A Hamburger a day keeps the doctor away - der Trans-America Bicycle Trail

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  • FreakAgogiXDaniel
    Anfänger im Forum
    • 10.05.2013
    • 33

    • Meine Reisen

    #41
    AW: A Hamburger a day keeps the doctor away - der Trans-America Bicycle Trail

    Vielen Dank für den tollen Bericht!

    Ich freu mich auf die Fortsetzung.

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    • boulderite
      Fuchs
      • 12.05.2012
      • 1260

      • Meine Reisen

      #42
      AW: A Hamburger a day keeps the doctor away - der Trans-America Bicycle Trail

      Heute morgen hat mein Kaffee nicht geschmeckt. Ich habe gelesen, das Joanna, von der ich im Bericht erzählt hatte, nur 500 Meilen vor ihrem Ziel von einem Auto tödlich verletzt wurde.

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      • Chouchen
        Freak

        Liebt das Forum
        • 07.04.2008
        • 19016

        • Meine Reisen

        #43
        AW: A Hamburger a day keeps the doctor away - der Trans-America Bicycle Trail

        Oh, das ist wirklich bitter.
        "I pity snails and all that carry their homes on their backs." Frodo Baggins

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        • Nordlandpirat
          Erfahren
          • 03.02.2013
          • 146

          • Meine Reisen

          #44
          AW: A Hamburger a day keeps the doctor away - der Trans-America Bicycle Trail

          Eine sehr traurige Nachricht

          Dennoch bin ich gespannt, wie denn eure Reise weiterging.
          Jos ei viina, terva tai sauna auttaa, tauti on kuolemaksi (Finnisches Sprichwort)

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          • pickhammer
            Erfahren
            • 17.04.2006
            • 419

            • Meine Reisen

            #45
            AW: A Hamburger a day keeps the doctor away - der Trans-America Bicycle Trail

            Eine wirklich tragische Nachricht.
            Man sieht, ausser Fitness und Organisationstalent ist ein wacher Schutzengel nötig, um eine solche Tour zu überstehen.
            Es tut mir leid für sie und für die, die sie kannten.

            Viele Grüsse
            pickhammer

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            • FreakAgogiXDaniel
              Anfänger im Forum
              • 10.05.2013
              • 33

              • Meine Reisen

              #46
              AW: A Hamburger a day keeps the doctor away - der Trans-America Bicycle Trail

              Auf die Fortsetzung hab ich mich aber nicht gefreut

              Sehr traurig! Hoffen wir das sie als Schutzengel über Alle Radfahrer wacht!

              Ich freu mich dann auf den nächsten Teil eures Reiseberichtes.

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              • blitz-schlag-mann
                Alter Hase
                • 14.07.2008
                • 4852

                • Meine Reisen

                #47
                AW: A Hamburger a day keeps the doctor away - der Trans-America Bicycle Trail

                Blume für Joanna
                Viele Grüße
                Ingmar

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                • boulderite
                  Fuchs
                  • 12.05.2012
                  • 1260

                  • Meine Reisen

                  #48
                  AW: A Hamburger a day keeps the doctor away - der Trans-America Bicycle Trail

                  Tag 25 - Pueblo, CO nach Eads, CO - 185km

                  In einem Hotel ist es immer besonders schwer, aus dem Bett zu kommen - noch schlimmer ist es, wenn man weiß das es heiß wird und das Bett sooo bequem ist.
                  Mit einigem Protestgemecker - vor Allem von mir, da es viel zu früh ist um was zu Essen, ich MUSS aber - stehen wir aber trotzdem um 7 Uhr in voller Montur vor der Tür und schwingen uns auf die Räder.
                  Es ist noch angenehm draußen, die Hitze kommt sicher erst später. Ich ziehe meine neuen tollen Armlinge erst Mal noch nicht an.

                  Los geht es - jetzt endlich in Richtung Osten. Es war etwas deprimierend, immer wieder nach Norden und Süden zu eiern. Jetzt wollen wir voran kommen!

                  Die ersten Stunden fliegen wir förmlich über den Asphalt. Es ist unglaublich, was so eine flache Straße ausmacht, wenn man die letzten drei Wochen in den Rocky Mountains verbracht hat. Das macht richtig Spaß!
                  Genau genommen geht es sogar gaaaaanz leicht bergab. Einen 30er Schnitt bekommt man hier locker zustande.



                  In Boone halten wir bei einer kleinen Postfiliale an, um unseren Kram weg zu schicken. Mike hängt heute ein bisschen hinterher, das liegt aber nur daran das er morgens immer etwas länger braucht, bis er warm ist.
                  Jetzt sind die Kaltwettersachen, die viel Platz wegnehmen, weg. Alles passt etwas besser in die Taschen.



                  Wir fahren lange an einer Bahnstrecke entlang, die Gleise scheinen aber nicht mehr in Benutzung zu sein. Manchmal stehen kilometerlang ausrangierte Wagons darauf. Ansonsten ändert sich die Landschaft nicht wesentlich.



                  Nach 80km in unter 3 Stunden machen wir erst Mal eine Essenspause. Die Uhrzeit ist es bisschen blöd - 11 Uhr, weder noch Frühstück, noch schon Lunch. Das kleine Restaurant das wir finden serviert Mittagessen, das ist uns auch Recht. Es gibt…. Trommelwirbel… Hamburger. Der ist aber mal wieder richtig lecker. Wir bekommen noch eine Portion Lokalkolorit obendrauf. Heute sind wir schon an zwei großen Gefängnissen vorbei gefahren, riesige Komplexe mitten im Nichts. Warum stehen die hier auf dem platten Land? Damit es noch weniger Sinn macht, auszubrechen? Nein, weil die Gefängnisse Arbeitsplätze schaffen. Sie werden deswegen strategisch in Gegenden mit hoher Arbeitslosigkeit platziert. Außerdem ist das Land dort billig zu haben, die Landwirtschaft gibt hier in Ost-Colorado sowieso nicht viel her.
                  Jemand erzählt uns, das die Region früher der "Garden of Eden" von Colorado war. Alles sehr grün und fruchtbar. Das sieht heute leider ganz anders aus.

                  Das Thema "limited services" spielt heute wieder eine Rolle. Dazu wird es irgendwann doch recht warm.
                  Passieren tut sonst nix. Ein ereignisloser und recht hässlicher Tag. Abgesehen von der öden Landschaft werden wir auch mit einem weiteren Feature der Region vertraut gemacht - feedlots, auch als "CAFO" (concentrated animal feeding operations) bekannt. Tausende von Rindern werden in kleinen Einheiten zusammengepfercht, sie stehen auf ihrem eigenen Dreck und werden gemästet. Fast jeder wird schon mal davon gehört haben, aber wer hat sie schon mal in diesem Ausmaß gesehen? In Deutschland hätten wir dafür überhaupt keinen Platz und es regnet zu oft. Hier ist das Klima dafür perfekt. Man riecht einen feedlot schon kilometerweit vorher.
                  Sie zu sehen, tut mir in der Seele weh. Der Hamburger in meinem Bauch rumort. Aber ich habe hier kaum eine Wahl. Vegetarisch zu essen ist quasi unmöglich, wenn man nicht nur von frittierten Kartoffeln und Snickers leben will. Entweder Tyson-Chicken aus den furchtbaren Hühnermastanlagen ohne Fenster oder Rindfleisch aus feedlots. Im Westen der USA ist das einfacher. Dort gibt es fruchtbare Wiesen und Felder, man kommt selten an Rinderherden vorbei, die nicht viele viele Hektar Platz haben.

                  Es ist noch nicht 18 Uhr, als wir nach 185km in Eads ankommen. Hier gibt es einen City Park, in dem man kostenlos zelten kann. Tobi will eigentlich noch weiterfahren - es ist ja noch nicht spät und wir haben uns noch nicht komplett verausgabt. Das Problem: die nächste offizielle Zeltgelegenheit ist über 80km entfernt, dazwischen könnten wir nur wild campen, und das Terrain gibt nicht viel her was versteckte Plätze angeht. Und der Rest ist eingezäunt.
                  Tobi ist muffig, und es hilft nicht, das sein Abendessen nicht sonderlich gut ist. Okay, meins ist auch nicht sooo viel besser, aber ich habe diesmal besser ausgesucht.

                  Nach dem Essen suchen wir uns ein Plätzchen im City Park. Der Rasen ist sehr grün, die Bäume hoch und schön, also muss es hier Sprinkler geben. Wir finden aber keine. Hmmm… mysteriös.
                  Na gut, dann versuchen wir einfach mal unser Glück.
                  Es kommt noch ein Radler dazu, der auch nicht sooo viel langsamer als wir unterwegs ist. Seinen Namen habe ich leider vergessen.

                  Wir gehen schlafen, alles prima.
                  Und dann… ja, dann gehen die Sprinkler an. Nachts um 2. Erst denke ich, es regnet, aber nein… so krass prasselt doch kein Regen… von der SEITE.
                  Kurzum, das Zelt hält dicht, aber bis das klar ist sind wir ein wenig besorgt. Ich meine, das ist richtig ordentlicher Wasserdruck. Es prasselt wirklich stark. Einer muss ganz nah sein. Gottseidank haben wir das Zelt nicht auf einen drauf gestellt… Vorne und hinten mache ich aber noch fix die Bodenwanne hoch damit es nicht rein spritzt. Das reicht. Wir schlafen weiter.


                  Tag 26 - Eads, CO nach Scott City, KS - 165km

                  Mit einem sauberen Zelt wachen wir auf. Mike's Zelt ist auch komplett nass, und unser Mitzelter hatte sein Außenzelt nicht richtig befestigt und hat jetzt nicht nur ein nasses Zelt, sondern auch einen nassen Schlafsack.

                  Da es, wie gesagt, über 50 Meilen bis zum nächsten Ort sind, ist es anzuraten erst Mal zu frühstücken. Das machen wir auch, im einzigen Restaurant des Ortes.
                  Danach zieht es sich halt so hin. Bald sind wir in Kansas. Nach einer Mittagspause in Sheridan Lake, glaube ich. Da gab's aber nur eine Tankstelle, an der wir die ersten schmerzhaften Begegnungen mit blackflies machen. Sehen aus wie normale schwarze Fliegen, beißen aber richtig schmerzhaft zu. Die knabbern einen an! Hunde und Kühe werden von ihnen besonders gequält. Wir auch, schnief.
                  Ein Mountain Dew später geht es weiter. Wir wollen jetzt endlich über die Grenze rüber.
                  Und, siehe da, irgendwann taucht sie auf…



                  We're in Kansas, Toto!
                  So sieht das übrigens aus, wenn mein Freund sich sonnengeschützt einpackt… mir wäre das ja zu warm, aber er verbrennt sonst einfach und zieht die Klamotten der ewig runterlaufenden Sonnencreme vor.



                  Hatte ich eigentlich schon erwähnt, das wir die nächsten paar hundert Meilen auf der exakt gleichen Straße fahren? Es geht schlicht und ergreifend geradeaus. Die ganze verdammte Zeit. Ab und an geht es mal ein paar Meilen nach Süden, aber das war's.
                  In Restaurants werde ich immer mal wieder mit "God bless you!" verabschiedet, gerne verbunden mit einem Tatscher auf die Schulter. Ich sage natürlich brav Danke. Bible belt halt. Sie meinen es ja nur nett.

                  Abends kommen wir in Scott City an, wo es auch direkt mal ein Motel gibt, in dem wir fragen was es kosten würde. Der Preis ist in Ordnung und wir machen fifty-fifty, da geht das. Das Zimmer ist vollkommen okay, Mike wäscht sein Jersey in der Badewanne und Tobi breitet unser Zelt zum Trocknen aus.
                  Wir essen was - was, habe ich leider vergessen. In der Rezeption lag übrigens ein toller Flyer, falls ich doch noch zu Gott finden sollte, kann ich mich gleich anmelden!




                  Tag 27 - Scott City, KS nach Larned, KS - 190km

                  Morgen ist der 4. Juli. Nationalfeiertag in den USA. Wo werden wir dann sein? Unser ursprünglicher Plan war, dann schon in Newton zu sein, wo ein bike shop und Hostel ist, der auf Facebook die ganze Zeit damit prahlt, das sie für das Trans Am Race 24h am Tag offen sind.
                  Tja, am 2. Juli schreiben sie auf ihrer Seite, das der Laden am 4. und 5. Juli geschlossen ist. Der Fairness halber muss man sagen, das mein Tracker seit Tagen nicht funktioniert, weil die falschen Batterien drin sind. Sprich sie können nicht sehen das wir auf dem Weg zu ihnen sind.
                  Ich bekunde mein Bedauern auf ihrer Facebook-Seite und trete eine Diskussion los, im Endeffekt ist es uns eh egal, dann müssen wir halt zum nächsten Fahrradladen. Tobi's Hinterrad hat einen üblen Schlag und ich brauche dringend neues Griffband.

                  Tobi ist ja nicht sonderlich begeistert davon, das wir unseren 'Zeitplan' nicht eingehalten haben, er wollte in Kansas unbedingt immer über 200km fahren, da hatten wir aber die Rechnung ohne den Wind gemacht. Heute wird es trotzdem wieder weit werden. Mir ist es zu heiß, ich lasse die Jungs ziehen und finde sie wenig später im Schatten sitzend.



                  Ohne große Worte lege ich mich dazu und wir verbringen schweigend eine Pause. Es ist sehr windig heute. Der Wind kommt hauptsächlich von der Seite, das ist zwar nicht ganz so schlimm wie Gegenwind, aber es verbraucht sehr viel Energie und es ist noch dazu einfach laut. Meine Ohren tun weh. Um sie mit dem Buff zu schützen, ist es aber viel zu warm. Uff. Kansas saugt einem wirklich die Lebensgeister aus. Noch dazu stinkt es. Nach Kuhmist und nach Öl.

                  In Alexander gibt es zwar keine services, aber dafür einen kleinen Park mit Toiletten und Wasser in einem klimatisierten Gebäude. Hier darf man auch zelten, wäre sicher sehr schön gewesen, aber das hat halt nicht gepasst mit dem Plan, weil wir nicht genug gefahren sind.
                  Wir machen kurz dort Pause, nur Tobi und ich, Mike ist schon wieder werweißwo.
                  Es sind immer noch recht viele Meilen bis Larned, wo wir schlafen wollen… Könnten wir nicht auch einfach in Rush Center bleiben?! Nein nein, weiter geht's. Irgendwann geht die Sonne unter. Das ist in Kansas wirklich wunderschön. Da es so flach ist, sieht man die Sonne oft als strahlenden, roten Feuerball. Die Kornfelder - alle etwas niedrig - glühen. Und dann kommen die fireflies raus. Die sind TOLL! Nicht toll sind die ganzen anderen Viecher die einem ins Gesicht fliegen, vor Allem weil ich ja nur eine Sonnenbrille dabei habe. Das kann man noch verbessern…



                  In Larned kommen wir im Dunklen an und suchen uns wieder ein Motel. Das erste hat nur noch ein Raucherzimmer und als ich es mir angucke wirft es mich vor Gestank fast aus dem Zimmer. Klares Nein. Es gibt aber noch ein Weiteres, nur über einen Hügel drüber. Ein double queen kostet $80 aber wir gönnen es uns.
                  Schwups geht es einem gleich viel besser. Ich weiss nicht mehr, was wir zu Abend gegessen haben, aber entweder vorher oder nach dem Einchecken haben wir uns in einer Tankstelle noch was zum Trinken besorgt, hard lemonade. Schmeckt so ähnlich wie Bacardi Breezer.



                  Morgen geht wieder die Jagd auf einen Fernseher los, Deutschland spielt gegen Frankreich und natürlich können wir das nicht verpassen!
                  Die Waschmaschine darf man auch erst morgens benutzen. Tobi opfert sich auf, als Erster aufzustehen und die Wäsche zu machen. Ein Schatz.


                  Tag 28 - Larned, KS nach Sterling, KS - 90km

                  Tobi macht Wäsche, ich döse noch ein bisschen. Das Spiel ist erst um 10 Uhr. Wir bedienen uns am Hotel-Frühstück, das ist gewohnt schlecht, aber allzu lange sollte man morgens nicht warten, der Körper ist schon voll dabei. Es verspricht heute wieder, warm zu werden.
                  Wir erkundigen uns nach Orten, wo man das Spiel gut gucken könnte, aber es fallen den Leuten nur zwei Sportbars ein, die zu dieser Stunde natürlich nicht auf haben. Wir fahren quer durch die Stadt und können einfach nichts finden. Bei Wendy's gibt es einen Fernseher, aber sie dürfen den Sender nicht wechseln.
                  Letztendlich beschliessen wir, uns bei Wendy's Essen zu holen und im Hotel zu fragen, ob wir in der Lobby den Fernseher auf ESPN stellen könnten. Es ist unsere einzige Chance.
                  Also balancieren wir das Essen auf den Rädern (inklusive Cola!) und kehren zum Hotel zurück. Es bedarf einiger Überzeugungskraft, den Sender zu wechseln, zwei Typen bestehen nämlich darauf, FOX NEWS zu gucken. Bah, ungefähr der schlimmste Fernsehsender der Welt, Menschen die Fox News gucken, haben nachweislich weniger Ahnung von Politik als diejenigen, die GAR KEINE Nachrichten sehen. "I ain't got no time for that soccer trash". Jaja, ist uns ja egal, wir wollen's aber halt gucken.
                  Entnervt geben die beiden auf, nachdem wir nochmal beteuern das wir halt aus Deutschland sind und UNBEDINGT!!! das Spiel gucken wollen. Vermutlich gucken sie einfach Fox auf ihrem Zimmer weiter. Warum nicht gleich so?!
                  Unterwegs habe ich auch einen Hardware Store gefunden, der Lithium Batterien führt, der war gottseidank auch heute am 4. Juli auf. So geht nun endlich mein Tracker wieder.

                  Mit Hamburgern und Cola und dem Fußballspiel vergeht die Zeit im Nu.
                  Als das Spiel gewonnen ist, schwingen wir uns wieder auf die Rösser und fahren los. Mittlerweile ist es natürlich 12 Uhr mittags und brüllend heiß. Das haben wir mal wieder ganz toll geplant, wir Genies.

                  Auch heute ist Wasser mal wieder ein knappes Gut. Mit zusätzlichen Flaschen fahren wir los, und trotzdem wird es eng. Immer, wenn ich eine Art von Schatten zum Pause machen suche, überfallen mir so viele Viecher, das ich es nicht aushalte. Zwischen Larned und Nickerson, über 100km weit weg, gibt es aber keinerlei services, sofern man die Route nicht verlässt - und da heute Feiertag ist, haben in kleinen Orten auch kaum Läden auf. Off route zu fahren bringt einem aber auch nichts.
                  Aber das Glück ist ja mit den Dummen: wir finden, als es grade wirklich unangenehm wird, eine Kirche mitten im Nichts. Mit einem Friedhof davor und einem Garten. Da denken wir uns doch: Kirchen sind doch oft offen, da gibt's bestimmt Wasser, außerdem scheint ein Wohnhaus nebendran zu sein.
                  Leider ist sie zu, aber wir entdecken einen Wasserhahn im Garten. Daraus fliest kühles, leckeres Nass, und wir füllen nicht nur den Magen und die Flaschen sondern machen auch unsere Jerseys nass. Ich wickele mir ein nasses Bandana um den Nacken, das bleibt sicher mindestens 10 Minuten lang kühl!

                  Noch mal ein, zwei Stunden später finden wir dann endlich ein Fleckchen, wo es windig UND schattig ist, da haben die Insekten keine Chance und es ist nicht so heiß. Der Gegenwind ist heute mal wieder die Hölle und keiner von uns ist gut drauf. Kansas, ich sag's euch… so ein blöder Staat…

                  Das Wasser ist mal wieder fast leer, aber wie es der Zufall so will, sind wir direkt an einem (sehr schönen) Haus/Hof gelandet. Nach 5min untätigem Rumsitzen kommt eine Frau raus und fragt, ob alles in Ordnung sei. Ja klar, wir machen nur Pause. Sie hatte Angst, es wäre etwas passiert, weil ich mein Rad so hingelegt hatte. Lieb von ihr zu fragen. Sie fragt ob wir Wasser brauchen. Oh ja!
                  Aus einem Gartenschlauch füllen wir alle Flaschen. Sie erzählt uns, das sie eigentlich immer ein Schild draussen hat und der Schlauch am Tor klemmt, weil so viele Radfahrer auf diesem Abschnitt Durst leiden. Irgendwie wird es nicht ordentlich kommuniziert, das es hier für über 100km keine services gibt. Wir waren darauf auch nicht vorbereitet, normalerweise steht das nämlich immer explizit in unseren ACA Karten. Ich schätze, die erwarten, das man halt von der Strecke ab fährt.
                  Naja, sie erzählt uns dann noch, das in Nickerson und Buhler keine sonderlichen Fourth of July Aktionen zu erwarten sind und Restaurants dürften auch keine offen haben. Na super.
                  Aber - in Sterling soll es an einem See ein tolles Feuerwerk geben. Leider ist Sterlin nicht auf unserer Strecke sondern ca. 5km nach Norden. Naja. Der Wind kommt übrigens aus Süden mit gut 40km/h (laut meiner App).

                  Und der Wind wird stärker. Es ist so zum Kotzen. Kombiniert mit der Hitze vor Allem. Mike tut die Hitze überhaupt nicht gut.
                  Ich bin plötzlich die Schnellste - Bock hat keiner mehr - und da, wo es links nach Sterling gehen würde, müssen wir rechts. Nach Süden. In den Wind rein. SERIOUSLY?!?!

                  Ich warte an der Kreuzung, zögere mein Schicksal hinaus. Tobi kommt an. Ich frage ihn, was er davon hält, nach Sterling zu fahren. An den See. Feuerwerk. BBQ. Und so! Er war noch nie zum 4th in den USA, ich schon. In Boston, das war recht spektakulär, Feuerwerk auf dem Charles River und die Boston Pops live dazu. Hier wird es anders sein, aber sicherlich trotzdem ein Erlebnis.
                  Als Mike dazu kommt, meine ich "What do you think about heading to Sterling?" - er stimmt sofort zu und sagt, das er auch dorthin gefahren wäre wenn wir nicht gewollt hätten. Er hat die Schnauze voll. Ihm ist es zu heiss und der Wind… ja, der Wind. Wir sind zwar erst 85km gefahren, aber es ist uns einfach egal.
                  Also drehen wir nach Norden und fliegen mit dem Wind nach Sterling. Als Erstes brauchen wir was zu Essen. Vor Allem die Männer fallen bald aus den Latschen. Wir finden eine Pizzeria, die zwar nicht mehr lange offen hat, aber es gibt Nudeln und es gibt einen Sitzplatz. Wir schlingen sie herunter. Tobi und Mike beeilen sich, um noch zum Supermarkt zu kommen der nur bis 18 Uhr auf hat. Ich esse in Ruhe fertig und folge ihnen dann. Wir müssen nämlich morgen sehr früh los, um nicht wieder in dieser schrecklichen Hitze (es waren über 40 Grad) zu enden. Also brauchen wir Frühstück am Zeltplatz.
                  Sterling ist eine überraschend hübsche Kleinstadt. Sogar das Silo/grain elevator (ein Wahrzeichen jeder Stadt im mittleren Westen) ist frisch gestrichen.

                  Danach finden wir den City Park - der praktischerweise an dem See ist, an dem das Feuerwerk stattfinden wird. Dort ist ein kleiner Jahrmarkt, es gibt Essensbuden und so. Wir suchen einen Polizisten um zu fragen, wo wir zelten dürfen, weil viel abgespannt ist. Neben den Bahngleisen finden wir ein nettes Fleckchen.





                  Danach teilen wir uns auf - Mike geht mit seiner Frau telefonieren (seine ganze Familie sitzt daheim zusammen bei einem schönen Grillfest…) und Tobi und ich schlendern durch den Park, essen funnel cake und corn dogs und setzen uns dann an den See, um auf das Feuerwerk zu warten.
                  Es ist schön. Das Feuerwerk dauert fast eine Stunde. Wir liegen im Gras und philosophieren über Amerika.







                  Danach schlendern wir zurück zu unserem Zelt. Nebenan steht ein großer Trailer, dort hatten wir vorhin gefragt, ob wir ihren Stromanschluss benutzen dürfen. Als wir jetzt unsere Sachen anstecken, kommen wir mit dem Bewohner ins Gespräch, der uns auf ein Bier einlädt. Er ist der Bürgermeister von Sterling. Ach was! Wir setzen uns zu ihm - er wohnt gar nicht in dem Trailer, der gehört ihm zwar, aber er wohnt eigentlich in einem Haus außerhalb der Stadt - und er erzählt uns viele interessante Dinge über Kansas, die Landwirtschaft hier und so weiter. Das Bier schmeckt gut und es ist schön, sich gut zu unterhalten.
                  Danach krabbeln wir in die Zelte. Das wir direkt an Bahngleisen sind, rächt sich natürlich, aber wir sind es ja mittlerweile fast schon gewohnt…

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                  • Werner Hohn
                    Freak

                    Liebt das Forum
                    • 05.08.2005
                    • 10863

                    • Meine Reisen

                    #49
                    AW: A Hamburger a day keeps the doctor away - der Trans-America Bicycle Trail

                    Die Route ist ja vorgegeben. Wie weit darf man eigene Wege fahren? Muss man zum Beispiel von einem abseits gelegenen Motel wieder dort einsetzen, wo die offizelle Strecke verlassen wurde?
                    .

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                    • boulderite
                      Fuchs
                      • 12.05.2012
                      • 1260

                      • Meine Reisen

                      #50
                      AW: A Hamburger a day keeps the doctor away - der Trans-America Bicycle Trail

                      Zitat von Werner Hohn Beitrag anzeigen
                      Die Route ist ja vorgegeben. Wie weit darf man eigene Wege fahren? Muss man zum Beispiel von einem abseits gelegenen Motel wieder dort einsetzen, wo die offizelle Strecke verlassen wurde?
                      Ja, muss man. Die Strecke ist lückenlos zu fahren. Wenn man das Rennen fährt. War aber höchst selten etwas, worüber wir uns Gedanken machen mussten, lediglich in Pueblo mussten wir schauen, wie wir ohne Lücken zur Strecke zurück finden. In der Regel war eh alles direkt an der Strecke oder in einer Nebenstraße.
                      Wegen 50m haben wir uns aber keinen Kopf gemacht.

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                      • theslayer
                        Dauerbesucher
                        • 13.11.2013
                        • 569

                        • Meine Reisen

                        #51
                        AW: A Hamburger a day keeps the doctor away - der Trans-America Bicycle Trail

                        Immer wieder spannend.
                        Als ich dann das Foto mit den Erdbeer-Sahne Waffeln gesehen habe, bin ich beim Kontrast zwischen Oberschenkel und Knie fast aus den latschen gekippt... Viva la Sonnenbrand!
                        Auf meinem Blog Longing for the Horizon:
                        Pamir Highway 2019 / Sarek 2018 / Padjelantaleden 2017 / 4500km Radtour Berlin-Nordkapp 2017 / Kungsleden 2015 / Kungsleden 2014 / Israel-Hike 2014 und viele kleinere Radtouren (Berlin - Kopenhagen / Prag - Berlin etc.)

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                        • derSammy

                          Lebt im Forum
                          • 23.11.2007
                          • 7242

                          • Meine Reisen

                          #52
                          AW: A Hamburger a day keeps the doctor away - der Trans-America Bicycle Trail

                          Zitat von theslayer Beitrag anzeigen
                          Immer wieder spannend.


                          SPANNEND?!?!?


                          Die ersten paar Einträge hab ich noch mitgefiebert....Immer in der Vorfreude auf die Bikinifotos vom Ziel...


                          Aber seit der G´schichte mit dem Ring is die Luft vollkommen raus........







                          OK!!


                          Eigentlich bin ich schon auch sehr begeistert....

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                          • Scrat79
                            Freak

                            Liebt das Forum
                            • 11.07.2008
                            • 11788

                            • Meine Reisen

                            #53
                            AW: A Hamburger a day keeps the doctor away - der Trans-America Bicycle Trail

                            Aber Sammy,
                            das wär eh nix geworden mit dir.
                            Die Gute fährt Langstrecke und schnauft bei Bergen.
                            Du gibt's bei deinen Touren nicht die Gesamtkilometer sondern nur noch die Höhenmeter an.


                            ...außerdem bist du sicherlich eh schon zu alt!



                            Und ja: Der Bericht liest sich super!
                            Bin gespannt, wie es weiter geht.
                            Vermutlich kommt ihr am Ziel an und stellt fest, dass die Tickets für die Rückreise noch im Auto am Start sind und
                            entschließt euch schnell mal zurück zu radeln.
                            Der Mensch wurde nicht zum Denken geschaffen.
                            Wenn viele Menschen wenige Menschen kontrollieren können, stirbt die Freiheit.

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                            • derSammy

                              Lebt im Forum
                              • 23.11.2007
                              • 7242

                              • Meine Reisen

                              #54
                              AW: A Hamburger a day keeps the doctor away - der Trans-America Bicycle Trail



                              hast ja recht .............

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                              • boulderite
                                Fuchs
                                • 12.05.2012
                                • 1260

                                • Meine Reisen

                                #55
                                AW: A Hamburger a day keeps the doctor away - der Trans-America Bicycle Trail

                                Ich hab's mir ehrlich gesagt gespart, die Höhenmeter dazu zu schreiben. Bis auf Kansas waren's im Schnitt (!) 1400hm pro Tag. Ab Missouri im Schnitt 1800hm am Tag.

                                @theslayer: Haha ja, meine Knie haben etwas viel Farbe abbekommen und manchmal war's mir bei der Hitze mit der Sonnencreme zu doof, die lief eh nur direkt runter

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                                • saschadoemer
                                  Erfahren
                                  • 30.05.2012
                                  • 125

                                  • Meine Reisen

                                  #56
                                  AW: A Hamburger a day keeps the doctor away - der Trans-America Bicycle Trail

                                  Jetzt weiß ich auch warum dir die Clif Bars nicht schmecken

                                  Danke für den tollen Bericht, lese ich gerne - auch wenn ich der Reise per Twitter und Facebook folgen konnte.
                                  Denke anders, denke selbst! | www.saschadoemer.de

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                                  • Outdoorfetischist
                                    Dauerbesucher
                                    • 13.12.2010
                                    • 890

                                    • Meine Reisen

                                    #57
                                    AW: A Hamburger a day keeps the doctor away - der Trans-America Bicycle Trail

                                    Wie zufrieden seid ihr eigentlich rückblickend mit dem double rainbow, inbes im Vergleich zum Hubba hubba? Würdet ihr nochmal das gleiche Zelt mitnehmen?

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                                    • boulderite
                                      Fuchs
                                      • 12.05.2012
                                      • 1260

                                      • Meine Reisen

                                      #58
                                      AW: A Hamburger a day keeps the doctor away - der Trans-America Bicycle Trail

                                      Zitat von Outdoorfetischist Beitrag anzeigen
                                      Wie zufrieden seid ihr eigentlich rückblickend mit dem double rainbow, inbes im Vergleich zum Hubba hubba? Würdet ihr nochmal das gleiche Zelt mitnehmen?
                                      Ich bin mir nicht sicher. Das Double Rainbow war super in Kansas und Missouri, wo es heiß und relativ trocken war. In den kälteren Gegenden hatten wir sehr viel Kondens, was dazu führte, das wir das Zelt oft nass eingepackt haben und daran denken mussten, es zwischendurch zu trocknen. Auch habe ich es vermisst, das Innenzelt separat und freistehend aufstellen zu können.
                                      Wenn wir dafür Platz gehabt hätten - sprich, wenn Tobi von vornherein den Gepäckträger gehabt hätte - dann wäre das Hubba Hubba schon besser gewesen.
                                      Auf der nächsten Tour im Winter nehmen wir das HH mit dem Gear Shed mit. Da fahren wir dann aber auch langsamer und mit entspannterem Gepäck. Eine Tour wie wir sie durch die USA gemacht haben würde ich das nächste Mal nur mit Biwaksack und Tarp fahren und wann immer es geht in Motels schlafen. Bei solchen Tagesleistungen ist ein Bett und eine Dusche einfach Gold wert, gebe ich gerne zu.

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                                      • ThomasA

                                        Dauerbesucher
                                        • 07.03.2010
                                        • 993

                                        • Meine Reisen

                                        #59
                                        AW: A Hamburger a day keeps the doctor away - der Trans-America Bicycle Trail

                                        Hey,

                                        Super Bericht!
                                        Ich muss zugeben, ich hatte von dem "Rennen" noch nie gehört, aber das Vorhaben an und für sich ist ja schon sowas von cool ...
                                        Ich seh schon, es gibt deutlich zuviele Reiseziele für ein Leben

                                        Und jetzt nicht lang was anderes machen, ich will weiterlesen

                                        Gruß
                                        Thomas

                                        Kommentar


                                        • boulderite
                                          Fuchs
                                          • 12.05.2012
                                          • 1260

                                          • Meine Reisen

                                          #60
                                          AW: A Hamburger a day keeps the doctor away - der Trans-America Bicycle Trail

                                          Tag 29 - Sterling, KS nach Cassoday, KS - 165km

                                          Ich glaube, es war sogar vor 5 Uhr morgens, als mich der Wecker aus dem Schlaf reißt. Arg, danke Tobi. Aber die Hitze, die Hitze… ich bin mies gelaunt und esse eine kleine Dose Bohnen und eine Banane zum Frühstück. Auch nicht das Wahre. War schon mal besser.
                                          An einer Tankstelle, die 24h aufhat, füllen wir unsere Wasservorräte auf und ich besorge mir noch einen Orangensaft.
                                          Leider hat der Wind nicht daran gedacht, zu drehen, wir fahren jetzt also erst mal 10km direkt gegen den Wind. Das dauert entsprechend lange. Toller Einstieg in den Tag. Immerhin ist es noch relativ kühl und das Licht ist schon schön.



                                          Als wir endlich mal wieder eine Kurve fahren, kommt der Wind halt von der Seite, aber es gibt Schlimmeres.
                                          Heute soll es nach Newton, KS gehen. Dort ist dieser Fahrradladen, der angeblich allen Rennteilnehmern hilft. Er sollte ja heute eigentlich zu haben, aber durch meine Anfrage auf Facebook haben sie jetzt ihren Ausflug beendet sind auf dem Weg zurück nach Newton. Na, da sind wir mal gespannt…
                                          Auf dem Weg dorthin kommen wir - wie in Kansas eben normal - nur an kleinen Orten vorbei. Manchmal sieht man den grain elevator eine ganze Stunde lang, bevor man endlich dort ist. Dafür treffen wir heute eine etwas größere Schildkröte. Ich wusste ja ohnehin nicht, dass es ausgerechnet in Kansas so viele Schildkröten gibt, aber wir haben schon so einige von der Straße gepflückt, immer darauf achtend, sie nicht zu sehr zu erschrecken damit sie nicht pieseln und dehydrieren.
                                          Diese hier hat einen Panzer, der so groß wie mein Helm ist. Und einen ziemlich langen Schwanz.



                                          Ich halte an (Autos kommen eh nicht viele). Tobi wirft einen Blick auf das Tier und sagt "Nicht anfassen! Die hat ein spitzes Maul, das ist 'ne Schnappschildkröte." Recht hat er, ich hab' ja keine Ahnung. Ich versuche, das Vieh von der Straße zu lotsen, aber es dreht sich nur im Kreis. Na gut, dann muss Mr. Schnappschildkröte eben allein zurecht kommen, der macht das bestimmt nicht zum ersten Mal. Bei dieser Größe haben Autofahrer wohl auch ein Interesse daran, nicht drüber zu fahren, weil man sich durch den dicken Panzer wohl auch die Reifen kaputt fahren kann.

                                          In Hesston, ein Stückchen vor Newton, müssen wir aber erst Mal was Essen. In Hesston gibt es ein paar "blue dot watchers" die ein Schild aufgestellt haben, ganz schön cool! Die Meilenangabe ist allerdings falsch, wir sind schon etwas weiter.



                                          Im Ort gibt es einen gut aussehenden Diner bzw. Burgerladen, sehr retro, namens Skoops. Vor dem Laden steht Mike's Fahrrad, alles klar, dann ist die Entscheidung ja gefallen. Wir treffen vor der Tür auch direkt noch eine kleine Gruppe lokaler Rennradfahrer. Die Glückspilze fahren immer irgendwo hin und lassen sich dann dort von ihren Frauen mit dem Auto wieder abholen. Und als Ziel kann so ein Diner schon gut herhalten.
                                          Die Burger sind hervorragend, die Sweet Potato Fries dazu auch, und wir gönnen uns noch ein Milkshake.
                                          Dann sehen wir auf dem Handy, das der Newton Bike Shop jetzt wohl offen hat, also sollten wir uns mal ein bisschen beeilen.

                                          Dort angekommen ist es auch einerseits sehr nett - die haben immerhin für uns ihren Ausflug abgebrochen - aber so richtig herzlich sind die Besitzer auch nicht. Wir sollen aufschreiben, was unsere Fahrräder jeweils für Gebrechen haben und der Mechaniker kümmert sich darum, wir können uns währenddessen entspannen, es gibt ein kleines Schlafzimmer mit Stockbetten und eine Küche. Heather hat uns sogar Sandwiches besorgt, total lieb, und obwohl wir grade erst zu Mittag gegessen hatten, essen wir natürlich jeder schon mal eine Hälfte. Dazu gibt's Kakao und - das Allerbeste - eine Klimaanlage. Die Hitze ist nämlich mal wieder ziemlich intensiv.
                                          Das führt auch dazu, das sich Mike erst Mal ins Bett legt. Tobi daddelt auf dem Handy und liegt auf dem Sofa, und ich kümmere mich um den Posten small talk. Ich erfahre recht interessante Dinge über Angeline Tan, zum Beispiel das sie tatsächlich einen Koffer in ihrem "film crew van" hat.
                                          Er redet irgendwie mehr, als Fahrräder zu reparieren, aber naja. Tobi hat tatsächlich zwei gebrochene Speichen, beide am Nippel gebrochen. Ich habe Ersatzspeichen dabei und bin froh, das ich sie nicht selber wechseln muss.

                                          Wir debattieren, ob wir in Newton bleiben sollen - wir könnten hier im Laden in den Stockbetten schlafen - oder noch weiter fahren. In Cassoday ist ein City Park eingezeichnet, in dem man kostenlos zelten kann. James und Heather versuchen uns das auszureden, es gäbe dort nichts, aber wir wollen nicht schon wieder einen kurzen Tag machen. Also fahren wir vom Fahrradladen noch zu Safeway - endlich mal wieder ein grosser Supermarkt - und besorgen uns was zu Essen. Tobi kauft ein "Megasandwich". Ein bisschen Größenwahnsinnig.

                                          Es ist schon 18 Uhr, als wir wieder los kommen, aber das ist grade richtig, denn ab 19 Uhr fängt es langsam an, abzukühlen. Der Schweiss läuft dann nicht mehr in Strömen runter, das ist ganz angenehm…
                                          Die Sonne macht heute mal wieder einen spektakulären Abgang.





                                          In Cassoday kommen wir spät an. Es ist wirklich nur ein Mini-Dorf. Wir finden den Park auf Anhieb nicht, und als wir Leute auf der Straße sehen, fahren wir hin um zu fragen. Es ist ein Mann mit zwei (Enkel-)Kindern, die noch die restlichen Feuerwerksraketen vom 4th of July verschossen haben.
                                          Er sagt, das er direkt gegenüber vom City Park wohnt und das wir ihm einfach hinterher fahren sollen. Super!
                                          Dort angekommen bedanken wir uns für die Wegbegleitung. Und dann sagt er: "You know, you look like you really want a shower, feel free to come over to my house and clean up!" … Okaaay… er erklärt, das seine Freundin auch Rennradfahrerin ist und er sich schon denken kann, wie wir uns grade fühlen. Trotzdem ist es natürlich etwas komisch, wenn einem Fremde anbieten, bei ihnen zu duschen.
                                          Gottseidank haben wir Mike dabei, der sofort annimmt. Der Typ ist ja auch echt nett. Also einigen wir uns, das wir schnell unsere Zelte aufbauen und dann rüber kommen.

                                          Es ist so toll. Er hat uns flauschige Handtücher rausgelegt und erzählt mir, das Shampoo stünde rechts oben in der Dusche. Ich: "Uhh awesome, Shampoo!!" - Er: "Honey, I even have Conditioner."
                                          Nacheinander duschen wir uns den Tag von der Haut, die jeweils Wartenden bekommen ein Bier in die Hand gedrückt. Yeah. Er erzählt uns von seinem Job in einer Erdöl-Raffinerie und wir erzählen ihm von unseren Abenteuern in Amerika. Seine Enkelsöhne wissen nicht so Recht, ob sie mit uns spielen wollen oder nicht.
                                          Danach fühlen wir uns super. Sauber kriechen wir in's Zelt. Ich nehme noch ein "paar" Bissen vom Riesensandwich.




                                          Tag 30 - Cassoday, KS nach Chanute, KS - 160km

                                          Wir werden vom Geräusch vorbeifahrender Motorräder geweckt. Wir wurden schon gewarnt, das in Cassoday am ersten Sonntag des Montags immer ein riesiges Motorrad-Treffen stattfindet. Immerhin soll es dann ein großes Frühstück geben, das kommt uns ja ganz gelegen.
                                          Wir sehen endlich den Park, in dem wir geschlafen haben, in seiner ganzen Schönheit. Je weiter nach Osten man kommt, desto schöner wird Kansas. Allerdings gibt's hier auch Monster-Moskitos.





                                          Das Frühstück ist ganz ok, aber es ist echt lustig, die ganzen Motorradfahrer zu sehen. Das ist hier einfach eine sehr große Subkultur. Am besten finde ich die "Bikers for Christ".



                                          James hatte uns vor den sogenannten "Flint Hills" gewarnt, alle würden ja immer denken Kansas sei komplett flach, aber diese Flint Hills würden es echt in sich haben. Hm, okay, wir werden sehen. Angst haben wir davor mal nicht, unsere Karte hat nämlich kein Höhenprofil für Kansas. So viele Hügel können es also nicht sein. Die richtigen Hügel kommen ja erst in Missouri wieder.
                                          Dafür ist die Hitze direkt wieder zur Stelle, wieso auch nicht, wir sind offenbar noch nicht durchgebacken und müssen zurück in den Ofen.

                                          In Eureka machen wir nach einigen Stunden im starken Seitenwind Mittagspause und finden ein ganz nettes Restaurant, was auch am heutigen Sonntag offen hat. Hier in Kansas ist das gar nicht so selbstverständlich, wir sind hier im bible belt, Sonntags geht man in die Kirche. Und zwar jeder. Aber nach der Kirche muss man ja auch was Essen, deswegen haben manche Restaurants dann ein paar Stunden auf.
                                          Das Essen ist lecker und wir lungern relativ lange rum, weil keiner Lust hat, wieder raus in den Backofen zu gehen.

                                          Als wir uns dann aufraffen und raus gehen, trifft uns die Hitze wie ein Baseballschläger. Innerhalb von einer Minute ist der Puls oben, der Schweiß läuft und ich bekomme kaum Luft. Urgs.
                                          Nach ein bisschen hin- und her entschließen wir uns, eine lange Mittagspause zu machen und uns irgendwo in den Schatten zu legen bis es etwas kühler ist.
                                          Wir finden den public pool - ein Mini-Freibad quasi - und gehen erst Mal in's Wasser (wieder ist es super, das ich einen Badeanzug dabei habe - einer meiner besten Kleidungsstücke für diesen Trip!) bis der Kopf nicht mehr glüht. Der einzige echte Nachteil an dem pool ist die laute, schlechte Musik.
                                          Ich puste mir schnell mein Exped-Kissen auf und schlafe gute 2h am Pool auf dem Liegestuhl. Tobi schnarcht auch ein Bisschen.





                                          Als ich aufwache kippe ich mir erst Mal eine Flasche Skratch Mix rein und gehe noch mal in's Wasser.
                                          Nachmittags gegen 17 Uhr (vielleicht etwas später) raffen wir uns wieder auf und fahren weiter. Die nächsten 100km machen dann auch wieder richtig Spaß, als es endlich kühler wird. Die Flint Hills entpuppen sich als seeehr sanfte Hügel, die toll sind, weil man endlich mal wieder bergab rollen kann. Die Fireflies kommen wieder raus und es ist einfach ein feiner Abend.



                                          Von der Abendstimmung habe ich heute leider keine Bilder gemacht.
                                          Wir kommen heute an Chanute vorbei, einer größeren Stadt. Als wir dort sind, diskutieren wir, ob wir weiterfahren sollen oder hier was suchen. Unsere 100 Meilen haben wir voll, aber eigentlich haben wir auch noch Saft in den Beinen. Leider gibt es mal wieder nach der Stadt nichts in erreichbarer Distanz. Wir suchen mithilfe von Google Maps ein Motel. Eins finden wir, das kostet 45$ für das double queen und Wäsche können wir auch noch waschen. Leider gucken wir uns das Zimmer nicht vorher an und bezahlen direkt.
                                          Ich glaube, ich habe noch nie in einem so abgerissenen Motelzimmer geschlafen - und in der Dusche krabbeln diverse Viecher. Aber die uralte Klimaanlage funktioniert, die Bettwäsche scheint frisch zu sein und es ist ein Bett. Scheißegal. Wir machen Wäsche und essen Snacks - Essen hatten wir keins mehr gefunden, leider. Nicht mal eine offene Tankstelle. Manno.
                                          Egal. Schlafenszeit.


                                          Tag 31 - Chanute, KS nach Golden City, MS - 150km

                                          Heute verlassen wir Kansas!!! Yippieh!!! Ich kann es kaum erwarten. Hier im Osten des Staates ist es zwar gar nicht mehr so hässlich, aber die endlos geraden Straßen, auf denen es immer nur flach voran geht, habe ich satt. Und den Wind. Und den Gestank. Also so ziemlich Alles.
                                          Aber erst Mal müssen wir noch ein ganzes Stück durch Kansas fahren. In unserem billigen Motelzimmer wachen wir relativ früh auf und suchen uns erst Mal was zu Essen, ohne Frühstück kann heute niemand ernsthaft los fahren, da wir ja kein Abendessen hatten.
                                          Am Morgen ist es noch recht angenehm draußen, und vor Allem wolkig, so dass man nicht in der prallen Sonne fahren muss.
                                          Aber das ändert sich natürlich nach wenigen Stunden.

                                          Es ist heiß. So heiß. Mein Hirn kocht.
                                          In Pittsburg suchen wir uns etwas zu essen. Eigentlich ist mir das Essen an sich egal, ich will einfach nur irgendwo rein. Die kurzen Pausen an Tankstellen haben nicht gereicht. Mike haben wir aus den Augen verloren, wir schreiben ihm eine Nachricht. Wir radeln die Hauptstrasse hoch und runter auf der Suche nach einem Restaurant, schließlich finden wir ein asiatisches Restaurant. Drinnen sind es geschätzt 15 Grad. Perfekt.
                                          Mike findet uns und erzählt, das er sich erst Mal in den Schatten hinsetzen musste. Ihm war schlecht von der Hitze, etwas länger und er wäre vermutlich vom Fahrrad gekippt. Mit Hitze kommt er einfach nicht so gut klar. Der Einzige von uns, dem es nicht so viel ausmacht, ist ironischerweise Tobi. Der Mann in Weiß.
                                          Das Restaurant ist billig aber gar nicht so schlecht. Haufenweise Essen.



                                          Wir warten mal wieder relativ lange, bis wir uns wieder raus trauen. Sobald man raus geht, ist es wieder sooo heiß, aber jetzt müssen wir wirklich weiter. Schliesslich wollen wir heute noch nach Missouri! Ein Staat, von dem ich im Prinzip gar nichts weiß, nur das die Mormonen glauben, dort war der Garten Eden.
                                          10km später sind wir dann endlich im gelobten Land.





                                          Missouri beginnt mit rollenden Hügeln, aber noch ist nichts allzu steil. Das kommt erst später. Die Sonne geht unter, es wird kühler. Herrlich. Das ist immer der schönste Teil des Tages, finde ich.



                                          Mir gehen die Wasserflaschen leer. In Golden City halten Tobi und ich (Mike haben wir hitzebedingt abgehängt) um 22 Uhr bei einem Restaurant an, das natürlich längst zu hat, aber drinnen ist noch jemand. Wir fragen, ob wir etwas Wasser bekommen könnten, und der nette Sohn des Chefs füllt uns alle Flaschen mit Eis und Wasser auf. Jetzt ist diese Sorge schon mal gebannt, wir wollen nämlich wieder in einem City Park zelten und da gibt's nicht immer Wasser.
                                          Mike findet uns wenig später dann auch und wir beschließen, uns hier den City Park anzugucken, obwohl wir 10km von unserem Tagesziel entfernt sind.
                                          Der Park ist schnell gefunden und es gibt große Unterstände und Toiletten mit Duschen! Ein einzelner RV parkt dort und der Bewohner führt grade seinen Hund aus.
                                          Und was sehe ich denn da: 100m entfernt ist eine Tankstelle, die noch offen ist! Ich besorge mir Kakao und einen Donut. Während Tobi das Zelt neben dem Gazebo aufbaut mampfe ich meinen Donut. Danach gehen wir beide Duschen.
                                          Der Bewohner des RVs erzählt uns, das eine "severe thunderstorm" Warnung ausgegeben wurde. Oookay… wir verstauen die Räder sicher unter dem Gazebo. Dort gibt es auch Steckdosen, die Powerbanks kommen in einen Drybag und werden drangehängt. Den Rest laden wir nur während wir noch nicht im Zelt sind.
                                          Frisch geduscht und gestärkt krieche ich ins Zelt.

                                          PENG! …macht die Neo Air. Eine Kammer war ja schon geploppt, schon in Grand Teton. Aber jetzt ist sie endgültig hin. Eine Kammer nach der Anderen platzt auf. Wundervoll. Jetzt kann ich auch noch auf dem Boden liegen.


                                          Tag 32 - Golden City, MS nach Marshfield, MS - 135km

                                          Nachts sind wir gegen 2 Uhr das erste Mal aufgewacht vom Sturm. Es heult unglaublich, aber der Wind rüttelt nicht allzu stark am Zelt, wir scheinen exakt richtig zu stehen. Der Regen hämmert allerdings auf's Dach und zwar ohne Unterlass. Es kracht und blitzt. Ich kontrolliere kurz, ob irgendwo Wasser durchkommt, hänge den Boden hoch und lege mich wieder auf meine Mat…. ach nee, auf den Boden.
                                          Hätten wir das Hubba Hubba dabei, würden wir jetzt einfach in den Gazebo umziehen, steht ja frei das Teil. Aber auf dem Betonboden könnte ich ja vermutlich auch nicht schlafen.

                                          Morgens um 7 schüttet es immer noch. Die Nähte hatte ich ja vorher abgedichtet. Offenbar habe ich aber doch eine vergessen: den Stangenkanal oben. Das Zelt hat bis jetzt durchgehalten, da sind knapp 5h ununterbrochener Regen. Draußen steht das Wasser und es stürmt weiterhin. Aber jetzt fängt es langsam an, durchzutropfen. Unsere Schlafsäcke sind längst nass.
                                          Als der Regen kurz eine Pause einlegt, flüchten wir unter den Gazebo. Tobi geht zuerst raus, ich räume das Zelt auf und reiche ihm die Sachen an. Dann ziehe ich das Zelt rein und wir breiten die Schlafsäcke an der einzigen trockenen Stelle auf. Mike ist noch im Zelt und es bewegt sich auch nix. Er hat ja ein "normales" doppelwandiges Zelt von Big Agnes, das ist zwar nicht sonderlich groß, scheint aber auch dicht zu halten.
                                          Unter unserem Gazebo wären wir aber auch nicht trocken geblieben..



                                          Naja, nachdem alle nassen Sachen getrennt von den trockenen Sachen verstaut sind, schreiben wir Mike eine Nachricht (wecken wollen wir ihn nicht) und prompt kommt er im gleichen Moment aus dem Zelt gekraxelt. Wir sagen ihm das wir zu dem Café gehen, wo wir gestern Wasser geholt hatten und dort auf ihn warten.

                                          Wunderbarerweise bleibt es auf dem Weg dahin trocken und die Räder können wir auch unter einem Vordach abstellen. Drinnen ist es warm und duftet nach Kaffee - und nach den 10 Sorten Pie, die in der Auslage stehen.. hmmm Nachtisch!!
                                          Wir bestellen uns Frühstück, trinken ein paar Tassen Kaffee und dann geht Tobi nach nebenan zum Barber Shop, der mittlerweile offen ist. Er will sich Haare und Bart schneiden lassen.
                                          Mike kommt an während Tobi drüben ist und gesellt sich zu mir. Wir schmieden Pläne. Heute Abend müssen wir auf jeden Fall in einem Hotel schlafen, da wir nasse Schlafsäcke haben und ein nasses Zelt. Mike geht es ähnlich. Die Karte zeigt mal wieder, das es nicht so viele Optionen geben wird.

                                          Aber irgendwann - gegen 10 Uhr, glaube ich - raffen wir uns auf und fahren los. Missouri entpuppt sich als Achterbahn, allerdings muss man sie selbst betreiben. Wenn man Glück hat, kommt man einen Hügel zumindest halb wieder hoch. Meistens bleibt man ziemlich weit unten stecken und muss sich wieder im einfachsten Gang hochkurbeln. Es gibt ungelogen keinen einzigen Abschnitt, der flach ist. Die ersten 1000hm sind schnell gemacht.

                                          Am frühen Abend kommen wir in Marshfield an, ein hässliches Städtchen an der Autobahn. Ein Restaurant ist schnell gefunden und ich kann endlich mal wieder Pasta essen.
                                          Keiner hat Lust, weiterzufahren, denn das nächste Hotel ist weit entfernt. In Marshfield soll es zwei Motels geben. Ein Holiday Inn und was Günstigeres.
                                          Wir fahren erst Mal zu dem anderen Motel. Dort fragen sie an der Rezeption "Are you bike people?" (wir haben unsere Helme natürlich auf, es ist nicht zu übersehen…) .. "Well you can't take your bikes in the room." Das ist für uns ein Ausschlusskriterium. $85 soll es auch kosten. Das Holiday Inn kostet auch ungefähr so viel, das wissen wir schon aus dem Internet.
                                          Wir radeln rüber und tüfteln eine Strategie aus. Die Fahrräder stellen wir unweit der Rezeption ab, und ich ziehe meinen Helm aus. Schnappe mir meine Kreditkarte und laufe rein. Ich trage nämlich heute mein graues Jersey, das nicht nach Fahrrad-Trikot aussieht, und habe mir die Haare geflochten. So sehe ich eigentlich relativ normal aus - so von der Hüfte aufwärts. Ich bekomme problemlos ein double queen und erwähne mit keinem Wort, das wir Fahrräder haben. Ich hatte nämlich vorher schon gesehen, das es einen Hintereingang gibt…
                                          Mit der Zimmerkarte bewaffnet spazieren wir zum Hintereingang. Ich schaue mir die Lage an. Direkt hinter der Tür geht es rechts die Feuertreppe hoch in den ersten Stock. Die einzige andere Treppe ist aber direkt neben der Rezeption. Als die Luft rein ist, zerren wir die Räder schnell rein und in den Treppenaufgang. Geschafft. Dann nur noch hoch die Treppe und den Gang entlang…. ironischerweise ist unsere Zimmertür von der Rezeption aus sichtbar Also wird wieder kurz gewartet bis die Luft rein ist, dann huschen wir ins Zimmer. Geschafft.
                                          Wer weiß, ob es überhaupt Probleme gegeben hätte, aber wir wollen es eben nicht riskieren

                                          Das Zimmer ist super, nacheinander gehen wir duschen und hauen uns dann schnell auf's Ohr.

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