Zitat von fhvdrais
Beitrag anzeigen
Notruf ohne Handy-Empfang
Einklappen
Ankündigung
Einklappen
Keine Ankündigung bisher.
X
-
Mich wundert noch immer, dass eine 4G - Funkverbindung einen "freien Himmel" benötigt. Für das kurzwellige GPS-Signal ist diese Bedingung verständlich.
-
Das wird wohl daran liegen, dass die Signalstärke aufgrund der sehr großen Distanz Smartphone - Satellit einfach sehr gering ist und eine Dämpfung durch Hauswände dann doch zu viel wegnimmt.
Ich hoffe aber, dass es im Unterschied zu Iridium auch im nassen Regenwald ausreichend funktioniert. Das wäre schon ein echter Mehrwert.
GPS hat bei mir im nassen Regenwald immer funktioniert, natürlich nur am Smartphone, nicht dagegen beim InReach Mini vom GPS-Spezialisten Garmin.
Kommentar
-
Die verwendeten LTE-Frequenzen sind mit ~2 GHz etwas höher (= kurzwelliger) als GPS (1,575 Ghz für L1). Die Signalstärke sinkt halt (ohne Dämpfung durch Atmosphäre oder andere Materie) mit dem Quadrat des Abstands, daher ist das Signal bei 550 km Entfernung zum Satellit etwa 10.000 mal schwächer als bei z.B. bei 5,5 km Abstand zum Mobilfunkmast. Da bleibt dann nicht mehr viel Reserve für andere Hindernisse.Zitat von atlinblau Beitrag anzeigenMich wundert noch immer, dass eine 4G - Funkverbindung einen "freien Himmel" benötigt. Für das kurzwellige GPS-Signal ist diese Bedingung verständlich.
Kommentar
-
Teils richtig, wenn das Signal durch die Atmosphäre durch ist wird es nicht mehr von dieser gedämpft, durch die Kugelförmige Ausbreitung wird der Pegel aber trotzdem mit zunehmender Entfernung schwächer, weil dieselbe Energie auf einer größeren Fläche verteilt wird. Der nächste Funkmast ist (ganz grob) 1-10 km, der Satellit aber min. 550 km entfernt.Zitat von atlinblau Beitrag anzeigenDie Frage nach dem Vakuum bezog sich auf die Abnahme der Amplitude mit dem Quadrat der Entfernung.
Dem ist nicht so. Wenn das Signal vertikal "durch die Atmosphäre" durch ist, schwächt es sich nicht mehr ab. Da muss nix kompensiert werden - beide kommunizieren im Downlink und Uplink mit den gleichen Parametern, wie mit einem terrestischen Mast.
Zur Kommunikation zu den Voyager Sonden - die Antennengrößen und somit Bündelung des Signals wurde bereits angesprochen. Hinzu kommt, das dort (auf allen Übertragungsebenen) spezielle Codierungsverfahren gefahren werden, bei denen nicht Übertragungsgeschwindigkeit sondern Übertragungssicherheit die wesentliche Rolle spielt.
Die Daten sind sowohl auf Datenebene wie auf Übertragungsebene mit sehr starken Fehlerkorrektur versehen, was natürlich Datenbandbreite frisst. Das ergibt (je nach Entfernung) extrem niedriger Datenraten (bis hinunter zu ~10bit/sec )
Details hierzu bei der NASA
Kommentar
-
Zitat von Spartaner Beitrag anzeigenJa, da wird das WLAN der Refugios nicht weit in die Umgebung gereicht haben.
, ja schon klar. Hätte ich vielleicht besser beschreiben sollen. Die unbenannten Refugios wurden teilweise (aber nicht alle) via Starlink mit Internet dank entsprechender Empfänger versorgt und dann Internet dort über WLAN zur Verfügung gestellt.
Ja richig, das war auch nicht mein Punkt. WIr hatten kein entsprechendes Equipment mit um das zu testen, aber ich glaube dir gerne das es funktionieren würde. Eben so wie bei den Refugios...Zitat von Spartaner Beitrag anzeigenIch kann dir aber versichern, dass du auch komplett abseits irgendwelcher Pisten im Hochgebirge Starlink-Empfang hast, wenn du die entsprechende Ausrüstung (Starlink-Modem und Antenne) mitschleppst und bei Kommunikation die Antenne ordentlich ausrichtest. Das hat aber mit dem neuen System, bei dem die Smartphones direkt über den Satelliten kommunizieren, nichts zu tun.
Mein Beitrag sollte auch eher als kleiner Spaß zum Thema "Pampa" verstanden werden.

Ich lese hier in jedem Fall interessiert mit, ob, wann und wie das ggf. zukünftig in den Hochanden möglich sein könnte über Satellit mit dem Smartphone zu kommunizieren, da es für uns ggf. in 2027 nochmal hingehen könnte.
Zuletzt geändert von Kondor; 27.11.2025, 19:58.
Kommentar
-
Das sollte jetzt schon funktionieren, jedenfalls in einem Teil der Hochanden, siehe Chile in der Karte.Zitat von Kondor Beitrag anzeigenIch lese hier in jedem Fall interessiert mit, ob, wann und wie das ggf. zukünftig in den Hochanden möglich sein könnte über Satellit mit dem Smartphone zu kommunizieren, da es für uns ggf. in 2027 nochmal hingehen könnte.
Jetzt wäre es an dir, zu recherchieren, wie man in den Genuss der 4G-Satellitenkommunikation kommt. Das würde mich auch sehr interessieren. Ich nehme an, man braucht eine chilenische SIM-Karte eines Anbieters, der diesen Dienst eingekauft hat. Aber vielleicht reicht auch T-Mobile USA.
Kommentar
-
Danke für den Kartenlink. Chile ist schon ganz gut und könnte z.T. helfen.Zitat von Spartaner Beitrag anzeigenDas sollte jetzt schon funktionieren, jedenfalls in einem Teil der Hochanden, siehe Chile in der Karte.
Jetzt wäre es an dir, zu recherchieren, wie man in den Genuss der 4G-Satellitenkommunikation kommt. Das würde mich auch sehr interessieren. Ich nehme an, man braucht eine chilenische SIM-Karte eines Anbieters, der diesen Dienst eingekauft hat. Aber vielleicht reicht auch T-Mobile USA.
Wir waren und wollen allerdings wieder überwiegend auf die argentinische Seite der Hochanden. Da stellt sich dann wie weiter oben schon diskutiert die Frage, wie genau das System dann in der Nähe der Grenze funktioniert oder halt auf der falschen Seite auch nicht...
Spannend in jede Fall und ich werde da mal recherchieren. Falls ich da auf interessante Informationen stosse werde ich diese gerne hier teilen.
Kommentar
-
Auf dem Land setzt man auch bei 5G weiterhin auf 800 MHz .Zitat von ChristianBerlin Beitrag anzeigenDie verwendeten LTE-Frequenzen sind mit ~2 GHz etwas höher (= kurzwelliger) als GPS (1,575 Ghz für L1). Die Signalstärke sinkt halt (ohne Dämpfung durch Atmosphäre oder andere Materie) mit dem Quadrat des Abstands, daher ist das Signal bei 550 km Entfernung zum Satellit etwa 10.000 mal schwächer als bei z.B. bei 5,5 km Abstand zum Mobilfunkmast. Da bleibt dann nicht mehr viel Reserve für andere Hindernisse.
Wir werden zumindest von oben nicht "gegrillt", denn sonst gäbe es noch mehr "Alu-Hut-Nachfrage.
>>> klick!
"Wie Tabelle 3 zeigt, liegen die von Kommunikationssatelliten verursachten Strahlungsdichten an der Erdoberfläche im Hauptstrahl ...bei weniger als 5 Tausendstel μW/m² (= 0,005 μW/m²) im LEO-Orbit."
(LowErthOrbit)
Im terrestrischen Netz wird mit Strahlungsdichten von 0,5 mW/m² (bei 700 MHz) und 1 mW/m²(1.000 μW/m²) bei 2,4 GHz gearbeitet. Der BUND hat mal die LTE-Strahlung an verschiedenen Punkten gemessen und kam auf einen Median der Messergebnisse von 0,1 mW/m² (= 100 μW/m²).
>>> klick!
Der "freie Himmel" zum Satelliten ist bei 4G demnach der geringen Strahlungsdichte geschuldet.Zuletzt geändert von atlinblau; Gestern, 12:13.
Kommentar
Kommentar