[IT] Wintertour Light: Auf irgendeinem Sentiero irgendwo in Italia 🇮🇹

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  • StefanBoe
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    • 14.12.2020
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    #21
    Es ist eine echte Freude, deiner Winterwanderung durch die italienischen Berge zu folgen!

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    • Dotti
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      • 05.04.2023
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      #22
      Tag 12: 23 km // 443 Hm rauf // 1136 Hm runter

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      ©OpenStreetMap contributors

      Der morgendliche Blick aus dem Zelt wenig erquicklich, es ist grau und trist, wirkt ein bisschen ungemütlich, trotzdem freue Ich mich auf den Tag.

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      erst nach Westen auf dem Bergrücken
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      dann der Beschilderung folgen
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      Richtung Compotosto
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      Über den Kamm gehe Ich nach Westen bis Ich auf einen Pfad treffe der mich zu einer Straße führt auf der Ich Campotosto erreiche.

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      hier finde Ich sogar eine Informationstafel mit Wanderkarte des SI-auf 🇮🇹
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      Der Ort wirkt irgendwie wie verlassen, wie ein Lost Place, die Häuser beschädigt und verfallen. Es wirkt alles etwas deprimierend. Je weiter Ich mich dem Ortskern näher desto öfter sehe Ich Menschen. An einem schönen Brunnen bekomme Ich Wasser und fülle meine Wasserflasche.

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      einer der wenigen Brunnen wo Ich Wasser vorfand
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      Auch hier wird viel gebaut, abgerissen und repariert, aber auch Neues gebaut. Im Ortskern wird ein großes Gebäude neu errichtet, sieht aus wie ein Bürohaus. Die Arbeiter sind trotz des kalten und regnerischen Wetters gut gelaunt, hämmern und lachen.

      Der kleine Laden hat noch zu, Ich brauche ja sowieso nix, hab ja gestern erst eingekauft. Ich verlasse den Ort auf Pfaden bis Ich auf die Straße komme. Der SI macht einen Schlenker zum See über nasse Wiesen, es sieht sehr schlammig aus. Nein Danke. Da es grade anfängt zu regnen gehe Ich lieber auf der Straße weiter.

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      Bald geht es auf Pfad wieder nach Osten, weg von der Straße, die letzten Blicke auf den Lago di Compotosto bevor er in Wolken verschwindet-und Ich im Wald. Mit nassen Füssen durch weichen Schnee, bei Nieselregen, alles ist nass, da macht Pause wenig Freude. Ich setz mich trotzdem mal kurz auf meinen Rucksack und ess was. Hab Hunger.

      Blick zurück zum See
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      `ne Stulle geht immer
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      Vom Punkt Il Coppo (1606) geht es im U-turn wieder hinunter, auf einem "Blätter-Schnee-Matsch-Moos-Gemisch", um`s kurz zu machen: es war rutschig.

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      Einen weiteren U-turn später erreiche Ich den Bach Rio Fucino. Der Regen hat aufgehört, jetzt also eine richtige "Erholungs-und Kaffee-trink-Pause". Schon besser.

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      Ich "furte" 😆 den Bach, der Pfad verläuft auf der anderen Seite sehr schön dem Bachverlauf folgend. Der Wald öffnet sich, die Sicht wird besser, im Tal kann Ich schon Nerito und die umliegenden Dörfer sehen. Bis Ich dort ankomme wird es aber noch dauern, es sind ca. 600 Hm.

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      An Gehöften die von großen Hunden mit lautem knurren bewacht werden, durch kleinere Ansammlungen von Häusern, immer auf Asphalt, geht`s dem Talboden entgegen. Das zieht sich irgendwie, der Tag schreitet voran, meine Müdig- und Erschöpftheit auch, Zeltplätze finden sich hier nicht.

      die Arbeiter bringen ein Sicherheitsnetz am Hang an gegen herabfallendes Geröll
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      auch hier finde Ich einen Brunnen-und ein... ja was eigentlich? Ein Kunstwerk?
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      schöner Ausblick in`s Tal wo die Straße verläuft
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      Ziemlich erledigt erreiche Ich schließlich die Straße, folge weiter dem Pfad. Der ist zwar schön aber auch hier, zum zelten findet sich keine einzige Stelle. Das Gelände steil abfallend, die wenigen Möglichkeiten mit Büschen und dornigem Gesträuch bewachsen.

      Bei Dunkelheit erreiche Ich Nerito. Es ist schön hier, sauber, es ist nichts verfallen oder kaputt. Die Straßenlaternen erhellen die Gassen, Lichterketten sind an manchen Häusern angebracht und leuchten. Aber dafür hab Ich eigentlich keinen Sinn. Ich bin ziemlich groggy, weiter geht`s.

      Ich verlasse den Ort, mittlerweile im Schein der Stirnlampe, auf einer Piste, das geht sich leicht, keine Stolpergefahr. Aber auch hier: links steiles Gelände, rechts steiles Gelände. Als Ich in der Dunkelheit eine Mini Grasfläche unten am Bach ausmache steige Ich einfach runter, scheint eine kleine Acker- oder Weidefläche zu sein. Der Boden aufgewühlt und zertrampelt, matschig, aber es ist die einzigste Möglichkeit die Ich finde.

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      Der Zeltaufbau geht mir schlecht von der Hand, die Heringe halten kaum im feuchten, erdigen Boden. Also Steine suchen im dunklen, die gibt es hier kaum. Irgendwann bin Ich mit den Arbeiten fertig und pack mich in`s Zelt. Selten war Ich so froh endlich in der Horizontalen zu sein. Das ist sicherlich der schlechteste Zeltplatz dieser Tour.
      https://www.instagram.com/dotti_im_zelt/

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