Lawinen beim Spaziergang

Einklappen

Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • qwertzui
    Fuchs
    • 17.07.2013
    • 1943

    • Meine Reisen

    Lawinen beim Spaziergang

    Während es beim Alpinsport völlig normal ist, sich mit dem Thema Lawinen zu beschäftigen, wird beim Winterspaziergang eher nicht über Lawinengefahr nachgedacht.

    Das hat natürlich auch gute Gründe: Je alpiner desto lawiner (bitte nicht schlagen, den konnte ich mir nicht verkneifen). Steile, baumlose Hänge mit viel Schnee sind lawinengefährlich ... und sind einfach weiter oben anzutreffen.

    Wer nur einen Spaziergang macht, ist im Winter klassischerweise auf Forststraßen unterwegs, viele Bäume und nicht steil. Aber: nur weil der Straßenverlauf nicht steil ist, heißt das nicht dass die bewaldeten Hänge nicht steil sind.

    Auf genau so einem sehr frequentierten Wanderweg sind wir gestern einem ganz frischen Lawinenkegel begegnet. Das Teil war zwar nicht sehr groß hätte aber gereicht zwei Wanderer vollständig zu verschütten, war aber klein genug, um einen Verschütteten mit guter Erfolgsaussicht auszubuddeln, wenn man denn Schaufel, Sonde und LVS dabei hätte.
    Unsere waren im Auto, wer nur solche Wanderungen macht, besitzt sowas nicht.

    Bei Lawinenwarnstufe 2 auf einer Forststraße, bin ich bescheuert und übervorsichtig, wenn ich die Lawinen Ausrüstung in Zukunft auch zu sowas mitnehme?

    Auf solchen Wegen hintereinander und nicht neben einander zu gehen, ist schon wegen der Rodler Pflicht, erhöht aber auch die Chancen nicht gemeinsam verschüttet zu werden.

    Wie seht ihr das?

  • JerryJeff
    Erfahren
    • 16.12.2020
    • 311

    • Meine Reisen

    #2
    An die Mitnahme des LVS auf Spaziergänge habe ich bislang noch nicht gedacht; allerdings wähle ich die „Spaziergänge“ auch entsprechend aus; und wenn’s sich lohnt, bin ich eh mit den Skiern unterwegs und dann ist das Zeug eh im Rucksack; meine weitaus größere Sorge im Wald in den letzten Tage war der Schneebruch...
    "after twenty years he still grieves..."

    Kommentar


    • ApoC

      Fuchs
      • 02.04.2009
      • 1586

      • Meine Reisen

      #3
      Tja das Thema Lawinen im "Nicht-Lawinen-Gebiet" ist heikel. Ich hätte da bei deiner Beschreibung auch echt nicht mit einer Lawine gerechnet. Anders herum findet man auch jede Menge seriöse Aussagen darüber, dass man auch in den Mittelgebirgen wie dem Schwarzwald durchaus mit Lawinen rechnen kann auch wenn so niemand Vorkehrungen darüber trifft.

      Mit gibt das ganze in sofern zu denken, dass meine Frau und ich überlegt hatten im März anstatt wie sonst faul die Lift zu nehmen dieses Jahr mal ein paar Forstwege hochzurennen und dann die "verlassenen" Pisten runter zu rutschen.
      „Luke, auch du wirst noch entdecken, dass viele Wahrheiten, an die wir uns klammern, von unserem persönlichen Standpunkt abhängig sind.“ — Obi-Wan Kenobi

      Kommentar


      • Vegareve
        Freak

        Liebt das Forum
        • 19.08.2009
        • 13963

        • Meine Reisen

        #4
        Bei LWS 2 sollte eigentlich nichts spontan runterkommen und Auslösungen durch Personen im steilen, weglosen Wald sind auch eher unrealistisch. Dass normale Winterwanderwege mal verschüttet werden, gab es schon öfters, aber entweder im Frühling bei Hitze und/oder bei LWS 4-5. Böschungsrutschen gibts nach starken Schneefällen häufig, vor allem wenn vorher nichts da war, aber dann hat man auch nicht Stufe 2..

        p.s. ich habe in meiner Jugend Winterwanderungen hoch zu Hütten gemacht, ohne jegliche Ausrüstung in dieser Hinsicht, so was gabs damals bei uns auch gar nicht .
        "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

        Kommentar


        • Flachlandtiroler
          Freak
          Moderator
          Liebt das Forum
          • 14.03.2003
          • 23468

          • Meine Reisen

          #5
          Zitat von qwertzui Beitrag anzeigen
          Auf genau so einem sehr frequentierten Wanderweg sind wir gestern einem ganz frischen Lawinenkegel begegnet. Das Teil war zwar nicht sehr groß hätte aber gereicht zwei Wanderer vollständig zu verschütten, war aber klein genug, um einen Verschütteten mit guter Erfolgsaussicht auszubuddeln, wenn man denn Schaufel, Sonde und LVS dabei hätte.
          [...]
          Wie seht ihr das?
          Der große Unterschied zu einem Lawinenereignis im Gelände ist, dass Du auf einem Fahrweg dieses nicht selber auslöst. Im Gelände einen Hotspot zu überqueren bietet beste Chancen, auf der Fahrstraße von einer Spontanlawine erwischt zu werden ist dagegen, übertrieben gesagt eher der Lottotreffer.
          (Trotzdem wird man Forststraßen unter Lawinenstrichen sperren, weil ja möglicherweise viele da langlaufen und die Chance, dass irgendeiner den Hauptgewinn zieht schon markanter ist. Bsp.: Tiefenbach / Furka)

          --

          Anekdote dazu:
          So gedacht sind wir mal bei einem satten Vierer (Brennerautobahn verschüttet & gesperrt etc.) einen Forstweg durch dichten Wald an die tausend Höhenmeter hoch. Hangneigung eher mäßig, da war nirgends eine Rinne o.ä. wo sich auch nur eine kleinere Lawine hätte auf den Weg machen können.
          Und was passiert? Dreißig Meter über uns und zehn Meter hinter uns bricht eine fette Tanne unter der Schneelast zusammen und schlägt auf den Fahrweg. Sind gerannt und von einer eisigen Schneestaubwolke überholt worden, sonst nix passiert. LVS & Schaufel wären nutzlos gewesen...
          Meine Reisen (Karte)

          Kommentar


          • Becks
            Freak

            Liebt das Forum
            • 11.10.2001
            • 18697

            • Meine Reisen

            #6
            Zitat von qwertzui Beitrag anzeigen
            Während es beim Alpinsport völlig normal ist, sich mit dem Thema Lawinen zu beschäftigen, wird beim Winterspaziergang eher nicht über Lawinengefahr nachgedacht.
            [...]
            Bei Lawinenwarnstufe 2 auf einer Forststraße, bin ich bescheuert und übervorsichtig, wenn ich die Lawinen Ausrüstung in Zukunft auch zu sowas mitnehme?
            Öhm. Die Lawine interessiert sich weder dafür, ob sie nun im Wald oder im Freien, auf 1000m üNN oder 3000m üNN runterkommt, und es interessiert sie auch nicht, ob es einen Profi oder Anfänger erwischt, und ob der mit Ski, Schneeschuhen oder barfuss unterwegs ist.

            Damit steht für mich fest: sobald es Schnee hat und die Route lawinengefährdet ist, muss das Zeug mit.


            Interessanter ist da die Diskussion, was Leute so im Sommer alles in den Bergen treiben. Da herrscht auch nach viel Neuschnee die Ansicht: Lawinen gibt es nur im Winter.....


            After much research, consideration, and experimentation, I have decided that adulthood is nothing for me. Thank you for the opportunity.

            Kommentar


            • Flachlandtiroler
              Freak
              Moderator
              Liebt das Forum
              • 14.03.2003
              • 23468

              • Meine Reisen

              #7
              OT:
              Zitat von Becks Beitrag anzeigen
              Interessanter ist da die Diskussion, was Leute so im Sommer alles in den Bergen treiben. Da herrscht auch nach viel Neuschnee die Ansicht: Lawinen gibt es nur im Winter.....
              Die Hüttenwirtin der Konkrodia hat uns mal Warnstufe vier verkündet, ganz ohne SLF-Bulletin und mitten im August.
              Wir haben dann nix mehr getrieben. Allenfalls alle paar Stunden die Terrasse neu freigeschaufelt.


              Meine Reisen (Karte)

              Kommentar


              • opa
                Lebt im Forum
                • 21.07.2004
                • 5329

                • Meine Reisen

                #8
                Zitat von Flachlandtiroler Beitrag anzeigen
                (Trotzdem wird man Forststraßen unter Lawinenstrichen sperren, weil ja möglicherweise viele da langlaufen und die Chance, dass irgendeiner den Hauptgewinn zieht schon markanter ist. Bsp.: Tiefenbach / Furka)
                das ist IMHO der springende Punkt: ähnlich wie skipisten sollten "offizielle" winterwanderwege überwacht und in gefahrfall von den örtlichen lawinenkommissionen gesperrt werden. jetzt schätze ich die als äußerst kompetent ein, unfehlbar sind sie halt auch nicht. in seltenen fällen kommt es ja auch mal zu lawinenereignissen auf skipisten. aber das risiko ist IMHO halt viel geringer als im freien skiraum. ob man dieses geringe riskikolevel zum anlass nimmt, um auch zum wandern oder pisteln das vollständige lawinengeraffel mitzunehmen, hängt halt von sicherheitsbedürfnis des einzelnen ab.

                davon abgesehen gibt es schon touren, wo IMHO die gefährlichsten passagen noch im forststraßenbereich liegen.mir fiele da der raganzer blanken in damüls ein, als der noch eine skitour war, oder das kotalmjoch im rofan. auch bei den ganzen touren in hintertux, wi du dieses tal hinterschappst, gibt es ein IMHO ein paar heikle passagen unten auf der forststraße zu traversieren.

                Kommentar


                • marcoruhland
                  Erfahren
                  • 22.09.2018
                  • 354

                  • Meine Reisen

                  #9
                  haben ist immer besser wie brauchen
                  aber man kann auch urban von schnee erschlagen werden (und das passiert durch aus öfter als gedacht)

                  mr

                  Kommentar


                  • toppturzelter
                    Fuchs
                    • 12.03.2018
                    • 1444

                    • Meine Reisen

                    #10
                    OT:
                    Zitat von marcoruhland Beitrag anzeigen
                    haben ist immer besser wie brauchen
                    aber man kann auch urban von schnee erschlagen werden (und das passiert durch aus öfter als gedacht)

                    mr
                    Da wuerd ich mir eher um Dachlawinen Sorgen machen..

                    Kommentar


                    • kawajan
                      Dauerbesucher
                      • 18.04.2006
                      • 685

                      • Meine Reisen

                      #11
                      Die hatten nochmal Glück gehabt dank Hund und anderen Personen in der Nähe
                      https://www.20min.ch/story/hunde-von...n-893176031907
                      Grüsselis Jan
                      Behalte den Point of No Return immer im Auge

                      Kommentar

                      Lädt...
                      X