Hallo Maik,
Mir fallen da nur die üblichen Verdächtigen wie Berghaus, Savotta, Norröna (z.B. die Synkroflex Kraxe) u.ä. ein.
Allerdings hatte ich niemals einen dieser Rucksäcke, habe sie maximal bei anderen Leuten gesehen. Ich bin wirklich mit meiner FR Gyro Kraxe zufrieden und beschreibe weiter unten im Text meine Erfahrungen.
Zu Savotta gibt es ein YT Video, wo sich ein Nutzer über die ganzen Kunststoffkleinteile beschwert und sie gegen Edelstahl austauscht.
Norröna hat ein Freund von mir, aber er nutzt ihn wohl nicht mehr, weil er für Ihn mittlerweile zu groß und schwer ist. Er ist seit wenigen Jahren zufriedener Deuter Nutzer. Ich bin aber gerade unsicher, ob er wirklich eine Norröna Außengestell oder eine Kraxe von einem anderen namhaften norwegischen Hersteller hat. Jedenfalls hat er damit immer viel Gepäck durch den Sarek geschleppt.
Bach Spezialist. Ich hatte mal einen Rucksack von Bach, da ist der obere Lastkontrollriemen ausgerissen, was nichts heißen muß in Richtung Qualität und ich schnell wieder anflicken konnte. Vermutlich war es ein Fehler meinerseits, weil ich den Innengestellrucksack wie mein Außengestell behandelt habe. Stichwort: Grobmotorik. Denn anderseits ist ein sehr guter Freund seit Jahren mit seinem Bach Spezialist mehr als zufrieden und hat viele anspruchsvolle Touren (Alpen, Neusee-, Is-, Grön- und Lappland) unternommen.
Ich selber besitze seit ca. 30 Jahren eine FR Gyro Kraxe. 40 kg habe ich sicherlich noch nie getragen, aber +30 kg Startgewicht kann schon mal vorgekommen sein? Ich habe das nie ausgewogen, sondern immer reingepackt draufgeschnallt was mit mußte. Direkt nach dem Kauf bei einer sehr stolzen Testwochenendtour in Brandenburg hat die Aufhängung für den Hüftgurt versagt und ist ausgerissen. Das hatte FR damals schlimmverbessert ggü. den alten Modellen. Ich habe mir dann selber eine Aufhängung aus 25 mm Gurtband ausgedacht und genäht. Sie hält seit dem, sicherlich ein paar tausend Wanderkilometer.
Einem Bekannten ist mal in Patagonien seine Gyro Kraxe, ich glaube es waren ca. 300 m, den Berg runtergerollt ohne groß Schaden zu nehmen. Bei meiner ist bei einem schweren Verkehrsunfall das Gestell zerbrochen, was mir zum Glück irgendwann ein Volleyballfreund wieder geschweißt hat.
Den Satz von wandler (Zitat: Allerdings sind kraxen zwar super zum schwer tragen und sehr robust, aber trotz nur einem buchstaben unterschied suboptimal zum kraxeln.) Mußte ich öfters lesen, bis ich das "n" gefunden und den Humor verstanden habe. Nee, zum Klettern und Kraxeln sind sie wirklich nur bedingt oder besser ausgedrückt sehr eingeschränkt geeignet. Aber so als ungefähre Referenz, die Strunga Dracului (Fagaras) bin ich sicher herunter geklettert oder auch durch das Felsenchaos unterhalb vom Skierffe durchkraxelt.
Was mir gefällt ist die Einfachheit. Wo nix ist, kann nichts kaputt gehen. Keine Lastkontrollriemchen. Brustriemen, was ist das? Täschchen am Hüftgurt, nö. Dafür 4 ordentliche Außentaschen, man kann wirklich etwas unter dem Deckel packen oder unten etwas anschnallen. Andere positive Kleinigkeiten sind z.B., die Belüftung am Rücken funktioniert sehr gut oder durch das Außengestell steht der Rucksack recht sicher an einem Baum oder an eine Felsen gelehnt, egal ob voll oder leer. Nachts lasse ich ihn oft vor dem Zelt mit einer Regenüberzug stehen. Ein weiterer Punkt ist, ich kann mir einen Außengestell im wahrsten Sinne des Wortes einfach auf den Rücken werfen.
Doch das Wichtigste, das Gyro Gestell überträgt das schwere Rucksackgewicht nahezu perfekt auf die Hüfte.
Sonnige Grüße
Z
PS: Ob die FR Gyro Kraxe Deinen Vorstellungen von Robustheit entspricht und auch hält, daß kann ich nicht einschätzen. Aber da wandler die Gyro Kraxe und mich erwähnt hatte, wollte ich Dir meine persönlichen Erfahrungen nicht vorenthalten.
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