[DE] Wildnistrail im November 2019

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    [DE] Wildnistrail im November 2019

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    [D] Der Wildnistrail im Nationalpark Eifel im November 2019

    Land: Deutschland
    Reisezeit: 17. – 24. November 2019
    Kontinent: Mitteleuropa


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Ansichten: 522
Größe: 1,34 MB
ID: 3020468

    Seit über sechs Jahren wohnen wir nun am Rande der Eifel und fast genau so lange steht das Büchlein über den Wildnistrail im Schrank. Viele kleine und größere Teilstücke sind wir in diesen sechs Jahren gelaufen, aber immer nur im Rahmen von Tagestouren, die andere Ziele hatten und den Wildnistrail nur zufällig streiften.

    Eigentlich wollten wir die Tour schon im letzten Jahr gehen. Wir hatten sie uns im Oktober zu Silbernen Hochzeit geschenkt. Ende November gab es ein Zeitfenster von zwei Wochen, in dem wir keine Termine hatten. Ich hatte die Tour fertig, eine Liste mit den Unterkünften lag bereit, ich musste nur noch buchen. Aber dann schlug das Wetter um, das gerade noch so schön war, und wir kniffen für das Jahr 2018.

    Im Frühjahr ging es unserem vierbeinigen Wanderkameraden Benny dann so schlecht, dass keine Wanderung mehr möglich war. So haben wir die Tour erst mal aufgeschoben. Und ganz tief im Inneren hatte ich auch keine rechte Lust hier eine mehrtägige Wanderung zu machen, ist irgendwie doch was anderes als im hohen Norden.

    Nun ist wieder Herbst, mein Mann fängt im nächsten Jahr in Süddeutschland an zu arbeiten und wir wissen noch nicht wann und ob wir umziehen werden. Also wenn wir noch mal auf den Wildnistrail wollen, dann jetzt. Benny ist leider nicht mehr bei uns, so müssen wir nicht darauf achten, ob in den Quartieren Hunde erlaubt sind.

    Eigentlich ist der Wildnistrail gut in vier Tagen zu machen. Wir möchte aber direkt von der Haustür aus losgehen. Dann würden aber aus den vier Tagen mindestens eine Woche, eher acht Tage werden. Bis zum Start des Wildnistrail in Höfen hätten wir 30 km auf dem Eifelsteig und vom Ende in Zerkall wären es noch mal gute 35 km nach Hause. 30 km sind uns ein bisschen zu viel, wir teilen die beiden Stecken jeweils auf zwei Tage auf und fügen noch den einen oder anderen Schlenker in den Plan ein. So wäre die Tour in acht Tagen machbar.

    Das der Wildnistrail nicht wirklich etwas mit Wildnis zu tun hat, ist uns klar, dazu kennen wir die Umgebung inzwischen gut genug. Ein Großteil der Strecke führt über Forstwege. Zudem sind viele Gebiete zur Hauptsaison gut besucht. Auch aus diesem Grund wollen wir die ruhige Zeit im Spätherbst nutzen. Von der Mitnahme eines Zeltes sehen wir ab, wir möchten zum einen nur wenig Gepäck mitnehmen und zum andern sind die Nächte im Zelt jetzt im November schon sehr, sehr lang. Ich finde genug Hotels oder Pensionen, die in dieser Zeit noch geöffnet haben. Aber ich buche noch nicht, wir wollen das kurzfristig vom Wetter abhängig machen.

    Bis Mitte November bekommen wir keine zusammenhängende Woche zusammen. Aber dann, aber dem 16. November schaut es gut aus. Die Wettervorhersage verspricht relativ trockenes Wetter mit Nachtfrost. Am Mittwoch buche ich sämtliche Unterkünfte. Da wir wissen, wie bescheiden das mobile Netz hier teilweise ist, möchten wir es nicht riskieren das erst tagsüber zu erledigen.

    Packen müssen wir nicht viel, das wird am Samstag erledigt. Essen brauchen wir nur für tagsüber ein bisschen. Schokolade, Nüsse oder Studentenfutter, ein paar Müsliriegel, Würstel und Semmeln für die ersten beiden Tage, eine Thermoskanne und etwas Instantkaffee. Für den Notfall, falls wir abends mal nichts zum Essen bekommen sollten, kommt noch eine Packung Müsli mit. Die Kleidung ist wie für Lappland, denn die Temperaturen werden wohl vergleichbar mit dem letzen „Sommerurlaub“ sein. Lange Merinounterwäsche, darüber eine Wanderhose und T-Shirt, ein langärmliges Funktionsshirt, eine Fleecejacke und die Funktionsjacke, ein bisschen was zum Wechseln für abends und morgens. Dazu kommt die Regenhose in den Rucksack. Mütze, Handschuhe, Bufftuch, dicke Wandersocken und Stiefel und für die Unterkunft haben wir die Crocs dabei. Der Kleinkram wird auch auf das Nötigste reduziert, etwas Kosmetikzeug und ein kleines Notfallset, wir sind ja nicht in der Wildnis, Handy, Kamera, Messer, Trinkflasche, Haferl und Spork und ganz wichtig die Stirnlampen, denn es wird ja sehr früh dunkel. Bei so wenig Gepäck reicht ein größerer Tagesrucksack. Insgesamt sind wir bei etwa 10 kg Gewicht für jeden.

    Zur Navigation hab ich die Tracks, die ich in Outdooractiv erstellt habe, aufs Handy geladen. Alleine darauf wollen wir uns aber nicht verlassen, das GPS Signal ist in den Tälern nicht immer zuverlässig, und haben die entsprechenden Karten ebenfalls dabei. Wir nutzen die Wanderkarten des Eifelvereins Nr. 3 (Monschauer Land Rurseegebiet) und die Nr. 50 (Nationalpark-Karte). Zusätzlich hab ich mir die Karten der einzelnen Tagesrouten als PDF aus Outdooraktiv ausgedruckt. Die Ausdrucke kamen mit der Karte in die Kartentasche und haben meist völlig ausgereicht.

    Hier sollte eine GPX-Karte erscheinen! Wenn diese nicht nach wenigen Sekunden nachgeladen wird bitte die Seite aktualisieren.


    Auf der Karte sieht man den Weg, den wir tatsächlich gegangen sind. Hier und da haben wir Wildnistrailetappen etwas abgewandelt, da werde ich bei den einzelnen Etappen noch kurz drauf eingehen. Im Höhenprofil kann man sehen, dass die Eifel da auch durchaus etwas zu bieten hat.

    Der Bericht wird lange nicht so ausführlich wie die Berichte von den Sommertouren. Tagebuch hab ich nur in ganz kurzen Stichpunkten auf der Rückseite der täglichen Routenausdrucke geführt. Auch Fotos gibt es viel weniger, an zwei Tagen blieb die Kamera aufgrund des weniger schönen Wetters komplett im Rucksack und die Qualität der Handyfotos ist doch etwas schlechter. Auch ist mir aufgefallen, dass ich deutlich mehr Kultur und Infrastruktur fotografiert habe, als Natur. Ab und zu füge ich ein paar Fotos aus meinem Archiv von früheren Touren ein.

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  • andrea2
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    #2
    Sonntag, 17.09.2019; Rott – Mützenich: 19 km

    Der Wecker klingelt wie zur Arbeit um 6 Uhr. Wir frühstücken, räumen auf und um 8 Uhr können wir die Rucksäcke schultern und die Haustür hinter uns zuziehen. In der Nacht hat es gefroren, es herrschen noch Minustemperaturen. Es wird schon hell, aber die Sonne ist noch nicht aufgegangen.

    Hinter Rott geht es gleich bergauf, so wird uns schnell warm. Nach wenigen 100 Metern treffen wir auf dem Eifelsteig. Allerdings folgen wir ihm nicht ins Naturschutzgebiet Struffelt, das wir aus den täglichen Gassirunden in und auswendig kennen. Bei Nässe und Frost sind die Stege durch das Naturschutzgebiet unglaublich rutschig und darauf können wir gut verzichten. So verpassen wir auch den Blick über die Dreilägerbach Talsperre, die Aachen mit Wasser versorgt.

    Ich hab hier aber ein paar Bilder aus meinem Archiv, so hätte es heute auch aussehen können.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC01919-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 1,42 MB ID: 3020474 NS Struffelt (Dezember 2016)

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC01940-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 1,54 MB ID: 3020479 NS Struffelt (Dezember 2016)

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC_0269-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 1,45 MB ID: 3020477 Dreilägerbach Talsperre (November 2013)

    Wir gehen nun einfach gerade aus weiter und treffen unterhalb der Staumauer beim Filterwerk wieder auf den Eifelsteig. Der Weg führt es erst aufwärts durch den Wald und dann zwischen Weiden hindurch mit Blick über Roetgen. Hier queren wir die Schneise des Tornados, der im März 2019 eine Spur der Wüstung durch den Ort und den Wald gezogen hat.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC06530-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 1,33 MB ID: 3020478 Roetgen

    Der Eifelsteig folgt hier ein kleines Stück dem Vennbahnradweg und kreuzt dann in Roetgen die B258. Im Ort ist noch sehr wenig los, kaum ein Auto auf der sonst viel befahrenen Bundesstraße. Nach kurzer Zeit verlassen wir Roetgen, queren die Weser und laufen durch Wiesen auf den Wald zu. Kühen und Pferden auf den Weiden scheinen die kalten Temperaturen nichts auszumachen. Auffallend viel Haareis sehen wir heute an vermoderten Holzstücken.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC06532-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 2,04 MB ID: 3020482 Weser

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    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC06535-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 1,09 MB ID: 3020475 Haareis

    Am Waldrand erreichen wir die Grenze zu Belgien und sind nun im Nationalpark Hohes Venn. Über den Steinbach hinweg wandern wir weiter bis zum Reinartzhof.

    Der Hof, der im Einzugsbereich der Wesertalsperre liegt, musste in den 1960er Jahren verlassen werden, da die Gefahr der Wasserverschmutzung bestand. Heute findet man dort nur noch ein paar Mauerreste.

    Hier gibt es eine kleine Rasthütte und ein paar Bänke, die förmlich zur Mittagspause einladen. Inzwischen scheint die Sonne durch Schleierwolken und es ist nicht mehr so kalt.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC06536-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 2,09 MB ID: 3020481

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC06537-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 2,18 MB ID: 3020480

    Hinter dem Reinatzhof führt der Weg fast schnurgerade durch das Hohe Venn bis zum Fuß des Steling. Im Sommer meiden wir diesen Weg. Hier sind viele Radfahrer unterwegs und bei Sonnenschein wird es sehr schnell sehr heiß, da es keinen Schatten gibt. Viel schöner sind die Wege die parallel auf Stegen durchs Venn führen.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC06541-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 2,15 MB ID: 3020485

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC06543-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 1,64 MB ID: 3020484

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC06544-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 1,70 MB ID: 3020483

    Inzwischen sind mehr Leute unterwegs und auch die Stelinghütte ist mit Wanderen besetzt. Aber unsere Pause ist ja noch nicht so lange her. Wir können nun endlich den asphaltierten Weg verlassen und steigen weiter an.

    Wir erreichen den „Gipfel“ des Stelings, hier hat man eine schöne, weite Sicht über das Monschauer Land. Die Sonne hat sich wieder hinter die Wolken verzogen und der Wind ist ungemütlich kalt. Für eine kleine Pause beim „Kreuz des Wachens“ ziehen wir die warmen Sachen an. Jetzt freuen wir uns sehr über den warmen Kaffee aus der Thermoskanne. Am Kreuz des Wachens trifft sich jedes Jahr an Gründonnerstag die Dorfjungend aus Mützenich für eine Nachtwache. Wir wandern auf dem Eifelsteig weiter, am Waldrand entlang zu Kaiser Karls Bettstatt. Der Felsen ist einer der größten Quarzitbrocken im hohen Venn und diente früher als Grenzmarke des Klosters Reichenstein bei Kalterherberg. Der Sage nach soll Kaiser Karl hier genächtigt haben.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC06545-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 1,09 MB ID: 3020486

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC06548-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 1,71 MB ID: 3020487

    Nun zurück über die Grenze nach Deutschland und hinunter nach Mützenich. Hier haben wir im Gasthof Zum Steling ein Zimmer reserviert. Es ist erst 13.30 Uhr, wir sind viel schneller gewesen als angenommen und so ist das Zimmer noch nicht fertig. Wir setzen uns in die Stube, trinken einen Kaffee und sind froh, dass wir uns aufwärmen können. Bald können wir unser Zimmer beziehen.

    Hier machen wir es uns gemütlich, ziehen trocken Sachen an und verdaddeln den Nachmittag. Als wir den Wetterbericht kontrollieren, stellen wir fest, dass sich da einiges geändert hat. Gestern sah die Vorhersage für die nächste Woche noch ganz gut aus, nun wird für morgen Schnee angesagt.

    Abends gibt es ein leckeres Hirschgulasch, bevor wir früh schlafen gehen.

    Ein bisschen seltsam fühlt es sich an hier zu übernachten. Mit dem Auto wären wir in 20 Minuten zu Hause.
    Zuletzt geändert von andrea2; 11.02.2021, 17:56.

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    • andrea2
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      #3
      Montag 18.11.2019; Mützenich – Höfen: 12,5 km

      Um 7.00 Uhr geht der Wecker. Nachdem es so früh dunkel wird, wollen wir möglichst zeitig aufbrechen und gleich um 8.00 Uhr beim Frühstück sein. Schon bevor der Wecker klingelt, hören wir draußen den Schneepflug fahren und ahnen, dass es wohl wirklich geschneit hat. Und tatsächlich ist alles weiß als wir morgens aus dem Fenster schauen. Es hat etwa 5 cm geschneit und schneit immer noch. Es kommt uns vor wie ein Déjà-vu. Das gleiche hatten wir doch erst vor einigen Wochen im Sommerurlaub im Sarek.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20191118_081215-1-2.JPG Ansichten: 0 Größe: 1.012,1 KB ID: 3021526
      Auf dem Weg zum Frühstück

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20191118_081237-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 920,5 KB ID: 3021523
      Gasthof Zum Steling in Mützenich

      Aber erst einmal lassen wir uns das gute Frühstücksbuffet schmecken. Viel los ist nicht. Außer uns sind nur sehr wenige andere Gäste hier. Nach dem Frühstück haben wir schnell unsere wenigen Habseligkeiten gepackt und können um 9.15 Uhr aufbrechen. Die Kamera kommt in den Rucksack. Die Fotos heute sind alle vom Handy, deshalb leider nur mäßige Qualität.

      Für einen Kilometer müssen wir der Hauptstraße folgen. Das ist heute wenig angenehm. Auf dem Gehweg liegen die Schneeberge des Schneepflugs. Wenn ein Auto vorbei kommt, müssen wir schnell auf die Seite springen um nicht total nass gespritzt zu werden. Es schneit immer weiter, der Schnee ist nass und schwer. Dann können wir nach Süden auf ein kleines Sträßchen abbiegen.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20191118_095211-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 4,95 MB ID: 3021534

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20191118_095757-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 5,24 MB ID: 3021533

      Wir gehen nun nicht mehr den Eifelsteig, da der uns in nur 9 km nach Höfen geführt hätte. Stattdessen haben wir uns eine kleine Schleife an der Rur entlang ausgesucht. Das asphaltierte Sträßchen führt uns vorbei an einzelnen Gehöften und den typischen eifler Rotbuchenhecken. Durch die Fahrspuren kommen wir zügig voran.

      Nachdem wir die Straße von Mützenich nach Kalterherberg überquert haben, laufen wir abwärts, entlang an verschneiten Felder und Wiesen der Rur entgegen. Immer noch können wir einer einzelnen Fahrspur folgen. In der Ferne beobachten wir einen Fuchs, der über die Wiesen schnürt.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20191118_101051-1-2.JPG Ansichten: 0 Größe: 896,5 KB ID: 3021529

      Kurz vor Kloster Reichenstein müssen wir noch einmal ein kurzes Stück auf der Straße unter dem Viadukt der Vennbahn hindurch laufen, bevor wir den schönen Wanderweg an der Rur entlang erreichen.
      Hier unten liegt viel weniger Schnee, allerdings steht überall das Wasser und es ist sehr matschig und nass, sowohl von unten als auch von oben.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20191118_112412-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 1,49 MB ID: 3021524

      Als wir die Rasthütte "Fischerhütte" erreichen, sind wir froh im Trockenen eine kleine Pause machen zu können.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20191118_112427-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 1,61 MB ID: 3021525
      Die Fischerhütte an der Rur

      Gestärkt verlassen wir kurze Zeit später den Uferweg um zum Ehrensteinley aufzusteigen. Wir befinden uns hier genau an der Schneegrenze. Die nicht einmal 100 Höhenmeter reichen und wir sind wieder im Winter. Der Anstieg ist rutschig und unter den Regenklamotten wird es schnell, sehr warm.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20191118_115114-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 1,20 MB ID: 3021528
      Ehrensteinley mit Blick nach Mützenich

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      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20191118_115123-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 1,58 MB ID: 3021537
      Am Ehrensteinley

      Weit oberhalb der Rur geht es jetzt weiter und es dauert nicht mehr lange, bis wir den ersten Blick auf die Burg Monschau haben. Abwärts wandernd, queren wir die B 258. Der Weg kommt beim Felsenkeller des ehemaligen Monschauer Brauereimuseums heraus. Hier treffen wir wieder den Eifelsteig, der jetzt in einer Schleife nach Monschau hinein führt und am gegenüberliegenden Hang zurück kommt.

      Da wir Monschau aber gut kennen, schenken wir uns den Umweg bei dem ungemütlichen Wetter und kürzen über den großen Besucherparktplatz des Handwerkermarktes ab, um direkt wieder auf den Eifelsteig zu stoßen. Im Sommer bekommt man hier oft keinen Parkplatz mehr. Jetzt ist nichts los, nur ein paar verloren Autos und ein einsamer Reisebus.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20191118_120438-1-3.JPG Ansichten: 0 Größe: 1,04 MB ID: 3021530
      Burg Monschau

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      Monschau Oktober 2015 (Archivbild)


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      Blick über Monschau Dezember 2016 (Archivbild)

      In Monschau liegt kaum Schnee, aber das ändert sich schnell, als wir nun wieder ansteigen. Hinter dem Parkplatz geht der Weg in einen kleinen Steig über, der weit oberhalb des Perlenbauchs und der B258 am Hang entlang führt. Der Schnee wird dichter, der Weg rutschig. Ein paar Stellen sind hier doch tatsächlich mit Drahtseil gesichert. Aber ganz ehrlich, heute bin ich nicht undankbar dafür.

      Viel Sicht haben wir nicht, die Wolken hängen nun tief und lassen es weiterhin kräftig schneien. Am Engelsley hätte man sonst einen schönen Blick über das Tal. Wir wandern weiter auf dem Eifelsteig. Zum Gasthof Perlenau geht es wieder abwärts bis auf den Talboden, um heute ein zweites Mal die B258 zu queren.

      Wir kommen nun an die Perlenbachtalsperre, aus der wir unser Trinkwasser bekommen. Bei schönem Wetter ist es ein schöner Spaziergang, aber heute haben wir keine rechte Lust mehr. Der Wind bläst uns den Schnee ins Gesicht und langsam ist alles etwas klamm und kalt. So sind wir auch nicht ganz unglücklich, als am Ende der Talsperre der steile Aufstieg nach Höfen beginnt. Als wir den Wald verlassen, können über die Wiesen hinweg bald den Ort sehen.

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      Wir kommen direkt am Nationalpark-Tor in Höfen heraus. Im Frühling, zu Blühte der wilden Narzissen, ist hier die Hölle los. Heute liegt der große Parkplatz verweist unter dem Schnee.

      Wir müssen nun nur noch wenige 100m die Straße entlang, bis wir das Höfener Wirtshaus erreichen, in dem wir heute nächtigen wollen.

      Vor der Tür ziehen wir erst mal die pitschnassen Regensachen aus und können dann gleich unser Zimmer beziehen, obwohl es erst 13.45 Uhr ist. Die nette Wirtin hat schon für uns eingeheizt. Was für eine Wohltat. Alles was nass ist, kommt erst mal ins Duschbecken. Wir ziehen trockene Sachen an und stecken uns auf dem Bett aus.

      Nachdem wir uns aufgewärmt haben, gibt es die restliche Brotzeit und dann müssen wir unser Chaos sortieren, um duschen zu können. Abends gehen wir hinunter in die Gaststube zum Essen. Außer uns gibt es keine Gäste.

      Den ganzen Nachmittag und Abend schneit es weiter. Sogar von NINA kommt eine Warnung vor starkem Schneefall. Das kann ja heiter werden. Morgen steht uns die längste Etappe der ganzen Tour bevor und sie führt uns auch noch auf den höchsten Punkt des Wildnistrails.
      Zuletzt geändert von andrea2; 15.02.2021, 17:20.

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      • Blahake

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        • 18.06.2014
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        #4
        Ha, da ist er ja, Dein Von-Haustür-zu-Haustür-Bericht! Sehr schön! Mit dem Wetter habt Ihr ja schon wieder Pech! Aber für die Bilder ist es wie in Eurem Sarek-Bericht: Hier vom trockenen Sofa aus, sehen sie gerade wegen des Schnees sehr schön aus. Obwohl man bei manchen Bildern auch die nassen Füße förmlich spüren kann, die man da bekommen muss. Bin gespannt, wie es weitergeht.

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        • andrea2
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          • 23.09.2010
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          #5
          Im Nachhin finde ich es auch schön. Gleich geht es weiter.



          Dienstag 19.11.2019; Höfen – Einruhr: 20,4 km

          Morgens scheint der schlimmste Schneefall vorbei zu sein. Es kommen nur noch wenige Flocken vom Himmel, aber über Nacht ist noch mal einiges an Schnee dazu gekommen. Wir stehen wieder um 7 Uhr auf, machen uns fertig und packen schon mal soweit zusammen, dass wir nach dem Frühstück gleich los können. Das Frühstück ist sehr reichhaltig, sodass wir gut gesättigt starten können. Für Mittags haben wir uns noch vier Brötchen zusätzlich bestellt.

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20201011_092038-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 921,7 KB ID: 3022084
          Start Wildnistrail, Archivbild Oktober 2020

          Um 9.15 Uhr wandern wir los. Zuerst wieder an der Straße zurück zum National-Park Tor und dann den gleichen Weg, den wir gestern gekommen sind, hinunter zur Perlenbachtalsperre. Es hat inzwischen aufgehört zu schneien. Die Temeratur bewegt sich um die 0 °C. Der Schnee ist sehr nass und schwer. Fotos habe ich heute wieder nur sehr wenige mit dem Handy gemacht, deshalb werde ich auch wieder das eine oder andere aus meinem Archiv mit einfügen.

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSCF2552-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 1,61 MB ID: 3022088
          Südende der Perlenbachtalsperre April 2015

          Ein kleines Stück geht es nun noch den Perlenbach entlang. Vorbei am geschlossenen Gasthof Höfener Mühle überqueren wie die Straße und kommen bald an den Zusammenfluss von Perlenbach und Fuhrtsbach. Hier im Tal liegt viel Schnee, aber wir haben wieder Glück und es gibt schon eine Fahrspur, die das Laufen etwas einfacher macht, auch wenn diese Fahrspuren für ein bequemes Gehen immer etwas zu schmal sind. Wir kommen an eine kleine Rasthütte und ziehen die Regenjacken aus, denn inzwischen ist uns warm geworden. Leider können wir sie schon bald wieder anziehen, denn es fängt an zu regnen. Zum Glück ist es nur ein kurzer Schauer.

          Im oberen Bereich öffnet sich das Fuhrtsbachtal. Auf den weiten Wiesen blühen im Frühjahr die wilden Narzissen und im Sommer die Bärwurz.

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20191119_095339-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 1,85 MB ID: 3022100
          Fuhrtsbachtal

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSCF2564-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 1,55 MB ID: 3022090
          Fuhrtsbachtal mit wilden Narzissen im April 2015

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSCF2600-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 1,51 MB ID: 3022091

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSCF2573-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 1,03 MB ID: 3022089
          Wilde Narzissen April 2015

          Wir erreichen einen ehemaligen Löschweiher, der an einem namenlosen Nebenbach des Fuhrtsbach liegt. Auch ein altes Feuerwehrhaus findet sich hier noch.

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20191119_104901-1-2.JPG Ansichten: 0 Größe: 948,9 KB ID: 3022064
          Altes Feuerwehrhaus mitten im Wald

          Es geht weiter entlang des Fuhrtsbaches. Leider biegt die frische Fahrspur ab und wir haben jetzt nur noch eine Spur vom Vortag. Immer noch besser als gar nichts. Es geht immer das Tal aufwärts, bis wir zu einem weiteren kleinen Weiher mit Picknickbank kommen.

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20191119_105803-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 906,3 KB ID: 3022065
          Blick zurück das Fuhrtsbachtal abwärts.

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20191119_111026-1-2.JPG Ansichten: 0 Größe: 1,33 MB ID: 3022067

          Hier verlässt der Wildnistrail den Fuhrtsbach, um auf einem kleinen Steig dem idyllischen Dröppeskaul zu folgen, bevor man nach 1,25 km auf den Führtgesweg stößt, der weiter zum Parkplatz Wahlerscheid führt. Dieser kleine Pfad ist allerding tief verschneit und kaum zu erkenne. Wir entschließen uns daher auf dem breiten Forstweg zu bleiben, der mit einem Schlenker ebenfalls auf den Führtgesweg stößt. Immer noch geht es weiter bergan und inzwischen ist kaum noch eine Spur zu erkennen. Es dauert nicht lange bis wir wieder auf den Wildnistrail stoßen. Schnurgerade geht es nun nach Osten bis wir den Parkplatz Wahlerscheid an der B258 erreichen, mit 630m der höchste Punkt des Wildnistrails.

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20191119_113230-1-2.JPG Ansichten: 0 Größe: 1,37 MB ID: 3022066

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          Wieder auf dem Wildnistrail

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          Schnurgerade nach Osten.

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          Parkplatz Wahlerscheid

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          Parkplatz Wahlerscheid

          Auf der anderen Seite der Straße müssen wir im tiefen Schnee erst einmal suchen, wo wohl der Weg weiter geht. Der kleine Pfad, der einige Meter neben der Straße verläuft ist nicht zu erkennen. Wir schlagen uns also aufs Geratewohl zur Forststraße durch, auf die wir gleich kommen müssen. Groß ist die Freude, als wir sehen, dass hier tatsächlich geräumt ist.

          Von nun an geht es erst einmal viele Kilometer bergab und mit dem geräumten Weg läuft es sich auf einmal ganz unbeschwert. Aber lange währt die Freude leider nicht. Schon an der nächsten Kreuzung ist Schluss mit geräumt. Ganz erschließt sich uns der Sinn nicht, warum gerade bis hierher geräumt ist.

          Wir wandern jetzt im Wüstebachtal, dem wir bergab folgen werden. Über einige Kilometer begleiten uns hier neben dem Wüstebach, die sogenannten Bergmähwiesen, auf denen, wie im Fuhrtsbachtal, im April die Narzissen und im Juni die Bärwurz blüht. Die Bärwurz wurde früher sowohl als Küchengewürz, wie auch als Heilpflanze und zur Herstellung des Bärwurzschnaps genutzt.

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          Bärwurz Juni 2020

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          Wüstebachtal Juni 2020

          Wir laufen weiter durch den Schnee und hängen unseren Gedanken hinterher. Den ganzen Tag sind wir niemanden begegnet und so erschrecken wir ziemlich, als hinter uns jemand „Achtung, nicht erschrecken“ ruft. Ein Trailrunner überholt uns, grüßt und ist auch schon vorbei. Es soll der einzige Mensch bleiben, den wir heute treffen.

          Langsam wäre eine Pause auch nicht schlecht, wir sind schon 3 ½ Stunden unterwegs. So freuen wir uns sehr, als eine Bank am Wegesrand steht. Schnell ist der Schnee weggefegt, Sitzmatten raus und dann gibt es die Brötchen die wir heute Morgen mitbekommen haben, im Anschluss gleich noch einen warmen Kaffee und eine Schokolade.

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          Gestärkt geht es nun weiter abwärts. Das Tal verengt sich langsam zu einer Schlucht. Hier konnten wir im Juni 2020 einen Schwarzstorch beobachten. Wir verlassen den Forstweg und folgen nun einem schmalen Pfad. Je weiter es abwärts geht, desto dünner wird die Schneedecke. Ab und zu scheint sogar die Sonne durch die grauen Wolken. Schließlich queren wir den Wüstebach auf einer Brücke und direkt dahinter ein einmündenden Hollersief.

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          Der Weg ist inzwischen schneefrei, aber eine große Tafel warnt vor toten Fichten die den Borkenkäferbefall nicht überstanden haben.

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC06605-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 1,28 MB ID: 3022086

          Als wir den Mühlbach überquert haben, stoßen wir wieder auf eine Forststraße. Hier entscheiden wir uns deutlich abzukürzen. Der Wildnistrail führt weiter in zwei Schleifen auf die Dreiborner Hochfläche.

          Die erste Schleife folgt mehr oder weniger dem Schöpfungsweg und führt um Leykaul, ein ehemaliges Schieferabbaugebiet, herum und wieder abwärts bis Hirschrott. Dies ist eigentlich ein sehr schöner Weg auf schmalen Pfaden, aber wir sind froh, wenn wir heute überhaupt heil bis Einruhr kommen.

          Die folgenden Bilder des Schöpfungspfades sind alle aus dem Juni 2020, als wir dort eine Tageswanderung machten.

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20200601_110258-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 1,59 MB ID: 3022081
          Schöpfungspfad Juni 2020

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20200601_113512-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 2,19 MB ID: 3022083
          Schöpfungspfad Juni 2020

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20200601_113634-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 2,15 MB ID: 3022087
          Felsnase am Rubelsberg, Juni 2020

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20200601_113802-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 1,31 MB ID: 3022082
          Ehemalige Schiefergrube am Rubelsberg, Juni 2020

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20200601_114215-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 1,59 MB ID: 3022085
          Buchenwald kurz vor Hirschrott, Juni 2020

          Die zweite Schleife des Wildnistrails führt von Hirschrott durch einen Hohlweg, einer historische Verbindung zum Ort Dreiborn, erneut auf die Hochfläche, am Giersberg vorbei und wieder hinunter nach Erkersruhr. Auch dieses Stück sind wir schon gewandert, allerdings habe ich da keine Bilder.

          Diese ganzen Höhenmeter schenken wir uns also und folgen weiter dem Tal und dem Wüstebach, der ab dem Zusammenfluss mit dem Prüngelbach die Erkersruhr bildet. An diesem Zusammenfluss steht eine Rasthütte, die wir gerne für eine Pause nutzten. Inzwischen gibt es gar keinen Schnee mehr.

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20191119_140615-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 1,30 MB ID: 3022074

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20191119_140623-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 1,96 MB ID: 3022078
          Prüngelbach.

          Nach der Pause wandern wir noch ein kleines Stück an der Erkensruhr entlang und biegen dann vor Hirschrott links ab und steigen durch Buchenwald bergan. Oberhalb des Tales wandern wir nun immer weiter. Das Wetter ist viel freundlicher geworden, der Himmel wird immer blauer und die fahle Spätherbstsonne scheint. Der Wald ist nicht mehr sehr bunt, die meisten Buchenblätter sind braun aber immer wieder gibt es auch sehr schöne gelbe und orange Farbtupfer. Über das Tal hinweg sehen wir auf den gegenüberliegenden Hang und hinauf Richtung Dreiborner Hochfläche. Gut das wir dort nicht rauf sind, da liegt immer noch der Schnee.

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20191119_144806-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 1,70 MB ID: 3022076
          Im herbstlichen Buchenwald oberhalb von Erkersruhr.

          Erkersruhr ist ein typischer Straßenort, die wenigen Häuser liegen nur rechts und links der Hauptstraße und einer Parallelstraße, und zieht sich über mehrere Kilometer durch das Tal. Als wir uns etwa oberhalb der Ortsmitte befinden, treffen wir wieder auf die Wildkatze, die das Symbol des Wildnistrail ist.

          Der Hauptweg steigt hier steil an bis auf den Kammrücken, und folgt diesem Kamm bis Einruhr. Wir nehmen wieder eine etwas einfachere Variant, die aber diesmal sogar als Wildnistrail markiert ist, und weiter auf halber Höhe den Hang entlang führt. Langsam reicht es uns und wir zählen die Kilometer runter, die noch zu laufen sind.

          Wir müssen nur noch geringfügig ansteigen und stoßen dann, auf dem nun abfallenden Gipfelkamm, wieder auf den Hauptweg. Von hier aus hat man einen weiten Blick auf das Rurtal und die Rur, die hier in den Obersee fließt.

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          Wegweiser Wildnistrail, Mai 2020

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20191119_152649-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 1,32 MB ID: 3022075
          Rurtal

          Wir steigen jetzt einen felsigen Pfad durch Eichenwald abwärts. Unter uns liegt Einruhr. Wir haben es fast geschafft. Unten am See treffen wir auf den Uferweg, überqueren die Erkersruhr und die B266. Nun nur noch ein paar Schritte geradeaus durch den Ort bis zu unserer Unterkunft im Haus Helene.

          Wir können direkt unser Zimmer beziehen, allerdings ist es hier ziemlich kalt. Wir drehen die Heizung hoch, aber auch damit wird es nicht so richtig gemütlich warm. Es ist kurz vor vier und wir sind ganz schön kaputt. Schnell raus aus den Wanderklamotten, duschen, warme Sachen anziehen und dann strecken wir uns auf dem Bett auf und tun erst mal eine ganze Weile gar nichts.

          Abends machen wir uns dann noch mal auf, um was zum Essen zu bekommen. Bis auf das noble Hotel Seemöwe ist alles geschlossen. Wir kommen uns etwas deplatziert vor mit den dreckigen Stiefeln und den Wanderklamotten, aber wir haben Hunger. Das Essen war mir aber deutlich zu schwer, auch wenn es sicher sehr gut war.

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: IMG_0918-1.JPG Ansichten: 0 Größe: 1,29 MB ID: 3022098
          Einruhr

          Wieder auf dem Zimmer, lesen wir im Wildnistrailführer die Besonderheiten des heutigen Tages nach und surfen noch etwas im Internet, bevor wir wieder früh schlafen gehen.
          Zuletzt geändert von andrea2; 17.03.2021, 11:04.

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            #6
            Sehr schöner Bericht. Bin schon gespannt, wie es weiter geht.

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              #7
              Ich folge euch auch interessiert. Die Eifel ist mein Heimat-Revier. Oder war es, bis es mich vor 25 Jahren nach Norden verweht hat. Jetzt bin ich noch einmal im Jahr auf Verwandtenbesuch in der Gegend und freue mich immer auf (Tages-)Wanderungen in Eifel und Venn. Den Eifelsteig sind wir auch schon gelaufen.
              Vom Namen "Wildnis-Trail" hätte ich mir tatsächlich mehr Wildnis und mehr Trail versprochen. Aber schön ist es auf jeden Fall!
              Da ich meist im Winter dort bin, kenne ich das mit Eis und Schnee ganz gut und mag das sehr gerne!
              Ich bleibe gespannt!

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                #8
                Zitat von DasBushbaby Beitrag anzeigen
                Sehr schöner Bericht. Bin schon gespannt, wie es weiter geht.
                [+1] :-)

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