Wildcampen an der Nord- u. Ostsee

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  • lina
    antwortet
    AW: Wildcampen an der Nord- u. Ostsee

    Naja, zu einer Dusche am Abend kommt man auch per großem Wassersack, den man am Spätnachmittag nochmal auffüllt.

    (... mich stresst das mehr, kein Zelt dabei zu haben ... )
    Zuletzt geändert von lina; 02.08.2014, 12:48.

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  • Torres
    antwortet
    AW: Wildcampen an der Nord- u. Ostsee

    Doch, das erkennt man schon. Ich finde es viel schwieriger, zu erkennen, wo kein Naturschutzgebiet ist. Viele sehr schöne Gegenden, meist die, wo ich instinktiv sage: Oh, ist es hier schön, stehen unter besonderem Schutz und die Abgrenzung fällt da schwer. Zudem ist man als Radfahrer doch recht schnell unterwegs. Als Wanderer erkenne ich gut geeignete Plätze. Vom Rad aus fällt mir die Einschätzung sehr schwer, vor allem, wenn ich keine Ortskenntnis besitze. Von der Tatsache ganz zu schweigen, dass man mehr schwitzt oder friert, andere Formen der Erschöpfung kennt usw. Es hat schon seinen Grund, warum viele Radreisende gar kein Zelt mitnehmen oder mehr oder weniger doch mal in Pensionen oder Gasthöfen landen.

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  • Igelstroem
    antwortet
    AW: Wildcampen an der Nord- u. Ostsee

    Zitat von blende8 Beitrag anzeigen
    Interessant. Das wusste ich nicht.
    Ist das neu?
    Nein, aber es gilt auch nur in Schleswig-Holstein und nach meinem Kenntnisstand in Mecklenburg-Vorpommern, nicht hingegen in Niedersachsen, was ja hier von Belang ist. Ditschi sprach von Schleswig-Holstein. Er interpretiert den Ausdruck »wenn sie privatrechtlich hierzu befugt sind« (oder was immer dort genau steht) in dem Sinne, dass auf privatem Grund eine Erlaubnis benötigt wird, auf öffentlichem Grund hingegen nicht. Diese Deutung wird wohl richtig sein, hat mich aber früher schon überrascht, das heißt: Ich verstehe einfach den Ausdruck ›privatrechtlich befugt‹ nicht, weil ich kein Jurist bin. (Gesetze werden für andere Juristen geschrieben, nicht für ihre Adressaten.) Außerdem vermag ich in der Landschaft normalerweise nicht zu erkennen, was privater und was öffentlicher Grund ist. Das könnte wohl auch noch anderen Menschen so gehen, weshalb es dann kein Wunder wäre, wenn fast niemand die legalen Möglichkeiten nutzt.
    Zuletzt geändert von Igelstroem; 02.08.2014, 12:16.

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  • blende8
    antwortet
    AW: Wildcampen an der Nord- u. Ostsee

    Zitat von Ditschi Beitrag anzeigen
    Als Radfahrer darfst Du aber im Binnenland, sofern es sich nicht um ein Naturschutzgebiet handelt, eine Nacht wild zelten.
    Interessant. Das wusste ich nicht.
    Ist das neu?

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  • Ditschi
    antwortet
    AW: Wildcampen an der Nord- u. Ostsee

    Ok, um den allgemeinen Tenor hier zu folgen, müsste ich jetzt sagen Wildzelten ist BÄÄHHH .
    Post 9 nicht gelesen? In SL-H im Wald, in Naturschutzgebieten, am Strand und in den Dünen untersagt, sonst erlaubt.
    Ich gebe zu, daß das in der Praxis nicht immer leicht zu unterscheiden ist.
    Immerhin: man darf. Und kaum einer tut es. Vielleicht machte es ja dort, wo es verboten ist, mehr Spaß? Keine Ahnung.
    Ich ergänze noch einmal: Bei meinem langen Spaziergang mit psychovm haben wir bewußt nach möglichen Plätzen für legales Wildcampen Ausschau gehalten und dabei festgestellt, daß man den Landwirten auf deren privaten Wiesen , Weiden und Feldern keinesfalls ins Gehege kommen muß. Es gibt an den Wegrändern jede Menge Flecken von öffentlichem Ödland, wo locker Platz ist für das legale Aufstellen eines Zeltes.
    Ditschi
    Zuletzt geändert von Ditschi; 02.08.2014, 10:01. Grund: Ergänzung

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  • Fletcher
    antwortet
    AW: Wildcampen an der Nord- u. Ostsee

    Ok, um den allgemeinen Tenor hier zu folgen, müsste ich jetzt sagen Wildzelten ist BÄÄHHH .

    Aber mal ehrlich, jetzt ist die beste Zeit dafür.
    1. Ein Großteil der Getreidefelder ist abgeerntet
    und 2. Zumindest in Schleswig-Holstein gibt es jede Menge Knicks, die sich als Wind- und Sichtschutz eignen

    Radwege gibt es hier, auch abseits der Straßen und zu meinen Leidwesen, zu genüge.
    Man kann also tagsüber an der Küste fahren und zum Abend ein zwei Kilometer ins Landesinnere, sich dort nen netten Platz auf`m Acker suchen und am nächsten Tag weiter ohne großartig Probleme zu bekommen.
    Ich selber habe als Wanderer hier noch NIE Probleme gehabt, wenn man die bekannten Regeln einhält.
    Einmal musste ich lediglich mein Zeltein paar Meter versetzen, da der Landwirt am Morgen Güllen wollte. Ich hab vorher weder gefragt noch Anderes unternommen um das Ganze halbwegs legal zu halten; der Typ kam einfach vorbei und sagte Bescheid .
    Hätte zugegebenermaßen auch anders und "duftender" enden können.

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  • lina
    antwortet
    AW: Wildcampen an der Nord- u. Ostsee

    Na, dieses Feature bekommst Du eher über Fernradwege
    Die sind auch der Grund, warum ich diese inzwischen eher meide.

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  • wolfborchert
    antwortet
    AW: Wildcampen an der Nord- u. Ostsee

    Richtige Radwege würde ich vorziehen da Stundenlanges Radeln an einer Staats- oder Bundesstraße wenig Freude bereitet.

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  • lina
    antwortet
    AW: Wildcampen an der Nord- u. Ostsee

    Wie wär’s mit Berlin–Kopenhagen?

    BTW: Muss es denn ein ausgewiesener Radweg sein? Alternative: naviki.org

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  • wolfborchert
    antwortet
    AW: Wildcampen an der Nord- u. Ostsee

    @Ditschi
    Vielen Dank für die Mühe
    Hm den Berlin - Usedomradweg bin ich schon abgefahren. Mal sehen was ich vielleicht geht's auch wo ganz anders hin. Rheinradweg oder so.
    Zuletzt geändert von wolfborchert; 02.08.2014, 08:11.

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  • lina
    antwortet
    AW: Wildcampen an der Nord- u. Ostsee

    Falls Du Dänemark in Betracht ziehst (ist seeeehr schön da, und nicht so touristisch überlaufen, die Strände sind sehr abwechslungsreich, und es gibt dort die sehr geldbeutelschonenden Naturlagerplätze (wiki-Artikel)), noch ein Tipp: Es ist Erntezeit und die Erntemaschinen dort nehmen bei Feldwegen gerne die gesamte Wegbreite ein (eher im Binnenland, auch an der Ostküste, wo eben die ausgedehnten Getreidefelder liegen). Das sind Riesenfahrzeuge, solche habe ich hierzulande noch nie gesichtet. Wenn Du also um eine Kurve radelst, oder über eine Hügelkuppe, ist es besser, immer mit sowas zu rechnen.
    Zuletzt geändert von lina; 02.08.2014, 08:04.

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  • Ditschi
    antwortet
    AW: Wildcampen an der Nord- u. Ostsee

    Alles richtig, was insbesondere Torres geschrieben hat. Das Zelten am Strand und in den Dünen ist verboten. An der Nordsee patrollieren die Ranger des Nationalparkes Wattenmmeer. Die Gefahr, dort erwischt zu werden, ist besonders hoch. Auch wird der Küstenschutz da besonders groß geschrieben. Selbst die Einheimischen regieren da sehr verärgert, wenn sich jemand in die Dünen schlägt. Die wurde oft mühsam mit Hand bepflanzt, damit der Sand nicht verweht. Die Dünen schützen ihre Häuser und Grundstücke.
    Als Radfahrer darfst Du aber im Binnenland, sofern es sich nicht um ein Naturschutzgebiet handelt, eine Nacht wild zelten. Auf privaten Grundstücken muß aber der Eigentümer einverstanden sein. Es gibt aber genug Plätze, wo das auf öffentlichem Land möglich ist, oft auch sehr versteckt. Ich habe user psychovm mal zu einem längeren Spaziergang eingeladen, der auch als Wanderer wild campem wollte für eine Nacht, und ihm beispielhaft eine Menge schöner Plätze gezeigt. Oft befinden sich die am Ende auslaufender Feldwege, da, wo er nur noch wenig befahren wird.
    Naturschutzgebiete sind auf speziellen Karten verzeichnet. Mal im net recherchieren.
    http://www.schleswig-holstein.de/Umw.../ein_node.html
    http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_d...eswig-Holstein
    http://schleswig-holstein.nabu.de/na...schutzgebiete/
    Nur beispielhaft.
    Ditschi
    Zuletzt geändert von Ditschi; 02.08.2014, 07:38.

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  • Polte
    antwortet
    AW: Wildcampen an der Nord- u. Ostsee

    Je nachdem von wo du losfahren möchtest gibt es viele Alternativen. Der Berlin - Usedom Radweg wäre eine. Du kommst an kleinen Seen vorbei, an denen man gut mal eine Nacht verbringen kann. Manchmal sogar an Wasserrastplätzen. Zum Schluss in Usedom dann natürlich auf einen Campingplatz ausweichen. Eine bezahlte Nacht sollte drin sein.

    Ansonsten Wie Torres schon schrieb, Dänemark. Oder einfach drauflos fahren, wie es dir Homer vorgeschlagen hatte.

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  • Homer
    antwortet
    AW: Wildcampen an der Nord- u. Ostsee

    kreuz und quer statt hin und her
    gurk doch einfach los und such dir jeweils rechtzeitig zur abenddämmerung ne diskrete pennstelle - bestimmt mehr abenteuer als immer nur strand links tourismus rechts

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  • wolfborchert
    antwortet
    AW: Wildcampen an der Nord- u. Ostsee

    Ach mist. Ich bin 18 Jahre alt und noch Schüler und wollte durch das Wildzelten den Urlaub recht günstig Halten. Dann werde ich wohl umplanen müssen.
    Passt zwar nicht zum Thema aber kennt jemand einen schönen Radweg in Deutschland (ca. 1000 km) an dem Wildzelten eher möglich ist?

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  • Torres
    antwortet
    AW: Wildcampen an der Nord- u. Ostsee

    homer hat Recht. Da wird überall Kurtaxe erhoben, übrigens auch da, wo Grasstrand ist. Und die Strandmaschinen, Müllmänner, Schafbesitzer etc. sind verdammt früh unterwegs.
    Nachts kann es am Strand auch sehr laut und nervig sein. Da ist ein ruhiges Eckchen auf dem Campingplatz neben irgendwelchen Rentnerwohnmobilen aus Erholungsgründen eindeutig vorzuziehen......

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  • Homer
    antwortet
    AW: Wildcampen an der Nord- u. Ostsee

    da, wo sandstrand ist, wird auch gerne kurtaxe erhoben und morgens für die touries geputzt - die haben da garantiert wenig bock auf leute, die kein geld dalassen und dabei noch gegen gesetze verstoßen.
    ich würds nich riskieren, könnte ein teurer urlaub werden.

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  • wolfborchert
    antwortet
    AW: Wildcampen an der Nord- u. Ostsee

    Ok vielen Dank.
    Könnte man nicht aber vor den Dünen (sprich zwischen Wasser und den Dünen) also am Strand Zelten? (Ja Ebbe und Flut beachten)

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  • Torres
    antwortet
    AW: Wildcampen an der Nord- u. Ostsee

    Ja. Die Nordsee ist Nationalpark und dazu gehören auch die Küstenbereiche. Es gibt an der Küste zwei Formen: Dünenlandschaften mit Sandstrand und Deichvorland mit Deich. Die Dünenregionen sind absolut tabu, wer da zeltet, zerstört die Vegetation alleine durch das Betreten und gefährdet damit Menschenleben, weil der Sand ohne die Vegetation nicht mehr hält. Daher verstehen die Bewohner diesbezüglich keinen Spaß, wenn sie einen erwischen und es ist gibt auch genug Ecken, wo kontrolliert wird. Daher ist davon strikt abzuraten!
    Das Deichvorland ist ebenfalls tabu, da Schutzzone. Zum ersten wird es überschwemmt, zum zweiten ist es ebenfalls ein Schutzgebiet und die Wege sollen nicht verlassen werden und zum dritten ist Schafscheiße keine optimale Zeltumgebung. Daher ist davon strikt abzuraten. Im Binnenland sind Felder und Wiesen, also Privatbesitz. Die Gegend ist intensiv landwirtschaftlich genutzt und auch hier ist Dir vom Zelten abzuraten. Natürlich könntest Du irgendwelche Bauern fragen, aber auch das ist umständlich und nicht jeder hat Verständnis für so etwas. Legal sind Kanurastplätze, doch finden die sich nicht an den Küsten. Du solltest in dem Zusammenhang auch wissen, dass es nur wenige Bäume an der Küste gibt. Meisten nur die, welche um die Bauernhöfe herum stehen. Du stehst also beim Wildcampen grundsätzlich auf dem Präsentierteller, bist meilenweit zu sehen und hast auch keinen Windschutz.

    An der Ostsee kann man eventuell mit guter Ortskenntnis etwas finden, aber auch hier ist im Prinzip der gesamte Strandbereich tabu aufgrund von Dünenlandschaft (s.o.), Gefahren durch Wasser (Ebbe und Flut) oder Gefahren durch Steilküste. Ich wäre da sehr vorsichtig, denn da ist der breite Strand dann nach ein paar Stunden auch einfach mal weg. Die Ostseeküste ist stark touristisch genutzt. Wenn Du in den nächsten drei Wochen unterwegs bist, fährst Du genau zur Hochsaison, in der alle deutschen Bundesländer gleichzeitig Ferien haben. Da wird durchaus regelmäßig kontrolliert, und es werden auch Strafgebühren verhängt. Als Wanderer lassen sich in der Nebensaison bestimmt abgelegenere Ecken finden, aber mit dem Fahrrad kommt man oft nur an Bereiche heran, wo auch eine touristische Infrastruktur existiert. Abgelegenere Stellen erfordern längeres durch den Sand schieben und das macht eher keinen Spaß. Niemals bitte direkt an die Steilküste stellen, da kann aus heiterem Himmel ein Abbruch passieren, das geht ganz schnell. Und mit dem Fahrrad in die Dünenlandschaften gehen ist, wie bereits gesagt, auch hier ein absolutes NoGo.

    Ich empfehle Dir dringend, die Campingplätze aufzusuchen, wenn Dir die Natur wirklich am Herzen liegt. Sie sind rauh genug, denn auch sie sind ja von den Witterungsbedingungen des Landstriches betroffen. Dann kannst Du Dich auch ganz ohne Sorge auf das Fahren konzentrieren.

    Wenn Du naturnah zelten willst, solltest Du Dänemark wählen. Auch da ist wildcampen verboten, aber es gibt überall im Land an den Rad- oder Wanderrouten preisgünstige Naturlagerplätze.

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  • wolfborchert
    hat ein Thema erstellt Wildcampen an der Nord- u. Ostsee.

    Wildcampen an der Nord- u. Ostsee

    Schönen guten Abend,

    ich bin ein kompletter Neuling hier um Forum. Ich hoffe ich habe die Richtige Sparte erwischt. Wie ihr meiner Überschrift entnehmen konntet, geht es mir ums Wildzelten an der Nord und Ostsee. Am Montag möchte ich zu einer 2-3 wöchigen Radtour aufbrechen. Ich habe vor die gesamte Deutsche Küste von West nach Ost mit dem Rad abzufahren.
    Ich habe mich u. a. hier im Forum über das Wildzelten informiert. Wie ich das verstanden habe ist es in Deutschland generell Verboten wird aber meist Geduldet, wenn man sich ordentlich verhält (Kein Müll, kein Feuer, nur eine Nacht) und das alles außerhalb eines Naturschutzgebietes geschieht. Als kleine Übung fuhr ich letzte Woche den Deutschen Teil des Donauradwegs ab. Dort Zeltete ich auch immer Wild und bekam keine Probleme.

    Nun zu meiner Frage: Ist die deutsche Nord- und Ostseeküste ein Naturschutzgebiet oder Ähnliches?
    Ist das verantwortungsvolle Wildcampen möglich oder ist strikt davon abzuraten?


    Vielen Dank für eure Hilfe.
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