Zitat von Ljungdalen
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Island 2026: Laugavegur im Juni?
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OK, das ist ein ArgumentZitat von fhvdrais Beitrag anzeigenWeiss nicht, ob Du die Ranger ggf. mit solchen Spitzfindigkeiten überzeugen kannst ...
Die - ich sag' mal - "rechtliche Grundlage" würde mich aber trotzdem interessieren. Gut, entlang des Weges ist immer "ein Campingplatz in der Nähe" - und seien es einige km bis zur nächsten/vorigen Hütte. Also Spitzfindigkeit in die umgekehrte Richtung 
(Habe anderenorts auch schon andere Ranger erlebt. In der Hohen Tatra ist ja egtl. Campen mit Zelt völlig verboten, sogar neben Hütten, und da meinte ein Ranger, mit dem ich ins Gespräch gekommen bin, ihm wäre das egal, solange man sich an die anderen Regeln halte: kein Dauercampen, d.h. mehr als eine Nacht, kein Lärm, kein Feuer, kein Müll... also die egtl. Selbstverständlichkeiten - danach würde er gucken.)
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In den letzten beiden Sommern auf Island hatte ich mit den Rangern nur positive Begegnungen - und lange Gespräche über unsere meist spezielle Touren. (Bei der Eldgja, im Lónsöræfi, beim Snæfell im Osten...)
Solange man nicht unmittelbar neben dem Auto (selbst das ging einmal: "ich sehe jetzt nichts und komme erst morgen wieder") oder eben direkt an den hotspots des Laugavegur wild campiert, sollte man sich da verständigen können.Zuletzt geändert von TilmannG; 14.01.2026, 19:36.
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Zitat von mariusgnoedel Beitrag anzeigen...
Eyjafjallajökull:
Auf dem war ich von Süden aus als geführte Hochtour mit Seil (im Mai 2017?). Für's letzte, steile Stück waren auch Steigeisen und Pickel notwendig.
Ganz hoch kommt man im Juni vermutlich nicht mehr, wegen des Bergschrund - zu spät im Jahr.
Damals war der Gletscher noch nicht aper und man hat die meisten Gletscherspalten nicht gesehen.
Hier gibt's Infos zu den Gletscherspalten: https://safetravel.is/outdoors/crevasse-maps/.
Ist zwar deutlich OT, aber jetzt möchte ich doch anmerken:
Im Sommer führen die Isländer in der Regel keine Hochtouren auf zerschrundeten Gletschern mehr durch, auch nicht mit ihren großen, geführten Wandertrupps. Das aber bedeutet nicht, dass es gar nicht geht.
Auf dem Eyjafjallajökull (Guðnasteinn und Hámundur) waren wir zu zweit im August 2024, von S (Seljavellir). Es hat große Spalten, aber keinen expliziten Bergschrund. Natürlich braucht es geübte Spaltenbergungstechniken und ausgeprägten Instinkt zur Routenfindung: es gab keinerlei Spuren. Trotz der vergleichsweisen Nähe zur Zivilisation somit eine grandiose, anspruchsvolle Hochtour in absoluter Einsamkeit - auch wenn die westalpine Strenge und konditionellen Anforderungen der ü2000Hm Touren am Öræfajökull (10 Tage vorher waren wir auf dem Hrútsfjallstindar) nicht erreicht wird.
Im Sommer 2025 waren alle Gletscher deutlich schlechter eingeschneit, Hrútsfjallstindar wäre da wohl kaum gegangen.
Grüße von Tilmann - und gute Touren!
Hámundur
Guðnasteinn vom Hámundur
Blick zum Krossarjökull
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Wanderer, die im unbewohnten Hochland unterwegs sind, dürfen ihr Zelt eine Nacht wild aufstellen. Wenn eine Gruppe von Wanderern mehr als drei Zelte aufstellen möchte, müssen sie dafür eine Genehmigung beantragen.
Da auf dem Laugavegur mehr Wanderer unterwegs sind als auf anderen Wanderrouten in Island, ist das wilde Campieren dort generell verboten und daran sollte man sich auch halten.
https://www.fi.is/en/mountain-huts/camping
Die Þórsmörk ist ein Landschaftsschutzgebiet und die südliche Grenze verläuft oben auf der Hochfläche des Fimmvörðuháls. Da es in diesem Gebiet mehrere Campingplätze gibt, sollte man diese auch nutzen. Das Gebiet südlich davon ist zwar kein Naturschutzgebiet mehr, aber aufgrund der relativ hohen Frequenz an Wanderern sollte man trotzdem das Zelt in der Nähe der Hütten aufstellen, insbesondere hinsichtlich der Toilettennutzung.
Die Hochfläche auf dem Fimmvörðuháls ist wenig einladend zum Zelten, sowohl durch den Untergrund als auch durch die exponierte Lage – außer wenn das Wetter und die Weitsicht sehr gut sind. Deshalb gehen jene Wanderer, die nicht in einer der beiden Hütten übernachten auch meistens durch. Das ist zwar mit ca. 25 km eine recht lange Etappe, aber wenn man rechtzeitig startet, ist es gut machbar (die notwendige Fitness vorausgesetzt). Bis Ende Juli/Anfang August ist es nahezu durchgängig hell, so dass man sich auch Zeit lassen kann.
Uwe
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Ja, wie ich schon schrieb: das steht auf vielen Websites. So auch bei Ferðafélag Íslands. Aber das ist ja nun keine Organisation, die sowas entscheiden kann. Darum ja meine Frage, woher das so richtig offiziell/rechtssicher (wie soll ich es noch anders formulieren?) kommt. Speziell für den Teil des Weges außerhalb von Schutzgebieten (und was ist z.B. einen km abseits des Weges?)Zitat von UG Beitrag anzeigenDa auf dem Laugavegur mehr Wanderer unterwegs sind als auf anderen Wanderrouten in Island, ist das wilde Campieren dort generell verboten und daran sollte man sich auch halten.
https://www.fi.is/en/mountain-huts/camping
(Wie auch gesagt, weitgehend eine theoretische Frage. Und ich verstehe ja auch, dass F.I. Geld verdienen will & muss.)
Karte aller Schutzgebiete (PDF) auf der Website der Isländischen Umweltbehörde (Umhverfisstofnun). Wie geschrieben: in dem Bereich nur Naturschutzgebiet Fjallabak (= "Friðland að Fjallabaki") um Landmannalaugar und Naturdenkmal (Náttúruvætti) Skógafoss. Keine Þórsmörk, kein Fimmvörðuháls.Zitat von UG Beitrag anzeigenDie Þórsmörk ist ein Landschaftsschutzgebiet und die südliche Grenze verläuft oben auf der Hochfläche des Fimmvörðuháls.
ChatGPT sagt: Þórsmörk gilt in der Praxis als landschaftlich geschützter, naturbelassener Bereich, und wird in vielen touristischen und naturschutzbezogenen Kontexten als „Nature Reserve“ bezeichnet. Es besitzt derzeit aber keinen offiziellen rechtlichen Schutzstatus im Sinne des isländischen Naturschutzgesetzes (Náttúruverndarlög) und ist nicht in den amtlichen Schutzgebietelisten der Umhverfisstofnun aufgeführt. Klar, ChatGPT kann auch halluzinieren, aber das hier entspricht genau dem, was ich bislang finden konnte.
Bei mir sogar Ende Juni (Þórsmörk 24.6. Sonnenaufgang 02:57, Sonnenuntergang 23:42). Und ja, 25 km und kaum über 1000 hoch/runter - das schaffe ich, vorbehaltlich widrigen Wetters. Aber ich habe Zeit.Zitat von UG Beitrag anzeigenDas ist zwar mit ca. 25 km eine recht lange Etappe, aber wenn man rechtzeitig startet, ist es gut machbar (die notwendige Fitness vorausgesetzt). Bis Ende Juli/Anfang August ist es nahezu durchgängig hell, so dass man sich auch Zeit lassen kann.
Zuletzt geändert von Ljungdalen; 16.01.2026, 21:41.
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Der Isländer als solcher lebt und liebt flache Hierarchien
Und sie versuchen es erstmal mit einer niederschwelligen Empfehlung, statt wie es der Deutsche gewohnt ist, gleich einen Roman schwarz auf weiß vorgesetzt zu bekommen. Der quasi "niederen Art von Behörde" ist die Sensibilität der Region und der Touristenandrang bewußt und sie versuchen, den Strom möglichst sanft zu lenken. Ist halt auch nicht alles so straff durchorganisiert wie in DE, aber dennoch in eine gute Richtung weisend.
(Da sind halt ein paar Locals an den Bürgermeister herangetreten statt direkt an das Staatsoberhaupt und dann versucht man das erstmal regional zu regeln, statt das Alþingi einzuberufen)
Soweit meine Deutung derer Kommunikation.
OT: Da würd ich jetzt keine Grenzen ausloten wollen.
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Cool, danke. Ja, bei solchen Spalten lasse ich das mal doch lieber, zumal allein.Zitat von TilmannG Beitrag anzeigenAuf dem Eyjafjallajökull (Guðnasteinn und Hámundur) waren wir zu zweit im August 2024, von S (Seljavellir).
<...>
Im Sommer 2025 waren alle Gletscher deutlich schlechter eingeschneit, Hrútsfjallstindar wäre da wohl kaum gegangen.
Grüße von Tilmann - und gute Touren!
Ja, ein 2025er Bild ist auf Google Earth. Alles frei. Aber später im Jahr; im Juni kann das wohl anders aussehen.
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Prima... Schneefelder sind besser als Geröll.Zitat von fhvdrais Beitrag anzeigenSo sah es übrigens im Juli 2015 auf dem Weg von Þórsmörk nach Skogar aus.
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