[IS] From shit to gold? 10 Tage zwischen Fjallabak und Langisjór

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  • evernorth
    Fuchs
    • 22.08.2010
    • 1634

    • Meine Reisen

    [IS] From shit to gold? 10 Tage zwischen Fjallabak und Langisjór

    Tourentyp
    Lat
    Lon
    Mitreisende
    Reisezeit: 08.07. - 24.07.22


    08. /09.07.22

    „Shit, shit, shit…fuck!“ Ein Fluch entfährt mir.
    Zunächst etwas ungläubig, dann hörbar konsterniert stehe ich am Gepäckband am Flughafen in Keflavik.
    Nur noch ein Passagier - loser Koffer dreht seine x-te Runde, aber mein Rucksack ist nicht dabei. 😳
    Auch zwischen den zwei Gepäckbändern, wo bereits zahlreiche, andere Rucksäcke liegen, liegt meiner leider nicht.
    Es ist bereits Samstag, 00:45 Uhr. Ein ziemliches worst - case - Szenario ist das für mich. Das hatte ich auch noch nicht. Entspanntes Ankommen sieht anders aus.
    Nachdem ich am Icelandair Baggage Service Center mein „verlorenes“ Gepäck gemeldet habe, fragt mich die Isländerin am Schalter nach einer Adresse in Reykjavik. „Nun ja,“ sage ich auf Englisch, „bis morgen in meinem HI Hostel, dann weiss ich noch nicht.“
    Ich soll dann meine aktuelle Adresse noch nachreichen, da die meisten Gepäckstücke nach 24-48 Stunden noch ankommen.
    48 Stunden! 😳 Etwas zieht sich in meiner Brust zusammen.
    Dann begebe ich mich zum Fly Bus, nur mit meiner Kamera und einem Tagesruck versorgt.
    Es ist spät, als ich gegen 02:30 Uhr das HI Hostel im Zentrum von Reykjavik erreiche. Auf der Straße ist es sehr laut, Freitag - Abend Party, wie in den meisten Hauptstädten der Welt.
    In meinem 6er Zimmer schläft schon alles. Trotz offenem Fenster ist der Geruch im Raum alles andere als frisch, aber das ist mir vollkommen egal. Ich will nur noch ins Bett.
    Nachdem ich im Dunkeln mein Bett bezogen habe, falle ich todmüde in einen kurzen und nicht sonderlich erholsamen Schlaf.

    09.07.22

    Gegen 08:00 Uhr habe ich bereits geduscht und stehe an der Rezeption, um zu fragen, ob ich noch eine Nacht dranhängen könnte, doch das wird nichts: Fully booked! Auch alle anderen, günstigeren Unterkünfte sind komplett ausgebucht, Wochenende und Hochsaison eben. Lediglich zwei „Optionen“ kann der holländische Rezeptionist finden: Für 500 bzw. 700! € die Nacht. Das ist natürlich völlig indiskutabel.
    Dann macht er einen interessanten Vorschlag: Im BSÍ gibt es einen Laden, der auch tageweise Ausrüstung vermietet. „Ein Zelt und ein Schlafsack,“ sagt er, und dann damit auf den Campingplatz im Sundlaugavegur. Für 1-2 Nächte kommt das sicher günstiger, als ein teures Hotel.
    Gesagt, getan. Komischerweise genau so, wie der Holländer gesagt hat: Ein Zelt, ein Schlafsack.
    Erst beim Aufbau auf dem Campingplatz fällt mir auf, dass ich gar nicht an eine Isomatte gedacht habe. Wie blöd ist das denn. Das mich da aber auch keiner im Laden darauf aufmerksam gemacht hat! Na, ja, habe ich ja selbst verbockt.
    Dann muss es eben ohne gehen. Der Rasen ist ja dicht und üppig gewachsen. 😚🙄





    Ein Vango für 3 Personen




    Langsam meldet sich der Hunger. Im benachbarten Hostel (das natürlich auch ausgebucht ist) gibt es ein Café. Eine leckere Tagessuppe und ein delikates Stück Kuchen kann ich nun erstmalig mit einem vorzüglichen Cappuccino genießen.
    Die große Anspannung fällt nun ein wenig ab.
    Am Abend gehe ich ein Stück hinunter zum Schwimmbad, wie ich es in den Vorjahren schon oft getan habe.
    Dort befindet sich ein Hot Dog Imbiss und nach zwei Hot Dog bin ich genug gesättigt für die bevorstehende Nacht auf bloßem Rasen.
    24 Stunden sind vergangen, aber noch keine Erfolgsmeldung bezüglich meines Rucksacks auf meinem Mobiltelefon.

    10.07.22

    Es ist Sonntag und ich habe überraschend gut geschlafen. Vermutlich hatte ich noch Nachholbedarf.
    Als ich auf mein Handy schaue, kommt endlich die erlösende Nachricht:






    Es dauert dann aber doch noch bis 13:30 Uhr, bis ich einen Anruf vom benachbarten Hostel bekomme, dass mein Rucksack geliefert wurde.





    Heute komme ich sowieso nicht mehr aus Reykjavik weg. Also baue ich als erstes mein Leihzelt ab und stelle sofort mein eigenes aus dem Rucksack hin. Aus dem Rucksack heraus mache ich mir erst einmal eine Malzeit und koche einen Kaffee. Dann mache ich mich mit dem öffentlichen Busverkehr vertraut und lade die Klapp App herunter. Anmeldung, Angabe der Kreditkarte und für einen Betrag von 299 ISKr. (etwa 2,20 €) kann ich etwa 75 Min. mit dem Bus fahren, egal, in welche Richtung.
    Dann fahre ich zum BSÍ und gebe Zelt, Schlafsack und Inlet um Punkt 18 Uhr (Schließungszeit), gerade noch rechtzeitig, ab.
    Wieder zurück, besorge ich mir auf einer N1 Tankstelle noch zwei 240 gr. Gaskartuschen.
    Morgen wird es spannend, denn ich habe für den Bus nach Landmannalaugar bisher nicht vorbuchen können.
    Zu unsicher war ich, ob und wann mein Rucksack genau bei mir sein würde.
    No risk, no fun. 😉

    Meine geplante Route:
    Start in Landmannalaugar und über / entlang den(m) Skalli Abstieg nach Hattver. Über den Torfajökull Abstieg zur Strútslaug, Alftavötn, Eldgjá, Skærlingar, Hvanngil, weglos zur Piste stoßen und über Blautulón
    zurück zur F 208. Über Halldorsgil, Grænnihryggur zurück nach Hattver. So schließt sich der Kreis,
    so hoffe ich, und die Tage vielleicht noch für einen Abstecher nach Südisland reichen werden, wo ich noch an der Diamond Beach fotografieren will. Aber ob die Zeit reichen wird ist noch völlig ungewiss.

    24,5 kg wiegt der Rucksack. Eigentlich sollte mein neuer Gregory Paragon 58, den ich zum Ende des Vorjahres günstig erwerben konnte, mit.
    Es ging gerade so alles hinein, doch dann fiel mein Blick auf den Tagesrucksack und der Inhalt ging dann nicht mehr rein. Also musste wieder meine Hassliebe, der HMG 4400 windrider ran. Darin verschwand auch noch der Inhalt meines Tagesrucksacks. 👍

    Ein neues Zelt ist dabei: Ein Trekkertent Phreeranger, aus leichtem, 20D SilPolyester, 10mm Stange und speziell angefertigtem Innenzelt. 1400 gr. Ich hoffe, es schlägt sich gut.

    Die Micro-Spikes / Chainsen sind wieder dabei, für den Torfajökull.

    Zu guter letzt: Eine DJI Mini 2 Flugdrohne. Nicht, dass sie mit ihren nur 349 gr. (in der Tragetasche) zu schwer wäre, nein, aber das Zubehör summiert sich: Solarpanel: 492 gr., Steuerung (in der Tragetasche): 522 gr., 3 Akkus (plus Ersatzteile): 355 gr., Powerbank (20.000 Ah): 350 gr. Zusammen: 2.068 gr….Uff!
    Gute 2 kg Mehrgewicht, das ist eine Menge, und eigentlich für mich, der noch in 2019 entspannt mit 20 kg (inkl. Foto-Gepäck!) im Sarek unterwegs war, viel zu viel.
    Doch die Drohne reizt mich sehr, gerade für Island.





    Hattver / Fjallabak
    My mission in life is not merely to survive, but to thrive; and to do so with some passion, some compassion, some humor and some style. Maya Angelou

  • Belge
    Erfahren
    • 23.02.2021
    • 302

    • Meine Reisen

    #2
    Was für ein Start. Besser als alles, was wir in Island geschafft haben. 😂 Unbedingt weiterschreiben. Schnell.

    Kommentar


    • Borgman
      Dauerbesucher
      • 22.05.2016
      • 637

      • Meine Reisen

      #3
      Zitat von evernorth Beitrag anzeigen
      Doch die Drohne reizt mich sehr, gerade für Island.
      Dann musste es natürlich so sein - bin sehr gespannt, was du draus gemacht hast und ob es sich für dich gelohnt hat, statt 20 Tafeln Schokolade oder 4 Dosen Bier diese Drohne zu schleppen. Die Eckdaten, 10 Tage zwischen Fjallabak und Langisjór, kommen mir jedenfalls sehr bekannt vor ... da gibt es nach meiner Erinnerung etliche Stellen, die für spektakuläre Luftaufnahmen geeignet sind..

      Und spätestens nach deinem Gepäck-Ärger bin ich jetzt froh, dass ich dieses Jahr nicht noch mal fliege. Das wäre mir schon Tage (nein, Wochen!) vor Abflug viel zu nervenaufreibend.

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      • Freedom33333
        Dauerbesucher
        • 09.09.2017
        • 782

        • Meine Reisen

        #4
        Gute Güte, das ist ja der Alptraum eines jeden Trekkers, ein Rucksack der nicht ankommt. So knapp wie ich meine Touren im Hinblick auf Reservetage immer geplant habe, hätte das mir locker mal die Tour komplett über den Haufen geworfen. Von im Voraus wesentlich günstiger gebuchten Bussen ganz zu schweigen. Das Kernmerkmal von Trekking-Urlauben ist ja auch, auch dass diese Art Urlaub extrem günstig ist, wenn man seine Ausrüstung einmal hat. Da sieht man schön, dass man eben doch immer einen gewissen Puffer einplanen muss.

        War da ein besonderes Event an dem Tag dass die Hotels so teuer waren oder sind das für Island normale Preise?

        Das mit der Drohne ist interessant - ich muss ja zugeben, dass ich bei sowas eher etwas kritisch bin, jedenfalls gehen mir in den Alpen Leute mit diesem surrenden Ding auf einem Gipfel eher auf den Keks, aber irgendwo im Nirgendwo dürfte das eher niemanden stören.

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        • evernorth
          Fuchs
          • 22.08.2010
          • 1634

          • Meine Reisen

          #5
          Zitat von Freedom33333 Beitrag anzeigen
          War da ein besonderes Event an dem Tag dass die Hotels so teuer waren oder sind das für Island normale Preise?
          Nein, das waren schon Reykjavik-Spitzenpreise. Dennoch sind die Unterkunfts-Preise in Island sehr hoch.
          Etwa 130 - 170 € für ein Zimmer ohne Frühstück sind schon die Regel.
          Der Touristen - Andrang ist groß, der Markt gibt es her und die Touristen zahlen (fast) jeden Preis.
          Doch es gibt auch zunehmend Kritiker im eigenen Land mit der Kernfrage: Wieviel Tourismus verträgt das Land in Zukunft noch.
          Im Augenblick sind die Tourismus - Befürworter aber noch klar in der Mehrheit, besonders nach? Corona.
          Da überwiegt ein großer Nachholbedarf.
          My mission in life is not merely to survive, but to thrive; and to do so with some passion, some compassion, some humor and some style. Maya Angelou

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          • evernorth
            Fuchs
            • 22.08.2010
            • 1634

            • Meine Reisen

            #6
            11.07.22


            Rückkehr nach Hattver


            Heute bin ich bereits früh wach, packe umgehend meinen Rucksack und am Ende passt auch noch das nass-klamme Zelt hinein.
            Pünktlich um 06:30 Uhr steige ich in den Shuttle-Bus zum BSÍ, der etwa 20 Minuten später den Terminal erreicht. Ich gehe direkt an den Ticket-Schalter, wo mir die Mitarbeiterin eröffnet, dass sie mir kein Ticket verkaufen kann. 😳 Wie jetzt? 🤔
            Ich solle, so fährt sie fort, zunächst den Busfahrer kontaktieren und diesen fragen, ob noch Platz im Bus ist, denn es sind schon sehr viele Tickets verkauft worden. Panik berührt meine Schulter.
            Doch gesagt, getan, und schon kurz darauf stehe ich vor dem Busfahrer. Er schaut genau durch die Reihen seines Busses, der auf mich schon rappelvoll wirkt. Er zählt und schaut mich danach an: Einen Platz hat er noch!
            Bingo! Ich verstaue meinen Rucksack, haste zum Ticket-Schalter und kehre mit meinem Billett zum Busfahrer zurück. Der will es nun gar nicht mehr kontrollieren und ich gehe weiter durch den Bus und lasse mich erleichtert auf den letzten, freien Platz fallen.
            Der Bus fährt los und mit der Fahrt fällt auch die große Anspannung langsam von mir ab.
            Ab Hvolsvöllur wird die Busfahrt für mich interessant. Ich bin schon lange nicht mehr nach Landmannalaugar gefahren. Zuletzt vor 5 Jahren aus der Gegenrichtung.
            Die letzte Stunde vor dem Ziel ist dann auch recht kurzweilig und es gibt eine Menge zu sehen. Das ist es, wofür ich die Insel liebe. 😘 Eine unverwechselbare, wilde Landschaft, wie es sie nirgendwo auf der Welt so gibt.












            Am Ziel in Landmannalaugar gönne ich mir im Mountain Mall Bus noch einen Kaffee und mache mich gleich darauf auf den Weg.
            Ich bin überrascht, wie viel Schnee überall noch liegt und denke schon jetzt an zwei Dinge:
            Werde ich, wie Borgman vor 2 Jahren, vor einem steilen Schneefall stehen, und wie viel Schnee wird in den Schluchten und Rinnen sein, die hoch zum Torfajökull führen?





            Viele Schneefelder und....Nebel!


            Je höher ich steige, desto nebliger wird es. So hatte ich mir das nicht vorgestellt, denn zum einen kann ich mir wohl den Aufstieg zum Skalli sparen und mit einem Drohnen-Flug über den berühmten Grat, hinunter ins Tal nach Hattver, wird es so auch nichts werden.
            Mit dem weiter zunehmenden Nebel wird auch meine Laune immer schlechter, bis ich unvermittelt vor einem „unerwarteten“ 😉 Hindernis stehe: Das steile Schneefeld. Ups, ganz schön lang und wirklich ungewöhnlich steil, vor allem, wenn ich schaue, wie tief nach unten sich das mächtige Schneefeld zieht.
            Einfach Schritt für Schritt und Fuß vor Fuß, beschließe ich, und nicht nach unten schauen!
            Stufen schlagend komme ich dem „rettenden“ Ende quälend-langsam näher. Nur keinen Fehler machen!
            Dann ist es plötzlich geschafft. „Na, so schlimm war das doch gar nicht“, beschwichtige ich triumphierend meinen inneren Schweinehund.
            Kurz darauf erreiche ich die Abzweigung nach Hattver. Erst in einer Entfernung von etwa 10 Metern sehe ich das Schild im Nebel.






            Ich bin kaum abgebogen, da höre ich Stimmen, die langsam näher kommen. Ach, denke ich, ist es jetzt schon soweit, dass ich Stimmen höre? Kommen die überhaupt näher? Niemand ist zu sehen. Ich beginne, ein bisschen an meinem Hörvermögen, wenn nicht sogar Verstand, zu zweifeln.
            Unvermittelt erschrecke ich: Wie aus dem Nichts steht plötzlich eine Frau mit Rucksack vor mir. „Where are the others“, frage ich sie auf Englisch. „Which others“? fragt sie zurück. „I´m alone.
            Meine Konfusion wird dadurch nicht besser, doch ich erzähle ihr nichts von meiner Verwirrung.
            Sie kommt gerade aus Hattver und vom Grat zurück. Ich solle vorsichtig sein, denn es gäbe nur wenige „signs“. Bei dem Wort „signs“ läuft mir irgendwie eine Gänsehaut über den Rücken. „Signs“, Zeichen, das Wort finde ich hier im dichten Nebel irgendwie gruselig. Hätte sie gesagt: „The path is not well marked“, alles wäre gut gewesen, aber „signs“?
            „I know“, sage ich kurz und trocken, „I know this path from a previous visit“. „Ah, o.k., antwortet sie mit einem leichten, isländischen Akzent, „enjoy your trip, but be careful“.
            Dann geht sie weiter und ist auch schon wieder im Nebel verschwunden.
            Hmm, denke ich, ist das Wirklichkeit, oder habe ich mir das gerade eingebildet? Schließlich wandele ich in Island, und da gibt es merkwürdige Dinge. Viele Isländer glauben auch heute noch an Elfen und Trolle, auch, wenn die meisten es nicht zugeben werden. Schließlich hatte Reykjavik in Erla Stefánsdóttir eine offizielle, staatliche Beauftragte für das sogenannte Huldufólk („verborgenes Volk“). Sie war die Elfenbeauftragte, als eine Art Dolmetscherin und Spezialistin, die im Zweifelsfall zu Rate gezogen wurde.
            Mit solchen Gedanken beschäftigt erreiche ich unvermittelt den Beginn des Grates, dessen weiterer Verlauf im dichten Nebel steckt. Da jetzt langgehen? Ich zögere ein wenig. Das Grauen hat einen Namen: Ein unbestimmter Grat im Nebel.
            Ich gebe mir einen Ruck und in der Tat: Es geht. Der Grat wird Stück für Stück sichtbar. Anfangs für etwa 15 bis 20 Meter und besser noch: Je weiter ich absteige, desto mehr lichtet sich der Nebel und die Sicht wird deutlich besser.









            Bessere Sicht









            Da wohnt doch bestimmt irgendwo....ein Troll?








            Das geht ja besser, als befürchtet. Wunderbar, und jetzt komme ich regelrecht in einen „Flow“.
            In „Nullkommanichts“ bin ich unten und erkenne alles wieder, obwohl es bereits 5 Jahre her ist, seit ich hier das erste Mal abgestiegen bin. Nur war das Wetter da viel besser.
            Ein kleiner Bachlauf aus verschiedenen Armen ist noch ziemlich leicht zu queren und schon biege ich rechts ab.





            Letzte Meter....





            Blick zurück zum Grat. Natürlich wundert es nicht, dass dieser Grat auch schon mal auf
            der Titelseite zu einem Geo - Spezial war.
            😎


            Ging das damals auch so schnell? Ich zweifle etwas an meinem Erinnerungsvermögen, denn ruckzuck habe ich die saftig - grüne Wiese erreicht, mein Ziel für heute.
            Wie früh im Sommer es noch ist, erkenne ich an der Feuchtigkeit, die hier überall noch in den Wiesen liegt.
            Die Stelle, an der ich vor 5 Jahren wunderbar zelten konnte, sieht sehr nass aus.
            So sehe ich mich gezwungen, die Wiese weiter hinaufzusteigen. Hier ist es schon viel trockener und für das erste Camp viel besser.
            Ich baue das Phreeranger auf und hole Wasser aus dem etwas entfernteren Gletscherbach. Es ist kalt und windig, aber trotzdem wasche ich mich auch gleich am Bach.
            Zurück beim Zelt schaue ich mir noch einmal ganz genau die mögliche Aufstiegs - Route an. Irgendwo zieht sich hier in mehr, oder weniger direkter Linie eine Rinne hoch zum Torfajökull. Die muss ich finden, sonst….kann es ganz schnell zum Abenteuer werden.
            Unruhig wälze ich mich vor dem Einschlafen hin und her...."Rinne finden, ich muss die Rinne finden"....bis ich endlich etwas Vernünftiges finde, nämlich meine Ruhe und....einschlafe.
            In der Nacht kommt der Regen, und auch die Träume.
            Ich träume von der Elfenbeauftragten, die Ähnlichkeit hat mit der (isländischen?) Frau, die ich am Grat traf.
            Sie weist mir den Weg. In die entgegengesetzte Richtung? 🤔😳





            Camp 1





            Dieser abgekühlte und liegengebliebene Lava - Brocken wird im späteren Verlauf noch einmal
            eine (größere?) Rolle spielen.
            😉


            Zuletzt geändert von evernorth; 07.08.2022, 18:26.
            My mission in life is not merely to survive, but to thrive; and to do so with some passion, some compassion, some humor and some style. Maya Angelou

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