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Mitreisende | |
Land: Österreich
Reisezeit: Juli 2013
Dauer: 1 ½ Wochen
Vorbereitung und Anreise
Da das meine erste größere Wandertour war, war ich dem entsprechend auch nervös an den Tagen vor der Abreise und ich war wahrscheinlich auch viel zu sehr bepackt für eine Hüttentour. Also steh ich morgens um halb acht am ludwigshäfener Hauptbahnhof und verabschiede mich noch von meinen Eltern um dann meine Reise anzutreten. Der erste teil meiner Bahnreise verlief überaus angenehm mit zwei relativ leeren ICE´s und mit genügend Umsteigezeiten auf dem Stuttgarter Hbf und auf dem Münchener Hbf. Trotz genügend Zeit in München kam es mir vor wie wenn man sich tot läuft auf dem Bahnhof, der einfach nur riesig ist. Ich komme in meinen Zug nach Rosenheim, der voll ist das sich die Menschen schon in die Eingänge gesetzt haben., also hieß es stehen. Nach weiterem umsteigen komm ich schließlich in Innsbruck an, wo ich noch zu meinem Bus renne, damit ich doch etwas früher in Neustift ankomme. Die Züge sind zum Glück alle so gefahren wie sie sollten und es gab auch nur minimale Verspätungen, so dass die Anreise im großen und ganzen relativ angenehm verlief.
Neustift begrüßte mich mit strahlendem Sonnenschein und 30 C. Diese tollen Verhältnisse habe ich genutzt und erst mal etwas gegessen. Endlich war ich in den Bergen angekommen...

Blick auf den Wilden Freiger und den Sulzenauferner
Von Neustift zur Starkenburge Hütte
Nach kurzem suchen hatte ich dann den „richtigen“ Weg gefunden. Ich dachte es zumindest, aber ich merkte abends dann auf der Karte das es der wesentlich längere Weg war. Dann ging es los in etlichen Serpentinen ging es auf einem Forstweg nach oben, immer wieder mit einer schönen Aussicht auf Neustift. Bei strahlend blauem Himmel war das zwar schön aber Mühsam und ich schwitzte mein ganzes T-Shirt voll.

Nach 1 1/2 stündigem laufen zogen langsam, von der gegenüberliegenden Bergkette, graue Wolken auf. Die Hütte war noch lange nicht in Sicht und so bin ich etwas schneller gelaufen, aber die Wolken kamen schnell näher und ich hatte gerade erst mal die Hälfte geschafft. Aber da musste ich durch bald darauf fing es auch an zu regnen und ich hörte ein Gewitter in der ferne. Dabei blieb es aber dann auch der Regen wurde nich tstärker und so fand ich das auch nicht weiter tragisch.

Nach einer gefühlten Ewigkeit kam dann die Hütte in Sicht und schleifte mich die letzten Meter zur Hütte. Ich wollte einfach nur noch auf ein Bett ...
Tag 2: Von der Starkenburger Hütte zur Franz Senn Hütte
Der tag begrüßte mich wieder mit strahlendem Sonnenschein und so machte ich erst mal ein paar Fotos von dem wunderschönen Stubaital bevor ich loslauf. Es lag noch viel Morgennebel der die Berge herauf, zu mir
, kroch und so hatte ich ein atemberaubendes Morgenbild vor mir.




Aber dann ging es los, wie auch sonst ging es nach mal noch weiter oben, Richtung Schlicker Seespitze. Der schwere Rucksack machte mir erst mal nichts aus bei noch so tollem Wetter und einer angenehm kühlen Temperatur. Der weg war von kleinen Steinen gekennzeichnet und ich kam mir schon fast vor wie in den Dolomiten. Von weitem sah ich schon mein das ich ein Schneefeld queren musste, was mich sehr gefreut hatte mein erstes Schneefeld.


Oben angekommen, nach einer kleinen Kletterei über einen paar größere Felsen, am Seejöchl machte ich erst mal ne kurze Pause. Der Weg ging dann weiter über getretene Trampelpfade und manchmal über Steine. immer auf und ab, die Meter die ich kurz zu vorher manchmal mühsam hoch gegangen bin musste ich dann wieder runter.

Nochmal ein Schneefeld das ich queren musste
Aber auch Heute sollte das Wetter auch nicht so bleiben. Noch ziemlich früh an diesem langen Tag verschlechterte sich das Wetter, es wurde wieder grau und trüb und es fing an zu Regnen aber diesmal richtig ich wurde pitsch nass. Zum Glück hatte meine Mammut Jacke dicht gehalten und nasse Füße hatte ich auch nicht bekommen. Aber Schön war es Trotzdem nicht in den zwei bis drei Stunden in denen es mal mehr und mal weniger geregnet hat und dann konnte ich auch nicht fotographieren. Aber es hörte dann doch irgendwann auf und ich und der Weg wurden wieder trockener. So war das wandern auch wieder angenehmer. Nach schier endlosem laufen ( ungefähr 4,5 Stunden ), mit ständigem auf und ab, kam die hütte in der Fern in Sicht.


Dieser bogen den man auf dem Bild sieht hat sich ewig gezogen ( mehr als 1 Stunde ). Nach dem steilen Abstieg an dem Stück muss man das gleiche, und noch höher, gleich wieder hoch. Außerdem quert man in dieser großen Rille etliche Sturzbäche, was aber problemlos zu machen ist, dank der Steine die platziert wurden. Nach noch mindestens drei Sturzbächen war ich so gut wie an der Hütte als mir eine Herde Ziegen den weg versperrte. Nach ein paar Minuten und ein paar schlägen von meiner Trekkingstöcken auf den Boden liefen sie dann den Weg hinunter und das auch noch viel schneller als ich. Nur um dann plötzlich hinter mir her zu rennen als ich durch das Gatter zur Franz Senn Hütte will. Ich hab das grad noch zu bekommen...


Ein trüber Abschluss des Tages.
Die Franz Senn Hütte war die mit Abstand größte Hütte auf meiner Tour und auch die unpersönlichste. Sie hatte lange nicht so schöne Lager wie auf der Starkenburger Hütte. Aber ich wollte ja nur übernachten...
Tag 3: Von der Franz Senn Hütte zur Neuen Regensburger Hütte



Auch dieser Tag fing wieder absolut herrlich an. Mit guter Laune fing ich an zu laufen weil es heute auch etwas kürzer wurde.
Da es an diesem Mittwoch nicht geregnet hatte konnte ich wieder viel mehr fotographieren, was mich sehr freute weil auh kein Mensch hunderte von Bilder von einer trüben Landschaft sehen will. Laut meiner Karte musste ich erst mal weiter hoch zum Schrimmennieder. Ein weit entferntes Ziel wie ich relativ schnell merkte. Anfangs ging es aber ganz gemütlich los es ging immer gerade aus. Später sah man sich dann wieder vor einem Sturzbach der sich ein großes Steinfeld runter schlängelte. Wunderschön, aber anstrengend zu gehen musste man diesen immer wieder queren um so auf nach rund einer Stunde auf ein erstes kleines Hochplateau zu kommen. Jetzt stieg schon sehr schnell Nebel auf. Manchmal sah man nicht so viel vor sich und hinter sich auch nichts. So schnell wie der nebel immer aufzog ging er auch wieder. Aber an dem Tag begleitete er mich länger und so war ich in einer Nebelglocke und hatte nicht so viel von meiner Umwelt mitbekommen. Weiter nach oben ging es auch auch wieder über große Steinblöcke. Zum nächsten kleinen Hochplateau, bei dem ich auch eine Pause machte. Ein Absolut müstischer Ort. Ich kam mir vor wie in Herr der Ringe
. Man hätte vielleicht eine schöne Aussicht nach unten gehabt wenn nicht das ganze Plateau in Nebel eingeschlossen wäre. Bei meiner Pause viel mir und einer anderen Gruppe, die da traf, auf ,dass das noch keineswegs der Schrimmennieder war. Sondern gegenüber nochmal so 300 Meter höher der Schrimmennieder ist.





Also ging es weiter und wieder nach oben. Aber erst mal wieder nach unten, eine absolut mühsame Sache. Es galt auch wieder Schneefelder zu queren und nicht zu wenige. Da ist die Freude über Schnee dann auch nicht mehr so groß wenn man erst mal bis zum Knie im Schnee stand oder Schnee in den Schuh bekommen hat und man dann das Gefühl hat einem frieren die Füße ein . Aber da ging es dann noch und nach einer gefühlten Ewigkeit stand ich dann oben und es wurde wieder nebeliger. Also legte ich erst mal eine Pause ein, auch wenn es da oben ordentlich kühl wurde. Und ich hatte kurze Hosen ein T-Shirt und eine Jacke an. Deswegen hielt sich die Pause auch in Grenzen

Oben auf der Scharte war eine riesige Altschneezunge
Der Abstieg erwies sich dann als relativ steil aber dafür wesentlich kürzer als der Aufstieg. Lieber kurz als wenn sich das wie am nächsten Tag über 2-3 Stunden hin zieht. ich sah auch schon bald die Hütte. Ein kleines Hüttchen am Ende eines Tales, aber bis dahin waren es auch noch so 1 1/2 Stunden die mich über riesige Steinfelder brachten wo ich dann von Stein zu Stein gesprungen bin. Zum Glück war mein Rucksack schon etwas leerer. Vor der Hütte hat sich ein Wasserfall in die Tiefe gestürzt ( Leider hab ich kein Bild ). Das sah absolut brachtvoll aus. Zu dieser Zeit war von dem schönen Wetter von morgen leider schon lange nichts mehr zu sehen und es war grau und trüb. Trotzdem setzte ich mich erst mal eine halbe stunde draußen vor die hütte und war froh die Wanderschuhe mal aus zu haben.

Der Blick zurück

Tag 4: Von der Neuen Regensburger Hütte zur Dresdner Hütte
Schon am Vorabend hatte ich mir viele Gedanken über diese Etappe gemacht weil noch massenhaft Schnee in dem Tal lag. 10 Meter von der Hütte weg, wenn man aus dem Fenster sah hatte man das erste Schneefeld gesehen und es kam noch viel mehr.
Wie ich oben, kurz vor 3000 Metern, von einem Bergführer erfahren hatte ist das die Königsetappe der ganzen Tour. Das wusste ich am Vorabend natürlich noch nicht und der Tourismusverband hatte den Höhenweg frei gegeben, also was sollte ich anderes machen als es auszuprobieren und so weit zu laufen wie ich komm.
Der nächste Morgen kam dann recht früh mit einem Traumhaften Wetter die Wolken waren weit weg und es war strahlend blauer Himmel. Bei diesem Wetter ging ich gerne los. Durch das Tal, das absolut wasserdurchsetzt und matschig war. Es sah nur schön aus diese graßgrünen Flächen, gut voran gekommen ist man nicht. Zum Glück verlief der Weg relatif am Rand des Tals. So näherte ich mich schnell den riesigen Schneeflächen, die noch größer waren als sie von unten aussahen. Aber es war ja blendendes Wetter, schon fast zu gut. Was ich erst Abends merkte das es mir die linke Seite von meinem nacken total versengt hat. Aber naja...

Die Hütte



Auf den letzten beiden Bildern bin ich schon mittendrin in dem riesigen Schneefeld. Eigentlich war der ganze hintere Teil des Tals noch voll mit Schnee bedeckt. Dank Leuten die vor mir gelaufen sind hatte ich Fußspuren in denen ich gehen konnte, was das vorankommen sehr erleichterte, aber es war immer noch anstregend genug. Besonders das hoch gehen über den Schnee, weil man einen Schritt macht und gleichzeitig wieder ein Stück zurückrutschst. Es war eine Mühsame Angelegenheit und ich hätte mir Gamaschen gewünscht dabei zu haben so viel Schnee kam in meine Schuhe. Und das war der Tag an dem ich endgültig genug vom Schnee hatte. Aber nach 3 Stunden stand ich dann auf dem Grawagrubennieder. Erst mal fertig mit der Welt und kaputt. Aber den Aufstieg fand ich immer noch besser als den vom Vortag. Eigentlich sollte ich auf mienm Weg an einem See vorbei kommen aber dieser war total zugeschneit sodass ich ihn nicht gesehen hab. Oben machte ich erst mal eine längere Pause. Diese konnte ich zwar nicht wirklich genießen weil sich der himmel mit Wolken gefüllt hatte und es kalt wurde.

Das erste Bild von mir. Der nette, oben schon erwähnte Bergführer hatte es von mir gemacht



Links der Wilde Pfaff und in der Mitte das Zuckerhütle

Der Blick zurück

Der Blick nach vorne
Leider hatte ich hier gerade erst knapp mehr als die Hälfte und so zog sich der restliche Tag noch so dahin erst mal ging es über etliche Schnee und Geröllfelder nach unten um dann kurz darauf wieder auf 2800 meter aufzusteigen. Kurz nach dem dem Grawagrubennieder schloss ich mich einer Gruppe an ( Die mit dem netten Bergführer ). Was ich erst später erfuhr, dass das gar keine Gruppe vom DAV war, wie ich anfangs dachte, sondern diese Gruppe vom Landessportbund war und die Leute auf Bildungsurlaub. Für mich war das etwas völlig neues, dass es so etwas gibt. Naja ich bin ja auch noch Schüler. Hier mal meine Grüße an die Gruppe und an den Bergführer, das es tolle zwei Tage mit ihnen waren. Vielleicht liest es ja einer von ihnen zufällig weil er auch in diesem Forum ist.
Aber so zog sich der Tag dann noch dahin, ich musste sehr aufpassen wo ich hintrete, weil der weg alles andere als einfach war. Und immer wieder kam ein neues Schneefeld ich dachte die wollen ja gar kein Ende mehr nehmen. Und irgendwann war ich dann auch bei der Hütte. Und das war eine Hütte. Die Dresdner Hütte ist eine absolute Luxushütte, bei der mir die Wirtin einen Apfelstrudel geschenkt hat


Der Wilde Freiger


Tag 5: Von der Dresdner Hütte zur Sulzenau Hütte
Das sollte der schönste Tag der ganzen Tour werden und der erste an dem das Wetter wirklich komplett perfekt war. Strahlender Sonnenschein und ein im ganzen Blauer Himmel hatte ich die ganze Woche noch nicht. Ich startete wieder mit der Gruppe und so gingen wir rund eine Stunde zum Peiljoch hoch. Eine schön gelegene Scharte auf der so viele Steinmänner waren das man sie gar nicht zählen wollte und manche zwei Meter groß und ein Umfang wie ein Baum. manche Menschen haben da wol viel Energie gelassen. Wir machten da eine Pause mit einem wundervollen Blick auf den Gletscher, das Zuckerhütle, den Wilden Pfaff und den wilden Freiger.
So ein wunderbare Aussicht, bei dem man den kurzen aber anstrengenden Aufstieg vergisst.



Der Gletscher von nahem

Wir stiegen dann ein Stück hinab über eine Moräne an der man so Eindrucksvoll sah wie der Gletscher zurück gegangen ist. Die Moräne herunter zu kommen war gar nicht so einfach sie war ungefähr 70 meter hoch. und mit Geröll und Steinen überseht. Dazu kam noch der steile Weg. So ging es dann langsam aber sicher nach unten, sich mir ein mindestens genauso schönes Panorama eröffnete wie von oben. Ein Gletschersee mit dem Gletscher im Hintergrund und dann die Gipfel, einfach atemberaubend. Hier machten wir auch eine Pause in der zeit konnte ich viel fotografieren...



Wir machten dann noch eine kurze Gletscherbegehung und Steffan ( Der Bergführer ) erklärte etwas über die Gletscher, die Gletscherspalten, den Rückgang der Gletscher und noch vieles mehr. Hätte ich die Gruppe nicht getroffen gehabt dann würde mir wahrscheinlich diese tolle Erlebnis fehlen. Aber so ich finde es ist ein ganz tolles und anderes Gefühl auf auf einem aperem Gletscher zu laufen.

Nun war es nicht mehr weit bis zu der Hütte und so ging es noch gemütlich durch das ganze Tal, mit Felsen in ganz verschiedenen Farben. Hier ist auch mein Lieblingsbild der ganzen Tour enstanden...

Mein Lieblingsbild


Tag 6: Von der Sulzenau Hütte zur Nürnberger Hütte
Das ist leider auch mein letzter Tag, weil ich die Tour wegen der Bedingungen abbrechen musste.
Aber morgens ging es erst mal los, auch heute wieder mit tollem wetter. Aber es hatte erst mal gedauert bis mir warm wurde wweil die Sonne lange hinter einer Bergkette links von mir war. Aber dafür gab es um so schönere Bilder als die Sonne dahinter hervor kam.




Ohne etwas zu ahnen stieg ich dann zu dem Niederl, aber ich merkte schnell das der Schnee eine ganz andere Konsistenz hatte wie die Tage zuvor. Er war steinhart und glatt wie Eis. ich ging dann noch ein Stück nach oben bin dann aber umgedreht, weil mir das dann doch zu gefährlich wurde. Dafür hatte ich nicht die richtige Ausrüstung dabei. Außerdem kamen mir zwei Österreicher entgegen die mir nicht gerade Mut für die nächste Etappe machten und die zwei sahen etwas erfahrener als ich aus. Um den Mann zu zitieren:" Mir ist der Angstschweis die Stirn runter gelaufen, bei dem Abstieg von der Bremer Hütte zur Nürnberger Hütte." Und das wollte ich mir dann doch nicht geben ich wollte ja sicher wieder nach Hause kommen. So bin ich erst mal wieder zur Sulzenau Hütte abgestiegen, und nach reiflich Überlegungen was ich machen könnte bin ich ganz ins Tal abgestiegen und bin mit dem Bus zurück nach Neustift gefahren. Dort habe ich dann meine restlichen Tage noch etwas genossen bis mein Zug in 3 Tagen dann in Innsbruck mich wieder in die Heimat brachte...




So kurz davor musste ich umdrehen.
Reisezeit: Juli 2013
Dauer: 1 ½ Wochen
Vorbereitung und Anreise
Da das meine erste größere Wandertour war, war ich dem entsprechend auch nervös an den Tagen vor der Abreise und ich war wahrscheinlich auch viel zu sehr bepackt für eine Hüttentour. Also steh ich morgens um halb acht am ludwigshäfener Hauptbahnhof und verabschiede mich noch von meinen Eltern um dann meine Reise anzutreten. Der erste teil meiner Bahnreise verlief überaus angenehm mit zwei relativ leeren ICE´s und mit genügend Umsteigezeiten auf dem Stuttgarter Hbf und auf dem Münchener Hbf. Trotz genügend Zeit in München kam es mir vor wie wenn man sich tot läuft auf dem Bahnhof, der einfach nur riesig ist. Ich komme in meinen Zug nach Rosenheim, der voll ist das sich die Menschen schon in die Eingänge gesetzt haben., also hieß es stehen. Nach weiterem umsteigen komm ich schließlich in Innsbruck an, wo ich noch zu meinem Bus renne, damit ich doch etwas früher in Neustift ankomme. Die Züge sind zum Glück alle so gefahren wie sie sollten und es gab auch nur minimale Verspätungen, so dass die Anreise im großen und ganzen relativ angenehm verlief.
Neustift begrüßte mich mit strahlendem Sonnenschein und 30 C. Diese tollen Verhältnisse habe ich genutzt und erst mal etwas gegessen. Endlich war ich in den Bergen angekommen...
Blick auf den Wilden Freiger und den Sulzenauferner
Von Neustift zur Starkenburge Hütte
Nach kurzem suchen hatte ich dann den „richtigen“ Weg gefunden. Ich dachte es zumindest, aber ich merkte abends dann auf der Karte das es der wesentlich längere Weg war. Dann ging es los in etlichen Serpentinen ging es auf einem Forstweg nach oben, immer wieder mit einer schönen Aussicht auf Neustift. Bei strahlend blauem Himmel war das zwar schön aber Mühsam und ich schwitzte mein ganzes T-Shirt voll.
Nach 1 1/2 stündigem laufen zogen langsam, von der gegenüberliegenden Bergkette, graue Wolken auf. Die Hütte war noch lange nicht in Sicht und so bin ich etwas schneller gelaufen, aber die Wolken kamen schnell näher und ich hatte gerade erst mal die Hälfte geschafft. Aber da musste ich durch bald darauf fing es auch an zu regnen und ich hörte ein Gewitter in der ferne. Dabei blieb es aber dann auch der Regen wurde nich tstärker und so fand ich das auch nicht weiter tragisch.
Nach einer gefühlten Ewigkeit kam dann die Hütte in Sicht und schleifte mich die letzten Meter zur Hütte. Ich wollte einfach nur noch auf ein Bett ...

Tag 2: Von der Starkenburger Hütte zur Franz Senn Hütte
Der tag begrüßte mich wieder mit strahlendem Sonnenschein und so machte ich erst mal ein paar Fotos von dem wunderschönen Stubaital bevor ich loslauf. Es lag noch viel Morgennebel der die Berge herauf, zu mir

Aber dann ging es los, wie auch sonst ging es nach mal noch weiter oben, Richtung Schlicker Seespitze. Der schwere Rucksack machte mir erst mal nichts aus bei noch so tollem Wetter und einer angenehm kühlen Temperatur. Der weg war von kleinen Steinen gekennzeichnet und ich kam mir schon fast vor wie in den Dolomiten. Von weitem sah ich schon mein das ich ein Schneefeld queren musste, was mich sehr gefreut hatte mein erstes Schneefeld.
Oben angekommen, nach einer kleinen Kletterei über einen paar größere Felsen, am Seejöchl machte ich erst mal ne kurze Pause. Der Weg ging dann weiter über getretene Trampelpfade und manchmal über Steine. immer auf und ab, die Meter die ich kurz zu vorher manchmal mühsam hoch gegangen bin musste ich dann wieder runter.
Nochmal ein Schneefeld das ich queren musste

Aber auch Heute sollte das Wetter auch nicht so bleiben. Noch ziemlich früh an diesem langen Tag verschlechterte sich das Wetter, es wurde wieder grau und trüb und es fing an zu Regnen aber diesmal richtig ich wurde pitsch nass. Zum Glück hatte meine Mammut Jacke dicht gehalten und nasse Füße hatte ich auch nicht bekommen. Aber Schön war es Trotzdem nicht in den zwei bis drei Stunden in denen es mal mehr und mal weniger geregnet hat und dann konnte ich auch nicht fotographieren. Aber es hörte dann doch irgendwann auf und ich und der Weg wurden wieder trockener. So war das wandern auch wieder angenehmer. Nach schier endlosem laufen ( ungefähr 4,5 Stunden ), mit ständigem auf und ab, kam die hütte in der Fern in Sicht.
Dieser bogen den man auf dem Bild sieht hat sich ewig gezogen ( mehr als 1 Stunde ). Nach dem steilen Abstieg an dem Stück muss man das gleiche, und noch höher, gleich wieder hoch. Außerdem quert man in dieser großen Rille etliche Sturzbäche, was aber problemlos zu machen ist, dank der Steine die platziert wurden. Nach noch mindestens drei Sturzbächen war ich so gut wie an der Hütte als mir eine Herde Ziegen den weg versperrte. Nach ein paar Minuten und ein paar schlägen von meiner Trekkingstöcken auf den Boden liefen sie dann den Weg hinunter und das auch noch viel schneller als ich. Nur um dann plötzlich hinter mir her zu rennen als ich durch das Gatter zur Franz Senn Hütte will. Ich hab das grad noch zu bekommen...

Ein trüber Abschluss des Tages.
Die Franz Senn Hütte war die mit Abstand größte Hütte auf meiner Tour und auch die unpersönlichste. Sie hatte lange nicht so schöne Lager wie auf der Starkenburger Hütte. Aber ich wollte ja nur übernachten...
Tag 3: Von der Franz Senn Hütte zur Neuen Regensburger Hütte
Auch dieser Tag fing wieder absolut herrlich an. Mit guter Laune fing ich an zu laufen weil es heute auch etwas kürzer wurde.
Da es an diesem Mittwoch nicht geregnet hatte konnte ich wieder viel mehr fotographieren, was mich sehr freute weil auh kein Mensch hunderte von Bilder von einer trüben Landschaft sehen will. Laut meiner Karte musste ich erst mal weiter hoch zum Schrimmennieder. Ein weit entferntes Ziel wie ich relativ schnell merkte. Anfangs ging es aber ganz gemütlich los es ging immer gerade aus. Später sah man sich dann wieder vor einem Sturzbach der sich ein großes Steinfeld runter schlängelte. Wunderschön, aber anstrengend zu gehen musste man diesen immer wieder queren um so auf nach rund einer Stunde auf ein erstes kleines Hochplateau zu kommen. Jetzt stieg schon sehr schnell Nebel auf. Manchmal sah man nicht so viel vor sich und hinter sich auch nichts. So schnell wie der nebel immer aufzog ging er auch wieder. Aber an dem Tag begleitete er mich länger und so war ich in einer Nebelglocke und hatte nicht so viel von meiner Umwelt mitbekommen. Weiter nach oben ging es auch auch wieder über große Steinblöcke. Zum nächsten kleinen Hochplateau, bei dem ich auch eine Pause machte. Ein Absolut müstischer Ort. Ich kam mir vor wie in Herr der Ringe

Also ging es weiter und wieder nach oben. Aber erst mal wieder nach unten, eine absolut mühsame Sache. Es galt auch wieder Schneefelder zu queren und nicht zu wenige. Da ist die Freude über Schnee dann auch nicht mehr so groß wenn man erst mal bis zum Knie im Schnee stand oder Schnee in den Schuh bekommen hat und man dann das Gefühl hat einem frieren die Füße ein . Aber da ging es dann noch und nach einer gefühlten Ewigkeit stand ich dann oben und es wurde wieder nebeliger. Also legte ich erst mal eine Pause ein, auch wenn es da oben ordentlich kühl wurde. Und ich hatte kurze Hosen ein T-Shirt und eine Jacke an. Deswegen hielt sich die Pause auch in Grenzen

Oben auf der Scharte war eine riesige Altschneezunge
Der Abstieg erwies sich dann als relativ steil aber dafür wesentlich kürzer als der Aufstieg. Lieber kurz als wenn sich das wie am nächsten Tag über 2-3 Stunden hin zieht. ich sah auch schon bald die Hütte. Ein kleines Hüttchen am Ende eines Tales, aber bis dahin waren es auch noch so 1 1/2 Stunden die mich über riesige Steinfelder brachten wo ich dann von Stein zu Stein gesprungen bin. Zum Glück war mein Rucksack schon etwas leerer. Vor der Hütte hat sich ein Wasserfall in die Tiefe gestürzt ( Leider hab ich kein Bild ). Das sah absolut brachtvoll aus. Zu dieser Zeit war von dem schönen Wetter von morgen leider schon lange nichts mehr zu sehen und es war grau und trüb. Trotzdem setzte ich mich erst mal eine halbe stunde draußen vor die hütte und war froh die Wanderschuhe mal aus zu haben.
Der Blick zurück
Tag 4: Von der Neuen Regensburger Hütte zur Dresdner Hütte
Schon am Vorabend hatte ich mir viele Gedanken über diese Etappe gemacht weil noch massenhaft Schnee in dem Tal lag. 10 Meter von der Hütte weg, wenn man aus dem Fenster sah hatte man das erste Schneefeld gesehen und es kam noch viel mehr.
Wie ich oben, kurz vor 3000 Metern, von einem Bergführer erfahren hatte ist das die Königsetappe der ganzen Tour. Das wusste ich am Vorabend natürlich noch nicht und der Tourismusverband hatte den Höhenweg frei gegeben, also was sollte ich anderes machen als es auszuprobieren und so weit zu laufen wie ich komm.
Der nächste Morgen kam dann recht früh mit einem Traumhaften Wetter die Wolken waren weit weg und es war strahlend blauer Himmel. Bei diesem Wetter ging ich gerne los. Durch das Tal, das absolut wasserdurchsetzt und matschig war. Es sah nur schön aus diese graßgrünen Flächen, gut voran gekommen ist man nicht. Zum Glück verlief der Weg relatif am Rand des Tals. So näherte ich mich schnell den riesigen Schneeflächen, die noch größer waren als sie von unten aussahen. Aber es war ja blendendes Wetter, schon fast zu gut. Was ich erst Abends merkte das es mir die linke Seite von meinem nacken total versengt hat. Aber naja...
Die Hütte
Auf den letzten beiden Bildern bin ich schon mittendrin in dem riesigen Schneefeld. Eigentlich war der ganze hintere Teil des Tals noch voll mit Schnee bedeckt. Dank Leuten die vor mir gelaufen sind hatte ich Fußspuren in denen ich gehen konnte, was das vorankommen sehr erleichterte, aber es war immer noch anstregend genug. Besonders das hoch gehen über den Schnee, weil man einen Schritt macht und gleichzeitig wieder ein Stück zurückrutschst. Es war eine Mühsame Angelegenheit und ich hätte mir Gamaschen gewünscht dabei zu haben so viel Schnee kam in meine Schuhe. Und das war der Tag an dem ich endgültig genug vom Schnee hatte. Aber nach 3 Stunden stand ich dann auf dem Grawagrubennieder. Erst mal fertig mit der Welt und kaputt. Aber den Aufstieg fand ich immer noch besser als den vom Vortag. Eigentlich sollte ich auf mienm Weg an einem See vorbei kommen aber dieser war total zugeschneit sodass ich ihn nicht gesehen hab. Oben machte ich erst mal eine längere Pause. Diese konnte ich zwar nicht wirklich genießen weil sich der himmel mit Wolken gefüllt hatte und es kalt wurde.
Das erste Bild von mir. Der nette, oben schon erwähnte Bergführer hatte es von mir gemacht

Links der Wilde Pfaff und in der Mitte das Zuckerhütle
Der Blick zurück
Der Blick nach vorne
Leider hatte ich hier gerade erst knapp mehr als die Hälfte und so zog sich der restliche Tag noch so dahin erst mal ging es über etliche Schnee und Geröllfelder nach unten um dann kurz darauf wieder auf 2800 meter aufzusteigen. Kurz nach dem dem Grawagrubennieder schloss ich mich einer Gruppe an ( Die mit dem netten Bergführer ). Was ich erst später erfuhr, dass das gar keine Gruppe vom DAV war, wie ich anfangs dachte, sondern diese Gruppe vom Landessportbund war und die Leute auf Bildungsurlaub. Für mich war das etwas völlig neues, dass es so etwas gibt. Naja ich bin ja auch noch Schüler. Hier mal meine Grüße an die Gruppe und an den Bergführer, das es tolle zwei Tage mit ihnen waren. Vielleicht liest es ja einer von ihnen zufällig weil er auch in diesem Forum ist.
Aber so zog sich der Tag dann noch dahin, ich musste sehr aufpassen wo ich hintrete, weil der weg alles andere als einfach war. Und immer wieder kam ein neues Schneefeld ich dachte die wollen ja gar kein Ende mehr nehmen. Und irgendwann war ich dann auch bei der Hütte. Und das war eine Hütte. Die Dresdner Hütte ist eine absolute Luxushütte, bei der mir die Wirtin einen Apfelstrudel geschenkt hat

Der Wilde Freiger
Tag 5: Von der Dresdner Hütte zur Sulzenau Hütte
Das sollte der schönste Tag der ganzen Tour werden und der erste an dem das Wetter wirklich komplett perfekt war. Strahlender Sonnenschein und ein im ganzen Blauer Himmel hatte ich die ganze Woche noch nicht. Ich startete wieder mit der Gruppe und so gingen wir rund eine Stunde zum Peiljoch hoch. Eine schön gelegene Scharte auf der so viele Steinmänner waren das man sie gar nicht zählen wollte und manche zwei Meter groß und ein Umfang wie ein Baum. manche Menschen haben da wol viel Energie gelassen. Wir machten da eine Pause mit einem wundervollen Blick auf den Gletscher, das Zuckerhütle, den Wilden Pfaff und den wilden Freiger.
So ein wunderbare Aussicht, bei dem man den kurzen aber anstrengenden Aufstieg vergisst.
Der Gletscher von nahem
Wir stiegen dann ein Stück hinab über eine Moräne an der man so Eindrucksvoll sah wie der Gletscher zurück gegangen ist. Die Moräne herunter zu kommen war gar nicht so einfach sie war ungefähr 70 meter hoch. und mit Geröll und Steinen überseht. Dazu kam noch der steile Weg. So ging es dann langsam aber sicher nach unten, sich mir ein mindestens genauso schönes Panorama eröffnete wie von oben. Ein Gletschersee mit dem Gletscher im Hintergrund und dann die Gipfel, einfach atemberaubend. Hier machten wir auch eine Pause in der zeit konnte ich viel fotografieren...
Wir machten dann noch eine kurze Gletscherbegehung und Steffan ( Der Bergführer ) erklärte etwas über die Gletscher, die Gletscherspalten, den Rückgang der Gletscher und noch vieles mehr. Hätte ich die Gruppe nicht getroffen gehabt dann würde mir wahrscheinlich diese tolle Erlebnis fehlen. Aber so ich finde es ist ein ganz tolles und anderes Gefühl auf auf einem aperem Gletscher zu laufen.
Nun war es nicht mehr weit bis zu der Hütte und so ging es noch gemütlich durch das ganze Tal, mit Felsen in ganz verschiedenen Farben. Hier ist auch mein Lieblingsbild der ganzen Tour enstanden...
Mein Lieblingsbild
Tag 6: Von der Sulzenau Hütte zur Nürnberger Hütte
Das ist leider auch mein letzter Tag, weil ich die Tour wegen der Bedingungen abbrechen musste.
Aber morgens ging es erst mal los, auch heute wieder mit tollem wetter. Aber es hatte erst mal gedauert bis mir warm wurde wweil die Sonne lange hinter einer Bergkette links von mir war. Aber dafür gab es um so schönere Bilder als die Sonne dahinter hervor kam.
Ohne etwas zu ahnen stieg ich dann zu dem Niederl, aber ich merkte schnell das der Schnee eine ganz andere Konsistenz hatte wie die Tage zuvor. Er war steinhart und glatt wie Eis. ich ging dann noch ein Stück nach oben bin dann aber umgedreht, weil mir das dann doch zu gefährlich wurde. Dafür hatte ich nicht die richtige Ausrüstung dabei. Außerdem kamen mir zwei Österreicher entgegen die mir nicht gerade Mut für die nächste Etappe machten und die zwei sahen etwas erfahrener als ich aus. Um den Mann zu zitieren:" Mir ist der Angstschweis die Stirn runter gelaufen, bei dem Abstieg von der Bremer Hütte zur Nürnberger Hütte." Und das wollte ich mir dann doch nicht geben ich wollte ja sicher wieder nach Hause kommen. So bin ich erst mal wieder zur Sulzenau Hütte abgestiegen, und nach reiflich Überlegungen was ich machen könnte bin ich ganz ins Tal abgestiegen und bin mit dem Bus zurück nach Neustift gefahren. Dort habe ich dann meine restlichen Tage noch etwas genossen bis mein Zug in 3 Tagen dann in Innsbruck mich wieder in die Heimat brachte...
So kurz davor musste ich umdrehen.
Kommentar