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  1. [ET] Äthiopien 2017: Fotobericht Nordäthiopien (Simien Mountains, Danakil)

    #1
    Mitreisende: Libertist, Tractrice
    Land: Äthiopien
    Reisezeit: Februar 2017
    Dauer: 3,5 Wochen

    Bevor ich meine Sommerreise antrete, will ich noch diesen Bericht online stellen, schließlich schiebe ich das nun schon lang genug vor mir her. Ich werde mich kurz fassen und lass die Bilder größtenteils für sich selbst sprechen, nur ein paar wenige Vorbemerkungen.

    Reiseidee

    Seit November 2016 bin ich bereits mit der Planung dieses Sommers beschäftigt und hatte einfach keine Zeit, etwas Größeres für den Winter zu organisieren. Zumal ich gern wieder mit Sofia reisen wollte, die sich nur etwa drei Wochen frei nehmen konnte. Wir wollten irgendetwas unternehmen, das für uns beide neu war, nicht viel Planungsaufwand mit sich bringt und körperlich nicht so anstrengend ist. Kein Expeditionscharakter, sondern eine Reise, bei der man sich auch ein wenig erholen kann, schließlich ist Sofia inzwischen voll berufstätig.

    Äthiopien schien ein angemessenes Ziel zu sein. Reiseführer berichten von allerlei Sehenswürdigkeiten landschaftlicher und kultureller Art, wir entschieden uns für den nördlichen Landesteil. Wir nahmen natürlich unsere Trekkingausrüstung mit, hatten ansonsten aber kaum konkrete Pläne, im Gegenteil, vieles wurde erst vor Ort entschieden. Normalerweise laufen meine Reisen ja nicht so ab, ihr wisst das, aber diesmal hatte ich einfach nicht mehr Zeit im Vorhinein.

    Ablauf

    Am 3. Februar flogen wir nach Addis Abeba, verbrachten einen vollen Tag in der Stadt und nahmen dann einen Bus nach Gondar. Dort schauten wir uns in Ruhe um und begannen ein paar Tage später eine 8-tägige Trekkingtour durch die Simien Mountains, in denen wir abschließend den höchsten Berg des Landes bestiegen (Ras Dashen, 4.450 m). Mit einem privaten Allrad-Fahrzeug und Fahrer ging es dann auf eine 8-tägige Rundreise durch Nordäthiopien: Gondar – Shire – Aksum – Adigrat – Mekele – Danakil Depression – Weldiya.

    Für die Wanderung in den Simien Mountains mussten wir einen bewaffneten Scout mitnehmen, das war quasi die Mindestanforderung für die Nutzung des Nationalparks. In der Danakil Depression mussten wir uns mit unserem Fahrzeug einer organisierten Tour anschließen, also einem fremden Reiseanbieter mich Militärschutz und allem drum und dran.

    Meine Eindrücke

    Bevor wir zu den Bildern kommen möchte ich euch ganz kurz und stark reduziert meine persönlichen Eindrücke schildern. Landschaftlich ist die Gegend sehr interessant: Einzigartige Felsformationen und Berglandschaften in den Simien Mountains, faszinierende Wüstenlandschaften in der Danakil, heiße Quellen und meilenweit nur Salz auf einer Meereshöhe von -123 m Seehöhe und so weiter. Es gibt also viel zu sehen.

    Mit der Mentalität der Menschen sind wir nicht so gut zurechtgekommen. Sehr häufig wurden wir belogen, betrogen und respektlos behandelt. Meistens ging es dabei um Geld, aber nicht immer. In Äthiopien ist es übrigens ganz normal, dass Weiße ein Vielfaches vom lokalen Preis zahlen müssen, gern auch das 20- oder 30-fache. Daraus wird noch nicht mal ein Geheimnis gemacht. Wer im Vorhinein ein Rundum-Sorglos-Paket bei einem Reisebüro bucht, bekommt vor Ort wahrscheinlich nicht viel davon mit und kann sich entspannen, aber wir haben einen nicht unwesentlichen Teil unserer Reise mit nervigen Verhandlungen verbringen müssen. Glaubt mir, ich bin nicht übertrieben geizig und gebe gerne mal ein paar Euro mehr, aber was wir in Äthiopien erlebten, hat mich mitunter sprachlos gemacht. Unsere Reise wurde etwa tausend Euro teurer, als erwartet, aber es war nicht nur das, was mich störte. Vielleicht hatten wir nur Pech, aber von aggressiven Kindern auf der Straße bis hin zu körperlichen Übergriffen von Männern haben wir eine Menge erlebt.

    Äthiopien ist die Hochburg westlicher Entwicklungshilfe in Afrika, gerade Deutschland hat extrem viel Geld in dieses Land gesteckt. Einige gebildete Äthiopier, mit denen wir über dieses Thema gesprochen haben, empfinden Entwicklungshilfe angesichts ihrer korrupten Regierung eher als schädigend und auch ich musste mich immer wieder fragen, ob diese „Hilfe“ nicht eher eine Subventionierung von Abhängigkeit und Hilflosigkeit ist, die die Gier in den Menschen weckt und Verantwortungsbewusstsein erstickt. Nun ja, ein weites Feld, das sich sicher kontrovers diskutieren ließe…

    Genug davon, jetzt ist Zeit für die Fotos. Wer mehr Geschichten und Eindrücke hören möchte, darf gern mal zu einem Reisevortrag kommen, sowas kündige ich immer wieder auf meiner Facebook-Seite Outventurous an. Natürlich stehe ich euch auch hier im Forum für Nachfragen zur Verfügung, bis Ende Juni bin ich noch online.

    Addis Abeba


    Abendstimmung in der Hauptstadt.

    Gondar, Gebäude und Ruinen aus dem 16. und 17. Jahrhundert

























    Simien Mountains





    Zeltplatz im Nationalpark.


    “Gelada Baboons“ sind Grasfresser und mittlerweile nur noch im Hochland Äthiopiens anzutreffen.














    Manche Stellen des Weges sind gut ausgebaut, wie hier. Vom Weg abkommen und querfeldein gehen ist nicht erlaubt.


    Gänsegeier mit 2,6 m Flügelspannweite.





    Mann mit „Masinqo“, einem traditionellem Instrument, etwa so groß wie eine Viola, aber mit nur einer Seite.











    Zwei Scouts sitzen nachts am Feuer in einer Hütte. Mein Lieblingsfoto von dieser Reise.


    Montag-Morgen-Stimmung auch bei den Affen.








    Eine der vielen Schluchten, auf die man an der Abbruchkante im Norden des Gebirges blicken kann.






































    Dorf im Osten des Nationalparks.


    Straßenarbeiter mit Holzschaufel.








    Sofia und ich am Gipfel des Ras Dashen, höchster Berg Äthiopiens. Angenehm kühl war’s.





    Regenwetter am letzten Trekkingtag.




    Aksum


    Stelenpark von Aksum. Die größte Stele (siehe Bild) hat wohl nie gestanden sondern ist bei der Errichtung zerbrochen.











    Grabkammer im Stelenpark.








    Ein orthodoxer Christ beim Klosterbesuch.


    Im Inneren eines Antiquitätenladens.

    Zwischen Aksum und Mekele


    Auf diesem Felsplateau steht ein Kloster, für dessen Besichtigung wir allerdings keine Zeit hatten.


    Wie im Film, nur mit den falschen Schuhen.







    Danakil Depression und Erta Ale Vulkan


    Auf dem Weg in die Salzwüste kommen uns schon die ersten Kamele entgegen, jedes ist mit über 100 kg Salz beladen.


    Mädchen in einem Afar-Dorf. Die Afar sind Muslime und bewohnen den nordöstlichen Teil Äthiopiens und Teile Dschibutis und Eritreas.


    Kurz vor unserer Ankunft gab es Regen, man sieht noch die Pfützen. Trinkbar ist das Wasser daraus leider nicht, der gesamte Boden besteht aus Salz.









    Meine Gefährtin.


    Die letzte Karawane des Tages zieht dahin.


    In diesem Afar-Dorf haben wir die Nacht verbracht.


    Wir befinden uns 123 Meter unter dem Meeresspiegel. Eine Premiere für mich.


    “Dallol“: Heiße Quellen und Mondlandschaften…























    Für die nötige Sicherheit ist natürlich immer gesorgt.


    Landcruiser-Karawane.


    Hier wird das Salz in gleichgroße Stücke gehauen und auf Kamele geladen, an einem der heißesten Orte der Erde mit Temperaturen oftmals über 50°C.


    Die Arbeit an einem der lebensfeindlichsten Orte der Erde setzt allem Leben sichtlich zu. Dieses Portrait habe ich machen dürfen, weil wir den Mann im Gegenzug ins nächste Dorf brachten, wo er irgendwas zu erledigen hatte.


    Nachts sind wir auf den Vulkan Erta Ale geklettert. Dort floss die Lawa… auch eine Premiere für mich.


    Sofia und ich am Erta Ale.


    Südliche Afar-Region


    Hotel in Weldiya. Die äthiopische Hotelbesitzerin erzählte mir, wie gut sie auf Deutschland zu sprechen sei, schließlich sei ihr Sohn dort als eritreischer Flüchtling registriert und gut umsorgt.


    Die Männer der Afar sind nicht gerade für ihre Freundlichkeit bekannt. Aus diesem Dorf wurden wir sehr schnell wieder vertrieben.

    ----------------

    Ja, das war’s mal wieder. Ich bin gespannt auf eure Fragen oder Kommentare. Ansonsten wünsche ich euch allen einen erlebnisreichen Sommer!
    Geändert von Libertist (17.06.2017 um 14:56 Uhr)
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  2. Erfahren

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    AW: [ET] Äthiopien 2017: Fotobericht Nordäthiopien (Simien Mountains, Danakil)

    #2
    Sehr sehr schöne Bilder!
    Nur die Porträts haben auf mich aber nicht die gleiche Wirkung wie in früheren Berichten.

  3. AW: [ET] Äthiopien 2017: Fotobericht Nordäthiopien (Simien Mountains, Danakil)

    #3
    Klasse, Gabriel!
    Auf der Seite Afrikas war ich noch nicht. Gerade was die Menschen angeht sehr sehr interessant. Ja, manches lässt sich da kontrovers diskutieren, Entwicklungshilfe, Tourismus etc. Und wenn man alleine reist (ich meine: selbst organisiert), dann erlebt man ein Land doch viel tiefer - mit allen Vor- und Nachteilen ...

    Danke für tolle Bilder und vor allem Infos rundherum.

    Alles Gute für die nächste Reise!
    Sylvia
    *Kalender: Papageitaucher 2017*
    Das Wetter, das man jeden Morgen in sich selber macht, ist viel wichtiger als das Wetter draußen. Fynn

  4. AW: [ET] Äthiopien 2017: Fotobericht Nordäthiopien (Simien Mountains, Danakil)

    #4
    Klasse Fotos.

    Durfte die ja schon teilweise auf Facebook bewundern.

    Da der Bericht ja eher kurz gehalten ist hab ich doch ein paar Fragen.

    Mich interessiert ja in erster Linie die Danakilwüste.
    Wie seid ihr in der Danakil gereist? Vermutlich nicht zu Fuß und mit Guide oder?
    Wie würdest du eine Solodurchquerung der Danakil einschätzen? Dabei frag ich gar nicht so sehr nach der technischen umsetzbarkeit. Das werd ich schon hinbekommen, aber mich interessieren Sekundärfaktoren wie etwa mögliche Permits und nette Menschen mit russischen Bleispritzen.
    Was meinst du?

  5. AW: [ET] Äthiopien 2017: Fotobericht Nordäthiopien (Simien Mountains, Danakil)

    #5
    Wie eigentlich immer Super Bilder! zu meinem erstaunen weniger stark nachbearbeitet als üblich, kann das sein oder liegts am Händi Bildschirm? Ich muss mir das heute abend nochmal in Groß anschauen

    Bin im Wald, kann sein das ich mich verspäte

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  6. Moderator
    Alter Hase
    Avatar von ronaldo
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    AW: [ET] Äthiopien 2017: Fotobericht Nordäthiopien (Simien Mountains, Danakil)

    #6
    Stark!
    Am besten sind die Kamelbilder - grosse Klasse.

  7. AW: [ET] Äthiopien 2017: Fotobericht Nordäthiopien (Simien Mountains, Danakil)

    #7
    Danke an alle!

    Zitat Zitat von Pedder Beitrag anzeigen
    Nur die Porträts haben auf mich aber nicht die gleiche Wirkung wie in früheren Berichten.
    Vielleicht bist du verwöhnt, haha.


    Zitat Zitat von Intihuitana Beitrag anzeigen
    Mich interessiert ja in erster Linie die Danakilwüste.
    Wie seid ihr in der Danakil gereist? Vermutlich nicht zu Fuß und mit Guide oder?
    Wie würdest du eine Solodurchquerung der Danakil einschätzen? Dabei frag ich gar nicht so sehr nach der technischen umsetzbarkeit. Das werd ich schon hinbekommen, aber mich interessieren Sekundärfaktoren wie etwa mögliche Permits und nette Menschen mit russischen Bleispritzen.
    Was meinst du?
    Wenn du nicht eine ganz fundamentale Regel missachten willst, kannst du das gleich vergessen: Individualreisen sind in der Danakil verboten. Meines Wissens nach darf man da nur mit einem registrierten Touranbieter rein, der wiederum Militärschutz bei sich hat. Sonst hätten wir's ja auch anders gemacht. Die organisierten Touren beginnen in Mekele, lässt sich recht spontan arrangieren.

    Die größte Schwierigkeit einer Durchquerung, die Genehmigung mal außen vor gelassen, liegt in der Trockenheit. In der Gegend fällt so gut wie kein Regen und es gibt kaum natürliches Trinkwasser - die Wüste besteht größtenteils aus Salz. Bei Temperaturen um die 45°C brauchst du da schon einen recht großen Karren voller Wasser, wenn du das angehen willst. Ganz ungefährlich ist die Region auch nicht, die Afar sind ein kriegerisches Volk, du wärst nicht ihre erste Geisel.

    Die Danakil ist einer der lebensfeindlichsten Orte der Erde, ich würde dem Gedanken einer Durchquerung zu Fuß nicht weiter nachgehen, wenn ich du wäre... obwohl, dann vielleicht schon!


    Zitat Zitat von codenascher Beitrag anzeigen
    Wie eigentlich immer Super Bilder! zu meinem erstaunen weniger stark nachbearbeitet als üblich, kann das sein oder liegts am Händi Bildschirm?
    Vielleicht werde ich faul...
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  8. AW: [ET] Äthiopien 2017: Fotobericht Nordäthiopien (Simien Mountains, Danakil)

    #8
    Danke Schöner Kurz-Bericht + auch gewohnt herrlich Bilder.

    In den letzten 10 Jahren war ich/wir 5x in Äthiopien unterwegs (Fahrrad, zu Fuß + mit Bus). Was wir festgestellt haben, es wurde von Tour zu Tour komplizierter das Land zu bereisen.

    @ Intihuitana: Ich bin kein ängstlicher Typ, doch würde auch ich davon abraten, die Danakil (Vulkangebiet) alleine zu erkunden. Hält man sich an die Vorschriften, wird es recht teuer. Deswegen waren wir selbst noch nicht dort. Eine Möglichkeit wäre aber die Afarregion südlich der Danakil. Auch nicht einfach aber durchaus interessant und machbar. Leider gibt es da aber nicht die Vulkane.
    Für uns war die Omoregion ganz im Süden an der Grenze zu Kenia sozusagen der Danakil-Ersatz Auch absolut interessante Region.

    Bild: Im Omogebiet per Radel - natürlich kulturell ganz anderer Hintergrund
    Unsere Webseite: http://www.grenzenlosabenteuer.de

    Gruß, Wi grenzenlos

  9. AW: [ET] Äthiopien 2017: Fotobericht Nordäthiopien (Simien Mountains, Danakil)

    #9
    Mal wieder tolle Fotos und interessante Eindrücke!

    Wie kommst du eigentlich dazu, ein weißes T-Shirt zu tragen? Macht das sonneneinstrahlungstechnisch so viel aus? Mir ist das schon beim letzten Afrika-bericht aufgefallen (oder war es der vorletzte?) und finde es ziemlich fotogen, vor allem, wenn langsam der ganze rote Staub drauf hängt...

    ...um mal den wichtigsten Punkt anzusprechen...

  10. AW: [ET] Äthiopien 2017: Fotobericht Nordäthiopien (Simien Mountains, Danakil)

    #10
    Sehr schoene Bilder.

    Besteht vielleicht die Moeglichkeit, die folgenden Bilder in High res (ggf mit Wasserzeichen) zu bekommen?
    Ich wuerde sie gerne als Desktophintergrund bei mir auf dem Rechner nutzen, da sie mir gut gefallen.
    DSC5020.jpg
    DSC5191.jpg
    DSC3598.jpg

    Traegt deine Partnerin eine Bikepacking Tasche aus der Ortlieb Serie vor dem Koerper?

    VIelen Dank.
    Geändert von bluesaturn (16.06.2017 um 19:38 Uhr)

  11. Erfahren

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    AW: [ET] Äthiopien 2017: Fotobericht Nordäthiopien (Simien Mountains, Danakil)

    #11
    Zitat Zitat von bluesaturn Beitrag anzeigen
    Traegt deine Partnerin eine Bikepacking Tasche aus der Ortlieb Serie vor dem Koerper?
    Ohne Gabriel vorgreifen zu wollen, könnte sein dass ihre Tasche von Ortlieb ist, ich habe die Kalahari Okavango W-11 auch als Fronttasche, die sieht sehr ähnlich aus und hinter Kalahari steckt auch Ortlieb.
    www.lustwandler.at – Island 2017: Fimmvörðuháls – Laugavegur – Hellismannaleið
    Schweden 2016: Kungsleden Abisko – Kvikkjokk mit Kebnekaise (via Durlings led) und Pårek

  12. AW: [ET] Äthiopien 2017: Fotobericht Nordäthiopien (Simien Mountains, Danakil)

    #12
    Das ist eine Ortlieb Aqua Cam

    @Libertist,
    die Bilder sehen auch auf dem großen Monitor wesentlich "blasser" aus als üblich, wahrscheinlich wirst du wirklich faul Nachtrag: Wahrscheinlich wirst du diese entsättigte Optik absichtlich hingeschoben haben. Aber dein Auge für die Motive hast zum Glück auf Tour dabei gehabt.
    Geändert von codenascher (17.06.2017 um 10:42 Uhr) Grund: Nachtrag

    Bin im Wald, kann sein das ich mich verspäte

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  13. AW: [ET] Äthiopien 2017: Fotobericht Nordäthiopien (Simien Mountains, Danakil)

    #13
    Danke schoen. Dort passen dann Kameras oder Elektronik allg. hinein - gut zu wissen.

  14. Erfahren

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    AW: [ET] Äthiopien 2017: Fotobericht Nordäthiopien (Simien Mountains, Danakil)

    #14
    Da passt sogar erstaunlich viel hinein, obwohl die Kalahari sehr flach gebaut ist und man noch gut den Weg vor sich sieht. Bei mir ist eine 5d mit angesetztem 16-35/4L IS und ein 70-300/4-5,6L IS drin, da geht der Zipp noch gut zu. Mit angesetztem 70-300 geht er fast ganz zu, wenn es nicht regnet, dann passt das zum Gehen auch.
    ---

    Back on topic: die Kamelbilder sind großartig!
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  15. Anfänger im Forum
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    AW: [ET] Äthiopien 2017: Fotobericht Nordäthiopien (Simien Mountains, Danakil)

    #15
    Zitat Zitat von bluesaturn Beitrag anzeigen
    Traegt deine Partnerin eine Bikepacking Tasche aus der Ortlieb Serie vor dem Koerper?
    Ja - genau, wie codenascher schon geschrieben hat - das ist die Ortlieb Aqua Cam Kameratasche. Bei mir ist die Nikon D7200 mit 2 Objektiven plus meistens ein paar Kleinigkeiten wie Sonnenbrille und Haarband oder so drin.

    @Intihuitana: Ich würde derzeit auch auf jeden Fall von einer Individual-Danakil-Durchquerung abraten. Abseits des logistischen Aufwands könnte es richtung Eritrea recht ungemütlich werden. 2012 wurde da eine deutsche Reisegruppe überfallen, 5 Touristen getötet und 2 entführt. Seither ist da individuell und ohne militärischen Begleitschutz kaum was möglich.

  16. AW: [ET] Äthiopien 2017: Fotobericht Nordäthiopien (Simien Mountains, Danakil)

    #16
    Zitat Zitat von geige284 Beitrag anzeigen
    Wie kommst du eigentlich dazu, ein weißes T-Shirt zu tragen? Macht das sonneneinstrahlungstechnisch so viel aus? Mir ist das schon beim letzten Afrika-bericht aufgefallen (oder war es der vorletzte?) und finde es ziemlich fotogen, vor allem, wenn langsam der ganze rote Staub drauf hängt...

    ...um mal den wichtigsten Punkt anzusprechen...
    Haha, was für eine Frage, sehr kreativ! Wenn es sehr heiß ist und ich viel schwitze, trage ich lieber Baumwolle als Polyester oder sowas. Stinkt weniger. Und da Baumwolle aber auch eher warm ist, ziehe ich ein möglichst dünnes und helles Shirt an, damit es sich nicht so aufheizt. Man merkt schon, ob es schwarz oder weiß ist... zumindest bilde ich mir das ein.


    Zitat Zitat von bluesaturn Beitrag anzeigen
    Sehr schoene Bilder.

    Besteht vielleicht die Moeglichkeit, die folgenden Bilder in High res (ggf mit Wasserzeichen) zu bekommen?
    Ich wuerde sie gerne als Desktophintergrund bei mir auf dem Rechner nutzen, da sie mir gut gefallen.
    DSC5020.jpg
    DSC5191.jpg
    DSC3598.jpg
    Freut mich, dass dir die Fotos gefallen. Ich bin gewerblich als Fotograf angemeldet und, naja, verschenken kann ich die Bilder nicht. Wenn du sie wirklich gern haben möchtest und sie dir auch etwas wert wären, kannst du dich gern mal per Privatnachricht an mich wenden.


    Zitat Zitat von bluesaturn Beitrag anzeigen
    Traegt deine Partnerin eine Bikepacking Tasche aus der Ortlieb Serie vor dem Koerper?
    Sofia hat ja gerade was zu ihrer Tasche geschrieben. Ich selbst trage übrigens eine Digi-Shot L, dort bekomme ich eine Vollformatkamera und die 3 Nikon Zoom-Klassiker 14-24/2,8; 24-70/2,8 und 70-200/2,8 hinein.


    Zitat Zitat von codenascher Beitrag anzeigen
    @Libertist,
    die Bilder sehen auch auf dem großen Monitor wesentlich "blasser" aus als üblich, wahrscheinlich wirst du wirklich faul Nachtrag: Wahrscheinlich wirst du diese entsättigte Optik absichtlich hingeschoben haben.
    Ehrlich gesagt mach ich bei der Bildbearbeitung einfach immer, was mir gerade gefällt. Wobei sich ein paar Charakteristiken bestimmt auch durchziehen. In Äthiopien hatten wir meistens schlechtes Licht, grelle Sonne halt, da kann man nachträglich sowieso nicht mehr viel rausholen. Ich freue mich schon auf die tief stehende Sonne in Grönland.
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  17. AW: [ET] Äthiopien 2017: Fotobericht Nordäthiopien (Simien Mountains, Danakil)

    #17
    Hier noch ein SPON Artikel zur Danakil-Entführung von 2012, es handelte sich übrigens um eine DIAMIR-Reisegruppe:"Reiseziel Danakil in Äthiopien - Abenteuerlust und Naivität"
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  18. AW: [ET] Äthiopien 2017: Fotobericht Nordäthiopien (Simien Mountains, Danakil)

    #18
    Mit der Mentalität der Menschen sind wir nicht so gut zurechtgekommen. Sehr häufig wurden wir belogen, betrogen und respektlos behandelt. Meistens ging es dabei um Geld, aber nicht immer. In Äthiopien ist es übrigens ganz normal, dass Weiße ein Vielfaches vom lokalen Preis zahlen müssen, gern auch das 20- oder 30-fache. Daraus wird noch nicht mal ein Geheimnis gemacht. Wer im Vorhinein ein Rundum-Sorglos-Paket bei einem Reisebüro bucht, bekommt vor Ort wahrscheinlich nicht viel davon mit und kann sich entspannen, aber wir haben einen nicht unwesentlichen Teil unserer Reise mit nervigen Verhandlungen verbringen müssen. Glaubt mir, ich bin nicht übertrieben geizig und gebe gerne mal ein paar Euro mehr, aber was wir in Äthiopien erlebten, hat mich mitunter sprachlos gemacht. Unsere Reise wurde etwa tausend Euro teurer, als erwartet, aber es war nicht nur das, was mich störte.
    Könntest du hierzu noch etwas konkreter werden? 500€/Person werden vermutlich nicht daher kommen, dass die Banane statt 20cent für Einheimische 2€ für Touristen kostet? Ich rate mal erhöhte Gebühren für Führer/Permits, aber da wirst du dich sicher im Voraus informiert haben, was so auf einen zukommt.

    Vielleicht hatten wir nur Pech, aber von aggressiven Kindern auf der Straße bis hin zu körperlichen Übergriffen von Männern haben wir eine Menge erlebt.
    Auch hier würden mich konkrete Situationen interessieren. Wie du geschrieben hast, ist ein freies Bewegen ohne Eskorte ja kaum/nicht möglich. Ich hätte erwartet, dass es zu eher wenig "physischem" Kontakt mit der lokalen Bevölkerung kommt, wenn man eine Militäreskorte dabei hat.

  19. AW: [ET] Äthiopien 2017: Fotobericht Nordäthiopien (Simien Mountains, Danakil)

    #19
    Zitat Zitat von weltweitunterwegs Beitrag anzeigen
    Könntest du hierzu noch etwas konkreter werden? 500€/Person werden vermutlich nicht daher kommen, dass die Banane statt 20cent für Einheimische 2€ für Touristen kostet? Ich rate mal erhöhte Gebühren für Führer/Permits, aber da wirst du dich sicher im Voraus informiert haben, was so auf einen zukommt.
    Ein Teil der erhöhten Kosten wäre absehbar gewesen, wenn wir uns vorher mehr informiert hätten, ein anderer Teil eher nicht. Nicht absehbar war für uns vor allem:
    - dass wir für Transport mitunter genauso viel oder mehr zahlen mussten, als wir es von Europa gewohnt sind (natürlich bei nicht ansatzweise ähnlichen Standards).
    - dass man nicht nur die Leistungen an sich bezahlt, sondern ständig Provisionen fällig werden, wenn jemand beim Organisieren oder Übersetzen hilft.
    - dass wir in finanziellen Angelegenheiten oft belogen wurden und uns auch bei relevanten Beträgen manchmal kein Rückgeld gegeben wurde.
    - dass wir mitunter andere mitversorgen mussten, obwohl es anders abgesprochen war (unser Scout beispielsweise hätte nach Auskunft des Nationalparks seine eigene Verpflegung haben sollen, was nicht der Fall war; es blieb uns nichts anderes übrig, als ihm immer wieder Geld zu geben usw.).


    Zitat Zitat von weltweitunterwegs Beitrag anzeigen
    Auch hier würden mich konkrete Situationen interessieren. Wie du geschrieben hast, ist ein freies Bewegen ohne Eskorte ja kaum/nicht möglich. Ich hätte erwartet, dass es zu eher wenig "physischem" Kontakt mit der lokalen Bevölkerung kommt, wenn man eine Militäreskorte dabei hat.
    Bewaffneter Begleitschutz war auf unserer Reise nur in den Simien Mountains und in der Danakil vorgeschrieben. In Dörfern und Städten, wo es zu diesen unangenehmen Situationen kam, hatten wir natürlich kein Militär dabei.
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    Avatar von Vegareve
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    AW: [ET] Äthiopien 2017: Fotobericht Nordäthiopien (Simien Mountains, Danakil)

    #20
    Die Salzfotos sind der Hammer .

    Frage grünes Zelt in der Pampa: wart ihr da allein? Keine Angst vor Wildtieren? Wobei, bis auf die Affen gab es kaum Wildtierbesichtigungen, oder?
    "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

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