Holz schlagen und spalten

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  • Stein
    Erfahren
    • 16.02.2012
    • 139

    • Meine Reisen

    Holz schlagen und spalten

    Hallo,
    ich habe im Forum ein wenig übers Feuermachen gelesen, aber ein Aspekt fehlt mir leider immer:

    Auf meinem letztem Trip hatte ich haufenweise tolles trockenes Holz herumliegen. Aber meist im 2-3 m Format und damit kann man bei einer kleinen Feuerstelle ja nichts anfangen. Wie bekomme ich das Holz mit einem normalem Messer in eine feuerstellfähige Größe? Zum Spalten gibt es ja diese Technik bei der man mit einem anderem Scheit auf den Messerrücken haut, aber diese Technik funktioniert auch nur gut bei gesägtem Holz.

    Wie bekomme ich mit einem normalem Messer einen 5cm dicken Ast in handliche 30cm Stücke? In den Survivalfilmen wird da immer geschickt drumherum geschnitten.

    Grüße Matthias
    "Der Gelehrte studiert die Natur nicht, weil das etwas Nützliches ist. Er studiert sie, weil er daran Freude hat, und er hat Freude daran, weil sie so schön ist. Wenn die Natur nicht so schön wäre, so wäre es nicht der Mühe wert, sie kennen zu lernen, und das Leben wäre nicht wert, gelebt zu werden." Henri Poincaré (1854-1912)

  • ToniBaer
    Dauerbesucher
    • 04.07.2011
    • 822

    • Meine Reisen

    #2
    AW: Holz schlagen und spalten

    Bei trockenem Holz würde ich mir die Hebelgesetze zu Nutze machen und die Äste einfach brechen. Wenn man ganz viel Zeit hat, kann man sicher auch noch Kerben einschnitzen, als Sollbruchstellen.


    Viele Grüße
    Toni

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    • Robiwahn
      Fuchs
      • 01.11.2004
      • 2099

      • Meine Reisen

      #3
      AW: Holz schlagen und spalten

      Tachchen

      einfach weitersuchen, bis du dünneres Holz findest, sollte in einer Waldgegend problemlos möglich sein, da Äste komischerweise zu einem Ende hin immer dünner werden

      Nein im Ernst, dünne Zweige/evtl. sogar mit Nadeln/trockenen Blättern geht sowieso besser zum Anzünden und du kannst es besser brechen und musst es nicht noch extra spalten. So bis ca. 2cm brech ich übers Knie, bei 2-4cm lege ich es einseitig auf nen Stein und trampel ordentlich drauf rum. Wenn es lang genug ist, geht auch noch auf ein Ende draufstellen und versuchen, das andere Ende mit der Hand hochzubiegen und durchzubrechen, oder zwischen 2 eng stehenden Bäumen verkeilen und solange biegen, bis es bricht. Die richtig dicken Knüppel lass ich meist liegen. Wenn sie schon ne Länge um nen Meter haben kann man die auch einfach mittig ins dann schon brennende Feuer legen, die brennen dann durch und man kann die einzelnen Hälften dann besser handeln.

      Grüße, Robert, der nur in 1% der Fälle mit was größerem als nem Opinel unterwegs ist, dann aber gleich mit ner ordentlichen Machete
      quien se apura, pierde el tiempo

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      • markrü
        Alter Hase
        • 22.10.2007
        • 2867

        • Meine Reisen

        #4
        AW: Holz schlagen und spalten

        Die Sägen an (den etwas größeren) Taschenmessern leisten da schon bessere Dienste als man oft glaubt. Ansonsten: Mit einer normalen Messerklinge besser nicht...

        Markus
        Der Optimist glaubt, dass wir in der besten aller Welten leben.
        Der Pessimist fürchtet, dass das wahr ist...

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        • hanseaticjonny
          Gerne im Forum
          • 30.01.2012
          • 78

          • Meine Reisen

          #5
          AW: Holz schlagen und spalten

          Moin,

          Alternative sonst noch:

          Feuer anzünden mit kleineren Ästen bis es schön brennt, glüht und knistert und dann die langen/ dicken/ schweren Äste mit einem Ende reinlegen. Dann kannst du gut regulieren und nachschieben, wenn das Ende abgebrannt ist! So muss man auch nicht ständig nach neuem Feuerholz rennen...

          Gruß,
          John

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          • smeagolvomloh
            Fuchs
            • 07.06.2008
            • 1929

            • Meine Reisen

            #6
            AW: Holz schlagen und spalten

            Auch wenn das sogenannte "Batoning" (Holzspalten mit dem Messer) in der Bushcraftszene sehr angesagt ist und in einem "Messertest auf keinen Fall fehlen darf", wüßte ich nicht, warum man mit dem Messer Holz spalten sollte!?

            Kleinere Holzstücke liegen doch sowieso genug rum. Dann muss man eben ein wenig mehr Kleinholz suchen und mit der Hand brechen, übers Knie brechen oder anderweitig (wie z.B. mit dem Zerschlagen auf großen Steinen) zerkleinern.

            Wobei ich zugeben muss, dass es auch Spaß machen kann, mit dem Messer Holz zu zerteilen. Unter dem Aspekt der möglichen Verletzungsgefahr sind andere Arten der Zerkleinerung häufig aber besser geeignet.
            "Das Leben leicht tragen und tief genießen ist ja doch die Summe aller Weisheit."
            Wilhelm von Humboldt, 1767-1835

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            • Stein
              Erfahren
              • 16.02.2012
              • 139

              • Meine Reisen

              #7
              AW: Holz schlagen und spalten

              Zitat von ToniBaer Beitrag anzeigen
              Bei trockenem Holz würde ich mir die Hebelgesetze zu Nutze machen und die Äste einfach brechen. Wenn man ganz viel Zeit hat, kann man sicher auch noch Kerben einschnitzen, als Sollbruchstellen.


              Viele Grüße
              Toni
              So bis ca. 2cm brech ich übers Knie, bei 2-4cm lege ich es einseitig auf nen Stein und trampel ordentlich drauf rum. Wenn es lang genug ist, geht auch noch auf ein Ende draufstellen und versuchen, das andere Ende mit der Hand hochzubiegen und durchzubrechen, oder zwischen 2 eng stehenden Bäumen verkeilen und solange biegen, bis es bricht.
              So was in der Art habe ich natürlich versucht, aber dann haben die Äste sich in 100te Fasern geteilt und dann muss man anfangen da rum zu drehen. Dadurch dauert das ganze dann ewig.
              "Der Gelehrte studiert die Natur nicht, weil das etwas Nützliches ist. Er studiert sie, weil er daran Freude hat, und er hat Freude daran, weil sie so schön ist. Wenn die Natur nicht so schön wäre, so wäre es nicht der Mühe wert, sie kennen zu lernen, und das Leben wäre nicht wert, gelebt zu werden." Henri Poincaré (1854-1912)

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              • Robiwahn
                Fuchs
                • 01.11.2004
                • 2099

                • Meine Reisen

                #8
                AW: Holz schlagen und spalten

                Hmmh, dann halt drehen, drehen, drehen oder versuch mal Äste von einer anderen Baumart zu nehmen. Hab zwar nie explizit drauf geachtet, aber wenn ich mich recht erinnere, geht das gut bei Buche, Kiefer, Eiche. Trocken sollte es halt sein, also so richtig knochentrocken. Fichte könnte ich mir von den Fasern (lang, flexibel) her vorstellen geht beschissener, Roteiche, Esche, Ahorn ebenso.

                Grüße, Robert
                quien se apura, pierde el tiempo

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                • Abt
                  Lebt im Forum
                  • 26.04.2010
                  • 5726

                  • Meine Reisen

                  #9
                  AW: Holz schlagen und spalten

                  Mal ehrlich, nimmt uns hier einer auf die Schippe?

                  Kommentar


                  • Robiwahn
                    Fuchs
                    • 01.11.2004
                    • 2099

                    • Meine Reisen

                    #10
                    AW: Holz schlagen und spalten

                    Nee du, ich denke, der meint das wirklich ernst. So Messerfetischisten+Survival-Künstler brauchen doch irgendeinen Grund, um das nächst größere Messer vor sich oder irgend jemand anderem zu rechtfertigen

                    Jedem Tierchen sein Plaisirchen, auch wenn man es eigentlich nicht braucht
                    quien se apura, pierde el tiempo

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                    • Stein
                      Erfahren
                      • 16.02.2012
                      • 139

                      • Meine Reisen

                      #11
                      AW: Holz schlagen und spalten

                      Ne zu Messerfetischisten gehörte ich nicht. Ich verwende ein Opinel mit fingerlanger Klinge. Es kann auch sein das ich mich einfach blöd angestellt habe. Es könnte ja aber sein, dass es ja besonders ausgeklügelte Techniken gibt. Nächste mal verwende ich mehr Zeit beim Suchen, dann geht's vielleicht leichter.
                      "Der Gelehrte studiert die Natur nicht, weil das etwas Nützliches ist. Er studiert sie, weil er daran Freude hat, und er hat Freude daran, weil sie so schön ist. Wenn die Natur nicht so schön wäre, so wäre es nicht der Mühe wert, sie kennen zu lernen, und das Leben wäre nicht wert, gelebt zu werden." Henri Poincaré (1854-1912)

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                      • Abt
                        Lebt im Forum
                        • 26.04.2010
                        • 5726

                        • Meine Reisen

                        #12
                        AW: Holz schlagen und spalten

                        Zitat von Robiwahn Beitrag anzeigen
                        Nee du, ich denke, der meint das wirklich ernst. So Messerfetischisten+Survival-Künstler brauchen doch irgendeinen Grund, um das nächst größere Messer vor sich oder irgend jemand anderem zu rechtfertigen

                        Jedem Tierchen sein Plaisirchen, auch wenn man es eigentlich nicht braucht

                        Na, OK. Dann will ich nicht beim kokeln stören.

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                        • markrü
                          Alter Hase
                          • 22.10.2007
                          • 2867

                          • Meine Reisen

                          #13
                          AW: Holz schlagen und spalten

                          Ich habe als Universalmesser mit so einem gute Erfahrungen gemacht: WENGER RangerGrip. Die Größe liegt etwa im gleichen Bereich wie ein Opinel. Mit der Säge kann man wirklich gut Feuerholz machen - Natürlich im vorgegebenen Rahmen. Wenn Du einen Hobo oder ähnliches verwendest und kein Lagerfeuer mit 1m Durchmesser machen willst, brauchst Du nicht mehr Säge! Von Opinel gibt es übrigens auch Klappsägen.

                          Eine Messerklinge ist einfach nicht zum Äste zerteilen gemacht. Dafür gibt es Sägen oder Äxte.

                          Es ist übrigens eine vielfach unterschätzte Kunst, das richtige Feuerholz zu finden. Viele nehmen auch schlichtweg zu große Zweige/Äste/Stämme und können sie am Ende nicht zerteilen. Viele legen auch (u.a. deswegen) viel zu große Feuer an und brauchen dann Unmengen Holz...

                          Also mein Tip: Hobo anschaffen - Taschenmesser mit Säge besorgen - Loslegen

                          Gruß,
                          Markus
                          Der Optimist glaubt, dass wir in der besten aller Welten leben.
                          Der Pessimist fürchtet, dass das wahr ist...

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                          • Okapi
                            Erfahren
                            • 30.08.2011
                            • 138

                            • Meine Reisen

                            #14
                            AW: Holz schlagen und spalten

                            Zitat von Stein Beitrag anzeigen
                            Zum Spalten gibt es ja diese Technik bei der man mit einem anderem Scheit auf den Messerrücken haut, aber diese Technik funktioniert auch nur gut bei gesägtem Holz.
                            Die Technik funktioniert auch ohne weiteres bei nicht gesägtem Holz.

                            Ganz einfache Lösungen:

                            Du machst das Holz durch Hebelwirkung oder einen kräftigen Tritt klein.
                            Du schnitzt dir einen Spaltkeil und treibst statt einem Messer diesen durch das Holz.
                            Du besorgst dir eine günstige Handsäge (Fiskars oder Bahco), damit bringst du das Holz auf passende Länge und spalten kannst du es, wenn du das Holz bis zur Mitte einsägst und dann die Stelle auf einen festen Untergrund schlägst.
                            Eine anschauliche Demonstration siehst du hier: http://www.youtube.com/watch?v=f9iFoyEOWrQ
                            Eine weitere Variante wäre ein kleines Beil zu benutzen (z.B. auch von Fiskars).

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                            • krupp
                              Fuchs
                              • 11.05.2010
                              • 1467

                              • Meine Reisen

                              #15
                              AW: Holz schlagen und spalten

                              übers Knie brechen ist auch nicht zu emfehlen, daher auch das sprichwort
                              auch überm oberschenkel ist so ne sache, mit etwas ungeschickt jagt man sich dabei
                              eines der beiden bruchenden in den leib.
                              etwas was bei mir gut funktioniert ist das holz quer über den dicksten ast zu legen,
                              ähnlich einer wippe, und dann durch draufstellen oder vorsichtige tritte zu brechen.
                              dazu brauch man freilich griffiges, festes schuhwerk.
                              auch durch einklemmen in zb astgabeln und hebeln bekommt man größere stücke
                              oft und vorallem auf "realtiv" sichere art klein.

                              allerdings, wie auch schon geschrieben wurde, eig findet man an bäumen immer
                              trockene zweige und kleine äste die man mit der hand brechen kann.
                              das genügt für einen hobo oder ein kleines grubenfeuer.
                              größeres holz hebt man am besten für größere feuer auf.

                              zum spalten mim messer / batoning. das macht man eig nicht in erster linie um
                              holz klein zu machen,
                              sondern in dem fall wenn das (tote)holz aussen feucht ist, nach einem regen zb,
                              da man auf diese art sehr schnell an den trockenen holzkern kommt.
                              in der tat ist es aber auch eine beliebte "spielerei" ich finds nicht schlimm, mit dem entsprechendem messer
                              ist das auch kein problem.

                              Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht, ist zu Recht ein Sklave.

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                              • karpow
                                Erfahren
                                • 02.01.2010
                                • 148

                                • Meine Reisen

                                #16
                                AW: Holz schlagen und spalten

                                bei alle dem wäre evtll. noch hinzu zu fügen dass man evtll. kurz vor dem knacks das gesicht bewusst etwas wegdreht...auch nie -wenn man das stück ast als beispiel in einer astgabel brechen möchte nach hinten ziehen sondern nach vorn drücken...
                                der unterschid besteht in der besseren körperreaktion...man ist bestrebter beim nach vorn drücken auf sich und seine umgegend besser zu achten, da die augen vorn sind und nicht hinten und ein ausfallschritt nach vorn ist *körpergeometrisch* einfacher, da man besser abfedern kann und sieht wohin man tritt...
                                hat was mit abbauender energie zu tun...

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                                • _Nick
                                  Anfänger im Forum
                                  • 07.06.2009
                                  • 32

                                  • Meine Reisen

                                  #17
                                  AW: Holz schlagen und spalten

                                  Solltest du das Batoning weiter verfolgen, dann mit einem feststehenden Messer mit einer nicht zu dünnen Klinge. Auch ist darauf zu achten, dass die Klinge über den gesamten Griff eingearbeitet ist und nicht nur nach dem Griffstück befestigt ist. Hier besteht sonst die Gefahr, dass sich die Klinge bei großer Krafteinwirkung löst. Ich finde, man sollte so etwas seinem Messer nur in Ausnahmesituationen bzw. ab und zu antun. Gute Messer können das zwar ab, aber schneller stumpf werden die dann auch.
                                  Der Mensch, der blind ist für die Schönheiten der Natur, hat nur das halbe Vergnügen am Leben gehabt. Lord Robert Baden-Powell

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                                  • Abt
                                    Lebt im Forum
                                    • 26.04.2010
                                    • 5726

                                    • Meine Reisen

                                    #18
                                    AW: Holz schlagen und spalten

                                    Hier zählt die Fingerfertigkeit, wieviel es davon abends gibt.

                                    Kommentar


                                    • Gismo834
                                      Erfahren
                                      • 25.01.2010
                                      • 223

                                      • Meine Reisen

                                      #19
                                      AW: Holz schlagen und spalten

                                      Es kommt doch immer auf die Situation an. Wenn ich im Winter unterwegs bin und möchte unbedingt ein Feuer machen das z.b die ganze Nacht durchbrennen soll dann muss ich schon größere Mengen von Holz vorbereiten.

                                      Da das Holz auf dem Boden dann in der regel durchgeweicht ist kann man sehr gut stehendes Totholz nehmen.
                                      In Stücke sägen ( mittels klappsäge etc) und dann per Batoning klein Teilen funktioniert da gut.
                                      Ein anderer nimmt lieber ein kleines Beil, auch gut. Allerdings bin ich mit einem großen Messer etwas flexibler.

                                      Im Sommer, im Wald mit Haufenweise dünnem Holz um mich rum ist das natürlich Quatsch.
                                      Aber auch im Sommer gibt es Gründe großes Holz teilen zu müssen z.b am Flußufer wenn man nur angeschwemmtes großes Holz zur verfügung hat etc.


                                      Ich habe z.b auch schon in Norwegen an einer DNT Hütte Holz in kleine Stücke Batont weil die vorhandene Axt wackelte wie ein Lämmerschwanz und total stumpf war.

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                                        • 30.08.2011
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                                        • Meine Reisen

                                        #20
                                        AW: Holz schlagen und spalten

                                        "Batoning" ist kein Synonym für Holz spalten. Einen Knüppel zu verwenden um damit Schläge auf den Klingenrücken auszuüben ist für viele Anwendungen geeignet. Dazu braucht man keine dicken Klingen oder einen durchgehenden Erl.

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