[DE, CH, IT] Europäischer Fernwanderweg E1: Ab Pforzheim nach Süden

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  • Wafer

    Lebt im Forum
    • 06.03.2011
    • 5265

    • Meine Reisen

    #41
    25. Tag: Gotthardpass - Airolo
    Hier sollte eine GPX-Karte erscheinen! Wenn diese nicht nach wenigen Sekunden nachgeladen wird bitte die Seite aktualisieren.

    Donnerstag, 16. Juli 2020
    Strecke: 8 Km
    Höhenunterschiede: ↑ 25 m, ↓ 975 m
    Gehzeit: 2 h

    Etappe: 77 Km
    Etappenhöhenmeter: ↑ 2.825 m, ↓ 2.125 m
    Etappengehzeit: 21 h

    Gesamtstrecke: 584 Km
    Gesamthöhenunterschied: ↑ 15.625 m, ↓ 14.625 m
    Gesamtgehzeit: 142 h

    Der Morgen kommt wie der Abend gegangen ist: Wolkenverhangen. Ich schaue mir diverse Wetterberichte an. Leider sind sich alle ziemlich einig: So richtig prickelnd wird das heute nicht! Aber am Vormittag soll es zumindest mal nicht ständig regnen. So gehe ich frühstücken und warte dann darauf, dass es aufhört. Irgendwann zwischen 8 und 9 Uhr ist es dann so weit: Ich ziehe los.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 01 Das Albergo San Gottardo.jpg Ansichten: 335 Größe: 364,3 KB ID: 3004837
    Das Albergo San Gottardo

    Eigentlich geht es heute nur abwärts. Zunächst verhalten, später recht zügig. Ein schöner Wanderweg zieht etwas abseits der alten Via Tremola nach Süden.
    Wie alt der Weg ist kann man recht gut erkennen.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 02 Bruecke ueber den Foss an der Via Tremola.jpg Ansichten: 320 Größe: 543,6 KB ID: 3004834
    Brücke über den Foss an der Via Tremola

    Der Wanderweg verläuft neben den Darmschlingen der Via Tremola recht direkt in Richtung Süden. Da es heute mir der Sicht nicht so weit her ist fährt hier heute kaum einer. Die meisten nehmen wohl die neue Straße, die nicht so ganz den direkten Weg am Foss entlang nimmt. Und Wanderer treffe ich heute gar keine. So genieße ich die Ruhe und die Aussicht.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 03 Airolo kommt in Sicht.jpg Ansichten: 309 Größe: 386,0 KB ID: 3004835
    Airolo kommt in Sicht

    Irgendwie ist heute nicht mein Tag: Neben dem schlechten Wetter habe ich wohl irgendwas an der Kamera verstellt und merke es nicht. So wird fast alles unscharf. Aber so viel gibt das mit dem Wetter heute eh nicht her. Über schöne Wiesenwege komme ich erst an Kasernen vorbei und dann von oben nach Airolo hinein. Am Ortsrand beginnt es schon wieder zu tröpfeln. So schlage ich mich zunächst durch die Gassen auf der Suche nach einem schönen Café für ein zweites Frühstück.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 04 Chiesa Santi Nazario e Celso in Airolo.jpg Ansichten: 308 Größe: 276,6 KB ID: 3004836
    Chiesa Santi Nazario e Celso in Airolo

    Direkt am Bahnhof gibt es reichlich Möglichkeiten dafür. Auf einer überdachten Terrasse wird von mir meine weitere Planung überdacht. Die Meinung der diversen Wetterberichte wird immer schlechter. Und die Aussicht zunehmend auch: Die Bergspitzen verschwinden in Wolken und vom Pass her ziehen weitere Wolken ins Tal. In einem Regenloch erhasche ich nochmal einen Blick auf meinen bisherigen Abstiegsweg.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 05 Abschiegsblick vom Bahnhofvorplatz in Airolo hinauf in Richtung Gotthardpass.jpg Ansichten: 307 Größe: 379,2 KB ID: 3004838
    Ausblick vom Bahnhofvorplatz in Airolo hinauf in Richtung Gotthardpass

    Als ich den nächsten Supermarkt zum Vorräte Auffrischen ansteuern will werde ich erstmal richtig nass. Also zurück ins Café und ein drittes Frühstück bestellen. Das mit dem Regen wird aber nicht besser. Da ich jetzt nur noch wenige Tage bis zu einem Geburtstag in der Familie habe, macht es wenig Sinn auf Wetterbesserung zu warten. Die soll zwar kommen aber zu spät. So überquere ich bei nächster Gelegenheit die Straße und steige in den nächsten Zug in Richtung Norden.
    Auf der Rückfahrt kann ich vom trockenen Platz im Zug aus genau verfolgen, wo ich die letzten Tage unterwegs war. Schön, dass die Züge hier nicht so rasen können! Da sieht man wenigstens etwas.
    Erstaunlich schnell, aber mit recht viel Umsteigen, komme ich in Waldshut an und laufe noch bis zu meinem Auto. Hier stelle ich fest, dass ich richtig Glück gehabt habe: Der Parkplatz soll ab morgen wohl für ein Fest über das nächste Wochenende gesperrt werden und nicht entfernte Autos werden kostenpflichtig abgeschleppt. Das stand vor 10 Tagen da noch nicht dran! Ohne weiteres Umsteigen komme ich recht zügig nach Hause.
    Schön war’s!!!
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    Zuletzt geändert von Wafer; 28.12.2020, 18:33.

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    • German Tourist
      Dauerbesucher
      • 09.05.2006
      • 853

      • Meine Reisen

      #42
      Das ist ja lustig! Ich war auf derselben Strecke exakt eine Woche nach Dir unterwegs. Den Bericht habe ich aber erst jetzt entdeckt, weil ich dann noch bis Sizilien weitergelaufen bin ...

      Zitat von Wafer Beitrag anzeigen
      Direkt an der Autobahnraststätte wird eine neue Brücke über die Reuss gebaut. Wohl damit die Wanderer, die auf dem Wanderweg unterwegs sind, zur Raststätte hinüber können. Warum man dazu den ganzen Wanderweg sperren muss ist mir allerdings ein Rätsel.
      Hier hättest Du Dir den Umweg übrigens sparen können. Nachdem mir hier Radfahrer entgegengekommen sind, bin ich einfach auf dem gesperrten Weg weitergelaufen - war kein Problem.

      Im Gegensatz zu Dir hat mich der Autobahnlärm aber wahnsinnig genervt. Außerdem war ich wildzeltend unterwegs und hatte in diesem Abschnitt massiv Probleme einen ebenen, diskreten und ruhigen Zeltplatz zu finden. Ich habe den E1 durch die Schweiz eigentlich nur gewählt, weil ich so sehr zügig mit nur einem Pass durchgekommen bin. Berge hatte ich dann danach auf dem E1/Sentiero Italia in 3,5 Monaten Italien noch mehr als genug ...

      Und falls Du noch durch Italien weiterlaufen willst, kann ich Dir vom E1 nur abraten. Ab Mittelitalien existiert er dort mehr auf dem Papier als denn in der Landschaft. Mit dem Sentiero Italia bist Du dort besser bedient.
      http://christinethuermer.de/ 53.000 zu Fuß, 30.000 km per Fahrrad, 6.500 km im Boot

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      • Wafer

        Lebt im Forum
        • 06.03.2011
        • 5265

        • Meine Reisen

        #43
        Hallo German Tourist.

        Schön von dir zu lesen! Ich fand das eine tolle Gegend und will da noch weiter wandern. Auf jeden Fall bis Italien!
        Zitat von German Tourist Beitrag anzeigen
        Und falls Du noch durch Italien weiterlaufen willst, kann ich Dir vom E1 nur abraten. Ab Mittelitalien existiert er dort mehr auf dem Papier als denn in der Landschaft. Mit dem Sentiero Italia bist Du dort besser bedient.
        Wie weit ist für dich "Mittelitalien"? Ich will mitten durch den Appenin, und da scheint der E1 doch zumindest durch zu führen. Ab wann verliert sich der Weg bzw. ab wann wäre der Sentiero besser? Das kann aber noch etwas dauern bis ich dort hinkomme. Du kennst meinen Wandermodus? Ich bevorzuge Betten und viel Kontakt zur Bevölkerung!
        Im Falle dieser Wanderung war der E1 für mich auch nur "Ausweichstrecke". Wobei er mir wirklich gut gefallen hat und ich auf jeden Fall noch weiter gehen will.

        Wir werden sehen .... und ich ich hoffentlich auch bei einem Reisebericht deinerseits!

        Bis hoffentlich bald mal wieder!

        Wafer

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        • German Tourist
          Dauerbesucher
          • 09.05.2006
          • 853

          • Meine Reisen

          #44
          Zitat von Wafer Beitrag anzeigen
          Hallo German Tourist.
          Wie weit ist für dich "Mittelitalien"? Ich will mitten durch den Appenin, und da scheint der E1 doch zumindest durch zu führen. Ab wann verliert sich der Weg bzw. ab wann wäre der Sentiero besser? Das kann aber noch etwas dauern bis ich dort hinkomme. Du kennst meinen Wandermodus? Ich bevorzuge Betten und viel Kontakt zur Bevölkerung!
          Der E1 und der Sentiero Italia verlaufen weitgehend parallel und streckenweise sogar gleich. Die große Ausnahme ist die Poebene. Während der SI den kompletten Alpenbogen durchläuft, kürzt der E1 durch die Poebene ab. Hier bin ich den E1 gelaufen - leider mitten im Hochsommer, wovon ich dringend abrate. Die Hitze in Kombination mit der hohen Luftfeuchtigkeit sind mörderisch. Hier war der E1 einmal sogar durch einen Zaun mit Videoüberwachung abgesperrt ...
          Danach geht es für den E1 und den SI mehr oder minder deckungsgleich bzw. parallel auf die Alta Via dei Monti Liguri und die Grande Escursione Appeninnica. Hier hast du keine Probleme, wenn du dich einfach an diese populären Wege hältst. Sobald die GEA endet, würde ich immer den SI vorziehen, der schon Stand heute mehr oder minder durchgängig markiert ist, wenn auch manchmal ziemlich überwachsen. Aber der SI wird ständig weiter bearbeitet und verbessert, während ich beim E1 nur Verfall des ohnehin nicht durchgängig existierenden Weges feststellen konnte. Es gibt kaum dezidierte E1-Markierungen und oft existierten nicht mal die Pfade, auf denen er verlaufen sollte.

          Zitat von Wafer Beitrag anzeigen
          Wir werden sehen .... und ich ich hoffentlich auch bei einem Reisebericht deinerseits!
          Ich habe von unterwegs täglich auf FB auf Deutsch gepostet - das kann man sich auch ohne Anmeldung bei FB anschauen.
          http://christinethuermer.de/ 53.000 zu Fuß, 30.000 km per Fahrrad, 6.500 km im Boot

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          • Wafer

            Lebt im Forum
            • 06.03.2011
            • 5265

            • Meine Reisen

            #45
            Zitat von German Tourist Beitrag anzeigen
            Der E1 und der Sentiero Italia verlaufen weitgehend parallel und streckenweise sogar gleich. ...
            Danke für die Infos! Ich habe inzwischen auch deinen Bericht über den Sentiero Italia gelesen. Ich denke mit den Informationen komme ich die nächste Zeit auf dem E1 weiter!

            Epilog 4. Etappe
            Hier sollte eine GPX-Karte erscheinen! Wenn diese nicht nach wenigen Sekunden nachgeladen wird bitte die Seite aktualisieren.

            Gerne wäre ich wenigstens noch bis Bellinzona gekommen. Dort bin ich seinerzeit auf meinem Alpencross über den San Bernadino vom Bodensee zum Lago Maggiore durch gekommen. Das wäre von der Zeit her noch drin gewesen. Aber nachdem ich die letzten 10 Tage auf dem E5 und dem E1 so schönes Wetter hatte verschiebe ich diese Aussichtsetappen lieber auf ein anderes Mal mit besserem Wetter. Vielleicht klappt es ja dieses Jahr noch?
            Der Weg war durchgehend sehr gut markiert. Das hatte ich in der Schweiz auch erwartet. Die sind in der Richtung vorbildlich ausgestattet! Bis auf den Teil von Fluelen nach Amsteg war der Weg wirklich schön! Damit hatte ich nicht gerechnet weil ich über diesen Teil des Weges schon recht viel gelesen habe und eigentlich eher schlechtes gehört habe. Der Teil von Fluelen nach Amsteg ging fast ausschließlich an der Reuss und der Autobahn entlang. Hier wäre es schön, wenn man sich mal eine Alternative überlegen würde. Vielleicht kennt ja jemand eine?
            Klar, das ist kein Weg mit alpinen Herausforderungen und Gipfeln aber als Fernwanderweg erstaunlich abwechslungsreich und mit vielen Höhenmetern behaftet. Da zeigt der E1, dass er einiges zu bieten hat! Mit dem Gotthardpass und seinen 2.106 Höhenmetern ist der höchste Punkt des E1 erreicht. Damit bin ich genau genommen auch auf der Alpensüdseite angekommen. Hier werden mir noch einige Landschaftsveränderungen bevorstehen. Daher ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass ich das in den nächsten Jahren noch weiter verfolgen werde. Mal sehen was die Zeit so bringt. Vor allem wann wir das Corona-Thema so weit hinter uns haben, dass es keine Probleme mit Unterkünften oder Quarantäne mehr gibt.
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            • vergissminet

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              • 08.06.2009
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              • Meine Reisen

              #46
              Bekommt Ihr Benachrichtigungen nun auch mit einem etwas längerem Betreff?

              "Neuer Beitrag in deinem Forum Abschicken Abonnement: [DE, CH, IT] Europäischer Fernwanderweg E1: Ab Pforzheim nach Süden"

              Ich schaue jedenfalls weiterhin gleich nach, wenn es hier etwas neues im Forum Abschicken Abonnement gibt.

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