Survival in den Alpen

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  • Jahang
    Erfahren
    • 14.04.2012
    • 167

    • Meine Reisen

    #81
    AW: Survival in den Alpen

    OT: PS: Ich bin übrigens gerade in einer Survival-Situation. Es ist nichts zu essen da und der Kühlschrank ist leer. Als wenn das nicht genug wäre habe ich auch noch durst.
    Insofern werde ich nun meine Urban-Survival-Skills anwenden und etwas geqälten Weizen im Bio-Laden einkaufen gehen. Sowie auch Irgendein Käseprodukt, für das eine Kuh und ihr Kalb leiden musste. Eventuell gibt's auch noch Wurst, für die ein zuvor mit geqältem Gras gefüttertes Tier im Biohof blutrünstig umgebracht wurde.


    Bis dann.
    omnia vincit amor

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    • Ditschi
      Freak

      Liebt das Forum
      • 20.07.2009
      • 10887

      • Meine Reisen

      #82
      AW: Survival in den Alpen

      Hallo,

      ich selbst habe mit Survivel nichts am Hut. Es ist nicht mein Hobby.

      Ich finde aber, der eine oder andere sollte aufhören, sich über die lustig zu machen, deren Hobby es ist.

      Jemand hat hier mal eine gute Frage gestellt: muß man ein Hobby erklären?

      Ich finde: nein!

      Die Zeiten, als hier Fallenstellen und das Setzen von Schlingen propagiert wurde, scheint vorüber. Die gab es mal! Auch unsere Survivler haben gelernt, daß auch ihr Hobby es nicht rechtfertigt, sich zu Übungszwecken über elementare Naturschutz- und Tierschutznormen hinwegzusetzen.

      Nicht in unserem Forum, aber woanders bin ich auf Survivler gestoßen, denen man doch schon eine Paranoia attestieren könnte. Wer permanent Vorräte hortet, ständig in voller Montur auf dem Küchenstuhl hockt und jedem zuflüstert:
      " Pst, ich glaube, es geht los.....!", muß sich fragen lassen, ob man Zweifel an der psychischen Gesundheit noch als Hobby deklarieren kann.

      Wer aber nur in die Natur hinaus möchte, um dort einem Hobby nachzugehen, hat meinen Segen. Genauso könnte man den tieferen Sinn hinter Geocachen oder was auch immer hinterfragen wollen.

      Gruß Ditschi

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      • Torres
        Freak

        Liebt das Forum
        • 16.08.2008
        • 26793

        • Meine Reisen

        #83
        AW: Survival in den Alpen

        @Jahang.

        Nein, es wurde nach Hochtouren gefragt. Es geht um die Fragen von Stefan87 und nicht um den Ausgangspost.

        Endlich habe ich etwas gefunden was Survival im Hochgebirge für mich definiert:
        http://www.dmax.de/video/das-surviva...winengefahr-1/

        Ich weiß das wir nicht in den Rockys sind, sondern in den Alpen aber ich meine nur mal so vom Grundprinzip.

        ----

        .......Die Kernaussage im Video ist: Absteigen, egal wie!

        Das haben auch schon die meisten hier im Thread gesagt und ist auch für mich das einzig Richtige ...
        ... ABER was ist wenn dieses nicht mal so eben an einem Tag geht?!

        Dafür lohnt es sich doch, sich mit Survivaltechniken zu beschäftigen, in den Alpen zumindest 1 Nacht ohne Ausrüstung (außer der am Körper) überstehen zu können um dann zur nächsten Hütte abzusteigen.
        Die seriösen Antworten hier zielen darauf ab, dass man keine Situationen konstruieren sollte, die im Gebirge unwahrscheinlich sind und deren Eintreten fahrlässig wäre, sondern sich lieber auf realistische Situationen und folglich auf die Ausbildung und das Handwerk konzentrieren soll, weil das die Überlebenschancen erhöht.

        Daher bemühen sich hier Bergsteiger um ernsthafte Antworten, die da lauten, dass es Survivalsituationen im Hochgebirge Alpen durch eine Hochtourenausbildung zu vermeiden gilt. Dass, wenn Survivalsituationen tatsächlich eintreten, die beste Chance ist, sofort ab zu steigen (auf die Situation, die von _Matthias_ angesprochen wurde, übertragen, haben die vier Alpinisten überlebt, die abgestiegen sind), nicht alleine unterwegs sein (die vier haben Hilfe holen können), Hilfe zu rufen (die beiden, die von einer Hütte versorgt werden konnten und gerettet wurden, haben auch verletzt überlebt) und sich im Schnee zu wärmen und auf Hilfe oder den Abstieg zu warten. Das scheint für die zwei Verstorbenen nicht ausreichend gewesen zu sein, da sie laut Nachricht erschöft waren und erfroren sind.

        Wenn ich das also richtig verstehe, ist Survival in den Bergen Bestandteil normaler Ausbildung, weil der Aufenthalt in der Todeszone immer ein Überlebenskampf ist.
        Wer die Erinnerungen von Bergsteigern in Buchform liest, muss zu der Erkenntnis kommen, dass das Überleben im Hochgebirge vor allem mit viel Routine, Selbstdisziplin und Geschick bewältigt wird. Und selbst Profis an Wetterumschwüngen und Schlechtwettereinbrüchen scheitern können, weil sie nicht mehr genug körperliche Reserven haben, ihr Geist sich durch Mangel verwirrt ist, die Ausrüstung zu wenig Reserven bietet, der Bergsteiger aufgrund Erschöpfung trotz guter Ausrüstung nicht mehr genügend Flüssigkeit gewinnen kann, falsche Wegentscheidungen trifft oder einfach Pech hat.
        "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

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        • stefan87
          Erfahren
          • 22.11.2009
          • 441

          • Meine Reisen

          #84
          AW: Survival in den Alpen

          @MarkusA: Jep ... danke für deinen sehr hilfreichen Beitrag.


          @Torres: Genau, erfahrenere Bergsteiger versuchen hier durch Hinweis auf Lehrbuchvorgehen und die Selbstverstänlichkeiten, die jeder im Gebirge kennen und beherrschen sollte hinzuweisen, das insbesondere Solo-Touren jenseits des eigenen Könnens fahrlässig / schwachsinnig / ... usw. sind.

          Ich habe bereits in diesem Beitrag weiter hinten hier auf meine Einstellung hingewiesen.

          Ergänzend dazu noch folgendes:
          (Ich bin hauptsächlich alleine unterwegs!)
          Darum interessieren mich Fälle in denen Personen in der Gruppe überlebt haben wenig. Natürlich ist es logisch das wenn einer sich verletzt hat, der andere Hilfe holen kann und die Sache damit viel schneller gegessen sein kann. Das geht wenn man alleine unterwegs ist aber logischer Weise nicht.

          Wollte ich eine Diskussion über den reinen Lehrbuchablauf einer Bergtour, dann hätte ich im Alpinforum gepostet oder mir irgendein Buch gekauft. Ich spreche hier aber die Leute an, die eben Solotouren gehen und schonmal dadurch eben nicht rein nach Lehrbuch handeln, was zu ganz anderen Anforderungen führt. Ob das gut oder schlecht ist will ich hier nicht hören, sondern einfach einen Erfahrungsaustausch.

          Mir kommt es so vor als wolle man hier ungern abseits des Lehrbuches, alpine Touren tolerieren. (Mir ist schon klar das hier auch andere Leute mitlesen.)


          Gruß Stefan
          „Also woran man nicht sparen sollte sind der Rucksack und die Stiefel. Alles andere wird man für den Anfang schon irgendwo aus seinen vorhandenen Sachen auftreiben.“

          ske-outdoor.jimdo.com - Tourenberichte, Bilder, Ausrüstung, Ideen

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          • Torres
            Freak

            Liebt das Forum
            • 16.08.2008
            • 26793

            • Meine Reisen

            #85
            AW: Survival in den Alpen

            Dann hol Dir ein Buch von Messner über die Alleinbesteigung des Nanga Parbat. Der war doch auch alleine auf Gipfeln unterwegs. Und das war ganz schön grenzwertig, wenn ich das richtig erinnere und nicht unbedingt zur Nachahmunng empfohlen.

            Ich spreche hier aber die Leute an, die eben Solotouren gehen und schonmal dadurch eben nicht rein nach Lehrbuch handeln, was zu ganz anderen Anforderungen führt. Ob das gut oder schlecht ist will ich hier nicht hören, sondern einfach einen Erfahrungsaustausch.
            Die erfahrenen Bergsteiger hier weisen doch nicht auf Lehrbuchvorgaben hin, sondern reden aus eigener Erfahrung. Und die Tatsache, dass sie bisher überlebt haben, spricht für sie.

            Ansonsten hilft vielleicht auch der Beitrag von Becks, zumindest scheinen mir das typische Szenarien zu sein:

            http://www.outdoorseiten.net/forum/s...=1#post1013202
            "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

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            • HUIHUI
              Fuchs
              • 07.08.2009
              • 2140

              • Meine Reisen

              #86
              AW: Survival in den Alpen

              Zitat von Torres Beitrag anzeigen
              und sich im Schnee zu wärmen und auf Hilfe oder den Abstieg zu warten. Das scheint für die zwei Verstorbenen nicht ausreichend gewesen zu sein, da sie laut Nachricht erschöft waren und erfroren sind.
              In dem Kontext möchte ich darauf hinweisen das ich es für wahrscheinlich halte das die beiden durch Dehydrierung erfroren sind(Hypothese: sehr große Gruppe, Gruppe teilt sich in 3 Teile im Notfall, oft hohe Unterschiede der indivudellen Fähigkeiten bei 8er Gruppen, Einstellung "die anderen werden es schon richten" häufig verbreitet, schwächere Gruppenmitglieder gehen an Leistungsreserven die in Notsituationen fehlen).
              Ein "UL" Gaskocher mit Mini-Kartusche und Titantässchen und 3 Teebeutel wiegen nichts, sorgen jedoch dafür das in einer höchst improvisierten Biwaksituation der Körper immer mit ausreichend Flüssigkeit versorgt wird. In der Höhe und auch bei der Kälte ist die Luft, analog zu Wintertouren, so trocken das nur durch rumsitzen einige Liter pro Tag abgeatmet werden. Daher nimmt die Überlebensfähigkeit des Körpers ohne stete Flüssigkeitszufuhr schnell ab.
              Ich bin ziemlich einfach. Ich trinke guten Wein, das ist konzentrierter Sonnenschein.

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              • stefan87
                Erfahren
                • 22.11.2009
                • 441

                • Meine Reisen

                #87
                AW: Survival in den Alpen

                Zitat von Torres Beitrag anzeigen
                Die erfahrenen Bergsteiger hier weisen doch nicht auf Lehrbuchvorgaben hin...
                Ja aber der Unterton klingt für mich wieder so, das es nicht möglich sei auf Tour zu gehen, ohne vorher zig Kurse etwa vom DAV absolviert zu haben (eben nach Lehrbuch).

                Edit: Natürlich sprechen sie auch von ihren praktischen Erfahrungen.


                Zitat von HUIHUI Beitrag anzeigen
                Ein "UL" Gaskocher mit Mini-Kartusche und Titantässchen und 3 Teebeutel wiegen nichts ...
                Jep, gaube wir sind da auf einer Wellenlänge.
                „Also woran man nicht sparen sollte sind der Rucksack und die Stiefel. Alles andere wird man für den Anfang schon irgendwo aus seinen vorhandenen Sachen auftreiben.“

                ske-outdoor.jimdo.com - Tourenberichte, Bilder, Ausrüstung, Ideen

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                  • 02.08.2010
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                  • Meine Reisen

                  #88
                  AW: Survival in den Alpen

                  OT:
                  Zitat von MarkusA Beitrag anzeigen
                  Für mich ist es immer wieder amüsant, wenn sich hier Leute im "Survival" Thread outen, die anscheinend im normalen Leben nicht mal ohne Muttis Hilfe überleben können...

                  Geht doch in den Wald, lasst euer Handy daheim und quält bitte keine Tiere!

                  Was soll eigentlich der tiefere Sinn von dem Ganzen sein?

                  In Extremsituationen hilft euch euer theoretischer Scheiß eh nix, da handelt man instinktiv. Unser Körper hat auch genügend Reserven um auch mal eine Nacht draußen zu verbringen. Hausverstand ist da kein Nachteil, aber den hat man eben und findet ihn sicher nicht hier...
                  Wenn ich so ein Schrott lese, hätte ich wieder große Lust den Meldebutton zu betätigen und mich aus dem Forum abzmelden. Ganz ehrlich sowas kann hier doch nicht geduldet werden!
                  Rock the world! Die Hoffnung stirbt zuletzt

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