Seekajaking: Küstentörn und Inselsprung - Tipps & Tricks

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  • Beyond
    Dauerbesucher
    • 09.11.2010
    • 601

    • Meine Reisen

    AW: Seekajaking: Küstentörn und Inselsprung - Tipps & Tricks

    Hej Hannes (hannesv),

    wenn die An- und Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgen soll und Du während der Seekajk-Reise öfter das Boot umsetzten willst, ist der Klepper T 9 grundsätzlich vorzuziehen. Der größte Nachteil ist allerdings, dass Du beim An- und Ablanden über Felsen höllisch aufpassen musst, den Falter nicht zu beschädigen! Bei Solofahrten ist das schon ein gewichtiger Punkt, den man überdenken muss.

    Starre Boote haben nur dann den Vorteil, wenn Du selbst mit dem Auto anreist oder wie ich, von einem Paddelpartner mitgenommen wirst. Dann kannst Du die Robustheit eines HDP-Bootes genießen. Mit einer Spedition den Kajak zu versenden geht extrem ins Geld! Dafür kannst Du Dir sicherlich auch ein Boot vor Ort ausleihen, wenn die Option vorhanden ist. Ich habe da leider keine Erfahrung.

    Selbiges gilt auch für den Selbstbau in Kroatien. Ich kann darüber nichts schreiben. Wenn man die Zeit und die Kosten berücksichtigt, wäre meines Erachtens ein Leihboot die bessere Alternative – immer vorausgesetzt, dass man Boote an der Adriaküste leihen kann. Man müsste da einmal im Internet „gockeln“.

    Prijon bietet Seekajkreisen in Kroatien an und betreibt zwei Stationen, eine auf der Insel Prvic und eine auf der Insel Kornat. Nach telefonischer Auskunft von Frau Prijon, heute am 07.09.2015, ist es möglich, sich für eigene Touren ein Boot auf der Insel Prvic auszuleihen. Dazu ein kleiner Auszug aus dem Angebot von Prijon:

    Sie wollen nur die Ausrüstung vor Ort mieten?
    Auf der Insel Prvic ist es möglich, unsere Seekajaks mit Spritzdecke und Paddel zu mieten. Für € 25,- pro Tag oder € 100,- pro Woche ist das außerhalb unserer bereits angebotenen Touren möglich.
    Bei Interesse nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. Telefon 08031/30370 oder seekajak@prijon.com (Quelle: http://blog.prijon.com/2014/01/seeka...n-in-kroatien/ oder klicke einfach “hier“)

    Soweit mein bescheidener Rat zu diesem Thema. Vielleicht können aber andere Forumsmitglieder mehr Informationen zu Deinen Fragen beisteuern und ich bitte sie, sich hier zu äußern, um den Infopool in diesem Thread zu ergänzen.

    Viele Grüße
    Beyond

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    • krupp
      Fuchs
      • 11.05.2010
      • 1467

      • Meine Reisen

      AW: Seekajaking: Küstentörn und Inselsprung - Tipps & Tricks

      das ist aber ein schöner tip mit den prijon-leihbooten ! ist echt ne Überlegung wert und mit 100.- pro Woche fürs boot sogar recht preiswert und man kann auch evt direkt mal ein anderes Modell ausprobieren.
      Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht, ist zu Recht ein Sklave.

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      • Beyond
        Dauerbesucher
        • 09.11.2010
        • 601

        • Meine Reisen

        AW: Seekajaking: Küstentörn und Inselsprung - Tipps & Tricks

        Hallo Krupp,

        sich einen Seekajak in Dalmatien auszuleihen, halte auch ich für eine gute Option, insbesondere dann, wenn man sich noch unschlüssig ist, zu welchem Boot man tendiert.

        Der von mir angegebene „Verleiher“, bei dem man sich Kajaks für eine Urlaubsfahrt auszuleihen kann, wird sicherlich nicht der einzige sein, und es wird auch einheimische Anbieter geben. Hierzu sollte man im Internet auf Suche gehen. Auf alle Fälle empfehle ich, den bevorzugten Anbieter vor Abschluss eines Mietvertrags zu kontaktieren, um die Einzelheiten zu eruieren, damit man vor Ort nicht enttäuscht wird.

        Viele Grüße
        Beyond

        PS: Vor kurzem habe ich mir zwei „neue“ Pfannen für das Kochen draußen zugelegt: eine kleinere mit einem Durchmesser von 29 cm und einem Gewicht von 630 g und eine größere, massive mit einem Durchmesser von 32 cm und einem Gewicht von 1610 g.



        Bild: Links, die kleine Pfanne aus Nirosta-Stahl ist derzeit auf meinem kleinen auslaufsicheren Spirituskocher im Wintergarten, nahezu jeden Tag in Betrieb und schon ziemlich eingebrannt. Ich habe sie auf einem Flohmarkt erstanden. Wegen des relativ dünnen Blechs, verformt sich der Boden ein wenig, und es entsteht eine kleine Mulde. Beim Kochen fällt das aber nicht auf. Rechts, die große Pfanne aus Eisen habe ich kürzlich in einem Ramschladen erstanden. Sie kommt im Herbst, beim Holzmachen das erste Mal auf meinen Hobo-Öfen zum Einsatz. Mal sehen, wie sie sich im Outdoorbereich bewährt. Allerdings zum Trekking ist sie mit einem Gewicht von 1,6 kg weniger geeignet, mehr im stationären Gebrauch in einem festen Lager. (Smiley: „Zwinkern“)

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        • hannesv
          Dauerbesucher
          • 19.09.2008
          • 696

          • Meine Reisen

          AW: Seekajaking: Küstentörn und Inselsprung - Tipps & Tricks

          Navigation

          Ich mach eher auch Navigation auf Sicht, GPS hab ich nur zum Spotten. Deswegen unsortierte Fragen bez Navigation mit Karte und Kompass. Ich kann terr Navigation vom Segeln her und denke über die praktische Umsetzung unter Kayakbedingungen nach

          Karte: einlaminieren oder wasserdichte Tasche: Größe, Aufbewahrung

          Positionsbestimmung:
          Kompass: Peilung über Bug oder Handpeilkompass?
          Kursdreieck: Aufbewahrung
          Arbeit: Klemmbrett? Aufbewahrung wo?
          Kreuzpeilung: Kayak stabilisieren? Wie? Seeanker? 2fache Paddelbrücke mit paddlefloat?



          HG hannes


          ps: wenn bereits diskutiert bitte um link, weil dann hab ich es übersehen
          ******************
          ich finde es besser, dass das ziel am ende des weges ist, als dass der weg zum ziel führt.
          ******************

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          • Beyond
            Dauerbesucher
            • 09.11.2010
            • 601

            • Meine Reisen

            AW: Seekajaking: Küstentörn und Inselsprung - Tipps & Tricks

            Hej Hannes (hannesv),

            danke für Deine Anfragen zum Thema Navigation.

            In diesem Thread habe ich bereits einige Beiträge über Navigation eingestellt. Du findest sie im Inhaltsverzeichnis II (klicke: “hier“) im Kapitel „10 - Navigation“

            Auf Deine Fragen möchte ich dennoch kurz eingehen:

            1 – Grundsätzlich bevorzuge ich, ebenfalls wie Du, die Navigation auf Sicht. GPS dient in der Regel nur, um meinen Lagerplatz zu dokumentieren.

            2 – Die Navigationsarten der Segler benutze ich überwiegend zu Hause und im Lager zur Planung, im Kajak nur, soweit es die Bedingungen zulassen. Weil die Etmale beim Paddeln weitaus kürzer sind als bei einem Segeltörn, habe ich die terrestrische Navigation drastisch minimiert.

            Im Küstenbereich verzichte ich grundsätzlich auf terrestrische Navigation und begnüge mich mit einer Seekarte. Suomalee verwendet laminierte Seekarten in der Größe von etwa DIN A3, die sie auf Deck, unter dem Gepäcknetz verstaut. So kann sie während der Fahrt immer wieder einen Blick darauf werfen und ihren Standort kontrollieren. Ich benutze eine wasserdichte Kartentasche der Größe DIN A4 mit der entsprechend gefalteten Karte oder einer Kopie, die ich in der Sitzluke aufbewahre. Dazu muss ich sagen, dass ich mir den Tageskurs zuvor eingeprägt habe und die Karte nur dann herausnehme, wenn ich mit dem „Auswendiggelernten“ nicht mehr klar komme. Das hat den Nachteil, dass man schon mal „falsch abbiegt“ wie Suomalee das so schön in ihrem Reisebericht im Kapitel „IM KREISVERKEHR ZU FRÜH ABGEBOGEN“ beschrieben hat (klicke: “da“). Na ja, dafür haben wir einen der schönsten Lagerplätze auf dieser Seekajak-Tour gefunden und haben ihn zum Abschluss unserer Reise sogar noch einmal aufgesucht. (Smiley: „Lächeln“)

            3 – Im Prinzip ist bei einer Seekajak-Tour während der Fahrt keine terrestrische Ortsbestimmung erforderlich. Zu einem sind die Etmale überschaubar kurz (Küstenfahrt oder Überfahrt zu einer Insel auf Sicht) zum anderen haben Kajaks nicht die Probleme der Segler, auf Untiefen achten zu müssen, damit man nicht auf Grund läuft. Wir Kajaker können getrost auf diese Kiel und Unterschiff schonende „Sicherheitsnavigation“ verzichten und auf Sicht fahren. Dazu sollte man wissen, wie sich eine Wasseroberfläche im Wellengang verändert, wenn sich darunter Felsen oder Untiefen befinden und was passiert, wenn höhere Wellen (Dünung, Sturm) über Flachwasser laufen. Bei Überfahrten ist allerdings auf die Abdrift zu achten, die rechtzeitig berücksichtigt oder korrigiert werden muss. Über Hundekurve und Seilfähre haben ich im Kapitel 10 – Navigation einiges geschrieben. Wenn ich meine navigatorischen „Hausaufgaben“ am Tag zuvor gut gemacht habe, muss ich während der Fahrt keine terrestrische Ortsbestimmung mehr manchen. Die „Yacht-Navigation“ mit Kreuzpeilung, Seekarte, Kursdreieck usw. habe ich während meinen Paddeltouren noch nie anwenden müssen.

            4 – Suomalee und ich fahren mit eingebautem/aufgebautem Kompass und gepeilt wird über den Bug (vorausgesetzt der Kompass ist richtig montiert – bei Faltbooten mit aufgeschnalltem Kompass muss er bei jedem Bootzusammenbau neu justiert werden, was aber keinen großen Aufwand bereitet). Diese einfache Methode reicht in der Regel für unsere Zwecke völlig aus. Zusätzliche Hilfsmittel (spezieller Peilkompass) sind meiner Ansicht nicht erforderlich.

            5 – Bei großen Überfahrten, bei denen das Ziel nicht zu sehen ist (Dunst, Insel liegt hinter der Kimm), sollte bei Seekajak-Touren erhöhte Vorsicht geboten sein. Hier sind die örtlichen Begebenheiten wegen der potentiellen Abdrift zu berücksichtigen wie: Strömungen, Wind, Wellen (Stärke und Richtung). Siehe dazu meine Beiträge im Kapitel 10 – Navigation ab Post #690 (klicke: “hier“) und folgende. Außerdem gehört schon etwas Übung dazu, über Stunden nur nach Kompass zu paddeln und den Kurs zu halten, insbesondere dann, wenn man den Startpunkt nicht mehr und den Zielpunkt noch nicht sieht. Will man zu einer kleinen niederen Insel, die erst zu erkennen ist, wenn man nur noch einige Kilometer von ihr entfernt ist, kann das schon zu einer enormen psychischen Belastung ausarten, wenn man nicht sicher ist, an der Insel vorbei- oder abgetrieben zu werden. Hier hilft auch eine Koppelrechnung, in der man mit seiner Paddelgeschwindigkeit bestimmt, wann man die Insel sehen oder erreichen müsste. Ich werde in meinen nächste Posts bei meiner „technischen“ Reisebeschreibung nochmals gesondert darauf eingehen.

            So, das wären meine Kurz-Infos auf Deine Fragen. Vielleicht reichen meine Ausführungen zur Navigation unter den angegebenen Links aus, um Dir weiterzuhelfen. Wenn Du spezielle Fragen hast, nur zu – ich beantworte sie Dir gerne, soweit ich dazu in der Lage bin.

            Viele Grüße
            Beyond

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            • hannesv
              Dauerbesucher
              • 19.09.2008
              • 696

              • Meine Reisen

              AW: Seekajaking: Küstentörn und Inselsprung - Tipps & Tricks

              Deine homepage war eh schon sehr aufschlussreich. Aber der Teufel steckt im Detail.

              Welche Kartentasche würdest du empfehlen? Gibst du Silikatbeutel rein? Detto in die Box vom GPS?
              GPS am Körper mit eigener "Schimmweste"?




              Ich bin ein gebranntes Kind in Bezug auf Stromabhängikeit.

              Bekannte von mir sind über den Nordatlantik gesegelt. Es wurde vergessen (Stress bei 10/11 bft) die Bat im Spotter zu wechseln. So waren sie plötzlich vom Bildschirm verschwunden.
              Apros Spotter: ja oder nein?

              Apropos Stromabhängigkeit: alles auf wiederaufladbare AA(A)Batterien umstellen? Die bekommt man ja überall

              Ich finde, dass sich die Menschen zu sehr in Abh von Elektronik begeben. Es gibt bei uns am Neusiedlersee echt Typen, die nach GPS segeln. Unter Tags bei Sicht und net in der Nacht!
              Zuletzt geändert von hannesv; 16.09.2015, 06:27.
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              ich finde es besser, dass das ziel am ende des weges ist, als dass der weg zum ziel führt.
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              • Beyond
                Dauerbesucher
                • 09.11.2010
                • 601

                • Meine Reisen

                AW: Seekajaking: Küstentörn und Inselsprung - Tipps & Tricks

                Hej Hannes (hannesv),

                auf meiner Kartentasche steht „Ortlieb“ d'rauf und besteht aus einer durchsichtigen, weichen Folie mit Rollverschluss. Es gibt aber sicherlich auch noch andere Hersteller, die ebenso qualitativ hochwertige Produkte anbieten.

                Weil ich meist Kopien verwende, verzichte ich auf Silikatbeutel. Mit diesen Karten „navigiere“ ich ja nicht. Sie dienen lediglich als Übersicht und Kontrolle, wie jede normale Landkarte auch.

                Mein GPS-Gerät ist ein uraltes „Garmin etrex“. Das ist spritzwassergeschützt und wird in einem stabilen, wasserdichten Ortlieb-Beutel in der Sitzluke transportiert. Um alles griffbereit zu haben, befindet sich außerdem in diesem Sack auch noch mein Handy „Alcatel one touch easy“ (Ausgabe 1989!) und meine Schnorchel-Digicam „Kodak easyshare sport“. Auch hier verzichte ich auf Silikatbeutel und habe bisher noch keine Probleme damit gehabt.

                Meine elektrische Ausrüstung (einschließlich Stirnleuchte und dem antiken „Notebook“, noch ohne Grafik, das ich als absoluten Luxus dabei habe, wenn ich solo unterwegs bin) wird grundsätzlich mit AA-Batterien versorgt. So komme ich mit einem einzigen Batterietyp aus, den ich notfalls auf der ganzen Welt nachkaufen kann. Im Prinzip besorge ich mir zu Hause die nötige Anzahl von Reserve-Batterien und nehme sie mit. Da habe ich die Gewähr, die frischesten, mit dem längsten Haltbarkeitsdatum (heuer ist es 2020) zu bekommen, damit ich auch die volle Ladekapazität zur Verfügung habe. Allerdings wird die Beschaffung von elektrischen Geräten, die diesen Batterietyp verwenden, heutzutage immer schwieriger.

                Natürlich kann jeder mit der Ausrüstung auf Reisen gehen, von der er überzeugt ist, sie unbedingt mitführen zu müssen. Ich persönlich gehe halt mit dem Ultralight-Standpunkt konform: „Wissen wiegt nichts!“ oder „Was ich im Kopf habe, muss ich nicht mitschleppen!“ Nach diesen Grundsätzen wähle ich meine Ausrüstung aus, insbesondere das elektrische/elektronische Equipment. GPS, Smartphone usw. sollten nur als zusätzliche Navigationshilfsmittel angesehen werden und man muss über deren Grenzen und beschränkten Einsatzbereich informiert sein. Keinesfalls darf man sich in deren absolute Abhängigkeit begeben!

                Viele Grüße
                Beyond

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                • hannesv
                  Dauerbesucher
                  • 19.09.2008
                  • 696

                  • Meine Reisen

                  AW: Seekajaking: Küstentörn und Inselsprung - Tipps & Tricks

                  wer verwendet einen spotter?
                  ******************
                  ich finde es besser, dass das ziel am ende des weges ist, als dass der weg zum ziel führt.
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                  • merlin2
                    Erfahren
                    • 20.03.2006
                    • 306

                    • Meine Reisen

                    AW: Seekajaking: Küstentörn und Inselsprung - Tipps & Tricks

                    Ja, diesen: http://www.gpsafety.eu/produkte/inreach-explorer/
                    Allerdings nicht zum tracken, sondern als Kommunikationsmöglichkeit in Gegenden ohne Handy-Netz. Z.B. um zu wissen, wie´s den alternden Eltern geht etc. Na ja, einmal täglich eine ok-message schicken und die Position durchgeben ist für die Zuhause Gebliebenen auch ganz nett.
                    Zusätzlich ist natürlich die SOS-Funktion interessant. Die eingeschränkte GPS-Funktionalität ist für mich ausreichend, ersetzt also die Mitnahme eines Garmin. Akku-Laufzeit ist ohne Tracking enorm.
                    manchen menschen muss man noch erklären, wie nasebohren geht.....
                    http://wellenbergemeer.wordpress.com/

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                    • Beyond
                      Dauerbesucher
                      • 09.11.2010
                      • 601

                      • Meine Reisen

                      AW: Seekajaking: Küstentörn und Inselsprung - Tipps & Tricks

                      Hej Hannes (hannesv),
                      hallo Peter (merlin2)

                      danke für Eure praktischen Hinweise auf die verschiedenen Verwendungsarten eines Spotters. Ich muss zugestehen, dass diese Geräte für mich bis jetzt Neuland gewesen sind. Wie man aus meinen Beiträgen unschwer herauslesen kann, bevorzuge ich mehr die traditionellen Techniken.

                      Nun, so einen Spotter halte ich eigentlich für ganz vernünftig, insbesondere wenn man solo unterwegs ist.

                      Wie Peter schreibt, kann das von ihm vorgestellte Gerät durch seine Message-Funktion als gehobene Ergänzung zum Handy angesehen werden, wenn einmal das Netz ausgefallen ist, insbesondere dann, wenn man das Mobiltelefon, so wie ich, überwiegend zum Durchgeben der aktuellen Position verwendet. Es wird das Handy zwar nicht ersetzen, aber bestimmt bereichern und erweitern. Durch die SOS-Funktion trägt es zusätzlich zur Sicherheit bei.

                      Seit ich mit dem Seekajak unterwegs bin, habe ich das Problem der Positionsdurchgabe folgendermaßen gelöst: Jeden Abend rufe ich per Handy zu Hause an, gebe meine Position durch und erkläre die Route des nächsten Tages. Meine Frau hat während meiner Abwesenheit immer den Anrufbeantworter angeschaltet, sodass ich meine Meldung auf alle Fälle absetzen kann. Sollte einmal die Mobilverbindung unterbrochen sein, das kommt häufig in der Ägäis und bei den Ionischen Inseln vor, melde ich mich am nächsten Tag aus einer Ortschaft/Hafen, wenn die Funkversorgung wieder vorhanden ist – notfalls von einer Telefonzelle, Poststelle, Marina-Rezeption, Hafenverwaltung, Hotel usw. aus. Ich habe mit meiner Frau vereinbart, erst wenn sie innerhalb von zwei Tagen keine Nachricht erhalten hat, kann sie sich langsam Sorgen machen. Das hat eigentlich bis jetzt immer sehr gut funktioniert.

                      Wenn mein uraltes „Garmin etrex“ einmal seinen Geist aufgegeben hat, werde ich mich sicherlich für ein ähnliches Modell, wie Peter es vorgeschlagen hat, oder eines der Nachfolge-Generation interessieren, wenn es auch nicht mehr mit AA-Batterien zu betreiben ist. Na ja, alternativ gibt es Spotter mit AAA-Batterien, wie ich gerade erfahren habe. (Smiley: „Lächeln“)

                      Viele Grüße
                      Beyond

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                      • tpo
                        Erfahren
                        • 19.06.2012
                        • 262

                        • Meine Reisen

                        AW: Seekajaking: Küstentörn und Inselsprung - Tipps & Tricks

                        Moin,

                        Ich will mal meinen Senf zu AA Versorgung unterwegs abgeben....

                        Vor ein paar Jahren habe ich bei der Stromversorgung von AA auf USB gewechselt. Tablet, Handy, Taschenlampe, Fotoapparat haben alle die klassischen flachen Lithium Akkus drin und lassen sich (bis auf den Fotoapparat) per Micro-USB-Anschluss aufladen. Dazu nehme ich Akkupacks mit.

                        Ich liste mal die üblichen elektronischen Teile auf die meistens mitdürfen.

                        * Anker Akkupack 16.000mAh irgendwo im Packsack zum Nachladen der anderen Geräte. Je nach Gegend und Tourlänge nehme ich schon mal ein zweites mit.

                        * Android Handy Moto G (leider noch die alte nicht wasserdichte Version) in Schutzhülle (damit kann man auch telefonieren) in der Schwimmweste

                        * Sony Z3 Tablet wasserdicht in Schutzhülle Exped Zip Seal (Größe M glaube ich). Da läuft als Navigationsapp Locus Pro mit offline genommenen OpenSeaMap-Karten u.a. Karten drauf. Wetterapps: Windfinder, Warnwetter. Das Tablet ist vorne auf der Deckstasche befestigt. Laminiert auf Papier nehme ich nur noch grobe Karten in A4 für den Notfall mit. Die werden zwar brav auf Deck befestigt, aber eigentlich nur noch ignoriert, weil das Tablet mit Locus viel viel praktischer ist. Ablesen der KartenApp des Tablets bei hellstem Sonnenschein nur noch schemenhaft oder mit Eigenschatten möglich. Im Tablet ist eine Simkarte und kann damit bei Ausfall des Handys auch für Notrufe genutzt werden.

                        * Taschenlampe Klarus-ST11 mit einem genialen kleinen USB-Ladeaufsatz und diversen Leuchtstufen von angenehm funzelig bis richtig! hell. Dazu eine kleine AAA Klemmlampe Thrunite Ti3 für die Hutkrempe als "Stirnlampe für Arme" wenn ich mal die Hände frei haben will und als Backup für die große Lampe. Die Ti3 läuft aber so selten die muss ich nie nachladen und ist trotz das sie winzig ist ausreichend hell.

                        * Fotoapparat Panasonic FT5 , leider trotz MicroUSB-Anschluss nicht darüber Ladefähig. Das ärgert mich sehr!!! Da hat der Hersteller völlig sinnlos ein paar Cent Ladeelektronik in der Kamera gespart und nur ein externes Ladegerät beigepackt :-( Bei einer wasserdichten Outdoorkamera die u.a auch Barometer, GPS, WLAN drin hat.

                        * manchmal nehme ich neben den kleinen Ohrstöpsel Kopfhörern noch einen Minilautsprecher für Musik mit. JBL On Tour Micro II das kommt ganz drauf an in welcher Stimmung ich bin. Da ist auch ein kleiner per USB ladbarer Akku drin.

                        Aktuellen Elektronikkram der mit AA läuft und mit vergleichbaren Fähigkeiten und Abmessungen kenne ich nicht. Ich finde auch wesentlich öfter eine Möglichkeit das schnell ladende Akkupack oder Tablet nachzuladen (jede x-beliebige Steckdose) als AA Batterien zu kaufen.

                        schönen Gruß

                        Thomas

                        Kommentar


                        • Gast-Avatar

                          AW: Seekajaking: Küstentörn und Inselsprung - Tipps & Tricks

                          Hi!


                          Ich habe noch die Navigation von meinem Vater gelernt (der war Navigations-Ausbilder für Sportboote), von daher liebe ich große Seekarten. Leider passen die nicht auf's Vorderdeck, also werden die vorher in zweifacher Ausfertigung kajakgerecht in kleiner DIN A3 ausgedruckt und einlaminiert. So kann ich auch mit einem Edding am Tag zuvor meinen Kurs abstecken. Navigiert wird unterwegs nur noch nach Sicht und dem im Kajak eingebauten Kompass, das GPS wird nur zum Tracken im Schwimmwesten-Rucksack mitgenommen.

                          In Puncto Sicherheit habe ich natürlich ein altes, wasserdichtes Handy dabei und ein bisschen Phyrotechnik (5 SOLARS Raketen und 2 Rauchsignale). Wenn ich wirklich so fit sein sollte, dass es in die Nordsee geht, kaufe ich mir zuvor noch ein UKW Funkgerät.

                          Ich habe schon lange GPS Geräte (noch vor den ersten Navis), die ich für meine Endurofahren (Rallys ohne Zeitdruck) benötigte. Aber im Seekajak fand ich die nicht sonderlich brauchbar: Man hat keine Übersicht, hierdurch kann man sich nicht gut orientieren. Was auf der Enduro oder beim Wandern gut funktioniert, klappt nicht auf dem Seekajak. Auch das Thema habe ich gestrichen: Handkompanden (wie die Kartenkompanden oder meine Trakinguhr) sind zu ungenau, Fernglas mit Kompass zwar genau, man kann aber nichts bei Seegang freihändig anpeilen. Und wenn man die Peilung hat, wie will man dann die Kreuzpeilung auf der Karte abtragen? Beim Segeln ist das alles kein Problem, beim Seekajak schon. Also lege ich die Kurse so, dass ich mich auf Sich orientieren kann.


                          Marc

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                          • hannesv
                            Dauerbesucher
                            • 19.09.2008
                            • 696

                            • Meine Reisen

                            AW: Seekajaking: Küstentörn und Inselsprung - Tipps & Tricks

                            @marc: somit hast du die Karten eingescannt um sie dann kleiner auszudrucken???
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                            ich finde es besser, dass das ziel am ende des weges ist, als dass der weg zum ziel führt.
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                              AW: Seekajaking: Küstentörn und Inselsprung - Tipps & Tricks

                              Hi Hannes,


                              Zitat von hannesv Beitrag anzeigen
                              @marc: somit hast du die Karten eingescannt um sie dann kleiner auszudrucken???
                              Die meisten Karten sind DIN A2 Sportboot-Seekarten, die natürlich viel zu groß für das Vorderdeck unserer NDK's sind.

                              Ich habe einen DIN A3+ Scanner und scanne die Karten ein, danach montiere ich sie zusammen. Danach überlege ich mir, welchen Ausschnitt ich benötige und wie ich die Blätter verteile (Anschlusskarten bspw. sollten nicht auf Vorder- und Rückseite). Danach drucke ich sie für mich optimiert auf DIN A3 hochkant doppelseitig aus. Vom Maßstab wähle ich meist das Originalformat, Übersichtskarten drucke ich schon mal mit einer 71% Verkleinerung aus DIN A2>A3. Dann kann ich zumindest nicht ordentlich damit arbeiten. Ich schneide die obligatorische Ecke ab, damit man ein Loch reinstanzen kann (zum Antüddeln), meist reicht aber das Anfeuchten der Laminatfolien aus, damit die Karten unter den Gummis gut halten. Nach Möglichkeit lasse ich eine Skalierung an der Karte dran, wenn's nicht möglich ist, markiere ich mir eine Bogenminute, damit ich Entfernungen auszirkeln kann.


                              Marc

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                              • hannesv
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                                • 19.09.2008
                                • 696

                                • Meine Reisen

                                AW: Seekajaking: Küstentörn und Inselsprung - Tipps & Tricks

                                danke Marc
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                                ich finde es besser, dass das ziel am ende des weges ist, als dass der weg zum ziel führt.
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                                • Beyond
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                                  • 09.11.2010
                                  • 601

                                  • Meine Reisen

                                  Hej Thomas (tpo),
                                  hallo Marc (Realtime),
                                  hejo Hannes (hannesv)

                                  vielen Dank für Eure präzisen Zusammenstellungen über Eure umfangreichen Ausrüstungen für das Seekajaking, insbesondere in den Bereichen Elektronik und Navigation.

                                  Leider bin ich in der letzten Zeit, eigentlich seit der Rückkehr von unserer Seekajaktour durch die dalmatinische Inselwelt, auf mehreren Baustellen gleichzeitig beschäftigt gewesen, sodass die Outdoorseiten ein wenig das Nachsehen gehabt haben. Das möchte ich jetzt aber ausgleichen und Euch mit diesem Beitrag antworten.

                                  1 – Elektrische Stromversorgung

                                  Im Gegensatz zu mir hat Thomas den Schritt zu einer modernen elektrischen Energieversorgung gewagt. Er kann somit alle neuen Techniken verwenden. Dagegen ist überhaupt nichts einzuwenden, wenn die Energiemenge des Akkupacks (eventuell eines in Reserve) für die gesamte Fahrt ausreicht oder sich die Möglichkeit bietet, das Akkupack wieder aufzuladen (z.B. bei einer Hotelübernachtung). Vorteil ist hierbei die Verwendung der verschiedenen Endgeräte mit ihren unterschiedlichen Akkus.

                                  Jeder hat bei seinem Equipment Vorlieben, die er für richtig und angemessen hält. Das ist auch gut so! Ich persönlich habe meinen Favoriten der Stromversorgung vorgestellt, weil er zur Zeit für mich das Optimum, bezogen auf meine vorhandenen „nostalgischen“ Endgeräte, darstellt. Ob er als das Nonplusultra anzusehen ist, sei einmal dahingestellt. Wenn keine Einrichtungen mehr mit einer Elektrizitätsversorgung mittels AA-Batterien zu bekommen sind, muss auch ich auf andere Techniken umsteigen.

                                  Bei den neuen Smartphones ist das bereits der Fall, weil die Akkus fest eingebaut sind, damit man sie nicht mehr herausnehmen kann. Somit ist einen Fremdsteuerung des eigenen Smartphones zu jeder beliebigen Zeit möglich geworden, die über die Standortbestimmung bis zum Einschalten der Kamera (mitsehen) und des Mikrophons (mithören) oder beides gleichzeitig gehen kann. Entsprechende Apps scheinen ja bereits auf dem Markt zur „Kinderüberwachung“ zu kursieren. Aus diesem Grund bevorzuge ich auch noch diese „Uralttechnik“. Da kann ich nicht nur das Handy ausschalten, sondern auch die Batterien herausnehmen.

                                  Im Post ab #356 ff., „Elektrische Stromversorgung auf einer Seekajak-Fahrt“ (klicke: “da“) habe ich schon einmal das Thema angerissen und im Verlauf sind einige interessante Optionen für eine eigene, teilweise fest installierte, Stromversorgung unter Verwendung von Solarzellen bei einer längeren Kajaktour diskutiert worden.

                                  2 - Navigation

                                  Wie Marc, bevorzuge auch ich noch Seekarten aus Papier. Das macht das Arbeiten leichter, sicherer und unabhängig von der Elektronik. Wie man zu einer Seekarte kommt, ob in einem Karten-Shop gekauft, über das Internet heruntergeladen oder durch kopieren selbst herstellt, bleibt jedem selbst überlassen. Wichtig ist dabei nur, dass man den benutzten Karten das nötige Vertrauen entgegenbringen kann und in das Arbeiten mit einer Seekarte eingewiesen ist.

                                  Weil wir Seekajaker in der Regel auf Sicht fahren, spielt die Genauigkeit eine untergeordnete Rolle. So benutze ich zum Navigieren im Mittelmeer die alten, nicht mehr erhältlichen, Seekarten des Deutschen Hydrographischen Instituts mit einem Maßstab von 1:750000. Die reichen aus, um meinen Kurs abzusetzen. Um mich in Dalmatien zu orientieren, verwende ich zusätzlich den nicht maßstäblichen „Hafen und Ankerplatz-Atlas“ von Kroatien (Ausgaben 2002/2003 und 2011/2012) wegen seiner zusätzlichen Informationen. Für den zu befahrenden Streckenabschnitt kopiere ich die entsprechenden Seiten und stecke sie in eine wasserdichte Klarsichthülle (Ortlieb), damit ich das Original schone.

                                  Natürlich kann man auch GPS-Geräte benutzen, sofern sie für das Kajakfahren geeignet sind (seewasserfest, robust usw.). In der Regel stelle ich mit meinem Uralt-GPS nur die Position meines Lagers fest. Gelegentlich benutze ich auch die Goto-Funktion, um einen bestimmten Punkt anvisieren zu können. Das habe ich auf unserer letzten Tour durch die dalmatinische Inselwelt praktiziert, um einen früheren Übernachtungsplatz am vorletzten Paddeltag wiederzufinden. Bei einer Entfernung von rund 13 km und einer Vielzahl von kleinen Inseln ist es schon vorteilhaft gewesen, mittels GPS das richtige Eiland herauszusuchen und anzuvisieren. Hat man die Insel eindeutig auf Sicht ausgemacht, zusätzlich den Kompasskurs festgestellt, ist das GPS-Gerät nicht mehr nötig gewesen und hat wieder wasserdicht verstaut werden können.

                                  Auf die Besonderheiten bei der Navigation mittel GPS und deren Gefahren (Überschätzung der elektronischen Möglichkeiten) habe ich in meinem Post #691 „Terrestrische Navigation der einfachen Art – Einflüsse auf den Kurs “ hingewiesen (klicke: “hier“). Ebenso wie bei der Kartenkunde benötigt man auch beim GPS nautische Grundkenntnisse, die man sich selbst erarbeiten muss! Im Gegensatz zur überschwänglichen Marketingmeinung kann GPS zwar eine „Hundekurve“ erkennen und dokumentieren (GPS zeigt bei der Goto-Funktion immer vom jeweiligen Standort zum Ziel.), aber nicht vorausberechnen, welchen Winkel ich bei Wind, Wellen und Strömung vorhalten muss, damit ich auch mein Ziel sicher erreichen kann. Fatal wird es, wenn man eine starke Abdrift zu spät bemerkt, am Ziel vorbeigetrieben wird und man dann gegen den starken Versatz nicht mehr anpaddeln kann. Gefährlich wird es aber, wenn man dabei auf das offene Meer gerät und nicht mehr zurück kann. Siehe dazu meinen oben erwähnten Post #691.

                                  Wer sich näher mit Navigation befassen will, empfehle ich, das Inhaltsverzeichnis II unter „10 – Navigation“ aufzusuchen (klicke: “da“). Darin findet man eine Vielzahl an praktischen Informationen und Tipps.

                                  Viele Grüße
                                  Beyond

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                                  • Beyond
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                                    • 09.11.2010
                                    • 601

                                    • Meine Reisen

                                    AW: Seekajaking: Küstentörn und Inselsprung - Tipps & Tricks

                                    Hej Outdoor-Gemeinde, Seekajak-Freaks,

                                    Suomalee hat bereits mit ihrem Reisebericht: „[HR] Zum Donnerwetter mit dem Seekajakherz“ (klicke: “hier“) auf literarische Weise unsere Seekajak-Tour 2015 durch die dalmatinische Inselwelt sehr ausführlich und mit schönen Worten und vielen Bildern beschrieben. Da bleiben mir hier nur noch Marginalien übrig, die ich ihrem Reisebericht anfügen kann.

                                    Leider habe ich mich im letzten halben Jahr auf mehreren „Baustellen“ einspannen lassen, sodass ich hier bei den Outdoorseiten längere Zeit habe pausieren müssen. Das werde ich aber jetzt nachholen.

                                    Einführung zu unserer Seekajak-Tour durch die dalmatinische Inselwelt 2015



                                    Bild 01: Licht-Grafik der Wellen am Sandstrand in der Morgensonne – Symbol der Harmonie und des ungebundenen Lebens auf unserer Seekajak-Tour 2015 durch die dalmatinische Inselwelt.



                                    Bild 02: Unsere Reisegruppe, eigentlich „Soloreisen“ mit der kleinsten Gruppen-Einheit



                                    Bild 03: Unsere fahrbaren Untersätze – links mein „Kaltblüter“ von Prijon und rechts Suomalees „Vollblüter“ von Lettmann.

                                    In meinem Post #1053 vom 25.08.2015 (klicke: “da“) habe ich bereits einen Bericht unserer Reise angekündigt.



                                    Bild 04: Hier noch einmal die Gesamtzusammenstellung unserer Tour 2015 auf einer Übersichtskarte, die ich mit „google-earth“ erstellt habe.

                                    Ich werde in den kommenden Beiträgen ausschließlich auf den technischen Bereich unserer Reise eingehen und immer wieder auf die dazugehörenden Posts von Suomalees Reisebericht verlinken. So entsteht eine vollständige Beschreibung unserer Seekajak-Tour 2015.

                                    Also beginnen wir mit Suomalees: „Intro“ (klicke: “hier“).

                                    Mein bescheidener Beitrag für die Anreise am 08. und 09.08.2015 ist nur ein Bild von unserem Übernachtungsplatz in Slowenien:



                                    Bild 05: Die Morgensonne am 09.08.2015 in Slowenien hatte uns schon sehr früh geweckt, sodass wir unser Ziel in Murter bereits am frühen Nachmittag erreichten.

                                    Ankunft in Murter, Campingplatz Stella Maris:
                                    Nord: 43 grd, 47 min, 14 sec – Ost: 15 grd, 37 min, 05 sec

                                    Suomalee stellte das Auto auf dem ihr zugewiesenen Parkplatz gesichert ab und wir trugen die Boote und die Ausrüstung über die Treppen hinunter bis zum Wasser. Alsdann atmeten wie zum ersten Mal wieder die frische, würzige Luft der Adria und wir fühlten uns jetzt erst so richtig im Urlaub, am Beginn der eigentlichen Seekajak-Tour.

                                    Die Route hatten wir nur sporadisch festgelegt, sodass wir entsprechend vor Ort variieren konnten. Auch heuer hatten wir mehrere Optionen ausgearbeitet, unsere Tour zu gestalten. Ob wir nun zuerst nach Süden und dann um die Kornaten paddeln oder von Norden kommend die Kornaten an der Außenseite abklappern, die geplante Strecke verkürzen oder verlängern, wollten wir spontan entscheiden. Unsere Wahl fiel auf den Trip zunächst nach Süden zu paddeln und die Insel Zirje zu umrunden, dann weiter nach Norden an der Westseite der Kornaten entlang, um bis zur Mala Proversa, zur kleinen Durchfahrt zwischen Dugi Otok und den Kornaten zu gelangen. Dort wollten wir dann unser weiteres Seekajak-Unternehmen festlegen.

                                    Wir hatten unser Equipment nach den Erfahrungen unserer früheren Seekajak-Touren im Mittelmeer zugunsten von mehr Verpflegung nochmals minimiert, um länger autark reisen zu können. Nachdem wir unsere spärliche Ausrüstung verpackt, unsere Kajaks zu Wasser gelassen hatten, wollten wir nur noch los, in See stechen, die Zivilisation hinter uns lassen, das einfache Seenomaden-Leben genießen ...

                                    Anmerkung und Tipp:

                                    Die einzelnen Positionen sind in der Form „Grad (grd), Minuten (min), Sekunden (sec)“ angeben. Ein Grad entspricht 111,12 km, eine Minute 1852 m und eine Sekunde 30,9 m, gerundet 31 m. Der Sekundenwert fällt schon in den Toleranzbereich meines GPS-Geräts, der sich, je nach den örtlichen Begebenheiten und Wetterverhältnissen, von 5 m im günstigsten bis 256 m im ungünstigsten Fall erstrecken kann. Die durchschnittliche Genauigkeit der GPS-Anzeige pendelt zwischen 12 m und 56 m. Es reicht deshalb völlig aus, die Position auf eine Sekunde zu runden.

                                    Viele Grüße
                                    Beyond
                                    Zuletzt geändert von Beyond; 16.04.2016, 16:00. Grund: Text berichtigt

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                                    • Beyond
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                                      • Meine Reisen

                                      AW: Seekajaking: Küstentörn und Inselsprung - Tipps & Tricks

                                      Hej Outdoor-Gemeinde, Seekajak-Freaks,

                                      Seekajak-Tour Dalmatien/Kornaten - 1. Tag auf dem Wasser – 09.08.2015

                                      Das dazugehörende Kapitel im Reisebericht „Zum Donnerwetter mit dem Seekajakherz“ von Suomalee findet Ihr im Post #02 mit der Überschrift:
                                      „DER HÄRTEFALL ZUM EINSTIEG“ (klicke: “hier“).



                                      Bild 01: Der Streckenplan vom 09.08.2015, mit „google-earth“ erstellt.

                                      Etmal: 18,7 km – gepaddelte Strecke gesamt: 18,7 km

                                      Kurzer Zwischenstopp auf der kleinen Insel Kukuljari
                                      Nord: 43 grd, 45 min, 35 sec – Ost: 15 grd, 37 min, 50 sec

                                      Eigentlich hätte für den ersten Tag die kurze Strecke von gut drei Kilometern zum Anpaddeln völlig ausgereicht. Aber wir waren von unseren früheren Touren schon etwas verwöhnt und gegenüber den Lagerplätzen entsprechend anspruchsvoll. Die Örtlichkeit war zwar mit den flachen Steinplatten zum Übernachten geeignet, aber relativ eng. Außerdem sichteten wir mehrere Leuchtfeuer in unmittelbarer Nähe, die in der Nacht unseren Schlaf beeinträchtigen hätte können.

                                      Weil der Nachmittag noch nicht weit fortgeschritten war, entschlossen wir uns, zu den Inseln Kaprije und Kakan hinüberzupaddeln. Auf halbem Weg entschieden wir, an der Westseite von Kakan eine einsame Schlafstätte zu suchen. Aber wir fanden nichts Passendes. Wir umrundeten das Südkap, schauten hinter dem Leuchtfeuer auf die Ostseite ... wieder kein geeignetes Quartier in Sicht. Außerdem hatte dort, wegen der geschützten Lage im Lee der Insel, bereits die Zivilisation Einzug gehalten.

                                      Erst nach der halben Umrundung der kleinen Nachbarinsel Veli Kamesnjak südlich von Kakan fanden wir eine gute Stelle zum Anlanden. Das war auch höchste Zeit, denn die Sonne stand jetzt schon sehr tief. Und am ersten Tag wollten wir bestimmt keine Nachtfahrt riskieren. Na ja, zur Insel Zirje hinüber in den Hafen Muna wären es noch einmal 3,5 km gewesen. Diese Strecke hätten wir auch noch bei Tageslicht geschafft. Aber wir wollten am ersten Tag nicht in einer Herberge übernachten, sondern „stilvoll“ unter freiem Himmel. Also raus aus dem Wasser und einen Schlafplatz gesucht!

                                      Lager auf der Insel Veli Kamesnjak
                                      Nord: 43 grd, 40 min, 18 sec – Ost: 15 grd, 41 min, 22 sec



                                      Bild 02: Das Ausbooten auf Kamesnjak war ein Kinderspiel – im Gegensatz zur Suche eines geeigneten Flecken zum Übernachten. Lee machte einen Erkundungszug über die Insel, hatte aber nichts Entsprechendes, das unseren Vorstellungen entsprochen hätte, entdeckt.



                                      Bild 03: Es war ein einigermaßen akzeptabler Ort, den wir schon beim ersten Rundgang gefunden hatten. Wir hatten uns entschlossen, auf alle Fälle auf dieser Insel zu bleiben ... notfalls eben hier. Und so kam es auch. Wir polsterten Lees Schlafstätte so gut es ging mit allen möglichen textilen Utensilien aus, weil sie in ihrem ranken Kajak, aus Platzgründen, die dünnere Liegematte mitgenommen hatte. Mit meiner fünf Zentimeter dicken Unterlage, sie glich schon mehr einer Matratze, hatte ich weniger Probleme. Na ja, dafür musste ich mich auch mir einem dickbauchigen Kahn abplagen.

                                      Anmerkung und Tipp:

                                      Am ersten Tag haben wir bestimmt nicht so weit paddeln, es eher gemütlich angehen lassen wollen. Aber wenn wir unsere Ansprüche an das Lager sehr hoch ansetzen, dann kann man schon einmal den Kürzeren ziehen. Lee hat den „Negativ-Einstand“ unserer Tour in ihrem Bericht sehr anschaulich geschildert.

                                      Im Laufe meines Lebens habe ich mir einen Leitspruch zurechtgelegt, den ich des Öfteren schon in diesem Thread propagiert habe: „Mit Bescheidenheit und Pragmatismus ein sorgenfreies Leben führen.“ Für mich hat sich dieser Gedanke in den meisten Fällen bewährt.

                                      Vielleicht wäre es auch in diesem Fall der Lagersuche angebracht gewesen, indem wir uns bei unserem Zwischenstopp auf der kleinen Insel Kukuljari in Bescheidenheit geübt und dort unsere Antrittsfahrt beendet hätten. Im Nachhinein ist man halt immer klüger.

                                      Hier kommt natürlich auch ein anderer Argumentationsstrang mit ins Spiel, die bekannte Frage nach dem „Was wäre, wenn ...“ Was wäre, wenn wir am nächsten Tag auf der Weiterreise, zum Beispiel auf der großen Insel Kakan, den schönsten Übernachtungsplatz gefunden hätten; die Wahrscheinlichkeit ist ja relativ hoch gelegen. Vermutlich wären wir dann ebenso enttäuscht gewesen, wie wir es eben jetzt beim ersten Lagerplatz auf unserer Seekajak-Reise gewesen sind. So haben wir die Weisheit: „Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach.“ in den Wind geschlagen und hinterher feststellen müssen, dass wir die Taube nicht in die Hand bekommen haben und welche Wahrheit in diesem sinnvollen Spruch steckt. Nach meiner Meinung ist diese Erkenntnis in einer echten Survival-Situation äußerst wichtig und von grundlegender Bedeutung.

                                      Aber wir haben die erste Nacht augenzwinkernd unter die Begriffe: Schicksal, Erfahrung, Learning-by-doing, erneute Gewöhnung an das einfache Outdoor-Leben, Auffrischen unserer Paddel-Praxis usw. eingeordnet.

                                      Viele Grüße
                                      Beyond
                                      Zuletzt geändert von Beyond; 17.04.2016, 23:04. Grund: Streckengrafik bearbeitet

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                                        • 09.11.2010
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                                        Hej Outdoor-Gemeinde, Seekajak-Freaks,

                                        Seekajak-Tour Dalmatien/Kornaten - 2. Tag auf dem Wasser – 10.08.2015:

                                        Das dazugehörende Kapitel von Suomalee findet Ihr in Ihrem Post #03
                                        „ZIRJE“ (klicke: “hier“)



                                        Bild 01: Der Streckenplan vom 10.08.2015, mit „google-earth“ erstellt.

                                        Etmal: 15,1 km – gepaddelte Strecke gesamt: 33,8 km

                                        Zwischenstopp auf der Insel Zirje im Hafen Muna
                                        Nord: 43 grd, 39 min, 38 sec – Ost: 15 grd, 39 min, 31 sec

                                        Ankunft im Lager auf der Insel Zirje
                                        Nord: 43 grd, 38 min, 03 sec – Ost: 15 grd, 43 min, 23 sec



                                        Bild 02: Die Steinplatten ähneln einem Slip. Bequemer kann man nicht mehr auf Fels ausbooten.



                                        Bild 03: Mit ausgedehntem Schwimmen genießt Lee das warme glasklare Wasser der Adria ...



                                        Bild 04: ... und den Schatten unter der Plane, um ihre tägliche „Buchführung“ so angenehm wie möglich gestalten zu können. Die Plane habe ich als Sonnenschutz aufgestellt. Die Abspannleinen sind mit den Heringen in Felsspalten verankert, oder ich habe einfach schwere Steine auf die Heringe gelegt – hält in beiden Fällen in der Regel bombenfest.



                                        Bild 05: Das Nachtlager: Dieses mal benötigen wir keine Auspolsterung, Die Steinplatten sind eben wie ein Brett. Lees Liegematte ist vom Tau noch etwas feucht gewesen und wurde deshalb im Schatten an den Felsen „gehängt“.



                                        Bild 06: Lee bei einer ihrer Lieblingsbeschäftigungen: Beim Kochen. Heute gibt es Zuchini-Gemüse-Eintopf mit Bauchspeck und Bulgar, mir feinen Gewürzen abgeschmeckt. Eintopf ist meines Erachtens die praktikabelste Lösung in der Outdoorküche.



                                        Bild 07: Als Aperitif und als Digestif ist Whisky angesagt gewesen, den Lee mitgebracht hat - dann ist er zur Neige gegangen. Zum Ausgleich fülle ich gerade „Hopfengold“, das „56-prozentige“ aus dem Kanister in die Alu-Getränkeflasche, um leichteren Zugriff zu erhalten. Der Plastikbehälter verschwindet wieder in den Tiefen meines Containerschiffs, damit er vom Meerwasser gekühlt wird, um nicht „auszurauchen“.

                                        Anmerkung und Tipp:

                                        Es ist unglaublich, wie Erinnerungen im Laufe der Zeit verschwimmen und sich gedanklich verändern können. Je nach Gemütslage, bleibt das Positive oder das Negative hängen, der Rest gerät dann meist in Vergessenheit oder wird verdrängt.

                                        Im Jahre 2010 paddelte ich auf meiner Seekajak-Reise von Grado (Venedig) nach Zakinthos (Insel im ionischen Meer, Griechenland) auch an der Ostseite der großen Kornateninsel entlang und setzte dann zur Insel Zirje über. Die rund 13 km lange Überfahrt von der Kornateninsel Smokvica nach Mikavica auf der Insel Zirje stellte sich als sehr unangenehm heraus, weil der Mistral am späten Vormittag bereits eingesetzt hatte, ich bei 5 bis 6 Beaufort nach Osten abtrieb und gegen Strömung und Wind anpaddeln musste. Am Nordkap von Zirje hatte ich alle Mühe in den Windschatten der Insel und ins ruhige Wasser zu gelangen. Ich hatte damals schon mit dem alternativen Gedanken gespielt, meine Route umzudisponieren und mit dem Wind im Rücken zu den Inseln Kakan und Kaprije zu gelangen. Diese Schilderung mache ich im Vorgriff auf unser Erlebnis zwei Tage später, als wir zu den Kornaten falsch abgebogen sind.

                                        Ähnliche Täuschung ist mir auch bei der Erinnerung an meinen bequemen Übernachtungsplatz hier auf Zirje passiert.

                                        Weil ich der festen Überzeugung gewesen war, die markante Stelle mit den Steinplatten sicher wiederzufinden, hatte ich mir die Position des Lagerns nicht aufgeschrieben und auch nicht mein Uralt-GPS-Gerät damit gefüttert – mit fatalen Folgen: Ich konnte die alte Übernachtungsstelle nicht auf Anhieb entdecken. Erst als wir die Südspitze der Insel erreicht hatten, musste ich feststellen, dass ich meinen alten Lagerplatz verpasst hatte. Also kehrten wir um und entdeckten die wunderschönsten Steinplatten mit idealen Voraussetzungen zum Ausbooten und Übernachten, ein nahezu perfekter Lagerplatz.

                                        Lange Zeit bin ich der Meinung gewesen, meinen alten Übernachtungsplatz gefunden zu haben. Allerdings habe ich in Erinnerung gehabt, dass die Klippen nicht so hoch gewesen sind und ich weit über die Insel habe schauen können, wenn ich sie erklommen habe. Das ist hier nicht möglich gewesen. Ansonsten sind aber die Begebenheiten des Platzes nahezu identisch.

                                        Erst bei der Recherche für diesen Bericht habe ich meine alten Unterlagen hervorgeholt und die Positionen verglichen. Dabei habe ich feststellen müssen, dass es sich nicht um den identischen Lagerplatz gehandelt hat. Wahrscheinlich hat in diesem Fall auch Kairos, der griechische Gott des günstigen Augenblicks seine Finger mit im Spiel gehabt, und wir haben bei diesem herrlichen, geradewegs idealen Platz einfach zugegriffen. Siehe dazu auch meine Anmerkungen im vorhergegangenen Beitrag.



                                        Bild 08: Ich habe die Positionen der beiden Übernachtungsplätze mit „google-earth“ einmal dargestellt. Sie liegen knapp 4 Kilometer auseinander. Aber die örtlichen Begebenheiten sind durchaus vergleichbar, von der Höhe der Klippen einmal abgesehen. Leider habe ich von 2010 keine Photos, weil meine altersschwache Analog-Schnorchel-Kamera auf der damaligen Reise undicht geworden ist und schon bald ihren Geist aufgegeben hat. So kann ich die verblüffende Ähnlichkeit der beiden Örtlichkeiten nicht beweisen.

                                        Aus diesem Erlebnis hat sich als Fazit für mich folgende Lehre in mein Gedächtnis eingebrannt: Erinnerungen sind schön und wertvoll. Allerdings verändern sie sich im Laufe der Jahre. Deshalb ist es wichtig, bedeutende Sachverhalte zu dokumentieren, um gegebenenfalls darauf zurückgreifen zu können, insbesondere dann, wenn man bestimmte Stellen wiederfinden möchte.

                                        Weitere Beispiele werde ich in den nächsten Berichten aufzeigen. Na ja, laut Experten kann die „Alzheimer“ bereits ab dem 65. Lebensjahr beginnen. (Smiley: „Zwinkern“)

                                        Viele Grüße
                                        Beyond
                                        Zuletzt geändert von Beyond; 19.04.2016, 11:16. Grund: Streckengrafiken bearbeitet

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                                          • 31.07.2014
                                          • 363

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                                          AW: Seekajaking: Küstentörn und Inselsprung - Tipps & Tricks

                                          Nabend,

                                          wieder ein interessanter Bericht, gerne mehr!

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