"Kleinigkeiten" bei einer Wintertour mit Zelt inkl. Hygiene im Fjäll

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  • Sausemann
    Erfahren
    • 11.10.2018
    • 488
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    • Meine Reisen

    #21
    Naja. Ich hab an einem Abend mal mit 2 Freunden einen "Feldversuch" gemacht, bzgl der Menge der Miktion. 500ml könnten knapp werden. ansonsten+1 für die Weithalsflasche.
    Einer der mehr Ahnung hatte als ich sagte mal:
    "Manchmal verspeist man den Bären, und manchmal wird man eben vom Bären verspeist."

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    • Moltebaer
      Freak

      Vorstand
      Administrator
      Liebt das Forum
      • 21.06.2006
      • 14722
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      • Meine Reisen

      #22
      Etappenpinkeln?
      Vollmachen, vorm Zelt auskippen, wieder auffüllen, wiederholen bis Blase leer.
      Wandern auf Ísland?
      ICE-SAR: Ekki týnast!

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      • Ljungdalen

        Alter Hase
        • 28.08.2017
        • 3629
        • Privat

        • Meine Reisen

        #23
        Zitat von Lukkie Beitrag anzeigen
        Nalgene Weithalsflasche, Quader, 500ml​
        Rund geht auch

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        • GrafschaftOutdoor
          Erfahren
          • 07.07.2022
          • 163
          • Privat

          • Meine Reisen

          #24
          Zitat von Lukkie Beitrag anzeigen
          bzgl. Miktion (Wasserlassen): seit Jahren bewährt, im Sommer und Winter, im Liegen:
          Nalgene Weithalsflasche, Quader, 500ml
          (erhältlich z. B. im Laborbedarfshandel oder bei Camping Wagner u. a.)​
          Die als Faltflasche, platzsparend und leicht in der 1000 ml Version. Ebenfalls seit Jahren im Einsatz.

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          • codenascher

            Lebt im Forum
            • 30.06.2009
            • 5260
            • Privat

            • Meine Reisen

            #25
            Zitat von Moltebaer Beitrag anzeigen
            Etappenpinkeln?
            Vollmachen, vorm Zelt auskippen, wieder auffüllen, wiederholen bis Blase leer.
            Da gönn ich mir die Literflasche, kann Mann auch ohne Licht im Schlafsack benutzen und einfach laufen lassen.
            Im Winter sind wir immer mit nem Keron unterwegs. Schlafen mit dem Kopf am Fußende, kurz den hinteren Zipper auf und da hingekippt. Nach 19 Uhr verlasse ich das Zelt ganz sicher nicht mehr. Außer es passiert irgendwas am Nachthimmel.

            Bin im Wald, kann sein das ich mich verspäte

            meine Weltkarte

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            • Killer
              Fuchs
              • 07.11.2006
              • 1311

              • Meine Reisen

              #26
              Was ist, wenn der Urin in der Kunststoffflasche einfriert? Trinkwasser ist mir, egal ob Körpernah transportiert oder im Rucksack im Schlafsack eingewickelt, immer gefroren. Deshalb nehme ich mir eine Thermoskanne mit.
              Anstatt dem Kunststoffbehälter, vielleicht ein Metallgefäß, dieses ließe sich am Feuer/ Kocher erwärmen. Metall kann jedoch wieder an der Haut festfrieren.

              Auch eine Falsche mit heißem Wasser als Wärmflasche im Schlafsack mache ich nicht merhr, das Wasser wird bei mir übernacht immer kalt und dann habe ich so einen kalten Klumpen im Schlafsack.
              Suche Freiwillige für gefährliche Reise. Niedriger Lohn, bittere Kälte, lange Stunden in vollständiger Finsternis garantiert. Rückkehr ungewiss. Ehre und Anerkennung im Fall des Erfolges.

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              • Moltebaer
                Freak

                Vorstand
                Administrator
                Liebt das Forum
                • 21.06.2006
                • 14722
                • Privat

                • Meine Reisen

                #27
                OT: Die anturbanen Italiener haben sich bestimmt die eingefrorenen Pipiflaschen ausfliegen und gegen leere eintauschen lassen

                Kipp die Pipipulle einfach schnell aus, das geht ja auch mit einem Arm ausm Schlafsack heraus und den restlichen Körper drin lassen. Ab inne Apsis oder sogar noch besser: auf die gelbe Seite draußen vorm Zelt entsorgen.
                Wandern auf Ísland?
                ICE-SAR: Ekki týnast!

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                • Christian J.
                  Lebt im Forum
                  • 01.06.2002
                  • 9477
                  • Privat

                  • Meine Reisen

                  #28
                  Zitat von TilmannG Beitrag anzeigen
                  ...zum Freischaufeln (Kohlenmonoxid...)
                  Kann eigentlich der Sauerstoff-Anteil im Zelt zum Problem werden, wenn alle Lüfter eingeschneit oder verschlossen sind? Oder kann man theoretisch die Nacht im komplett luftdicht verschlossenen Zelt verbringen? (wobei noch zu klären wäre, ob locker liegender Schnee wirklich luftdicht ist)
                  Oder erreicht man allein durch das eigene Ausatmen im Zelt eine KohelDIoxid-Vergiftung?

                  Klar, KohlenMONoxid-Vergiftung gibt es recht schnell im Zelt, wenn man da drin kocht.
                  Zuletzt geändert von Christian J.; 22.11.2025, 18:41.
                  "Er hat die Finsternis der Latrinen ertragen, weil in der Scheiße nach Mitternacht sich manchmal die Sterne spiegelten"
                  Durs Grünbein über den Menschen

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                  • TilmannG
                    Fuchs
                    • 29.10.2013
                    • 1420
                    • Privat

                    • Meine Reisen

                    #29
                    In Schneehöhlen ist Sauerstoff absolut ein Thema, ganz einschneien lassen sollte man sich im Zelt auf keinen Fall. (Und ob der Schnee locker ist, dass weiss man nicht, wenn die Nase ab 19 Uhr nicht mehr aus dem Schlafsack darf...)
                    Todesfälle durch Kohlenmonoxid (Kochen im Zelt) hat es in Zusammenhang mit Schnee mehrfach gegeben.
                    Zuletzt geändert von TilmannG; 22.11.2025, 17:18.
                    http://www.foto-tilmann-graner.de/

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                    • toppturzelter
                      Fuchs
                      • 12.03.2018
                      • 1882
                      • Privat

                      • Meine Reisen

                      #30
                      Fuers grosse Geschaeft bau ich mir gern eine Hocktoilette mit tiefer Grube und Windschutzmauer. Die Grube am Anfang tief genug, vor allem, wenn man laenger bleibt - dann kann man sie mehrfach verwenden, indem man das Geschaeft mit Schnee abdeckt, ohne die Grube zu fuellen. Das ganze etwas versenkt und es weht einem nicht um den Hintern.

                      Foto machen (vor Gebrauch oder nach dem "Spuelen") und zuhause im Ich-traeum-von-Touren-Gaesteklo aufhaengen.

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                      • Gurten
                        Erfahren
                        • 08.02.2022
                        • 207
                        • Privat

                        • Meine Reisen

                        #31
                        Zitat von Gran Beitrag anzeigen
                        Mich würde interessieren, wie Ihr Euch auf einer Wintertour im Fjäll mit Zelt "sauber haltet".

                        Dann würde mich interessieren, wie Ihr bei Nacht die Stiefel bzw. Tagesklamotten aufbewahrt, ohne dass sie gefrieren. Im VBL ist das ja nicht zu empfehlen.

                        Weiterhin: Wie gestaltet Ihr den (kleinen) Toilettengang? Ich habe die Erfahrung aus vielen Sommertouren, dass ich abends den Flüssigkeitshaushalt ausgleiche und dementsprechend Nachts vors Zelt muss. Bei -20° stelle ich mir das nicht schön vor.

                        Das Gleiche mit dem großen Geschäft: Durch die Ballaststoffe und die viele Bewegung ist mein Darm sehr rege und ich mag es schon jetzt nicht bei Regen und Wind auf / zwischen Steinen oder Geäst. Wie dann bei tiefen Minustemperaturen?
                        Ich nutze pro Tag 2 einzeln verpackte Feuchttücher dafür, 1x für Gesicht (Sonnencreme/Schweiss entfernen) + Oberkörper & 1x für Schritt & Hintern. Die Packungen so 10-15min vor gebrauch an den Körper zum auftauen.

                        Die Stiefel sollten mit VBL ja trocken sein, ich drehe den VBL nach dem ausziehen auf links & stülpe den über den Stiefelschaft. Wen die (Innen-)Stiefel trotzdem feucht sein sollten, mit einer heissen 0.5l Nalgene trocknen. Stiefel ohne herausnehmbaren Innenschuh würde ich nicht ohne VBL verwenden.

                        Ich schlafe mit dem selben Baselayer (Merino), den ich auch am Tag an habe, wird ja im VBL eh wieder feucht. Bis auf die Unterhose & Linersocken, welche ich alle paar Tage wechsel, trag ich auf der ganzen Tour die selben Klamotten.
                        Die restlichen Kleider verstaue ich in der Nacht in einem grossen Drybag wegen der gefrierenden Kondensation die runterrieseln kann. Diese Kleider sollten sowieso nicht zu feucht sein

                        Zum Pinkeln in der Nacht nutze ich eine vor der Tour gekaufte PET-Flasche mit grösserer Öffnung. Die kann ich nach der Tour entsorgen. Wen frisch abgefüllt direkt in die Apsis/aus dem Zelt kippen.

                        Fürs dringende grosse am Morgen hilft ein am Vorabend vorgeschaufeltes grosses Loch draussen/in der Apsis. Für mich waren Bibs mit einem Drop-Seat ein Gamechanger, so muss man nicht alle Lagen ausziehen / die ganze Hose runterlassen.

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                        • Sillkremla
                          Gesperrt
                          Anfänger im Forum
                          • 14.12.2020
                          • 33
                          • Privat

                          • Meine Reisen

                          #32
                          Ich nehme immer eine kleine Flasche Babyöl mit in die Pulka. Damit kann man sich auch bei -30 Grad (wenn man sie vorher in die Daunenjacke steckt!) gut säubern. Vor allem die Stellen welche besonders "ausgesetzt" sind. Das ölige Toa-Papier nicht wegwerfen sondern in einer Tüte sammeln- eignet sich super zum Feuer anzünden.
                          Bezüglich Pinkelflasche- immer ausleeren! Denn nichts ist schöner als eine Flasche mit gelbem Eis mitzuschleppen...
                          Zum Sauerstoff im Zelt: Eine Grube machen in der man sitzt, in die Grube ein Teelicht- wenn das ausgeht ist es Zeit zu lüften. (Auch sehr wichtig in Schneehöhlen).
                          Wobei ich damit noch kein Problem hatte, was aber an der Grösse des Zeltes liegen kann.
                          Wenn man zu zweit in einem grossen 3 oder 4- Personenzelt mit Vorzelt sitzt ist das kaum Thema.

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                          • Icefeather
                            Erfahren
                            • 03.10.2018
                            • 188
                            • Privat

                            • Meine Reisen

                            #33
                            Zitat von Sillkremla Beitrag anzeigen
                            Zum Sauerstoff im Zelt: Eine Grube machen in der man sitzt, in die Grube ein Teelicht- wenn das ausgeht ist es Zeit zu lüften. (Auch sehr wichtig in Schneehöhlen).
                            Bei einer Kerze als Indikator für ausreichend Sauerstoff ist Vorsicht geboten, denn die Kerze brennt auch dann noch, wenn die Kohlenstoffdioxidkonzentration in der Luft bereits tödlich ist.

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                            • Killer
                              Fuchs
                              • 07.11.2006
                              • 1311

                              • Meine Reisen

                              #34
                              Dann einen Kanarienvogel vielleicht mitnehmen
                              Suche Freiwillige für gefährliche Reise. Niedriger Lohn, bittere Kälte, lange Stunden in vollständiger Finsternis garantiert. Rückkehr ungewiss. Ehre und Anerkennung im Fall des Erfolges.

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                              • Zz
                                Fuchs
                                • 14.01.2010
                                • 1797
                                • Privat

                                • Meine Reisen

                                #35
                                Zitat von Gran Beitrag anzeigen
                                Hallo, Zusammen,
                                über Ausrüstung bei Wintertouren im Fjäll mit Zelt gibt es hier reichlich Infos. Aber nicht über die "Kleinigkeiten". Jedenfalls habe ich nichts gefunden.
                                Mich würde interessieren, wie Ihr Euch auf einer Wintertour im Fjäll mit Zelt "sauber haltet".
                                Für mich gibt es im Sommer (fast) nix Schöneres als mich nach einem langen Tour-Tag im eiskalten Bach zu waschen. Egal ob Regen oder Wind. Das muss sein. Danach in die Schlafklamotten.
                                Wie macht Ihr das bei tiefen Minustemperaturen?
                                Gar nicht waschen?

                                Dann würde mich interessieren, wie Ihr bei Nacht die Stiefel bzw. Tagesklamotten aufbewahrt, ohne dass sie gefrieren. Im VBL ist das ja nicht zu empfehlen.

                                Weiterhin: Wie gestaltet Ihr den (kleinen) Toilettengang? Ich habe die Erfahrung aus vielen Sommertouren, dass ich abends den Flüssigkeitshaushalt ausgleiche und dementsprechend Nachts vors Zelt muss. Bei -20° stelle ich mir das nicht schön vor.

                                Das Gleiche mit dem großen Geschäft: Durch die Ballaststoffe und die viele Bewegung ist mein Darm sehr rege und ich mag es schon jetzt nicht bei Regen und Wind auf / zwischen Steinen oder Geäst. Wie dann bei tiefen Minustemperaturen?
                                Ahoj Gran,
                                das sind durchaus spannende Fragen, aber anderseits, was bleibt einem großartig übrig? Gibt es eine Wahl, außer zu Hause zu bleiben? Kälte hin oder her, da muß man dann durch. Es gehört zum Alltag, auch bei einer Wintertour mit Ski, Pulka und Zelt, wie im Sommer die Mücken. Ich selber gehe da eher pragmatisch heran.​
                                Mir sind ein paar Dinge dazu eingefallen.
                                Zum Beispiel war ich auch gemeinsam mit Frauen auf Wintertour. Sie können sich im Schneesturm tagsüber, wenn man unterwegs ist, nicht einfach so zur Leeseite hinstellen, Hose öffnen und pinkeln. Pinkelflasche im Zelt ist auch nicht so einfach möglich. Es war eine sehr lustige und schöne Zeit, trotz schwerem Unfall, aber mit wirklich großen Respekt und ich wollte das nicht unerwähnt lassen.

                                Ich selber habe mir irgendwann für die Zelttouren im Winter eine Pinkelflasche (1,5 l Wollwaschmittelflasche ca. 105 g leicht, große Öffnung, dicht, sogar extra Kosten gespart und nachhaltig ​​​) zugelegt. Die kommt nach Benutzung einfach in den Schlafsack an das Fußende, dann friert auch bei -30° C nichts ein. Die Frage kam doch hier auf oder? Ich erspare mir das rausgehen bei Kälte, weil ich einfach nur halb aufwache, hinsetzen, in die Flasche pinkeln und sofort entspannt weiterschlafen kann. Die Alternative ist, Daunenjacke und -schuhe an, raus aus dem Zelt, daß geht natürlich auch fix. Es ist halt umständlicher und eventuell unangenehmer, besonders wenn es schneit und ein eisiger Wind pustet. Anderseits besteht die Chance den Sternenhimmel zu betrachten und Polarlichter zu sehen. Die Flasche wird am nächsten Morgen einfach ein paar Schritte entfernt ausgeleert.
                                Bei schönen oder sonstigen Wetter, geht es am Morgen einfach raus in den Schnee. Je nach Gegebenheit, gräbt man sich schon am Abend etwas abseits einen windgeschützten Platz. Dort kann man auch das Toilettenpapier in Ruhe verbrennen. Wenn es richtig stürmt, dann verlasse ich das Zelt ungern; lieber lesen, Abwarten und Tee trinken.

                                Kein echter Sturm, nur ungünstiges Wetter:
                                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

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ID: 3360355

                                Das Barometer steigt bereits wieder!
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                                Der selbe Bildausschnitt am sonnigen Morgen danach. Meine Pulka ist Links unter dem Schnee begraben:
                                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

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ID: 3360357
                                Klar freischaufeln muß hin und wieder dann doch sein, hier auf der selben Runde, aber ein paar Kilometer weiter:
                                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

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                                Ich traf mal in Finnland einen lustigen Schweizer. Erik und ich, verbrachten eine längere gemeinsame und unterhaltsame Zeit am Lagerfeuer mit vielen Geschichten. Er erzählte u.a. einen Anekdote aus seiner Armeezeit, wo sie tagelang bei Sturm in einer Hütte fest saßen. Kurz, während sein Kamerad auf dem Außenklo war, da hat er einfach in eine alte Zeitung genutzt und diese anschließend aus dem Fenster geworfen. Sein Kamerad hat sich die ganze Zeit gewundert, wie er es so lange aushält und nicht im Schneesturm zum Klohäuschen zu robben mußte. Die Geschichte hatte ich mir gemerkt, aber keine Ahnung, was davon Wahrheit und was Dichtung ist. Für die Zugfahrt hatte ich mir immer eine Zeitung zum Lesen gekauft, notfalls kam sie im Schneesturm im Vorzelt zur Zweitverwendung. Die konnte dann entspannt außerhalb vom Zelt entsorgt werden und im Idealfall, hat sie der Sturmwind gleich mitgenommen.

                                Purer Luxus, wenn man bei schlechtem Wetter neben einem ❤ Haus zelten kann:
                                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

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ID: 3360359

                                Mir ist gerade noch eine Situation eingefallen, wo ich gemeinsam mit 2 Franzosen im wahrsten Sinne des Worte in einer kleinen Hütte eingesperrt war. Die Hüttentür ließ sich selbst zu Dritt im Sturm nicht mehr öffnen und unabhängig davon, raus zu gehen wäre eh lebensmüde gewesen. Wir hätten vielleicht versuchen können da draußen im Sturm das Klohäuschen zu finden, aber die Chancen waren sehr gering und ebenso der Rückweg zur Hütte mehr als ungewiß. Da haben wir in die Zippbeutel der leeren! Fertigessen gepinkelt und im winzigen Vorraum aufgereiht abgestellt. Es geht vieles in der Not.

                                Ansonsten, für die Skistiefel nutze ich VBL Socken, also z.B. Gefrierbeutel. Ich muß zu geben, daß ist wirklich unangenehmer als bei zweistelligen Temperaturen unter Null zu Toilettengang raus zu gehen. Aber ich habe mir mit steif gefroren Stiefeln mal meine Füße sehr blutig gelaufen. Das war jetzt nicht einfach eine Blase an der Ferse, welche ich praktisch fast immer im Winter habe und der Schmerz "verschwindet" nach einigen Minuten in Bewegung, nein, daß war wirklich sehr, sehr schmerzhaft. Von daher lieber den Gestank der (inneren) Socken im VBL ertragen, aber ab nächsten Morgen sind die Stiefel nicht steif durch gefroren. Nachts werden die VBL Socken /Tüten einfach über die Stiefel gestülpt, so fällt kein Schnee oder Reif hinein.
                                Die Tagesklamotten, was meinst Du da speziell? Ich erinnere mich da einen komplett durchgeschwitzten Pullover, der, während ich ihn in der Hütte auszog (da war seit langer Zeit niemand vor mir gewesen, mit dem Ergebnis: Außentemperatur = Raumtemperatur), gefror und ich ihn auf den Tisch stellen konnte. Meinst Du solche Situationen?
                                Damals hatte ich Glück, es gab einen Ofen und Holz. Ich konnte heizen und meine Sachen trocknen. Ansonsten hilft nur gefrieren lassen und ausschütteln.
                                Auf den letzten Wintertouren habe ich sehr gute Erfahrungen mit Merino Unterwäsche machen können. Die wechsele ich nicht. Morgens, nach der Nacht im Schlafsack + VBL, ist sie gefühlt etwas klamm und ich laß sie am Körper trocknen. Tagsüber, wenn irgendwie möglich, gilt es übermäßiges Schwitzen zu vermeiden.
                                Der VBL wird z.B. zum Frieren rausgehangen und anschließend ausgeschüttelt, eventuell trocknet er bei Sonnenschein. Ähnliches gilt für den Schlafsack:
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ID: 3360358
                                Für die Körperwäsche gibt es verschiedene Möglichkeiten. Idealerweise die erwähnte Sauna und sich in den Schnee fallen lassen. Am Schönsten natürlich mit Sternenhimmel und Polarlichtern ​​!! Falls es beheizbare Hütten unterwegs gibt, dann kann man sich mit 2 - 3 l warmen Wasser von Kopf bis Fuß auch mal waschen. Bei Zelttouren geht z.B. eine "Körperwäsche" mit Schnee gut oder bei richtig miesen Wetter verzichtet man halt ganz darauf. Was soll´s. Feuchttücher funktionieren ebenfalls, müssen allerdings ggf. am Köper transportiert oder nachts im Schlafsack aufgetaut werde, Aber das sollte auch kein so großes Problem darstellen.
                                Nach Wochen in der Natur mit Zelt bei eisigen Temperaturen unterwegs ist natürlich eine feste Unterkunft mit Sauna vor der Rückfahrt im Zug einfach nur hammergeil, aber Schlafwagen mit Dusche funktioniert natürlich ebenso.

                                Denn Text hier habe ich bereits vor rund 2 Monaten noch im letzten Jahr geschrieben. In der Zwischenzeit kam hier im Forum das Thema Wintertourenhose mit Gesäßöffnung auf. So eine Hose besitze ich nicht, aber u.U. Ist so eine Hose bestimmt sehr praktisch und gerade für Frauen auf einer Wintertour eine echte Hilfe.

                                So, jetzt gehe ich raus in den frostigen Winterabend hier auf dem Lande, Sterne gucken und Feuerholz holen.
                                Freundliche und winterliche Grüße,
                                Z

                                PS: Ich denke es paßt zum Thema. Die Tüte habe ich für mein Toilettenpapier gebastelt und finde sie sehr nützlich. Das Papier ist vor Schneefall / Regen geschützt und läßt sich gleichzeitig relativ bequem unten herausziehen.
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ID: 3360361
                                PPS: Eigentlich wollte ich noch ein kleines Video einstellen, hat aber nicht geklappt. Nicht so einfach für mich, aber ich werde es bei passender Gelegenheit erneut versuchen. Vielleicht schaffe ich es ja doch noch?
                                "The Best Laks, Is Relax."
                                Atli K. (Lakselv)

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