohl fühlt. Entsprechend früh beginnt der neue Tag, genau so, wie der vorherige aufgehört hat: im dunklen. Statt Pasta allerdings Kaffee im Topf.
Anderthalb Kilometer auf der Piste, dann links, geht es bergauf, der Weg wird immer schöner und wird schließlich zum Pfad. Es ist so ruhig hier, so einsam, irgendwie herbstlich, die Luft feucht, es riecht nach Wald, mir gefällt es sehr und lässt mich bedächtig und langsam gehen.
Dann treffe Ich auf eine Asphaltstraße, sie führt nach Prato Selva. Der riesige Parkplatz leer, an der Hütte ist es ruhig. Auf den ersten Blick sieht es aus wie eine normale Unterkunft die halt geschlossen hat bis mir auffällt das irgendwas nicht stimmt. Die Türen sind nicht richtig geschlossen und knarren leise im Wind, Die Fensterläden sind teils beschädigt und hängen schief herab, es wirkt irgendwie heruntergekommen, verwahrlost, gespenstisch.
Ich stell den Rucksack ab und werfe einen Blick rein. Es sieht aus als ob der Ort von heute auf morgen einfach verlassen worden ist. Für immer. Als ob die Zeit stehengeblieben ist. Ein seltsamer Ort. Eine Stimmung irgendwo zwischen Faszination und Schwermütigkeit. Erinnert mich an die Bilder damals aus Tschernobyl.
Ich steige den Hang hinauf, unter dem Lift entlang, folge Fußspuren, das gehen auch heute sehr anstrengend. Die obere Schneeschicht gefroren, mal tragfähig, meistens nicht. Es ist bei jedem Schritt immer wieder ein vorsichtiges "Abwarten" was passiert. Je höher Ich komme desto vereister ist der Untergrund, Zeit für Micro-Spikes. Das Wetter hat sich gebessert, ab und an scheint die Sonne, aber es bläst ein kalter Wind.
Ich bin so vertieft in meine langsamen, konzentrierten Schritte das Ich gar nicht merke das der Wegverlauf nach rechts um die Bergkuppe herum führt und eh Ich mich`s verseh steh Ich mit dieser Erkenntnis etwas verdattert oben, auf dem Colle Abetone (1775m).
Liftstation Abetone
Die Liftstation verlassen. Die Gaststätte auch, etwas ramponiert, die Fenster zertrümmert. Ich glaub das ganze Skigebiet ist aufgegeben worden. Für immer. Die Türe zum Technikraum ist offen, Ich geh mal rein, kletter die Leiter hoch, dort wo die Motoren sind, und schau mich um. Auch hier sieht es aus als ob der Ort erst vor kurzem verlassen worden ist.
Maschienenraum
Unten auf dem Tisch finde Ich zu meiner Freude viele kleine Tütchen mit Senf und Ketchup. Geil! sowas ess Ich ja immer gern. Ich schau mal auf`s Mindesthaltbarkeitsdatum: August 2017. Nein, der Arbeiter kommt sicherlich nicht wieder. Also stopf Ich mir, mit etwas schlechtem Gewissen, zwei Hände voll in die Taschen, lass aber doch ein paar liegen. Wer weiß-vieleicht kommt er ja doch morgen zum Dienst?
Wie komm Ich den jetzt wieder auf den richtigen Weg? Wieder den selben Hang runtersteigen hab Ich keinen Bock also pflüge Ich durch Tiefschnee zwischen den Bäumen hindurch in die Richtung wo Ich den Weg vermute.
Vermutung war richtig, nicht zu verfehlen durch mehrere Fußspuren von Menschen. Ich erreiche eine offene kleine Eben, dort drüben geht`s ziemlich steil rauf. Die Markierungen finde Ich zwar ab und zu und versuche sie im Auge zu behalten, muss mir aber andere Wege suchen.
An manchen Stelle stecke Ich bis Mitte Oberschenkel im Schnee. Sehr langsam komme Ich voran, dann erreiche Ich den Pass, es ist richtig schön hier. Im Süden hohe Berge, der Pizzo d'Intermesoli mit seinen 2635m gut zu erkennen.
das Rifugio del Monte vor dem Pizzo d'Intermesoli
Hier oben weht ein steifer Wind der sich richtig kalt anfühlt, den Gedanken hier zu zelten verwerfe Ich und folge grob der Richtung des SI nach Osten, der Weg unter der Schneeschicht sowieso nicht zu sehen.
Dann kommt eine kleine Steinhütte in Sicht, das Rifugio del Monte. Keine Ahnung ob die Hütte offen ist und man dort übernachten kann, will Ich ja sowieso nicht aber da es hier immer noch ordentlich windet ist es trotzdem gut sowas in der Nähe als Backup zu haben.
Zeltplatz 13 (1608m)
Etwas entfernt, auf einem schneefreien Stück Wiese auf einer Kuppe baue Ich mein Zelt auf und freue mich über den schönen Ort, mach mir was zu essen, trinke Kaffee, mampfe `ne Packung Schokokekse "100% Grande Italiano" und mach ein nachmittägliches Nickerchen. Dann noch eins. Und dann noch eins.
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Du vergleichst Dich wohl mit Fernwanderern im Flachland. UL und an einem langen Sommertag...Zitat von Dotti Beitrag anzeigenSo viel Strecke ist es doch gar nicht, oder? Manchmal sind es ja nicht mal 10 Kilometer. Die meisten gehen doch deutlich längere Strecken pro Tag so mein Eindruck.
Aber hier sind die Tage kurz, das Wetter garstig, der Rucksack schwer und das Gelände bergig und teilweise unwegsam. Bei den Norwegenberichten sind es doch auch oft "nur" 15 Tageskilometer und 1000 Hm schon selten. Ok., Ausnahmen (zaufen...) bestätigen die Regel
Meine Reisen (Karte)
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Tag 14: 10 km // 278 Hm rauf // 865 Hm runter
©OpenStreetMap contributors
Des nächtens bin Ich gut durchgeschüttelt worden in meinem "Sarg". Hab sogar beide Seiten des Innenzeltes zugemacht was sonst eher selten vorkommt. Der Wind riss am Zelt herum, drückte es zusammen, der Regen prasselte, der Zeltstoff wippt mir permanent in`s Gesicht.
Der Blick morgens aus dem Zelt zeigt: wenig. Die Wolken hängen tief, der Gipfel des Pizzo d'Intermesoli nicht zu sehen. Das Innenzelt ist nass, so auch der Schlafsack. Nicht so angenehm. An trocknen oder lüften ist nicht zu denken bei der hohen Luftfeuchtigkeit.
Senf, Ketchup, Konfitüre-Ablaufdaten August 2017
die Sachen sind sicherlich haltbar bis 2037
So packe Ich alles nass ein und mach mich auf die Suche nach dem Weg. Nach dem Blick auf`s Handy ist dieser auch schnell gefunden, die Markierungen an den Bäumen gut zu sehen.
Durch Wald stapfe Ich durch feuchten Schnee hinab, meine Schuhe klitschenass, Waren sie aber auch vorher schon. Nur jetzt noch mehr. Dafür sind sie sauber, sehen aus wie neu. Zumindest im Moment 😁.
Nachdem Ich den Talboden erreichte folge Ich einem mit herbstlichem Laub bedeckten Wanderweg durch einen Wald, es ist feucht, Nebelschwaden hängen zwischen den Bäumen, Felsen, Steine und Baumstümpfe sind mit Moosen bewachsen.
Am Wegweiser Piana Grande mach Ich `ne Pause, auf die erste Stulle quetsch Ich noch jeweils eine Packung Senf und Ketchup, auf die zweite zusätzlich noch eine Dose Konfitüre (auch ein Fundstück von gestern, seit 2017 abgelaufen) . Schmeckt großartig!
Der Sentiero Italia geht hier nach rechts aufwärts, Ich sehe schon die ersten Schneereste dort auf dem schmalen Pfad. Ich hab aber irgendwie erstmal genug davon, auch fühle Ich mich heute etwas kraftlos, nach weiterer Schneesulze steht mir erst mal nicht der Sinn. In meiner App finde Ich einen Wanderweg der nördlich in einer Schleife nach Pietracamela führt. Dort würde Ich wieder auf den SI treffen.
Ich nehem einen anderen Weg nach Pietracamela
Es ist ein einfacher Weg, Forstweg könnte man sagen, immer bergab, das kommt mir sehr gelegen. Auf einmal rascheln, quieken und grunzen im Gesträuch. Was ist jetzt? ich bleib erstmal stehen, warte ab, bevor Ich mich`s verseh schießen plötzlich mehrere (Wild)Schweine aus der Hecke quer über den Weg und verschwinden im Dickicht. Zwei, drei Nachzügler kommen nach, dann ist Ruhe. Als Ich an der Stelle vorbeikomme finde Ich (wie Ich später nach einer Internetrecherche feststellte) mehrere ca. 30 Zentimeter lange Stachel. Es waren also Stachelschweine. Hab Ich vorher noch nie welche gesehen.
Intermesoli
Ich erreiche den kleinen Ort Intermesoli, es ist ruhig dort, keine Menschen zu sehen, aus einigen Schornsteinen raucht es. Der weitere Weg ist wieder ein Pfad, der fast immer durch Wald führt. Es ist Tauwetter, es tropft unaufhörlich auf mich nieder. Der erdige Boden aufgeweicht, matschig und schmierig, steinig und rutschig.
Ich halte immer mal wieder nach einem Zeltplatz Ausschau aber auch in dieser Gegend ist es schwierig. Es geht weiter bergan, jeder Schritt strengt mich an, Ich mach langsam und versuche trotzdem das Auge für den Moment zu haben, freu mich an Unscheinbarkeiten, eine Aussicht gibt es nicht.
Kurz bevor Ich Pietracamela erreiche komme Ich an einem Rastplatz vorbei und etwas oberhalb finde Ich sogar recht gute Möglichkeiten zum zelten. Sogar Wasser gibt es im nahegelegenen Bach.
Zeltplatz 14 (1063m)
Ich leg mich nach den Aufbauarbeiten als erstes in den Schlafsack, koch was im liegen, esse was, trinke Kaffee und ruhe mich aus. Schnell wird mir warm, besonders dann wenn der Körper was zu tun hat (also nach dem essen). Manchmal klappt es das der Schlafsack durch die Körperwärme schnell trocknet. Wie auch heute. Das erstaunt mich immer wieder. Der Körper ist einfach die beste Heizung.
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Reschpekt! Aber ich verstehe inzwischen, warum Du Deine Jahreswende-Touren im Süden machst - Du hast dann anderthalb Stunden mehr Tageslicht als wir Fürsten der Dunkelheit hier in Norddeutschland.
Ich finde es übrigens sehr schön, wie Du Dich treiben lässt, sei es von den Wegverhältnissen oder vom Wetter. So entspannt bin ich noch nicht unterwegs. Bei mir muss immer ein Plan erfüllt werden, und wenn das nicht gelingt (Wegverhältnisse! Wetter! Proviantaufstockung!), hadere ich mit mir selbst.Alles unter Nutriscore "D" ist rausgeschmissenes Geld.
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Hallo Dotti,
eine wunderbar beschriebene Tour, die du ablieferst. Du hast dich in einer Gegend bewegt, die mir gut bekannt ist. Ich war dort allerdings zu einer anderen Jahreszeit unterwegs und noch vor dem großen, alles zerstörenden Erdbeben. Amatrice, Campotosto und die anderen Ortschaften waren zu meiner Zeit noch unversehrt. Meine Tour führte mich am Lago di Provvidenza vorbei zum Rifugio Domenico Fioretti. Eigentlich wollte ich von dort weiter zum Campo Imperatore, aber leider schloss der ausgesprochen unfreundliche Hüttenwirt die Hütte direkt vor meiner Nase, stieg in sein Geländefahrzeug und fuhr davon. So blieb mir nichts anderes übrig, als mein letztes Wurstbrot mit einem mir hartnäckig nachlaufenden Fuchs zu teilen und die Tour mangels Proviants abzubrechen.
Damit bin ich auch schon beim Thema Proviant. Als ich in den 1980er- Jahren auf dem John Muir Trail in den USA unterwegs war, durfte ich nachts wegen der Bären keinerlei Essen im Zelt aufbewahren. Diese Vorsicht habe ich später auch auf meinen vielen Zelttouren in Europa beibehalten. Zumal die Bärenpopulation hier in Europa ja stark zugenommen hat. Hast du dir darüber schon Gedanken gemacht? Du trägst ja Proviant für mehrere Tage mit dir.
Von meinen bellenden Freunden, die mich auf allen Kontinenten begleiteten, könnte ich dir ein Lied singen.
Viele Grüße und noch viele schöne Touren wünsche ich dir
Hans
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