[AT] Mit Schneeschuhen am Arlberger Winterklettersteig

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  • MichaelH
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    • 13.10.2014
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    • Meine Reisen

    [AT] Mit Schneeschuhen am Arlberger Winterklettersteig

    Tourentyp
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    Mitreisende
    Bei besten Wetter begingen wir zu fünft am 28. Februar 2015 den Arlberger Winterklettersteig in St. Anton.

    Dieser Erfolg erfreute uns umso mehr, da es bis dorthin ein paar Hindernisse zu überwinden gab. Zuerst musste die Tour wegen des Wetters von Freitag auf Samstag verschoben werden. Des Weiteren wollte uns die Bergbahn im Sessellift nicht mitnehmen, so mussten wir die letzten 700 hm zum Klettersteig aus eigener Kraft zurück legen.

    Wir nutzen die erste Gondelfahrt von St. Anton aus und waren kurz nach Neun auf 2030 m. Wie uns von den Bergbahn Gesellschaft mitgeteilt würde, dürften wir die zwei Sessellifte Riffel 1 und 2 für den Zustieg nicht nutzen und so sind doch sehr ungestört am Pistenrand bei -9 Grad Richtung Rendlspitzen hochgestiegen. Skipiste Riffel 1 waren wir schnell - die letzten 300Hm im losen Pulverschnee waren jedoch sehr mühsam und steil.



    Trotzdem waren wir um 11:00 Uhr am Einstieg des Klettersteigs und machten schon in der Sonne eine längere Vesperpause. Dort verstauten wir auch unsere Schneeschuhe am Rucksack und zogen mit Steigeisen weiter.



    Gestärkt ging es in den toll angelegt Klettersteig, der bei den aktuellen Bedingungen gut zu bewältigen war. Nur an wenigen Stellen war das Seil zu hoch oder zu weit weg. Aber beim Winterklettersteig kommt es immer auf die Verhältnisse an - d.h. je nach Schneehöhe/Wind usw. ist der Weg von Jahr unterschiedlich - deshalb wird die Begehung nur mit entsprechender Alpiner Erfahrung empfohlen. Klettertechnisch waren alle gut drauf, so dass das zur Sicherheit eingepackte 20 Meter Seil im Rucksack verbleiben konnte. Auf dem Klettersteig erreichten wir die Vordere Rendlspitze mit 2816 m und hatten damit auch ein ordentlicher Gipfel für unser Tourenbuch.







    Um 13:30 Uhr waren wir wie geplant am Ausstieg und lagen noch eine halbe Stunde in der Sonne auf über 2700m mit Blick auf die herrliche Verwall-Gruppe.
    Der Abstieg um 14:00 Uhr war durch die Sonne und Neuschnee und freies 30 Grad Gelände nochmals sehr anstrengend, immerhin 1500 Hm und 10 km stehen da zu Buche.



    Erst kurz vor Schluss um 16:15 Uhr sind wir auf die Pistenabfahrt 4 gekommen und wie Exoten auf der Einkehr-Alm betrachtet worden. Konnten sich die Pistenfahrer wohl nicht vorstellen, wo wir mit Schneeschuhe waren.

    Um 17:00 Uhren waren wir wieder am Parkplatz hatten das tolle Erlebnis hinter uns gebracht, was uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.
    Mit Ski ist die Tour etwas einfacher, da man mit dem Lift direkt bis zum Einstieg des Klettersteigs fahren kann und der Rückweg auch angenehmer ist. Aber warum einfach, wenn es auch kompliziert geht :-)

    Und noch ein Pano:
    http://michael.geeklab.de/bilder/Pan...inter_KST.html
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