[AT][IT] Radeln zum und am Gardasee - Brenner - Verona - Innsbruck

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  • Wafer

    Lebt im Forum
    • 06.03.2011
    • 5469

    • Meine Reisen

    [AT][IT] Radeln zum und am Gardasee - Brenner - Verona - Innsbruck

    Tourentyp
    Lat
    Lon
    Mitreisende
    Reiseart: Radtour
    Region: Italien und ein wenig Österreich
    Reisezeit: Juni 2014

    Prolog
    Dieses Jahr ist wieder Süden angesagt! Und da Pfingsten sehr spät liegt haben wir beschlossen an den Gardasee zu fahren. Da ich aus gesundheitlichen Gründen weniger Laufen und mehr Radfahren soll haben wir entschieden die Räder mit zu nehmen. Als das dann entschieden war, ging ich auf die Suche nach passenden Radtouren am Gardasee. So blieb es nicht aus, dass ich mir den Etschtalradweg anschaute und dann auch auf den Radweg durch das Eisacktal kam. Durch das Eisacktal führt der Weg teilweise auf stillgelegten Bahntrassen entlang und bietet damit angenehmes Gefälle mit sehr wenigen Steigungen. So konnte ich meine älteste motivieren mit zu radeln. Meine Frau konnte dann leider nicht mitradeln – einer muss ja noch das Auto fahren!

    Vom Brenner über den Eisaktalradweg nach Waidbruck
    Montag, 9. Juni 2014
    Strecke: 75 Km
    Fahrzeit: 5 h

    So starte ich mit meiner Tochter gegen Viertel vor 2 am Brenner auf 1.380 Höhenmetern in Richtung Bozen. Bestes Wetter begleitet uns!


    Start am Brenner in Richtung Bozen

    Ab dem Pass führt uns der Weg auf geteerten Wegen abseits der Straße. Nur ganz selten muss man mal kurz auf Straßen ausweichen. Der erste Teil führt auf einer stillgelegten Bahntrasse entlang durch alte Eisenbahntunnels und damit auch in moderater aber gleichmäßigem Gefälle abwärts.


    Der Radweg führt durch alte Eisenbahntunnels

    Hier oben ist die Eisack noch jugendlich. Einzig stört die Autobahn den Blick in die Berglandschaft.


    Blick das junge Eisacktal hinunter

    Bevor der Radweg ins Pflerschtal abbiegt liegt der alte Bahnhof von Schelleberg am Weg. Auch am weiteren Weg gibt es neben grandioser Aussicht noch ein paar Eisenbahnrelikte.


    Eisenbahnrelikte am Weg ins Pflerschtal

    Der Kehrtunnel ist leider nicht befahrbar. Oder zum Glück? Denn sonst wäre mir die Aussicht ins hintere Pflerschtal verwehrt geblieben!


    Das hintere Pflerschtal

    Hier verlässt der Radweg die alte Bahntrasse und wird auf geteerten Wegen durch das enge Pflerschtal geführt. So schön das Tal auch ist: Die für das Tal überdimensionierte Infrastruktur lässt sich nicht immer übersehen. So ist das ein Radweg der Gegensätze.


    Gegensätze im Pflerschtal

    Dann kommen wir nach Gossensaß.


    Einfahrt in Gossensaß

    Der Ort gefällt mir! Wir machen Pause an der noch recht jungen Eisack.


    Die junge Eisack fließt durch Gossensaß

    Einzig stört die Bücke direkt über den Ort!


    Gossensaß - Ein Leben im Schatten der Infrastruktur?

    Hinter dem Ort geht es dann ein paar Meter am Hang aufwärts. Bei den Temperaturen eine schweißtreibende Sache! Aber nicht nur für uns: An den teilweise sehr steilen Hängen werden selbst die kleinsten Wiesen bewirtschaftet - Bei dem leicht schwülen Wetter eine anstrengende Angelegenheit.


    Auf dem Weg nach Sterzing

    Gegen 15 Uhr sind wir in Sterzing. So langsam ist erkennbar, dass es heute evtl. noch ein Gewitter geben könnte.


    Sterzing

    So halten wir uns nicht lange auf und machen uns auf in Richtung Brixen. Eine Weile geht es eben dahin. Ab Stilfes geht es dann wieder auf und ab und der Weg führt am südlichen Waldrand dahin und gewährt Einblick ins Maulser Tal.


    Eindrücke vom Eisacktalradweg südlich von Sterzing

    Bei Grasstein sieht das Wetter noch ganz gut aus. Bei Mittewald donnert es plötzlich hinter uns. Sind wir zu langsam? Nein! Die Burgen Franzenfeste und Brixner Klause liegen trüb im Regen vor uns. So machen wir eine Pause als die ersten Tropfen fallen.


    Grasstein und Brixener Klause

    Zum Glück ist hört es nach einigen Minuten schon wieder auf. Im engen Tal rücken Straße, Autobahn, Bahnlinie und Radweg manchmal recht nah zusammen.


    Es wird eng im Eisacktal

    Der Weg führt durch Wälder zum Vahrner See. Von Enge ist hier keine Spur mehr! Sehr abwechslungsreich geht es auf Waldwegen weiter.


    Durch Wälder geht es auf Brixen zu

    Wir verlassen den Wald und fahren durch weite Täler und durch Obstplantagen über Vahrn nach Brixen.


    Weite Täler und Obstplantagen begleiten uns nach Brixen

    An der Eisack entlang geht es in die Altstadt. Hier ist dann bei mir erst mal die Luft raus – aus dem Vorderreifen. Ich habe einen Plattfuß und muss einen neuen Schlauch einziehen. Einen Grund für den Platten finde ich nicht.
    Eine Besichtigung des Doms darf natürlich nicht fehlen.


    Der Dom zu Brixen


    Im Dom zu Brixen

    So verbringen wir mehr Zeit in Brixen als uns lieb ist. So essen wir dann auch gleich noch was und fahren denn weiter.


    Eindrücke von Brixen

    Die Zeit wird langsam etwas knapp. Eigentlich wollten wir heute noch bis Bozen. Immer an der Eisack entlang fahren wir nach Klausen.


    Auf dem Weg nach Waidbruck

    Als sich bei mir erneut der Vorderreifen etwas luftlos zeigt ist klar, dass wir das heute nicht mehr schaffen. Die letzten Meter nach Waidbruck muss ich schieben.
    Im Ort gibt es keine Unterkunft. Erst einen Kilometer weiter, in Kollmann, gibt es im Gasthof Stern ein Doppelzimmer für uns. Mit einem Kompressor wird mein Vorderreifen nochmal aufgepumpt und wir rollen die letzten Meter nach Kollmann. Da ist die Luft dann aber auch schon wieder raus. Zusammen mit dem Chef des Hauses flicke ich die beiden kaputten Schläuche.


    Ankunft in Waidbruck – Kollmann

    Im Mantel finden wir einen Dorn und einen Metallsplitter. Jeder der beiden Übeltäter hat jeweils einen Schlauch auf dem Gewissen. Mit dem letzten Büchsenlicht werden wir fertig. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle!
    Ich drehe noch eine Runde durch das abendliche Dorf und dann gehen wir schlafen.


    Abends in Waidbruck-Kollmann
    Zuletzt geändert von Wafer; 08.10.2015, 22:09.

  • joeyyy
    Erfahren
    • 10.01.2010
    • 193

    • Meine Reisen

    #2
    AW: [AT][IT] Radeln zum und am Gardasee - Brenner - Verona - Innsbruck

    ... na das ist ja mal eine ganz tolle Idee. Einfach vom Brenner zum Gardasee radeln. Bin ich noch nie drauf gekommen...

    Vielen Dank für den Bericht, die Bilder machen ganz viel Lust darauf, sich durch das Tal rollen zu lassen, das sonst normalerweise immer nur mit 100 km/h an irgendwelchen Auto- oder Zugfensterscheiben vorbei fliegt.

    Bitte um Fortsetzung
    www.gondermann.net
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    • Werner Hohn
      Freak

      Liebt das Forum
      • 05.08.2005
      • 10865

      • Meine Reisen

      #3
      AW: [AT][IT] Radeln zum und am Gardasee - Brenner - Verona - Innsbruck

      Danke für die Fotos von den Waldwegen vor Brixen, bestätigen sie doch im Nachhinein, dass es eine gute Idee von mir gewesen ist, umzudrehen und die Straße nach Brixen zu nehmen.
      .

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      • Juno234
        Erfahren
        • 03.08.2007
        • 397

        • Meine Reisen

        #4
        AW: [AT][IT] Radeln zum und am Gardasee - Brenner - Verona - Innsbruck

        Auf deiner Strecke werde ich in knapp einer Woche auch unterwegs sein. Allerdings starten wir im Pustertal.

        Erlaube mir eine klitzekleine Korrektur. Der Eisack ist männlich

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        • Wafer

          Lebt im Forum
          • 06.03.2011
          • 5469

          • Meine Reisen

          #5
          AW: [AT][IT] Radeln zum und am Gardasee - Brenner - Verona - Innsbruck

          Zitat von joeyyy Beitrag anzeigen
          ... na das ist ja mal eine ganz tolle Idee. Einfach vom Brenner zum Gardasee radeln. Bin ich noch nie drauf gekommen...

          Vielen Dank für den Bericht, die Bilder machen ganz viel Lust darauf, sich durch das Tal rollen zu lassen, das sonst normalerweise immer nur mit 100 km/h an irgendwelchen Auto- oder Zugfensterscheiben vorbei fliegt.

          Bitte um Fortsetzung
          Hallo Joeyyy.
          Ja, eigentlich wundert es mich auch, dass ich da noch nicht früher draufgekommen bin. Wir waren schon oft genug am Garadasse. Aber noch nie mit eigenen Rädern ... Ich finde es sehr anregend eine durch Autofahrten längst bekannt Strecke durch das Fahrrad oder zu Fuß völlig neu kennen zu lernen. Und das Bahntrassenradeln finde ich klasse! Hat einfach was!
          Die Fortsetzung ist in Arbeit und kommt ...


          Zitat von Werner Hohn Beitrag anzeigen
          Danke für die Fotos von den Waldwegen vor Brixen, bestätigen sie doch im Nachhinein, dass es eine gute Idee von mir gewesen ist, umzudrehen und die Straße nach Brixen zu nehmen.
          Hallo Werner.
          Ich fand das eigentlich ganz abwechslungsreich. In Summe waren das maximal 2 Km dort durch den Wald. Mich hat es nicht gestört. Der Donauradweg hat viele solche Wege. Solange es nicht zu sehr auf das Material geht begrüße ich die Abwechslung. In Brixen selber führte der Radweg dann auch noch direkt an der Eisack entlang - auch hier nicht asphaltiert. Das waren dann aber soweit ich mich erinnere die einzigen Abschnitte, wo es keinen geteerten Weg gab.


          Zitat von Juno234 Beitrag anzeigen
          Auf deiner Strecke werde ich in knapp einer Woche auch unterwegs sein. Allerdings starten wir im Pustertal.

          Erlaube mir eine klitzekleine Korrektur. Der Eisack ist männlich
          Hallo Juno234.
          Stimmt! Vielen Dank für den Hinweis! Ich werde das bei den weiteren Tagen berücksichtigen. Wenn ich das rückwirkend ändere wundern sich alle über deine Anmerkung.
          Dir dann viel Spaß auf deiner Tour!

          So, jetzt schreibe ich mal weiter, damit die nächsten Tage auch noch zeitnah kommen.
          OT: Aber bei den ganzen Fußballspielen der WM ist das Ablenkungspotential schon recht hoch ...

          Gruß Wafer

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          • Werner Hohn
            Freak

            Liebt das Forum
            • 05.08.2005
            • 10865

            • Meine Reisen

            #6
            AW: [AT][IT] Radeln zum und am Gardasee - Brenner - Verona - Innsbruck

            Zitat von Wafer Beitrag anzeigen
            Hallo Werner.
            Ich fand das eigentlich ganz abwechslungsreich. In Summe waren das maximal 2 Km dort durch den Wald. Mich hat es nicht gestört. Der Donauradweg hat viele solche Wege. Solange es nicht zu sehr auf das Material geht begrüße ich die Abwechslung. In Brixen selber führte der Radweg dann auch noch direkt an der Eisack entlang - auch hier nicht asphaltiert. Das waren dann aber soweit ich mich erinnere die einzigen Abschnitte, wo es keinen geteerten Weg gab.
            Radwege auf unbefestigten Wegen sind nicht so mein Ding. Ab Sterzing fand ich den Radweg eher öde. Entweder dicht neben der Autobahn oder hinter der Bahn. Aber im Regen ist alles öde. Zudem bin ich bestimmt die Hälfte Straße gefahren und habe so vielleicht die schönsten Abschnitte verpasst. In Brixen war für mich Schluss. Dauerregen für die nächsten Tage haben mich veranlasst, das Rad in die Bahn zu wuchten und ab dem Brenner wieder nach Norden zu fahren. Zweimal innerhalb zwei Tagen mit dem Fahrrad über den Pass fahren wollte ich bei aller Begeisterung fürs Radfahren dann doch nicht.

            Zitat von Wafer Beitrag anzeigen
            So, jetzt schreibe ich mal weiter, damit die nächsten Tage auch noch zeitnah kommen.
            OT: Aber bei den ganzen Fußballspielen der WM ist das Ablenkungspotential schon recht hoch ...
            OT: Aha, noch ein Weltfußballtrainer.
            .

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            • Wafer

              Lebt im Forum
              • 06.03.2011
              • 5469

              • Meine Reisen

              #7
              AW: [AT][IT] Radeln zum und am Gardasee - Brenner - Verona - Innsbruck

              Zitat von Werner Hohn Beitrag anzeigen
              OT: Aha, noch ein Weltfußballtrainer.
              OT: Na, Trainer eigentlich nicht. Eher ein Fußballkonsument: Ich spiele selber nicht so gerne aber schöne Spiele schaue ich mir schon gerne an.

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              • Wafer

                Lebt im Forum
                • 06.03.2011
                • 5469

                • Meine Reisen

                #8
                AW: [AT][IT] Radeln zum und am Gardasee - Brenner - Verona - Innsbruck

                Von Waidbruck nach Neumarkt im Etschtal
                Dienstag, 10. Juni 2014
                Strecke: 75 Km
                Gesamtstrecke: 150 Km
                Fahrzeit: 5 h

                Der Morgen begrüßt uns mit strahlendem Sonnenschein. So muss es sein! Die Trostburg grüßt majestätisch von der anderen Talseite herüber.


                Morgens in Waidbruck

                Da fällt das Aufstehen nicht schwer. Nach einem guten Frühstück holen wir die Drahtesel aus der Garage. Gleich gegenüber vom Gasthof geht der Eisackradweg vorbei. Der ist hier ungemein gut ausgebaut. Mit Verkehrsschildern und teilweise Markierungen für die beiden Fahrtrichtungen.


                Ordentliche Fahrradwege mit Verkehrszeichen und grandioser Landschaft

                Die Landschaft in morgendlicher Beleuchtung mit Dolomitengipfeln und Burgen fasziniert mich immer wieder. Und das von einem sehr angenehmen Radweg aus ist purer Luxus. Der eine oder andere sportlich denkende Radfahrer mag das verwerflich finden aber uns gefällt es!


                Trostburg und Dolomitengipfel

                Der Eisack ist heute recht aufgewühlt und führt viel Dreck mit. Das Gewitter gestern zeigt hier seine Spuren. Schöne alte Holzbrücken überbrücken den Eisack.


                Alte Holzbrücken überbrücken den Eisack

                Die Bahnlinie wurde in den Berg verlegt. So wurde neben dem Eisack Platz für den Fahrradweg auf der alten Trasse geschaffen. Die Tunnel sind gut beleuchtet und nicht so lang, dass man im Dunkeln fährt.


                Bahntrassenradeln zwischen Waidbruck und Bozen

                Die alten Holzbrücken stehen in scharfem Kontrast zu den Autobahnbrücken. Da liegen auch einige Jahrzehnte architektonischer Entwicklung dazwischen.


                Architektonische Unterschiede in der Brückenbautechnik

                Teilweise wird das Tal wieder sehr eng. Der Platz ist kostbar und jeder Meter wird voll ausgenutzt – sowohl von der Landwirtschaft als auch von der Infrastruktur.


                Jeder Meter ist kostbar und wird voll ausgenutzt

                Bozen ist nicht mehr weit. Wir kommen durch die ersten Vororte der Hauptstadt Südtirols. Hinter Kardaun führt die erste und damit älteste für den Personentransport gebaute Luftseilbahn nach Herrenkohlern hinauf.


                Kardaun mit Schloss Karneid und Kohlernbahn

                Dann kommen wir in Bozen an. Wir steuern den Bahnhof an weil wir mit der Bahn zum Gardasee fahren wollen. Wir sind recht erstaunt, dass wir in Bozen, was ja zu Italien gehört, ein Reisezentrum der Deutschen Bahn vorfinden.


                Reisezentrum der Deutschen Bahn in Bozen

                Die Abfahrzeiten der Züge in Richtung Verona sollen eigentlich stündlich erfolgen. Irgendwie haben wir aber die Mittagspause erwischt. Der nächste Zug fährt aber erst in über 2 Stunden. Da meine Tochter erst vor kurzem in Bozen war und mehr Lust hat weiter zu radeln als sich die Stadt schon wieder an zu sehen fahren wir weiter.
                So kommen wir dann auch recht schnell an die Mündung der Talfer, die aus dem Sarntal bei Bozen in den Eisack mündet.


                An der Mündung der Talfer aus dem Sarntal in den Eisack

                Die Radwege in Bozen sind schon fast zu perfekt: Die haben nicht nur Mittellinien um die beiden Fahrtrichtungen zu trennen sondern an Kreuzungen auch Verkehrszeichen und Haltelinien und dergleichen. Der MountenBiker fragt sicher vermutlich was das soll ...
                Was aber wiederum auch sehr schön ist: Sie sind wunderbar mit blühenden Pflanzen angelegt und es macht einfach Spaß da entlang zu radeln!


                Blühende Radwege in der Region Bozen

                Eine Zeit lang geht es auf der Landzunge zwischen Eisack und Etsch entlang: Links die Eisack und rechts die Etsch.
                Mit der Etsch und der zunehmenden Breite des Tales nimmt dann auch der Obstanbau drastisch zu.


                Mit der Etsch nimmt der Obstanbau drastisch zu

                Der Radweg führt immer neben der Etsch entlang in Richtung Süden. Meist direkt auf den Deichwegen geht es gemütlich dahin. Die Sonne strahlt vom blauen Himmel aber nicht so, dass es unangenehm wird. Auf Deutsch: Genuss pur!


                Impressionen vom Etschtalradweg zwischen Bozen und Neumarkt

                Wir radeln quasi mit dem Zug um die Wette: Je weiter wir radeln umso mehr Zeit haben. Kurz vor Neumarkt stehen ein paar Buden am Radweg, die Getränke und Obst verkaufen.


                Auer und Neumarkt am Etschradweg

                So beschließen wir in Neumarkt eine Pause ein zu legen und in Ruhe zum Bahnhof zu fahren. Dort gestaltet sich der Fahrkartenkauf etwas schwierig. Es gibt nur einen Automat, der aber nur Karten innerhalb von Südtirol als mögliches Ziel verkauft. Und er nimmt auch nur kleine Scheine. So muss ich nochmal zurück nach Neumarkt und Geld tauschen. Als ich auf die letzte Minute am Bahnhof eintreffe wird eine Verspätung von über 20 Minuten gemeldet. So haben wir noch viel Zeit uns mit den zwei Studenten zu unterhalten, die hier als Saisonarbeiter das Frühjahr verbracht haben und auf dem Weg zurück nach Deutschland sind.


                Am Neumarkter Bahnhof

                Die Bahn bringt uns dann doch über die Grenze Südtirols hinaus nach Domeglia. Hier ist es dann 14 Uhr und Knallheiß. Über Sega und Lazise radeln wir nach Peschiera del Garda am Südende des Gardasees. Auf diesen letzten Metern sind wir dankbar für jedes bisschen Schatten!


                Südländisches Flair am Südende des Gardasees

                Gegen 15 Uhr sind wir dann am See und treffen den Rest der Familie wieder. Mit denen genießen wir das kühle Nass am Pool und lassen den Abend mit einem grandiosen Sonnenuntergang ausklingen.


                Sonnenuntergang am Gardasee bei Peschiera del Garda

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                • Juno234
                  Erfahren
                  • 03.08.2007
                  • 397

                  • Meine Reisen

                  #9
                  AW: [AT][IT] Radeln zum und am Gardasee - Brenner - Verona - Innsbruck

                  Schöne Tour

                  Ich hatte ja nun gehofft, du verpasst der Etsch das männliche Geschlecht Dem war leider nicht so

                  Kommentar


                  • joeyyy
                    Erfahren
                    • 10.01.2010
                    • 193

                    • Meine Reisen

                    #10
                    AW: [AT][IT] Radeln zum und am Gardasee - Brenner - Verona - Innsbruck

                    Vielen Dank nochmal für den Impuls. Meine Freundin und ich werden Ende August die Via Claudia mit dem Tandem und somit einen Teil Eurer Strecke abfahren.

                    Wir freuen uns schon drauf
                    www.gondermann.net
                    Reisen - Denken - Leben

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                    • Wafer

                      Lebt im Forum
                      • 06.03.2011
                      • 5469

                      • Meine Reisen

                      #11
                      AW: [AT][IT] Radeln zum und am Gardasee - Brenner - Verona - Innsbruck

                      Peschiera del Garda – Verona und Etschtalradweg bis Peri
                      Samstag, 14. Juni 2014
                      Strecke: 101 Km
                      Gesamtstrecke: 251 Km
                      Fahrzeit: 6 h

                      Ich habe mir gestern einen gewaltigen Sonnenbrand am Strand geholt. Es war eigentlich schon am frühen Abend als ich das T-Shirt ausgezogen habe. Aber es hat halt trotzdem gereicht. Und die Familie will da heute wieder hin. Das braucht mein Brandy aber nun nicht wirklich. Und in Klamotten am Strand? Ist nicht wirklich mein Ding! Also bleibe ich alleine zurück.
                      Was tun? Naja, ich könnte ja noch etwas radeln gehen. Bei Fahrtwind stört es nicht so wenn man ein T-Shirt an behält. Also schwinge ich mich aufs Rad und fahre los in Richtung Süden und biege dann am Golfplatz in Richtung Osten ab. Ich halte mich an Feldwege, die mich über die kleinen Weiler Zuccotti und Mischi nach San Giorgio In Salici hinauf bringen. Im Schatten alter Bäume mache ich Pause. Am Horizont grüßen die Berge des Gardasees.


                      Die Gardaseeberge von San Giorgio In Salici aus gesehen

                      Der weitere Weg führt mich durch Weinberge mit den Ausläufern der Alpen im Norden.


                      Weinberge mit den Alpen im Norden

                      Auf dem nächsten Hügel liegt Sona – ein typisch mediteranes Städtchen.


                      Sona

                      Ich steuere den Ort an und muss ein paar Höhenmeter hinauf. Im Norden ballen sich ein paar Wolken zusammen. Das wird doch nicht noch regnen wollen? Über Lugagnano halte ich zwischenzeitlich auf Straßen auf Verona zu. Über die Porta Palio komme ich in Richtung Altstadt. Die Ponte Scaligero gefällt mir sehr gut!


                      Auf der Ponte Scaligero

                      Auf der anderen Seite ist ein kleiner Park mit Brunnen und guter Aussicht auf die Brücke.


                      An der Ponte Scaligero

                      Die Altstadt von Verona liegt in einer S-Schleife der Etsch und im Norden gehen die ersten Ausläufer der Alpen los. Es gibt reichlich historische Bauten die in der Regel sehr gut in Schuss sind.


                      Parco delle Colombare und San Giorgio in Braida

                      Nördlich der Stadt hat sich leider auch ein Gewitter zusammengebraut. Aber solange es noch nicht regnet ziehe ich durch die Altstadt. Was mich da erwartet können die Bilder gar nicht wiedergeben: Eine absolut grandiose Altstadt mit viel Flair und toller Atmosphäre!


                      Porta dei Borsari und Altstadtgassen

                      Mit dem Fahrrad eine Stadt dieser Größe zu erkunden hat absolut Vorteile: Man ist schnell überall wo man hin will, kann sowohl Straßen als auch Fußgängerzonen nehmen. Ich schau mir viele Ecken an. Und kann nicht sagen was mir am besten gefällt!


                      Die Piazza Delle Erbe

                      In der Richtung sieht das Wetter ja noch ganz gut aus. Also ziehe ich weiter in Richtung Süden zur Arena.


                      Die Arena di Verona

                      Ganz ehrlich: Ich bin dem Charme der Stadt völlig erlegen!


                      Altstadtimpressionen von Verona

                      Ich ziehe durch die Gassen und kriege einfach nicht genug.


                      Faszinierende Altstadt Verona


                      Leckeres, schönes und berühmtes in Verona

                      Als ich mich dann in Richtung Etschtalradweg orientiere fängt es an zu tröpfeln. So mache ich doch noch einen Abstecher in den Dom von Verona.


                      Im Dom zu Verona

                      Interessant sind auch die Kapellen, die an den Dom angebaut ist: Bei der einen wurden römisch Fundamente erhalten und in der anderen liegen Teppiche – findet man auch selten!


                      Kapellen im Dom zu Verona

                      In einer Trattoria esse ich noch eine Kleinigkeit bis es wieder aufhört zu regnen. Dann mache ich mich wieder auf in Richtung Etschtalradweg. Durch ein altes Tor verlasse ich den Bereich der Altstadt und bin dann aber auch sehr schnell wieder im Grünen.


                      Auf dem Etschtalradweg verlasse ich Verona

                      Der Radweg führt an dem Canale Medio Adige entlang und führt an den meisten Vororten von Verona vorbei.


                      Vororte Veronas mit den Alpen

                      Er gewinnt zunehmend an Höhe gegenüber der Etsch. Das Etschtal ist sehr grün und wird im Norden von den Alpen begrenzt.


                      Eindrücke vom Etschtalradweg bei Verona

                      Das blaue Loch über mir begleitet mich auf meinem Weg nach Norden. Der Radweg am Kanal führt mich immer höher hinauf und ist sehr gut ausgebaut. Der Kanal wird auch mittels Brücken über kleine Täler geführt und nähert sich dem Etschdurchbruch.


                      Es geht auf den Etschdurchbruch zu

                      Dann führt der Radweg geradewegs auf eine Felswand zu. Der Kanal verschwindet in der Wand und der Radweg führt in Serpentinen steil bergan. Beruhigend, dass man hier nur mit 30 Km/h radeln darf!


                      Am Etschdurchbruch bei Rivoli

                      Nach einigen Kehren bin ich nassgeschwitzt oben. Dort gibt es einen Aussichtspunkt mit grandioser Aussicht! Es ist auch schon die Festung Rivoli zu sehen.


                      Blick auf den Etschdurchbruch und die Festung Rivoli

                      Endlich darf ich die Höhenmeter wieder runtersausen! Na also, hat sich ja doch gelohnt. In Rivoli steuere ich dann erst mal die Festung an. Als ich oben bin wird mir mitgeteilt, dass heute keine Besichtigung mehr möglich sei. Erst morgen wieder. Na super! Da bin ich nicht mehr hier! Die lassen sich aber auch nicht erweichen. Schade!
                      So genieße ich dann die brausende Fahrt hinunter ins Etschtal.


                      Es geht wieder hinab ins Etschtal

                      Die Orte im Etschtal sind recht klein. Es ist kaum zu übersehen, dass hier ein Großteil der Bevölkerung vom Weinbau lebt. Der Weg führt mich sehr gut ausgebaut durch die Weinfelder.


                      Im Etschtal dominiert der Weinanbau

                      Leider verlässt mich hier der blaue Himmel: Er bleibt zurück. Der traut sich wohl nicht durch den Etschdurchbruch. So wird es zunehmend dunkler am Himmel. Nach Dolce führt aber keine Brücke über die Etsch. So radle ich weiter durch kleine Dörfer bis Peri.
                      Auch hier ist mir das Glück hold: Als ich die Fahrkarte am Automat gelöst habe kommt schon ein verspäteter Zug. So bin ich dann wieder ruck-Zug in Domeglia. So nehme ich die Strecke vom letzten Mal wieder nach Peschiera del Garda.
                      Zwei Punkte sind nach der Tour klar geworden: Verona hat mich nicht zum letzten Mal gesehen und der Etschtalradweg auch nicht. Vielleicht wenn ich mal die Via Claudia Augusta von Donauwörth aus fahre? Wir werden sehen!
                      Zuletzt geändert von Wafer; 23.07.2014, 16:35.

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                      • LadyofPedelec
                        Anfänger im Forum
                        • 09.10.2013
                        • 28

                        • Meine Reisen

                        #12
                        AW: [AT][IT] Radeln zum und am Gardasee - Brenner - Verona - Innsbruck

                        Guten Morgen Wafer, Deine Tour hat mich sehr interessiert. Das Thema Bahntrassenradwege ist ja momentan in aller Munde. Da auch ich eine Italo-Fan bin, werde ich mir diese Tour fürs nächste Jahr ausarbeiten. Evtl. von München aus, da ja der Brenner einer der niedrigsten Alpenpässe ist, werden bestimmt viele Radler diese Strecke bevorzugen. Auch bin ich an Brixen sehr interessiert, obwohl die Strecke Reschenpass bis Meran landschaftlich wahrscheinlich nicht zu toppen ist. Oder was sagt's Du?
                        Liebe Grüße
                        LadyofPedelec

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                        • Wafer

                          Lebt im Forum
                          • 06.03.2011
                          • 5469

                          • Meine Reisen

                          #13
                          AW: [AT][IT] Radeln zum und am Gardasee - Brenner - Verona - Innsbruck

                          Hallo LadyofPedelec.

                          Die Strecke Reschenpass - Meran kenne ich nur vom Auto her. Die steht mit dem Rad noch aus und wird sicher interessant. Die Brennerroute hat durch seine wechselnde Landschaft, die alten Bahntrassen und die Städte Sterzing und Brixen seinen eigenen Charakter. Direkte Vergleiche sind immer schwer vor allem wenn man nicht beide Strecken bei ähnlichen Bedingungen kennen gelernt hat. Ich fand die Strecke absolut lohnenswert und lasse mich überraschen wenn ich den Reschenpass mal fahre. Ich bin mal gespannt wie du den Eisacktalradweg findest. Es wird dann doch wieder einen Bericht geben, oder nicht?

                          Gruß Wafer

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                          • Wafer

                            Lebt im Forum
                            • 06.03.2011
                            • 5469

                            • Meine Reisen

                            #14
                            AW: [AT][IT] Radeln zum und am Gardasee - Brenner - Verona - Innsbruck

                            Brenner - Innsbruck
                            Donnerstag, 19. Juni 2014
                            Strecke: 42 Km
                            Gesamtstrecke: 293 Km
                            Fahrzeit: 2 h

                            Auch auf der Heimfahrt haben wir super Wetter. Und die Strecke Brenner – Innsbruck ist ja nicht so lang. So kann ich meine Frau davon überzeugen, dass Innsbruck eine gute Gelegenheit ist um Mittagessen zu gehen. So stehe ich um kurz nach 12 wieder an der letzten Ausfahrt auf italienischer Seite – da wo ich auf der Hinfahrt schon gestartet bin.


                            Start am Brenner auf italienischer Seite

                            In Brennero hört der gute Radweg dann leider schon auf. Ich muss auf die Straße ausweichen. Und schon wird es eng mit einer Baustelle. Und hier oben ist ja eh schon nicht viel Platz.


                            Nach dem Brennerpass auf Österreichischer Seite

                            OT: Hallo Werner: Kennst du die Stelle?

                            Auf der Bundesstraße geht es zügig abwärts. Schnell komme ich in den ersten Ort auf österreichischem Boden: Gries am Brenner. Hier wird der Feiertag mit Musikkapelle und Umzug begangen.


                            Fronleichnam in Gries am Brenner

                            Auf der Straße nehmen die Höhenmeter viel zu schnell ab! An einer Brenner-Basistunnel-Baustelle geht es vorbei am Bach entlang. Von Autobahn und Bahnlinie merkt man recht wenig bis bei Stafflach die Bahnlinie nach einer Kehre wieder aus dem Valstal kommt. Ab Steinach gibt es dann Nebenstraßen auf denen ein Radweg nach Innsbruck bezeichnet ist.


                            Die Kirche von Mühlbachl

                            Ab Matrei hält sich dieser dann auf der östlichen Talseite während die Autobahn eher auf der westlichen Talseite bleibt. Nach Pfons geht es dann das erste Mal wieder aufwärts. Der Radweg führt über kleine Straßen immer an der Hangkante entlang und macht so manchen Bogen in Seitentäler. Da geht es mit unter auch heftig noch rauf und runter.


                            Serles, Blaser und Kesselspitze

                            Ich oute mich als Touri und hänge mir die Kamera nach japanischer Art um den Hals um auch beim Fahren Bilder machen zu können.


                            Ellbögen und St. Peter

                            Ich komme über Ellbögen und St. Peter nach Patsch. Hier hat mein einem tollen Blick ins Stubaital.


                            Der Beginn des Stubaitals

                            Hinter Patsch geht es dann endlich wieder abwärts. Und auch hier wieder richtig steil!


                            Das westliche Inntal

                            Das Inntal liegt vor der gewaltigen Nordkette – den Hausbergen von Innsbruck.


                            Das Inntal mit Innsbruck

                            Über Igls und Vill komme ich viel zu schnell nach Innsbruck. Die Höhenmeter sind auf der Südseite deutlich gleichmäßiger verteilt als hier. An der Olympiaworld telefoniere ich mit der Familie um zu erfahren wo sie abgestiegen sind. Das ist dann nicht mehr sehr weit. So drehe ich noch eine Runde durch die Innenstadt von Innsbruck bevor ich mein Rad wieder aufs Auto spanne und die weitere Heimfahrt antrete.

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                            • LadyofPedelec
                              Anfänger im Forum
                              • 09.10.2013
                              • 28

                              • Meine Reisen

                              #15
                              AW: [AT][IT] Radeln zum und am Gardasee - Brenner - Verona - Innsbruck

                              Zitat von Wafer Beitrag anzeigen
                              Hallo LadyofPedelec.

                              Die Strecke Reschenpass - Meran kenne ich nur vom Auto her. Die steht mit dem Rad noch aus und wird sicher interessant. Die Brennerroute hat durch seine wechselnde Landschaft, die alten Bahntrassen und die Städte Sterzing und Brixen seinen eigenen Charakter. Direkte Vergleiche sind immer schwer vor allem wenn man nicht beide Strecken bei ähnlichen Bedingungen kennen gelernt hat. Ich fand die Strecke absolut lohnenswert und lasse mich überraschen wenn ich den Reschenpass mal fahre. Ich bin mal gespannt wie du den Eisacktalradweg findest. Es wird dann doch wieder einen Bericht geben, oder nicht?

                              Gruß Wafer
                              Hi, klaro, ich versuche mein Bestes. Die Bahntrassen werde ich auf jeden Fall mit in meine Planung einbauen. Ich lasse mich überraschen. Auf jeden Fall ist es immer schön die Berge zu sehen und erholsam ist es allemal bergab zu fahren.

                              Für dieses Jahr im Sommer ist die Elbe geplant. Die Strecke im Norden werde ich entgegen der Fliesrichtung fahren. Aus Erfahrungsberichten entnommen bläst der Wind einem sonst zu stark entgegenkommt und da habe ich ja noch vom letzten Jahr (Bozen bis Trento) schlechte Erinnerungen. Wenn das Wetter mitspielt und ich Lust habe, werde ich die ganze Elbe flussaufwärts fahren bis Tschechien und bei der Moldau dann nach Prag abbiegen, wenn nicht, breche ich in Magdeburg oder Dessau für dieses Jahr die Tour ab und hebe mir den Rest für eine andere Saison auf.

                              Schade, daß ich nur im Sommer viel Zeit habe. Ich warte bis ich in Rente geschickt werde, dann geht das auch mit 2 Touren im Jahr. Freue mich schon drauf.

                              Liebe Grüße und noch einen schönen Sommer
                              LadyofPedelec

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                              • Juno234
                                Erfahren
                                • 03.08.2007
                                • 397

                                • Meine Reisen

                                #16
                                AW: [AT][IT] Radeln zum und am Gardasee - Brenner - Verona - Innsbruck

                                Zitat von LadyofPedelec Beitrag anzeigen
                                Guten Morgen Wafer, Deine Tour hat mich sehr interessiert. Das Thema Bahntrassenradwege ist ja momentan in aller Munde. Da auch ich eine Italo-Fan bin, werde ich mir diese Tour fürs nächste Jahr ausarbeiten. Evtl. von München aus, da ja der Brenner einer der niedrigsten Alpenpässe ist, werden bestimmt viele Radler diese Strecke bevorzugen. Auch bin ich an Brixen sehr interessiert, obwohl die Strecke Reschenpass bis Meran landschaftlich wahrscheinlich nicht zu toppen ist. Oder was sagt's Du?
                                Liebe Grüße
                                LadyofPedelec

                                Gerade von der Tour zurückgekehrt, kenne ich nun beide Radfernwege. Mir persönlich gefällt die Brenner-Route besser, da sie anspruchsvoller und "spannender" ist. Stark befahren ist die Route nur am Wochenende, wenn die einheimischen Radsportfahrer und Ausflügler unterwegs sind.
                                Neben das von dir erwähnte Brixen sind auch Sterzing und Klausen sehenswerte Städchen, die den kleinen Abstecher lohnen. Den von Werner kritisierten Abschnitt zwischen Franzenfeste und Vahrn habe ich nun auch kennengelernt. Hier ist die Wegeführung wirklich nicht optimal. Der steinige Schotterbelag hat mich nicht gestört, aber die an sich überflüssigen Anstiege. Nach meinen Erkundigungen wird aber bereits eine bessere Wegeführung geplant.
                                Absolut toll ist der museumspädagogische Ansatz der alten k. und k. Festung Franzenfeste.

                                Aber die Route über den Reschen ist auch nicht zu verachten. Langweiliger ist dann die Strecke ab Meran, da flach und immer geradeaus an der Etsch entlang. Auch später hinter Bozen, besonders wenn ab frühem Nachmittag die Ora vom Gardesee als Gegenwind bläst...

                                Wir sind ja vom Pustertal aus gestartet. Ebenfalls absolut lohnenswert: Gut ausgebaute Route, sehenswerte Orte wie Niederdorf, Bruneck und Mühlbach, problemlose "Einfädelung in den Eisacktal-Radweg bei Franzensfeste.

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                                • Wafer

                                  Lebt im Forum
                                  • 06.03.2011
                                  • 5469

                                  • Meine Reisen

                                  #17
                                  AW: [AT][IT] Radeln zum und am Gardasee - Brenner - Verona - Innsbruck

                                  Hallo Radlfreunde.
                                  Hier sollte eine GPX-Karte erscheinen! Wenn diese nicht nach wenigen Sekunden nachgeladen wird bitte die Seite aktualisieren.

                                  Ich habe es endlich geschafft den GPX-Track bereit zu stellen.

                                  Ich wünsche viel Spaß!

                                  Wafer
                                  Angehängte Dateien
                                  Zuletzt geändert von Wafer; 28.11.2020, 20:22.

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                                  • Werner Hohn
                                    Freak

                                    Liebt das Forum
                                    • 05.08.2005
                                    • 10865

                                    • Meine Reisen

                                    #18
                                    AW: [AT][IT] Radeln zum und am Gardasee - Brenner - Verona - Innsbruck

                                    Zitat von Wafer Beitrag anzeigen
                                    Nach dem Brennerpass auf Österreichischer Seite

                                    OT: Hallo Werner: Kennst du die Stelle?
                                    OT: Klar doch! Mittlerweile habe ich mir wahrlich ein Schild dort verdient: "Werner Hohns Aussichtsplatz" ... oder so, denn in den vergangenen 8 Wochen bin ich viermal dort gewesen. Mit dem Auto ist es aber einfacher.

                                    Zitat von Wafer Beitrag anzeigen
                                    Hinter Patsch geht es dann endlich wieder abwärts. Und auch hier wieder richtig steil!
                                    Oh-ja! Was hab ich all die Radfahrer beneidet, die mir bei 30° den Berg runter entgegengeflogen kamen.
                                    .

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                                    • wanderhans
                                      Erfahren
                                      • 03.10.2008
                                      • 228

                                      • Meine Reisen

                                      #19
                                      AW: [AT][IT] Radeln zum und am Gardasee - Brenner - Verona - Innsbruck

                                      Hallo Wafer, hallo Werner H., hallo an alle!
                                      Danke für den schönen Bericht! Beim Gucken der vielen Bilder vom "Brenner über den Gardasee nach Verona" sowie rückwärts vom Brenner nach Innsbruck hatte ich sehr viele "deja vu"-Erlebnisse, weil ich die Strecke als Teilstrecke vom "Goetheweg München - Verona" 2009 gelaufen bin. Hier in Bozen sind unsere Bilder von der gleichen Stelle aus aufgenomen: http://www.wandernmithans.de/13-3306brix.JPG
                                      Der "Rad- und Wanderweg Brenner - Verona" wurde da gerade eingeweiht:
                                      http://www.wandernmithans.de/11-3236...start-16--.JPG
                                      Allerdings war ich der einzige " ... und Wander-", alle anderen sind geradelt.
                                      Die 2 Personen auf dem Bahnhof; seid Ihr das oder die 2 Studenten von der Obsternte?
                                      Für die Nachradler hier im Forum wären evtl Angaben zu den Quartieren (€,--, Bewertung, Tel.) von Nutzen(?).
                                      Weiterhin viel Spass beim "Outdoor" und sonst natürlich auch!
                                      Hans (Saarland)
                                      "Die Hütte ist das Ziel"

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