[DE] Fichtelgebirge; Süd-Nord Überschreitung

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  • blauloke
    antwortet
    AW: [DE] Fichtelgebirge; Süd-Nord Überschreitung

    Zitat von Moserer Beitrag anzeigen
    Glückwunsch zu dem Buch bzw der Schrift. Finde die Thematik sehr interessant und hab mal nach dem Buch gegoogelt - zwei Exemplare gefunden für je 70€ bzw 50€

    Stolze Preise...
    Über die Preise staune ich auch.
    Ich hätte es eher Richtung Altpapier eingestuft.

    Ich habe das Heft jetzt wieder hervor gekramt. Musste es eine zeitlang suchen.
    Der Autor zieht da Linien von Oberfranken bis in die Oberpfalz, mit Unterteilungen der Abstände von 6,75 km, über 13 km und 27 km bis langen Linien mit 81 km.
    Die Kösseine, wie in dem Film, wird in dem Heft nicht erwähnt

    Früher hatte ich mal daran gedacht im Raum Weiden - Wernberg nach fehlenden markanten Punkten zu suchen, es aber dann vergessen. Muss ich mich doch mal drüber machen. Ist ja eigentlich egal wo und warum ich mich im Wald rumtreibe.

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  • Moserer
    antwortet
    AW: [DE] Fichtelgebirge; Süd-Nord Überschreitung

    Zitat von blauloke Beitrag anzeigen
    Das am Anfang erwähnte Heft von Karl Bedal habe ich übrigens schon lange bei mir rumliegen.
    Glückwunsch zu dem Buch bzw der Schrift. Finde die Thematik sehr interessant und hab mal nach dem Buch gegoogelt - zwei Exemplare gefunden für je 70€ bzw 50€

    Stolze Preise...

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  • MonaXY
    antwortet
    AW: [DE] Fichtelgebirge; Süd-Nord Überschreitung

    Ja, unter "geben könnte" betrachte ich es auch - trotzdem interessant...

    OT: muss wohl wieder mal auf den Kösseineturm für ein mystisch-stimmungsvolles Erwachen!

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  • blauloke
    antwortet
    AW: [DE] Fichtelgebirge; Süd-Nord Überschreitung

    Ist schon interessant was es alles gibt, oder geben könnte.

    Das am Anfang erwähnte Heft von Karl Bedal habe ich übrigens schon lange bei mir rumliegen.

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  • Moserer
    antwortet
    AW: [DE] Fichtelgebirge; Süd-Nord Überschreitung

    Ganz interessanter Film. Markante Geländeergebungen waren sicher in der Frühzeit Orientierungs- und Siedlungspunkte und wir wissen noch viel zu wenig über das Leben damals.
    Aber jetzt alles in ein Liniensystem zu pressen halte ich für sehr gewagt. Es sind zwar wirklich markante Punkte auf einer Linie, aber einen kleinen Bahnhof hier als Indiz zu nehmen...
    Mich würden ja noch die anderen Linien und deren Wegpunkte interessieren. Mal weiter googeln

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  • MonaXY
    antwortet
    AW: [DE] Fichtelgebirge; Süd-Nord Überschreitung

    Bin mir nicht sicher, ob es hier im richtigen Thread ist, aber eben hat mir jemand

    "Fichtelgebirge geheimnisvoll: Die unsichtbaren Linien"

    über facebook zugespielt und ich finde diesen Kurzfilm nicht nur für Stein- und Heimatforscher interessant:


    (INFO: Bitte kein Bildmaterial einfügen, das die Rechte Dritter verletzt. d.h. i.d.R. keine Musikvideos, TV-Serien etc. )

    Die Beobachtung von Dr. Zemek: alte Siedlungsorte und markante Punkte in der Landschaft sind in einem Liniennetz (Mittelpunkt:Kösseine) miteinander verbunden + können Hinweis auf frühkulturelle Lebensformen sein. Falls jemand die Tour gehen möchte, kann er zumindest bewusster wahrnehmen, beispielsweise die "Schüsselsteine"...

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  • peter-hoehle
    antwortet
    AW: Fichtelgebirge; Süd-Nord Überschreitung

    Danke für den kurzweiligen Bericht mit den schönen Bildern.

    Gruß Peter

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  • ThomasA
    antwortet
    AW: Fichtelgebirge; Süd-Nord Überschreitung

    Liest sich ja ganz nett, eventuell mach ich dann mal die Tour "Auf den Spuren des Stammtischs"

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  • freeclimber
    antwortet
    AW: Fichtelgebirge; Süd-Nord Überschreitung

    Zitat von Scrat79 Beitrag anzeigen
    Da habt ihr aber ne schöne Tour hinter euch.
    Aber is ja auch kein Wunder, wenn der arme Scrätti da auch schuften musste.
    Unser Mitleid sei mit dir...

    @blauloke: Super Bericht, danke für die Mühe!

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  • MonaXY
    antwortet
    AW: Fichtelgebirge; Süd-Nord Überschreitung

    Zitat von Scrat79 Beitrag anzeigen
    Da habt ihr aber ne schöne Tour hinter euch.
    Aber is ja auch kein Wunder, wenn der arme Scrätti da auch schuften musste.
    OT: armer, armer Scratty ... tröööst!
    aber zum Iglu-Bau ist dein "Zelt" fertig und du kannst wieder dabei sein!

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  • Scrat79
    antwortet
    AW: Fichtelgebirge; Süd-Nord Überschreitung

    Da habt ihr aber ne schöne Tour hinter euch.
    Aber is ja auch kein Wunder, wenn der arme Scrätti da auch schuften musste.

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  • MonaXY
    antwortet
    AW: Fichtelgebirge; Süd-Nord Überschreitung

    Super herzlichen Dank @ blauloke!

    So steigt die Erinnerung an ein wunderschönes Herbst-Wanderwochenende mit euch nochmals ins Bewusstsein...

    Und im Winter bauen wir ein Riesen-Iglu mit Tobby
    und gehen mit Schneeschuhen durch den tief verschneiten Winterwald...

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  • Moserer
    antwortet
    AW: Fichtelgebirge; Süd-Nord Überschreitung

    Das liest sich nach ner richtig schönen Tour in fränkischer netter Geselligkeit

    Ich hoffe, ich kann bei einer der nächsten Touren mal mit Euch ne Runde drehen, vielleicht geht ja was mit Schneeschuhen im verschneiten Ober-/Mittel-/Unterfranken bzw. Oberpfalz...

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  • blauloke
    hat ein Thema erstellt [DE] Fichtelgebirge; Süd-Nord Überschreitung.

    [DE] Fichtelgebirge; Süd-Nord Überschreitung

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    Forumstour Fichtelgebirge


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: ODS Fichtelgebirge.jpg Ansichten: 0 Größe: 208,1 KB ID: 3019636 Übersichtskarte

    15.10.2011-------Neusorg – Seehaus --------21 km


    Hier sollte eine GPX-Karte erscheinen! Wenn diese nicht nach wenigen Sekunden nachgeladen wird bitte die Seite aktualisieren.
    Nach den üblichen Verspätungen der Bahn, konnten wir gegen 9:30 unsere Wanderung in Neusorg beginnen. Heute starteten wir zu viert, Mona würde erst am Abend zu uns stoßen.
    Unser erstes größeres Ziel war der Gipfel der Kösseine. Ihn wollten wir auf der selben Strecke erreichen, die Tobby und ich, bereits letztes Jahr mit dem WAI gegangen sind. Nur die Richtung war diesmal umgekehrt.
    Neusorg hatten wir bald durchquert. Danach ging es sofort in den Wald. Dort führte uns Katharina zu einem Denkmal des bayerischen Erbfolgekrieges von 1504. Weil der Adel sich nicht über sein Erbe einigen konnte, wurden hier 1000 Mann getötet.
    Als nächstes passierten wir den Wackelstein. Ein großer Fels, der von einer Person bewegt werden kann. Nach einem längeren Aufstieg erreichten wir den Gipfel der Kösseine.
    Zunächst genossen wir das Panorama von dem kleinen Aussichtsturm. Der sonnige, aber windige Tag, bot eine gute Sicht über das gesamte Fichtelgebirge und die anschließende Oberpfalz.
    Danach war die erste Rast fällig, die wir auf einer Sitzgruppe vor dem Kösseinehaus machten. Das Haus selber boykottierten wir, als Protest gegen die lange Wartezeit im letzten Jahr.


    Denkmal Erbfolgekrieg 1504


    Wackelstein


    alte Vulkankegel; Armesberg und Waldecker Schlossberg


    Ochsenkopf links; Schneeberg rechts;


    Kösseinegipfel

    Nach der Brotzeit stiegen wir vom Gipfel wieder ab und folgten nun dem ausgeschilderten „Höhenweg“ der uns bis zum Seehaus, unserer geplanten Übernachtung, bringen sollte.
    Zur Auflockerung wurde der Weg durch gefällte Bäume blockiert, die wir umgehen bzw übersteigen mussten. Links und rechts vom Weg lagen immer wieder interessante Felsgruppen im Wald.
    Wir erkundeten auch die Girgelhöhle. Eine Höhle im Granit mit mehreren Zugängen. Ihren Namen hat sie von einem gewissen Giergel, der in ihr sieben Jahre lang hauste, nachdem er einen Nebenbuhler erschlagen hatte. Schließlich wurde er verraten und gehängt.


    Felsen am Weg

    Bald erreichten wir das Silberhaus. Hier machten wir es uns auf der Terrasse bequem. Die Sonne schien und durch eine Mauer waren wir vor dem kalten Wind geschützt. Kaffee und Kuchen schmeckten, und da wir gut voran gekommen waren dösten wir einige Zeit vor uns hin.
    Irgendwann erhoben wir uns wieder und machten uns auf den restlichen Weg zum Seehaus. Durch dichten Wald erreichten wir die Lichtung auf der das Seehaus steht. Die letzten Sonnenstrahlen genossen wir noch vor dem Haus. Hier kam auch Mona zu uns.


    Apfelstrudel mit Sahne Bild:Tobby


    Seehaus


    Stammtisch Oberpfalz/Franken

    Den Abend verbrachten wir, bei gutem Essen und ebensolchen Getränken,in der Gaststätte.
    Das Matratzenlager befand sich in einer etwas abseits stehenden Hütte. Nach telefonischer Auskunft der Wirtin sollten Hüttenschlafsäcke ausreichen. Die Wirtin erzählte noch, dass nächste Woche eine Heizung eingebaut wird und die Heizkörper bereits im Keller liegen.Wir hatten also die Ehre als letzte Gruppe in der ungeheizten Hütte zu nächtigen. Bei der Schlüsselübergabe merkten wir, dass es in der Hütte kälter war als außerhalb. Dank reichlich vorhandener Decken wurde es doch noch eine angenehme Nacht.


    16.10.2011 ---------Seehaus – Münchberg ---------26 km

    Hier sollte eine GPX-Karte erscheinen! Wenn diese nicht nach wenigen Sekunden nachgeladen wird bitte die Seite aktualisieren.
    Morgens gab es erst mal ein reichliches Frühstücksbüfett, das wir gründlich plünderten. So frisch gestärkt ging es zunächst weiter zum Nußhardt, einem weiteren Felsgipfel mit Aussichtsplattform. Danach machten wir uns auf, den Schneeberg zu ersteigen, den höchsten Berg des Fichtelgebirges.
    Die ehemalige Abhörstation prägt den Gipfel. Die Sicht war wieder gut und der Wind blies kräftig und kalt.


    Fichtelsee vom Nußhardt aus


    auf dem Schneeberg


    Schatten

    Zunächst auf einer Teerstraße abwärts, kamen wir wieder auf einen Waldweg und erreichten bald die Quelle der Eger. Die Quelle ist mit großen Steinen gefasst, auf denen die Namen der Städte eingemeißelt sind, durch die sie fließt.
    Saale, Naab und Main entspringen ebenfalls im Fichtelgebirge, so dass hier vier Flüsse in die vier Himmelsrichtungen fließen.
    An der Egerquelle machten wir ein zweites Frühstück, kochten Kaffee und verzehrten unsere Vorräte.


    Egerquelle


    zweites Frühstück

    Nun folgten wir dem „Quellenweg“, der dir vier Quellen verbindet, zur Saalequelle. Unterwegs bestaunten wir noch etliche alte und abgestorbene Bäume. An der Saalequelle rätselten wir zunächst über den weiteren Weg, aber einige andere Wanderer konnten uns dann die Richtung zum Waldstein weisen.
    Kurz vor dem Waldsteinhaus stießen wir überraschend auf den Bärenfang. Ein schmales Gebäude, in dem in früheren Jahrhunderten Bären gefangen wurden. Im Inneren wurde ein Köder angebracht und wenn der Bär an ihm zerrte verschlossen zwei Falltüren die Ausgänge. Der Bär wurde dann in einen Käfig getrieben und nach Bayreuth zum Markgrafen gebracht, der dann eine Bärenhatz veranstaltete.


    Baum mit Pilzen


    Saalequelle


    Bärenfang


    im Inneren des Bärenfang Bild: Tobby

    Als nächstes besichtigten wir die Ruine „Rotes Schloss“, die direkt am Waldsteinhaus gelegen ist. Die Ruine besteht nur noch aus ein paar Mauerresten und einigen Durchgängen und Treppen.
    Im Waldsteinhaus war an diesem sonnigen Sonntag Hochbetrieb. Wir holten uns nur an der Theke Kaffee und Kuchen und setzten uns im Freien in die Sonne. Hier planten wir unsere weitere Strecke nach Münchberg. Für unser ursprüngliches Ziel, Bahnhof Kirchenlamitz, wäre es zu spät geworden. Nach Münchberg führte kein ausgeschildeter Wanderweg und wir bastelten selbst eine Strecke zusammen. Leider ließ sich ein längeres Stück Straße nicht vermeiden. Über größtenteils offenes Gelände erreichten wir den Bahnhof in Münchberg, wo wir zunächst über die günstigste Fahrkarte rätselten. Nach einer knappen Stunde kam auch schon unser Zug, der uns nach Hause brachte.


    Burgruine


    gegenseitiges Fotografieren


    auf dem Weg nach Münchberg
    Angehängte Dateien
    Zuletzt geändert von blauloke; 08.02.2021, 21:31.
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