[DE] Schwarzwald 3 Tage Trekking-Camps mit Kindern

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  • Akelei
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    • 09.04.2013
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    • Meine Reisen

    [DE] Schwarzwald 3 Tage Trekking-Camps mit Kindern

    Tourentyp
    Lat
    Lon
    Mitreisende
    Montag 8:00: die Buchungsplattform bei Trekking Schwarzwald ist wieder freigeschaltet. Die Tour ist bereits geplant, jetzt muss ich nur noch die passenden Camps erwischen. Erwische ich zwar, aber bis ich meine vergessenen Zugangsdaten wieder zurückgesetzt habe, ist das erste Camp ausgebucht. Nach ein paar Sekunden vor mich hinbruddeln, kommt mir zum Glück die Idee, die Route umzudrehen. Das klappt und die beiden Camps sind für die erste Tour 2021 gebucht.

    Zuerst wollten wir Freitag bis Sonntag wandern, dann kam eine kurzfristige Sommerfeier im Kindergarten dazwischen. Eine Woche später passt auch noch. Da kam dann die kurzfristige Übernachtung der Kindergartenkinder, die im Herbst in die Schule kommen dazwischen. Die Woche drauf ist letzter Kindergartentag ... doch nochmals auf Anfang und wir gehen einfach nach dem Sommerfest von Samstag bis Montag.

    Vor 3 Jahren waren wir bereits im Trekking-Camp Gutellbach, jetzt wagen wir uns 2 Nächte unterwegs zu sein und die Jungs dürfen selbst laufen. Der Anhänger bleibt zu Hause.

    Die Fakten:
    17.-19.07.2021
    Teilnehmer: Julian (6 Jahre), Pascal (4 Jahre) und wir beiden Eltern
    Start in Freudenstadt und mit dem Bus bis Kniebis Waldschwimmbad
    Ca. 2 km in den Wald bis zum Trekking-Camp Kniebis
    Nach der ersten Nacht ca. 2 km zurück, mit dem Bus bis Mitteltal Lamm, ca. 4 km am Ellbach entlang und am Wildgehege vorbei bis zum Trekking-Camp Gutellbach
    Nach der zweiten Nacht ca. 4 km zurück und mit dem Bus (bzw. wegen Verspätung Zug) nach Freudenstadt

    Nachdem eine Woche vor Start die Wettervorhersage für alle Tage Regen vorraus sagt, besorge ich Regenhüllen für die Rucksäcke er Jungs. Gelbe.
    "Ich will keine gelbe!"
    - "Was für eine willst du dann?"
    - "Welche Farben gibt es? Gibt's die auch in bunt?"
    - "Nee, nur in gelb, orange und rot."
    - "Gibt's die auch mit Drachen?"
    - "Ich kann dir einen draufmalen."
    - "Dann will ich einen Eisdrachen!" - "Und ich will Ninjago!"
    Zum Glück kann man durch Regenhüllen so gut durchpausen 🤗.




    Und dann wird die Wettervorhersage bis zum Start jeden Tag ein bisschen besser und wir haben drei trockene Tage.

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    (¸.·´¨) Samstag
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    Irgendwie dauert bei uns das Packen immer länger als gedacht. Wenn ich mir wieder bewusst mache, dass wir heute nur etwas mehr als einen Kilometer haben, singt der Stresspegel und mir wird klar, dass es (fast) egal ist, wann wir loskommen.
    Seit 2 Monaten sind wir autofrei, trotzdem haben wir uns gegen Zug entschieden. Einmal geht's mit dem Auto schneller, zum zweiten können wir das Auto mit allen schokoladigen Süßigkeiten und Ersatzklamotten für die Heimfahrt voll laden.

    In Freudenstadt parken wir am Landratsamt (dort ist's gebührenfrei) und fahren mit dem Bus. Der fährt jede Stunde und braucht 9 Minuten bis Kniebis Waldschwimmbad. Dort ein paar Meter die B28 zurück und überqueren, dann geht es schon Richtung Wald auf einem Forstweg bergab. Keine 10 Meter von der Straße entfernt, sehen wir die ersten Walderdbeeren.




    Also futtern wir uns die ersten Meter Erdbeeren, bis uns zwei Frauen entgegenkommen, die von Blaubeeren erzählen und dann prompt reife Beeren an den Blaubeerbüschen entdecken. Ab da geht's Blaubeer- und Erdbeerfutternd und Fingerhutbestaunend bis zum Camp.




    Duften Fingerhüte?

    Der Weg biegt recht schnell nach ca. 250 Metern vom Schotterweg auf einen bewachsenen Forstweg ab, dem wir erstmal bergauf und dann relativ eben folgen bis wir wieder bergab in einen Grasweg einbiegen und kurz danach das Camp erreicht haben.



    Laut Planung waren es 1,2 Kilometer, tatsächlich sind wir - wahrscheinlich durch das viele Hin- und Herlaufen um die leckersten Beeren, die besten Kraxelstellen und vielleicht doch Pilze zu entecken - zwei Kilometer gelaufen.

    Im Camp sind wir die ersten. Wir bauen unser Zelt am Rand auf, damit noch weitere Zelte dazupassen.




    Nachdem auch die Isomatten aufgepustet, die Schlafsäcke ausgebreitet und die Schlafanzüge bereitgelegt sind, entfachen wir das Feuer.



    Da das Feuerholz noch etwas feucht ist, nehmen wir uns zwei Rugel aus dem Regal mit dem Anzündholz und brauchen zwei Anzünder bis es brennt. Drei Würtchenstecken haben unsere Vorgänger dagelassen, ein vierter ist schnell geschnitzt.



    Die Jungs wollen die Blaubeeren auch kochen und als wir feststellen, dass wir Kochlöffel (ein umfunktionierter Raclette-Schaber) und Schneebesen vergessen haben, wird auch noch eine Art Kochlöffel geschnitzt. Aus den Beeren kochen die Jungs ein Beerenmus, also zwei Löffel Beerenmus. Somit ist der Nachtisch auch gesichert.



    Später kommen drei weitere Wanderer, die ihre Zelte weiter unten auf der Wiese aufstellen. Nachdem die Kids schlafen, plaudern wir noch am Lagerfeuer, bis es ganz dunkel ist und wir auch in die Kojen klettern.

    Das Camp Kniebis liegt idyllisch in der Nähe eines Baches. Der rauscht auch so laut, dass wir die Autos von der in der Nähe befindlichen B28 nicht störend laut hörten. Ab und an hörten wir von der anderen Talseite vorbeifahrende Radfahrer (tagsüber, nicht nachts).
    Zuletzt geändert von Akelei; 22.07.2021, 11:26.
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    (¸.·´¨) RETTET DIE ERDE! Sie ist der einzige Planet mit Schokolade!
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