[RU] Sibirien, wie man es kaum kennt: in 75 Tagen durch das Putorana

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  • dominik_bsl
    Erfahren
    • 13.02.2006
    • 199

    • Meine Reisen

    #21
    AW: [RU] Sibirien, wie man es kaum kennt: in 75 Tagen durch das Putorana

    Wahnsinn! Freue mich schon auf die Fortsetzung des Berichts!

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    • Robtrek
      Erfahren
      • 13.05.2014
      • 367

      • Meine Reisen

      #22
      AW: [RU] Sibirien, wie man es kaum kennt: in 75 Tagen durch das Putorana

      Zitat von EbsEls Beitrag anzeigen
      Außer Angeln gibt es doch noch weitere Jagdformen?. Ein Bekannter riet mal vor einigen Jahrzehnten (heute ist er Jäger), eine Gitarrenseite als Schlinge mitzunehmen ... aber da wird wohl über Nacht nix reingehen, und am Morgen müsst Ihr ja weiter.
      Alles was Kalorien bringt ist im Zweifel nützlich. Aber ich denke, bei der realistischen Planung einer langen Wildnistour wird man v.a. die Jagdmethoden berücksichtigen, die unterwegs mit großer Zuverlässigkeit und vertretbarem Zeitaufwand Kalorien bringen. Es geht ja um die riskante Entscheidung, ob man von vornherein weniger Lebensmittel mitnimmt, als man eigentlich auf der vorgesehenen Route bräuchte. Mit Schlingen habe ich keine Erfahrung. Sehr viele Russen nehmen ein Gewehr mit, denn Enten und Gänse gibt es dort sehr viele (sowie auch gegen die Bären). Für Ausländer sind Gewehre aber problematisch, ich besitze keins. Eine Angel hat aber wirklich jeder dabei.

      Noch ganz generell zu dem Thema: mir persönlich gefällt die Philosophie aus den amerikanischen Nationalparks (carry in carry out, only dead & down firewood, leave no traces usw.). Dazu gehört dann auch, die Tierwelt möglichst wenig zu stören. Ich sehe das nicht dogmatisch, aber mir geht's in erster Linie darum, durch vernünftige Nahrungsmittelbeschaffung unterwegs die Reichweite in Kilometern zu erhöhen. Ohne dabei zu leugnen, dass die Fische verdammt gut schmecken und man wirklich etwas verpasst, wenn man das nicht probiert. Wir haben zum Spaß mal ausgerechnet, dass wir für die von uns geangelten Fische in einem typischen Restaurant am Mittelmeer über 1000 € bezahlt hätten und damit mehr, als die ganze Tour gekostet hat.

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      • Robtrek
        Erfahren
        • 13.05.2014
        • 367

        • Meine Reisen

        #23
        AW: [RU] Sibirien, wie man es kaum kennt: in 75 Tagen durch das Putorana

        Zitat von Horst24 Beitrag anzeigen
        Habt ihr einen der Berge besteigen können?
        Das lohnt sich eigentlich kaum, aber bei mehr Zeit hätten wir es sicher trotzdem gemacht. Was von unten wie Berge aussieht entpuppt sich, wenn man einmal oben ist, als endloses Plateau. Die Bergspitzen sind dann eher unbedeutende Anhöhen inmitten dieser Hochebene. Der Start der Tour war bei ca. 130 m Seehöhe, das Ende bei 50 m, der höchste Pass auf unserer Route 1300 m. Und der höchste Plateauberg im gesamten Putorana ist 1700 m hoch. Am eindrucksvollsten ist der Blick wirklich von den Tälern aus, an denen sich beiderseits die riesigen Felswände entlangziehen. Die Landschaft gegen Ende der Tour hat mich z.T. ein bisschen an den Grand Canyon oder an den Pamir in Tadschikistan erinnert, für Sibirien ist sie eher untypisch.

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        • Robtrek
          Erfahren
          • 13.05.2014
          • 367

          • Meine Reisen

          #24
          AW: [RU] Sibirien, wie man es kaum kennt: in 75 Tagen durch das Putorana

          Zitat von Tie_Fish Beitrag anzeigen
          Wie kann man sich von zuhause (Deutschland) aus Gewässerabschnitte mit dem passenden WW zusammenstellen? Das geht doch nicht wie bei uns durch kaufen eines blauen Büchleins, sondern nur durch russische Foren wie von dir genannt oder durch persönliche Beziehungen dahin, oder? Noch andere Tipps?
          Über einige Flüsse gibt es Berichte von russischen Raftern, die man im Internet finden kann, allerdings oft nur sehr alte Berichte. Die Weißwasser-Hindernisse ab Klasse V werden dort sehr ausführlich besprochen, alles andere wird nur kurz abgehandelt. Z.B. hieß es über einen von uns befahrenen 60 km Flussabschnitt lapidar "keine Hindernisse", obwohl es dort in Wirklichkeit ca. 20 Weißwasserstellen gab, wenn auch keine sehr schwierigen. Wo gar keine Beschreibungen existieren, muss man selber scouten. An sonstigen Informationsquellen gibt es für einige Regionen noch recht gute
          Satellitenbilder bei Bing. Ich habe eine Negativauswahl getroffen: Flüsse, bei denen Stromschnellen von V ode VI beschrieben wurden, habe ich von der potentiellen Route gestrichen.

          Zitat von Tie_Fish Beitrag anzeigen
          Ich würde gerne mal ein paar Wochen Wildnis paddeln, aber weniger WW, sondern eher bis WW1, aber auch keine breiten Flüsse, wo man das andere Ufer nicht mehr sehen kann. Dazu die Frage: Wie organisiert man dann den Transport von B nach A - auch im Voraus oder was könnte man tun?
          Du meinst Weißwasser bis Kategorie I, also ein Fluss praktisch ohne nennenswerte Hindernisse? Mal überlegen... wenn es einigermaßen Wildnis sein soll aber ohne Logistik-Probleme, dann z.B.: Nizhnyaya Tunguska vom Ort Tura bis zur Mündung bei Turukhansk, die An- und Abreise ist per Flugzeug aus Krasnoyarsk, Tickets gibt's im Internet. Landschaftlich auch schön ist die Podkamennaya Tunguska von Vanavara oder Baikit bis zur Mündung bei Bor. Auch hier ist die Anreise per Flugzeug, zurück nach Krasnoyarsk geht's mit mit dem Flussdampfer. An diesen beiden Flüssen gibt es zwar Menschen und ab und zu Motorboote, aber auf jeden Fall hast du ein paar Hundert km lang mehr Wildnis als irgendwo in Europa, und beide Varianten sind von der Logistik und vom Schwierigkeitsgrad her völlig problemlos. Die Flüsse sind auch längst nicht so groß wie z.B. Yenissei oder Lena, sie sind nicht langweilig.

          Zitat von Tie_Fish Beitrag anzeigen
          Sich einer Gruppe anschließen ist sicher die beste und einfachste Idee, aber Wildnis und Gruppe passt nicht so recht in mein Weltbild
          Auf den genannten Flüssen kann man alleine fahren, da wirst du im Notfall Hilfe finden. Aber ein Notfall ist eh unwahrscheinlich, es sind wirklich ganz problemlose Routen.

          Zitat von Tie_Fish Beitrag anzeigen
          Gibt es eine Bezugsquelle geeigneter Karten? Auf den russischen Militärkarten, von denen ich eine habe (allerdings von Kirgisien) sieht man so gut wie keine Details zu Flüssen und Seen, nur eben dass sie da sind.
          Die sowj. Militärkarten 1:200k sind immer noch das Beste, was es für Sibirien gibt, jeder in Russland benutzt sie. Sie sind überall im Internet frei erhältlich. Oder wenn du ein Handy mit GPS hast, lad dir eine kostenlose App herunter, die diese Karten mit anbietet, das ersetzt gleich noch den Navigator. Fürs Trekking gibt es jetzt für einige Gebiete auch Karten 1:50k im Internet. Auf Flüssen ist 1:200k ideal, einen größeren Maßstab braucht man wirklich nicht, und gibt's für die meisten Gebiete auch nicht.

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          • mitreisender
            Alter Hase
            • 10.05.2014
            • 4314

            • Meine Reisen

            #25
            AW: [RU] Sibirien, wie man es kaum kennt: in 75 Tagen durch das Putorana

            He Robtrek. Beeindruckend.

            Dauert es schnell, bis man sich zu Ungewohnetn überwindet? Wie zB Mückensuppe..

            Ist es bezüglich anderer Menschen ungefährlich? Muss da gerade an den Reisebericht aus Kirgistan mit Eseln denken.

            Und zu Deiner Ausrüstung. Bist Du mit dem Lighwave als Ersatz für Dein heißgeliebtes Tunnelzelt zufrieden? 2 Monat ist ja bei dem dünnen Material eine Ansage. Und zu guter Letzt. Was ist das für ein blaues Schlauchboot? Russisches Packraft?

            Danke für den ausführlichen Bericht.

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            • Rattus
              Lebt im Forum
              • 15.09.2011
              • 5177

              • Meine Reisen

              #26
              AW: [RU] Sibirien, wie man es kaum kennt: in 75 Tagen durch das Putorana

              Danke für den Bericht und die Fotos. Ich fühlte mich an die Lektüre über die Familie Lykow erinnert, die jahrzehntelang am Abakan gelebt hat und die meiste Zeit keinen Kontakt zur Außenwelt hatte.
              Das Leben ist schön. Von einfach war nie die Rede.

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              • Dima
                Gerne im Forum
                • 25.08.2009
                • 86

                • Meine Reisen

                #27
                AW: [RU] Sibirien, wie man es kaum kennt: in 75 Tagen durch das Putorana

                Ja, kann man nix sagen. Stark!

                Ich habe Putarana auch noch auf dem Schirm, davor muss ich noch was anderes machen ;)
                В жизни всё как в бане, хочешь - паришься, хочешь - нет.

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                • Ôpola
                  Erfahren
                  • 01.05.2008
                  • 379

                  • Meine Reisen

                  #28
                  AW: [RU] Sibirien, wie man es kaum kennt: in 75 Tagen durch das Putorana

                  Superspannend!
                  Da würde mich mir noch sehr viel mehr Erzählungen deines langen Tripps und natürlich sehr viel mehr Fotos wünschen!
                  Danke für die tollen Eindrücke in eine mir verschlossene Welt!

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                  • blauloke

                    Lebt im Forum
                    • 22.08.2008
                    • 5992

                    • Meine Reisen

                    #29
                    AW: [RU] Sibirien, wie man es kaum kennt: in 75 Tagen durch das Putorana

                    Einfach nur großartig, die Tour und die Landschaft.
                    Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

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                    • HO
                      Erfahren
                      • 04.02.2016
                      • 152

                      • Meine Reisen

                      #30
                      AW: [RU] Sibirien, wie man es kaum kennt: in 75 Tagen durch das Putorana

                      Genial!, - ein Traum, dass es so was noch gibt. Danke!

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                      • sibirier
                        Dauerbesucher
                        • 17.10.2010
                        • 621

                        • Meine Reisen

                        #31
                        AW: [RU] Sibirien, wie man es kaum kennt: in 75 Tagen durch das Putorana

                        Охренеть,мужики! Ну вы дали!
                        Ihr habt`s doch gemacht! Der Traum.
                        https://www.facebook.com/groups/1670015459892254/

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                        • Robtrek
                          Erfahren
                          • 13.05.2014
                          • 367

                          • Meine Reisen

                          #32
                          AW: [RU] Sibirien, wie man es kaum kennt: in 75 Tagen durch das Putorana

                          Zitat von mitreisender Beitrag anzeigen
                          Dauert es schnell, bis man sich zu Ungewohnetn überwindet? Wie zB Mückensuppe..
                          Man gewöhnt sich schnell dran, vielleicht weil man keine andere Wahl hat.

                          Zitat von mitreisender Beitrag anzeigen
                          Ist es bezüglich anderer Menschen ungefährlich?
                          Ja. Menschen trifft man sowieso nur am Anfang und am Ende der Tour. In der Nähe von Menschen lasse ich Geld und Kamera nicht herumliegen, schwarze Schafe kann es überall mal geben.

                          Zitat von mitreisender Beitrag anzeigen
                          Und zu Deiner Ausrüstung. Bist Du mit dem Lighwave als Ersatz für Dein heißgeliebtes Tunnelzelt zufrieden? 2 Monat ist ja bei dem dünnen Material eine Ansage.
                          Mit dem Lightwave G20 Ultra bin ich zufrieden, ich habe es auf der Tour ca. 70 mal auf- und abgebaut und keine ernsten Nachteile entdeckt. Die größten Vorteile sind aus meiner Sicht: die riesige Apsis erlaubt bei Regen das trockene Aus- und Einpacken des Rucksacks; das Außenzelt reicht bis zum Boden, da pfeift unten keinen Wind durch und es ist im Zelt merklich wärmer; der Innenraum ist phänomenal groß, Schlechtwettertage kann man gemütlich aussitzen. Das Material ist nicht zu dünn, es gab keinerlei Beschädigungen.

                          Zitat von mitreisender Beitrag anzeigen
                          Was ist das für ein blaues Schlauchboot? Russisches Packraft?
                          Das ist ein Drakar "Meridian" aus Litauen. Es ist kein Packraft, sondern ein echtes Schlauchboot mit Cockpit-Selbstentwässerung für Stromschnellen bis Kategorie IV. Im Vergleich zu Packrafts ist es viel billiger. Das Gewicht liegt komplett mit Paddel, Tau und Befestigungsgurten bei ca. 8,5 kg. Das Boot hat einen Kiel, was bei sehr flachem Wasser ein Nachteil ist, da man damit an Steinen hängenbleibt. Andererseits sitzt man dank der Selbstentwässerung im Trockenen und spart das Gewicht und Geld für einen Trockenanzug, während sich im Packraft mit der Zeit Spritzwasser ansammelt.

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                          • Robtrek
                            Erfahren
                            • 13.05.2014
                            • 367

                            • Meine Reisen

                            #33
                            AW: [RU] Sibirien, wie man es kaum kennt: in 75 Tagen durch das Putorana

                            Zitat von Rattus Beitrag anzeigen
                            Danke für den Bericht und die Fotos. Ich fühlte mich an die Lektüre über die Familie Lykow erinnert, die jahrzehntelang am Abakan gelebt hat und die meiste Zeit keinen Kontakt zur Außenwelt hatte.
                            Übrigens gibt es in Südsibirien am Oberlauf des Yenissei, also nicht so weit weg vom Abakan, immer noch weitgehend abgeschottete Dörfer der Altgläubigen, die damals vor dem Zaren geflohen sind. Man gelangt dorthin nur per Boot, wobei gefährliche Stromschnellen überwunden werden müssen. Männer mit langen Bärten, Frauen in alten Trachten, keine Elektrizität, dafür Wasserräder und selbstgemachte Werkzeuge... Es ist wie ein Fenster in die Vergangenheit. Sie wollen am liebsten unter sich bleiben, aber als Gast wird man gut aufgenommen. Sie erwarten natürlich, dass man ihre Lebensweise respektiert, so darf man z.B. nicht mit ihren Frauen zusammen an einem Tisch essen. Noch ein paar Tagesreisen stromaufwärts Richtung mongolische Grenze leben dann Hirten vom Volk der Tuviner. Man versucht, sich nicht in die Quere zu kommen, aber wenn es doch einmal kracht wegen Streit um Jagdreviere oder Pferdediebstahl, dann gilt das "Gesetz der Taiga". So sagte es mir einer der Altgläubigen und nickte in Richtung seines Gewehrs...

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                            • Rattus
                              Lebt im Forum
                              • 15.09.2011
                              • 5177

                              • Meine Reisen

                              #34
                              AW: [RU] Sibirien, wie man es kaum kennt: in 75 Tagen durch das Putorana

                              Da hast wahrscheinlich keine Fotos gemacht ...
                              Das Leben ist schön. Von einfach war nie die Rede.

                              Kommentar


                              • mitreisender
                                Alter Hase
                                • 10.05.2014
                                • 4314

                                • Meine Reisen

                                #35
                                AW: [RU] Sibirien, wie man es kaum kennt: in 75 Tagen durch das Putorana

                                Danke fpr die ausführlichen Antworten. Andere würden das G20 als Hubdehütte bezeichnen. Schön zu lesen, dass es wie immer die Frage der Perspektive ist.

                                Das Boot interessiert mich sehr, auch wenn ich kein krasses Wildwasser fahre. Da werd ich mal im Internet gucken.

                                Das mit dem Fatalismus kenne ich noch gut aus China. Weit weg vom Gewohnten bleibt einem nix übrig.

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                                • Abt
                                  Lebt im Forum
                                  • 26.04.2010
                                  • 5726

                                  • Meine Reisen

                                  #36
                                  AW: [RU] Sibirien, wie man es kaum kennt: in 75 Tagen durch das Putorana

                                  Danke für den tollen Bericht und die Bilder.
                                  Hier erkenne ich aber deutlicher denn je meine Leistungsgrenzen
                                  Und ich hoffe auf einen Bilderabend in der Nähe von DD.

                                  Eine Frage zu der Proviantbeschaffung aus der Natur. Sind in der Gegend Schuss/Luftdruckwaffen erlaubt, um sich mal einen Vogel für's Abendessen zu schießen? Oder wie halten es die Russen das?
                                  Hattest du Speck als traditionellen Energiespender mit? Oder hab ich das übersehen?

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                                  • peter-hoehle

                                    Lebt im Forum
                                    • 18.01.2008
                                    • 5096

                                    • Meine Reisen

                                    #37
                                    AW: [RU] Sibirien, wie man es kaum kennt: in 75 Tagen durch das Putorana

                                    Zitat von tjelrik Beitrag anzeigen
                                    Was ein Abenteuer.
                                    Zitat von berniehh Beitrag anzeigen
                                    absolute Hammertour!!!
                                    Zitat von rumpelstil Beitrag anzeigen
                                    Sehr beeindruckend. Danke.
                                    Nachdem ich endlich Zeit gefunden habe, diesen Bericht zu lesen (einzusaugen) halte
                                    ich mich an die Schreiber vor mir.
                                    Ich hoffe auf eine baldige Fortsetzung.

                                    Gruß Peter
                                    Wir reis(t)en um die Welt, und verleb(t)en unser Geld.
                                    Wer sich auf Patagonien einlässt, muss mit Allem rechnen, auch mit dem Schönsten.

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                                    • Nita
                                      Fuchs
                                      • 11.07.2008
                                      • 1499

                                      • Meine Reisen

                                      #38
                                      AW: [RU] Sibirien, wie man es kaum kennt: in 75 Tagen durch das Putorana

                                      Wow

                                      Da schaut man zufällig vorbei und findet so etwas!

                                      Glückwunsch zur Tour, großes Kino!!! Und super Fotos! Danke fürs Teilen.
                                      Reiseberichte

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                                      • Robtrek
                                        Erfahren
                                        • 13.05.2014
                                        • 367

                                        • Meine Reisen

                                        #39
                                        AW: [RU] Sibirien, wie man es kaum kennt: in 75 Tagen durch das Putorana

                                        Zitat von Abt Beitrag anzeigen
                                        Eine Frage zu der Proviantbeschaffung aus der Natur. Sind in der Gegend Schuss/Luftdruckwaffen erlaubt, um sich mal einen Vogel für's Abendessen zu schießen? Oder wie halten es die Russen das?
                                        Schusswaffen sind mit Waffenschein erlaubt und praktisch jeder hat dort eine. Außerdem braucht man eine Jagdlizenz je nachdem, was man schießen will. Bekannte von mir haben immer eine Lizenz für die Wolfsjagd dabei, denn die ist billig und gilt das ganze Jahr über (Wölfe gelten als Schädlinge und es gibt sogar Abschussprämien). Wenn sie auf dem Weg in die Taiga kontrolliert werden, zeigen sie die Wolfslizenz vor, und was sie dann in Wirklichkeit schießen, steht auf einem anderen Blatt. Ein Waffenschein für Ausländer wäre sicher mit viel Bürokratie verbunden, ich kann dazu aber aus eigener Erfahrung nichts sagen. Keine Ahnung, ob das mit Luftdruckgewehren einfacher wäre.

                                        Zitat von Abt Beitrag anzeigen
                                        Hattest du Speck als traditionellen Energiespender mit?
                                        Ja, aus Deutschland hatten wir etwas Speck mitgebracht. Den würde ich aber in Zukunft in Russland kaufen, er schmeckt dort um einiges besser. Ansonsten als Energiequelle zu den täglichen Mahlzeiten Sonnenblumenöl bzw. Zucker, für anstrengende Etappen zusätzlich Nüsse, Trockenfrüchte, Halva.

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                                        • MatthiasK
                                          Dauerbesucher
                                          • 25.08.2009
                                          • 923

                                          • Meine Reisen

                                          #40
                                          AW: [RU] Sibirien, wie man es kaum kennt: in 75 Tagen durch das Putorana

                                          Wahnsinn! Wirklich toll!
                                          Sag mal Robtrek, ich bin mir sicher, dass das Gelände extrem schwer sein kann aber könnte man nicht mit leichteren Rücksäcken schneller gehen und würde dadurch nicht soviel Nahrung mitschleppen müssen?
                                          Warum habt ihr bei der Nahrung so schwerere Zeug wie Mehl und diese ganzen Öle usw mitgeschleppt?

                                          Kann mir beim besten willen nicht vorstellen das man dort nur mit 3 Rucksäcken und 85 Kilo pro Mann überleben kann...

                                          Danke!
                                          Zuletzt geändert von MatthiasK; 23.10.2016, 18:21.
                                          3000 Kilometer zu Fuß durch die österreichischen Alpen

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