Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

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    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    Etwas OT:
    Bei der Suche nach der Geschichte der Wisente in Polen bin ich auf den freilebenden Bestand in der Wojewodschaft Westpommern (bei Miroslawiec/Märkisch Friedland) gestoßen. Aus anfänglich 12 Tieren ist jetzt ... "jede Menge" geworden. Die letzte Zahl, die ich gefunden habe, ist von 2009; damals waren es 67. Dank freundlicher Hilfsmittel der westpommerschen Wisentfreunde gelang es, die Stellen näher einzugrenzen, wo die Wisente auftauchen. Weitere Recherche ergab 3,5 Stunden Fahrzeit (mit einem unökologischen Verkehrsmittel).

    Also sind wird am Freitagabend von Berlin losgetuckert und haben uns am Samstag zu Fuß auf die Suche gemacht. Schon bald trafen wir auf die erste "warme Spur":



    Von einer jagdlichen Einrichtung aus entdeckte Frau November die ersten braunen Rücken in einer Plantage verwilderte Johannisbeersträucher:





    Einige hundert Meter weiter am Feldrand entdeckten wir eine Aussichtsplattform, die zwar "etwas" hinter Bäumen versteckt war, die wir dafür aber auch besteigen konnten, ohne gleich bemerkt zu werden. Erst sahen wir nur zwei Handvoll Tiere...



    ...dann kamen immer mehr aus Wald:



    Auf dem Höhepunkt zählten wir 21 Tiere. Um ihnen etwas nähere zu kommen, schlichen wir uns durch den Wald "von hinten" an und entdeckten dabei, dass dort noch weitere ca. 15 Tiere herumhingen.



    Dieser große Brummer trägt wahrscheinlich einen GPS-Sender um den Hals. Irgendwie hat er mich bemerkt, aber nachdem ich mich nicht mehr bewegt habe, hat er weiter geäst.



    Zum Schluss war dann doch ein Tier aus der großen Gruppe aufmerksam, und schwupps sind alle in den Wald zurück.



    Was man auf den Bildern nicht sieht, dass die ganze Zeit der Lärm von der nur 150 Meter rechts hinter dem Waldrand liegenden Staatsstraße 10 herüberrauscht. Wie diese Bilder zeigen, finden die Wisente ihren Weg über die Straße auch ganz ohne Wildbrücke.

    Was sind die Unterschiede zum Rothaargebirge?
    - Bevölkerungsdichte zwischen 30 und 40 Einwohner/km2 (Hochsauerlandkreis: 133 Ew/km2)
    - keine Berge, viele brachliegende Felder/Weiden, dazwischen immer wieder teilweise stark verwilderter Wald

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  • cast
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    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    Man wartet die Gerichtsentscheidung ab und hält sich die Hintertür offen.

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  • Goettergatte
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    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    Mittlerweile rudert die HSK-Touristik wieder etwas zurück.
    Ich schätze es so ein, daß sie einen Sympathieverlust fürchten, wenn sie in der Öffentlichkeit zu sehr mit einem Scheitern des Wisentprojekts in Verbindung gebracht werden.

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  • cast
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    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    Es hat halt lange gedauert bis man davon leben konnte....

    Mittlerweile gibt's da anscheinend eine ganze Menge Widerstände im Tourismusbereich, Gastronomie in HSK will angeblich keiner das Projekt mehr haben.
    Aber die ersten Fans finden sich schon zusammen, wen wundert es.

    http://www.siegener-zeitung.de/siege...733a1b74ade-ds

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  • Goettergatte
    antwortet
    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    Zitat von cast Beitrag anzeigen
    Ach.

    Nachtrag, Darum geht's also. "Artenschutzprojekt" um Arbeitsplätze zu sichern....

    Michael Emmrich (Pressesprecher Trägerverein) gab zu bedenken, dass es unter dem Strich nach einem langen Weg ja noch um weit mehr gehe – um Arbeitsplätze, Tourismus, Wertschöpfung für die Region und Image.
    Mag ja sein, aber er sagt "... nach einem langen Weg ..." somit nicht "vorrangig",
    was soll hernach an weiteren, hinten an gestellten, Zielen verkehrt sein?

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  • cast
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    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    zu Grimms Märchenzeiten war weitaus weniger Wald in Deutschland, wohl nur ein Dritteil der heutigen Fläche und davon mehr als die Hälfte, bis zwei Dritteile Niederwald.
    Es gab zwar keine intensieve Forstwirtschaft, die geschädigt werden konnte, aber intensieven Raubbau am Forst.

    Ach.

    Nachtrag, Darum geht's also. "Artenschutzprojekt" um Arbeitsplätze zu sichern....

    Michael Emmrich (Pressesprecher Trägerverein) gab zu bedenken, dass es unter dem Strich nach einem langen Weg ja noch um weit mehr gehe – um Arbeitsplätze, Tourismus, Wertschöpfung für die Region und Image.
    Zuletzt geändert von cast; 15.06.2016, 20:25.

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  • Goettergatte
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    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    Zitat von cast Beitrag anzeigen
    Wer glaubt, daß hierzulande irgendwann wieder Wisente ihre Fährten in unseren Wäldern ziehen, hat zu viele Grimms Märchen gelesen.
    Schöne Vorstellung, allerdings völlig irreal.
    zu Grimms Märchenzeiten war weitaus weniger Wald in Deutschland, wohl nur ein Dritteil der heutigen Fläche und davon mehr als die Hälfte, bis zwei Dritteile Niederwald.
    Es gab zwar keine intensieve Forstwirtschaft, die geschädigt werden konnte, aber intensieven Raubbau am Forst.

    Im übrigen war der HSK-Landrat schon immer gegen die Wisente, weil er Angst um seine Holländer und restlichen Touris hatte,
    der Wittgensteiner Landrat unterstützt das Projekt weiterhin.
    Wittgenstein hat seit jeher nachhaltigen Tourismus gefördert, HSK macht intensiven Halligallitourismus für urban überformte.

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  • cast
    antwortet
    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    Bis jetzt hatten sie IMHO Glück.

    Lass mal so einen Berg Wisent in ein Auto laufen, inklusive Schwerverletzte oder gar Tote. Dann wird es für den Verein erst richtig spannend, wenn sich da ein cleverer Anwalt für die geschädigten findet...

    Komisch, die offizielle Position des DJV ist der Artenschutz - durch Hege!
    Na dann denke mal drüber nach wo der Unterschied liegt. Im übrigen fehlt mir die Erwähnung des Wisent in dem Artikel....
    Im übrigen unterliegt das Wisent dem Jagdrecht mit ganzjähriger Schonzeit, aber dann herrenloses Wild.


    Und von vorneherein jedes derartige Projekt zu negieren, bringt uns auch nicht weiter.
    Die Entwicklung des ganzen war vorher absehbar.
    Zuletzt geändert von cast; 15.06.2016, 16:53.

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  • Ditschi
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    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    Warum sollte das beim Wisent anders sein als bei anderem Wild?
    Das ist genau die Frage, um die es bei der rechtlichen Auseinandersetzung geht. Sind das schon herrenlose Wildtiere oder stehen die Wisente im Eigentum eines Halters, in diesem Fall des Trägervereins?. Die bisherige Rechtsprechung hat in drei Urteilen, die noch nicht rechtskräftig sind, letzteres entschieden. Der Verein hat im übrigen selbst im Vertrag festgelegt, die Tiere erst nach einer Probezeit, die noch nicht abgelaufen ist, in die Herrenlosigkeit zu entlassen.
    Die Frage ist ein Dilemma für den Trägerverein, denn wenn er argumentiert, die Wisente seien jetzt schon herrenlose Wildtiere, würde er gleichzeitig alle Rechte an ihnen verlieren und könnte z.B. nicht mehr klagen. Herrenlos heißt nun einmal, daß man sein Recht an den Tieren verliert.
    Sind die Wisente nicht herrenlos, müssen Jäger sie ebenso wenig hegen wie Rinder, Schweine, Pferde, Schafe etc.
    Das Dilemma des Vereins: es ist vereinbart, die Wisente erst nach einer noch nicht abgelaufenen Probezeit in die Freiheit zu entlassen. Richten sie jedoch Schäden an, sind sie plötzlich jetzt schon nicht mehr beherrschbares herrenloses Wild. Das beißt sich.
    Ditschi
    Zuletzt geändert von Ditschi; 15.06.2016, 14:10.

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  • eigengott
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    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    Zitat von cast Beitrag anzeigen
    Das ist keine Artenvielfalt, denn die Tiere werden wie halbwilde Haustiere betreut. Ständig und das wird so bleiben.
    Komisch, die offizielle Position des DJV ist der Artenschutz - durch Hege! http://www.jagd-fakten.de/alle-fakte...st-jaegersache

    Warum sollte das beim Wisent anders sein als bei anderem Wild?

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  • Markus K.
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    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    Zitat von cast Beitrag anzeigen
    Das ist keine Artenvielfalt, denn die Tiere werden wie halbwilde Haustiere betreut. Ständig und das wird so bleiben.
    Das sind keine Wölfe, die von allein gekommen sind und sich anpassen, oder verschwinden.

    Der nächste richtige Unfall wird das Projekt beenden und desgleichen wenn das Gericht im Falle der Wildschäden entsprechend entscheidet.

    Wer glaubt, daß hierzulande irgendwann wieder Wisente ihre Fährten in unseren Wäldern ziehen, hat zu viele Grimms Märchen gelesen.
    Schöne Vorstellung, allerdings völlig irreal.
    Du meinst so wie die Jäger ihre Cerviden und Sauen betreuen?

    Und von vorneherein jedes derartige Projekt zu negieren, bringt uns auch nicht weiter.

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  • cast
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    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    À propos "Schnapsidee": Wisent, Rind, Wildschwein oder was auch immer an Paar-und sonstigen Hufern; wenn Kälber in der Nähe sind, ist Vorsicht und Zurückhaltung geboten, zumal, wenn man einen Hund dabei hat; wer seinen Hund "vorsichtshalber" hochnimmt, darf sich nicht wundern, wenn was passiert.......
    Die beste Idee wäre alles aus dem Wald draußen zu halten was da nicht hingehört, Spaziergänger, Hunde usw. dann passiert auch nix.
    Dazu die entsprechende Entschädigung der Waldbesitzer und Wildzäune an Straßen, die Wisentsicher sind, dazu ein paar Wildbrücken.
    Nur wird der Trägerverein dann Bundesrepublik Deutschland heißen und wir alle bezahlen dafür. So wie momentan dort wird es sicher nicht funktionieren.

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  • cast
    antwortet
    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    Das ist keine Artenvielfalt, denn die Tiere werden wie halbwilde Haustiere betreut. Ständig und das wird so bleiben.
    Das sind keine Wölfe, die von allein gekommen sind und sich anpassen, oder verschwinden.

    Der nächste richtige Unfall wird das Projekt beenden und desgleichen wenn das Gericht im Falle der Wildschäden entsprechend entscheidet.

    Wer glaubt, daß hierzulande irgendwann wieder Wisente ihre Fährten in unseren Wäldern ziehen, hat zu viele Grimms Märchen gelesen.
    Schöne Vorstellung, allerdings völlig irreal.

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  • uli.g.
    antwortet
    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    À propos "Schnapsidee": Wisent, Rind, Wildschwein oder was auch immer an Paar-und sonstigen Hufern; wenn Kälber in der Nähe sind, ist Vorsicht und Zurückhaltung geboten, zumal, wenn man einen Hund dabei hat; wer seinen Hund "vorsichtshalber" hochnimmt, darf sich nicht wundern, wenn was passiert.......

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  • Dogmann
    antwortet
    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    @ OT-Meine Meinung in bessere Worte gefast.

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  • Markus K.
    antwortet
    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    Zitat von cast Beitrag anzeigen
    Das war und ist von Anfang an eine Schnapsidee. Die Rinder verhalten sich nämlich so wie sie wollen, egal was irgendwelche Experten vorher behauptet haben.
    Ob es eine Schnapsidee ist oder ein Beitrag zur Artenvielfalt, ist für mich die Frage. Ich tendiere eher zur Artenvielfalt. Und wie so oft geht es nicht ohne Geburtsschmerzen.

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  • Dogmann
    antwortet
    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    Ja aber ist das nicht meistens so mit Wildtieren , die eigentlich gar nicht mehr wissen das sie welche sind oder mal waren?!

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  • cast
    antwortet
    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    Das war und ist von Anfang an eine Schnapsidee. Die Rinder verhalten sich nämlich so wie sie wollen, egal was irgendwelche Experten vorher behauptet haben.

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  • Dogmann
    antwortet
    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    Ja ich kann mir nicht recht helfen, was soll ich denken? Hier machen zur Zeit die Wildschweine die Gärten unsicher , ein paar Orte weiter, jede Nacht. Der zur Hilfe gerufene Förster , kam und muste feststellen das die Horde gerade von der Eigentümerin durch die Pforte in die Freiheit entlassen wurde! Erst der Hilferuf, dann das Menschliche! Das es mit allen Tieren , die wieder eingegliedert werden, wie auch immer, anfangsschwierigkeiten gibt, klar, oder? Irgendwas past irgendwem immer nicht!

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  • cast
    antwortet
    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    Das ist doch völlig nebensächlich.
    Wenn der Prozess um die benachbarten Waldschäden für den Trägerverein verloren wird müssen sie sowieso hinter den Zaun.

    Der Landrat sorgt sich nur um den Tourismus, den er vorher durch die Viecher gerettet glaubte und nun eher das Gegenteil bewirken könnte.

    "L." nehme ich nicht mal in die Tastatur, geschweige denn in den Mund lieber Markus. Das ist und bleibt ein Nazibegriff übelster Sorte.

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