Ideen zu Kilipisjärvi–Abisko bzw. Padjelanta

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  • Tortuga
    Erfahren
    • 27.06.2017
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    • Meine Reisen

    Ideen zu Kilipisjärvi–Abisko bzw. Padjelanta

    Hallo zusammen,

    da ich im Ausrüstungsforum meine Zeltfrage klären konnte und mir voraussichtlich auf die Schnelle auch noch ein Inreach organisieren, habe ich langsam den Eindruck, ich könnte es doch noch so kurzfristig auf eine Herbsttour nach Lappland schaffen und vielleicht Ende kommender Woche im Fjell stehen! Die Frage ist nur: Wo? Nachdem ich jetzt tagelang Bahn- und Busverbindungen gecheckt, Reiseberichte gelesen und Facebookeinträge zu den aktuellen Bedingungen durchgegangen bin, gibt's noch ein paar offene Fragen. Aktuell sind der Nordkalottleden zwischen Kilpisjärvi und Abisko und der Padjelantaleden/Nordkalottleden von Ritsem nach Kvikkjokk im Rennen, wobei mich die flugfreie Anreise nach Kilpisjärvi aufgrund der Länge schon noch ganz schön abschreckt. Ich bin vor einigen Jahren schon die Strecke von Nikkaluokta bis Kvikkjokk gelaufen und war auch schon mal von Katterat über Unna Allakas, Vistas, Nallo, Sälka und Hukejaure nach Ritsem (tolle Tour!) unterwegs. Ich wollte schon immer mal im September in die Gegend zurück, um mit etwas Glück die Herbstfarben zu sehen.

    1. Wie begangen kann ich mir die beiden Gegenden denn zu der Zeit vorstellen? Bin ich da größtenteils allein unterwegs? Ich habe gelesen, dass auf dem Padjelantaleden zu der Zeit kaum mehr was los wäre. Ist das zwischen Kilpisjärvi und Abisko auch so oder herrscht da noch reger Betrieb?
    2. Wenn ich das richtig sehe, ist der Nordkalottleden insgesamt schwieriger zu gehen als der Padjelantaleden (also egal ob im Padjelanta oder nördlich von Abisko). Zudem sind die Etappen ganz schön lang (wobei ich ja mit dem Zelt unterwegs bin und dadurch flexibler bin). Wie viel herausfordernder ist denn der Nordkalottleden? Ich habe Trekkingerfahrung, bin öfter in den Bergen und nicht gänzlich unfit, aber auch nicht superschnell unterwegs.
    3. Wie viele Tage würdet ihr für die jeweiligen Strecken zu der Jahreszeit mit etwas Puffer mindestens veranschlagen?
    4. Findet ihr eine Gegend im Herbst lohnender als die andere? Gerade das Isdalen und Dividalen stelle ich mir schon sehr schön vor – allerdings weiß man ja auch nie, wann die Herbstfarben überhaupt beginnen, das schwankt ja auch von Jahr zu Jahr.
    5. Würdet ihr von Ritsem nach Kvikkjokk über Pieskehaure gehen oder durchgehend auf dem Padjelantaleden bleiben? Ich habe auch mal überlegt, in Kvikkjokk zu starten und zu enden und eine Runde über Vaimok, Pieskehaure, Staddajåkkå, Staloluokta und Tarrekaise zu drehen. Oder gibt's da vielleicht noch Vorschläge, die ich bisher nicht auf dem Schirm habe? Ursprünglich wäre ich auch gern den Gränsleden gegangen, aber da gibt es ja leider das Problem der kaputten Brücke.
    6. Die Wasserstände waren ja durch die späte Schneeschmelze mal sehr hoch. In Facebookgruppen lese ich da leider Widersprüchliches zur aktuellen Situation. Kann dazu jemand was sagen?

    Danke euch!

  • Ljungdalen

    Alter Hase
    • 28.08.2017
    • 3442
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    • Meine Reisen

    #2
    Padjelanta generell: 6. zu 7.9. (Sa -> So) ist die letzte Nacht, in der die Hütten (mit Hüttenwart) geöffnet sind. Entsprechend fährt das letzte Boot von Ritsem am 7.9. Letzten Hubschrauber buchen kann man für den 5.9. (aber muss man nicht; evtl. anrufen und fragen, ob sie ggf. bis 7.9. auch noch fliegen, müssten eigentlich). Man liest, dass die Boote zurzeit wegen des hohen Wasserstandes (Stausee ist fast voll) in Kombination mit Wind viele Probleme haben und immer mal nicht fahren. (Ich wollte eh' fliegen, mache ich am 1.9. und starte dann Richtung Kvikkjokk, aber via Sarek. Falls Probleme auftreten (supermieses Wetter oder Laune oder Gesundheit) gehe ich aber evtl. Richtung Padjelanta raus.)

    Also entweder von Norden (Ritsem oder Vaisaluokta) starten, oder die Runde ab Kvikkjokk (oder: Sulitjelma!)

    Genau, gemäß meinen bisherigen Padjelanta-Erfahrungen (3 mal September auf verschiedenen Teilstücken) ist es da nach Hüttensaisonende sehr leer. Schrieb ich vor ein paar Tagen erst hier irgendwo. Gut möglich, dass man 1 oder mehr Tage am Stück niemanden trifft.

    Kilpisjärvi - Abisko kenne ich nicht persönlich, aber eigentlich ist nichts davon zu hören, dass es da jemals sonderlich voll ist. Sicher leerer als Padjelanta oder erst recht Kungsleden in der Saison.

    Nordkalottleden (im Padjelantabereich) schwieriger als Padjelantaleden? Ja, etwas, aber sind eigentlich beide unproblematisch.

    Wie viele Tage... tja... ich bin damals mit meiner 14-jährigen Tochter Ritsem-Kvikkjokk via Pieskehaure in acht Tagen gegangen (darunter Låddejåhkå-Stáloluokta an einem Tag, sowie Stáddajåhkå-Pieskehaure 32 km), und in einem anderen Jahr die Padjelanta-Runde ab Ny Sulitjelma in 7 Tagen (inkl. Darreluoppal-Stáloluokta und Sårjåsjaure (Konsul Perssons stuga)-Ny Sulitjelma an jeweils einem Tag). Das war beides straff geplant, ohne Puffer. Aber wir haben auch in den Hütten übernachtet und wären selbst bei stärkerem Regen gegangen (hatten wir aber nicht).

    Pieskehaure oder direkt? Schwierig, weil beides schön. In der Summe würde ich Pieskehaure wählen, weil spektakulärer: näher am Sulitjelma-Massiv, v.a. dann um Vaimok, und wenn man dann aus der Richtung ins Tarredalen runtergeht.

    Wasserstände? Wird man sehen... Zurzeit insgesamt nicht mehr so hoch, wie früher im Sommer

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    • Tortuga
      Erfahren
      • 27.06.2017
      • 100
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      • Meine Reisen

      #3
      Zitat von Ljungdalen Beitrag anzeigen
      Padjelanta generell: 6. zu 7.9. (Sa -> So) ist die letzte Nacht, in der die Hütten (mit Hüttenwart) geöffnet sind. Entsprechend fährt das letzte Boot von Ritsem am 7.9. Letzten Hubschrauber buchen kann man für den 5.9. (aber muss man nicht; evtl. anrufen und fragen, ob sie ggf. bis 7.9. auch noch fliegen, müssten eigentlich). Man liest, dass die Boote zurzeit wegen des hohen Wasserstandes (Stausee ist fast voll) in Kombination mit Wind viele Probleme haben und immer mal nicht fahren. (Ich wollte eh' fliegen, mache ich am 1.9. und starte dann Richtung Kvikkjokk, aber via Sarek. Falls Probleme auftreten (supermieses Wetter oder Laune oder Gesundheit) gehe ich aber evtl. Richtung Padjelanta raus.)
      Danke, die Bus- und Bootzeiten habe ich mir schon alle angeschaut. Ich würde voraussichtlich in Ritsem das Boot am 5.9. nehmen können und war auch schon mit Helena vom Bootsservice in Kvikkjokk in Kontakt, weil zum Ausstiegszeitpunkt dort auch kein regulärer Bootsverkehr mehr ist. Bei Einstieg in Ritsem hätte ich voraussichtlich knappe 10 Tage Zeit.

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      • Moltebaer
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        • 21.06.2006
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        • Meine Reisen

        #4
        Kilpisjärvi-Abisko sind wir in 10 Tagen gegangen. Moderates Tempo mit dicken Rucksäcken, also kein Trailrunning etc.

        In den ersten beiden Septemberwochen könnte es immer recht hübsch sein, oder halt Woche 2&3 im September.

        Ich frage mich ja, weshalb immer gefragt wird, ob man auch ja niemanden unterwegs trifft. Wäre das denn so dramatisch, täglich mal fünf Leute zu treffen? Da findet kein Fjällräven Classic statt, da ist quasi niemand außer einer Handvoll Wanderer, die sicherlich auch vorher in ihrem eigenen Forumgefragt haben, ob auch hoffentlich kein Tortuga ausgerechnet während ihrer persönlichen Reisezeit unterwegs sein wird
        Wandern auf Ísland?
        ICE-SAR: Ekki týnast!

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        • Tortuga
          Erfahren
          • 27.06.2017
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          • Meine Reisen

          #5
          Zitat von Moltebaer Beitrag anzeigen
          Kilpisjärvi-Abisko sind wir in 10 Tagen gegangen. Moderates Tempo mit dicken Rucksäcken, also kein Trailrunning etc.

          In den ersten beiden Septemberwochen könnte es immer recht hübsch sein, oder halt Woche 2&3 im September.

          Ich frage mich ja, weshalb immer gefragt wird, ob man auch ja niemanden unterwegs trifft. Wäre das denn so dramatisch, täglich mal fünf Leute zu treffen? Da findet kein Fjällräven Classic statt, da ist quasi niemand außer einer Handvoll Wanderer, die sicherlich auch vorher in ihrem eigenen Forumgefragt haben, ob auch hoffentlich kein Tortuga ausgerechnet während ihrer persönlichen Reisezeit unterwegs sein wird
          Bei den 10 Tagen hattet ihr dann aber keinen Pausentag dabei, oder?

          Mir geht's gar nicht so sehr darum, dass ich wirklich auf absolut niemanden treffen will. Ich fand Begegnungen im hohen Norden eigentlich immer sehr nett und hab gern mit jemandem gequatscht. Allerdings brauch ich z. B. die Frequentiertheit des Kungsleden während der Saison wirklich nicht. Es wäre jetzt nur meine erste Solotour in Skandinavien und ich glaube, ich will mich mental ein wenig darauf einstellen, wie einsam es werden könnte. Ich bin übrigens einE Tortuga

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          • Moltebaer
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            • 21.06.2006
            • 14173
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            • Meine Reisen

            #6
            Genau, die 10 Tage waren wir täglich unterwegs.

            Keine Sorge, auch in der Saison (Ende Juli/Anfang August) war gefühlt recht wenig dort los.
            Viel Spaß solo da oben und tolle Aurora!
            Wandern auf Ísland?
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            • Void
              Neu im Forum
              • 08.07.2025
              • 4
              • Privat

              • Meine Reisen

              #7
              Ich bin vor 3 Jahren Mitte September auf dem Nordkalottleden in Kautokeino nach Kilpisjärvi auch für meine erste Solo Tour gestartet und empfand den Trail von dort als sehr anstrengend, gleichzeitig aber auch sehr schön. Getroffen habe ich während meiner Tour insgesamt vielleicht ca. 30 Menschen und das auch nur an den Hütten. Vor 2 Jahren bin ich dann von Kilpisjärvi nach Abisko gestartet, wieder Mitte September. Ich empfinde den Weg als anspruchsvoll, teilweise liegen die Hütten sehr weit auseinander, mit einem Zelt ließe sich das aber kompensieren. Ohne Notwendigkeit eine Hütte zu dürftest du da ordentlich Spannung rausnehmen können.

              Andere Menschen getroffen habe ich nur am ersten Tag (gibt eine Bootstour von Kilpisjärvi zum 3-Länder-Eck) und dann noch eine ganze Jugendfreizeit o.ä. und ein paar Leute vom DNT an einer der Hütten. Leider musste ich meine Tour ausrüstungsbedingt abbrechen, sodass sich meine Auskunft auf den Abschnitt Kilpisjärvi-Rostahytta beschränkt. Für meine aktuelle Planung habe die den Abschnitt von Kilpisjärvi nach Abisko (bzw. vice versa) mit 10 Tagen kalkuliert und werde in Kilpisjärvi 2 Nächte bleiben (Reserve).

              Wettertechnisch finde ich Ende September tricky, auf beiden Touren gab es Schneefälle, die wunderbaren Herbstfarben waren leider nicht mehr in ihrer vollen Pracht, dennoch war es sehr schön!
              Gibt auch ja auch ein paar Höhenmeter zu überwiden, sodass ich erwarten würde in den tieferen Lagen noch den Herbst zu erwischen.​

              Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

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              Bild 1: NKL 22, Reisa-Nationalpark, 18. September

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              Bild 2: NKL 23, Kilpisjärvi-Dreiländereck, 25. September

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              Bild 3: NKL 23, Palnåstugan-Rostahytta, 27. September

              Wasserstände: Habe hier im Forum einen Link gefunden anhand dessen du die aktuellen und prognostizierten Wasserstände dargestellt bekommst. (https://www.smhi.se/vader/mark-och-vatten/flodeslaget)

              Solltest du dich für den Nordkalottleden entscheiden, habe ich auf der Seite des DNT gesehen, dass es wohl eine Brücke auf der Etappe Altevasshytta-Gaskasshytta zerlegt hat. (https://hyttebestilling.dnt.no/hytte/10390)

              Da ich in 3 Wochen den Nordkalottleden laufen werde an dieser Stelle: weiß jemand etwas genaueres über die erwähnte Brücke bzw. Stelle?

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              • DerNeueHeiko
                Alter Hase
                • 07.03.2014
                • 3170
                • Privat

                • Meine Reisen

                #8
                Ich bin 2016 vom 13.7. bis 22.7. von Kilpisjärvi nach Björkliden gelaufen (also auch zehn Tage, genau wie Molte, ohne Pausentag, aber entspannt)

                Wenn ich mich richtig erinnere, hab ich am ersten Tag auf dem Weg zum Treriksröset vielleicht 10 Leute getroffen, an der Vuoma-Hütte war eine Anglertruppe von rund 5 Leuten und der Weg von Innset nach Süden ist eine Quad-Spur, auf der eine Handvoll Quads an mir vorbei kamen. Ansonsten natürlich ein paar Autos in Innset, aber sonst habe ich an vielen Tagen niemanden getroffen, an manchen Tagen ein-zwei-drei Leute. Weit weg von Kungsleden-Niveau.

                Im Padjelanta war ich noch nicht, kann also dazu nichts sagen. Steht noch auf der Liste

                Heiko

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                • Tortuga
                  Erfahren
                  • 27.06.2017
                  • 100
                  • Privat

                  • Meine Reisen

                  #9
                  Void, was empfandest du denn als besonders anspruchsvoll? Die Steigungen? Die Wegbeschaffenheit an sich?

                  Die Seite, auf der man die Wasserstände sieht, habe ich mir auch angeschaut, aber ich konnte da ehrlich gesagt auch nicht soooo viel rauslesen, außer dass sich die Situation im Vergleich zum Juli tendenziell entspannt hat.

                  Die von dir angesprochene Brücke ist wieder aufgebaut: https://www.dnt.no/dnt-der-du-er/tro...asselva-borte/

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                  • DerNeueHeiko
                    Alter Hase
                    • 07.03.2014
                    • 3170
                    • Privat

                    • Meine Reisen

                    #10
                    Da kam ja noch was, während ich getippt habe...

                    Zitat von Void Beitrag anzeigen
                    Solltest du dich für den Nordkalottleden entscheiden, habe ich auf der Seite des DNT gesehen, dass es wohl eine Brücke auf der Etappe Altevasshytta-Gaskasshytta zerlegt hat. (https://hyttebestilling.dnt.no/hytte/10390)

                    Da ich in 3 Wochen den Nordkalottleden laufen werde an dieser Stelle: weiß jemand etwas genaueres über die erwähnte Brücke bzw. Stelle?
                    Das müsste dieser Fluss sein:

                    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20160721-0193.jpg Ansichten: 0 Größe: 817,8 KB ID: 3339862Einerseits keine Option, dort durch den Fluss zu waten (wobei ich nicht weiter hoch gelaufen bin... war ja eine Brücke da ) - andererseits meine ich mich zu erinnern, dass die Brücke auch für Quads ausgebaut war, also vielleicht ein gewisses lokales Interesse besteht, sie schnell zu reparieren.

                    edit: Und schon wieder kommt noch ein zweiter Beitrag, der schon aktuellere Infos hat als ich Schön, dass die Brücke wieder steht.

                    MfG, Heiko

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                    • Void
                      Neu im Forum
                      • 08.07.2025
                      • 4
                      • Privat

                      • Meine Reisen

                      #11
                      Zitat von Tortuga Beitrag anzeigen
                      Void, was empfandest du denn als besonders anspruchsvoll? Die Steigungen? Die Wegbeschaffenheit an sich?

                      Die von dir angesprochene Brücke ist wieder aufgebaut: https://www.dnt.no/dnt-der-du-er/tro...asselva-borte/
                      Meine Einschätzung bezog sich auf den Trip vor 3 Jahren, meine gewählten Etappen waren mitunter sehr lang (30+ km), der Rucksack schwer (27+ kg), die Wege mitunter sumpfig und sehr steil. Außerdem war ich nicht besonders fit, ganz kurz also: nicht gut zu laufen und schlecht vorbereitet.
                      Den gelaufenen Abschnitt von Kilpis nach Abisko fand ich da um einiges angenehmer und bei entsprechender körperlicher Fitness ist auch gut machbar. Mitunter habe ich jedoch Terrain durchlaufen, das schwieriger zu passieren ist und je nach Wasserstand kompliziert sein dürfte. Anhand von Satellitenbildern und Videos aus dem Netz erwarten ich, dass es schwierig sein kann das eine oder andere sumpfigere Stück zu überwinden. (Stehe mit dieser Art Gelände auf Kriegsfuß und versuche es zu meiden wo es nur geht)

                      Vielen Dank für den Hinweis mit der Brücke, das war das letzte Fragezeichen bzgl. meiner Tourvorbereitung, wobei ich schon eine Alternative im Kopf hatte. (Hat sich ja jetzt erübrigt😁)

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                      • Waldhexe
                        Alter Hase
                        • 16.11.2009
                        • 3348
                        • Privat

                        • Meine Reisen

                        #12
                        Ich kenne nur den Paddjelantaleden, und das im Sommer. Ich fand ihn insgesamt leicht zu gehen, bis auf stellenweise ätzende Geröllfelder, und die Strecke durch das Tarradalen („Grüne Hölle Tarradalen“) vor allem zwischen Sommerlappa und Tarrekaise auf hoch bewachsenem alten Geröll fand ich sehr unangenehm und anstrengend zu gehen. Entgegenkommenden ging es genauso, da wird dann schon eine Tagelsleistung von 15km herausfordernd, wenn man nicht sehr sehr fit ist und trittsicher. Bei nassem Wetter kann die Etappe zwischen Tarrekaise und Nunjes glitschig sein, da es einen Aufstieg auf nacktem Fels gibt. Vorsicht auch bei den steilen, bei Nässe glitschigen Abstiegen zur Laddejakka und nach Arasluokta.
                        Selbst im Sommer ist er nicht stark begangen, wir fanden Begegnungen bereichernd.

                        Manche laufen den Paddjelantaleden in einer Woche, man kann mit Ruhetagen, viel fotografieren oder Sketchen, Spaziergängen und Zeit an den natürlichen „Samiheiligtümern“ (soll nicht despektierlich klingen, ganz und gar nicht, ich weiß nur nicht, wie man sie nennt) oder z.B. der sehr sehenswerten Kirche in Staluloakta, genießen der fantastischen Ausblicke, Gespräche mit den Sami, so sie noch da sind, auch zwei Wochen ohne geringste Langeweile verbringen. Der Paddjelantaleden ist was besonderes, ich hätte mir eher gewünscht, mir noch mehr Zeit genommen zu haben.
                        Wenn ich ihn nochmal gehen würde, würde ich ihn von Süd nach Nord gehen, um den wundervollen Blick von der Anhöhe nördlich der Nunjes richtig genießen zu können, das hübsche aber ätzende Tarradalen am Anfang zu haben und die spektakuläre Landschaft am Akka zum Schluss.

                        Auch wenn der Paddjelantaleden nicht schwer ist, wenn Du allein im Herbst gehst, würde ich über einen SPOT o.ä. nachdenken. Handyempfang gibt es, wie schon gesagt wurde kaum und das Bein auf einem Geröllfeld oder so brechen und das war’s. Auch an den Hütten am Paddjelantaleden hängen Vermisstenanzeigen, immer Alleingänger…

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                        • Prachttaucher
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                          Liebt das Forum
                          • 21.01.2008
                          • 12168
                          • Privat

                          • Meine Reisen

                          #13
                          Tortuga : zu 2. Ich finde Du brauchst Dir keine Gedanken wegen Schwierigkeiten zu machen, bei dem was Du schon gelaufen bist.
                          zu 5. Vielleicht etwas anspruchsvoller, weil nicht markiert wäre der Prästleden. Da würdest Du Tarrekaise, Nunjes umgehen. Wäre allerdings nötig Dich dann von Helena abholen zu lassen. Könnte man auch spontan vor Sammarlappa entscheiden.

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                          • Zz
                            Fuchs
                            • 14.01.2010
                            • 1761
                            • Privat

                            • Meine Reisen

                            #14
                            Ahoj Tortuga!
                            Vom Paddjelantaleden bin ich auf meiner ersten Lapplandreise (Nikkaluokta nach Sulitjelma) nur ein paar Abschnitte gewandert. Von Kilpisjärvi zur E 10 oder umgekehrt, bin ich, u.a. aus logistischen Gründen, öfters gewandert. Das waren so 10, eher 12 bis 14 Tage. Die Touren damals eigentlich immer im Herbst. Meine Wanderungen liegen etwas zurück, weil ich mich später auf andere Gegenden konzentriert habe. Es sind also nur Erinnerungen, aber im Vergleich empfand ich den Paddjelantaleden einfacher.
                            Ich würde mir aber auf jeden Fall das Buch "Auf der Suche nach Padjelanta" von Anton Quintana, es paßt natürlich zu allen Wanderungen in Lappland, in den Rucksack werfen.
                            Beste Grüße und Guten Weg,
                            Z
                            "The Best Laks, Is Relax."
                            Atli K. (Lakselv)

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                            • carsten140771
                              Dauerbesucher
                              • 18.07.2020
                              • 995
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                              #15
                              Da bin ich echt mal neidisch und lese interessiert mit.
                              2026 soll es wieder in die Richtung gehen. Allerdings mit dem Auto nach Abisko.

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                              • Tortuga
                                Erfahren
                                • 27.06.2017
                                • 100
                                • Privat

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                                #16
                                Danke euch für die vielen Rückmeldungen, dieses Forum ist echt toll!

                                Ich hätte jetzt noch einmal eine Frage zum Wetter: Ich beobachte seit einiger Zeit die Wetterberichte für die Gegend (yr.no, meteoblue und Finnish Metereological Institute), auch um ein Gefühl für die derzeitige Wetterlage zu bekommen. Ich habe gerade z. B. mal auf das Wetter ab dem kommenden Wochenende für Kvikkjokk, Staloluokta, Ritsem, Abisko und Kilpisjärvi geschaut und da sticht zumindest bei yr.no kein Ort besonders hervor. Fjellfex hat im Beginn seines aktuellen Reiseberichts geschrieben, dass er seine Trekkingroute umgeplant hat, weil sich im ursprünglich geplanten Gebiet die Tiefs abgeregnet hätten. Wie kann ich denn so was wissen? Also wie kann ich z. B. abschätzen., ob sich Tiefs über dem Padjelanta-Gebiet abregnen werden, östlich vom Sarek oder im Øvre Dividal​ aber nicht? Was nutzt ihr, um kurz vor der Tour solche Entscheidungen zu treffen?

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                                • fhvdrais
                                  Dauerbesucher
                                  • 16.08.2015
                                  • 595
                                  • Privat

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                                  #17
                                  Ich fand die Etappen des Nordkalottleden ab Kilpisjärvi auch nicht sonderlich schwierig. Falls die Zeit zu knapp ist: Ab Kilpis gibt es ein Boot über den See, damit kann man ggf. die Goldahytta schlenzen. Und nach Björkliden ist es einen halben Tag kürzer als nach Abisko, und da kommt man auch per Bus oder Bahn weg.

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