[AT] Von der Donau zum Toten Gebirge

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    • Meine Reisen

    [AT] Von der Donau zum Toten Gebirge

    Tourentyp
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    Mitreisende
    ------
    Von der Donau zum Toten Gebirge



    Diese Tour ist die Fortsetzung meiner Wanderung auf dem Main-Donau-Weg, die 2008 machte. Damals bin ich vom Fichtelgebirge nach Passau gewandert. Ich dachte mir, ich gehe einfach von Passau aus nach Süden weiter und habe mir eine Strecke zusammen gestellt, die bis Triest gehen soll.

    2012:Von der Donau zum Toten Gebirge
    2013:Über den Dachstein zu den Schladminger Tauern
    2014:Über Schladminger Tauern und Nockberge nach Villach
    2015: Von Villach nach Triest

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: image_15533.jpg Ansichten: 9 Größe: 212,1 KB ID: 3019020 Übersichtskarte


    1.Tag ---------- 23.7.2012 ---------- Kößlgraben---------- 26,3 km

    Hier sollte eine GPX-Karte erscheinen! Wenn diese nicht nach wenigen Sekunden nachgeladen wird bitte die Seite aktualisieren.
    Vom Bahnhof in Passau gehe ich zunächst durch die Stadt zur Ortsspitze. Das ist jener Punkt am Ende der Altstadt, zwischen Donau und Inn, wo beide Flüsse zusammen fließen. Am jenseitigem Ufer der Donau mündet hier auch noch die Ilz in die Donau, wodurch Passau den Beinamen „Dreiflüssestadt“ erhalten hat. Für mich ist es der offizielle Startpunkt meiner diesjährigen Wanderung.

    Direkt am Inn entlang kann ich nicht zur Innbrücke gehen, weil der Fluss leichtes Hochwasser hat und der Uferweg überschwemmt ist. So muss ich nochmal hoch durch die Altstadt, um zur Brücke zu kommen. Unter der Brücke fließt der Inn kräftig und schnell durch. Am gegenüberliegendem Ufer gehe ich erst durch die Innstadt, bevor ich zum Uferweg absteige und der Donau direkt folge. Hier sind relativ viele Radler unterwegs.
    Schon bald verlasse ich den Fluss und biege Richtung Österreich ab, das ich bald erreiche. Hier bin ich endgültig aus der Stadt draußen. Ein Schild weist mir den Weg in den Wald und bergauf, zu der kleinen Kapelle „Maria im Walde“. Dort entledige ich mich der langen Hosenbeine, bringe die Wanderstöcke, die ich bis jetzt am Rucksack getragen habe, auf die richtige Länge und gehe weiter im Wald aufwärts. Bald bin ich oben und verlasse den Wald. Von hier habe ich einen schönen Blick zurück nach Passau. Über eine schmalen Teerstraße erreiche ich den Ort Freinberg.
    Dort mache ich meine erste Rast im Biergarten des Gasthofs Weinbeisser. Von dort hat man eigentliche einen weiten Panoramablick zum Bayerischen Wald, wegen den vielen Wolken sind die Berge des Waldgebirges aber nur schemenhaft zu erkennen. Das wird übrigens die ganze Woche so bleiben - ich werde nie einen klaren Blick in die Ferne haben. Ein Weizen und einige Bratwürste später mache ich mich wieder auf den Weg.

    Von nun an geht’s bergab, wieder zur Donau. An der Einmündung des Kößlbachs in die Donau will ich mich endgültig von dem Fluss verabschieden und schrecke dabei ein Liebespaar auf einer Bank auf. Ich bleibe nicht lange, um die beiden nicht weiter zu stören.
    Jetzt gehe ich in das Erosionstal des Kößlbachs. Es ist in die umgebenden Berge tief eingeschnitten, der Bach fließt unter Bäumen durch sein steiniges Bett und am Hang sind immer wieder Felsen sichtbar. Lange folge ich dem Bach auf dem begleitendem Weg. Es wird Zeit für die nächste Pause und so suche ich mir eine freie Stelle am Wasser. Vor kurzem muss es hier eine Überschwemmung gegeben haben, denn es ist viel Sand über das Gras am Ufer gespült worden. Während ich raste fällt mir ein Flusskrebs im Sand auf. Erst beobachte ich ihn etwas, weil er sich aber nicht rührt stoße ich ihn an und merke, dass er tot ist. Offenbar ist er während der Überflutung mit dem Hinterteil im Sand gefangen worden und konnte sich nicht mehr befreien. Der Sand ist jedenfalls sehr fest, als ich ihn mit Hilfe eines Steins ausgrabe.

    Beim Aufnehmen des Gepäcks bemerke ich noch einige Zecken, die auf dem Rucksack herum krabbeln. Die entferne ich und kontrolliere auch die restliche Ausrüstung, die im Gras lag, bevor ich wieder losmarschiere.
    Der Weg hat jetzt mehrere ausgespülte Stellen und wird unwegsamer. In den Pfützen, die auf dem Weg stehen, sind viele kleine Frösche und einmal sehe ich auch drei kleine Ringelnattern, nicht viel größer als Regenwürmer, im Wasser. Die verschwinden leider sofort im überhängendem Gras. Auch viele Schmetterlinge flattern um mich herum. Laut einer Tafel am Talanfang soll es hier mehrere seltene Arten geben. In dem Tal tobt das Leben, die Sonne scheint inzwischen ungehindert vom Himmel und ich gehe gut gelaunt weiter.
    An zwei Häusern vorbei führt der Wanderweg über eine Brücke und wird danach zu einem Steig im Gras. Später geht es am Hang entlang leicht auf und ab, bevor der Weg wieder breiter wird.

    Einen neu gebauten Rastplatz mit Hockern und Tisch aus Stein nutze ich für eine längere Rast. Sogar eine geschwungene Liege aus Holz ist hier aufgestellt. Ich packe meinen Kocher aus und mache mir einen Couscous.
    Beim weitergehen kommt mir ein MTB-Fahrer entgegen. Er will wissen ob er hier bis zur Donau kommt. Ich bestätige ihm dass und als ich ihm von dem abwechslungsreichen Weg erzähle, freut er sich. Nach dem überqueren einer Straße geht es nochmal auf einem schmalen Weg weiter bis zu einem kleinen Stausee, der zur Stromgewinnung genutzt wird. Am Ende des Sees verlasse ich das Tal und steige, einer schmalen Straße folgend, den Hang hinauf.


    Ortspitze in Passau; links Donau, rechts Inn


    alles was man zum Wandern braucht...


    Kößlbach im Kößlgraben


    toter Flusskrebs


    Wiesenpfad neben Kößlbach

    Durch meist offenes Wiesengelände komme ich an einzelnen Bauernhöfen vorbei. Das ganze Gebiet ist durch Streusiedlungen geprägt und die wenigen Dörfer bestehen nur aus ein paar Häusern. Weil jeder Hof durch eine Teerstraße erschlossen ist, gibt es nur wenige unbefestigte Feldwege und so gehe ich die ersten Tage viel auf Asphalt.
    Die offene Landschaft bietet häufig schöne Ausblicke. Unter einem schattigen Baum mache ich meine nächste Rast. Bald darauf komme ich wieder durch ein größeres Waldstück. Der Schatten tut gut, denn inzwischen ist es heiß geworden und die Sonne brennt vom weiß-blauen Himmel. Meine Trinkflasche am Rucksack wird leer. Am Anfang von Wetzendorf steht das Haus der Feuerwehr. Dort arbeiten zwei Männer an den Geräten. Ich frage nach Trinkwasser und bekomme aus einem Schlauch meine Flasche gefüllt. Leider liegt der Schlauch schon länger in der Sonne, so dass das Wasser sehr warm ist. Naja, mit der Zeit wird es sich schon abkühlen. Durch weitere Dörfer und an Bauernhöfen vorbei erreiche ich, hinter Aschenberg, den größeren Wald Buchet. Den habe ich mir für meine Übernachtung ausgesucht, weil auch ein Bach durch fließt.
    Gleich am Anfang des Waldweges wird dieser durch einen großen umgestürzten Baum blockiert. Das passt, dann kommt aus dieser Richtung jedenfalls niemand. Ich umgehe den Baum in einem größeren Bogen quer durch den Wald. Der Bach kommt mir wenig später direkt auf dem Weg entgegen. Ich weiche wieder in den Wald aus und finde bald eine Stelle am Bach für mein Zelt.

    Nach dem Aufbau esse ich noch, vertreibe mir etwas die Zeit und lege mich gegen zehn Uhr ins Zelt. Kaum liege ich im Schlafsack höre ich seltsame Geräusche. Zuerst denke ich mir nichts dabei, man bildet sich beim Übernachten im Wald ja einiges ein was man so hört. Ich glaube es nicht, aber es gibt keinen Zweifel. Ich höre tatsächlich das Wummern von Bässen. Anscheinend feiert die Dorfjugend in der Nähe. Da will ich in aller Ruhe im Wald schlafen und dann muss ich mir Discomusik anhören. Erst um Mitternacht kehrt Ruhe ein.


    Baum in Landschaft


    Bauernhof bei Ringelholz


    Bach auf Waldweg


    Zeltplatz im Wald Buchet



    2. Tag--- 24.7.2012 --- Wandern auf Reitwegen ---30,6 km


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    Die weitere Nacht verlief ohne Störungen. Morgens frühstücke ich, filtere Wasser aus dem Bach in meine Trinkflaschen und genieße die Morgenstimmung. Gegen acht Uhr habe ich mein Lager abgebrochen und mache mich auf den Weg.

    Zunächst wandere ich weiter im Wald. Der Weg steigt leicht an und ist teilweise zu gewachsen. Offenbar wird er wenig benutzt. Unten sehe ich immer noch den Bach fließen und es wären auch noch Zeltplätze gekommen. Nach einer knappen Stunde habe ich den Wald durchquert und ich erreiche offenes Gelände,wieder mit Feldern, Wiesen und einzelnen Höfen. Nur kurz folge ich einer Teerstraße bevor der Weg wieder in einen Wald abbiegt. Dort wird die Markierung unklar und ich nehme prompt den falschen Weg. Bis ich es merke, bin ich schon ein Stück gegangen. Na gut, dann lege ich meinen geplanten Weg etwas um, um wieder auf meine Route zu kommen. Meine Wegplanungen sehe ich ohne hin nur als groben Vorschlag und bleibe unterwegs flexibel. Ohne Verlaufen habe ich noch keine Wanderung geschafft.

    Weiter durch abwechslungsreiche Landschaft gewandert,erreiche ich den Jungfrauenstein. Das ist, mitten im Wald, ein Wackelstein der leicht ins wackeln zu bringen ist. Angeblich haben Riesenjungfauen den Stein hier so platziert. Ich mache Rast auf einer Bank, bringe den Stein durch Gewichtsverlagerung ins wackeln und mache davon Fotos mit Selbstauslöser. Der Stein bewegt sich ziemlich stark und ich überlege ob er runter fällt. Passiert aber nicht, was mir auch lieber ist.

    Mein nächstes Ziel ist der Turnstein - ein Aussichtspunkt auf einer Anhöhe. Dorthin folge ich, mal wieder, einem markierten Reitweg. Gestern bin ich auch schon öfters auf Reitwegen gegangen. In der Gegend sind viele Wege als Reitwege markiert, Wanderwege dagegen eher spärlich ausgeschildert und es gibt auch ein dichtes Netz an Reiterhöfen. Wanderreiter sind hier offenbar willkommen. Auf dem Turnstein angekommen genieße ich den Blick, der sich Richtung Süden öffnet. Weit geht die Sicht über die kleinteilige Landschaft, in der ich mich noch zwei Tage bewegen werde.

    Es wird langsam Mittag, ich verlasse den Turnstein über die Wiese abwärts, komme an einer kleinen Kapelle vorbei und erreiche bald den Reiterhof „Zum Groß´n“. Hier ist auch eine Wirtschaft dabei, wo ich zu Mittag esse und auch meine Wasserflasche auffüllen lasse. Heute ist es wieder heiß. Frisch gestärkt mache ich mich wieder auf den Weg.


    typische Streusiedlung, bei Kimleinsdorf


    Wiesenweg


    Jungrauenstein


    Blick vom Turnstein; in diese Richtung geht es weiter


    kleinteilige Landschaft


    Schopfkapelle

    Jetzt muss ich recht lange auf einer Teerstraße gehen. Mit der Zeit merke ich, dass ich müde werde. Schließlich suche ich mir einen schattigen Waldrand, an dem ich mich auf einer Wiese zum Schlafen lege. Nach rund einer Stunde werde ich wieder wach. Weil ich wieder mit kurzer Hose unterwegs bin, suche ich meine Beine nach Zecken ab. Drei Stück finde ich, die auf meinen Beinen herum krabbeln. Festgebissen hat sich noch keine und ich kann sie leicht abschütteln.

    Als nächstes komme ich in das Waldgebiet „Hochstraß“. Zunächst muss ich etwas aufsteigen, aber bald kann ich lange relativ eben dahin wandern. Auf dem lang gezogenem Höhenrücken haben bereits die Römer eine Straße angelegt. Von der Straße selber ist nichts mehr sichtbar, nur ein Waldweg folgt dem historischem Verlauf. Die alten Römer wussten schon wo man am besten Straßen anlegt. Im Wald habe ich Schatten, während draußen die Sonne weiter vom Himmel brennt und ich gut voran komme.

    Nach dem Wald steige ich zum Dorf Antlangkirchen ab, durchquere es und komme in das nächste Waldgebiet. Hier ist der Weg nur ein Trampelpfad durch das Unterholz. Eine schöne Abwechslung zu den sonst üblichen Teersträßchen, die ich hier oft gehen muss. Bald wird der Trampelpfad wieder zu einem Waldweg und kurz darauf bewege ich mich wieder auf einer Straße. Hier laufe ich quer zur Fließrichtung der Bäche und so wandere ich, im ständigen auf und ab, durch kleine Dörfer und Weiler.

    Als nächstes komme ich zu fünf Windrädern. Es ist die einzige Gruppe die ich auf meiner Wanderung sehe. Später sehe ich nur noch ein einzelnes Windrad. Hier habe ich auch wieder einen Feldweg unter den Füßen. Am ersten Windrad raste ich auf der Treppe zum Zugang. Langsam nähert sich eine Wolkenfront.

    Wieder bewege ich mich auf einem Höhenrücken, mit weiter Aussicht nach links und rechts. Einzelne Bauernhöfe liegen an meinem Weg. Im Dorf Krena frage ich einen Bewohner nach Trinkwasser und bekomme es ohne Probleme. Langsam wird es Zeit mir einen Schlafplatz zu suchen. Hier sind nur kleine Hangwälder und ich finde, im Wald, keinen geeigneten Platz. Schließlich stelle ich mein Zelt am Waldrand auf einer Wiese auf. Die Nacht verläuft ruhig, nur beginnt es zu regnen.


    Pfad im Wald Sallet


    Windräder bei Rödham


    Blick über Oberösterreich


    Übernachtung vor Puchet



    3.Tag --- 25.7.2012 --- Regen und Wald --- 31,9 km

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    Morgens warte ich bis der Regen etwas nachlässt. Dann baue ich schnell mein Zelt ab und mache mich bei Nieselregen auf den Weg. Bereits nach einer Viertelstunde zieht der nächste, kräftige Schauer heran. Notgedrungen stelle ich mich bei einem Straßenbaum unter und ärgere mich, dass ich nicht länger liegen geblieben bin. Der Baum hält auch nicht das ganze Wasser ab. Den Schauer hätte ich im Zelt bequemer abgewettert. Wenigstens scheint nach diesem Schauer der schlimmste Regen vorbei zu sein. Den ganzen Vormittag habe ich auch fast keinen Wald auf meiner Strecke, so bin ich ständig dem Regen ausgesetzt. Heute komme ich durch viele kleine Orte und an stattlichen, gepflegten Bauernhöfen vorbei. Hier scheint es den Landwirten gut zu gehen. Der Regen wird zwischendurch immer mal wieder kräftiger und lässt dann wieder nach.

    Im Ort Kimpling setze ich mich in das Wartehäuschen am Bahnhof und hole erst mal in Ruhe mein Frühstück nach. Wegen dem Regen in der Früh habe beim Zeltabbau nur ein paar Kekse gegessen. Als der Regen wieder nachlässt gehe ich weiter. Leider muss ich nun eine längere Strecke auf Teerstraßen gehen. Für diesen Abschnitt habe ich keine Alternative über Feldwege gefunden, aber dann werde ich wenigstens bei dem Sauwetter nicht so dreckig. Dafür muss ich aufpassen, um nicht von den Autos vollgespritzt zu werden. Unterwegs kommt auch nochmal ein richtig kräftiger Schauer runter. Jetzt brauche ich mich auch nicht mehr zu ärgern, dass ich den ersten kräftigen Schauer nicht im Zelt abgewartet habe. Auf jeden Fall hat meine Ausrüstung den Regentest bestanden. Mein Filzhut schützt mich von oben. Durch die breite Krempe werden nur die Ärmel meiner Jacke nass, es kommt aber keine Nässe durch. Meine relativ neuen Lederstiefel halten auch dicht, aber ich hatte sie auch gut eingecremt vor der Tour.

    Mit der Zeit hört es doch auf zu regnen und ich nähere mich dem Ort Haag am Hausruck. Es wird auch Zeit für das Mittagessen. Im Gasthof gegenüber der Kirche kehre ich ein. Während ich da sitze und das Tagesmenü verspeise, bekomme ich durch Gespräche am Nebentisch mit, dass die Bedienung auch Jägerin ist. Beim Bezahlen nutze ich die Gelegenheit und frage was sie davon hält, wenn im Wald wild gezeltet wird. Sie meint nur, dass das keinen interessieren würde, solange man von Jägerständen und Wildfütterungen fern bleibt. Man könnte zwar angesprochen werden, was man da macht, aber weiter würde nichts passieren. Meine Wasserflasche füllt sie mir auch noch auf.


    stattlicher Bauernhof


    Feldweg bei Regen


    Kimpling


    Arma-Christi-Kreuz oder Passionskreuz am Straßenrand


    Pferde am Dorfrand


    Marktplatz von Haag im Hausruck

    Nach dem Essen gehe ich über den lang gezogenen Marktplatz der Marktgemeinde bergauf Richtung Hausruck. Der Hausruck ist ein sehr großes, bergiges Waldgebiet. Ich werde nur den östlichsten Teil überqueren. Direkt am Ortsrand beginnt auch schon der steile Anstieg in den Wald, den ich den ganzen Tag nicht mehr verlassen werde. Hier ist noch touristische Infrastruktur mit einer Sommerrodelbahn und einem Lehrpfad. Wenig später gibt es nur noch markierte Wanderwege, wobei ich nun dem Weg 810 folgen kann. Das erste mal, dass ich bei dieser Tour, über eine längere Strecke einem durchgehendem Weg folge.

    Der Weg geht ständig auf dem Höhenrücken des Hausruck entlang und weist nur noch geringe Höhenunterschiede auf. Zunächst komme ich an einem gefällten Baum vorbei, auf dem eine große Ringelnatter liegt. Leider ist sie kamerascheu. Als ich meinen Fotoapparat heraus hole, schlängelt sie sich vom Baumstamm und verschwindet im Unterholz. Kurz darauf komme ich zu einem Aussichtsturm. Den besteige ich natürlich. Noch immer habe ich eine geschlossene Wolkendecke über mir, die aber augenscheinlich dünner wird. Für heute ist es mit dem Regen vorbei. Die Aussicht ist aber immer noch durch die Wolken begrenzt. Zumindest sehe ich hinunter nach Haag und einen Teil meiner heute zurückgelegten Strecke. Richtung Süden ist nur der dichte Wald des Hausruck zu sehen.

    Nach einer kurzen Pause wandere ich weiter auf dem Waldweg. Bald komme ich an einem historischen Grenzstein vorbei. Hier verlief früher die bayrisch-österreichische Grenze und ich wandere auf dem ehemaligen Grenzweg entlang. Der Bergrücken ist recht schmal. Links und rechts des Weges beginnt sofort der Abhang. Verlaufen kann ich mich hier nicht. Ich muss nur immer oben bleiben. So wandere ich lange dahin und der Weg ist ja auch markiert. Irgendwann geht es doch einmal abwärts. Bis ich merke, dass es keine Senke im Kamm ist, sondern ich am Abhang absteige bin ich schon ein ziemliches Stück unterhalb. Weil ich keine Lust habe umzukehren gehe ich noch weiter abwärts, komme bald auf eine breite Forststraße und gehe ungefähr in die geplante Richtung weiter. Eine ziemliche Strecke später ergibt sich eine Gelegenheit auf den Kamm zurück zu kehren. Also steige ich wieder auf, teilweise weg los durch den Wald, und erreiche wieder den markierten Kammweg. Ärgerlich; der nutzlose Ab- und wieder Aufstieg hat Zeit und Kraft gekostet. Markierungen verpassen konnte ich schon immer gut. Weiter geht es durch den dichten Wald.

    Es wird Zeit für eine Pause. Zunächst setze ich mich auf eine Bank, die oberhalb eines Kahlschlags steht. Hier hätte ich auch eine schöne Aussicht, die sonst nicht vorhanden ist. Leider weht hier der Wind ziemlich stark. Es ist zu ungemütlich hier. So gehe ich weiter bis zur nächsten Bank. Die steht auf der vom Wind abgewandten Seit des Kamms und wegen einer Schneise für eine Stromleitung kann ich einen Ausschnitt des Vorlandes sehen. Da mache ich Brotzeit. Inzwischen haben sich die dunklen Wolken verzogen und ich habe wieder schönen, weiß-blauen Himmel. Es kommt eine Nordic-Walkerin vorbei. Sie ist der erste Mensch den ich hier im Hausruck sehe.

    Beim weitergehen achte ich jetzt besser auf die Markierungen. Ich muss bald vom Weg 810 abbiegen und will die Stelle nicht verpassen. Der nutzlose Abstieg vorher reicht mir. Ich finde auch die richtige Abzweigung, nur werden jetzt auf den Wegweisern ständig andere Orte angegeben, so dass ich nie genau weiß ob ich richtig gehe. Der Weg wird jetzt schmaler, teilweise zum Steig und ist an einigen Stellen, wegen dem Regen, verschlammt. Sonst geht es mir gut, das Wetter passt und ich gehe weiter als ich vor hatte.

    Gegen acht Uhr Abends reicht es und ich suche einen Platz für mein Zelt. Der Kamm ist hier zwar breiter, aber das Gelände total uneben. Mir kommt es so vor, als ob hier mal ein Steinbruch war. Hier sehe ich auch, dass der Hausruck in dieser Gegend aus zusammen gebackenem Schotter – Konglomerat - besteht. Jedenfalls finde ich keinen guten Platz abseits des Weges und so stelle ich mein Zelt direkt neben dem Pfad auf. Während ich das Zelt aufstelle kommen doch tatsächlich noch zwei Nordic-Walkerinen vorbei. Wir grüßen uns kurz und sie gehen ohne besondere Reaktion weiter. Damit hatte ich nicht gerechnet, dass hier so spät noch jemand unterwegs ist. In der Nacht werde ich nicht gestört und ich habe einen ruhigen Schlaf.


    Aussichtsturm oberhalb von Haag im Hausruck


    Haag im Hausruck


    Hausruck; in dem Wald verschwinde ich für heute


    historischer Grenzstein


    entlang des Hausruckrückens


    Weg wird zum Pfad


    Zelt neben dem Weg
    Angehängte Dateien
    Zuletzt geändert von blauloke; 07.02.2021, 18:52.
    Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

  • mhim
    Erfahren
    • 19.04.2012
    • 108

    • Meine Reisen

    #2
    AW: AT Von der Donau zum Toten Gebirge

    Schöne Tour durch meine Heimat. Freue mich schon auf den Teil ab dem Attersee

    Kommentar


    • elaso
      Gesperrt
      Fuchs
      • 02.05.2007
      • 1163

      • Meine Reisen

      #3
      AW: AT Von der Donau zum Toten Gebirge

      sehr schön, freue mich auch schon den gmunden/traunstein/traunsee teil



      OT: Sie meint nur, dass das keinen interessieren würde, solange man von Jägerständen und Wildfütterungen fern bleibt. Man könnte zwar angesprochen werden, was man da macht, aber weiter würde nichts passieren.

      versuch das mal hier in einem eigenen thread zu erklären

      Kommentar


      • blauloke

        Lebt im Forum
        • 22.08.2008
        • 6417

        • Meine Reisen

        #4
        AW: AT Von der Donau zum Toten Gebirge

        Zitat von elaso Beitrag anzeigen

        OT: Sie meint nur, dass das keinen interessieren würde, solange man von Jägerständen und Wildfütterungen fern bleibt. Man könnte zwar angesprochen werden, was man da macht, aber weiter würde nichts passieren.

        versuch das mal hier in einem eigenen thread zu erklären
        Habe ich schon. In #73 habe ich das Gespräch schon geschildert. Ist natürlich Theorie, wie es dann in der Praxis aussieht weiß ich nicht. Bis jetzt hat mich beim Zelten im Wald noch niemand angesprochen.
        Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

        Kommentar


        • Wafer

          Lebt im Forum
          • 06.03.2011
          • 5821

          • Meine Reisen

          #5
          AW: [AT] Von der Donau zum Toten Gebirge

          Hallo Blaulocke.

          Das liest sich ja wieder sehr anregend! Und auch die Bilder machen Lust auf mehr! Da frage ich mich mal wieder warum die Leute immer so weit reisen müssen. Dabei liegt das schöne doch so nah. Man muss eben nur hinsehen.
          Ich freue mich auf die Fortsetzung. Auch ich war im Toten Gebirge schon unterwegs (das war allerdings schon 1997) und es war super Toll! Bin gespannt ob ich da auf gleichen Wegen unterwegs war.

          Gruß Wafer

          Kommentar


          • MarkusA
            Erfahren
            • 10.01.2007
            • 283

            • Meine Reisen

            #6
            AW: [AT] Von der Donau zum Toten Gebirge

            Wünsche dir noch eine schöne Tour und Danke, dass du mir Eindrücke aus meiner Heimat präsentierst!

            Weiter so!

            Kommentar


            • blauloke

              Lebt im Forum
              • 22.08.2008
              • 6417

              • Meine Reisen

              #7
              AW: [AT] Von der Donau zum Toten Gebirge

              4.Tag------ 26.6.2012---- Durch Wald und Wiesen------ 31,0 km

              Hier sollte eine GPX-Karte erscheinen! Wenn diese nicht nach wenigen Sekunden nachgeladen wird bitte die Seite aktualisieren.
              Morgens weht ein kühler Wind, Sonne und Wolken wechseln sich ab. Gegen halb Neun habe ich mein Lager abgebrochen und mache mich auf den Weg. Nach rund einer Stunde lasse ich den Wald und damit den Hausruck hinter mir. Ich komme wieder in ein Gebiet mit Streusiedlungen und habe Schwierigkeiten den richtigen Weg zu finden. Es gibt einfach zu viele Teersträßchen und prompt gehe ich einen - nicht geplanten - Umweg. In einem Garten arbeiten zwei Damen, von denen ich mir meine Wasserflasche auffüllen lasse. Sie raten mir durch das Pfarrholz nach Vöcklabruck zu wandern. Wie sich bei der Wegbeschreibung herausstellt, hatte ich das ohne hin geplant. Um nicht ständig auf Teer gehen zu müssen, entscheide ich auf der folgenden Strecke spontan welchen Weg ich wandere, Hauptsache er führt grob in meine Richtung. Dadurch muss ich auch einmal entlang eines Feldrains durch hohen Bewuchs gehen, als ein von mir ausgewählter Feldweg endet.

              Mir ist schon die Tage vorher aufgefallen, dass die Wiesen in Österreich bunter sind als in Deutschland. Offensichtlich werden sie nicht so früh gemäht, wodurch mehr Blumen in den Wiesen wachsen. Mitten in den üblichen Feldern und Wiesen sehe ich ein rosa leuchtendes Feld. Das interessiert mich und ich gehe über eine Wiese darauf zu. Als ich dort ankomme, erkenne ich, dass das Feld mit Mohnblumen bepflanzt ist. Irgend wann habe ich mal gelesen, dass in Österreich Mohn angebaut wird. Jetzt sehe ich so ein Feld und das Rosa ist ein schöner Kontrast zu dem vorherrschenden Grün der Wiesen und Felder. Hinter dem Mohnblumenfeld ist noch ein Acker der mit blau blühenden Blumen bestanden ist. Diese Art kenne ich allerdings nicht.

              Weiter entlang einer Wiese komme ich nun in das von den Damen beschriebene Pfarrholz von Vöcklabruck. Da ich wegen dem Mohn vom Weg abgewichen bin, komme ich erst auf einen fast zugewachsenen Waldweg, der aber bald in einen breiten Weg mündet. Diesem folge ich, leicht ansteigend, bis ich den breiten Rücken des Pfarrholzes erreiche. Hier oben führt ein gerader Weg mehrere Kilometer Richtung Vöcklabruck, dem ich nur zu folgen brauche. Dieser Hochwald ist ein Naherholungsgebiet, es sind mehrere Laufstrecken ausgeschildert und am Waldrand befindet sich ein Spielplatz. Dort angekommen merke ich, dass ich müde bin, lege mich deshalb auf eine Bank und schlafe etwa eine halbe Stunde.


              wieder offene Landschaft nach dem Hausruck


              bunte Wiesen


              Mohnfeld


              Mohnblüte


              blaue Blüten ( was wächst da?)


              langer Weg im Pfarrholz

              Nachdem ich wieder wach bin, richte ich die nächste Wanderkarte her und frage einen vorbei kommenden Hundebesitzer nach dem besten Weg in die Stadt. Zunächst muss ich durch eine Siedlung, dann entlang einer Hauptstraße über die Bahngleise bevor ich zur Altstadt komme. Der Torturm ist bunt mit Wappen verziert, leider hält der anschließende Marktplatz, von Vöcklabruck nicht, was der Turm verspricht. Es gibt hauptsächlich die üblichen Ketten für Schuhe und Bekleidung, ich finde keine einfache, einheimische Wirtschaft und ein Geschäft zum Proviant nachkaufen gibt es auch nicht. Schließlich gehe ich in eine Pizzeria zum Mittagessen. Pizzerias gibt es ja schon so lange, die lasse ich als einheimisch durch gehen. Nach den Tortellinis bestelle ich noch einen Mohr im Hemd als Nachtisch, lasse mal wieder meine Wasserflasche auffüllen und die Bedienung erklärt mir noch den Weg zum nächsten Supermarkt.

              Dort angekommen kaufe ich Lebensmittel für die nächsten beiden Tage ein und gehe anschließend, in die falsche Richtung, eine Hauptstraße entlang, bevor ich meinen Irrtum bemerke. Eine Wanderkarte als Stadtplan ist doch nicht so gut geeignet.
              Dadurch komme ich an der hoch gelegenen Kirche „Maria Schöndorf“ vorbei, die von einem Friedhof umgeben ist. Die Kirche wurde offensichtlich zu verschiedenen Zeiten immer mal wieder erweitert oder umgebaut, jedenfalls macht sie, von außen, einen zusammengewürfelten Eindruck.

              Innen besichtige ich sie nicht, weil gerade ein Gottesdienst statt findet und ich nicht stören will, deshalb sehe ich mir den Friedhof an. An der umgebenden Mauer sind Gruften angebaut und die verschiedenen Stile, in denen die Gräber gestaltet sind, sind interessant. Außerhalb des Friedhofs nehme ich die langen Beine meiner Wanderhose ab, da es inzwischen wieder heiß geworden ist.

              Nachdem ich die letzten Häuser der Stadt hinter mir gelassen habe wandere ich auf einem Feldweg ein Maisfeld entlang und störe dabei ein Reh beim äsen. Es verschwindet sofort im Mais, als es mich sieht. Bald komme ich in einen Wald, der mir Schatten vor der stechenden Sonne bietet. Hier geht es erst mal steil einen Hang hinauf. Wie ich oben den Wald wieder verlasse, bemerke ich, dass ich im Hang schon wieder mal die falsche Abzweigung genommen habe. Heute verpasse ich aber auch ständig den geplanten Weg, zwar sind es immer keine großen Umwege die ich gehe, aber langsam nervt es mich. Jetzt bleibe ich erst mal ein Stück auf der Straße, auf der nur wenige Autos unterwegs sind. Wieder ist die Gegend abwechslungsreich, mit Feldern, kleinen Wäldern und einzelnen Bauernhöfen. Später nehme ich auch wieder Feld- und Waldwege. Irgendwann erreiche ich die Autobahn, die ich auf einer Brücke überquere.

              Kurz danach steht ein kleines Wartehäuschen am Straßenrand, in dem ich eine längere Pause mit Brotzeit, mache. Dabei studiere ich auch meine Karte. Eigentlich hatte ich vor, heute noch den ersten Anstieg auf die Vorberge des Höllengebirges zu machen, habe dazu aber keine Lust mehr. Auf der Karte sehe ich einen Campingplatz eingezeichnet, den ich mit einem kleinen Verlegen der Strecke erreichen kann. Erst kämpfe ich innerlich mit mir, ob ich von meinem bewährten Wildzelten abweichen soll, aber dann beschließe ich doch, es mit dem Campingplatz zu versuchen.

              Also mache ich mich auf den Weg. Erst auf einer Straße, ab dem nächsten Ort wieder auf einem Feldweg durch Wiesen und an kleinen Wäldern vorbei, komme ich endlich zu der Stelle wo der Campingplatz eingezeichnet ist. Nur; da ist kein Campingplatz. Ich suche die Gegend etwas ab, aber da sind nur normale Häuser und ein Gasthof, der Zimmer vermietet. Bloß hat der heute Ruhetag und so sehr ich auch klopfe und um das Haus gehe, es ist niemand da.

              Na gut; dann zelte ich halt wieder im Wald. Zunächst muss ich noch gut zwei Kilometer weiter, um aus den Häusern zu kommen, die wieder alle einzeln stehen. Am Waldrand beginnt sofort der Hang der Vorberge und ich habe die Befürchtung, doch noch heute den ersten Anstieg machen zu müssen. Nach rund hundert Metern in den Wald und einem nur mäßigen Aufschwung kommt eine Geländeterrasse, auf der ich gleich nach einem Lagerplatz suche. Leider finde ich keinen guten Platz und so quetsche ich mein Zelt zwischen die Bäume. Das Wetter ist ruhig und so spanne ich nur die Apsis mit einem Hering ab. Der Rest des Zeltes steht die eine Nacht auch ohne abspannen.

              Während die Dunkelheit herein bricht lege ich mich ins Zelt, um zu schlafen. Kurze Zeit später höre ich etwas durch den Wald brechen und mehrmals laut bellen. Mist, denke ich mir, jetzt hat mich der Hund des Jägers gefunden. Ich schäle mich aus dem Schlafsack und will das Zelt öffnen, um mit dem Jäger zu reden, als ich das typische Laufgeräusch eines Rehs höre. Anscheinend hat einem Rehbock mein Lagerplatz nicht behagt, jedenfalls ist niemand zu sehen als ich aus dem Zelt blicke. Die restliche Nacht verläuft ohne weitere Störungen.


              Torturm in Vöcklabruck


              Kirche "Maria Schöndorf"


              Friedhof um die Kirche


              bewaldete Vorberge des Höllengebirges


              schlechter Zeltplatz


              5. Tag--- 27.6.2012---Vorberge und Aufstieg ins Höllengebirge--- 23,4 km

              Hier sollte eine GPX-Karte erscheinen! Wenn diese nicht nach wenigen Sekunden nachgeladen wird bitte die Seite aktualisieren.
              Bereits um sieben Uhr habe ich mein Lager abgebrochen. Frühstücken will ich heute erst nach dem ersten Aufstieg über 300 Höhenmeter, weil es hier, an meinem Übernachtungsplatz, zu eng und ungemütlich ist. Auf einem schmalen Pfad geht es in direkter Falllinie, durch den Wald, den Berg hinauf. Ich komme ins Schnaufen und bleibe unterwegs mehrmals stehen, um Luft zu schnappen. Nach rund einer dreiviertel Stunde habe ich den Höhenrücken geschafft und trete aus dem Wald auf eine große Wiese, von der aus ich das Höllengebirge am Horizont sehe, das von hier aus wie eine Mauer wirkt.

              Auf der Wiese steht eine kleine Kirche und etwa zweihundert Meter weiter sehe ich einen Picknickplatz, zu dem ich gehe. Dort stehen auch zwei Betten aus Holz, die irgend ein Künstler hier aufgestellt hat. Schade, dass wäre ein viel bessere Gelegenheit zum Übernachten gewesen als mein Waldlager. Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich gestern doch noch aufgestiegen. Auf jeden Fall ein Platz mit herrlicher Aussicht, auch auf den Attersee, an dem ich nun mein Frühstück nachhole und meinen weiteren Weg festlegen kann, da ich praktisch die gesamte Gegend überblicke, die ich heute durchwandern werde. Durch die bewaldeten Vorberge des Höllengebirges plane ich meistens an Bächen entlang zu gehen, um nicht ständig auf und wieder ab steigen zu müssen.

              Es ist heute etwas kühl und angenehm zum Wandern. Zuerst auf einer Teerstraße geht es bald, auf Wiesenpfaden, leicht abwärts durch eine abwechslungsreiche Landschaft. Wiesen, Wälder und Bauernhöfe wechseln sich ab und immer wieder habe ich einen weiten Blick über das Land. In einem Wald geht es dann, neben einem Bach, steil bergab bis ich das Tal des Weyreggers Bach erreiche. Von nun an bewege ich mich, für die nächsten Stunden, auf breiten, geschotterten Forststraßen, die zunächst leicht ansteigen, neben dem Weyregger Bach und später dem Weidensbach, verlaufen. Unterwegs raste ich auch mal, esse etwas und kühle mich im Bach ab. Die relativ langweilige Strecke wird durch steil stehende Felslagen und kleine Kaskaden der Bäche aufgelockert.

              Die Wolken haben sich verzogen und es wird wieder heiß. Der Weg verlässt das Tal und steigt am Hang steiler bergan, so dass ich wieder schwitze. Auf dem Bergsattel ist der „Praterstern“ eingezeichnet, eine Stelle wo fünf breite Wege zusammenlaufen. Bis dahin will ich gehen bevor ich meine nächste Pause mache. Die Strecke zieht sich ganz schön in die Länge. Endlich oben angekommen, suche ich vergeblich einen Rastplatz oder wenigstens eine Bank. Hier ist nichts! Ich bin bekennender Weichei-Outdoorer und habe ein Recht auf wenigstens eine Bank, an jeder markanten Stelle. Ein Bauwagen für die Waldarbeiter rettet mich. Da kann ich mich wenigstens auf die Eingangstreppe setzen und mich ausruhen.

              Vom Praterstern geht der Weg nun relativ steil abwärts, wodurch ich die über lange Stunden gewonnenen Höhenmeter in kurzer Zeit wieder verliere. Da ich mich immer noch im Wald bewege habe ich nur gelegentlich einen Ausblick zum gegenüberliegendem Höllengebirge. Bald habe ich das Kienbachtal erreicht und muss ca 500m auf einer stärker befahrenen Straße gehen. In der Wirtschaft „Kienklause“ mache ich meinen täglichen Gasthausbesuch. Ich stärke mich mit einem Schnitzel und einem Eis, bevor ich mich an den steilen Aufstieg, über rund eintausend Höhenmeter, ins Höllengebirge mache.


              Höllengebirge am Horizont, spätere Überquerung von rechts nach links


              Frühstücksplatz


              typischer Weg neben Bach durch die Vorberge


              steil stehende Gesteinsschichten


              Blick zum Höllengebirge beim Abstieg vom Praterstern

              Zuerst wieder auf einer Schotterstrecke, kommt recht bald ein Wegweiser, der zum Hochleckenhaus auf dem Höllengebirge weißt. Erst schaue ich etwas verwirrt in der Gegend rum, aber es gibt keinen Zweifel. Der Wegweiser zeigt eindeutig in ein Bachbett und zwar nicht quer sondern längs. Es gibt auch keinen Steig, links oder rechts vom Bach. Hier muss man im Bach aufwärts steigen, sozusagen eine Längsfurtung. Leider ist diese interessante Strecke recht kurz und ich muss nochmal auf den breiten Weg. Der Bach ist praktisch nur eine Abkürzung. Aber bald zweigt ein schmaler Steig, in den Wald, ab und er führt über Stock und Stein zwischen den Bäumen steil den Berg hinauf.

              In engen Serpentinen geht es jetzt ständig aufwärts, die Sonne brennt in den Hang und der Schatten wird weniger, weil der Bergwald lichter wird. Da es bereits Nachmittags ist kommen mir Leute von oben entgegen. Einmal lasse ich meinen Rucksack an einer Bank zurück, um zu einem nahen Aussichtspunkt zu gehen, der vom Weg her nicht einsehbar ist. Eine absteigende Gruppe sieht meinen einsamen Rucksack und rätselt, ob jemand abgestürzt ist. Ich rufe zurück, dass ich noch lebe und sie ziehen beruhigt weiter. Ich schultere den Rucksack wieder und steige weiter auf. Zwischendurch habe ich immer wieder weite Ausblicke auf den Attersee und das Vorland. Auch kann ich zur Adlerspitze sehen, einem vorgelagerten Gipfel, auf dem zwei Bergsteiger klettern und soeben das Gipfelkreuz erreichen.

              In der Karte ist im Aufstieg das „Antoniusbrünnl“ eingezeichnet. Es müsste doch schon längst da sein, oder bin ich daran vorbei gestiegen ohne es zu bemerken? Meine äußere Wasserflasche wird langsam leer und die Sonne sticht vom Himmel. Ich mache jetzt öfters kurze Pausen, der Weg bleibt schmal und steil. Endlich taucht der Brunnen auf, ich trinke sofort das Wasser aus dem Rohr und tauche meine Unterarme und den Kopf in das Wasserbecken. Anschließend ziehe ich noch meinen Filzhut durch das Wasser und setze ihn nass auf. Erst tropft noch Wasser aus dem Hut, später verdunstet der Rest und mein Kopf wird schön gekühlt. Froh den Brunnen doch noch erreicht zu haben, steige ich weiter auf.

              Einige Höhenmeter weiter fällt mir ein: „Ich Depp“. Vor lauter Freude über den Antoniusbrunnen habe ich doch glatt vergessen, dort meine Wasserflasche aufzufüllen. Verdammt, das wird Morgen knapp mit dem Wasser. Absteigen will ich nicht mehr, dazu bin ich schon zu weit oberhalb. Geplant hatte ich auf dem Jägerköpfl zu übernachten. Beim Überlegen was ich mache, sehe ich auf der Karte eine Quelle, etwas weiter, im Pfaffengraben eingezeichnet. Dann gehe ich halt bis dahin und zelte dort.

              Irgendwann erreiche ich die Hochfläche der Grießalm, auf der Kühe weiden. Wie kommen die bloß hier herauf? Jedenfalls ist kein Fahrweg zu erkennen, der auf die Alm führt. Am Hochleckenhaus vorbei bewege ich mich nun auf dem Weitwanderweg Nr. 04, der über das Höllengebirge führt. Es ist meist ein felsiger Steig der von Latschen eingefasst ist. Das Gelände ist schrundig, der Kalk in Karren und Dolinen aufgelöst. Tiefe Schlunde tun sich auf und in einigen Dolinen liegen noch verharschte Schneereste. Am Übergang zum Jägerköpl steige ich zum Pfaffengraben ab. Das Gelände wird immer rauer, zwei Männer kommen mir entgegen, die sich vorsichtig nach oben bewegen. Für sie wird es knapp, das Hochleckenhaus noch im Hellen zu erreichen. Ich lasse sie passieren und steige weiter über die Felsen ab. Wo bleibt nur die eingezeichnete Quelle?

              Plötzlich sehe ich direkt am Steigrand eine kleine, gemauerte Wanne, in der Wasser steht. Voller Freude die Quelle erreicht zu haben, werfe ich den Rucksack ab und will das Wasser direkt in meine, inzwischen leere, Trinkflasche füllen. Leider schmuggeln sich auch Algen und sonstiges Gewächs mit in die Flasche. So hole ich meinen Wasserfilter aus dem Rucksack und filtere das Wasser, das man bestimmt auch direkt trinken kann. Erst als die Flasche voll ist, blicke ich mich um und sehe nur zwei Meter entfernt ein Rohr aus dem ein dünner Wasserstrahl läuft. Da hätte ich meine Flasche drunter stellen können.

              Langsam wird es Zeit für einen Zeltplatz. Das Gelände sieht nicht gut aus. Alles zerklüftet, uneben und mit Latschen bewachsen. Wenn ich nichts finde, bleibt mir nur in einer der kleinen Dolinen den verharschten Schnee zu begradigen. Das wird bestimmt kein Spaß, ich habe keine Schaufel und müsste es mit einem Stein als Werkzeug versuchen. Zunächst steige ich von der Quelle weiter ab, in den Pfaffengraben. Die Sonne ist bereits hinter dem Horizont, nur die Berge sind noch im Licht, hier im Pfaffengraben bin ich schon im Schatten. Schließlich erreiche ich den Grund und direkt neben dem Steig ist ein kleiner, ebener, mit Gras bewachsener Fleck, wie für mich gemacht. Ich kann mein Glück kaum fassen und stelle sofort mein Zelt auf.

              Jetzt beginnt das übliche abendliche Lagerleben. Als erstes stelle ich den Topf auf den Spirituskocher, ziehe meine verschwitzte Wanderkleidung aus, damit sie auslüften kann, und räume das Zelt ein. Wärendessen kommt noch ein einzelner Wanderer vorbei, der ebenfalls noch zum Hochleckenhaus will. Er erzählt, dass er über Schneefelder musste und hat einen dicken Latschenast dabei, mit dem er sich abgestützt hat. Ich sage ihm, dass auf der restlichen Strecke keine Schneefelder sind, über die er muss und dass er noch über eine Stunde zu gehen hat. Er wird mit Sicherheit in die Dunkelheit kommen. Er verabschiedet sich, ich verspeise meine Nudeln und gehe anschließend nochmal mit meiner Flasche zu der Quelle, um sie aufzufüllen. Die 1,75 Liter fassende Volvic-Flasche braucht, gefühlt, gut zehn Minuten bis sie voll ist. Wenn es mal länger nicht regnet, kann ich mir gut vorstellen, dass die Quelle trocken ist. Nach der Rückkehr lege ich mich schlafen, gehe nur Nachts einmal vor das Zelt, um den sternklaren Himmel zu bewundern, über den sich die Milchstraße spannt.


              Längsfurtung durchs Bachbett


              Anstieg aufs Höllengebirge


              Adlerspitze


              Antoniusbründl


              Kühe auf der Grießalm


              typischer Steig zwischen Latschen


              Blick über den Pfaffengraben


              kleines Quellbecken


              Zeltplatz im Pfaffengraben


              6.Tag---------- 28.6.2012----------- Über das Höllengebirge--------- 16,8 km

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              Nach dem Frühstück gehe ich noch einmal zur Quelle, damit ich mit vollem Wasservorrat starten kann. So wie es aussieht, wird es heute ein heißer Tag, denn es scheint bereits morgens die Sonne von einem wolkenlosem Himmel. Zunächst muss ich aus dem Pfaffengraben, durch verblocktes Gelände, aufsteigen. Fast eine Stunde brauche ich, bis ich auf der Pfaffengrabenhöhe bin. Erst hier oben, bei einer Wintermarkierung, wäre der nächste Platz für ein Zelt gewesen. Sonst ist mir auf der restlichen Strecke keine gerade Fläche, zum Zelten, mehr aufgefallen.

              Ich weiß nicht recht, was ich mit meinen Wanderstöcken machen soll. Ist der Weg einigermaßen eben kann ich sie einsetzen, oft stören sie wenn ich über Felsen steigen muss und mich mit einer Hand hochziehen will oder zwischen eng stehenden Latschen durch muss. An den Rucksack schnallen ist auch nichts, weil jetzt die ersten Schneefelder kommen, wo ich die Stöcke brauche, um nicht ab zu rutschen. Dazu habe ich keine Lust und so wechsle ich die Stöcke oft von beiden Händen in nur eine Hand und wieder zurück.

              Endlich erreiche ich den Grat und der Weg wird etwas einfacher. Er führt jetzt wieder meist als Felsensteig zwischen Latschen hindurch und ich komme, im leichten auf und ab, gut vorwärts. Kurz vor dem Grünalmkogel raste ich und genieße die Aussicht zum Dachstein und die umliegenden Berge. Nach meinem erneuten Aufbruch kommt mir ein Paar entgegen, dass die Höllengebirgsüberschreitung in der entgegen gesetzten Richtung macht.

              Es geht wieder mal steil abwärts. Der Weg ist durch felsiges Gelände markiert und ich muss aufpassen, wo ich hintrete. Zwischendurch werfe ich meine Stöcke auch mal ein paar Meter hinab, um mich mit den Händen festhalten zu können. In diesem schwierigen Streckenabschnitt höre ich, von unten, das schnelle Klackern von Wanderstöcken näher kommen. Ein Mann im besten Wanderalter (57 Jahre) eilt den Berg herauf und ich frage ihn, wie weit es noch zur Riedener Hütte ist. Ohne anzuhalten sagt er: „Eineinhalb bis zwei Stunden und einen schönen Tag noch“. Staunend schaue ich ihm nach. Der Bergfex trägt einen großen Rucksack auf dem Rücken und ist in dem rauen, steilen Anstieg schneller unterwegs als ich auf ebener Strecke.

              Weiter geht es, zur Abwechslung mal wieder aufwärts, denn meist führt der Weg um die kuppigen Berggipfel herum. Mir ist es zu heiß um einen Gipfel zu besteigen, habe aber auch so immer wieder schöne Ausblicke auf die Alpenberge bzw. die Seen vor den Bergen. Unterwegs komme ich an einer kräftigen Quelle vorbei. Natürlich raste ich hier, fülle meine Wasserflaschen auf und wässere meinen Hut, um die Verdunstungskälte ausnutzen zu können.

              Über die inzwischen gewohnten, schroffen Felsen und Schneefelder wandere ich weiter, komme an einem unergründlichen Schlund vorbei, der senkrecht in die Tiefe führt. Am Rand ist ein Haken angebracht, den vermutlich Höhlenforscher für den Einstieg nutzen. Das Höllengebirge ist durchlöchert wie ein Schwamm und in meiner Karte sind noch mehrere dieser Schlunde eingezeichnet. Eine größere Doline, mit Schneefeld, muss ich noch umgehen, bevor ich die Riedener Hütte erreiche.


              Rückblick über den Pfaffengraben, von dem Sattel knapp links von der Mitte bin ich gestern abgestiegen


              Dachstein


              Höllengebirge


              Steig im Höllengebirge


              Weg am Berghang


              Nordabbruch des Höllengebirges mit hinterem Langbathsee


              kurzes Schneefeld


              Schlund

              Dort ruhe ich mich von der anstrengenden Strecke aus, esse einen Kaiserschmarn und darf auch den Akku meiner Digicam aufladen. Während ich mit anderen Gästen vor der Hütte sitze, mit Blick auf den „Großen Höllkogel, dem höchsten Berg des Höllengebirges, bemerken wir eine prächtige Haloerscheinung unterhalb der Sonne. Sie ist farbig wie ein Regenbogen, aber der Bogen steht auf dem Kopf und wir rätseln was das für eine Erscheinung ist.

              Ab der Riedener Hütte ist der Weg etwas einfacher, trotzdem rutsche ich unterwegs auf einem Schneefeld aus, fange mich aber wieder nach rund zwei Metern. Passiert ist mir nichts und es wäre auch nicht weit abwärts gegangen. Der Weg wird hier auch häufiger begangen, denn der Feuerkogel mit seiner Seilbahn ist nur zwei Stunden entfernt und es gehen öfters Leute zur Riedener Hütte und wieder zurück. Unterwegs raste ich nochmal zwischen den Latschen, bevor ich den Feuerkogel erreiche.

              Der Feuerkogel ist der Hausberg von Ebensee am Traunsee und voll erschlossen. Eine große Seilbahn führt vom Tal herauf und oben verteilen weitere Lift die Skifahrer über das Gebiet. Entsprechend viele Restaurants sind hier gebaut worden und werden auch jetzt, im Sommer, gut besucht. Ich gehe ohne anzuhalten durch den Rummel, suche den markierten Weg für den Abstieg und muss feststellen, dass ich zunächst auf der breiten, geschotterten Versorgungsstraße gehen muss.

              Auf der Schotterstraße abwärts zu gehen ist unangenehm. Das Gefälle ist relativ steil und mir rutschen, bei fast jedem Schritt, die Steine unter den Wanderstiefeln weg. Meine Stöcke bewahren mich mehrmals vor einem Sturz auf dieser Strecke. Endlich zweigt der markierte Abstieg von der Schotterstraße ab in den Wald und der Weg ist nur noch ein schmaler Pfad, der oft treppenförmig, zwischen den Bäumen hindurch führt. Leider sehe ich auch immer wieder die Abfahrtspisten, die in den Wald geschlagen sind und ein trauriges Bild abgeben. Insgesamt geht der Abstieg über 1100 Höhenmeter und am Schluss merke ich die Anstrengung in den Beinen.

              Unten in Ebensee angekommen frage ich mich zur Touristeninformation durch, um mich nach einem Zeltplatz zu erkundigen. Ich muss noch Lebensmittel einkaufen und die Höllengebirgsüberschreitung hat doch Kraft gekostet, so dass ich im Ort bleiben will. Natürlich hat die Info seit einer halben Stunde geschlossen, als ich ankomme. Ich habe einfach kein Glück mit offiziellem Zelten. Dann suche ich mir halt wieder selbst einen Platz. Beim Abstieg hatte ich mal einen Ausblick auf Ebensee und habe an der Mündung der Traun in den Traunsee, auf einer Halbinsel, eine Wiese mit Bäumen gesehen.

              Dorthin gehe ich nun, eine Straße geht mitten auf die Halbinsel, links ist ein Segelklub und rechts eine Art Stadtpark mit Bänken und hohen Bäumen.Während ich am Segelklubgelände entlang gehe spricht mich ein Mann vom Segelklub an und meint, dass es hier nicht weiter geht und wo ich hin will. Ich erzähle ihm von meiner Wanderung und von meiner Suche nach einem Zeltplatz für die Nacht. Er sagt, dass es kein Problem sei, wenn ich im Park übernachte. Da ich diese Möglichkeit auch schon überlegt hatte, nehme ich seine Bemerkung als offizielle Erlaubnis, obwohl mir klar ist dass er in dieser Beziehung nichts zu sagen hat.

              Zunächst setzte ich mich auf eine Bank an der Traun, um mich von dem anstrengenden Tag noch etwas zu erholen. Eine später vorbei kommende Passantin frage ich dann nach dem nächsten Supermarkt, zu dem ich gut einen Kilometer durch Ebensee zurück gehen muss. Dort versorge ich mich für heute mit einem Abendessen und mit Verpflegung für die beiden letzten Tage meiner Tour. Um stilvoll im Stadtpark übernachten zu können, nehme ich auch noch eine kleine Flasche Rotwein mit.

              Zurück im Park setze ich mich wieder auf meine Bank, verspeise mein Abendessen, das einige Hunde anlockt, da sich mehrere Hundehalter in der Nähe getroffen haben. Die Hunde sind aber gut erzogen und stören mich nicht weiter. Nach dem Essen bleibe ich noch sitzen, warte bis die meisten Leute gegangen sind und stelle dann in der hinteren Ecke unter Bäumen mein Zelt auf. Nachdem alles eingeräumt ist setze ich mich auf einen in der Nähe stehenden Bootswagen und trinke den Rotwein, bevor ich mich ins Zelt lege.


              Rieder Hütte vor dem "Großen Höllkogel"


              Seilbahnstation auf dem Feuerkogel


              Blick über Ebensee am Traunsee zum Toten Gebirge


              Skipiste


              im Stadtpark von Ebensee
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              Zuletzt geändert von blauloke; 07.02.2021, 18:31.
              Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

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              • ba0295

                Erfahren
                • 01.05.2008
                • 242

                • Meine Reisen

                #8
                AW: [AT] Von der Donau zum Toten Gebirge

                Die blauen Blüten sind vielleicht Flachs?

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                • Griffon
                  Dauerbesucher
                  • 13.02.2012
                  • 579

                  • Meine Reisen

                  #9
                  AW: [AT] Von der Donau zum Toten Gebirge

                  Jau, Lein, hätte ich auch vorgeschlagen.
                  Dieser Beitrag wurde maschinell erstellt und ist auch ohne Unterschrift gültig.

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                  • MonaXY

                    Fuchs
                    • 30.08.2009
                    • 1094

                    • Meine Reisen

                    #10
                    AW: [AT] Von der Donau zum Toten Gebirge

                    Klasse Tourbericht - freu mich auch schon auf die Fortsetzung!

                    OT: Und versteh jetzt deine Aussagen vom Stammtisch-WE zum Thema "Wegfindungsschwierigkeiten" besser...
                    "Gehe nicht, wohin der Weg führen mag, sondern dorthin, wo kein Weg ist, und hinterlasse eine Spur."
                    Jean Paul

                    Kommentar


                    • blauloke

                      Lebt im Forum
                      • 22.08.2008
                      • 6417

                      • Meine Reisen

                      #11
                      AW: [AT] Von der Donau zum Toten Gebirge

                      7. Tag-------- 29.6.2012---------- Badetag--------- 20,3 km

                      Hier sollte eine GPX-Karte erscheinen! Wenn diese nicht nach wenigen Sekunden nachgeladen wird bitte die Seite aktualisieren.
                      Ich habe gut und ungestört geschlafen, nur gegen sechs Uhr setzt Verkehrslärm ein. Einige Zeit bleibe ich noch liegen, baue dann doch mein Zelt ab und esse dabei ein paar Kekse. Hier im Park will ich nicht mit dem Kocher hantieren. Das Frühstück werde ich später nachholen. Ich schultere meinen Rucksack und mache mich auf den heutigen Weg. Zunächst durch eine sich in die Länge ziehende Siedlung von Ebensee gehend, steuere ich das Rindsbachtal an.

                      Am Ortsende geht die Teerstraße in die übliche, geschotterte Forststraße über, die leicht ansteigt. So wandere ich neben dem Rindsbach aufwärts und freue mich über den Schatten der Bäume, denn es verspricht ein schöner Tag zu werden. Nach knapp einer Stunde zweigt ein Pfad vom Schotterweg ab und bald habe ich den Rindsbachwasserfall erreicht. Das Wasser hat eine enge Schlucht ins Gestein gefräßt und stürzt über etliche Felsen herab und bildet am unteren Ende ein größeres Wasserbecken. Das nutze ich gleich mal um eine Runde in dem kalten Wasser, zu schwimmen.

                      Wärendessen sind am Himmel Wolken erschienen, also ziehe ich mich wieder an und steige den Pfad weiter hoch. Etwas oberhalb führt eine Brücke über den Bach von der ich in die Schlucht sehen kann. Ein paar Meter weiter steht eine Bank an einer Felswand, auf die ich mich setze um mein Frühstück zu machen. Von der Bank aus habe ich einen Blick durch das Rindbachtal zum Feuerkogel, von dem ich gestern abgestiegen bin. Es beginnt zu regnen, jedoch bin ich durch die leicht überhängende Felswand, hinter der Bank, geschützt, so dass nur meine Knie nass werden.

                      Zum weiter Wandern ziehe ich meine Regenjacke an und schwitze dann auch bald darin, weil der Steig steil, über in den Fels geschlagene Stufen und Holztreppen, nach oben geht. Bald bin ich wieder auf einer Forststraße und begleite den Bach nun auf der anderen Seite. Manchmal vernehme ich nur noch sein Rauschen aus der tiefen Schlucht, ab und zu kann ich auch in das Bachbett sehen. Später wird das Tal wieder breiter und der Bach fließt nur noch ein paar Meter tiefer als der Weg. Ich komme an einem Andachtsbild vorbei, auf dem ein Todesfall beschrieben wird. So harmlos wie heute ist der Bach nicht immer. Der Regen läßt nun auch wieder nach, so dass ich meine Regenjacke wieder ausziehe. Am Übergang zum Offensee steht eine Bank, auf die ich mich für eine halbe Stunde lege und als ich aufwache scheint auch wieder die Sonne heiß vom Himmel.

                      Abwärts kann ich nun auf einem schmalen Pfad zwischen den Bäumen wandern, bevor ein flacher Schotterweg zum Offensee führt. Zunächst muss ich den See halb umrunden, um an den Badeplatz bei der Jausenstatin Seeau zu kommen. Dort esse ich erstmal etwas, dann breite ich meine verschwitzten Sachen im Gras aus, um anschließend ins Wasser zu springen. Das Seewasser ist nur in den obersten zehn Zentimetern warm, darunter ziemlich kühl. Nachdem ich mich erfrischt habe, lege ich mich auf die Wiese und sonne mich. Nach einem zweiten Badegang trinke ich noch einen Kafffee, lasse mal wieder meine Wasserflasche auffüllen und bitte noch um ein paar Päckchen Zucker, die ich auch ohne Probleme bekomme.


                      Rindbachwasserfall


                      Andachtsbild


                      entlang des Rindbach


                      Strand am Offensee

                      Nun verlasse ich den Weitwanderweg Nr.4, dem ich seit dem Aufstieg auf das Höllengebirge gefolgt bin. Zunächst geht es flach weiter bis zum Fuß der Rinnerkogelwand. Ab hier beginnt der Aufstieg über Stock und Stein im Wald. In engen Kehren geht es steil aufwärts, öfters raste ich kurz um Atem zu holen. Einmal wird eine schwierige Stelle mittels einer rund 30m langen Eisentreppe überbrückt. An einem Aussichtspunkt schaue ich zum schmalen Wasserfall, der vom Weißhorn herab fällt. In diesem Aufstieg gibt es zwei gefasste Quellen an denen ich meinen Durst lösche und nach bewährter Methode meinen Filzhut wässere. Unterwegs habe ich immer wieder Rückblicke auf den Offensee und die dahinter liegenden Berge.

                      Gegen sechs Uhr Abends erreiche ich die Rinnerkogelhütte, leiste mir zwei Apfelschorlen gegen meinen Durst und nach kurzer Rast nehme ich wieder meinen Rucksack auf um weiter zu gehen. Jemand vermutet dass ich noch bis zum Albert-Appl-Haus weiter gehe, weil dort heute der neue Wirt Einstand feiert. Ich verneine und sage, dass ich noch nicht weiß, wo ich schlafen werde, weil ich ein Zelt dabei habe und mal schaue wie weit ich noch komme. Darauf hin wird mir empfohlen am Wildensee zu übernachten, da würde öfters gezeltet und es sei eine schöne Gegend. Eigentlich wollte ich noch ein Stück weiter wandern heute, aber ich werde mir den See mal anschauen.

                      Kurz nach der Hütte kommt mir auf dem Weg eine Kuhherde entgegen, die älteren Tiere bleiben gelassen, wärend dagegen zwei Kälber Panik bekommen und in die Sträucher ausweichen, obwohl ich ihnen gut zurede. So schrecklich schaue ich doch gar nicht aus, oder? Bald habe ich den Wildensee erreicht der von Bergen umrahmt ist, ein wirklich schöner Anblick. Ich gehe noch am See entlang, bis kurz vor dem Abfluss, weil dort die Wiesen flacher sind und es liegen auch zwei, der Länge nach halbierte, Baumstämme als Sitzgelegenheit am Ufer.

                      An dem Rastplatz koche ich erst mein Abendessen, genieße den Blick auf den See und suche anschließend einen Platz für mein Zelt. Ich muss etwas länger suchen, bevor ich eine einigermaßen ebene Stelle zwischen den überall herum liegenden Kuhfladen finde. Als ich mein Zelt aufbaue, kommen von der Rinnerkogelhütte zwei Männer vorbei marschiert und drohen mir an, mich nachts um ein Uhr zu besuchen, wenn sie von der Einstandsfeier auf dem Albert-Appl-Haus zurück kommen.

                      Nachdem alles für die Nacht hergerichtet ist, springe ich noch in den See, dessen Wasser mir wärmer vorkommt, als das Wasser des Offensees, obwohl dieser rund 900m tiefer liegt. Anschließend lege ich mich ins Zelt, bewundere noch das Abendrot über den Bergen vom Zelteingang aus und lege mich schlafen. Kurze Zeit später beginnt es leicht zu regnen und ich höre Gewitter grummeln. Gott sei Dank, sind sie weiter entfernt und relativ schwach. Gegen Mitternacht höre ich schnelle Schritte am See entlang eilen, ich werde aber nicht gestört. Danach schaue ich noch vor das Zelt, der Himmel ist ohne Wolken und es ist eine sternklare Nacht.


                      Wasserfall vom Weißhorn


                      wässern des Filzhuts


                      Rückblick zum Offensee


                      Kühe auf der Rinnerbodenalm


                      erster Blick auf den Wildensee


                      Abendrot über den Bergen


                      letzter Zeltplatz


                      8. Tag--------30.6.2012--------Hitze im Toten Gebirge -------- 14,9 km

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                      Am Morgen liegt mein Schlafplatz noch im Schatten, die Berge leuchten bereits in den ersten Sonnenstrahlen und ich freue mich auf meinen letzten Wandertag. Zunächst räume ich das Zelt aus und frühstücke am Seeufer. Im See schwimmen einige kleinere Fische und auch ein Salamander badet in Ufernähe. Ich bade ebenfalls noch einmal, packe dann meine Sachen zusammen und bevor ich endgültig losmarschiere erkunde ich noch den Abfluss des Sees. Das Wasser fließt über eine Felsbarriere aus dem See und bildet einen kleinen Wasserfall, der in einen Wiesenbach übergeht und nach kurzer Strecke in einer etwas größeren Pfütze endet. Offensichtlich versickert hier das Wasser im Untergrund.

                      Der Steig ist abwechslungsreich zwischen Felsen und Bäumen geführt und ich kann meistens im Schatten gehen. Unterwegs sind typische Karsterscheinungen zu sehen, die den Weg interessant machen. Kurz bevor ich das Albert-Appl-Haus erreiche, kommen mir die beiden Männer von gestern Abend entgegen. Auf meine Frage, ob sie durch gefeiert haben, antworten sie, dass sie hier übernachtet haben und jetzt erst zurück gehen. Auf der Terasse des Berghauses trinke ich erst einen Kaffee, anschließend eine Apfelschorle und ich merke, dass es heute ein sehr heißer Tag wird. (Wie ich später erfahre, wurde es der heißeste Junitag, der jemals in Österreich gemessen wurde.)


                      Wildensee am Morgen


                      Alpensalamander? unter Wasser


                      welche Blume wird das?


                      Versickerung des Wildenseeabfluss


                      Karsterscheinungen

                      Erst begleiten mich noch die Seile der Materialseilbahn mit der das Albert-Appl-Haus versorgt wird, auch stehen hier noch größere Bäume, die zu licht stehen um einen Wald zu bilden. Später gehe ich wieder durch die Latschenkiefern, die mich schon seit dem Höllengebirge begleiten. Bis jetzt bin ich dem Weg Nr. 235 gefolgt, an der Wegscheid biege ich in den Weg Nr.234 ein. Dieser Weg wird scheinbar weniger begangen, da er viel weniger ausgetreten ist als der bisherige Pfad. Das verspricht eine einsame Strecke zu werden. Zwischen den Latschen geht es immer leicht bergauf und bergab. Als ich raste, breite ich das Zelt in der prallen Sonne aus, weil es am Morgen nicht genügend trocknen konnte. Es dauert nicht lange bis es trocken ist.

                      Ich merke, dass der Steig sich durch große, circa 200m – 500m lange, Dolinen windet, die durch Sättel mit 50 – 100 Höhenmeter getrennt sind. Innerhalb der großen Dolinen sind kleinere eingelagert, Schneefelder müssen teilweise überquert werden und den wenig ausgetretenen Pfad muss ich öfter als einmal suchen, um zu wissen, wie es weiter geht. Das Gelände hat keine markanten Punkte zur Orientierung und um mein Wasser in dieser Hitze nicht zu schnell zu verbrauchen, beschließe ich, damit sparsam um zu gehen. Ich trinke nur noch vor einem Anstieg einen Schluck und wenn ich oben bin nochmal einen Schluck.

                      Um mich abzukühlen beginne ich damit, an den Schneefeldern, meinen Hut innen mit Schnee ein zu reiben und auch meinen Kopf kühle ich mit Schnee. Ich beginne zu überlegen wo ich notfalls Wasser herbekomme. Quellen gibt es nicht in diesem Karstgebirge, so bliebe nur noch Schnee zu schmelzen. Es liegt auf jeden Fall genügend Holz herum, um ein Feuer zu machen, denn mein restlicher Spiritus reicht dazu nicht mehr. Einmal hat sich unten an einem Schneefeld eine Pfütze gebildet, als ich jedoch die Hinterlassenschaften verschiedener Tiere darin sehe, verzichte ich darauf meinen Wasservorrat auf zu stocken.

                      Die Landschaft ändert sich nicht wesentlich von Doline zu Doline, immer die gleichen Latschen, Schneefelder und kleinen Dolinen. Ich habe schon einige Auf- und Abstiege zwischen den Dolinen hinter mir. Ich habe nicht mitgezählt, fünf sind es mindestens bis maximal zehn die ich bereits durchquert habe. Aussicht habe ich nur, wenn ich oben auf einem Sattel stehe, aber nur in die nächste Senke, um den nächsten Aufstieg zu sehen. Für eine umfassendere Sicht müsste ich auf einen der benachbarten Berge steigen, was ich bei dieser Hitze nicht machen werde.

                      Irgendwann komme ich zur Schoberwiesalm und ich sehe auf der Karte, dass ich den längsten Teil der Strecke geschafft habe. Hier gönne ich mir einen großen Schluck Wasser, da ich hoffe bald am Abstieg zu sein. Jedoch dauert es noch länger bis ich zur Abzweigung zum Trisselkogel komme, wo es merklich abwärts geht. Hier sehe ich auch den ersten anderen Wanderer auf dieser Strecke. Unterwegs habe ich sonst nur die Kühe auf der Alm und ein paar Ziegen gesehen. Bei angenehmen Temperaturen ist dieser Weg durchaus zu empfehlen, weil man dann auch den einen oder anderen Giplel besteigen kann und alleine unterwegs ist.


                      Albert-Appl-Haus


                      Bäume nach dem Albert-Appl-Haus


                      Doline, eine von vielen


                      nach der Schoberalm

                      Beim Abstieg habe ich jetzt schöne Tiefblicke auf den Altausseer See und auf den Grundlsee, die zwar auf verschiedenen Seiten des Weges liegen, aber der Bergrücken ist hier schmal und und der Weg wechselt öfters die Seite. Leider liegt auf dem Pfad loser Schotter und ich habe wieder Probleme damit, mich aufrecht zu halten, da der Schotter sich unter meinen Schuhen abwärts rollt. Wieder muss ich mich mit meinen Wanderstöcken abstützen um nicht zu stürzen. Einmal schlängelt sich eine junge Kreuzotter, direkt vor mir, über den Weg, viel zu schnell um ein Foto zu machen. Nach fast zwanzig Jahren sehe ich mal wieder so eine Schlange in freier Natur.

                      Ich steige weiter ab und erreiche einen Wendeplatz für größere Holzfuhrwerke. Von da aus geht gleich wieder ein schmaler Pfad im Wald abwärts, dem ich folge. Schließlich endet der Pfad auf einer breiten Forststraße, auf der ich weiter abwärts gehe. Seltsam nur, dass keine Markierungen mehr zu sehen sind. Auf jeden Fall zieht sich die Straße in langen Serpentinen den Hang entlang abwärts. Inzwischen habe ich mein ganzes Wasser verbraucht, es ist immer noch heiß und ich muss weiter in der Sonne laufen. Endlich mündet die Schotterstraße auf eine Teerstraße.

                      Eigentlich wollte ich zu einem Gasthaus, in dem meine Frau auf mich wartet, um mich abzuholen, aber ich habe keine Ahnung in welcher Richtung es liegt. Ich weiß nicht genau wo ich bin und gehe weiter abwärts. Kurze Zeit später kommt ein Auto von oben angefahren, dass ich anhalte und die Insassen nach dem Gasthaus frage. Sie bestätigen meinen Verdacht, dass ich aufwärts gehen muss, bieten mir aber sofort an umzukehren und mich dort hin zu fahren. Ich stimme freudig zu und beende meine diesjährige Wanderung hier mitten auf der Straße.


                      Altausseer See


                      Grundlsee


                      loser Schotter



                      Fortsetzung der Wanderung:Über den Dachstein zu den Schladminger Tauern
                      Angehängte Dateien
                      Zuletzt geändert von blauloke; 07.02.2021, 21:23.
                      Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

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                      • Hebi19
                        Erfahren
                        • 29.08.2010
                        • 208

                        • Meine Reisen

                        #12
                        AW: [AT] Von der Donau zum Toten Gebirge

                        Zitat von blauloke Beitrag anzeigen

                        Alpensalamander? unter Wasser
                        Definitiv kein Alpensalamander - ich tippe auf Bergmolch - Triturus alpestris

                        Alpensalamander sind eigentlich nie natürlich im Wasser und außerdem komplett glänzend schwarz.

                        Sonst ein absolut SUPER Bericht - vielen Dank

                        Martin

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                        • MonaXY

                          Fuchs
                          • 30.08.2009
                          • 1094

                          • Meine Reisen

                          #13
                          AW: [AT] Von der Donau zum Toten Gebirge

                          Danke für deinen Reisebericht - tolle Tour, die du gemacht hast! Wobei der Abschnitt im Toten Gebirge sich für mich doch sehr beschwerlich liest und ich sicher bin, dass ich mit so wenig Wasser und soviel Hitze nicht klar gekommen wäre...

                          Aber: Wer ist der Fremde unter deinem Hut auf dem letzten BIld?
                          "Gehe nicht, wohin der Weg führen mag, sondern dorthin, wo kein Weg ist, und hinterlasse eine Spur."
                          Jean Paul

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                          • en dråpe
                            Gerne im Forum
                            • 31.05.2009
                            • 61

                            • Meine Reisen

                            #14
                            AW: [AT] Von der Donau zum Toten Gebirge

                            Von mir auch für den tollen Bericht-liest sich ganz wunderbar und detailliert.
                            Danke
                            en dråpe

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                            • blauloke

                              Lebt im Forum
                              • 22.08.2008
                              • 6417

                              • Meine Reisen

                              #15
                              AW: [AT] Von der Donau zum Toten Gebirge

                              Erstmal Danke an alle die den Bericht loben.

                              Zitat von Hebi19 Beitrag anzeigen
                              Definitiv kein Alpensalamander - ich tippe auf Bergmolch - Triturus alpestris
                              Martin
                              Mit Pflanzen und Tieren kenne ich mich nicht so aus, Alpensalamander war der erste Name der mir eingefallen ist.
                              Aber ich weiß ja, das es hier für alles Experten gibt.


                              Zitat von MonaXY Beitrag anzeigen
                              Danke für deinen Reisebericht - tolle Tour, die du gemacht hast! Wobei der Abschnitt im Toten Gebirge sich für mich doch sehr beschwerlich liest und ich sicher bin, dass ich mit so wenig Wasser und soviel Hitze nicht klar gekommen wäre...

                              Aber: Wer ist der Fremde unter deinem Hut auf dem letzten BIld?
                              Der letzte Tag im Toten Gebirge war schon grenzwertig, vor lauter Hitze.

                              Beim letzten Bild musst du dir den Bart wegdenken, dann komme ich zum Vorschein.
                              Auf meinen Touren rasiere ich mich grundsätzlich nicht. Irgendwie muss ich doch zeigen, das ich Outdoorer bin.
                              Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

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                              • Ditschi
                                Freak

                                Liebt das Forum
                                • 20.07.2009
                                • 11006

                                • Meine Reisen

                                #16
                                AW: [AT] Von der Donau zum Toten Gebirge

                                Hallo,

                                schöne Bilder, schöne Gegend ( seufz, wenn nur die Berge nicht wären...)

                                Sag mal, zu dem Bild mit dem Rastplatz: sehe ich da außer der obligatorischen Bank zwei Ehebetten und ein Stehpult?
                                Seltsam?

                                Die blauen Blumen dürften in der Tat Flachs sein. Wenn ihr mal bei uns hier oben ein Feld mit blauen Blüten seht, ist es meist Phacelia ( Bienenfreund). Wird in der Landwirtschaft zur Gründüngung untergepflügt.

                                Gruß Ditschi

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                                • blauloke

                                  Lebt im Forum
                                  • 22.08.2008
                                  • 6417

                                  • Meine Reisen

                                  #17
                                  AW: [AT] Von der Donau zum Toten Gebirge

                                  Zitat von Ditschi Beitrag anzeigen
                                  Hallo,
                                  Sag mal, zu dem Bild mit dem Rastplatz: sehe ich da außer der obligatorischen Bank zwei Ehebetten und ein Stehpult?
                                  Seltsam?
                                  Gruß Ditschi
                                  Die beiden Betten wurden von einem Künstler aufgestellt. Da sollst du dich reinlegen, ein Foto machen und dann einschicken.
                                  In dem "Stehpult" ist eine Karte mit den anderen Standorten von solchen Betten.
                                  Das ganze ist bereits ziemlich verwittert und ich habe keine Ahnung ob diese Kunstaktion noch aktuell ist.
                                  Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

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                                  • Rainer Duesmann
                                    Fuchs
                                    • 31.12.2005
                                    • 1640

                                    • Meine Reisen

                                    #18
                                    AW: [AT] Von der Donau zum Toten Gebirge

                                    Beste Unterhaltung, vielen Dank.
                                    LG
                                    Rainer
                                    radioRAW - Der gesellige Fotopodcast

                                    Kommentar


                                    • mhim
                                      Erfahren
                                      • 19.04.2012
                                      • 108

                                      • Meine Reisen

                                      #19
                                      AW: [AT] Von der Donau zum Toten Gebirge

                                      Schöner Bericht und gute Fotos!
                                      Die Blume dürfte ein "Weißer Germer" sein.

                                      Kommentar


                                      • Detti
                                        Gerne im Forum
                                        • 16.06.2012
                                        • 73

                                        • Meine Reisen

                                        #20
                                        AW: [AT] Von der Donau zum Toten Gebirge

                                        Toller Bericht mit wunderschönen Bildern. Danke.
                                        Gruß Detlev

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