[UK] West Highland Way im Winter

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  • Christoph_
    Gerne im Forum
    • 02.12.2008
    • 60

    • Meine Reisen

    [UK] West Highland Way im Winter

    Tourentyp
    Lat
    Lon
    Mitreisende
    Land: Schottland
    Reisezeit: 30.12.2009 - 03.01.2010
    Region/Kontinent: Nordeuropa


    West Highland Way

    30.12.2009 - 03.01.2010

    Da ich betriebsbedingt zwischen Weihnachten und Neujahr Urlaub nehmen musste, war mir die Zeit zu schade nur zu Hause zu verbringen. Ich beschloss daher nach Schottland zu fliegen und schaute mich erst danach nach einer geeigneten Wanderung um. Zunächts sollte es in die Cairngorm Mountains gehen. Aufgrund der Wetterbedingungen und meiner nicht vorhandenen Wintererfahrungen entschied ich mich wegen der Nähe zur Zivilation zum West Highland Way.
    Geplant waren 6 Tage für die Wanderung, was ich dann jedoch auf 5 Tage verkürzte, um in Edinburgh das Hogmanay Festival wenigstens noch einen Tag mitmachen zu können, was sich auch gelohnt hat. Somit habe ich es letztendlich geschafft von Fort William bis Tyndrum zu laufen.

    Tag 1: 30.12.2009
    Fort William -> Blàr à Chaorainn

    Zeitig geht es heute Morgen von Glasgow mit dem Bus nach Fort William. Über die kurvenreiche Landstraße dauert es ganze 3 Stunden, bis ich gegen 10 Uhr an dem Ausgangspunkt meiner Wanderung angelange. Von der Busstation in Fort William geht es erst einmal in die Touristeninformation die Wetterprognosen checken.







    Der Weg zum Anfang des West Highland Ways ist schnell gefunden und so beginnt das Winterabenteuer. Die ersten Kilometer treffe ich auf viele Tageswanderer, viele mit ihren Hunden. Nachdem die Old Military Road sich den Berg hochgeschlängelt hat, geht auf einem kleinen Pfad durch einen Nadelwald. Wegen des vielen Schnees auf den Tannen versprüht der Pfad ein schönes Winterfeeling. Auch ist hier den Spuren im Schnee zu entnehmen, dass nur noch wenige Personen vor mir unterwegs sind.







    Nach Verlassen des Waldes öffnet sich das Tal vor mir und es geht weiter über eine Schafweide durchs Tal. Durch die offene Fläche machte sich der Wind hier stärker bemerkbar und somit auch die kalte Temperatur. Als es zu dämmern begann habe ich mein Zelt direkt neben dem Weg aufgebaut. Der Aufbau des Zeltes wurde durch den starken Wind verkompliziert, aber irgendwann klappte es dann auch und es gab die verdiente warme Mahlzeit.

    Tag 2: 31.12.2009
    Blàr à Chaorainn -> Kinlochleven

    Aufgrund der kalten Luft im Zelt und dem wenigen Schlaf am Vortag viel das Aufstehen sehr schwer und ich kam erst um 10 Uhr los. Diesen Tag ging es in dem Tal weiter. Das Wetter besserte sich mit jeder Stunde und zwischenzeitlich ließ sich sogar der blaue Himmel zwischen den Wolken blicken. Um die Mittagszeit erreichte ich die Ruine Tigh-na-steubhaich, die nur noch als Schafstall genutzt wird.







    Das Näherrücken der Zivilisation machte sich anschließend durch die immer häufiger anzutreffenden Wanderer bemerkbar und irgendwann erblickte ich das inmitten der Berge liegende Kinlochleven. Eigentlich war mein Plan im dortigen Pub einen Stopp zu machen, jedoch war der Pub so überfüllt, dass ich es mir anders überlegte und gleich weiter ging.





    Nach verlassen von Kinlochleven ging es die Old Military Road entlang die Berge hinauf. Hier verliefen parallel zur Straße die Rohre des Wasserkraftwerkes in Kinlochleven. Auf diesem Teil des Weges waren viele Spuren, sowohl von Menschen, als auch von Autos zu erkennen. Ich beschloss daher das Zelt erst aufzubauen, nachdem sich der West Highland Way von der Old Military Road trennt. Wegen der vorangeschrittenen Uhrzeit habe ich das Zelt an der erstbesten Stelle aufgebaut, die nicht mehr in Sicht des Kontrollhäuschens vom Wasserkraftwerk war.



    Im Nachhinein stellte sich der Zeltplatz als ideal raus, denn von hier hatte man einen fantastischen Blick auf Kinlochleven. So bot sich bei anbrechender Dunkelheit, durch die Lichter der Stadt, ein schönes Bild.

    Tag 3: 01.01.2010
    Kinlochleven -> Beinn Chaorach

    Der Start ins neue Jahr war nicht allzu vielversprechend. Zunächst habe ich es geschafft ins neue Jahr zu schlafen statt mit der Kamera zu versuchen ein schönes Feuerwerk einzufangen. Das nächste Missgeschick ließ nicht lange auf sich warten und ich verschüttete mein gerade zubereitetes Getränk im Zelt über ein paar Handschuhe. Aber so sollte es weiter gegen, denn bei dem Versuch in die Socken zu schlüpfen musste ich feststellen, dass diese gefroren sind. Desgleichen war natürlich mit den Schuhen geschehen. Zu meinem Glück waren die Schuhe nur etwas feucht und es war möglich sie anzuziehen. Als nächstes musste ich feststellen, dass sich mein Gas dem Ende zuneigt. Scheint zu energiefressend zu sein sich sein heißes Wasser aus Schnee zu schmelzen.



    Trotz des verkorksten Starts in das Jahr ging es los in Richtung Devils Staircase. Auf dieser Etappe war etliches Rotwild in den Tälern zu sehen und beim Devils Staircase angelangt war ein Blick über das gesamte vor einem liegende Tal möglich. Der Weg hinunter ins Tal war sehr schnell hinter sich gebracht, jedoch gab es durch Schneeverwehungen einige Bereiche in denen man Tief in den Schnee eingesackt ist und so waren meine Schuhe nun komplett durchnässt.



    Im Kingshouse habe ich eine kurze Rast eingelegt und zu Mittag gegessen, leider schien die Heizung dort nicht zu funktionieren und mir war nach dem geplanten Aufwärmungsstopp kälter als zuvor. Vom Hotelpersonal ließ ich mir meine Thermoskanne auffüllen, um so Gas zu sparen und mit meinem verbleibenden Gas auszukommen.





    Weiter ging es dann gen Schlafplatz, wo ich mir für diese Nacht einen Platz in Höhe des Beinn Chaorach ausgesucht habe, von wo es einen Ausblick auf die Etappe vom morgigen Tag gab. Der Zeitpunkt des Zeltaufbaus wies sich als perfekt heraus, da es direkt im Anschluss einen schönen Sonnenuntergang zu bestaunen gab. Heute Nacht durften die Schuhe die Nacht mit im Schlafsack verbringen, um nicht wieder einzufrieren.

    Tag 4: 02.01.2010
    Beinn Chaorach -> Fuaran Mòr

    War schon besser ohne gefrorene Schuhe und Socken in den Tag zu starten. Ich hatte auch Glück, dass es erst anfing heftig zu schneien nachdem ich mein Zelt abgebaut habe. Der Wind war mir auch hold und blies von hinter, so dass ich nicht die Schneeflocken ins Gesicht bekam.





    Der Weg führte heute langsam hinab ins Tal zum Hotel in Invernan. Hier hatte ich geplant mein Mittagessen zu erlangen, musste jedoch zu meinem Bedauern feststellen, dass das Hotel zu dieser Jahreszeit geschlossen hat. Daher war ein weiterer Marsch von 1,5 Stunden nötig, bis ich das Hotel in Bridge of Orchy erreicht habe. Nach dem Schneegestöber am Morgen war das Wetter mittlerweile umgeschwenkt und die Sonne blicke zwischenzeitlich hinter den Wolken hervor.







    Von Bridge of Orchy ging es eine kurze Wegstecke weiter und ich habe das Zelt im Windschatten eines Waldes aufgestellt. Die Temperatur war zu diesem Zeitpunkt bei angenehmen -3°C, was sich nach Sonnenuntergang jedoch rasch änderte und die Temperatur innerhalb einer Stunde auf -10°C sank. Es war zu merken, dass der Schlafsack bei den Temperaturen so langsam an seine Grenze gelangt.

    Tag 5: 03.01.2010
    Fuaran Mòr -> Tyndrum

    Dies war bei -8°C der ungemütlichste Morgen, aber es war auch nur noch eine kurze Strecke zu bewältigen. Der letzte Teil der Tour führte in wenigen Metern Entfernung zur Landstraße durchs Tal und bot im Vergleich zu den letzten Tagen wenig Highlights.





    Mittags bin ich dann in Tyndrum eingetroffen, wo ich mir erst mal einen Burger im Pub gönnte. Anschließend habe ich das By The Way Hostel aufgesucht. Ich kann das Hostel jedem Wanderer empfehlen. War sehr auf Wanderer ausgerichtet und hatte daher zum Beispiel einen extra Trockenraum für nasse Wandersachen. Ich hatte zudem das Glück, dass von den Neujahrsfeierlichkeiten noch einiges an Knabbereien übrig war und ich so von den Managern des Hotels mit selbigen überschüttet wurde.

    Fazit:
    Mir hat der West Highland Way bei den Winterbedingungen super gefallen und werde Schottland daher sicherlich einen weiteren Besuch abstatten. Es wird dann allerdings eine andere Gegend werden als der WHW.

    Habe dann noch zwei Fragen an euch:
    - Ich habe gelesen, dass Gas bei Minustemperaturen nicht genutzt werden soll. Kann das der Grund für das viel zu schnell leere Gas sein, oder braucht es wirklich so viel mehr Energie erst den Schnee zu schmelzen?
    - Wie befestigt man sein Zelt bei einer "richtigen" Wintertour, also wenn man die Heringe nicht mehr in den Boden bekommen kann, weil der Schnee zu tief ist!?
    Zuletzt geändert von November; 06.11.2011, 16:22.
    www.christophhaskamp.de

  • Stompy
    Dauerbesucher
    • 19.10.2008
    • 518

    • Meine Reisen

    #2
    AW: [UK] West Highland Way im Winter

    Schöner Bericht, verkürzt etwas die Wartezeit bis es für mich im April wieder nach Schottland geht.

    Zu Deinen Fragen:

    Zu 1
    Das hat was mit dem Siedepunkt von Gas zu tun: (Glaube ich)
    Siedepunkt Butan ca. 0°C,
    Siedepunkt Isobutan ca. -12°C,
    Siedepunkt Propan ca. – 42°C

    Der Siedepunkt ist die Temperatur, wo ein Stoff von seinen flüssigen in den gasförmigen übergeht.

    Hast Du nun eine Gasmischung mit hohem Butananteil und -10Grad, will das Gas einfach flüssig bleiben.
    Daher sind Mischungen mit hohem Isobutan, besser Propananteil im Winter besser geeignet.

    Einige betreiben den Gaskocher im "Flüssiggasbetrieb" also die Kartusche wird auf dem Kopf gestellt. Diese Gaskocher (mit möglichem Flüssiggasbetrieb) haben meist das Brennstoffrohr "über die Flamme" geführt, um eine bessere (Vor-)vergasung zu erreichen.
    Im Winter also, die Kartusche vorwärmen (Gelwärmepad, in der Jackentasche aufwärmen).

    Zu 2:
    Entweder spezielle Schneeheringe benutzen oder eingraben.

    Im Winterunterforum, findest Du von den Spezis, mit Sicherheit genauere Erklärungen und wie man Heringe sichert.
    mfg Stompy

    "Der Weg ist das Ziel!"
    Hauptsache man ist Unterwegs... egal wie...

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    • christianss
      Erfahren
      • 09.09.2009
      • 154

      • Meine Reisen

      #3
      AW: [UK] West Highland Way im Winter

      Hallo Christoph,

      wirklich ein sehr schöner Bericht und Bilder. Da bekommt man Lust auch mal eine Tour im Winter zu wagen!

      Mich würde interessieren, was du für eine Schlafsack / Isomatten Kombination benutzt hast?

      Zu deiner Frage, ob dein Gaskocher durch die tiefen Temperaturen beeinträchtigt war: absolut! Abhängig von der genutzten Butan / Propan Mischung brennen diese Kartuschen nicht mehr sehr gut bei kalten Temperaturen. Je länger der Kocher brennt, umso mehr kühlt ja auch wieder die Kartusche runter. Wahrscheinlich kamen daher bei dir beide Effekte zusammen, da du den Kocher sicherlich etwas länger hast brennen lassen, um den Schnee zu schmelzen.
      Da kam man nicht viel machen, ausser zu versuchen die Kartusche zu wärmen. Ich habe auch mal gelesen, dass man die Kartusche einfach in eine Schale Wasser stellen soll. So soll sie warm genug bleiben, damit sie brennt. Könnte man mal bei den aktuellen Temperaturen ausprobieren.

      Um mit den Heringen im tieferen Schnee Halt zu bekommen, kann man zum Beispiel diese MSR Heringe verwenden. Einfach quer im Schnee verbuddeln und mit dem Zelt verbinden.

      Gruß,
      Christian

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      • Borderli
        Fuchs
        • 08.02.2009
        • 1700

        • Meine Reisen

        #4
        AW: [UK] West Highland Way im Winter

        Schöne Fotos!! Ich bin den WHW selbst schon mehr als einmal gelaufen, und habe viele viele Fotos davon gesehen, aber noch keine mit so viel Schnee. Mal was ganz anderes! Ich bekomme zwar schon vom Ansehen kalte Füße, aber trotzdem werde ich das gleich nochmal tun.

        Kommentar


        • Rainer Duesmann
          Fuchs
          • 31.12.2005
          • 1639

          • Meine Reisen

          #5
          AW: [UK] West Highland Way im Winter

          Hallo Christoph!

          Respekt, Du hast das gemacht was ich mich bisher nicht getraut habe. Den WHW im Winter! Eine Packliste würde mich sehr interessieren. Auch weitere persönliche Eindrücke wären fein. Wie hoch war die durchschnittliche Schneehöhe, bzw. wie anstrengend empfands Du das Vorankommen im Vergleich zu Deinen sonstigen "Sommerwanderungen"? Um den Schwierigkeitsgrad einschätzen zu können wäre eine einfache Beschreibung Deines Fitnessgrades, bzw. Deiner Vorbereitung interessant?

          Besten Dank für den feinen Bericht,
          Rainer
          Zuletzt geändert von Rainer Duesmann; 18.01.2010, 10:21.
          radioRAW - Der gesellige Fotopodcast

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          • paddel
            Fuchs
            • 25.04.2007
            • 1850

            • Meine Reisen

            #6
            AW: [UK] West Highland Way im Winter

            Toll!
            Froh schlägt das Herz im Reisekittel,
            vorausgesetzt man hat die Mittel.

            W.Busch

            Kommentar


            • Gast-Avatar

              #7
              AW: [UK] West Highland Way im Winter

              Danke für den Reisebericht. Schön die Gegend da mal im Winter zu sehen.
              Um dein Zelt richtig zu verankern brauchst Schneeheringe. Diese werden dann im Schnee eingebuddelt. (so grob)

              Kommentar


              • Mr.Sunrise

                Fuchs
                • 01.02.2007
                • 1230

                • Meine Reisen

                #8
                AW: [UK] West Highland Way im Winter

                Eine schöne Tour!

                Macht direkt Lust auch mal im Winter nach Schottland zu fahren.

                Gruß,
                Daniel
                Mr.Sunrise`s Outdoor Blog
                Gründungsmitglied der ABF - Autonome Buff Fraktion

                Da ist Purpur drin - Purpur ist auch ein Obst!

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                • Christoph_
                  Gerne im Forum
                  • 02.12.2008
                  • 60

                  • Meine Reisen

                  #9
                  AW: [UK] West Highland Way im Winter

                  Danke an alle für die Antworten.

                  Das mit dem Gas ist einleuchtend. Also gut das bei der Tour persönlich zu spüren zu bekommen, wo es letztendlich egal war, statt bei einer Tour wo es wirklich zu Schwierigkeiten führt.

                  @christianss: Schlafsack war der Western Mountaineering Ultralite Super und Isomatte die Therm-A-Rest-ProLight-4-Regular und dazu hatte ich noch ein Inlett von Cocoon aus Seide was mit +4,8°C angegeben war. Denke für die Temperaturen bis zu -10°C war das ideal. Für wesendlich tiefere Temperaturen hätte es allerding nicht gereicht. Denke so -15°C wäre die minimale angenehme Temperatur in der Nacht gewesen.

                  @Rainer Duesmann: Die Packliste kann ich die Tage mal posten. Werde dir dann direkt bescheid geben. Fand die Wanderung ganz angenehm. Waren nicht sonderlich viele Höhenmeter zu bewältigen. Daher habe ich die winterlichen Verhältnisse auch nicht als hinderlich angesehen. Der Schnee war maximal 10cm hoch, bis auf relativ wenige Schneeverwehungen die es auf der Strecke gab. War dort vorteilhaft, dass überall bereits andere Personen vor mir auf den Teilstücken unterwegs waren. Zum Einen weil die Spuren ausgetreten waren und vorallem weil ich nicht nach dem Weg suiche musste, was sicherlich einiges an Zeit gekostet hätte. Bin so also geschätzt nicht viel langsamer voran gekommen als zu Sommerzeiten.

                  Fitnessgrad und Vorbereitungen waren magelhaft. Habe es nichtmal geschafft meine Schuhe einzulaufen. Bin momentan ein reiner Büromensch und jemand der nur im Sommer hier und da Sport treibt. Sollte also für jeden halbwegs fitten Menschen möglich sein der Weg.
                  www.christophhaskamp.de

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                    • 18.04.2008
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                    • Meine Reisen

                    #10
                    AW: [UK] West Highland Way im Winter

                    Zitat von Christoph_ Beitrag anzeigen
                    Schlafsack war der Western Mountaineering Ultralite Super und Isomatte die Therm-A-Rest-ProLight-4-Regular und dazu hatte ich noch ein Inlett von Cocoon aus Seide was mit +4,8°C angegeben war. Denke für die Temperaturen bis zu -10°C war das ideal.
                    Bist Du kälteresistent oder ich eine Frostbeule? Auf der Prolite 4 habe ich Ende Januar 2009 in Schierke schon bei ~minus 5 Grad gefroren, damals mit einem Ajungilak Kompakt Shelter (Komfort bis -7). Und meinen WM Apatschen möchte ich nicht unbedingt bis minus 5 Grad austesten - 0 Grad war gerade ok.
                    Schutzgemeinschaft Grüne Schrankwand - "Wir nehmen nur das Nötigste mit"

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                      • 05.06.2007
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                      • Meine Reisen

                      #11
                      AW: [UK] West Highland Way im Winter

                      Zitat von Pfad-Finder Beitrag anzeigen
                      Bist Du kälteresistent oder ich eine Frostbeule?
                      Frostbeule:



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                      • Christoph_
                        Gerne im Forum
                        • 02.12.2008
                        • 60

                        • Meine Reisen

                        #12
                        AW: [UK] West Highland Way im Winter

                        Hehe, der Kommentar von Alex passt schon!

                        Mir war es bei den -10°C noch angenehm warm. Hatte im Schlafsack aber wie schon gesagt das Inlett und dazu lange Unterhose, langes T-Shirt und dicke Socken an. Mir ist aber generell eher zu warm, als zu kalt.


                        Liefere hier noch zwei Panoramabilder nach:


                        Blick in Richtung Invernan



                        Devils Staircase
                        www.christophhaskamp.de

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                        • christianss
                          Erfahren
                          • 09.09.2009
                          • 154

                          • Meine Reisen

                          #13
                          AW: [UK] West Highland Way im Winter

                          Wirklich schön die beiden Bilder! Der WM Ultralite hat eine Komforttemperatur von etwa -7 oder?

                          Man muss echt ausprobieren, um seine persönlichen Grenzen festzustellen und die Ausrüstung dementsprechend planen zu können.

                          Ich war letztes Wochenende mit einem Carinthia Nepal (-2 Komfort) im Schnee bei maximal -5 in der Nacht. Das war die Vorhersage, ich hatte aber kein Thermometer dabei. Mit einer heissen Flasche im Schlafsack, um meine kalten Füße wieder warm zu bekommen, ging es. Viel Reserve war aber nicht.

                          Im November war ich eine Nacht mit einem GoLite Venture 40 (Komfort +4) bei -7 unterwegs. Das war eine ganz unangenehme Nacht, ich hab kaum ein Auge zugedrückt. Da war vor allem auch die nicht ausreichende Matte zusätzlich zum nicht ausreichenden Schlafsack schuld ;).

                          Meine Erkenntnisse (die beileibe nicht neu sind), wenn der Schlafsack nicht genügend Temperatur hat:
                          - ausreichend isolierende Matte
                          - warme Mahlzeit am Abend
                          - Flasche mit heissem Wasser wirkt Wunder

                          Hoffe, du stellst noch deine Packliste rein. Und vielleicht noch ein paar Bilder, wenn du hast..

                          Kommentar


                          • Meer Berge
                            Fuchs
                            • 10.07.2008
                            • 2302

                            • Meine Reisen

                            #14
                            AW: [UK] West Highland Way im Winter

                            Zitat von christianss Beitrag anzeigen
                            Ich habe auch mal gelesen, dass man die Kartusche einfach in eine Schale Wasser stellen soll. So soll sie warm genug bleiben, damit sie brennt.
                            Das ist ja ein prima Trick! Erst schmelze ich mit meiner Kartusche so viel Schnee zu Wasser, dass ich die Kartusche darin baden kann, und dann schmelze ich nochmal einen Topf Schnee, um damit zu kochen. Das geht dann ja viel einfacher, weil die Kartusche jetzt nicht mehr friert. Solange das Wasserbad nicht wieder einfriert.

                            *grübel*

                            Gruß,
                            Meer Berge

                            PS: Ich nehme die Kartusche mit in den Schlafsack.

                            Bei hohem Schnee sind Schneeheringe gut, bei gefrorenem Boden habe ich mit Erdnägeln (oder einfach Zimmermannsnägeln) gute Erfahrungen gemacht, vorausgesetzt du hast etwas, mit dem man sie einschlagen kann (Stein o.ä.)

                            Ach ja: Schöner Bericht und Fernweh-Bilder!

                            Kommentar


                            • christianss
                              Erfahren
                              • 09.09.2009
                              • 154

                              • Meine Reisen

                              #15
                              AW: [UK] West Highland Way im Winter

                              Zitat von Meer Berge Beitrag anzeigen
                              Das ist ja ein prima Trick! Erst schmelze ich mit meiner Kartusche so viel Schnee zu Wasser, dass ich die Kartusche darin baden kann, und dann schmelze ich nochmal einen Topf Schnee, um damit zu kochen. Das geht dann ja viel einfacher, weil die Kartusche jetzt nicht mehr friert. Solange das Wasserbad nicht wieder einfriert.

                              *grübel*

                              Gruß,
                              Meer Berge

                              PS: Ich nehme die Kartusche mit in den Schlafsack.
                              ...!
                              Und wie lange brennt die Kartusche dann noch? Lang genug, um Schnee zu schmelzen?

                              Bei meinem oben erwähnten Winterwochenende bei max -5 Grad konnte ich diesen Effekt auch bei meiner Gaslaterne sehen. Nach etwa 10 Minuten brannte sie nur noch mit minimaler Flamme und ich dachte zuerst auch, dass sich die Kartusche (Primus) wohl dem Ende neigte. Dem war aber nicht so, die Temperatur der Kartusche war einfach zu niedrig geworden und das bei höchstens -5 Grad. Eine 2. Kartusche, die ich mit mir im Schlafsack hatte, brannte dann auch noch mal ca. 10 Minuten und der gleiche Effekt trat ein. Klar, schnell einen halben Liter Wasser kann man da noch zum kochen bringen, aber zum Schnee schmelzen wirds dann doch nicht reichen, vermute ich.

                              Du musst die Kartusche nicht in 1 Liter Wasser baden. Eine kleine Schale sollte reichen, um sie auf Temperatur zu halten. Hatte am WE leider nicht dran gedacht es mal auszuprobieren.

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                              • Meer Berge
                                Fuchs
                                • 10.07.2008
                                • 2302

                                • Meine Reisen

                                #16
                                AW: [UK] West Highland Way im Winter

                                Oh, ich sollte noch erwähnen: Vor dem Anzünden wieder aus dem Schlafsack herausnehmen!

                                Ich hatte sie bei -25°C dabei. Als ich sie das erste Mal entzünden wollte, bekam ich einen Schrecken, weil ich dachte, sie sei leer Dann habe ich sie mit in den Schlafsack genommen und gründlich angewärmt. Danach hat sie problemlos funktioniert. Ich habe Schnee geschmolzen für eine Thermoskanne Tee (1L) und zusätzlich für mein Abendessen, ohne dass sie Ermüdungserscheinungen zeigte.

                                Leider weiß ich nicht mehr, was das für eine war, denn ich hatte sie von einem Freund geliehen, von dem aus ich spontan zu einer Tour aufgebrochen bin.

                                Gruß,
                                Meer Berge

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                                • Christoph_
                                  Gerne im Forum
                                  • 02.12.2008
                                  • 60

                                  • Meine Reisen

                                  #17
                                  AW: [UK] West Highland Way im Winter

                                  Ist richtig, der WM Ultralite wird mit -7°C angegeben.

                                  Hier ist die Packliste zu finden. Soll mal Teil einer Homepage werden, aber ist noch in Arbeit.

                                  War ganz gut mit allen mitgenommene Gegenständen zufrieden. Zelt ist für eine Solotour nicht so passend, aber das war vorher klar. Das Stativ überlege ich mir jedes Mal wieder zu Hause zu lassen, aber es findet doch immer wieder den Weg in den Rucksack.
                                  Was ich für die Tour sehr praktisch fand, sind die Handschuhe und Socken von Sealskinz - weil 100% wasserfest. So konnte man am Abend schön die Socken über die Wollsocken ziehen und ohne kalte Füße zu bekommen durch den Schnee laufen. Viel besser als sich jedes Mal wieder in die Schuhe zu quälen. Sind allerdings sehr steif und daher habe ich die nicht in den Schuhe während des Wanderns anhaben wollen. Sollte ich vielleicht nochmal testen, ob das geht.
                                  www.christophhaskamp.de

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                                  • Alex79
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                                    • 05.06.2007
                                    • 740

                                    • Meine Reisen

                                    #18
                                    AW: [UK] West Highland Way im Winter

                                    Zitat von Christoph_ Beitrag anzeigen
                                    ...Sollte ich vielleicht nochmal testen, ob das geht.
                                    Geht! Die haben mir auch schon mal meine Tour gerettet. Ist zwar nicht sooo bequem, aber besser als immer nasse Füße wenn das Wasser in den Schuhen steht.

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                                    • Komtur
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                                      • 19.07.2007
                                      • 2812

                                      • Meine Reisen

                                      #19
                                      AW: [UK] West Highland Way im Winter

                                      Zitat von christianss Beitrag anzeigen
                                      Du musst die Kartusche nicht in 1 Liter Wasser baden. Eine kleine Schale sollte reichen, um sie auf Temperatur zu halten. Hatte am WE leider nicht dran gedacht es mal auszuprobieren.
                                      Warum so ein Rumgehampel mit Gas im Winter?
                                      Bei unter 5 Grad habe ich einen Benzinkocher dabei und der funktioniert ohne Probleme.
                                      Wärme und Nahrung ist das wichtigste bei Wintertouren - da verlasse ich mich nicht auf Gas ...


                                      Zum Thema:
                                      Eine feine Tour. Bei der Forumstour "Das Forum geht den WHW" hatten wir ja auch einige Tage Schnee ... im Mai


                                      .
                                      Der Sinn des Reisens ist, an ein Ziel zu kommen, der Sinn des Wanderns, unterwegs zu sein.

                                      Kommentar


                                      • psycho
                                        Erfahren
                                        • 30.04.2008
                                        • 199

                                        • Meine Reisen

                                        #20
                                        AW: [UK] West Highland Way im Winter

                                        Zitat von Christoph_ Beitrag anzeigen
                                        Viel besser als sich jedes Mal wieder in die Schuhe zu quälen. Sind allerdings sehr steif und daher habe ich die nicht in den Schuhe während des Wanderns anhaben wollen. Sollte ich vielleicht nochmal testen, ob das geht.
                                        Hab's selbst noch nicht probiert, aber schon mehrere Leute getroffen, die darauf schwoeren.
                                        21st century hiker blog (TGO 2011, Ruby Mountains, Paddeln in Schweden)

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