(D, AU, SI, HR) Von der Haustür bis in Winnetous Heimat

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  • StefanBoe
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    • 14.12.2020
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    • Meine Reisen

    (D, AU, SI, HR) Von der Haustür bis in Winnetous Heimat

    Tourentyp
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    Mitreisende
    Von zu Hause aus einer selbst ausgedachten Linie folgend in die Ferne zu wandern ist eine große Freude. Übrigens auch, wenn dies etappenweise über mehrere Jahre parallel zu beruflichen Verpflichtungen läuft.

    Mit Freund Micha bin ich seit mehreren Jahren vom heimatlichen Rheinland aus in südliche Richtung zum Mittelmeer unterwegs. Wir sind immerhin schon bis in die südfranzösischen Alpen (Briancon) gekommen.
    https://www.outdoorseiten.net/vb5/fo...zum-mittelmeer
    In den Alpen kommen wir aber jetzt im Winter und im kommenden Frühjahr wegen des Schnees nicht weiter, also muss der Wandervogel eine neue Linie aufnehmen, um seiner Leidenschaft zu frönen. Es zieht ihn wieder Richtung Süden, aber mit Drall nach Osten mit Zielrichtung Slowenien und Kroatien. Die dalmatinische Adriaküste muss sehr reizvoll sein und die Filmheimat von Winnetou, das karstige Velebitgebirge, liegt gleich nebenan. Ein alter, kindlicher Sehnsuchtsort wird ein guter Horizont für diese mehrjährige Etappen-Weitwanderung sein.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 27.jpg Ansichten: 20 Größe: 1,52 MB ID: 3359749

    Hier folgen jeweils die absolvierten Etappen:
    1. Königswinter - Wolkenburg - Bad Honnef (Siebengebirge) 16 km 300 hm 28.12.2025
    2. Bad Honnef - Fritzdorf - Dernau/ Ahrtal (Voreifel) 26 km 350 hm 30.12.2025
    3. Dernau - Mayschoss - Steinerberg - Ahrbrück (Ahreifel) 21 km 700 hm 02.01.2026





    Zuletzt geändert von StefanBoe; 09.01.2026, 18:54.

  • StefanBoe
    Erfahren
    • 14.12.2020
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    • Meine Reisen

    #2
    1. Königswinter - Wolkenburg - Bad Honnef (Siebengebirge) 16 km 300 hm 28.12.2025

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 1 Vinxel - Bad Honnef.png Ansichten: 0 Größe: 2,32 MB ID: 3359812

    Noch ein bisschen unsicher, ob dies nun wirklich der Startschuss einer großen Weitwanderung werden soll, verlasse ich unser Haus in Vinxel. Vor Weihnachten viele konfliktträchtige, nachdenkliche Tage. Jetzt endlich wieder leichte Entspannung im Hirn, die ich zu echter Heiterkeit vertiefen möchte. Da wäre der Beginn einer großen Wanderschaft genau das richtige Vehikel. Das strahlende Winterwetter passt schon mal.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 3.jpg Ansichten: 0 Größe: 913,1 KB ID: 3359813

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 4.jpg Ansichten: 0 Größe: 939,9 KB ID: 3359814
    Wir haben das Glück, in einer schönen, einladenden Hügellandschaft zu wohnen. Nördliches Siebengebirge, gleich hinter Bonn. An schattigen Stellen hält sich noch Raureif, ansonsten leuchten die Wiesen in sattem Wintergrün.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 6.jpg Ansichten: 0 Größe: 921,2 KB ID: 3359815

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 7.jpg Ansichten: 0 Größe: 950,7 KB ID: 3359816
    Auf der sogenannten Kasseler Heide laufe ich auf den Ölberg zu, dem mit 461 m höchsten Berg des Siebengebirges. Die Kegelform deutet auf den vulkanischen Ursprung hin.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 8.jpg Ansichten: 0 Größe: 795,8 KB ID: 3359817

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 11.jpg Ansichten: 0 Größe: 939,6 KB ID: 3359819
    Über dem Rheintal ist eine Nebeldecke zu sehen, ein Phänomen, was bei winterlichen Hochdrucklagen häufiger eintritt und tolle Sichtverhältnisse und Eindrücke verspricht.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 10.jpg Ansichten: 0 Größe: 745,5 KB ID: 3359818
    Ich laufe hinab ins Tal des Kloster Heisterbachs und gerate dabei in die Nebelzone.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 12.jpg Ansichten: 0 Größe: 903,7 KB ID: 3359820

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 13.jpg Ansichten: 0 Größe: 967,9 KB ID: 3359821

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 14.jpg Ansichten: 0 Größe: 781,0 KB ID: 3359822
    ​Die Klosteranlage lasse ich links liegen und wandere hinauf auf die Eichenwiese am Petersberg, von der man einen Blick hinüber zum Drachenfels mit seiner Burgruine erhaschen kann.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 15.jpg Ansichten: 0 Größe: 1,39 MB ID: 3359823

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 16.jpg Ansichten: 0 Größe: 1,02 MB ID: 3359824
    Weiter geht's hinab zur Straße im Wintermühlental und hinüber zum versteckten Geheimtrail ins Tal der Ofenkaulen, einer meiner liebsten Pfade im Siebengebirge.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 17.jpg Ansichten: 0 Größe: 1,39 MB ID: 3359825
    In den "Ofenkaulen" wurden in der mächtigen, vulkanischen Tuffschicht Steine für den Ofenbau abgebaut. Die höhlenartigen Stollen sind heute versperrt und sind Unterschlüpfe für Fledermäuse.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 18.jpg Ansichten: 0 Größe: 1,10 MB ID: 3359826

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20.jpg Ansichten: 0 Größe: 1,10 MB ID: 3359827
    Der schmale Pfad ist nicht markiert und führt auf und ab durch naturnahen Wald.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 21.jpg Ansichten: 0 Größe: 1,33 MB ID: 3359829
    Am oberen Ende des Ofenkaulen-Pfades kommt man in der Nähe der beliebten Waldgaststätte "Milchhäuschen" aus, welches ich links liegen lasse, um auf den nächsten schwer zu findenden Geheimpfad hinauf zum Gipfel der Wolkenburg (330 m) zu gelangen. Mein glücklicherweise ziemlich gut versteckter Lieblingsort im Siebengebirge.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 25.jpg Ansichten: 0 Größe: 1,04 MB ID: 3359832

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 24.jpg Ansichten: 0 Größe: 1,15 MB ID: 3359831
    Blick über die Wälder des Rhöndorfer Tales auf Ölberg, Lohrberg und Löwenburg und hinab ins von leuchtenden Nebeln bedeckten Mittelrheintal. Ein einziger junger Mann begegnet mir. Er spricht mich begeistert an: "So was hab ich noch nie gesehen. Ist das hier häufiger so, dass man über der Wolkendecke ist?"

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 26.jpg Ansichten: 0 Größe: 900,8 KB ID: 3359833

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 23.jpg Ansichten: 0 Größe: 572,5 KB ID: 3359830
    Wunderbar. Ich halte lange Rast in der warmen Wintersonne und spüre die ersehnte tiefe Heiterkeit, nach der ich beim Wandern suche.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 27.jpg Ansichten: 0 Größe: 1,52 MB ID: 3359834

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 28.jpg Ansichten: 0 Größe: 1,27 MB ID: 3359835
    Gleich gegenüber die Burgruine auf dem Drachenfels, dem bekanntesten Ort hier. Dort herrscht Rummel.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 31.jpg Ansichten: 0 Größe: 1.020,3 KB ID: 3359836
    Ich steige auf wildem Pfad steil zum Sattel zwischen Wolkenburg und Drachenfels ab und komme dabei in die touristisch stark frequentierte Zone des Siebengebirges. Beim Abstieg nach Rhöndorf gerate ich in die Nebeldecke.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 32.jpg Ansichten: 0 Größe: 1,22 MB ID: 3359837

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 33.jpg Ansichten: 0 Größe: 1,18 MB ID: 3359838
    In Rhöndorf, einem Ortsteil von Bad Honnef, hat Konrad Adenauer gelebt. Es gibt ein paar niedliche Fachwerkhausecken.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 35.jpg Ansichten: 0 Größe: 552,1 KB ID: 3359839
    Zum Abschluss des Wandertages gehe ich noch ein paar Kilometer am Rheinufer entlang bis zur Endhaltestelle der Linie 66 in Bad Honnef. Im Rückspiegel der Drachenfels in der Nachmittagssonne,
    vor mir versponnen im Nebel der Rhein. Das Wandern hat so gut getan. Die Sache ist gebongt: Dies war der Auftakt zu etwas Größerem. Ich wandere bis Dalmatien.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 37.jpg Ansichten: 0 Größe: 458,9 KB ID: 3359840

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 39.jpg Ansichten: 0 Größe: 767,6 KB ID: 3359841
    Angehängte Dateien
    Zuletzt geändert von StefanBoe; 09.01.2026, 18:55.

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    • blauloke

      Lebt im Forum
      • 22.08.2008
      • 9517
      • Privat

      • Meine Reisen

      #3
      Sehr guter Plan!
      Ich werde dich begleiten auf dieser Wanderung, die dich gegen Ende in "meine" Wanderregion führt.
      Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

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      • Cappuchino
        Anfänger im Forum
        • 06.01.2023
        • 36
        • Privat

        • Meine Reisen

        #4
        Schön, ich setz mich auch auf ´s Sofa.

        Bin auf die Wegführung gespannt.

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        • lina
          Freak

          Vorstand
          Liebt das Forum
          • 12.07.2008
          • 45054
          • Privat

          • Meine Reisen

          #5
          Ich auch!
          Freu mich auf die Fortsetzung!

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          • StefanBoe
            Erfahren
            • 14.12.2020
            • 494
            • Privat

            • Meine Reisen

            #6
            Blauloke, Cappucino, Lina: Schön, dass ihr dabei seid!

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            • StefanBoe
              Erfahren
              • 14.12.2020
              • 494
              • Privat

              • Meine Reisen

              #7
              2. Bad Honnef - Fritzdorf - Dernau/ Ahrtal (Voreifel) 26 km 350 hm 30.12.2025

              Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 2 Bad Honnef - Dernau a.png
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ID: 3360046
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Name: 2 Bad Honnef - Dernau b.png
Ansichten: 136
Größe: 1,73 MB
ID: 3360047
              Gleich zwei Tage später kann ich schon weiterwandern. Zielrichtung Dalmatien wäre eigentlich mehr so südöstlich. Aber ich bin ein kleiner Eifelfan und daher zieht es mich erstmal über den Rhein in südwestliche Richtung. Erst südlich der Mosel soll meine Route dann entsprechend nach Südosten abknicken.

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Name: 1.jpg
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ID: 3360048
              Die Bad Honnefer Rheinfähre bringt mich hinüber nach Rolandseck und damit nach Rheinland-Pfalz. Die Gipfel des Siebengebirges verstecken sich noch in Gewölk, aber die Wolkenlücken werden bereits immer größer. Es soll ein freundlicher Tag werden.

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ID: 3360051

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ID: 3360050
              Rolandseck besteht neben ein paar Häusern hauptsächlich aus dem Künstlerbahnhof und dem darüberliegenden Arp-Museum. Das Jugendstil- Bahnhofscafe hat noch geschlossen, schade, mir wäre nach einem Auftakt-Capuccino mit Rhein- und Siebengebirgspanorama gewesen.

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ID: 3360049
              Stattdessenn trabe ich lonesome in die bewaldeten Hügel der Voreifel hinauf, die das Rheintal hier um etwa 150 - 200 hm überragen. Es sind ausgesprochen schöne Buchenwälder, mit Eichen und Kiefern durchmischt, deren Spezialität eine ausgedehnte und teilweise dichte Strauchschicht mit meterhohen Ilex (Stechpalmen) sind. Diese wachsen hier im vergleichsweise feucht-milden rheinischen Klima besonders gerne.

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ID: 3360054
              Eine gute Weile folge ich dem Rheinburgen-Weg, bevor ich nach Westen in Richtung Voreifel laufe.

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ID: 3360055
              Die Wälder öffnen sich einer typischen Voreifel-Landschaft mit ihren großen Obstbaum- und Plastikplanen-Gemüsekulturen. Eine überdimensionale, weiße Kugel thront über allem. Golf für Riesen? "Radom" nennt sich das Teil, Hochfrequenztechnik vom Frauenhofer-Institut, ein surreal wirkender Blickfang in einer eher unspektakulären Gegend.

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ID: 3360058
              Ich passiere Oedingen und Werthhoven, Dörfer, die man nicht gesehen haben muss - und doch friedliche Siedlungen, durch die ich nicht ungerne spaziere. Im Rückspiegel das Siebengebirge jenseits des Rheins, nach vorne die ersten Höhenzüge der Eifel.

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ID: 3360059
              Im deutschen Agrarniemandsland auf kilometerlangen, schnurgeraden Schotter- und Asphaltsträßchen auf Fritzdorf zu halten. Irgendwie geil.

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ID: 3360060

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ID: 3360061
              Nach Passieren der A 61 gelange ich in die ausgedehnten Wälder nördlich des Ahrtales. Wieder kilometerlanges Forstweglatschen, aber das mag ich zwischendurch immer wieder gern. Man muss sich nicht konzentrieren, die Gedanken können fließen und die Augen können schauen.

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ID: 3360062

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Name: 24.jpg
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Größe: 889,0 KB
ID: 3360065
              Am südlichen Rand der Wälder ein erster Blick ins Ahrtal, das mit seinem ausgeprägten Relief und den steilen Weinhängen ganz anders wirkt wie die Landschaft zuvor.

              Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

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ID: 3360068
              Ich steuere auf den Ort Dernau zu und genieße beim Abstieg durch die kahlen Weinberge das helle Winternachmittagslicht.

              Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

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ID: 3360069

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Name: 31.jpg
Ansichten: 136
Größe: 632,0 KB
ID: 3360070
              Der Ort ist nach der Hochwasserkatastrophe 2021 erst seit ein paar Tagen wieder mit der Bahn erreichbar. Passt gut für mich, in knapp einer Stunde bin ich zurück in Bonn beim Fahrrad.

              Kommentar


              • Cappuchino
                Anfänger im Forum
                • 06.01.2023
                • 36
                • Privat

                • Meine Reisen

                #8
                Zitat von StefanBoe Beitrag anzeigen
                2. Bad Honnef - Fritzdorf - Dernau/ Ahrtal (Voreifel) 26 km 350 hm 30.12.2025

                Aber ich bin ein kleiner Eifelfan und daher zieht es mich erstmal über den Rhein in südwestliche Richtung. Erst südlich der Mosel soll meine Route dann entsprechend nach Südosten abknicken.
                Na,

                wenn Dich deine Route zufällig in die Nähe des Nürburgrings führt, sag Bescheid. Einen Kaffe habe ich immer da...

                Kommentar


                • StefanBoe
                  Erfahren
                  • 14.12.2020
                  • 494
                  • Privat

                  • Meine Reisen

                  #9
                  Zitat von Cappuchino Beitrag anzeigen

                  Na,

                  wenn Dich deine Route zufällig in die Nähe des Nürburgrings führt, sag Bescheid. Einen Kaffe habe ich immer da...
                  Vielen Dank für das nette Angebot! Einen Cappuchino bei Cappuchino würde ich mir tatsächlich nicht entgehen lassen. Ich möchte demnächst irgendwann von Ahrbrück über die Hohe Acht und die Dörfer Herresbach und Nitz nach Boos laufen. Und daran anschließend nach Cochem. Wo wohnst du denn genau?

                  Kommentar


                  • StefanBoe
                    Erfahren
                    • 14.12.2020
                    • 494
                    • Privat

                    • Meine Reisen

                    #10
                    3. Dernau - Mayschoss - Steinerberg - Ahrbrück (Ahreifel) 21 km 700 hm 02.01.2026

                    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 3 Dernau - Ahrbrück.png
Ansichten: 45
Größe: 1,87 MB
ID: 3360364
                    Den frischen Wanderwind von der letzten Woche des alten Jahres möchte ich auch im neuen Jahr 2026 nutzen und mache mich gleich auf zur nächsten Etappe. Die Ahrtalbahn fährt wieder stündlich von Bonn aus los und bringt mich früh am Morgen nach Dernau. Der Tag soll ganz dem Ahrtal gewidmet sein, welches völlig zurecht eine der beliebtesten Wandergegenden der Rheinländer ist. Ich kenne hier viele Wege wie meine Westentasche und bin froh, sie heute teilweise in meine Weitwanderung einbauen zu können.

                    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 1.jpg
Ansichten: 46
Größe: 1,40 MB
ID: 3360365
                    Zunächst laufe ich in die Berge nördlich der Ahr hinauf und folge dabei teilweise dem bekannten Rotwein-Wanderweg. Über einen bewaldeten Kamm erreiche ich die Weinberge oberhalb des Ortes Mayschoss, der sich dekorativ in ein Ensemble von Ahrschleifen, Weinbergen und Bergkämmen einfügt. Die verheerenden Zerstörungen der Flut von 2021 sind von oben kaum noch zu erkennen.

                    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

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Ansichten: 45
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ID: 3360366

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Name: 3.jpg
Ansichten: 45
Größe: 926,1 KB
ID: 3360367
                    Etwas umständlich, aber stets auf freundlichen Wegen laufe ich die Weinberge und Waldtäler oberhalb von Mayschoss aus. Am Ende liegt das felsig- exponierte Gipfelchen des Ümerich (311 m) am Weg mit seinem schönen Blick über das Ahrtal.

                    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 4.jpg
Ansichten: 45
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ID: 3360368
                    Hinter dem Ümerich geht es in großen Kehren hinab zur Siedlung Laach an der Ahr. Sonne und blauer Himmel übernehmen die Wetterregie, Weinbau, Schieferfelsen und schüttere Eichenwälder prägen ein attraktives Landschaftsbild.

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ID: 3360371
                    Von Laach sind es 150 hm hinauf auf den breiten Höhenrücken des "Krähardt", um den sich die Ahr in einer großen Schleife herumwindet. Der Krähardt ist wunderschön, mein Lieblingsplatz weit und breit!

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ID: 3360373
                    Wirkt wie eine friedlich-ruhige, verwilderte Parklandschaft. Von Wildschweinschnauzen durchpflügte Wiesen wechseln sich mit Ginster- und Schwarzdorngebüsch sowie Baumgruppen aus Kiefern, Eichen und Kirschbäumen ab, dazu faszinierende Durchblicke auf das felsige Relief der Ahrberge. Ich denke zurück an so manche schöne Picknickstunden mit den Kindern, lang ist es jetzt her.

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                    Vom Krähardt aus führen attraktive Pfade weiter in die weit höher aufragenden Ahrberge. Ich nehme einen besonders versteckten und kraxele hinauf auf den felsigen Gipfel der Teufelsley (320 m).

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ID: 3360375
                    Hier muss man am Ende ausgesetzt über den schmalen Schiefergrat wandeln und in den anschließenden Felsen auch ein bisschen klettern (I), dazu gibt es rasante Tiefblicke ins Langfigtal, einem naturbelassenen Teil des Ahrtales.

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ID: 3360376
                    Über dem Lanfigtal erstreckt sich von der Burgruine Aare ausgehend der Langfiggrat, der vielleicht attraktivste Kraxel- (nicht Kletter-) grat der Eifel. Ihn heute einzubauen wäre zu umständlich, ich lasse ihn aus.

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                    Weiter geht's, auf der anderen Seite der Teufelsley hinabgeklettert und den Pfad zum Schrock hinauf. Auch dies ein sehr anregender Pfad mit alpinem Charakter und tollen Rückblicken auf das Lanfigtal und die felsigen Grate rund um Altenahr.

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ID: 3360382
                    Oben auf dem Schrock (405 m) liegt ein bisschen frischer Schnee, dazu gibt's eine weite Sicht nach Norden und Osten über das Ahrtal bis zum Siebengebirge in der Ferne. Von da bin ich aufgebrochen, man sieht so gar den Golfball (Radom), an dem ich vorbei gekommen bin.

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ID: 3360383
                    Mit dem kleinen Holzhüttchen auf dem Schrock habe ich eine Verbindung. In einem früheren Leben habe ich als 18-jähriger hier meine erste alleinige Outdoornacht verbracht, noch ohne Routine und ziemlich klamm ums Herz. In der Nacht raschelten Tiere um die Hütte, ich dachte an Ratten und verzog mich mit Schlafsack auf die schmale Bank, auf der ich kaum liegen und daher auch kaum schlafen konnte. Im ersten Morgengrauen um Viertel vor 4 Uhr (es war Juni, es gab noch keine Sommerzeit) setzte ich mich raus vor die Hütte, das Ahrtal mit Nebeln gefüllt, und wartete auf den Sonnenaufgang. Die Hütte ist seit 45 Jahren nicht verändert, schön, dass mal was bleibt, wie es ist.

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ID: 3360385
                    Oberhalb des Schrock verlässt man das steile und felsige Relief der Ahr und gelangt auf bewaldete Hochflächen, die für große Teile der Nordeifel typisch sind. Heute ist es hier bei frisch gefallenem Schnee richtig winterlich.

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ID: 3360387
                    Ich laufe hinüber zum Gipfel des Steinerbergs (531 m), von dessen breiter Wiesenkuppe sich ein prächtiger Weitblick über die nordöstliche Eifel bietet.

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ID: 3360389
                    Das Steinerberghaus hat nicht geöffnet, schade. Ansonsten lässt sich hier gut sitzen, Ausschau halten und Kaffee und Kuchen genießen. Stattdessen halte ich hastig Vesper windgeschützt unter einer Plastikplane, es ist saukalt.

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ID: 3360390
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ID: 3360391
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ID: 3360393


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