(NO) Von Alta nach Olderfjord, zum Teil auf dem E 1

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    (NO) Von Alta nach Olderfjord, zum Teil auf dem E 1

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    Im Jahr 2023 wollten wir von Kilpisjärvi bis Olderfjord wandern und so an den Abschnitt des E 1 vom Nordkap bis Olderfjord anschließen, allerdings weitgehend in Gegenrichtung aus organisatorischen Gründen. Außerdem erschien uns die Trassierung über Kautokeino lang mit einem massiven Schlenker nach Süden durch mutmaßlich mückenverseuchte Wälder und Sümpfe, weshalb wir und mehr an der Küste halten wollten bis zu Reisatal. Wegen des Radrennens Arctic Race war dann die Quartierlage in Alta so, dass wir eine vertauschte Reihenfolge der Etappen mit Bustransfers geplant hatten. Während die 3 1/2-tägige Anreise by fair means, also Bahn und Bus, von Gera über Hamburg, Kopenhagen, Stockholm, Umeå, Boden, Haparanda-Tornio, Kolari nach Kilpisjärvi ganz ordentlich verlief, verlief der Start von Kilpisjärvi dann holprig. Denn nach knapp 2 Stunden Weg stürzte meine Frau und hatte eine Platzwunde an der Stirn. Die erforderte Bergwachteinsatz und medizinische Versorgung. Bei lebensbedrohlichen Situationen wäre sicher ein Hubschrauber gekommen. So aber dauerte es 3 Stunden, bis ein Krankenwagen in Kilpisjärvi eintraf, dessen Personal dann feststellte, in den maximal 6 Stunden für die Wundversorgung sei es nicht bis zur Krankenstation nach Muonio zu schaffen und wir sollten besser mit einem Taxi nach Oteren zwischen Skibotn und Nordkjosbotn in Norwegen fahren. Wegen des anschließend nötigen Schontags war die Planung natürlich völlig hinüber und wir konnten den Abschnitt Kilpisjärvi bis Reisadalen streichen. Ich bin das dann 2025 gegangen.
    Aber der Abschnitt von Alta bis Olderfjord über die Finnmarksvidda ließ sich dann einige Tage später realisieren.

    12. August: Ejby bei Alta - Tverrfjelltjønna, 32 km, 9 Stunden, 900 Hm Aufstieg

    Von Alta fuhren wir mit dem Bus bis Roligheten, wo dann an einem anderen Tag der Start in Richtung Kvænangsbotn sein sollte. Das Wetter war nur so mittelprächtig.

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    Zu dieser beeindruckenden Busendstation fahren inzwischen weniger Busse als 2023, als das ein praktischer Ausgangspunkt war.
    Den Gurpmotjohka konnten wir auf Trittsteinen queren. 2023 hatte ich - anders als 2022 - auch funktionsfähige Schuhe an den Füßen.

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    Die bald erreichte Ejbyelva hatte schon eine andere Größe:

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    Querung dann auf der Straßenbrücke, über die wir ins Tal der Altaelva weiter gingen. Da ist es nicht ganz einfach, Alternativen zur Straße zu finden.

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    Vorhandene Alternativen mussten wir teilweise mit anderen Nutzern teilen. Regen gab es auch noch, deshalb kaum Bilder. Bei Övre Stengelse stellten wir uns auch mal einige Zeit unter.
    Altaelva ist nochmals eine Nummer größer, aber da gibt es ja eine stabile Straßenbrücke.

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    Weiter dann durch ein Wochenendhausgebiet mit großen Garagen für die Schneemobile zum Storvannet über die (überwiegend unbefestigte) Straße. Insgesamt war diese Tagesetappe keine landschaftliche herausragende oder wandertechnisch spektakuläre, sondern ein notwendiger Lückenschluss im Rahmen der Aufgabe, ohne Lücke zwischen dem Nordkap und einem noch nicht definitiv feststehenden südlichen Endpunkt (bisher Vakkotavaara am Akkajaure, wenn man von unserer deutschen kompletten E1-Begehung absieht) eine dazu noch relativ komfortable Verbindung zu Fuß mit möglichst vielen festen Unterkünften, nicht zu viel Lebensmittelschlepperei etc. zu planen und umzusetzen.

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    Storvannet, 92 m

    Auf zum Teil im Winter als Loipe beleuchteten Wegen ging es zu den auch noch gut mit Bussen angebundenen Wohnsiedlungen im Tverrelvdalen. Bis dahin bewegten wir uns durch die noch stark landwirtschaftlich und gewerblich genutzte, aber auch mit großen Bäumen bewaldete Region Alta, die an sich eine erstaunliche Oase so hoch im Norden ist. Und wo so feuchte Tage wie dieser selten sind, weil die Jahresniederschlagsmenge in Alta mit knapp über 400 mm im Jahresmittel extrem niedrig ist.
    Weiter ging es auf dem Fahrweg ins Österelvdalen, wobei es dann schon nach 18 Uhr war und wir nach einem geeigneten Zeltplatz suchten. Wegen der Wochentage und dem am Wochenende geringren Busangebot hatte es sich nämlich nicht angeboten, noch eine Nacht in Alta zu verbringen und mit dem Bus aus dem /ins Tverrelvdalen zu fahren.

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    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: P1070299.jpg Ansichten: 0 Größe: 1,11 MB ID: 3363116

    Mit der Zeltplatzsuche war es erst nicht so einfach. So stiegen wir bis zum Tverrfjelltjönna hinauf.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: P1070301.jpg Ansichten: 0 Größe: 822,2 KB ID: 3363117

    Im Laufe der Zeit stellten wir allerdings fest, dass der Platz suboptimal war, denn am späten Abend und nachts war auf dem Weg mehr ATV-Verkehr als am frühen Abend. Dafür war der Platz ganz hübsch und weiter gehen wollten wir auch nicht. Und die Nacht war trocken, das Wetter besser geworden.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: P1070305.jpg Ansichten: 0 Größe: 706,2 KB ID: 3363121Tverrfjelltjønna

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    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: P1070303.jpg Ansichten: 0 Größe: 698,3 KB ID: 3363120
    Blick nach Westen vom Tverrfjelltjønna
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    #2
    13. August 2023: Tverrfjelltjønna - Bohkosjavri, 31 km, etwa 10 Stunden, 430 Hm Aufstieg

    Da Wetter sah schöner aus auch am nächsten Morgen und gegen 8.30 Uhr machten wir uns auf den Weg.

    Vom Tverrfjelltjønna waren wir auf dem bequemen Fahrweg nach kurzem auf den weiten Hochflächen der Finnmarksvidda.

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    Tverrfjelltjønna

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    Nächstes Zwischenziel war das Veivannet.

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    Hier kam das Veivannet erstmals in den Blick. Hinten die über 1000 m hohen Berge im Stabbursdalen-Nationalpark.

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    Kuppiges Gelände.

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    Dem Weg sah man durchaus an, dass es an sich ein ziemlich trockener und warmer Sommer im hohen Norden war. Einige Tage vorher hatten wir in einem Bergsee oberhalb von Hammerfest gebadet.

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    Am Veivannet stehen etliche Stugas, deshalb auch der Fahrweg.

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    Im Bereich des Veivannet gab es eine Mittagspause und dann mussten wir feststellen, dass das Wetter leider nicht so stabil blieb.

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    Denn Regenbögen ohne Regen sind noch nicht erfunden...
    Wir hätten besser noch eine Pause in einer offenen Hütte am Rentierzaun östlich vom 500 m hohen Stazzoaivi gemacht, statt uns 10 Minuten weiter kräftig nassregnen zu lassen.
    Von dort hielten wir uns auf einer ATV-Spur ins nach Nordosten verlaufende Tal. Als es uns im Talboden zu nass wurde, wichen wir auf den südlichen Hang, also zum Holmfjellet hin, aus. Ohnehin wollten wir uns dann mehr östlich weglos halten, um den markierten E1-Verlauf anzusteuern.

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ID: 3363142
    Hier liegt links schon der See Ruhkkojavri. Und gegen 16.30 Uhr erreichten wir die erste Markierung des E1 (hier "Finnmarksleden") bei P. 437. Einen Weg oder Pfad gibt es aber nur teilweise. Dafür sind hier zu wenige Menschen unterwegs. Und in den moorigen Bereichen ist auch die Markierung dürftig - denn wo sollte man da Markierungen anbringen?

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    Während das Bild mit der Markierung in Wegrichtung aufgenommen ist, zeigt das folgende den Blick in Richtung Stabbursdalen von der selben Stelle aus.

    Nun hielten wir uns der Markierung folgend nach Norden parallel zum Ruhkojavri. Das Wetter war wieder besser geworden, wir hatten den weglosen Abschnitt bewältigt und die Markierung gefunden. Das Gelände war einfach zu gehen, also wollten wir noch Strecke machen, um die folgende Etappe kürzer zu haben. Was man hat, hat man - und wie das Wetter am nächsten Tag wird, weiß man dort nie.

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Name: p1070325-adjust-horizon-cut_1qo9t5mr_1.png
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ID: 3363145

    Der Abfluss des Ruhkkojavri bescherte uns die erste Furt mit Schuhwechsel des Tages und seit dem Aufbruch von Alta.

    Weiter ging es auf dem Höhenrücken über P. 464 und dann hinab zum Abfluss des Bohkosjavri.

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ID: 3363146
    Ein bisschen Spur.

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ID: 3363147
    Sogar mal mehr Spur.

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Name: p1070329-adjust-horizon_d2gvrnyg_1.jpg
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ID: 3363149
    Blick über das Stabbursdalen, wohl mit Skuovgilrassa, 1005 m

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ID: 3363150

    bei P. 464 m

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ID: 3363151

    Bohkosjavri

    Gegen 20 Uhr erreichten wir den Abfluss des Bohkosjavri. Da war nochmals Schuhwechsel angesagt - wir behielten dann aber die Badeschuhe an, weil erst ein Stück Feuchtgebiet kam, und wählten gleich auf dem Hang hinter dem Bohkosjohka einen Zeltplatz für die Nacht aus.

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      #3
      Zu den ersten beiden Tagen noch die Karten, aus technischen Gründen in der falschen Reihenfolge:

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Name: Screenshot 2026-01-25 at 20-55-05 OpenTopoMap - Topographische Karten aus OpenStreetMap.png
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ID: 3363159

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Name: Screenshot 2026-01-25 at 20-51-44 OpenTopoMap - Topographische Karten aus OpenStreetMap.png
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ID: 3363158

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        #4
        3. Tag: 14. August 2023 - Bohkosjavri - Bastingammen; etwa 18 km, 7 Stunden

        Im Verhältnis zu den Vortagen eine kurze Etappe. Es blieb erfreulicherweise weiterhin trocken. Wir waren so aber zeitig genug an der Bastingamme, um Holz zu sammeln und einzuheizen, so dass manche vom Vortag noch etwas feuchte Textilien getrocknet werden konnten.

        Von unserem Zeltplatz am Bohkosjavri ging es leicht hinauf auf Bohkosgielas. Wir folgten dort einer eher nordwestlich verlaufenden Spur und dann dem Rentierzaun nach Norden. Wir hatten den Eindruck, dass hier verschiedene Routen markiert sind, die sich dann wieder treffen.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: P1070334.jpg Ansichten: 0 Größe: 681,8 KB ID: 3363165

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: P1070335.jpg Ansichten: 0 Größe: 923,4 KB ID: 3363166
        am Rentierzaun

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: P1070336.jpg Ansichten: 0 Größe: 1.009,5 KB ID: 3363167

        Dann ging es auf ordentlich erkennbarem und markiertem Weg weiter nach Norden und unterhalb von 320 m Höhe durch Bäume zum Stuora Navggastatjohka, den wir gegen Mittag erreichten und über Steine queren konnten.


        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: p1070337-adjust-horizon_sh7nfdy5_1.jpg Ansichten: 0 Größe: 857,8 KB ID: 3363168

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: P1070339.jpg Ansichten: 0 Größe: 1,11 MB ID: 3363169

        Gleich oberhalb der Furt passiert er diese reizvolle felsige Stelle.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: P1070341.jpg Ansichten: 0 Größe: 1,04 MB ID: 3363170

        Der weitere Wegverlauf führt duch sumpfige, waldige und felsige Abschnitte in stetem Wechsel und manchmal gibt es auch mehr als eine Spur. Hier begegneten wir doch tatsächlich einem Jogger und einem Radfahrer aus Alta, die sich wohl in der Fortbewegungsart abwechselten, und kein nennenswertes Gepäck dabei hatten.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: P1070342.jpg Ansichten: 0 Größe: 1.012,0 KB ID: 3363171

        Auch der Bastinjohka stellt kein Hindernis dar (jedenfalls im August 2023):

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: p1070343-adjust-horizon_a7oofka7_1.jpg Ansichten: 0 Größe: 812,2 KB ID: 3363172

        Von der Stabburselva ist man gar nicht weit entfernt.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: P1070344.jpg Ansichten: 0 Größe: 812,2 KB ID: 3363173
        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: P1070345.jpg Ansichten: 0 Größe: 1,20 MB ID: 3363174

        Wir verließen dann die E1-Markierung nach rechts zum Leaktojohka hin. Auch wenn es auf Luftbildern so aussieht: Es gibt an keiner Stelle eine Brücke oder einen Steg. Und blöderweise steht eben die neue Bastingamme auf der Ostseite, während der E1 auf der Westseite verläuft. Und der Leaktojohka war keineswegs mit Schuhen passabel.
        Jenseits dann noch ein Stück auf einem Pfad zur Bastingamme, die wir gegen 16.40 Uhr erreichten.
        Nachdem die alte abgebrannt war, wurde vom Statskog eine neue errichtet - und eben an einem etwas anderen Platz.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: P1070347.jpg Ansichten: 0 Größe: 946,7 KB ID: 3363175

        Es war zwar Werkzeug vorhanden, aber kein wirklich als Brennholz geeignetes Material. In der nächsten Umgebung standen aber genug abgestorbene Birken. Für uns war es die erste Nacht in so einer Gamme, ganz gemütlich. Am nächsten Morgen war auch alles trocken.

        Und die Karte dazu:

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Screenshot 2026-01-25 at 21-25-12 OpenTopoMap - Topographische Karten aus OpenStreetMap.png Ansichten: 0 Größe: 1,57 MB ID: 3363176


        Zuletzt geändert von zaufen; 25.01.2026, 21:37.

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        • blauloke

          Lebt im Forum
          • 22.08.2008
          • 9523
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          #5
          Hallo zaufen,
          erstmal willkommen hier im Forum und gleich ein Einstand mit Reiseberichten.

          GPX-Tracks kannst du genau so wie Bilder einfügen. Den Track in die Anhänge ziehen, so wie die Bilder und dann an die gewünschte Stelle laden. Üblicherweise direkt am Anfang des Beitrags und er erscheint rechts oben, so wie in den sonstigen Reiseberichten.
          Falls du Glück hast.
          Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

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          • zaufen
            Gerne im Forum
            • 24.01.2026
            • 80
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            #6
            15. August 2023 - 4. Tag - Bastingammen - Vuolit Goadehisjavri; 35 km, 12 Stunden

            Nun war wieder eine längere Etappe dran, denn wir wollten bis zu einer offenen Hütte am Vuolit Goadehisjavri kommen. Zwar gibt es auch am Ostende des Skaiddejavri eine offene Hütte, aber dann wäre die folgende Etappe bis Olderfjord sehr lang geworden und eigentlich wollten wir von dort am Spätnachmittag noch weiter reisen.
            Deshalb brachen wir gegen 7 Uhr von der Bastingamme auf. Um nicht nochmals den Leaktojohka furten zu müssen, entschieden wir, an dem Rentierzaun östlich der Bastingamme nach Norden zu gehen. Da sieht man auf den Luftbildern eine Spur und außerdem kann man an fast jedem Rentierzaun auf etwas Wegartigem entlanggehen. Am Weg Richtung Stabbursnes gibt es auch einen richtigen Übertritt über den Zaun.

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Name: P1070349.jpg
Ansichten: 77
Größe: 1,03 MB
ID: 3363183

            Blickrichtung Süden am Rentierzaun - wie man sieht, war das Wetter zunächst mittelprächtig.
            Über den Ordavarjohka kamen wir auf Steinen, von dort an ist auch auf Norgeskart eine Spur eingetragen.
            Als dann nach einem Stück Aufstieg jenseits des Zauns Spuren und Markierungen des E1 von links hinzu kamen, wechselten wir mal die Seite des Zauns.
            Dann waren wir etwas oberhalb vom Leaktojavri.

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Ansichten: 75
Größe: 758,2 KB
ID: 3363184

            9.45 Uhr mit Rentieren am Leaktojavri, am Rande der Holvungielas-Hochfläche entlang, alles ganz einfach.
            Dann ging es in eine kleine, leicht feuchte Senke und an einem Zaun am Südhang von Gildossoaivi aufwärts.

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Name: p1070352-adjust-horizon_7afq7dj5_1.jpg
Ansichten: 75
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ID: 3363185
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Name: P1070353.jpg
Ansichten: 75
Größe: 887,5 KB
ID: 3363186

            Dass es schon fast 2 Stunden später ist, muss an einer Pause liegen.
            Der Osthang von Gildossoaivi ist ganz sanft:

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Name: P1070354.jpg
Ansichten: 75
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ID: 3363187
            hier mit Coalbmejavri

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Ansichten: 76
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ID: 3363188
            und in nördiche Richtung, Tal des Spoahkkoaijohka

            An der folgenden leicht felsigen Ecke mit kleinen Wasserstellen verließen wir die markierte Route. Zum einen fanden wir angesichts von Karte und Luftbild die zweimalige Flussquerung bis Duolbajarcopma unsinnig, zum anderen wollten wir ohnehin an das Ostende des Skaiddejavri. Unsere Route vermied übrigens auch größere Sumpfgebiete westlich vom Skaiddejavri, wo es im Führer heißt "nasse Füße garantiert" - unsere Füße blieben durchweg trocken.
            Wir blieben also auf dem östlichen Talhang und in trockener Höhe.

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ID: 3363189

            Da gab es hübsche Stellen, etwa diese , 1/4 Stunde weiter:

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Name: P1070358.jpg
Ansichten: 75
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ID: 3363190

            Die Senke unterhalb vom Gadjariegadanjavrit war auch nicht schwierig zu passieren, der Abfluss auch ohne die Schuhe auszuziehen (na gut, meine Frau ist von einem Stein abgerutscht und ins Wasser gekommen, nötig war das aber nicht):

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ID: 3363191

            Hier, gegen 14 Uhr, gab es auch eine Rast mit besonderer Aufgabenstellung für mich: Es war nun eine gute Woche her, dass die Platzwunde meiner Frau genäht worden war. Also galt es jetzt, die Fäden zu ziehen. Das kann man auch mit der Nagelschere mitten in der Tundra machen. Man wächst eben mit seinen Aufgaben.

            Weiter ging es dann am Westhang von Gadjariegadamoaivi nach Nordosten auf den Skaiddejavri zu, wobei das Gelände da etwas blöd bucklig zum Gehen war.

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ID: 3363192

            Das kostete etwas Zeit.

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ID: 3363193
            Skaiddejavri

            Schließlich trafen wir aber auf den Fahrweg am südlichen Ufer, auf dem wir bis zum Ostende des Sees gingen. Dort steht ein Haus und daneben eine für Touristen offene Gamme.

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ID: 3363195
            Touristengamme

            Es war zwar schon Spätnachmittag und wir machten hier eine Pause und aßen etwas. Aber zumal es anfangs einen Weg geben sollten, gingen wir davon aus, das weitere Stück bis zum Vuolit Goadehisjavri auch noch zu schaffen.
            Erst ging es sehr steil nach Norden hinauf, dann wurde das Gelände wieder sanfter.

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ID: 3363196

            So kommt man durchaus voran.

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ID: 3363197
            Skaiddejavri, einer der größten Seen der Gegend

            Die Wegspuren verloren sich aber früher als gedacht. Wir hielten erst auf den Gorsoaivi zu und drehten dann - Feuchtgebiete umgehend rechts ab auf die Senke zwischen Jovnnincohka und Ristencohka zu. Die Sicht war ja gut genug für das Navigieren nach Landmarken.

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ID: 3363198
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ID: 3363199
            hinten Bajit Goadehisjavri

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ID: 3363200

            HIer gehen wir nun um Jovnnincohka herum und sehen die Stromleitung, vor der die Hütte an Vuolit Goadehisjavri liegt. Solche Leitungen mag man optisch für störend halten, für die Orientierung sind sie gut. Wir halten uns also links auf den Höhenrücken zwischen Vuolit Goadehisjavri und Nieddaidjavri zu.

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ID: 3363201
            Nieddaidjavri

            Dann kam auch bald das Haus mit der daneben stehenden offenen Hütte für Touristen in den Blick:

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Name: p1070376-adjust-horizon_bjfup9w6_1-cut_xp0mko1d_1.png
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ID: 3363202

            Weil es schon recht spät war und in der Hütte ausreichend sommerwarm, brauchten wir nicht zu heizen. Nett, dass die Eigentümer des Sommerhauses diese Hütte mit 2 bis 3 Schlafplätzen für vorbeikommende Touristen offen lassen. Es gibt auch ein Hüttenbuch. Seit mehreren Jahren waren wir die ersten Deutschen, sogar die ersten Ausländer seit 4 Jahren und mehr als 5 bis 10 Gäste pro Jahr sind es ohnehin nicht.

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Name: Screenshot 2026-01-25 at 22-35-12 OpenTopoMap - Topographische Karten aus OpenStreetMap.png
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ID: 3363203





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            • zaufen
              Gerne im Forum
              • 24.01.2026
              • 80
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              • Meine Reisen

              #7
              16. August - 5. Tag: Vuolit Goadehisjavri - Olderfjord, 30 km, 9 1/2 Stunden

              Mit dem Versuch, ob es mit dem Hochladen eines Tracks klappt, wie von blauloke beschrieben, bin ich gescheitert und mehr schaffe ich heute nicht mehr. Folgt später.

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              • zaufen
                Gerne im Forum
                • 24.01.2026
                • 80
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                • Meine Reisen

                #8
                Nun also ernsthaft zum
                5. Tag - 16. August 2023 - Vuolit Goadehisjavri - Olderfjord, 30 km, 9 1/2 Stunden

                Da wir am nächsten Tag versuchen wollten, eine auf Magerøya im Vorjahr wegen Regens gelassene Lücke im Weg zu schließen - was aber Kür, und nicht Pflicht für uns war - wollten wir gegen 16.30 Uhr in Olderfjord oder wenigstens 16.25 Uhr in Hattir sein. Also war zeitiger Aufbruch angesagt, zumal man ja nicht so wirklich genau weiß, was einen erwartet. Das Wetter war leider ziemlich trüb.
                Zum E 1 und seiner Markierung zurück zu kommen, konnte aber kein Problem darstellen, denn dafür gab es die Stromleitung nach Nordwesten. Den auf Norgeskart eingetragenen Pfad im Verlauf der Leitung fanden wir nur sehr teilweise. Das Gelände war aber auch nicht schwierig, nur teilweise sumpfig. Nach einer knappen Stunde erreichten wir an einem Rentierzaun die Markierung und folgten dieser nach Norden. Da kommt der Skaidielva in den Blick.

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Name: P1070377.jpg
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ID: 3363323

                Auf dem nächsten Bild im Rückblick:

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Name: P1070378.jpg
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ID: 3363324

                Mit der Markierung gingen wir geradezu auf die Anhöhe des Skaiddemohaivi, aber etwas rechts um die höchsten Bereiche. Danach läuft die Markierung nicht so nah am Zaun wie auf der Karte. Von Pfad konnte sowieso nicht die Rede sein. Wir gingen ziemlich geradezu durch die moorige Senke und erreichten den Jovnnajohka, der über Steine passierbar war. Dabei waren wir etwa 250 m westlich vom Rentierzaun - der Haken des Wegs auf der Karte entfiel, weil wir auf der Nordseite des Bachs gleich die E1-Markierung hatten.
                Dann ging es bald wieder nordwärts in trockeneres Gelände, Franssagielas.
                Anschließend wieder durch eine moorige Senke und danach deutlich aufwärts bis auf 300 m Höhe.

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: P1070379.jpg
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ID: 3363325
                hier beim Aufstieg, schon etwa 4 1/2 Stunden vom Start

                Oben erreichten wir dann den See 298 und dort galt es einen Rentierzaun zu überwinden, der auf den E1 keine Rücksicht nahm.

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: p1070380-adjust-horizon_2loq7313_1.jpg
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ID: 3363326

                Hinter dem See ging es rechts weiter und bald wieder abwärts durch einen Hang recht hoch über dem Bach.

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: P1070381.jpg
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ID: 3363327

                Das Wetter wurde nicht besser. Es nieselte und wir waren froh, dass wir nach der Karte den größten Teil des Wegs geschafft hatten. Wetterbedingt gibt es auch keine Fotos mehr.
                Im bewaldeten Tal gab es z.T. mehrere Spuren, sicher auch von Tieren, moorige Stellen und es war gar nicht so einfach, die richtige Spur zu erwischen. Hauptsache, wir gelangten auf die Nordseite des Davit Franssajavri.
                Das geschah auch und bald passierten wir ein Ferienhäuschen. Wir staunten, dass es auch dann nicht etwa eine Zufahrt oder wirklich besseren Weg gab. Noch fast 1,5 km bis zu einer Abzweigung vor einem weiteren Haus - dann ging es links wirklich steil hinunter. Nun regenete es und wir sahen zu das letzte Stück bis Hattir zu schaffen. Da waren wir dann gegen 15.30 Uhr laut Fotodaten, tatsächlich aber schon kurz vor 15 Uhr.
                Hier trafen wir auf den ersten Wegweiser mit Nennung des E1, sonst gab es nur die norwegische T-Markierung.

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: P1070382.jpg
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ID: 3363328

                Statt 1 1/2 Stunden auf den Bus zu warten, entschieden wir uns, die Straße nach Olderfjord zu laufen. Zum einen konnten wir so die "Lückenlosigkeit" der E1-Begehung erreichen, zum anderen dachten wir, wir könnten die 6 km Straße so schnell schaffen, dass die Zeit noch für eine kurze Einkehr in Olderfjord ausreicht. Per Autostopp zu fahren trauten wir uns in unserem schmuddeligen Zustand nicht. Aber der Verkehr auch auf der E 6 ist dort nicht so stark und insbesondere die Lkw-Fahrer sehr rücksichtvoll. In Deutschland erlebt man es sicher nicht, dass ein Sattelschlepper auf der Europastraße bei Regen anhält, bis Fußgänger ihn passiert haben. Rücksichtslos sind nur die deutschen Wohnmobilfahrer.
                Rechtzeitig für einen Kaffee waren wir in Olderfjord - wobei man vor Erreichen der Häuser eine Weide mit Kühen passiert (es ist dort aber nicht die nördlichste Milchviehhaltung der Erde, die ist in Bekkarfjord - die nördlichste Meierei übrigens in Tana bru, Platz 2 hat die von Alta).
                Und dann ging es mit dem Bus ins genauso verregnete Honningsvåg. Zumal wir nun bis Olderfjord gekommen waren, wollten wir die Lücke zwischen Gjesværkrysset und Nordkapptunnel dann doch schließen. Durch Deutschland waren wir schließlich auch ohne Lücke von der Grenze Kupfermühle bis zur Hafenstraße in Konstanz gegangen.












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                • Robtrek
                  Fuchs
                  • 13.05.2014
                  • 1083
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                  • Meine Reisen

                  #9
                  "Rücksichtslos sind nur die deutschen Wohnmobilfahrer."

                  Aber doch nicht alle! Ich bin letztes Jahr ein bisschen in Norwegen Fahrrad gefahren und die meisten Wohnmobile verhielten sich ganz rücksichtsvoll. Die wenigen, die so gar keinen Wert auf einen Sicherheitsabstand zu mir legten, trugen aber tatsächlich meist ein deutsches Kennzeichen.

                  "es ist dort aber nicht die nördlichste Milchviehhaltung der Erde, die ist in Bekkarfjord"

                  Das steht zwar so im Internet, aber korrekt wäre es nur, wenn einem Europa die ganze Welt bedeutet. Was ja durchaus eine sympathische Einstellung ist.

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                  • Ljungdalen

                    Alter Hase
                    • 28.08.2017
                    • 3637
                    • Privat

                    • Meine Reisen

                    #10
                    Zitat von zaufen Beitrag anzeigen
                    Per Autostopp zu fahren trauten wir uns in unserem schmuddeligen Zustand nicht.
                    Hält eh' keiner, zumindest kein Norweger (zuletzt probiert im Oktober 2025, 5 km entlang Fylkesvei im Regen, ca. 100 Autos). Bzw. generell in Skandinavien, außer vielleicht auf superabgelegenen Waldwegen (noch nicht probiert, aber da kam auch niеmand). Geklappt hat es mal vor Jahren in Dänemark, als ich nur per Autostopp eine frühere Fähre (in Gedser) erreichen konnte; war mit nicht wichtig genug für Taxi. Da hat dann tatsächlich jemand gehalten, mit dänischer Nummer. War aber ein Pole. Der ist dann sogar von sich aus ein paar km Umweg zu meinem Ziel gefahren.

                    Sind halt... "introvertiert", da im Norden. Naja, OK.

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                    • Ljungdalen

                      Alter Hase
                      • 28.08.2017
                      • 3637
                      • Privat

                      • Meine Reisen

                      #11
                      OT:
                      Zitat von Robtrek Beitrag anzeigen
                      "es ist dort aber nicht die nördlichste Milchviehhaltung der Erde, die ist in Bekkarfjord"

                      Das steht zwar so im Internet, aber korrekt wäre es nur, wenn einem Europa die ganze Welt bedeutet.
                      Sondern? Meinst du Jakutien (Sacha), wo es ja mit dem Jakutenrind sogar eine spezielle "Polarrasse" gibt? Aber m. W. nicht nördlicher als die 70,5° N von Bekkarfjord, erst recht nicht kommerziell. Zu finden ist etwas über Batagai-Alyta, aber das liegt ja "nur" bei knapp 68° N.

                      Oder wo ganz anders? Das interessiert mich jetzt

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                      • zaufen
                        Gerne im Forum
                        • 24.01.2026
                        • 80
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                        • Meine Reisen

                        #12
                        Oh, ich merke gerade, dass ich das zitieren noch nicht hinkriege.
                        Robtrek : Ich habe das auch nicht aus einer Internetquelle abgeschrieben, sondern habe selbst mal mit Norgeskart und Google-Maps geschaut. Amerika ist ausgeschlossen, weil da mangels Golfstrom es auf gleicher geographischer Breite viel zu kalt ist und zu wenig zu beißen gibt und in Russland wird das bald hinter Murmansk genauso. Kann man also eigentlich schon aus der Therorie heraus ausschließen. Gesucht habe ich also mal nach Bildern etwa in der Streetview mit Kühen drauf, weil ich wissen wollte, ob wir in Olderfjord die nördlichsten Kühe gesehen hatten. Ich stieß da selbst auf die Bilder von Bekkarfjord. In Internetartikeln wurde das dann bestätigt. Ich halte also die Erkenntnis für zutreffend. Wenn mir jemand nördlichere Milchkühe zeigt, werde ich alles zurück nehmen und das Gegenteil behaupten. Ich müsste ja auch unverdächtig sein, weil ich ja gar nicht behaupte, die nördlichsten Kühe selbst gesehen zu haben...

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                        • Robtrek
                          Fuchs
                          • 13.05.2014
                          • 1083
                          • Privat

                          • Meine Reisen

                          #13
                          Zitat von Ljungdalen Beitrag anzeigen
                          OT:

                          Sondern? Meinst du Jakutien (Sacha), wo es ja mit dem Jakutenrind sogar eine spezielle "Polarrasse" gibt? Aber m. W. nicht nördlicher als die 70,5° N von Bekkarfjord, erst recht nicht kommerziell. Zu finden ist etwas über Batagai-Alyta, aber das liegt ja "nur" bei knapp 68° N.

                          Oder wo ganz anders? Das interessiert mich jetzt
                          Ljungdalen, in der kleinen Siedlung Kresty bei Hatanga hab ich welche gesehen. Früher wurde auch etwas weiter nördlich in Hatanga Viehwirtschaft betrieben. Dort in der Nähe gibt's übrigens auch den nördlichsten Wald.

                          Ich hab's jetzt nicht genau im Kopf aber das ganze liegt, auf Norwegen übertragen, in der Barents-See ca. 100 km nördlich des Nordkap.

                          Yakutien ist auch durchaus möglich, Batagai-Alyta weiß ich aus eigener Erfahrung nicht, aber das liegt nur wenig nördlich von Verhoyansk und da gibt's Rindvieh.

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                          • zaufen
                            Gerne im Forum
                            • 24.01.2026
                            • 80
                            • Privat

                            • Meine Reisen

                            #14
                            Wenn du in Kresty bei Hatanga Kühe gesehen hast, sind die zweifellos noch weiter nördlich. Warst du da selbst? Aber zumindest Mähwiesen fürs Winterfutter gibt es da nicht mehr, soweit ich sehen kann. Im nördlichsten Norwegen schon noch.

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                            • Robtrek
                              Fuchs
                              • 13.05.2014
                              • 1083
                              • Privat

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                              #15
                              Zitat von zaufen Beitrag anzeigen
                              Wenn du in Kresty bei Hatanga Kühe gesehen hast, sind die zweifellos noch weiter nördlich. Warst du da selbst? Aber zumindest Mähwiesen fürs Winterfutter gibt es da nicht mehr, soweit ich sehen kann. Im nördlichsten Norwegen schon noch.
                              Ich war zweimal in Kresty und Hatanga. Bin leider hier im Forum nie über einen kleinen Foto-Überblick der letzten Tour hinausgekommen. Es kam mir ehrlich gesagt nicht in den Sinn, dass die Kühe von Kresty etwas Außergewöhnliches darstellten und ich habe damals keine Aufnahmen gemacht. Dafür gab's andere wirklich schräge Sachen, z.B. drei in der Wildnis abgestürzte Flugzeuge.

                              Im weitaus größeren Ort Hatanga etwas nördlich von Kresty wurden zumindest früher auch Kühe gehalten, darüber existieren zahlreiche Berichte im Internet. Wie das heute ist kann ich nicht sagen, da ich immer nur im Zentrum von Hatanga zwischen Fluss und Flughafen unterwegs war.

                              Ein weiteres bekanntes Beispiel ist die 200 Tsd. Einwohner Stadt Norilsk auf 69.21°, dort hatte man auch eine umfangreiche Milchwirtschaft, von der viele Fotos im Internet existieren.

                              Die von Ljungdalen erwähnte jakutische Rinderrasse kann angeblich sogar bei -60° C draußen bleiben. Ich hab die immerhin bei -30° im Schnee gesehen, das war mir schon zuviel.

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