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  1. Fuchs
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    [NA] Namibia 2015 (2/2): Damaraland Trekking

    #1
    Mitreisende: Libertist
    Land: Namibia
    Reisezeit: Februar/März 2015
    Dauer: 3 ½ Wochen (die gesamte Reise dauert 7 Wochen, dies ist nun der zweite Teil)

    Dieser Bericht ist der zweite Teil meiner Namibia-Reise und schließt direkt an den vorangegangenen Kaokoland-Bericht an. Die ganze Vorgeschichte und einige nützliche Informationen zum Trekking in abgelegenen Wüstengebieten findet ihr dort. Wer das Vergnügen einer konfliktreichen Auseinandersetzung mit den Themen Tourismus, fremde Kulturen und den daraus resultierenden Abhängigkeiten sucht, ist ebenfalls herzlichen eingeladen, sich durch die Kommentare im verlinkten Bericht zu kämpfen.


    Gewitterwolken ziehen von der Küste herauf. Außer Blitz, Donner und starkem Wind ist nicht viel passiert.


    Bergsilhouette am frühen Morgen.


    Giraffen in der Nähe des Abu-Huab Rivers.


    Marco, der uns während der ersten zehn Trekking-Tage in der Brandberg-Gegend begleitete.


    Felsgravuren der Twyfelfontein World Heritage Site.


    Damara Living Museum.

    Nachdem Katharina und ich aus Kaokoland, dem Nordwesten Namibias, zurück nach Windhoek kehrten und sie am 26. Februar heimflog, war ich in Gedanken längt bei meinem nächsten Reiseziel: Damaraland. Diese Gegend der Region Kunene liegt ebenso im Nordwesten des Landes, aber eben nicht ganz so weit nördlich. Mein Plan war, zunächst für etwa 10 Tage im Brandberg-Gebiet unterwegs zu sein, also nördlich und westlich der Stadt Uis, und anschließend noch eine knappe Woche bei Palmwag zu verbringen.

    Auch diesmal sollte ich nicht allein sein, zumindest nicht von Anfang an. Über Christian, einem Freund und früheren Reisepartner, lernte ich einige Monate zuvor Gini kennen, mit der ich mich auf Anhieb ganz gut verstanden habe. Gini ist Pharmazeutin, sehr reisebegeistert und fotografiert viel – das genügte erstmal, um sie kurzfristig zu fragen, ob sie mich während der letzten 3 ½ Wochen in Namibia nicht begleiten wollte. Meine Frage war eigentlich gar nicht so ernst gemeint; zumindest habe ich nicht damit gerechnet, dass aus dieser Idee Wirklichkeit werden würde. Aber Gini war ziemlich motiviert, hielt sich streng an meinen Trainingsplan, besorgte die entsprechende Ausrüstung und war überzeugt davon, dass das alles eine gute Idee sei. Nach kurzer Zeit war ich dann eigentlich genauso optimistisch und schon war alles beschlossene Sache. Wenige Stunden, nachdem sich Katharina auf den Weg zum Flughafen und damit Richtung Heimat aufmachte, traf Gini im Hostel ein, wo ich schon wartete.

    Nachdem wir einen Tag mit Einkaufen und den letzten Planungsschritten verbrachten, nahmen wir am Morgen des 28. Februars einen Bus nach Swakopmund, von wo aus wir nach Uis trampen mussten, da es an der namibischen Küste leider keinen Busverkehr gibt.

    An der Stadtgrenze von Swakopmund warteten wir Stunden auf eine Mitfahrgelegenheit. Nicht nur wir – der Ort, an dem wir warteten, war so eine Art Sammelstelle, für alle, die nach Norden wollten; wir waren insgesamt zu acht, glaube ich. Eine der Damen, Theresia hieß sie, telefonierte immer mal wieder mit Bekannten, von denen sie wusste, dass sie in der Gegend unterwegs waren. Einer von ihnen, Conrad, kam tatsächlich vorbei und nahm uns mit nach Uis: die älteren Damen auf der Sitzbank, Gini und ich auf der Ladefläche des Pickups, die bereits mit allerlei Einkäufen vollgestopft war. Unterwegs hielt Conrad für uns sogar kurz am Schiffswrack „Zeila“, das 2008 vor der namibischen Küste aufgelaufen ist und jetzt dort am Strand rumliegt.







    Conrad lud uns ein, die Nacht bei ihm und seiner Familie zu verbringen. Und nicht nur das, er hörte sich auch nach einem potentiellen Guide um, der uns begleiten könnte. Schon zum Mittagessen saßen wir mit Marco am Tisch, einem 30-Jährigen aus Uis, der früher mal als Mountain Guide am Brandberg gearbeitet hatte. Ich erklärte Marco, was ich wollte: eine etwa 10-tägige Rundtour durch die Ebene nordöstlich des Brandbergs mit Erkundung des Ugab Rivers und der berühmten Malereien am Brandberg. Marco war motiviert und wollte uns gern begleiten. Er meinte, es gäbe in der Gegend einige Farmen, von denen wir Wasser bekommen könnten – Wasser war wie immer meine Hauptsorge und insofern auch der Grund, überhaupt einen Einheimischen mitzunehmen.

    Gemeinsam bastelte ich mir Marco an einer Route, die dort beginnen sollte, wo die Straße von Uis nach Khorixas das Flussbett des Ugab Rivers kreuzt. Nachdem alle Vorbereitungen soweit abgeschlossen waren und wir uns mit Marco auf eine angemessene Bezahlung geeinigt hatten, begleiteten Gini und ich Conrad noch mal nach Swakopmund, der seine Kinder dort im Internat ablieferte. Wir nutzen die Zeit, um Marcos Proviant einzukaufen. Den Abend verbrachten wir in der örtlichen Bar.


    Conrad bestand darauf, uns am Morgen nach unserer Ankunft in Uis die Gegend bei Sonnenaufgang zu zeigen.


    Minenlandschaft in Uis.


    Conrads Familie.

    Am Morgen des 2. März ging es dann endlich los. Marco, Gini und ich trampten von Uis nach Norden Richtung Khorixas und hielten an der Brücke des Ugab Rrivers, wo unsere Tour begann. Wir folgten dem sandigen Flussbett nach Westen und erreichten nach einigen Stunden Fußmarsch eine Siedlung, in der wir Wasser auffüllen konnten und in deren Nähe wir übernachteten.



















    In den nächsten beiden Tagen gingen wir weiter nordwestlich durch die Ebene und passierten zwei Dörfer, unter anderem Sorris Sorris, und eine Schule namens Ani Gab. Die Nächte verbrachten wir in der Nähe von Farmen, deren Brunnen uns als Wasserquelle dienten.























































    Am 5. März unternahmen wir einen Tagesausflug ganz nach Westen, wo die Ebene zu Ende ging und der Ugab River in eine Art Canyon mündete.























    In den nächsten beiden Tagen passierten wir die Brandberg White Lady Lodge und erreichten ein Dorf nahe des Tsisab Valleys, wo die bekanntesten Felsmalereien des Brandbergs zu besichtigen sind, auf die ich gleich noch zu sprechen kommen werde.

    Da wir das Dorf bereits am Nachmittag erreichten und für die Besichtigung der Malereien den ganzen nächsten Tag eingeplant hatten, entschieden Gini und ich, den Nachmittag und Abend ohne Marco in den Hügeln vorm Brandberg herumzusteigen. Allerdings gingen auch wir getrennte Wege und waren wahrscheinlich beide froh, mal ein bisschen Zeit allein zu verbringen. Ich für meinen Teil muss wirklich sagen, dass es mir nach Wochen des gemeinsamen Trekkings wirklich gut tat, an diesem Tag mal ganz für mich zu sein und etwas flotter über die Felsen zu springen.

    Gini hatte sich am Vortag übrigens am Knöchel verletzt; das ganze Gelenk war blau und angeschwollen. Entgegen meiner Empfehlung wollte sie unbedingt weitermachen und selbst an diesem Tag, wo sie hätte im Dorf bleiben und sich ausruhen können, ging sie mit der Kamera spazieren. Das war wohl kaum besonders klug, was nicht heißen soll, dass ich nicht genauso gehandelt hätte.

















































    Am Morgen des 8. März besichtigten wir dann das Tsisab-Tal mit seinen vielen Felsmalereien. Am ganzen Brandberg wurden bereits über 45.000 Malereien entdeckt, alle sind so zwischen 2.000 und 5.000 Jahre alt und werden den „Bushmen“ zugeschrieben. Bushmen? Wer sind denn die Bushmen, habe ich die Guides vor Ort immer wieder gefragt. Das sind die „San“, heißt es dann; ein teilweise noch recht traditionell-lebendes Volk im südlichen Afrika, das für ihr (früheres) Dasein als Jäger und Sammler bekannt ist.

    Das ist natürlich Blödsinn, denke ich: vor 5.000 Jahren gab es gar nichts anderes als Jäger und Sammler in der Gegend, die heute Namibia ist – alle waren „Bushmen“. Eigentlich können diese Malereien von jedem Volk stammen, das damals durch die Lande zog und keiner weiß in Wirklichkeit, wer da nun diese Skizzen in die Felsen gekritzelt hat. Ist ja eigentlich auch völlig egal, interessant sind sie allemal.

    Im Tsisab-Tal sahen wir übrigens das einzige natürliche Oberflächenwasser, das wir während der gesamten drei Wochen finden konnten. Und das, obwohl eigentlich Regenzeit war.

















    Oft haben Marco und ich darüber diskutiert, was die Malereien wohl darstellen sollen. Während Marco eher historisch argumentierte, hatte ich einen, naja, sagen wir mal "kreativeren" Zugang. Mit diesem Exemplar hier hielten wir uns besonders lange auf... ihr könnt euch vielleicht vorstellen, für welche Interpretation ich plädierte.




    Nun ging es in zwei Tagen zurück nach Uis. Dafür wählten wir einen Umweg, der uns an einer Farm („Gaenab“) vorbeiführte, wo wir die Nacht zubrachten.
















    In Uis angekommen kehrten wir zunächst einmal wieder bei Conrad und seiner Familie ein, wo wir herzlich willkommen geheißen wurden. Nachdem wir am späten Nachmittag unsere Klamotten gewaschen hatten, gab es ein ernstes Gespräch zwischen Gini und mir, welches mit der Entscheidung endete, dass ich die Trekkingreise von nun an allein fortsetzte. Gini nahm das Angebot unserer Gastgeber an, einige Tage in Uis zu verbringen, wo sie sich ziemlich wohlfühlte. So gut ich mich auch mit Conrads Familie verstand – ich wollte unbedingt noch zu einer letzten Tour aufbrechen.

    Ich verbrachte den Abend mit Marco und dessen Freunden in der Bar, wo wir die ganze Palette namibischer Biere durchprobierten. Naja, es gab nur drei zur Auswahl.
    Geändert von Libertist (16.05.2015 um 16:09 Uhr)
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  2. Fuchs
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    AW: [NA] Namibia 2015 (2/2): Damaraland Trekking

    #2
    Am nächsten Morgen brach ich früh auf. Ich war hochmotiviert und sehr zuversichtlich, dass auch meine letzte Etappe hier in Namibia noch mal eine großartige Sache werden würde. Mein Ziel war die Gegend um Palmwag, in der ich fünf oder sechs Tage unterwegs sein wollte. Bis dahin waren es zwar „nur“ 270 Kilometer zu trampen, diese führten allerdings über sehr spärlich befahrene Schotterpisten, so dass man mir in Uis keine großen Hoffnungen machte, es in einem Tag dorthin zu schaffen. Öffentlichen Transport gab es nicht.

    Zunächst stand ich erstmal zwei Stunden am Ortausgang von Uis in der Sonne herum und wartete darauf, dass überhaupt irgendjemand vorbeikam. Das erste Auto war voll beladen und ließ mich stehen. Das zweite war ein großer SUV, offensichtlich waren darin Touristen unterwegs. Der Wagen hielt, zwei französische Pärchen, also vier Personen, ragten ihre Köpfe zu mir herüber und wunderten sich darüber, warum ich da so rumstand. Sie wollten zwar nicht nach Palmwag, aber so ungefähr in dieselbe Richtung. Also überredete ich sie, mich mitzunehmen.

    Nach Palmwag kam ich nie. Die vier Franzosen wollten zu irgendeiner Lodge und bogen von der Straße zwischen Uis und Khorixas irgendwann nach links auf eine Nebenstraße ab, die sie ein paar Kilometer lang dahinfuhren. Die Landschaft wurde immer schöner und als neben der Straße auf einmal ein paar Hütten auftauchten, wusste ich: hier muss meine Tour beginnen. Ich hatte keine Ahnung, wo ich war, bat meine Chauffeure aber, mich genau hier rauszulassen. Die verwunderten Gesichter könnt ihr euch wahrscheinlich vorstellen.

    Eines der Häuser sah irgendwie büroartig aus und in der Tat: ich war im „Twyfelfontein Conservancy Head Office“ am Abu-Huab River angekommen. Das war eigentlich kein Ort für Touristen; wie ich schnell im Gespräch mit der Managerin erfuhr, kümmert sich dieses Büro um den Wildbestand und arbeitete mit lokalen Farmen zusammen. Ich erzählte ihr von meinem Vorhaben und erkundigte mich nach potentiellen Guides beziehungsweise jemandem, der die Gegend kennt und mich für knapp eine Woche begleiten könnte. Das Team im Büro zog sich zur Beratung zurück, während ich draußen wartete.

    Offensichtlich gab es irgendein Problem, aber ich habe nie erfahren, welches das sein könnte. Vielleicht waren individuelle Touren zu Fuß hier verboten? Keine Ahnung. Die Chefin meinte jedenfalls, sie hätte noch nie zuvor davon gehört, dass jemand diese Gegend hier für mehrere Tage ohne Auto bereisen wollte.

    Dann öffnete sich die Tür wieder, mein Vorhaben war genehmigt. Überraschenderweise gab es weder eine Gebühr zu entrichten, noch irgendwelche Formulare zu unterschreiben. Ein „Guide“ wurde mir auch vorgestellt: es war Anton, der Mann mit dem Rechen, von dem ich vorher noch dachte, es sei der Gärtner. Jetzt wurde er mir als „Senior Game Guide“ vorgestellt. Na gut, Anton war zwar nicht mehr der Jüngste, wirkte aber fit, motiviert und war sofort abmarschbereit. Besser konnte es für mich mal wieder nicht laufen.

    Wir einigten uns darauf, am nächsten Morgen um 6.30 Uhr aufzubrechen. Die Nacht konnte ich irgendwo in der Gegend verbringen, die ich nach dem Abendessen und vor dem Schlafengehen noch kurz mit der Kamera erkundete.










    Am nächsten Morgen, es war der 12. März, ging es dann los. Anton holte mich vergleichsweise pünktlich um 7.00 Uhr am Treffpunkt ab und wir marschierten stur nach Westen. Zunächst steuerten wir eine Farm an, die wir am späten Vormittag erreichten und unsere Wasserbehälter auffüllten. Unser Ziel war nun ein künstlich für Nashörner angelegter Teich weiter im Westen („Probeer“); die nächste Trinkmöglichkeit weit und breit. Wie weit es bis dahin sei? „Is far“, meinte Anton. How far? „Don’t know. Two hours.“ Naja, zwei Stunden waren ja nicht so viel. Vier Stunden später fragte ich wieder, Anton, how far? „Is far. Maybe three hours.“

    Okay. Anton war noch nie längere Zeit zu Fuß unterwegs gewesen – er kannte zwar die Gegend, hatte diese bisher aber nur mit dem Auto erkundet. Klar, das Schätzen von Distanzen und Zeiten war schwierig für ihn; völlig verständlich. Ich war auch keineswegs sauer oder irgendetwas, im Gegenteil: zu dem Zeitpunkt tat es mir gut, mal wieder einen langen Tag einzulegen und mich ein bisschen auszupowern. Letztendlich legten wir an diesem Tag über 40 km zurück und erreichten unser Ziel lang nach Sonnenuntergang im Schein meiner Stirnlampe. Anton ging dieser Marsch sichtlich an die Substanz.




























    Antons Motivation zu einem weiteren Gewaltmarsch hielt sich in Grenzen. Ich schlug ihm vor, einen Tagesausflug allein zu unternehmen, damit er im Camp bleiben und sich ausruhen könne, aber das ließ er sich natürlich nicht gefallen. Also marschierten wir zu zweit los, ließen unsere Ausrüstung aber größtenteils an dem Teich zurück, in dessen Nähe wir campten.

    Dieser Teich mit Namen Probeer war künstlich angelegt: direkt nebenan gab es einen Brunnen, aus dem mittels Solaranlage täglich Wasser in das Becken gepumpt wurde. In erster Linie wurde diese Anlage für Nashörner eingerichtet, von denen es in dieser Gegend noch einige gab. Aber natürlich wurde die Quelle jetzt von allen Tieren genutzt, die sich im Umkreis von vielen Kilometern aufhielten – dementsprechend sah das Wasser auch aus. Und dementsprechend roch und schmeckte es auch. Das üble Gesöff kam mir nicht völlig unbekannt vor: 2012, auf meiner langen Solowanderung durch die Brooks Range im arktischen Alaska, habe ich mal ein paar Tage aus diesen Tümpeln trinken müssen, die man da kurz vor der Küste zum Nordpolarmeer findet. Dort stand das Wasser unbewegt in der Tundra, war den Großteil des Jahres gefroren und schmeckte erbärmlich. Faul, irgendwie.

    Probeer war noch schlimmer. Oder vielleicht kam es mir nur so vor, weil ich (anders als in Alaska) nicht nur zwei Liter pro Tag davon brauchte, sondern ein Vielfaches davon. Ich beschwerte mich natürlich nicht, musste aber manchmal das Gesicht stark verziehen. Zu Anton sagte ich irgendwann mal scherzhaft, dass dieses Wasser wirklich fürchterlich sei. „I know“, sagte er, „but I like it. It’s saving us.“

    Hier ein paar Fotos von unserem Tagesausflug.





























    Giraffen sieht man in der Gegend wohl öfter mal, aber mit dem Nashorn hier hatten wir ziemlich großes Glück.











    Ja, aus diesem Kaulquappenwasser haben wir gesoffen.




    Am 14. März näherten wir uns wieder der Zivilisation. Wir kamen am sogenannten Burnt Mountain vorbei, den ich wenig spektakulär fand und von dem auch kein Foto veröffentlichen werde. Etwas interessanter waren die bekannten „Organ Pipes“, eine besondere Steinformation, die an Orgelpfeifen erinnert. Naja gut, mit dem Auto würde ich da nicht extra hinfahren, aber laut Anton lag es auf dem Weg zu unserem eigentlichen Ziel, der Twyfelfontein World Heritage Site, die wir am nächsten Morgen besuchten. Diese Stätte ist für ihre zwischen 2.000 und 5.000 Jahre alten Felsgravuren berühmt, die ich mir früh am nächsten Morgen ansah.
















    Am späten Vormittag brachen Anton und ich dann zum Damara Living Museum auf. Ein „Living Museum“ ist ein künstlich-traditionelles Dorf, das so aufgebaut ist, wie die entsprechenden Dörfer wohl vor hunderten von Jahren ausgesehen und funktioniert haben sollen. Die „Mitarbeiter“ des Museums sind Leute aus dem nächsten („normalen“) Dorf, die sich während der Öffnungszeiten in traditionelle Kleidung werfen, Touristen durch ihr angelegtes Dorf führen und ihnen erklären, wie das Leben ihres Stammes zu früheren Zeiten so ablief.

    Im Damara Living Museum arbeiten logischerweise nur Damara, die den Großteil der in der Region lebenden Menschen repräsentieren (weshalb die Gegend auch Damaraland heißt). Während die meisten der dort arbeitenden Damara etwa zehn Kilometer entfernt wohnen, lebt nur ein älteres Ehepaar tatsächlich im Museum.

    Als ich am Nachmittag dort ankam, waren gerade zwei Touristengruppen vor Ort und ich entschied, zunächst einmal auf den Besuch des Museums zu verzichten und es am nächsten Morgen noch mal zu versuchen. Stattdessen ging ich mit Anton querfeldein nach Westen in Richtung eines großen Wasserbeckens, an dem man oft Elefanten antrifft. Und natürlich hatten wir Glück: fast drei Stunden lang konnten wir die Elefanten beobachten. Wir saßen einfach da und haben zugeschaut, wie die Tiere im Wasser tranken und badeten, sich draußen im Sand einstaubten und die ganze Prozedur dann wieder von vorn begann. Insgesamt waren es 18 Elefanten. Erst kurz vor Sonnenuntergang schlugen wir unsere Zelte auf und gingen schlafen.














































    Ich war früh am Morgen da, die Mitarbeiter kamen erst nach und nach an. Dann gab es eine Art „Führung“: ich wurde zu verschiedenen Stationen begleitet und lernte einiges über die ursprüngliche Kultur der Damara. Die meiste Zeit verbrachte ich aber mit Unterhaltungen über alle möglichen aktuellen Themen (zum Beispiel Tourismus in Namibia), die mit einigen Anwesenden kontrovers diskutiert werden konnten. Außerdem wurde ich zu einem traditionellen Spiel herausgefordert.

    Insgesamt verbrachte ich etwa drei Stunden im Museum. Während dieser Zeit war kein einziger weiterer Tourist anwesend, weshalb ich auch nicht in Eile war und vor meinem Abschied noch einige Fotos machen konnte.

















































    Anton und ich traten dann am späten Vormittag des 16. März den Rückweg an; unsere Tour sollte an dem Tag zu Ende gehen. Über einige Umwege erreichten wir abends die Häuser am Abu-Huab River. Nachdem ich mich gewaschen und etwas gegessen hatte, wollte ich Anton auf ein Bier einladen. Wir trampen also ins nächste Dorf, wo wir einen Großteil der jungen Leute wiedertrafen, die ich am Vormittag als traditionell gekleidete Damara im Museum kennengelernt hatte; jetzt waren sie natürlich „normal“ gekleidet. Wir führten unsere Diskussionen weiter und tranken gemeinsam ein paar Bier. Um kurz nach Mitternacht ging ich schlafen.










    Tags darauf musste ich irgendwie in die nächstgrößte Stadt kommen, in der es Busverkehr Richtung Windhoek gab, schließlich ging zwei Tage später schon mein Flug in die Heimat. Ich stellte mich an die Straße und wartete einige Zeit auf das erste Auto. Irgendwann kam dann auch eins: zwei deutsche Mädels, beide Anfang 20, meinten, ich sähe ungefährlich aus und nahmen mich mit nach Omaruru. Das war perfekt für mich – von Omaruru gingen ständig Busse in die Hauptstadt, und so war ich kurz nach Sonnenuntergang schon zurück in Windhoek und checkte ins Hostel ein. Am nächsten Tag tauchte dann auch Gini auf; gemeinsam flogen wir am späten Abend des 19. März zurück nach Wien.


    Fazit

    Zur Machbarkeit von Trekkingreisen in Ländern, die sonst fast ausschließlich mit dem Geländewagen besucht werden, habe ich ja bereits im ersten Teil einiges geschrieben. Hier mal eine Zusammenstellung von herausgegriffenen Fakten, die sich auf den gesamten Reisezeitraum (sieben Wochen) beziehen:
    • Meine Ausgaben: 1.750 Euro (davon €800 für Flüge und €200 für Guides, der Rest entfiel auf Nahrungsmittel, Unterkünfte und Transport)
    • Niederschlag: Während der sieben Wochen regnete es zweimal. In beiden Fällen fielen nur ein paar Tropfen.
    • Temperaturen: Im Kaokoland (siehe Teil 1) war es deutlich heißer, bis zu 45°C in der Mittagshitze. Weiter südlich (Damaraland, Teil 2) waren die Temperaturen erträglich und kletterten wahrscheinlich nie über 40°C.
    • Wasser: Ich konnte auf der gesamten Reise nur zwei natürliche Wasserquellen ausmachen. Den Kunene River an der Grenze zu Angola und ein kleines Rinnsal im Tsisab-Tal am Brandberg.
    • Menschen: Meine Wahrnehmung der Probleme mit den vergleichsweise traditionell-lebenden Stämmen im Nordwesten Namibias (vor allem Himba und Ovahakaona) habe ich bereits im ersten Teil deutlich gemacht; die anschließende Diskussion tat ihr Übriges. Im Damaraland waren die Menschen meines Empfindens nach moderner und wohlhabender. Es gab hier keinerlei unangenehme Situationen, was das betrifft.
    • Gefahren: Ich fühlte mich stets sehr sicher. Man sollte wohl auf der Hut vor Skorpionen und Schlangen sein, aber ich persönlich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, mich in Gefahr zu befinden; weder vor Menschen, noch vor Tieren.
    • Andere Touristen: Wir trafen einige Touristen, die mit ihren Geländewagen unterwegs waren, insbesondere im (leichter zugänglichen) Damaraland. Von anderen Trekkingtouristen war keine Spur.
    • Fotografie: Ich habe während der sieben Wochen fast 6.200 Fotos geschossen. Davon sind nach dem Aussortieren etwa 650 übrig geblieben, also gut 10%. Insgesamt habe ich mit meiner aktuellen Kamera, die ich seit Herbst 2012 besitze, knapp 50.000 Fotos gemacht. Die allermeisten davon sind auf Reisen außerhalb Europas entstanden.

    Na gut, das war’s dann mal wieder von mir. Dieser Bericht war natürlich längst nicht so ausführlich, wie Teil 1 (den größtenteils Katharina geschrieben hat), aber ich bin einfach schon zu sehr mit der Sommerplanung und anderen Dingen beschäftigt, als dass ich hier in alle Details gehen könnte. Natürlich gäbe es auch in diesem Bericht viele lustige und denkwürdige Anekdoten zu erzählen, aber ich denke, ihr hattet genug zu lesen.

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  3. AW: [NA] Namibia 2015 (2/2): Damaraland Trekking

    #3
    Erneut, geile Bilder .

    Wie hast du denn die Bergsilhouetten geschossen? Große Brennweite nehme ich an?
    Das erinnert mich irgendwie wie an eine Comic Zeichnung, finde ich sehr schön.

    Lg. Markus

  4. Dauerbesucher
    Avatar von Intihuitana
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    AW: [NA] Namibia 2015 (2/2): Damaraland Trekking

    #4
    Knüller.

    Wie der erste Bericht auch. Die Fotos sind echte Weltklasse.

  5. Moderator
    Alter Hase
    Avatar von ronaldo
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    AW: [NA] Namibia 2015 (2/2): Damaraland Trekking

    #5

    Danke!

  6. oo0OooO0oo
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    AW: [NA] Namibia 2015 (2/2): Damaraland Trekking

    #6
    Auch von mir DANKE!

  7. Alter Hase
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    AW: [NA] Namibia 2015 (2/2): Damaraland Trekking

    #7

    Dickes Danke!

  8. Erfahren
    Avatar von Wildniswanderer
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    AW: [NA] Namibia 2015 (2/2): Damaraland Trekking

    #8
    Super wie immer! Mir hat der zweite Teil tatsächlich eher noch besser gefallen.
    Sind die Farmen im Damaraland eigentlich umzäunt? Sieht man auch Rinder, oder sind die Farmer ganz auf Jagd- und Wildlifetourismus umgestiegen? Was hatten die Leute dort generell für eine Meinung zum Wandern?
    Na ja, dann würde mich auch noch der Trainingsplan interessieren, den du für Gini erstellt hast...

  9. Fuchs
    Avatar von Libertist
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    AW: [NA] Namibia 2015 (2/2): Damaraland Trekking

    #9
    Danke schon mal an alle.

    Zitat Zitat von Drehstromofen Beitrag anzeigen
    Wie hast du denn die Bergsilhouetten geschossen? Große Brennweite nehme ich an?
    Das erinnert mich irgendwie wie an eine Comic Zeichnung, finde ich sehr schön.
    Freut mich, dass dir die Fotos gefallen; sind ja nicht jedermann's Sache. Genau, 400 mm an Vollformat und dann bei Sonnenaufgang oder -Untergang irgendeinen Ausschnitt am Horizont anvisieren. Der ganze Himmel sieht natürlich nicht so aus, wie auf den Fotos, aber oftmals hat man Glück und findet schöne Bergsilhouetten im richtigen Licht.


    Zitat Zitat von Wildniswanderer Beitrag anzeigen
    Sind die Farmen im Damaraland eigentlich umzäunt? Sieht man auch Rinder, oder sind die Farmer ganz auf Jagd- und Wildlifetourismus umgestiegen?
    Nein, da war nichts umzäunt. Es schien auch ein Hobby der jungen Männer zu sein, nach ihren Eseln zu suchen; anscheinend verlaufen die sich öfter, als die Kühe. Von Jagdtourismus habe ich während der gesamten Reise überhaupt nichts mitbekommen - bei allen Farmen ging es ausschließlich um Viehzucht.


    Zitat Zitat von Wildniswanderer Beitrag anzeigen
    Was hatten die Leute dort generell für eine Meinung zum Wandern?
    In den Blicken vieler Menschen lag Verwunderung, Verständnislosigkeit. Die Einheimischen selbst sind ja auch viel zu Fuß unterwegs, aber die "Weißen"...? Die drei Männer, die wir während der sieben Wochen als "Guides" anstellten, fanden's natürlich cool. Mit Sicherheit kann ich deine Frage allerdings nicht beantworten; so weit ich mich erinnere kam das Gespräch nie auf.

    Jetzt, wo ich so darüber nachdenke, fällt mir auf, dass ich schon sehr lange niemanden mehr gefragt habe, wie er oder sie es findet, dass ich so viel zu Fuß gehe.


    Zitat Zitat von Wildniswanderer Beitrag anzeigen
    Na ja, dann würde mich auch noch der Trainingsplan interessieren, den du für Gini erstellt hast...
    Aus Zeitgründen haben wir uns auf nur eine Disziplin geeinigt: Treppensteigen. 1.000 Etagen im Treppenhaus hoch und 1.000 wieder runter; natürlich mit Rucksack, der im Laufe der Wochen immer schwerer befüllt wurde. Gini hat Strichlisten geführt und mir hin und wieder mal eine Fotokopie davon per sms geschickt.

    Treppensteigen scheint mir eine ziemlich gute Art der Vorbereitung zu sein. Keith, mit dem ich im September in Alaska unterwegs war, ist in den acht Monaten vor der Tour 10.000 Etagen auf- und wieder abgestiegen. Der Mann ist 59 Jahre alt und war zu Tourbeginn topfit.
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  10. Moderator
    Alter Hase
    Avatar von MaxD
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    AW: [NA] Namibia 2015 (2/2): Damaraland Trekking

    #10
    Wenn ich mich recht erinnere, hast Du in einem anderen Faden erwähnt, Du würdest um die 7 kg Fotoausrüstung mitschleppen.
    Jedes Gramm davon war absolut gerechtfertigt!
    Ein faszinierender Bericht.
    ministry of silly hikes

  11. Alter Hase
    Avatar von peter-hoehle
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    AW: [NA] Namibia 2015 (2/2): Damaraland Trekking

    #11
    Danke für dar Einstellen des super Reiseberichtes mit den faszinierenden Bildern.



    Zitat Zitat von Libertist Beitrag anzeigen
    Weniger lesen, mehr reisen.
    Mach das ruhig, dann haben wir alle was davon.
    Durch deine zwei Reiseberichte ist meine Vorfreude auf Namibia nur noch schlimmer geworden.
    Aber der 9.November rückt immer näher.

    Gruß Peter
    Geändert von peter-hoehle (17.05.2015 um 09:50 Uhr) Grund: Schreibfehler
    Wir reisen um die Welt, und verleben unser Geld.
    Wer sich auf Patagonien einlässt, muss mit Allem rechnen, auch mit dem Schönsten.

  12. GELÖSCHT Dauerbesucher

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    AW: [NA] Namibia 2015 (2/2): Damaraland Trekking

    #12
    auch danke!
    (und ja, in teil 2 gefallen mir auch die portraits:-) - warum? grösseres spektrum der bildauswahl? mehr kommunikation/interaktion/feeling? k.a.)
    gruesse, wr

  13. Vorstand
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    AW: [NA] Namibia 2015 (2/2): Damaraland Trekking

    #13
    Ja. Finde die Bilder/Portraits/Bildauswahl auch besser. Interessanter Bericht aus der Ferne!
    Das Tragische an jeder Erfahrung ist, dass man sie erst macht, nachdem man sie gebraucht hätte. F. W. Nietzsche

    Nordlicht bleibt Nordlicht und Tüdelkram is Tüdelkram.

  14. Erfahren
    Avatar von MrsLausS
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    AW: [NA] Namibia 2015 (2/2): Damaraland Trekking

    #14
    Ein herzliches Dankeschön für die Fortsetzung!
    auch von mir. Die Bilder sind wirklich toll!

    Eine Frage hätte ich noch zu dem Wasser: Hast du das eingentlich noch behandelt/aufbereitet oder konntest du das so trinken? Speziell beim "Kaulquappenteich" wäre ich vermutlich verzweifelt...

    LG,

    MrsLausS

  15. AW: [NA] Namibia 2015 (2/2): Damaraland Trekking

    #15
    Zitat Zitat von Libertist Beitrag anzeigen
    Freut mich, dass dir die Fotos gefallen; sind ja nicht jedermann's Sache. Genau, 400 mm an Vollformat und dann bei Sonnenaufgang oder -Untergang irgendeinen Ausschnitt am Horizont anvisieren. Der ganze Himmel sieht natürlich nicht so aus, wie auf den Fotos, aber oftmals hat man Glück und findet schöne Bergsilhouetten im richtigen Licht.
    .
    Ah, Danke .

    Lg. Markus

  16. Fuchs
    Avatar von Libertist
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    AW: [NA] Namibia 2015 (2/2): Damaraland Trekking

    #16
    Danke für die Rückmeldungen. Interessant, dass einigen diese Bilder hier besser zu gefallen scheinen, als die vom ersten Bericht.

    Zitat Zitat von MrsLausS Beitrag anzeigen
    Eine Frage hätte ich noch zu dem Wasser: Hast du das eingentlich noch behandelt/aufbereitet oder konntest du das so trinken? Speziell beim "Kaulquappenteich" wäre ich vermutlich verzweifelt...
    Ja, ich hatte Tropfen dabei: Katadyn Micropur forte. Wenn man genügend davon nimmt, wird der modrige Geschmack dann ein bisschen vom Chlor überdeckt.
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  17. Dauerbesucher
    Avatar von Igelstroem
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    AW: [NA] Namibia 2015 (2/2): Damaraland Trekking

    #17
    Zitat Zitat von Libertist Beitrag anzeigen
    Interessant, dass einigen diese Bilder hier besser zu gefallen scheinen, als die vom ersten Bericht.
    Überrascht Dich das? Ich für meinen Teil habe einigen Respekt vor dieser Art, der Kritik sehr behutsam Rechnung zu tragen und zugleich die eigene Position aufrechtzuerhalten. Auch die subtilen ironischen Züge in der Modifikation des ›Bildprogramms‹ haben mir gefallen.

    Aus dem halben Dutzend meiner Favoriten könnte man das fünftletzte Bild herausgreifen, das ja auf eine interessante Art polythematisch ist: Fokussierung auf die Hand und das Werkzeug (das allein schon der Abbildung wert ist); zugleich finde ich das Bild auf eine respektvolle Art erotisch – auch wenn der Begriff ›Respekt‹ ja inzwischen ein bisschen beschädigt ist.
    Lebe Deine Albträume und irre umher

  18. Fuchs
    Avatar von _Matthias_
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    AW: [NA] Namibia 2015 (2/2): Damaraland Trekking

    #18
    Schöner Bericht und Bilder. Ich finbde die Porträts hier auch viel besser als im ersten Teil. Besonders hier im ersten post, aber auch sonst wirken sie viel lebendiger. Die Bemerkungen zur einer geänderten Auswahl verstehe ich nicht so ganz, ist da im 2. Teil eine ganz andere Gegend. Und es gibt noch reichlich nackte Brüste ...

    Und als Kritik: ich finde alle deine Giraffenbilder (bis auf eventuell das letzte) irgendwie nicht so gut, die Giraffen wirken immer überbelichtet und eigenartig in den Konturen. Deine Motive auf den anderen Bilder haben dueses Problem nicht. Hast du da was anders gemacht bei Aufnahme oder Berarbeitung oder bekommt Giraffen dein Bearbeitungs-Stil einfach nicht?

  19. Moderator
    Alter Hase
    Avatar von ronaldo
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    AW: [NA] Namibia 2015 (2/2): Damaraland Trekking

    #19
    Zitat Zitat von _Matthias_ Beitrag anzeigen
    ... ich finde alle deine Giraffenbilder (bis auf eventuell das letzte) irgendwie nicht so gut, die Giraffen wirken immer überbelichtet und eigenartig in den Konturen...
    Das ist "motivimmanent"... soll heißen, Giraffen sind wirklich extrem schwer zufriedenstellend zu fotografieren. Ich selbst hab mich irgendwann auf "Giraffenbeine, im Akazienbusch verschwindend" beschränkt und gut wars...

  20. Erfahren
    Avatar von geige284
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    AW: [NA] Namibia 2015 (2/2): Damaraland Trekking

    #20
    Auch von mir ein Lob! Ein interessanter Bericht, wenn auch mit weniger Text als zuvor Da war Katharina wohl schreibfreudig!
    Besonders die Bilder von Elefanten, Nashörnern, Giraffen, Zebras...Wow, das ist sicher ein klasse Gefühl, diese Tiere in freier Wildbahn zu sehen.

    Zitat Zitat von _Matthias_ Beitrag anzeigen
    Und als Kritik: ich finde alle deine Giraffenbilder (bis auf eventuell das letzte) irgendwie nicht so gut, die Giraffen wirken immer überbelichtet und eigenartig in den Konturen. Deine Motive auf den anderen Bilder haben dueses Problem nicht. Hast du da was anders gemacht bei Aufnahme oder Berarbeitung oder bekommt Giraffen dein Bearbeitungs-Stil einfach nicht?
    Das muss ich auch sagen, die wirkten ein wenig kontrastarm. Aber gut, schaut man sich sie im Vergleich zur Landschaft an, haben sie wirklich wenig Kontrast.
    Trotzdem - meckern auf hohem Niveau

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