[Workshop: 2] Island

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  • Meer Berge
    Fuchs
    • 10.07.2008
    • 2381
    • Privat

    • Meine Reisen

    #21
    AW: [Workshop: 2] Island

    OT: Zu Beginn habe ich nur in JPG fotografiert. Ich hatte keinen RAW Konverter, wollte die zusätzliche Arbeit nicht auf mich nehmen, und ein befreundeter, sehr guter Fotograf fotografierte auch nur in JPG.
    Da er für Fotowettbewerbe auf einmal zum entwickelten Bild das Original-RAW einreichen musste, begann er in RAW zu fotografieren und war begeistert, was dort tatsächlich noch rauszuholen ist. Nicht im Sinne von "kitschiger, quietschiger", sondern was in scheinbar ausgefressenen Lichtern und abgesoffenen Schatten noch drin steckt.
    So kam ich auch auf die Idee, mal RAW zu versuchen und habe, misstrauisch, eine kurze Zeit beide Formate gespeichert. Da die RAW-Bearbeitung aber tatsächlich nicht mehr Arbeit macht als eine ordentliche JPG-Bearbeitung, habe ich die JPG weggelassen.
    In "meinem" Fotoforum wird niemandem empfohlen, beide Formate zu speichern. Nur so nebenbei.



    Zitat von Igelstroem Beitrag anzeigen
    habe ich z.B. manchmal das Gefühl, dass sie immer in überschärften Landschaften ohne Dunst unterwegs gewesen sind; das macht mich misstrauisch. Würde gerne wissen, ob die Luft da tatsächlich so klar ist; gerade weil ich nicht vorhabe, das vor Ort zu überprüfen.
    ...
    dokumentarische Bebilderung (also eine Bearbeitung der Bilder im Sinne einer realistischen Erinnerung des Reisenden) lieber

    Die guten Fotografen, bzw. die Bilder, die sie veröffentlichen, entstehen i.d.R. dann, wenn die Landschaft so klar und ohne Dunst ist. Am besten morgens bei Sonnenaufgang, das Licht aus der richtigen Richtung. Das setzt natürlich voraus, dass man bei Sonnenaufgang am optimalen Standort ist, also entweder gleich dort übernachtet oder so früh aufbricht, dass man rechtzeitig dort ist.
    Das ist natürlich auf Trekking-Touren unrealistisch. Man kann nicht an jedem fotogenen Punkt auf das perfekte Licht warten, sondern nimmt es eben, wie es gerade ist. Mit Dunst, Nebel, Flimmern, Gegenlicht, hartem Mittagslicht, ...

    Ich versuche nach der Reise auch, meine Bilder realistisch zu bearbeiten.
    So, wie es dort - meiner Erinnerung nach - aussah. Aber auch Erinnerungen täuschen. Bei meiner letzten Tour hätte ich geschworen, ich hätte viel mehr Sonne gehabt. Auf den Bildern erst fiel mir die viele hohe Bewölkung auf.
    Hier hilft aber auch kein JPG. Denn das wird ja von der Kamera generiert, und die macht das, was ich vorher eingestellt habe. Ob ich die Regler auf vivid, neutral, Portrait oder Landschaft stelle, und dann noch zusätzlich an Schärfe, Kontrast etc. drehe, macht einen extremen Unterschied.
    Das Schöne in RAW ist nun, dass ich diese Einstellungen anschließend am PC alle ändern kann, ohne das Bild zu beschädigen. Arbeite ich in JPG, kann ich nur in kleinerem Umfang und mit größeren Schäden Änderungen vornehmen.

    Die Schwierigkeit bleibt aber, ein realistisches Bild zu erstellen. Denn meine Erinnerung ist subjektiv. Wie war meine Stimmung zu der Zeit, da ich das Bild aufnahm? Wie wirkte die Landschaft auf mich?

    Außerdem kann ich an meinem Bildschirm nur bei schlechtem Wetter oder nachts Bilder bearbeiten, denn sonst werden sie aufgrund von Umgebungslicht in meinem Arbeitszimmer zu hell und zu bunt...

    ***

    Zu den Ausgangsbildern:
    Wenn das erste ooc (so wie es aus der Kamera kam) ist, kann das heißen, genauso war es vor Ort. Wenn die Kamera optimal eingestellt ist.
    Es kann aber auch heißen, eigentlich war es viel grüner, blauer, kontrastreicher, aber die Kamera ist nicht gut eingestellt für diese Situation.

    Wie grün Hügel/Rucksack waren, wie das Licht war, wie blau See und Himmel, wie rot der Beutel am Rucksack waren, das kann nur der Fotograf noch erinnern und versuchen, das im Bild wiederzugeben.

    Mir scheint das bearbeitete Bild ein wenig überschärft, die Kontraste etwas überhöht, die Sättigung ein wenig zu kräftig. Aber vielleicht war es ja auch so, zumindest in der Wahrnehmung des Fotografen.

    Das Ausgangsbild dagegen scheint in der Tat etwas zu flau zu sein. Die Schärfe könnte stimmen, aber die Kontraste scheinen zu gering eingestellt zu sein.

    Vielleicht liegt die "Wahrheit" irgendwo dazwischen?

    Viele Grüße,
    Sylvia

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    • lorenz7433
      Fuchs
      • 08.11.2012
      • 2269
      • Privat

      • Meine Reisen

      #22
      AW: [Workshop: 2] Island

      OT:
      Zitat von Meer Berge Beitrag anzeigen
      In "meinem" Fotoforum wird niemandem empfohlen, beide Formate zu speichern. Nur so nebenbei.
      mag sein,
      ich treib mich nur in den allgemein bekannten foren rum um Sachen nachzulesen.
      systemkamera-Forum, DSLR-Forum,fotocommunity und gelegentlich auch im Nikon Forum.

      da wird das Thema zumindest immer wieder mal durchgekaut.

      aber hast natürlich recht gibt so viele foren im netz das man sie nicht alle kennen kann.

      Kommentar

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