[D] Moselsteig und Liebesschlucht: Schutzhüttensuche an der Mosel

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    • 16.08.2008
    • 26793

    • Meine Reisen

    #81
    Der Sollig bei Alf, Antoniushütte und Sollighütte, Alf, Moseleifel

    Es ist Feiertag und der Spaziergang in der Altlayer Schweiz hat Eindruck hinterlassen. Da an Feiertagen auf den bekannten Strecken ein erhöhtes Menschenaufkommen zu erwarten ist (tatsächlich wird die Altlayer Schweiz an dem Tag sehr gut besucht sein), wähle ich ein Ziel, das mit nicht so spektakulär erscheint, den Sollig bei Alf. Auf dem gegenüberliegenden Hügel war ich ja bereits gewesen, aber dieser Hügel, der sich zwischen Alf und St. Aldegund befindet, ist mir unbekannt. Zwischen diesen beiden Hügeln liegt die Burg Arras und am Sollig befindet sich eine kleine Bergkapelle, die im Winter schon am Nachmittag über das Tal leuchtet. Der Infoseite von Alf entnehme ich, dass der Sollig den Wandel der Waldwirtschaft seit 1945 zeigt. Früher gab es Eichenniederwälder in Rottwirtschaft mit Kartoffelanbau und Brennholz und Lohrindengewinnung, heute Forstwirtschaft mit Nadelholz. Der Sollig ist 398 m hoch und auf seiner Höhe dominieren Eichenwälder und Hainbuchenwälder.

    Mein Versuch, mich davon zu machen, scheitert. Zwei Augenpaare sind der Meinung, mich begleiten zu müssen. So entscheide ich mich, nur die erste Hütte anzuvisieren. Das Wetter ist sowieso nicht sehr gut angesagt. Ich parke an einem Seitenweg und los geht es.

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    Die ersten Triebe zeigen sich.

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    Es geht bergauf und so ist unser Tempo langsam.

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    Ich habe mir sagen lassen, dass die Bullayer und die Alfer sich nicht besonders mögen. Hier sieht es aus, als wäre es ein Ort. Wäre es wohl auch, wenn die Mosel nicht dazwischen wäre.

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    Am Hang stehen so komische Steine, ich grübele über ihre Funktion nach, ein wenig erinnert sie mich an hinduistische Schreine. Auf dem Rückweg werde ich sehen, was es ist.

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    Nun zeigen sich die Orte mitsamt der Mosel und meine Begleitung ist von dem Anblick ganz begeistert.

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    Zwei Herren, die wir vorgelassen haben, versperren den Weg, indem sie mit einem anderen Ehepaar quatschen. Wir halten in gebührendem Abstand an und warten geduldig, bis sie fertig sind. Es sind Himmelfahrtstouristen. Natürlich treffen wir sie kurz darauf wieder, wo sie sich an der Kapelle auf der Bank niedergelassen haben und die Aussicht versperren.

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    Unterhalb des Kreuzes sind Gedenksteine für die Gefallenen des 2. Weltkriegs.

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    Und so, wie man von der Kapelle weit ins Tal hinein schauen kann, kann man auch die Kapelle weithin sehen. Auf der Mauer einer der Scheinwerfer, welche sie nachts anstrahlen.

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    Die Kapelle ist innen schlicht und mit einem Marienbild versehen. Von vorne fotografieren kann man sie nur verzerrt, sie ist zu nahe. Der Blick von hinten gelingt viel besser. Erfreulicherweise sind die beiden Herren inzwischen weitergegangen.

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    Die Schutzhütte liegt an einem kleinen Pfad.

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    Der Zweibeiner sieht den Pfad und schüttelt den Kopf. Nicht mit mir. So trennen sich unsere Wege. Zweibeiner und Vierbeiner laufen den breiten Pfad weiter, ich stürme den Abhang hoch. Wir verabreden, uns wieder an der Kapelle zu treffen.

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    Ich überlege, ob die Bank zu Staub zerfallen würde, wenn man sie benutzt, probiere es aber nicht aus.

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    Vielleicht war hier früher mal Landwirtschaft, heute sieht man nichts mehr davon.

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    Ich bin jetzt schon merklich höher.

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    Man hört lautes Gelächter und Grillgeruch zieht durch die Landschaft. Ich hoffe, dass die Hütte nicht besetzt ist. Ich kreuze einen Waldweg wieder geht es einen engen Pfad weiter nach oben. Ich sehe sie schon, bevor sie zu sehen ist.

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    Gegrillt wird hier aber nicht, das ist sicher. Der Geruch muss von woanders hergekommen sein. Drei Kinder spielen herum, einer schlägt mit einem Stock das Moos von der Hütte. Ich bitte die Kinder, mal kurz zur Seite zu gehen, damit ich ein halbes Foto machen kann. Keine Reaktion. Beim dritten Mal registrieren sie mich, was aber noch nicht in Handlung umgesetzt wird. Dann reagieren die beiden älteren Kinder, aber das jüngere Kind interessiert das überhaupt nicht. Die beiden größeren Kinder brüllen den kleinen Mann an, was die Mutter aufhorchen lässt. Ich trete ein wenig näher und sehe vier Frauen mit mindestens zwei Kinderwagen im Gespräch vor der Hütte stehen. Wieviele Leute dürfen sich derzeit eigentlich treffen? Keine Ahnung und mir auch ziemlich Wurscht. Ich will ein Foto der Hütte. Sie pfeifen den Jungen zurück, ob sie die Rucksäcke wegmachen sollen. Nein, kein Problem, geht schon. Die Antoniushütte.

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    Foto, Foto und dann steige ich auch schon wieder ab.

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    Komm, lass uns mal von der Hütte weggehen, sagt eine der Frauen. Mist, hätte ich das gewusst, ich habe die Hütte ja nur von der Seite fotografiert. Aber Umdrehen möchte ich jetzt auch nicht. Wenn ich die zweite Hütte suche, mache ich neue Fotos. Die älteren Kinder rasen an mir vorbei. Ich quere den Wanderweg und erwarte, dass sie mir folgen, aber sie nehmen den größeren Wanderweg.

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    Wieder die magische Bank.

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    Was für eine Power in so einer harmlosen Wurzel steckt.

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    Ich bin nun schon wieder an der Kapelle, aber niemand von den beiden ist da.

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    So gehe ich ihnen ein wenig entgegen. Der Weg hat den Zweibeiner begeistert. Weitgehend flach mit einem Blick auf die Mosel. Man kommt dort nach St. Aldegund. Bis zur Abzweigung sind sie gekommen. Alles andere wäre auch zu weit. Langsam gehen wir zur Kapelle. Wir sind schon fast vorbei, da kommt ein sportlicher junger Mann den Hügel hoch, läuft zwischen den Steinen durch und schreitet zügig weiter. Die Figuren. Da ist ein Weg. Ich verabschiede mich. Das muss ich erkunden.

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    Zunächst sehe ich aber fasziniert den Kajakfahrern beim Anlanden zu - anscheinend ist wieder Bootsverleih.

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    Und nun bin ich auf dem Steinweg.

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    Es sind viele verschiedene Steine, in relativ kleinen Abständen und ich werde erst eine Woche und eine Wanderung später brauchen, um zu verstehen, was sie darstellen: Es ist der Kreuzweg von der Kirche im Tal zur Kapelle.

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    Mir sind die Motive einfach zu fremd, um sie zuordnen zu können. Figürliche Darstellungen aus dunklem Stein verbinde ich eher mit Bergleuten und Bergwerkskunst. Wenn man es weiß, ist es natürlich sonnenklar, was dort dargestellt wird.


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    Schade, dass der Weg so kurz ist.

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    Auf eine Besichtigung der Kirche verzichte ich. Es soll sich lohnen, aber das kann ich auch im Winter machen.

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    Am Auto sage ich einer Hundebesitzerin, sie solle dem Vierbeiner sagen, ich wäre am Auto. Sie macht es und grinst mich später oben vom Weg aus an.

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    Wir fahren durch den Ort, ein paar Leute sind heute auf der Straße, aber wenige. Ein Lokal hat geöffnet, zwei Tische sind besetzt, aber normalerweise müssten einem die Betrunkenen in den engen Straßen vor das Auto fallen.

    Der Vierbeiner ist völlig erschöpft und legt sich schlafen. Und ich genieße meinen selbst belegten Lieblingskuchen. Es war ein schöner Feiertagsspaziergang und das muss man abrunden.

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    "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

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    • Torres
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      • Meine Reisen

      #82
      Am nächsten Tag wandern wir ein wenig in der Liebesschlucht herum. Grün ist es geworden, ganz anders, als beim ersten Mal.

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      Drei junge Männer kommen durch die Liebesschlucht gelaufen, Rucksäcke auf dem Rücken und in der Hand: Ein Weinglas. Ihr Ziel ist die Schutzhütte. Sie lassen sich dort nieder und kramen in ihren Rucksäcken nach den Weinflaschen. So macht man das also.

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      Man kann hier also eine verkürzte Wanderung machen, indem man den größeren Wanderweg nimmt, der auf OSM eingezeichnet ist. Für den Rest braucht man das Wissen, dass es den Weg gibt.

      Zwei Tage später, also am Sonntag, möchte ich den Sollig weiter bewandern. Regen ist erst für später angesagt, und ich erhoffe mir von dem recht breiten Wanderweg zum Gipfel, dass meine Begleiter mir recht lange folgen können.

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      Ausgangspunkt ist wieder die gleiche Stelle wie beim letzten Mal, aber diesmal geht es nicht an der Kapelle entlang, sondern auf die andere Seite des Hügels. Anscheinend bin ich nun auf dem Moselhöhenweg. So ist es.

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      Ein verwildertes Feld mit Wein, ich vermute es ist aufgegeben, aber es ist Bio-Wein, da darf gewachsen werden, wie die Natur will.

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      Vor uns liegt Burg Arras.

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      Hinter uns Bullay und der König.

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      Es riecht nach Frühsommer. Dabei ist es immer noch recht kalt.

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      An der nächsten Kurve ist eine Bank, die dankbar angenommen wird.

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      Eine Regenwolke versucht, uns zu demotivieren, aber es gelingt ihr nicht. Der Schauer ist auch nur von kurzer Dauer.

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      Noch 2,6 km. Ob die beiden das wohl schaffen?

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      Ein Raubvogel kreist über dem Kondelwald.

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      Reste einer landwirtschaftlichen Nutzung?

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      Eigentlich könnte ich jetzt jede Sekunde ein Foto machen. Völlig egal, ob das immer der gleiche Ausblick ist.

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ID: 3048808

      Zur Abwechslung mal eine Blume.

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      Das Tal gibt einen Blick auf die finnische Firma Huhtamäki frei, die in Alf-Fabrik Lebensmittel- und Getränkeverpackungen produziert. Blick zurück auf Arras.

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      Ich schaue, ob man den Unterstand am Leofelsen sieht, aber das tut man nicht. Meine Begleiter lassen sich Zeit, während ich bereits den Wald erreiche.

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      An den Seiten haben Wildschweine den Boden umgepflügt. Richtungsschilder zeigen an, dass es nun doch noch zwei Kilometer bis zum Gipfel sind.

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ID: 3048813

      Zuviel für meine Begleiter, die schon ziemlich müde sind, es ging die ganze Zeit bergauf. Immerhin hat der Zweibeiner diesmal ein Smartphone dabei und so trennen sich hier unsere Wege. Wenn ich meine Schutzhütte gefunden habe, kann ich dann Bescheid geben, wann ich ungefähr zurück sein werde.

      "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

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      • lina
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        • 12.07.2008
        • 37583

        • Meine Reisen

        #83
        Ich habe ja inzwischen schon einige Kreuzwegfiguren angeschaut, aber diese sind ganz besonders. Weißt Du mehr über den/die Gestalter/in?

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        • Torres
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          • 16.08.2008
          • 26793

          • Meine Reisen

          #84
          Zitat von lina Beitrag anzeigen
          Ich habe ja inzwischen schon einige Kreuzwegfiguren angeschaut, aber diese sind ganz besonders. Weißt Du mehr über den/die Gestalter/in?
          Leider nicht, aber ich bin dran. Habe eben schon ein wenig herumtelefoniert, ohne Erfolg, und jetzt eben den Heimatverein angeschrieben. Wenn ich etwas mehr weiß, melde ich mich.
          "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

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          • lina
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            • 12.07.2008
            • 37583

            • Meine Reisen

            #85
            Vielen Dank, bin gespannt :-)

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            • Torres
              Freak

              Liebt das Forum
              • 16.08.2008
              • 26793

              • Meine Reisen

              #86
              Der Weg ist nun angenehm zu laufen, aber geht auch stetig bergauf. Ich bin froh, kein Fahrrad dabei zu haben. Das wäre anstrengend geworden.

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              Im Unterbewusstsein habe ich natürlich, dass ich mich beeilen sollte.

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              Ich versuche, ungefähr abzuschätzen, wie lange ich brauchen werde, ohne die Beiden warten zu lassen, aber bei den Windungen des Weges geht mein Zeitgefühl verloren. Eine zentrale Wegkreuzung mit Kruzifix. Jetzt kann es nicht mehr so weit sein.

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              Noch einen Kilometer. Ich hätte gedacht, ich wäre schon weiter.

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              Und immer noch nicht da. Ich überlege, ob hier die Corona-Bäume stehen. Das sind große Nadelbäume, die vereinzelt und struppig den Hügel zieren und von der anderen Seite der Mosel als Wegmarke zu erkennen sind. Corona-Bäume deshalb, weil sie so schön Abstand halten und daher perfekt in den Lockdown Anfang des Jahres passten.

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              Aber sie stehen vermutlich zu dicht. In der Ferne blitzt die Mosel auf, ein Rapsfeld leuchtet.

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              Auf einer Höhe stehen ein paar Flachbauten. Aber auf der anderen Seite der Mosel gibt es keine Flachbauten auf einer Höhe. Ich bin völlig irritiert.

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              Wo ist da eine Fabrik? Es dauert ein wenig, bis sich meine Synapsen sortiert haben. Und dann macht es Klick. Ich bin völlig woanders, als ich dachte. Ich bin nicht parallel zur Mosel, sondern ich schaue auf Zell. Die Gebäude sind das Einkaufszentrum in Barl und ich schaue irgendwo Richtung Pünderich oder so. Also können das auch nicht die Corona-Bäume sein. Wie konnte ich so die Orientierung verlieren! Und weiter geht es nach oben, ein wunderschön bläulich glänzender Käfer versucht, einen winzigen Erdhügel zu überwinden.

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              Musikfetzen ziehen an mein Ohr und ich denke, nein, nicht schon wieder. Man hört Lachen. Vermutlich Grillsonntag mit der Familie. Naja, das letzte Mal hat das Foto ja auch geklappt, dann bitte ich die Leute, die Hütte zu verlassen. Aber nachdem ich bisher niemanden getroffen habe, hätte ich gegen eine leere Hütte auch nichts. Endspurt.

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              Und dann sehe ich sie schon.

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              Ein Frauen mit Rucksack haben es sich am Tisch gemütlich gemacht, der Lautsprecher plärrt, die Gläser klirren. Ich quetsche mir ein höfliches Hallo ab und hebe das Handy, um die Hütte zu fotografieren.

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              Wir kennen Sie doch, sie suchen doch die Hütten, sagt eine, ja, richtig, wir haben uns am Donnerstag bei der Antoniushütte getroffen. Ach. Großes hallo. Ja, die Kinder sind jetzt bei den Vätern, die durften Vatertag weg, heute dürfen die Frauen weg. Die Stimmung ist gut. Mein Murmeln, dass Musik nun nicht so gut für die Natur ist, wird gleich berücksichtigt, sie drehen leiser. Wir quatschen über dies und das und ich erfahre ein paar Sachen, die mir wichtig sind. Die meisten von ihnen kennen sich gut aus in der Gegend, die Liebesschlucht war gerne das Ziel von Klassenausflügen. Sie sind vor allem aus Alf und Neef. Ein bisschen beneide ich sie, in Hamburg ist für solche Aktionen einfach nicht genug Wald. Auch sie fürchten sich schon von der Hochsaison, klar, die Gastronomen und Hotels brauchen das Geld dringend, aber sie sind froh, mal die Natur für sich zu haben. Im Sommer kann man sich am Moselufer sich kaum bewegen und mit Kindern sowieso nicht, einfach zu viele Radfahrer und vor allem E-Biker. Und im Wald ist man aufgrund der E-Bikes auch kaum noch alleine auf den Wanderwegen, sondern wird rücksichtslos bedrängt überholt. Dabei sind das junge Frauen um die dreißig Jahre, also nicht das Jammern von Rentner, die nichts zu tun haben, als über andere Leute herzuziehen. Aber es ist schon zu verstehen, da lebt man nahe an der Natur und kann sie nicht nutzen, weil es zu viele geworden sind, die das Gleiche suchen oder besser gesagt: nutzen. Denn Ruhe und Stille für Kontemplation suchen heute ja nur noch wenige.

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              Gerne hätte ich ja ein paar Minuten mitgefeiert, aber wir haben Corona und so verabschieden wir uns, vielleicht sieht man sich ja mal wieder.

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              Ein Funkmast und ich rufe jetzt mal Zweibeiner und Vierbeiner an.

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              Man ist bester Laune. Erst hat man in der Sonne gesessen, dann einen der kurzen Schauer ausgesessen und dann ist man den Weg am Aussichtspunkt weiter gelaufen. Es ist schön hier und ich kann mir Zeit lassen. Einen Moment überlege ich, ob ich das nutzen soll, die beiden Hütten auf meiner Karte zu suchen, die gar nicht so weit entfernt sein dürften. Ich bin gerade auf dem Moselhöhenweg, der sich verlockend vor mir präsentiert, und sie liegen am Weg.

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              Hätte ich jetzt ein Fahrrad, wäre die Sache schnell erledigt. Aber so nahe liegen sie nicht. Ich will jetzt die Geduld der Beiden auch nicht überstrapazieren. Die Entscheidung ist richtig, auch wenn es mir schwer fällt. Nicht nur, weil ich die erste Hütte vermutlich nach ca. zwanzig Minuten gefunden hätte, die andere aber mindestens 45 Minuten gesucht hätte. Doch dazu komme ich ein paar Tage später.

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              Und so kann ich mir auch länger Zeit lassen für den idyllischen Rückweg und die Suche nach den Corona-Bäumen.

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              "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

              Kommentar


              • Torres
                Freak

                Liebt das Forum
                • 16.08.2008
                • 26793

                • Meine Reisen

                #87
                Wieder leuchten Rapsfelder durch die Bäume hindurch.

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ID: 3049551

                Mit dem Auto hätte man auch hierhin fahren können, auf den engen Waldwegen, ich kann es kaum glauben. Der Parkplatz ist für die Feuerwehr gedacht, hatten die Frauen erzählt, bzw. für die Wartungstrupps des Turms. In meiner analogen Karte ist er eingezeichnet, als wäre es ein normaler Wanderparkplatz.

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ID: 3049552

                Unter mir schimmert die Mosel, aber inzwischen sind die Blätter zu dicht, um ein vernünftiges Foto zu machen. Ich suche verzweifelt nach Lücken. Und nach den Corona-Bäumen, doch das sind sie nicht.

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ID: 3049553

                Nun bin ich aber anscheinend auf der moselzugewandten Seite, also zwischen St. Aldegund und Alf.

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ID: 3049554

                Neef.

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ID: 3049555

                Raps mag ja nicht wildbienenfreundlich sein, aber er hat was.

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ID: 3049556

                Ne, sind sie nicht.

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ID: 3049557

                Nur, damit man weiß, wo man ist.

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ID: 3049558

                Es geht nun bergab.

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                Rechts ist eine Art Zaun.

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                Ist schon verdammt schön hier.

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                Da ist wieder Zell-Barl.

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                Und das ist Bullay.

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                Ob sie das wohl sind?

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                Die Kirche von Bullay.

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                Ich weiß es nicht.

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                Gut möglich, sie stehen weiter auseinander als die bisherigen und die Perspektive wäre möglich. Man blickt von der Schutzhütte bei Bullay darauf, die jetzt links von mir liegen müsste. Ich hätte mir die Stelle markanter vorgestellt, aber möglicherweise kommt man da zu Fuß auch gar nicht hin.

                Ein wenig sieht es aus, als wäre der Baum ein Artist.

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                Eine Kreuzung.

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                Zu meinem Erstaunen steht hier ein Kastanienbaum.

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                Sogar mit Bank.

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                Bestimmt war hier mal ein Treffpunkt. Schade, dass Bäume nicht reden können.

                Ich biege nun nach rechts ab, der Weg wird mich zu meinen Begleitern führen. Er ist von Wildschweinen durchwühlt und nicht mehr so gut zu laufen. Nach geschätzt 300 Metern überlege ich es mir anders. Ich hatte völlig vergessen, dass ich doch die Antoniushütte noch einmal fotografieren wollte - diesmal ohne Frauen und Kinder. Also drehe ich wieder und fluche, dass ich nicht gleich daran gedacht habe.

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ID: 3049572

                Ein Stein liegt am Weg, er funkelt, doch das Funkeln lässt sich nicht einfangen.

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ID: 3049573

                Zum Moselhöhenweg geht es jetzt hier weiter.

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                Ich folge den rechten Weg und kurz darauf führt schon ein kleiner Pfad zur Hütte.

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ID: 3049576

                Ein kleiner steilerer Abschnitt, dann bin ich da. Und alleine.

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                Tatsächlich bietet sie einen weiten Ausblick auf das Moseltal.

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                Ein Mülleimer - wobei - eigentlich ist das ein Ascheimer.

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ID: 3049579

                Das hat die letzten Nutzer, die ihren Grill und die Chipsverpackung dort gelassen haben, wohl nicht interessiert. Stillleben.

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ID: 3049581

                Es fängt nun an zu nieseln und ich steige den Weg ab, den ich schon kenne. Meine Begleitung weiß bereits Bescheid und macht sich ebenfalls auf den Rückweg. Der Weg ist nicht so glatt bei Regen, wie befürchtet und so bin ich bald bei dem Kapellchen. Es steht übrigens unter Denkmalschutz, wie ich später erfahren werde.

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ID: 3049582

                Die letzten Meter.

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ID: 3049583

                Zu meiner Erleichterung kommen auch die anderen.

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ID: 3049584

                Bisher hat es nur gefisselt. Als wir die Haustür öffnen, schifft es. Es kommen so ungeheure Regenmengen herunter, dass man durch das Prasseln an die Fensterscheiben sein eigenes Wort nicht mehr versteht. Glück gehabt.
                "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

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                • Torres
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                  • 16.08.2008
                  • 26793

                  • Meine Reisen

                  #88
                  lina
                  Ich habe durch den Heimat- und Kulturverein Alf e.V. dankenswerterweise in Erfahrung bringen können, dass der Kreuzweg samt Figuren und die Tafeln für die Gefallenen am Kapellchen nach der Währungsreform von Ewald Theodor Drathen gestiftet wurden. Ich habe jetzt die Namen von zwei Personen bekommen, die vielleicht mehr darüber wissen, aber für eine Kontaktaufnahme fehlt mir im Moment leider die Zeit. Da kümmere ich mich im Winter drum.

                  "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

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                  • lina
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                    Liebt das Forum
                    • 12.07.2008
                    • 37583

                    • Meine Reisen

                    #89
                    Super, besten Dank! :-)

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                    • Torres
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                      • 16.08.2008
                      • 26793

                      • Meine Reisen

                      #90
                      Kulturweg der Religionen, Ediger-Eller und Moselhöhe Cochem, Moseleifel


                      Eigentlich hatte ich vor, nach Cochem zu radwandern. Oder anders ausgedrückt: Ich will nach Cochem. Start soll Eller sein, dann über den Hügel schieben und dann sollte es hoffentlich auf der andere Seite wieder heruntergehen. Bei Cochem sind zwei Schutzhütten, außerdem drei Stück in einem Ortsteil davor. Der Straßenführung nach zu urteilen nähert man sich besser über die Höhe. Zurück dann mit dem Zug. Ich gehe die Strecken mit mehreren Karten durch und entdecke eine gewundene Straße, die direkt zur Moselhöhe führt und als Radstrecke eingezeichnet ist. Vielleicht gibt es dort einen Radweg. Sie ist in Ediger. Das soll mir Recht sein. Steil ist es überall.

                      In Bremm muss ich noch eine Hütte überprüfen. So quere ich bei Neef die Mosel und registriere, dass die ersten Pfingst-Wohnmobile eingetroffen sind.

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ID: 3051514

                      Der Calmont ist grün geworden und sieht viel freundlicher aus. Nicht mehr so schroff und unwegsam.

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ID: 3051515

                      An der Landstraße ist Verkehr und so biege ich in eine Parallelstraße ab.

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ID: 3051516

                      Eine kleine Brücke und rechts vorne klebt ein Schild - ich staune - Moselsteig. Hinter der Brücke biegt er jedoch gleich links ab in Richtung der Schutzhütte, die direkt an der Landstraße liegt.

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ID: 3051517

                      Da geht er weiter.

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ID: 3051518

                      Ich fahre geradeaus.

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ID: 3051519

                      Kurz darauf bin ich an einer Kreuzung und fahre verbotenerweise am linken Fahrbahnrand Richtung Bremm, weil ich keine Lust habe, auf der vielbefahrenen Straße zweimal die Seite zu wechseln.

                      In Bremm erwartet mich eine Kapelle.

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ID: 3051520

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ID: 3051521

                      Die Figuren sind von Gitterstäben geschützt, einen Eingang sehe ich nicht. Als Schutzhütte also nicht geeignet.

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ID: 3051522

                      Ich habe jetzt die Aufgabe, zu überprüfen, wo das Bushäuschen steht. Dort waren zwei Schutzhütten eingetragen und daher wollte blauloke lieber die Schutzhütte eintragen, als das Bushäuschen. Konzentriert halte ich Ausschau, aber es gibt hier nur die Bushaltestelle. Zwei E-Biker samt E-Bike haben es sich dort im Schatten gerade gemütlich gemacht, essen und unterhalten sich angeregt. Kaum vorstellbar, dass sie jetzt mit dem Bus fahren wollen. Als ich fotografiere, schauen sie misstrauisch zu mir. Ich beschließe, dass das Bushäuschen Schutzhüttencharakter hat.

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ID: 3051523

                      Zur Sicherheit fotografiere ich jetzt auch den Brunnen.

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ID: 3051524

                      Auf dem Gefäß sind die Weinlagen verzeichnet. Was auch sonst.

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ID: 3051525

                      Das nächste Schutzhüttensymbol ist Richtung Parkplatz Calmont, vom Auto aus, hatte ich nichts gesehen, das muss ich jetzt überprüfen. Tatsächlich sind hier schutzhüttenähnliche Gebilde zu finden: Es ist der Festplatz.

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ID: 3051526

                      Inwieweit diese Hütten und die danebenliegende Überdachung im Sommer als Außengastronomie genutzt wird, kann ich nicht ergründen.

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ID: 3051527

                      Noch ist coronabedingt das Veranstaltungswesen down, nur die Außengastronomie hat inzwischen geöffnet. Allerdings ist das auch kein sehr schöner Pausenplatz, direkt nebenan stehen die Wohnmobile und dahinter lärmt die Straße. Und davor sind Häuser.

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ID: 3051528

                      Ich radele ans Ende der Straße, wohlwissend, dass ich drehen muss.

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ID: 3051529

                      Komisches Gefühl, so von unten hoch zu schauen. Da bin ich also gewesen.

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ID: 3051530

                      Ein Mann schraubst sich gerade mit seiner Lore den Berg hinauf. Ich spüre Magenflattern.

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ID: 3051531

                      Ohne Tele ist er nur an der Bewegung zu erkennen. Er befindet sich oberhalb des hineinragenden dunklen Waldzipfels.

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ID: 3051532

                      Ich wende. Es gibt zwei, drei Stellen, an denen Radfahrer queren können. Die Autos sind schnell, aber mir gelingt es, eine Lücke zu finden. Nun geht es auf der anderen Seite der Bundesstraße weiter. Der Radweg ist gut ausgebaut und verschwindet bald unterhalb der Straße auf seiner eigenen Spur. Die Autos sind weder zu sehen noch zu hören.

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ID: 3051533

                      So kenne ich die Mosel, schreibt die Freundin, die schon einmal den Moselradweg gefahren ist. Hat was, in der Tat. Alles so grün, der Wind streichelt die Gräser, das Wasser glitzert. So fühlt sich Urlaub an.

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ID: 3051534

                      Hier der Radweg.

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ID: 3051535

                      Ein Moselkahn, er transportiert Schrott.

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ID: 3051536

                      In Eller verlasse ich den Radweg und biege in einen gemähten Weg ein, der mitten durch eine Wiese führt. Erinnerungen an lange, heiße Sommer werden wach, es riecht so schön hier. Und ich habe frei. Was für ein Privileg das wäre, wenn es nicht den so traurigen Anlass Pandemie hätte.


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ID: 3051537

                      Auch hier hat der 711 ein Bushäuschen, und ich beschließe, es zur Schutzhütte zu erklären. Für Radfahrer ein guter Schutz, der Moselradweg ist ja nicht weit. Und außerdem ist es hübsch.

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ID: 3051538

                      Etwas später finde ich einen Unterstand, auch Bus 711. Es ist weitgehend geschlossen, bietet also auch guten Schutz. Daneben eine der Infotafel für die Region.

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ID: 3051539

                      Auf dem Stadtplan präge ich mir die Straßennamen ein. Ich will auf einem der landwirtschaftlichen Weg radeln, da komme ich am besten über eine bestimmte Straße hin. Ich fahre nun die Dorfstraße parallel zur Bundesstraße entlang, während sich auf der anderen Seite die Wohnmobile einfinden. Ein paar Motorradfahrer knattern an mir vorbei. Ich komme an die besagte Straße und in dem Moment kommt ein Ehepaar aus dem Haus und ich weiß nicht mehr, warum mich das irritiert, aber irgendwie habe ich das Gefühl, ich kann jetzt nicht da hoch fahren, das ist peinlich, wenn das falsch ist. Also fahre ich weiter, finde eine menschenleere Straße, bin dann an der ersten Querstraße, quere die und an der zweiten Querstraße weiß ich nicht mehr, in welche Richtung. Also fahre ich rechts. Das ist idyllisch, aber nicht das, was ich mir gedacht habe.

                      Da oben wollte ich hin.

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ID: 3051540

                      Und hier bin ich gelandet.

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ID: 3051541

                      Komischerweise ist mir das aber gerade völlig egal, ich freue mich über die gute Straße. Ich radele jetzt direkt auf die Kirche von Ediger zu.

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ID: 3051542

                      Blöde nur, dass ich bei der Gelegenheit völlig vergessen habe, dass da oben eine Schutzhütte ist.

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ID: 3051543

                      Gott, wie peinlich. Die wäre zwar sowieso noch einen Weg höher gewesen, aber trotzdem.

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ID: 3051544

                      Und vor der Kirche ist hier auch Schluß.

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ID: 3051545

                      Ich muss wieder herunter an die Dorfstraße. Ein paar Einwohner beäugen mich, keine Ahnung, ob interessiert, desinteressiert oder misstrauisch. Vielleicht tue ich ihnen auch leid. Also quetsche ich mich durch die enge Gasse und umrunde die Kirche. Hinter der Kirche soll die Straße beginnen, die ich schieben wollte. Ist das eng hier. Wenn ich so weiter mache, komme ich nie nach Cochem.

                      Immerhin ist die Straße, die zur Kirche führt, nett.

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ID: 3051546

                      Vor mir läuft ein Paar mit Rollkoffern, das werden doch wohl nicht die ersten Touristen sein? Die Ferienwohnungen haben wieder geöffnet. Eine Dame begrüßt sie überschwänglich.

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ID: 3051547

                      Ich hoffe, dass kein Auto kommt, die Straße ist wirklich sehr eng.

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ID: 3051548

                      Richtig.

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ID: 3051549

                      Und da kommt dann der alte Urban-Outdoorer wieder raus: Ich finde das hat etwas. Postkartenmotiv.

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ID: 3051550

                      Auf der Mauer stehen Weinsetzlinge in Töpfen, und ich überlege, ob ich meine zu früh ins Beet gesetzt habe. Ja, habe ich.

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ID: 3051551

                      Auf die Idee, die Kirche zu besichtigen, komme ich nicht. Es ist warm und gefühlt sind es noch tausende Kilometer bis Cochem. Ich muss jetzt mal vorankommen. Eine Ehepaar wandert die Straße hoch, sie haben den "ja, ich habe Urlaub"-Blick. Von oben kommt eine kleinere Gruppe heiterer Rentner, auch sie haben wohl Urlaub. Es reisen die Geimpften. Ein Mann schlurft vom Garten zu seinem Haus, ich schätze ihn auf über 70. Er lächelt mich feinsinnig an. "Ganz schön steil", sagt er lakonisch. "Ich weiß", sage ich, "das ist hier überall so. Ein E-Bike will ich trotzdem nicht". Er lächelt das gleiche Lächeln wie zuvor, richtet den Blick in die Ferne und entschwindet in seinem Haus.

                      Ganz schön steil? Was hat er damit gemeint? Gibt es etwas, was ich nicht weiß? Das kann ja heiter werden. Ich erhöhe die Geschwindigkeit. Ein Stein mit Bild. Foto.

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ID: 3051552

                      Ganz schön steil? Ach was, wird schon gut gehen.
                      "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

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                        • 16.08.2008
                        • 26793

                        • Meine Reisen

                        #91
                        Ein Trecker fährt an mir vorbei. Er ist laut und wird von einem alten Mann gefahren, der den Trecker vielleicht in seiner Jungend erworben hat. Ich warte, bis er vorbei ist, die Straße ist immer noch eng. Autos sehe ich keine. Die kurze Pause hat mir gezeigt, dass es langsam warm wird. Hoffentlich ist die Abkürzung, die ich ausgesucht habe, ein wenig schattiger. Nach links führt nun ein Wanderweg. Der Schmunzelweg. Hübscher Name.

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                        Die nächste Abzweigung führt zu der Schutzhütte, die ich von unten fotografiert hatte. Einen kurzen Moment überlege ich, dem Trecker zu folgen, der in den Weg eingebogen ist, aber dann komme ich nie nach Cochem. Ein anderes Mal. Und schon bin ich an einer Kurve angelangt. Auch hier ist wieder ein Steinbild, und ich will es fotografieren, aber das Gebäude ist viel spannender und so passiert es doch tatsächlich, dass ich das Foto vergesse. Kann man das mit Hitze oder Anstrengung erklären? Oder doch das Alter? Ich werde später den Stein noch nicht einmal erinnern. Aber das Gebäude hat auch etwas.

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                        Es gehört zu den Gebäuden, von denen man gerne die Geschichte hören würde. Oder anders ausgedrückt: Das man gerne erzählen hören würde, was es alles erlebt hat.


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                        Auf einem aufgeklebten Stück Papier steht 100 Jahre ?behälter. Gerne würde ich schauen, was sich im Gebäude verbirgt, aber das geht natürlich nicht.

                        Ich suche nun den Radweg, den die Karte vermuten ließ, aber da ist keiner. Sollte ich hier Straße schieben müssen? Vor meinem geistigen Auge tauchen hupende, rasende Autos auf. Allerdings ist keines zu sehen. Und es ist eine merkwürdige Straße. In der Kurve ist ein Stein platziert

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                        und hinter der Kurve schließt sich eine Heiligenstätte an.

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                        Mater Ter Admirabilis. Das Bild ist ein Symbol der Schönstattbewegung, die auch in Ediger-Eller eine Heimat fand.

                        Die nächste Kurve erscheint und ein wenig komme ich mir vor wie beim Rollerschieben in Italien. Zwei Autos nehmen die Serpentine und ich bin froh, als ich in der Kurve ein Schild und einen Feldweg sehe. Was für eine schöne Kurve.

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                        Auf der anderen Seite der Blick auf Ediger.

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                        Dann wende ich mich dem Schild zu und kapiere endlich: Ich bin auf dem Kulturweg der Religionen. Das Schild ist dem Thema Religion und Wein gewidmet, doch es zu lesen, habe ich keine Geduld.

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                        Sicherlich hängt das Thema mit der Kapelle zusammen, die mein nächstes Ziel ist. Dort sollen die Schutzhütten stehen, die ich suche. Noch einmal ein Blick zur Kirche.

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                        Ich bin gespannt, was jetzt auf mich zukommt.

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                        Der nächste Stein. Dritte Station. Der Text ist für mich verwirrend, es hat mit Jesus zu tun. Hübsch, aber ich will weiter.

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                        Und wieder:

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                        Und dann sehe ich sie. Da oben möchte ich hin.

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                        Sieht aus, als wäre das noch ein gutes Stück. Ich schiebe weiter und dann komme ich mir vor, als wäre ich neben einer Autobahn. Ohrenbetäubender Lärm. Es ist natürlich keine Autobahn. Es sind Bienen. Am Zaun warnt ein Schild.

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                        Und wieder einer der Steine, Foto. Dann bin ich an dem Weg, den ich als Abkürzung ausgewählt hatte. Er ist jetzt nicht mehr befestigt, und ich überlege einen Moment, ob ich mich auf ein neues Schiebeabenteuer durch schwieriges Terrain einlasse. Verkehr ist hier wirklich wenig. Aber ich sehe wieder einen der Steine und das gibt den Ausschlag.

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                        Es ist jetzt Station 6, und ich denke mal, dass es wohl noch bis 12 hoch gehen wird. Was man halt so denkt, wenn man keine Ahnung hat.

                        Es kommt die 7 und die 8 und auch die 9 blinzelt hinter den Grashalmen auf dem Weg hervor.

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                        Der Weg ist aber an sich ganz gut, manchmal zugewachsen, aber nicht steinig oder zerwühlt. Er ist wohl nur selten begangen.

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                        Blick zurück.

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                        Und da ist die 9. Station.

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                        Und ich mach erst einmal Pause. Ganz schön anstrengend, diese Schieberei. Wenn es windstill ist, ist es wirklich warm.

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                        Und außerdem ist es einfach wunderschön hier. Aber nach kurzer Zeit setze ich mich wieder in Bewegung. Schmetterlinge flattern herum.

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                        Die 10. Station und der Weg ist noch nicht zu Ende.

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                        Die 11. Station. Jesus wird ans Kreuz geheftet als Christ vollkommener Ablass (Anm.: Moderne Schreibweise gewählt).


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                        Und jetzt fällt endlich der Groschen. Das ist hier kein Steinweg oder Bildhauerweg, das ist ein Kreuzweg. Die Steine zeigen die Stationen der Kreuzigung an und wer den Weg geht, trägt ebenfalls an dem Kreuz Christi. Wer die Kapelle erreichen will, muss sich mühen und quälen.

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                        Und das tue ich jetzt auch. Denn nun wird es auf den letzten Metern eng, uneben und steil. Zum Wandern in Ordnung, zum Fahrradschieben herausfordernd. Kleine, orangene Schmetterlinge mit schwarzen Punkten flattern herum. Jesus wird mit dem Kreuz erhöhet, vollkommener Ablass.



                        Noch eine kurze Pause, die 13 im Blick. Jesus von dem Kreuz abgenommen. Wird in den Schoß Maria gelegt.

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                        Es sind also mehr als 12 Steine. Es ist nicht mehr weit, aber langsam schwinden meine Kräfte. Und dann sehe ich sie.

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                        Noch ein kurzes Stück, dann bin ich an der Straße.

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                        Was mich wohl erwartet? Der Mann hatte Recht. Hoch liegt sie.

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                        Station 14. Jesus wird ins Grab gelegen.

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                        Wieder wird es steil und als ich ein Schild "Aussichtspunkt" sehe, lasse ich einfach das Fahrrad fallen.

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                        Und hier schließt sich der Kreis mit dem Blick auf die Kirche Ediger.

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                        Die letzte Station. Station 15. S. Helena Imperatrix. All uo vollkommener Ablass. Es ist die Kaiserin Helena mit dem wiedergefundenen Kreuz.

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                        Inzwischen weiß ich, dass ich an diesem Tag den drittältesten Kreuzweg Deutschlands aus dem Jahr 1488 gegangen bin. Die Zahlen auf den Steinen wiesen darauf hin, dass die Steine aus Sandsteinrelief im Jahr 1762 erstellt wurden. Als die Kreuzritter erfuhren, dass der Ort der Verurteilung Jesu "Sieben Fußfälle" von der Hinrichtungsstelle Jesu entfernt waren, wurden diese Zahl von Ediger und dem Augustinerkloster Stuben übernommen und später verdoppelt. In Ediger wurden diese dann auf 15 Stationen erweitert. Vgl. https://www.ediger-eller.de/dokument...euzweg_neu.pdf

                        Die Stationen 1, 3-15. Station 2 fehlt leider, dafür ist ein Relief aus der Kreuzkapelle in der Übersicht.

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                        Zuletzt geändert von Torres; 08.06.2021, 21:53.
                        "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

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                        • Torres
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                          • 26793

                          • Meine Reisen

                          #92
                          Und nun wartet die Kapelle auf mich. Eine Schautafel erklärt den Ort. Der Berg links gegenüber, der Hochkessel, den ich bereits bestiegen habe, weist die Einsiedelei und einen Keltenring auf. Der Berggipfel links auf dieser Seite wird am 11. November zu St. Martin von Fackeln erleuchtet, während im Ort ein Fackelumzug stattfindet. Die Kirche von Ediger, die man von hier aus nicht sehen kann, ist dem Bischof von Tour gewidmet, hat den schönsten Schieferhelm der Welt und verweist mit seinem Zierrat auf das himmlische Jerusalem. Der Hügel rechts heißt Osterlämmchen.

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ID: 3053916

                          Nun schreite ich auf die Kapelle zu.


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ID: 3053913


                          Die Kreuzkappelle ist ein Abbild Golgothas. Die Jerusalem-Pilger des Mittelalters begannen, die heiligen Stätten in ihre Orte zu tragen. So ist der Kreuzweg der Via Dolorosa der Franziskaner nachempfunden. Bald darauf, Ende des 15. und Anfang des 16. Jhs. wurde dann der Chor der Kapelle gebaut. Als Erweiterung entstand das Schiff mit Holztonne und Dachreiter zwischen 1704 und 1707. Das Relief von Hans-Ruprecht Hoffmann "Christus im Kelter", dessen Original in St. Martin hängt, wurde Anfang des 16. Jhs. gefertigt.

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                          Die Kapelle ist recht groß, grob geschätzt finden hier 40 Personen Platz.

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                          Das Holzkreuz vor der Kapelle ist eine Nachbildung des Kreuzes von 1488 und mit seiner Höhe von 15 Fuß genauso hoch, wie das Kreuz, an dem Jesus gekreuzigt wurde.

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                          Ein Platz, der mit gefällt.

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                          Und so reiße ich mich nicht gerne los. Es geht einen kleinen Pfad bergab, eigentlich zu schmal für mich und Fahrrad, aber eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Man könnte vor dem Kreuz entlang balancieren, dann aber ohne Fahrrad. Blick zurück.

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                          Dann wird der Weg breit, eine Schranke, zwei Parkplätze. Und ein riesiges Gelände mit den Schutzhütten.

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                          Und auch dieser Ort hat seinen Reiz, ohne dass ich genau benennen kann, welchen. Aber ich will ja nach Cochem und so nehme ich Abschied. Der Weg zurück nach Ediger wäre der Andachtsweg. Ein anderes Mal.

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                          "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

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                          • Torres
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                            • Meine Reisen

                            #93
                            Zu meiner Freunde muss ich nun nicht Straße fahren, sondern es gibt einen kleinen, recht ebenen Weg neben der Straße. Es fahren hier zwar keine Autos, aber das ist dann doch ein wenig freundlicher. Die Moselhöhe, der ich entgegenschiebe, ist ein Golfplatz und ich habe mir einen Weg ausgeguckt, der mich nach Cochem-Sehl führen soll.

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                            Der Weg ist recht lang und eintönig. Irgendwann ahnt man mal die Hügel der Umgebung, aber das ist schon alles.

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                            Der Weg zur Moselhöhe knickt steil links ab, zu steil für mein Fahrrad und ich beschließe, weiter geradeaus zu schieben, es sieht aus, als käme man da auch irgendwo auf die Höhe. Kommt man auch, aber zunächst wate ich durch ein tiefes Wasserloch, das einzige vermutlich in 100 km Umkreis, hier der Blick zurück.

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ID: 3054323

                            Dann geht es einen so steilen Hügel hinauf, dass ich mich mal wieder ernsthaft frage, ob ich eigentlich den Schuss nicht gehört habe. Man hätte ja auch einfach wieder zurück nach Ediger fahren können. Immerhin bin ich dann auf der Höhe und der Raps blüht.

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                            Die Ortung ergibt, dass weiterhin querfeldein keine gute Idee ist und ich beschließe, zur Kreuzung zu fahren.

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                            Der erste Blick auf den Golfplatz.

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ID: 3054326

                            Oben steht Jagdhütte, aber meine Karte zeigt nichts.

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                            An dem Weg, den ich nehmen will, sehe ich eine Absperrung. Mist. Baustelle?

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                            Tatsächlich will man hier Autos fern halten. Wieso, weiß ich da noch nicht, sondern erst ein paar Tage später. Ich vermute, dass vielleicht die Autos gerne zu den jeweiligen Golfplätzen gerast sind und man das unterbinden wollte.

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ID: 3054329

                            Der Weg hier lässt sich nun schön fahren und die Aussicht gefällt.

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ID: 3054330

                            Allerdings ist es hier oben windig, aber das bin ich ja gewöhnt.

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                            Kurz darauf fährt ein Radfahrer an mir vorbei, ich habe seit dem Verlassen von Ediger keine Menschen mehr gesehen, so dass das erwähnenswert ist.

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ID: 3054332

                            Die nächste Konstruktion und nun bin ich an einer vielbefahrenen Landstraße.

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ID: 3054333

                            Auch hier gibt es einen parallelen Wanderweg. Rennradler rasen die Asphaltstraße entlang, von Bäumen getrennt, und schauen verblüfft zu mir, denn meine Radtaschen sind mit einer gelben Regenhülle ummantelt. Die Straße queren kann ich von hier aus nun nicht, sehe aber auch keinen Weg, der mich weiterführen könnten und so komme ich am Golfplatz heraus.

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ID: 3054334

                            Hier bietet es sich nun an, die Brücke zu nehmen, welche über die Landstraße führt. Laut meiner Karte müsste ich jetzt immer geradeaus fahren und käme dann nach Sehl.

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                            Ich identifiziere die beiden Gebäude als die Gebäude, die auch auf meiner Karte eingezeichnet sind. Ich bin also richtig. Vier Männer mit Golftasche kommen mir entgegen, und ich warten höflich, bin sie vorbei sind, es ist Corona und ich halte Abstand. Der Dritte fragt, wo ich hinwill. Baden-Württemberg, ein Tourist, also. Ich erkläre ihm, wo ich hinwill, Sportplatz Sehn, ich meine natürlich Sportplatz Sehl, aber ich habe nicht richtig gelesen. Kennt er nicht. Ich zeige ihm meine Karte. Ne, meint er, da kommen sie von hier aus nicht hin. Da vorne beginnt das Golffeld. Aber das muss der Weg sein, den die Karte ausweist. Kann ja schon sein, aber auf dem Golfplatz können sie nicht fahren, wenn Sie da einen Ball an den Kopf bekommen, das ist viel zu gefährlich. Sie müssen durch den Ort, er zeigt ungefähr die Richtung, wo ich hin muss.

                            Für solche Argumente bin ich immer zu haben, dennoch will ich mir die Sache noch einmal ansehen.

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                            Und was ich sehe, gefällt mir nicht. Windig, zugig, deprimierend. Ach komm, ist ja nicht weit, reiß dich zusammen.

                            Ich biege Richtung Ort ab. Ein großes Schild: Supermarkt. Für eine Sekunde denke ich, wir haben nicht genug Milch zu Hause. Jetzt einen kleinen britischen Supermarkt mit Salt und Vinegar Chips und anderen Köstlichkeiten. Aber der hat natürlich geschlossen, es ist ja noch Corona. Vermutlich sind hier nur die ersten Geimpften, Wohnmobiltouristen oder Menschen aus der Umgebung. Eine Karte weist mir den Weg und dann bin ich wirklich in Great Britain, eine Welle von Depressionen gepaart mit Brexit-Vorahnung durchflutet mich. Wo waren die entsprechenden Siedlungen, Market Rasen? Ich weiß es nicht mehr. Das internationale Tourismusbusiness mit Rent a Dorf.

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                            Am Schlimmsten ist, dass alle Häuser leer sind. Nur ein Auto steht vor einem Haus, es dürfte Personal sein, das gerade einsteigt und nach Hause fährt. Diese Ferienhausarchitektur ist ja schon deprimierend, aber ohne Menschen, die in den Häusern kochen oder im Garten sitzen, ist es noch viel deprimierender. Aber der Asphalt ist gut. In der Mitte der schraubenförmig angelegten Straße geht der gewünschte Weg ab, perfekt ausgebaut.

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                            Es geht in Windeseile bergab und bringt mich zu einer befahreneren Straße.

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ID: 3054340

                            Und ich sehe die Straße und das Wort Müll-Annahme und das ist einfach ein Tief zu viel. Ich will zurück zu der Kapelle, zu dem Kreuzweg, dort, wo man Menschen spürt, Leben und Geborgenheit. Vermutlich wäre es gar nicht so weit gewesen, Zeit genug wäre auch gewesen, aber ich will hier einfach nur weg. Ich schiebe den perfekten Radweg hoch, werde von einem E-Bike überholt, was meine Laune nicht bessert, fahre wieder durch die nun völlig ausgestorbene Ferienhaussiedlung, ignoriere das Schild Supermarkt und bekomme angesichts des Verkehrs fremdenfeindliche Anwandlungen, als ich sehe, dass das Abschiedsschild erst in Niederländisch und dann in Deutsch ist. Auch noch Niederländer, die diese Hügel hier so verschandelt haben! Aber ich weiß ja, dass die Niederländer gerne an die Mosel fahren und so ist es eigentlich kein Wunder, dass dieses Feriendorf von Holländern betrieben wird. Ich beruhige mich wieder. Der Kreisverkehr ist stark befahren, hier ist die Verbindung zwischen Cochem und Ediger-Eller.

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ID: 3054341

                            Irgendwann finde ich dann eine Lücke und rase nun wie die Rennfahrer auf der Hauptstraße entlang, auf Wanderwege habe ich keine Lust. Ein Foto mache ich dann doch noch, denn das Feld gefällt mir.

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ID: 3054342

                            Ein wenig Muffensausen habe ich schon, die Autos sind schnell und die Straße ist nicht besonders breit, aber dann bin ich auch schon an der Absperrung.

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ID: 3054343

                            Schutzhüttentechnisch wäre es jetzt schlau gewesen, geradeaus weiter zu fahren und die Schutzhütten in Ellenz-Poltersdorf aufzusuchen. Der Radweg neben der Straße war diesbezüglich ausgeschildert und die abknickende Landstraße wäre weit weniger befahren gewesen, als die Landstraße, die ich eben gekommen bin. Aber irgendwie bin ich nicht in der Lage, den Ort zu lokalisieren und außerdem habe ich mich schon auf die Kapelle festgelegt. Ich will wissen, wie der Andachtsweg weitergeht.

                            Und so fahre ich nun die Landstraße bergab zur Kapelle und sie fährt sich wunderbar. Ein wenig wundere ich mich, dass mich kein Auto überholt, es müsste doch Rush-Hour sein, aber mir soll es recht sein. Der Parkplatz.

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ID: 3054344

                            Die Schutzhütten.

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ID: 3054345

                            Die Vögel zwitschern, es riecht nach Natur, und ich freue mich auf den Andachtsweg. Ich bin wieder am richtigen Ort.
                            "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

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                            • blauloke

                              Lebt im Forum
                              • 22.08.2008
                              • 6180

                              • Meine Reisen

                              #94
                              Hallo Torres, du bist ja weiter beim Schutzhütten suchen.
                              So wie du mache ich es übrigens auch. Mit dem Rad auf Wanderwegen um Hütten oder Quellen zu suchen. Seit längerem bin ich immer wieder mal auf dem Goldsteig und seinen Zuwegen unterwegs. Da schiebe ich ebenfalls öfters länger als ich fahre
                              Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

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                              • Torres
                                Freak

                                Liebt das Forum
                                • 16.08.2008
                                • 26793

                                • Meine Reisen

                                #95
                                Ja, ich Moment habe ich leider weniger Zeit, aber ich habe noch welche im Fundus. Bei den größeren Wegen finde ich das Fahrrad auch sehr praktisch, aber es gibt auch Ecken, wo das Fahrrad einfach eine Last ist. Immerhin kenne ich die Region jetzt besser, so dass ich ganz gut weiß, wo ich durchkomme und wo nicht. Und Radschieben ist gut für die Oberarmmuskulatur.
                                "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

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                                • Torres
                                  Freak

                                  Liebt das Forum
                                  • 16.08.2008
                                  • 26793

                                  • Meine Reisen

                                  #96
                                  Es ist erstaunlich, wie schnell der Weg jetzt die so unangenehmen Eindrücke der Moselhöhe verdrängt. Als würde ich in eine andere Welt eintauchen. Einen kurzen Moment fahre ich sogar Fahrrad und erfreue mich an einer der Steigungen, die ich so gerne Klappbrücke nenne. Man fährt los und plötzlich klappt der Weg nach oben, wie bei einer Klappbrücke. Ich mag diese Steigungen gar nicht, aber manchmal sind sie gar nicht so schlimm, wie sie aussehen.

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ID: 3055391

                                  An den Bäumen hängen Vogelhäuschen, und ich schmunzele bei der Erinnerung an Linas Versuch, Vogelhäuschen als Schutzhütten für Vögel in das Schutzhüttenverzeichnis zu schmuggeln.

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ID: 3055392

                                  Eine Ecke mit Bank, es geht auf dem Schild um Glaube und Schöpfung. Es ist so friedlich hier. Später sehe ich, dass dieser Abschnitt, der jetzt beginnt, "Raum der Stille" heißt.

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ID: 3055393

                                  Und so fühlt es sich auch an. Es ist, als würde plötzlich alles Weltliche bedeutungslos, als würde man sich in einen Zustand des Friedens transformieren, und am liebsten würde ich jetzt hier sitzen bleiben und vor mich hin träumen. Das geht leider nicht, es ist später als gedacht und auch nicht mehr wirklich warm. Vor der Bank ist ein kurzes Seil befestigt, dessen eines Ende mit einem Stift im Boden befestigt wurde. Wozu das wohl sein mag? Hunde, Fahrräder oder ganz etwas anderes?

                                  Ich reisse mich los.

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ID: 3055395

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ID: 3055394

                                  Und dann traue ich meinen Augen nicht.

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ID: 3055396

                                  Madeira. Ich bin auf Madeira.

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ID: 3055397

                                  Und wieder bleibe ich ein paar Minuten stehen und hänge meinen Gedanken nach. Ist das schön hier.

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ID: 3055398

                                  Aber mein Weg ist noch weit, ich muss weiter.

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ID: 3055399

                                  Ein bisschen kann ich jetzt fahren, aber das geht nur mit Vorsicht, es ist doch recht steil. Und wieder eine Bank.

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ID: 3055400

                                  In Serpentinen bewegt sich der Weg jetzt nach unten, zum Fahren streckenweise zu steil, ich müsste zu stark abbremsen.

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ID: 3055401

                                  In der Tiefe verändert sich wieder die Landschaft.

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ID: 3055402

                                  Und nun plätschert auch ein Bach. Der Perbach. Im Wasser liegen gelbe Streifen. Ob es wohl Segnungsbänder sind, wie sie die Motorradfahrer kennen? Aber ich befürchte, es ist eher Plastikmüll.

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ID: 3055404

                                  Wie grün alles geworden ist. Der Regen der letzten Tage hat den Pflanzen gut getan.

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ID: 3055405

                                  Ein Schild weist darauf hin, dass ich auf dem Andachtsweg bin. Kurz darauf wieder eine Weggabelung.

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ID: 3055407

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ID: 3055406

                                  Ein Mann mit Hund kommt von unten, ich erschrecke mich, ich bin nicht mehr alleine, der Ort ist zu nahe. Lautlos biegt er in eine Abzweigung ab. Ein wenig erinnert er mich an einen Finnen, nur dass ich mich mit ihm verständigen könnte.

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ID: 3055408

                                  Und noch ein Wanderer, vorsichtig schiebe ich mein Fahrrad. Er sieht aus, als hätte er soziale Ängste, aber meine Frage, ob ich noch auf dem richtigen Weg bin, kann er bejahen. Immer noch plätschert der Bach.

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ID: 3055409

                                  Kurz öffnet sich wieder ein Ausblick.

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ID: 3055410

                                  Hier muss einmal bewirtschaftetes Land gewesen sein.

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ID: 3055412

                                  Und dann bin ich am Ende des Andachtswegs angelangt - aus meiner Sicht, zumindest: Der Kapelle.

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ID: 3055413

                                  Sie ist gar nicht so klein, daher geht sie schlecht auf das Bild.

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ID: 3055414

                                  Sie ist sehr schlicht und die schmale Bank würde mehreren Menschen Schutz bieten, doch als Schutzhütte möchte ich sie nicht aufnehmen. Für mich ist das ein Heiliger Ort.
                                  Ein Schild klärt auf: Der Andachtsweg war ursprünglich ein Kreuzweg, der an dieser Kapelle endete. Man ging also aus dem Tal zu dieser Kapelle, die 1777 das erste Mal erwähnt wurde. In ihr muss sich eine Kreuzigungsgruppe befunden habe. Ort der Marienverehrung ist sie erst sei ca. 100 Jahren. Vor der Kapelle sind Bänke und ein Rosenstock.

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ID: 3055415

                                  Und kurz darauf kommt schon die erste Station mit einem Heiligenbild.

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ID: 3055416

                                  Das Telefon klingelt und man fragt, wann ich komme und was ich vorhatte, zu kochen. Mit Erschrecken sehe ich, dass es schon ganz schön spät ist. Das wird nichts mit Kochen. Wir einigen uns auf Pommes. Kaum habe ich aufgelegt, hängt mein Magen in den Kniekehlen. Ich habe nichts gegessen seit heute morgen. Dabei muss ich noch eine Schutzhütte finden. Und nun?












                                  "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

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