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Vorab: Man verzeihe mir das schreckliche Wortspiel im Titel.
Seit vielen Jahren lese ich nun schon bei Outdoorseiten mit. Viele der Berichte hier waren maßgeblich für viele der Touren, die ich in den verganenen Jahren unternommen habe. Besonders die Touren von Borgman haben es mir angetan. Letztes Jahr besuchte ich die Varanger-Halbinsel, auf die ich durch einen seiner Berichte gekommen war.
Dort wurde ich so richtig von der Finnmark angefixt, auch wenn es mir die Gegend zumindest gedanklich schon länger angetan hat: Die ersten Notizen zu einer möglichen Tour durch die Laksefjordvidda auf meinem Computer sind von 2020.
Dieses Jahr sollte es endlich soweit sein. Ich wollte erneut in die Finnmark und nach der Varanger-Halbinsel stand nun endlich die Laksefjordvidda auf dem Plan. Durch Familie und kleine Kinder war ich in der Urlaubsplanung etwas eingeschränkt und hatte “nur” 7 volle Tage zur Verfügung. Rechnet man dann noch anderthalb Tage Anreise und einen Tag Rückreise ein, bleibt nicht mehr viel. Trotzdem kann ich schon jetzt sagen, dass sich die Tour trotz der kurzen Dauer gelohnt hat. Ich bin erneut absolut begeistert von der Finnmark und weiß schon jetzt, dass mich die Touren in den kommenden Jahren nur sehr unwahrscheinlich in Gegenden weiter westlich oder gar südlich von, sagen wir mal, Lyngen führen werden (auch wenn das streng genommen schon Troms ist - geschenkt).

Planung
Wie bereits erwähnt, war ich zeitlich stark eingeschränkt. Ich konnte einigermaßen günstige Flüge nach Lakselv für Montag, den 21.07.2025 ergattern. Damit war sichergestellt, dass die Läden offen hatten und ich vor Ort Gas erwerben könne.
Die Hinreise war etwas umständlich: Von Düsseldorf nach Oslo, von dort nach Tromsø und von dort die letzte Etappe mit Widerøe nach Lakselv.
Der Rückflug war immerhin etwas einfacher: 3 mal wöchentlich bietet Norwegian Direktflüge von Lakselv nach Oslo an. Von dort ging es dann wieder nachhause. Am Montag, den 28.07.2025 - übrigens einen Tag vor Ende der Mitternachtssonne - sollte ich wieder zurückreisen.
Als Gebiet hatte ich mir die Laksefjordvidda ausgesucht. Ich wusste von drei offenen Hütten, die sich entlang einer Linie etwa erstmals 13km südlich von Ifjord und dann in entspannten Tagesabständen von 8-12km Richtung Süden am Dollajávri und am Gurteluppal befanden.
Nachdem ich letztes Jahr während eines heftigen Gewitters auf der Varangerhalvøya Unterschlupf der einer Hütte des JFF Komagvær finden konnte, war es mir wichtig, die Option auf Hütten als Backup im Hinterkopf zu haben. Nichts war gruseliger als ein kräftiges Gewitter auf weiter, freier Fläche, wie sie hier im Norden der Finnmark so üblich sind. Das wollte ich um jeden Preis nicht noch einmal erleben müssen.
Eine weitere genaue Planung hatte ich nicht vorgenommen. Ich wusste, dass ich mich entlang der Linie der Hütten bewegen würde, weiteres wollte ich jedoch vorab nicht festlegen. Auch letztes Jahr hatte ich es auf Varanger genossen, ohne fixen Tagesplan einfach in die große, leere Weite zu laufen.
Dennoch: Schön für den Kopf wäre eine Durchquerung der Laksefjordvidda von Ifjord im Norden nach Sirma (auf der Norgeskart als Sirbmá geführt) im Süden gewesen. Leider wird Sirbmá jedoch am Wochenende nicht von Bussen angefahren, sodass diese Option leider flach fiel.
Gleichwohl kann ich ohne zu spoilern bereits jetzt sagen, dass die Tour von Ifjord nach Süden und der Weg auf nahezu gleicher Route zurück nicht langweilig wurde. Die Landschaft ist in ihrer Eintönigkeit gleichsam so vielseitig, dass ich zu keinem Zeitpunkt den Eindruck hatte, dass ich hier etwas zum zweiten Mal sehen würde.
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