[DE] Mit dem Zelt durch den NP Bayerischer Wald

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    • 22.08.2008
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    [DE] Mit dem Zelt durch den NP Bayerischer Wald

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    Mit dem Zelt durch den NP Bayerischer Wald




    Schon lange suche ich nach einer Möglichkeit den Nationalpark Bayerischer Wald mit dem Zelt legal zu durchwandern.
    Nachdem ich mehr zufällig auf der Seite des Nationalparks gelesen habe, dass es seit diesem Jahr beim Weiler Scheuereck einen Zeltplatz gibt habe ich beschlossen nicht länger zu warten.
    Nach einigem planen kam eine Tour zustande bei der ich von Süden beginnend, zunächst auf dem Lusen im Schutzhaus übernachten und von dort mittels einer langen Etappe zum Polednik im Sumava wandern würde. Dort kann ich auf dem dortigen Notübernachtungsplatz zelten und muss dann nach einer relativ kurzen Strecke nach Scheuereck absteigen um zum neuen Zeltplatz zu kommen. Am letzten Tag geht es dann über den Falkenstein nach Bayrisch Eisenstein womit der Nationalpark der Länge nach durch wandert ist.
    Leider keine reine Zelttour und der Abstieg nach Scheuereck und Wiederanstieg zum E6/Goldsteig am nächsten Tag ziehen sich.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Screenshot 2022-10-04 103730 eckig.jpg Ansichten: 0 Größe: 184,5 KB ID: 3159309


    21.9.2022-------------------------- Mauth - Lusen ---------------------------12 km

    Hier sollte eine GPX-Karte erscheinen! Wenn diese nicht nach wenigen Sekunden nachgeladen wird bitte die Seite aktualisieren.
    Mittags komme ich mit dem Bus in Mauth an. Ein Picknicktisch mit daneben stehendem Trinkwasserbrunnen bietet sich für eine erste Brotzeit an. Der Platz ist zwar mitten im Ort, bietet aber bereits einen Blick auf die Waldberge des Bayerischen Waldes. Nachdem ich mich gestärkt habe mache ich mich auf den Weg. Zunächst geht es abwärts, am Badesee vorbei, aus dem Dorf. Die Brücke über den Reschbach bildet die Grenze zum Nationalpark Bayerischer Wald.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05367.JPG Ansichten: 0 Größe: 239,7 KB ID: 3159311
    Rastplatz in Mauth mit den Waldbergen im Hintergrund

    Am folgenden Wanderparkplatz spricht mich wegen meines Huts ein älteres Paar an. Die Beiden sind ebenfalls auffällig gekleidet, mit Federn im Haar, und stellen sich als die Waldindianer vor. Sie wandern öfters hier in der Gegend und wollen zunächst Richtung Lusen und so wandern wir ein Stück gemeinsam. Schließlich fordern sie mich auf stehen zu bleiben. Die beiden Waldindianer singen mir mitten auf dem Pfad ein Lied vor. Aus der Gegenrichtung kommen andere Wanderer die ebenfalls angesprochen werden und ich nutze die Gelegenheit mich ab zu setzen. Rund einen Kilometer weiter schlage ich mich seitwärts in die Büsche um einen Rastplatz auf die Tauglichkeit für die Schutzhüttenkarte zu prüfen; leider nichts für uns.
    Zurück auf dem Pfad treffe ich wieder auf die Waldindianer, weil sie Brotzeit an einem Baumstumpf machen. Wir kommen wieder ins Gespräch und eine gute halbe Stunde philosophieren wir über Manitou und die Welt.

    An der nächsten Weggabelung trennen sich unsere Wege. Ich wandere weiter auf dem Goldsteig zum Lusen, während die Indianer einen anderen Weg einschlagen. Mein Pfad schlängelt sich durch den Wald, teilweise sind über sumpfige Strecken Holzstege gebaut. Der Wald ist hier dicht und immer wieder fließen kleine Bäche quer oder der Steig verläuft daran entlang. Als ich zur Steinbachklause komme beginnt ein kurzer Regenguss und ich sitze ihn in der dortigen Schutzhütte aus.
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    Holzstege führen über Sumpf.

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    Pfad entlang des Steinbach

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    Steinbachklause

    Nachdem es nur noch leicht regnet steige ich weiter den Steig empor, immer durch dichten Wald der sich am Tummelplatz zu einer Waldwiese mit einer großen Hütte öffnet. Dort raste ich an einem neuen Picknicktisch. Der Himmel ist aufgerissen und blaue Flecken sind zu sehen.
    Nach der Rast geht es weiter in den Wald, diesmal auf einem Fahrweg. Unterwegs sind bunte Baumpilze zu bewundern und ich komme durch einen Buchenwald. Damit hatte ich nicht gerechnet, ich war eigentlich auf Fichten eingestellt. Der Weg wird wieder zum jetzt felsigen Steig, schmal führt er stetig bergauf, eine schöne Strecke.
    Kurz vor dem Lusenschutzhaus mündet der Steig auf den Versorgungsweg der Hütte, die ich dann auch bald erreiche.

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    Baumpilze

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    Buchenwald

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    Steig zum Lusen

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    Lusenschutzhaus

    In der Hütte melde ich mich an, der Wirt zeigt mir mein Zimmer und ist froh, dass ich kein Abendessen will da er bereits die Küche reinigt. Ich breite mich erst mal in der kleinen Kammer, mit drei Betten und einem Waschbecken mit fließendem kalten Wasser, aus. Danach gehe ich in die Gaststube und trinke ein Weizen, wobei ich mit einer Wanderin ins Gespräch komme die seit dem 6. September von Marktredwitz aus auf dem Goldsteig unterwegs ist und bis Passau will. Nächstes Jahr will sie den tschechischen Goldsteig, Zlatá Stezka, wandern und ich empfehle ihr meinen Bericht davon.

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    Blick aus meinem Zimmer

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    Blick von meinem Bett

    Es ist noch hell, der Anstieg zum Lusengipfel beginnt gleich hinter dem Schutzhaus und die nur 30Höhenmeter sind schnell erklommen. Der Lusen ist der einzige Gipfel im Bayerischen Wald der von einer Blockhalde bedeckt ist. Oben bietet er eine weite Rundumsicht über den Wald und im Süden ist die Alpenkette zu erahnen. Wolken ziehen über den Himmel und regnen sich stellenweise ab. Ein kalter Wind weht über den kahlen Gipfel und als die Sonne untergeht steige ich wieder ab um in meine kleine Kammer zu gehen.
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    Blockhalde auf dem Lusengipfel

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    Gipfelkreuz

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    Regenschauer

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    Blick vom Gipfel über den Wald

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    Abendhimmel

    Später gehe nochmal vor das Haus und bewundere den nun wolkenlosen, sternklaren Nachthimmel an dem so viele Sterne glänzen, dass ich Probleme habe die Sternbilder zu erkennen. Hier oben gibt es keine Lichtverschmutzung, die schwachen Lichter von den kleinen Dörfern im Tal stören nicht.
    Angehängte Dateien
    Zuletzt geändert von blauloke; 15.10.2022, 15:56.
    Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

  • blauloke

    Lebt im Forum
    • 22.08.2008
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    • Meine Reisen

    #2
    22.09.2022------------------------- Lusen - Polednik ------------------------30 km


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    Beim ersten Morgengrauen stehe ich auf, packe zusammen und stiefle los, weil ich heute eine lange Strecke vor mir habe.
    Nochmals steige ich auf den Felsengipfel des Lusen. Vereinzelt liegen Nebelfelder in den Tälern. Ich mache mich über die Himmelsleiter an den Abstieg. Langsam und vorsichtig, jeden Schritt mit den Stöcken absichernd bewege ich mich abwärts. Durch die kalte Nacht hat sich auf den Felsblöcken Reif gebildet und ich habe keine Lust aus zu rutschen. Als ich vom kahlen Gipfel in den Waldbereich komme wird es besser. Es gibt keinen Reif mehr und die Himmelsleiter wird auch flacher.
    In der Schutzhütte beim gläsernen Schiff, das an die Glasmachertradition im Wald erinnert, schläft ein Wanderer auf einer Isomatte.
    Das gläserne Schiff selbst ist abgesperrt, weil die es haltende, hölzerne Hand morsch ist.

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    Nebel liegt im Tal

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    Auf den Treppen der Himmelsleiter befindet sich Reif

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    Rückblick zum Gipfel des Lusen

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    Das gläserne Schiff

    Weiter geht es zunächst über ebenfalls bereifte Holzstege und einen anschließenden, schmalen Felsensteig hinunter in das Teufelsloch. Ein tief eingeschnittenes Tal in dem Granitfelsen ein Blockmeer bilden, unter denen der Bach rauscht.
    Abwechslungsreich geht es weiter durch den Wald. Immer auf schmalen Pfaden, die von Bächen geschnitten werden, durch Buchen- und Fichtenwald. An einer Felsenkanzel, die etwas Aussicht bietet, mache ich in der dortigen Schutzhütte eine Pause.
    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05424.JPG Ansichten: 163 Größe: 265,9 KB ID: 3159349
    Holzsteg mit Reif

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05428.JPG Ansichten: 165 Größe: 295,9 KB ID: 3159350
    Teufelsloch

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    Baumpilze und Weg

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    Felsenkanzel

    Im weiteren Verlauf fällt mir der Zustand des Waldes auf. Es gibt Bäume in verschiedenen Altersstufen. Viele abgestorbene Stämme stehen noch, dazwischen wächst Nachwuchs in verschiedenen Größen. Eine Folge des Borkenkäfers der vor Jahren große Flächen kahl gefressen hat. Die Verwaltung des Nationalparks hat damals beschlossen nichts zu unternehmen und die Natur sich selbst zu überlassen. Eine umstrittene Entscheidung, die sich inzwischen als richtig erwiesen hat. Der Wald wächst von alleine nach und es sind auch andere Bäume als nur Fichten hoch gekommen, wie Birken und Vogelbeeren.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05439.JPG Ansichten: 165 Größe: 270,8 KB ID: 3159353

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    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05441.JPG Ansichten: 166 Größe: 296,6 KB ID: 3159355

    Nach einiger Zeit komme ich an den Rachelsee, einem Karsee aus der Eiszeit. Hier sind einige Leute unterwegs. Ich mache ein paar Fotos und setze mich auf eine Bank. Eine jüngere Frau kommt auf mich zu und will wissen ob ich eine längere Tour mache, wegen dem großen Rucksack den ich dabei habe. Sie ist Rangerin und will mir erklären, dass zelten im NP verboten ist. Ich erkläre meine Tour und als ich erwähne, dass ich auf dem neuen Zeltplatz in Scheuereck zelten werde ist sie zufrieden.
    Sie erzählt, der Platz wird gut angenommen und der nächste Platz ist in der Gegend des Rachel geplant.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05443.JPG Ansichten: 168 Größe: 230,6 KB ID: 3159356
    Rachelsee

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    Rachelseewand

    Jetzt folgt der Aufstieg zum Rachel. Wieder auf schmalen Steig geht es am Hang entlang in weitem Bogen um den See stetig aufwärts. Ein kurzer Abstecher bringt mich zur Rachelkapelle, die auf einem Felsen über dem See steht. Weiter aufwärts, Richtung Gipfel stehen viele abgestorbene Baumstämme. Schließlich erreiche ich den Felsgipfel der von vielen Wanderern besucht wird. Einer bietet an mich zu fotografieren, was ich gerne annehme.
    Um den Gipfel stehen einige Bäume, wodurch die Aussicht eingeschränkt ist. Ich brauche etwas bis ich den Polednik mit seinem markanten, ehemaligen Radarturm sehe. Dort muss ich heute noch hin um zu übernachten.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05451.JPG Ansichten: 166 Größe: 284,9 KB ID: 3159358
    Rachelkapelle mit Rachelsee

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    Auf dem Weg zum Rachel

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05455.JPG Ansichten: 166 Größe: 180,9 KB ID: 3159360
    Am Gipfelkreuz

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    Turm auf dem Polednik, dort muss ich heute noch hin.

    Von nun an gehts bergab. Zunächst zur Rachelwiese auf der das Waldschmidthaus steht. Früher konnte man hier übernachten und mit dem Lusenschutzhaus und dem Falkensteinschutzhaus war es möglich den Nationalpark auf der Höhe bleibend zu durch wandern. Wegen Brandschutzbestimmungen wurde das Übernachten verboten und inzwischen ist das Gebäude komplett geschlossen. Es gehört jetzt dem Freistaat Bayern, ein Neubau sollte errichtet werden, aber wegen der gestiegenen Kosten wurde das Projekt zurück gestellt.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05464.JPG Ansichten: 166 Größe: 291,2 KB ID: 3159362
    Abwärts zur Rachelwiese

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05466.JPG Ansichten: 167 Größe: 183,7 KB ID: 3159363
    verfallendes Waldschmidthaus

    Nach der Rachelwiese zieht der Steig in den steilen Abhang des Kleinen Rachel. Er ist felsig, eng und stellenweise verwachsen. Ein anstrengender Pfad, obwohl es stetig abwärts geht. An der Schlüsselstelle ist ein Seil angebracht um die glatte Felsplatte zu überwinden. Ich bin froh als ich diesen Kräfte zehrenden Abschnitt hinter mir habe.
    Danach ist wieder eine angenehme Wanderung durch den Wald und über offene Flächen möglich.
    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05468.JPG Ansichten: 163 Größe: 262,4 KB ID: 3159364
    Kleiner Rachel

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    anstrengender Abstieg

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05472.JPG Ansichten: 165 Größe: 290,4 KB ID: 3159366
    kleiner See im Wald

    Der "Verlorene Schachten" ist mein nächstes Ziel. Es ist wieder mal Zeit für eine Brotzeit. In der Nähe der Picknickgruppe steht ein Brunnen der jedoch kein Wasser liefert. Während ich Pause mache kommt ein Paar zur dortigen Hütte und sperrt auf. Ich frage warum der Brunnen trocken ist und erfahre, dass er repariert werden muss. Da aus dem Brunnen ohnehin nur Wasser aus dem nächsten Bach gezapft wird, fülle ich meine Flasche eben dort auf. Das Bachwasser hat eine teeartige Färbung. Das sind Huminsäuren und diese werden auch durch einen Wasserfilter nicht beseitigt. Während dieser Wanderung habe ich nur ungefiltertes Wasser aus den Bächen getrunken.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 0JPFgFmD--.1.jpg Ansichten: 166 Größe: 279,6 KB ID: 3159367
    Hütte auf dem "Verlorenen Schachten"

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 0JPFgFnG--.1.jpg Ansichten: 165 Größe: 342,6 KB ID: 3159368
    trockener Brunnen

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05482.JPG Ansichten: 164 Größe: 304,7 KB ID: 3159369
    Bach mit bräunlichem Wasser

    Der weitere Weg führt mich heute über mehrere Schachten, im BayerischenWald werden so die Almwiesen genannt. Heute werden nur noch auf dem Hochschachten Rinder gehalten. Die anderen wachsen zu, bzw werden die verbliebenen Flächen künstlich offen gehalten. Auf den Schachten stehen alte, knorrige Bäume die als Schattenspender für die Rinder dienten. Es sind beeindruckende Exemplare darunter.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05483.JPG Ansichten: 163 Größe: 307,1 KB ID: 3159370
    alte Fichte

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05485.JPG Ansichten: 167 Größe: 186,9 KB ID: 3159371
    Bäume auf dem Almschachten

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05489.JPG Ansichten: 163 Größe: 288,6 KB ID: 3159372
    knorrige Äste

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05490.JPG Ansichten: 163 Größe: 291,7 KB ID: 3159373
    zwischen den Schachten

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05493.JPG Ansichten: 160 Größe: 232,4 KB ID: 3159374
    Rinder auf dem Hochschachten

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05502.JPG Ansichten: 163 Größe: 237,8 KB ID: 3159375
    Kohlschachten

    Zwischendurch komme ich durch ein Filz, der Name für Moore im Bayerischen Wald. Hier wachsen hauptsächlich Latschen und andere Moorpflanzen. Stellenweise ist offenes Wasser zu sehen und Holzstege führen durch den empfindlichen Filz.
    Eine ganz andere Landschaft die mich ebenfalls beeindruckt.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05497.JPG Ansichten: 158 Größe: 253,4 KB ID: 3159376
    Latschensee

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05498.JPG Ansichten: 161 Größe: 272,8 KB ID: 3159377
    Latschenfilz

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05507.JPG Ansichten: 162 Größe: 240,3 KB ID: 3159378
    Zwieselter Filz

    An der Hirschbachschwelle wechsle ich auf einen Pfad der nur im Sommer begangen werden darf und in den benachbarten tschechischen Nationalpark Sumava führt. Nur ein Schild weißt auf die Grenze hin. Zunächst weiter auf schmalem Pfad, der sich zwischen den Bäumen schlängelt, komme ich schließlich auf eine kleine Teerstraße. Diese zieht sich immer leicht ansteigend bis zum Polednik.
    Die Dämmerung endet bereits als ich zum Turm komme, es war doch eine lange, anstrengende Wanderung heute.
    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05509.JPG Ansichten: 163 Größe: 198,4 KB ID: 3159379
    lange Straße zum Polednik
    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05512.JPG Ansichten: 162 Größe: 130,5 KB ID: 3159380
    ehemaliger Radarturm, jetzt Aussichtsturm auf dem Polednik

    Zunächst setzt ich mich an einen Tisch und koche mein Abendessen. Einige andere Tische sind ebenfalls noch besetzt, der Polednik wird zum Übernachten gut besucht. Nachdem ich in Ruhe gegessen habe suche ich einen Platz für mein Zelt auf der großen, überdachten Terrasse. Ich bin bereits zum drittenmal hier und jedesmal habe ich mein Zelt auf der Terrasse aufgestellt. Da ich eine windstille Ecke suche habe ich diesmal nur einen schmalen Stellplatz. Die anderen Wanderer verteilen sich ebenfalls auf der Terrasse und dem Notübernachtungsplatz.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05515.JPG Ansichten: 162 Größe: 236,2 KB ID: 3159381
    Abendessen

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05518.JPG Ansichten: 162 Größe: 185,1 KB ID: 3159382
    schmaler Stellplatz auf der Terrasse
    Angehängte Dateien
    Zuletzt geändert von blauloke; 15.10.2022, 16:13.
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    • blauloke

      Lebt im Forum
      • 22.08.2008
      • 7552

      • Meine Reisen

      #3
      23.09.2022 ------------------Polednik - Scheuereck --------------------26 km

      Hier sollte eine GPX-Karte erscheinen! Wenn diese nicht nach wenigen Sekunden nachgeladen wird bitte die Seite aktualisieren.
      Heute lasse ich mir Zeit beim Aufstehen, ich habe nur eine kurze Strecke vor mir und die geht meistens bergab. Zunächst schaue ich mir noch die Einrichtungen auf dem Polednik an. Neben dem Turm mit der großen, überdachten Terrasse gibt es noch den Notübernachtungsplatz und ein kleines Haus um das die Toiletten gruppiert sind. Dort ist auch ein Wassercontainer der durch Regenwasser gespeißt wird.

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Ansichten: 568
Größe: 255,9 KB
ID: 3159386
      Kaninchen am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen 😊

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Ansichten: 558
Größe: 362,4 KB
ID: 3159387
      Notübernachtungsplatz Polednik

      Ich gehe nur ein paar hundert Meter dann mache ich einen kleinen Abstecher zu einer Aussichtsplattform. Auf dem Polednik hat 2007 der Orkan Kyrill die Bäume platt gemacht. Diese Fläche wird ebenfalls der Natur überlassen und man kann nun die Regeneration des Waldes beobachten.

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Ansichten: 567
Größe: 200,4 KB
ID: 3159388
      Zustand 2012

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Name: DSC05531.JPG
Ansichten: 562
Größe: 281,2 KB
ID: 3159389
      Zustand 2022

      Auf der selben Strecke wie gestern auf den Polednik gehe ich heute zurück. Bald bin ich wieder im Nationalpark Bayerischer Wald und auf dem E6/Goldsteig. Erneut folge ich dem schmalen Steig, vorbei an abgestorbenen Bäumen und Felsen. Als nächstes komme ich zum Lindberger Schachten. Der Pfad führt hier durch oberschenkelhohe Schwarzbeersträucher. Eigentlich sollte auf einem schachten Gras wachsen, die Schwarzbeersträucher sind die ersten Anzeichen einer wieder Bewaldung der Fläche.

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Ansichten: 561
Größe: 277,8 KB
ID: 3159390
      Brücke über den Grenzbach

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Ansichten: 555
Größe: 258,9 KB
ID: 3159391
      abgestorbene Bäume mit Nachwuchs

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Ansichten: 560
Größe: 326,5 KB
ID: 3159392
      Felsen am Weg

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Ansichten: 570
Größe: 211,8 KB
ID: 3159393
      Blick über den Lindberger Schachten

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Ansichten: 563
Größe: 347,3 KB
ID: 3159394
      schmale Spur durch Schwarzbeersträucher

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Ansichten: 564
Größe: 287,7 KB
ID: 3159395
      Dieses Gras sollte eigentlich auf einem Schachten wachsen

      Beim weiter Wandern stelle ich fest, dass ich heute zu schnell vorwärts komme. So beschließe ich einen Abstecher zum Schachtenhaus zu gehen um dort Mittag zu machen. Es ist ein ehemaliges Wohnhaus für Waldarbeiter und das einzige Gebäude das auf einem Schachten steht. Etwas unterhalb sprudelt frisches Wasser in einen Brunnen.
      Nachdem ich gegessen habe wandere ich zurück zum Goldsteig, dem ich nun weiter folge.

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Ansichten: 574
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ID: 3159396
      Schachtenhaus

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Ansichten: 545
Größe: 291,3 KB
ID: 3159397
      Brunnenhaus

      Der Weg geht durch Wald, der durch den Jährlingsschachten und den Rindlschachten unterbrochen wird. Diese offenen Flächen sind eine willkommmene Abwechslung zum Wald. Auf den Schachten stehen wieder imposante Bäume. Diesmal verläuft die Strecke lange auf breiteren Waldwegen, zwischendurch passiere ich einen geschlossenen Buchenwald.

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Ansichten: 578
Größe: 264,2 KB
ID: 3159398
      Baum auf dem Rindlschachten

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      Rindlschachten

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      Weg durch Buchenwald

      Am oberen Ende des Höllbachgespreng angekommen wird es Zeit zum Abstieg nach Scheuereck. Hier hat sich der Höllbach tief in den Hang eingeschnitten und bildet tosende Kaskaden, Wasserfälle und beeindruckende Anblicke in der wilden Schlucht. Ein schöner, aber anstrengender Abstieg über Felsen. Immer wieder bleibe ich stehen und bewundere den Bach und die Felsgebilde.
      An der Höllbachschwelle ist das Gelände flacher, das Wasser beruhigt sich, nur um anschließend wieder in die Tiefe zu rauschen.

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      im Höllbachgespreng

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      Weg über den Bach

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      Wasserfall

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      Gumpen unter Wasserfall
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      an der Höllbachschwelle

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      die Schlucht geht weiter

      Fast übersehe ich in der Schlucht die Abzweigung nach Scheuereck. Dort ist der vom Nationalpark eingerichtete Zeltplatz. Scheuereck ist ein Weiler, der nur aus ein paar Häusern besteht. Früher gab es hier eine Wirtschaft, die hat inzwischen geschlossen und man muss sich selbst versorgen.
      Ich gehe zum Zeltplatz und stelle erst mal mein Zelt auf. Anschließend gehe ich über die Straße zur Aussichtsplatte am Hirschgehege. Das Rudel äst ruhig im Gras. Nur der Platzhirsch röhrt immer wieder mal. Das wird er auch die ganze Nacht beibehalten, wann schläft so ein Hirsch eigentlich?
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      auf dem Zeltplatz

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      Hirschrudel
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      Platzhirsch

      Es wird Zeit zum Abendessen, ich setze mich an den Picknicktisch und koche. Aus dem zweiten, größerem Zelt kommt ein junges Paar. Sie sind bereits die zweite Nacht auf dem Platz und wir unterhalten uns.

      Erfahrungsbericht zum Zeltplatz
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      • blauloke

        Lebt im Forum
        • 22.08.2008
        • 7552

        • Meine Reisen

        #4
        24.09.2022----------------Scheuereck - Bayerisch Eisenstein------------22 km



        Hier sollte eine GPX-Karte erscheinen! Wenn diese nicht nach wenigen Sekunden nachgeladen wird bitte die Seite aktualisieren.
        Helles Licht von Autoscheinwerfern weckt mich in der Morgendämmerung. Kurze Zeit später kommt noch ein Auto angefahren. Es steigen jeweils Leute mit Kameras und langen Objektiven aus die hinunter zum Hirschgehege gehen und ihre Apparate aufbauen. Anscheinend ein beliebtes Fotomotiv.
        Ich frühstücke erst und baue dann mein Zelt ab. Das Außenzelt ist total nass vom Kondens und ich habe auch keine Chance es zu trocknen. Es geht kein Wind und die Sonne scheint erst spät auf den Platz.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05609.JPG Ansichten: 0 Größe: 235,6 KB ID: 3159412
        Frühstück

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        röhrender Hirsch

        Die Lage des Zeltplatz ist ungünstig. Gestern bin ich 350hm abgestiegen um zum Platz zu kommen, die muss ich heute wieder hoch steigen. Um nicht die selbe Strecke noch mal zu gehen, wandere ich heute auf dem Böhmweg, einer alten Handelsstraße nach Böhmen, den Berg hoch. Es ist ein breiter Fahrweg nur durch Wald, Bäche die von allen Seiten herab strömen lockern alles auf. Weiter oben wechsle ich dann noch ein Stück auf die Strecke die ich gestern bereits gewandert bin. Es hat zwei Stunden gedauert, bis ich wieder am Anfang des Höllbachgespreng bin, von wo ich gestern abgestiegen bin.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05614.JPG Ansichten: 0 Größe: 236,4 KB ID: 3159414
        Großer Falkenstein, da geht es heute hinauf

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05615.JPG Ansichten: 0 Größe: 281,3 KB ID: 3159415
        Böhmweg

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05617.JPG Ansichten: 0 Größe: 299,8 KB ID: 3159416
        Rindelbach

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05618.JPG Ansichten: 0 Größe: 319,5 KB ID: 3159417
        Rindelfilzseige

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        Waldkrokodil

        Jetzt geht es zum Großen Falkenstein. Der Weg verläuft gerade und steigt dabei lange gemächlich an. Oben angekommen genieße ich zunächst die,leider etwas trübe, Aussicht vom Gipfelfelsen, gehe anschließend in das 2019 neu gebaute Schutzhaus und esse dort einen Kaiserschmarrn. Er schmeckt sehr gut und alleine dafür lohnt sich der Aufstieg zum Großen Falkenstein.
        Zum Schluss fülle ich noch meine Trinkflasche am Brunnen vor dem Haus auf, der extra für Wanderer angelegt wurde.
        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05624.JPG Ansichten: 0 Größe: 194,6 KB ID: 3159419
        Gipfel des Großen Falkenstein

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05626.JPG Ansichten: 0 Größe: 150,2 KB ID: 3159420
        getrübter Blick ins Tal

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        neues Falkenstein Schutzhaus

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        Trinkwasserbrunnen am Falkenstein Schutzhaus

        Zunächst muss ich etwa 500m auf dem Anstiegsweg zurück wandern, bis der Weg zum Ruckowitzberg und Ruckowitzschachten abbiegt. Eine interessante Strecke mit Bäumen in den verschiedensten Altersstufen, vom jungen Trieb bis zum abgestorbenen Stamm ist alles vorhanden.
        Danach geht es steiler abwärts, wieder auf einem Pfad der später mal wieder durch einen Buchenwald verläuft.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05632.JPG Ansichten: 0 Größe: 213,8 KB ID: 3159423
        Abstieg vom Großen Falkenstein

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05633.JPG Ansichten: 0 Größe: 235,1 KB ID: 3159424
        Ruckowitzberg

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        Buchenwald

        Dieser geht in den "Urwald Mittelsteighütte" über. Hier sind Bäume in sämtlichen Verfallstadien zu sehen. Vom stehenden Stamm bis zum fast komplett vermoderten Holz. Sehenswert die verschiedenen Arten von Baumpilzen die hier überall wachsen.
        Auf dem Weg kommt mir eine Gruppe entgegen, die an einem liegenden Baum stehen bleibt. Die Leiterin fordert die Teilnehmer auf an einer unscheinbaren gelben Linie im Holz zu riechen. Ich schließe mich an und schnuppere ebenfalls, es duftet nach Rosen! Sie erklärt, dass es sich um einen seltenen Baumpilz handelt der nur noch hier im Urwaldgebiet vorkommt.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05635.JPG Ansichten: 0 Größe: 297,0 KB ID: 3159426
        Baumpilze im Urwald Mittelsteighütte

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05637.JPG Ansichten: 0 Größe: 329,3 KB ID: 3159427
        noch stehender Stamm

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        Baum im letzten Stadium

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        Baumpilze

        Mein Weg führt mich weiter, hinaus aus dem vor sich hin moderenden Urwald, vorbei am Zwieslerwaldhaus, einem Ort der innerhalb des Nationalparks liegt, aber davon ausgespart ist.
        Als nächstes komme ich zum Schwellsteig. Dieser ebene Weg begleitet einen kleinen Kanal der Wasser von einigen Bächen sammelt und der Schmalzbachschwelle zuführt. Diese Schwellen im bayerischen Wald dienten früher dem Holztransport. Es wurde im Winter geschlagen, ins Tal gebracht und dort gesammelt. Im Frühjahr wurden die Schwellen geöffnet damit die Bäche genügend Wasser bekamen um das Holz in den Regen zu schwemmen, das dadurch bis zur Donau transportiert wurde.
        An der Schmalzbachschwelle angekommen umgehe ich die dortige, gut besuchte, Wirtschaft, um die letzten Kilometer meiner Wanderung hinter mich zu bringen.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05640.JPG Ansichten: 0 Größe: 273,6 KB ID: 3159430
        Schwellsteig entlang des Schwellkanals

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05641.JPG Ansichten: 0 Größe: 240,3 KB ID: 3159431
        Schmalzbachschwelle

        Einen letzten Anstieg zum Hochbergsattel habe ich noch vor mir. Auf dem Sattel raste ich zum letzten Mal auf dieser Tour, mache mich dann an den Abstieg. Auf dem Pfad liegen etliche Bäume quer und ich muss diese übersteigen oder unterkriechen. Nachdem diese Hindernisse überwunden sind wandere ich schneller, den teils steilen Pfad abwärts, damit ich den Bus in Bayrisch Eisenstein rechtzeitig erreiche. Zunächst an der Rückseite des dortigen Eisenbahnmuseums vorbei gehe ich, dem lang gestreckten Bahnhofsgelände entlang, zur Bushaltestelle.

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        Baumhindernisse

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        Rückansicht des Eisenbahnmuseums

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        Bahnhof Bayrisch Eisenstein

        Vier schöne Wandertage liegen hinter mir, die mich durch die abwechslungsreiche Landschaft des Nationalpark Bayerischer Wald führten. Ich hoffe, dass noch einige Trekkingplätze eingerichtet werden damit eine Durchquerung, ohne Abstiege, mit dem Zelt möglich wird.

        Bayrisch Eisenstein war bereits Startpunkt zu meiner Böhmerwaldtour entlang der bayrisch-böhmischen Grenze und Endpunkt meiner Sumavawanderung
        Angehängte Dateien
        Zuletzt geändert von blauloke; 14.10.2022, 11:15.
        Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

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        • Pflaume09
          Erfahren
          • 01.02.2022
          • 135

          • Meine Reisen

          #5
          Sehr schön. Vielen Dank!

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          • ronaldo
            Freak
            Moderator
            Liebt das Forum
            • 24.01.2011
            • 11092

            • Meine Reisen

            #6
            Schöne Tour!
            Besonders interessant finde ich deine Beobachtungen zur natürlichen Wiederbewaldung. Was waren das damals für Endlosdiskussionen... und jetzt, siehe da...

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            • November
              Freak

              Liebt das Forum
              • 17.11.2006
              • 10917

              • Meine Reisen

              #7
              Zitat von blauloke Beitrag anzeigen
              ... philosophieren wir über Manitou und die Welt.


              Wer sich nicht in Gefahr begibt, kommt darin um.

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              • Pylyr

                Fuchs
                • 12.08.2007
                • 2056

                • Meine Reisen

                #8
                Schönet Ding...
                Wenn dir etwas gefällt, analysiere es nicht, sondern tanze dazu.
                Tex Rubinowitz

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                • codenascher

                  Alter Hase
                  • 30.06.2009
                  • 4743

                  • Meine Reisen

                  #9
                  Hallo Hermann,
                  Vielen Dank für den kurzweiligen Bericht von deiner Runde. Ich mag deine Berichte aus diesem Teil der Republik! Muss mich auch mal aufmachen...

                  Bin im Wald, kann sein das ich mich verspäte

                  meine Weltkarte

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                  • blauloke

                    Lebt im Forum
                    • 22.08.2008
                    • 7552

                    • Meine Reisen

                    #10
                    Danke für eure Kommentare.

                    In der Tat war dies eine meiner schönsten Wanderungen in letzter Zeit. Wandern im Nationalpark lohnt sich auf jeden Fall.
                    Wir können nur hoffen, dass bald neue Trekkingplätze im Park eröffnet werden.
                    Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

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                    • Muecke
                      Erfahren
                      • 12.03.2022
                      • 406

                      • Meine Reisen

                      #11
                      Danke für den schönen Bericht!
                      In der Gegend bin ich auch schon öfter unterwegs gewesen. Sehr empfehlenswert! Der nachwachsende Wald im Nationalpark ist wirklich faszinierend.

                      Noch als kleiner Tipp für "Nachmacher" mit weiterer Anfahrt:
                      Ein paar Kilometer oberhalb von Mauth, in Finsterau, gibt es seit ein paar Jahren wieder einen Campingplatz (mit Bushaltestelle). Die Plätze für Zelte liegen etwas abseits zwischen Büschen und Bäumen und bieten sogar ein bisschen "Wildnisfeeling", außerdem gibt es eine schöne große Feuerstelle. Dort gibt es (auch für vorbeikommende Wanderer) die Möglichkeit am Selbstbedienungskühlschrank Getränke zu kaufen oder kostenlos Leitungswasser aufzufüllen.

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                      • jeha
                        Erfahren
                        • 04.08.2005
                        • 348

                        • Meine Reisen

                        #12
                        Wunderschön! Vielen Dank für den Bericht!

                        Kommentar


                        • Bambus
                          Fuchs
                          • 31.10.2017
                          • 1648

                          • Meine Reisen

                          #13
                          Vielen Dank für den Bericht. Macht Laune, dir zu folgen.
                          Zur "natürlichen" Wiederaufforstung - das konnte ich vor 3 Wochen nahe Brilon selber sehen. Beeindruckend die Vielfalt die sich angesiedelt hat und was für ein prächtiger, lebendiger und interessanter Jungwald sich einstellt nach wenigen Jahren.

                          Kommentar


                          • Rollo
                            Erfahren
                            • 05.01.2010
                            • 360

                            • Meine Reisen

                            #14
                            Danke für den tollen Bericht.
                            Cheers
                            Rollo
                            ***********************************
                            Oh, es regnet, da bleib ich heute im Büro!

                            Kommentar


                            • lina
                              Freak

                              Vorstand
                              Liebt das Forum
                              • 12.07.2008
                              • 41318

                              • Meine Reisen

                              #15
                              Das sieht wirklich nach einem wunderschönen Wandergebiet aus – vielen Dank für’s Mitnehmen! :-)

                              Kommentar

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