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  1. Dauerbesucher
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    Deutschland diagonal (Teilstrecken)

    #1
    Um meinen Vorrat an unausgeführten Wanderplänen zu erweitern, versuche ich zurzeit, eine Diagonalroute vom Südschwarzwald nach Potsdam zu entwickeln, die sich in Abschnitten (von Süden nach Norden) wandern lässt und dabei über einige mir teilweise unbekannte Mittelgebirge verläuft:

    Start in Bad Säckingen, dann Schwarzwald (überwiegend östlich des Westwegs) – Kraichgau – Odenwald – Spessart – Rhön – Hainichen – Ostharz – Quedlinburg – Barby (Elbe) – Potsdam

    Für das erste Teilstück (Schwarzwald) habe ich bereits eine relativ detaillierte Route geplant, die irgendwo in der Nähe von Bad Herrenalb endet. Das nächste Teilstück wäre die Durchquerung des Kraichgaus, wobei ich gerne Pforzheim umgehen, dann aber das Kloster Maulbronn besuchen möchte. Von Maulbronn wäre eine Route nach Norden zu finden, die östlich von Heidelberg (das ich nicht besuchen möchte) den Odenwald erreicht.

    Ich bin üblicherweise mit Zelt unterwegs, suche also auch nach Übernachtungsplätzen, eventuell Campingplätzen bzw. Schutzhütten, falls es welche gibt. Außerdem habe ich eine leise Schwäche für Burgen, Klöster und Ruinen, die eventuell in die Route einbezogen werden könnten. Markierte Wanderwege meide ich nicht grundsätzlich, bevorzuge sie aber auch nicht grundsätzlich; habe dann eh eine Papierkarte dabei.

    Dass der E1 durch den Kraichgau verläuft, habe ich gesehen, aber er kommt schon wegen Maulbronn nicht in Frage. Ich kenne auch die Seite »Waymarked Trails‹, die noch den einen oder anderen regionalen Wanderweg anzeigt, aber es geht mir hier ja um spezifischere Ratschläge.

    Meine Fragen richten sich daher vor allem an Leute, die die Gegend tatsächlich kennen:

    Was wäre unter der Voraussetzung einer derart freien Planung eine sinnvolle Route zwischen Maulbronn und dem Odenwald? Welche Ortschaften sind attraktiv, welche sollten eher umgangen werden?
    Wo gibt es Übernachtungsmöglichkeiten im obigen Sinne? (Ich habe bisher nur eine sehr vage Vorstellung von dieser Landschaft, sie sieht aber ziemlich dicht besiedelt aus.)

    Danke fürs Angucken. Und für Tipps natürlich auch.
    Geändert von boehm22 (10.02.2017 um 17:30 Uhr)
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  2. AW: Deutschland diagonal (Teilstrecke Kraichgau)

    #2
    Sofern bei OSM gemappt, kannst du dir Campingplätze, Schutzhütten, Sitzbänke, usw. usf. in dieser Karte anzeigen lassen:

    http://www.flosm.de/html/POI-Karte.html

    http://www.wanderbares-deutschland.de/ hat auch noch den einen oder anderen Wanderweg. Zum Stückeln könnte die Seite nützlich sein.
    .

  3. Dauerbesucher
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    AW: Deutschland diagonal (Teilstrecke Kraichgau)

    #3
    Danke, Werner. Ich hatte etwas Mühe mit dem Navigieren in der OSM-POI-Karte, aber letztlich funktioniert es. Man findet zum Beispiel Schutzhütten, das ist schon mal nützlich.

    Qualitätswanderwege stückeln werde ich wohl eher nicht, denn ich bin ja (wie das Deutsche Wanderinstitut konsequenterweise formulieren müsste) ein ›anspruchsloser‹ Wanderer, der einen ›unqualifizierten‹ Wandertourismus bevorzugt. Insbesondere scheint es mir interessanter, anhand einer Karte zu navigieren, als einem Wanderzeichen zu folgen.

    Könnte aber natürlich sein, dass ich unterwegs zum Beispiel den Eppenheimer-Linien-Weg berühre.

    Inzwischen habe ich mal eine tentative Route mittels Komoot erzeugt und etwas optimiert (7 % Asphalt). Mal gucken, ob sie sich hier darstellen lässt:

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    Geändert von Igelstroem (04.02.2017 um 23:07 Uhr)
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  4. AW: Deutschland diagonal (Teilstrecke Kraichgau)

    #4
    Andere Möglichkeit wäre, von Maulbronn, Zaberfeld, Schwaigern nach Bad Wimpfen, von dort den Neckarsteig entlang nach Hirschhorn.

    Fall du doch über Spechbach kommst, lohnt es sich über den Dilsberg nach Neckarsteinach zu wandern. Und bei Neckarsteinach nicht vergessen, die 4 Burgen anzuschauen. Auf einer der beiden westlichen Ruinen kann man auch zwischen den alten Gemäuern gut übernachten.

    Zwischen Bad Wimpfen und Eberbach/Hirschhorn gibt es natürlich auch viele Burgen zu besichtigen

    Viele Infos bekommt man auch hier: http://www.wandersüden.de/Fernwanderwege und dort: klick
    Geändert von Munzelchen (05.02.2017 um 02:54 Uhr)

  5. AW: Deutschland diagonal (Teilstrecke Kraichgau)

    #5
    Dein Vorhaben finde ich eine tolle Idee. Bzgl. Odenwald würde ich mal beim Nibelungensteig schauen. Zum Einenen verläuft er durch die schönen Städte Amorbach und Miltenberg und man kann auch immer mal wieder auf Jugendzeltplätzen campen. Manche sind auch an Badeseen gelegen, wie am Marbachsee und am Euterbachsee. Schau mal hier:

    https://www.outdooractive.com/de/fer...-main/2807126/

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    AW: Deutschland diagonal (Teilstrecke Kraichgau)

    #6
    Hallo,

    den Schwarzwald hast Du ja leider schon geplant.
    Falls Du dafür trotzdem noch Anregungen brauchst:
    Ab den Kinzigtal über Schiltach (sehenswerte Altstadt) nach Alpirsbach (Kloster). Dann auf dem Ostweg über Freudenstadt, Altensteig (Altstadt, Schloß), Berneck (Altstadt, Schloß), Zavelstein (Burgruine), Calw (Altstadt) zur Klosterruine Hirsau.
    Dann bei Steinigg(Burgruine) auf den Gäurandweg wechseln und so Pforzheim über Mühlacker östlich umgehen.

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    AW: Deutschland diagonal (Teilstrecke Kraichgau)

    #7
    Danke für die Anregungen, das ist sehr produktiv.

    Zitat Zitat von geier Beitrag anzeigen
    den Schwarzwald hast Du ja leider schon geplant.
    Falls Du dafür trotzdem noch Anregungen brauchst:
    Ab den Kinzigtal über Schiltach (sehenswerte Altstadt) nach Alpirsbach (Kloster). Dann auf dem Ostweg über Freudenstadt, Altensteig (Altstadt, Schloß), Berneck (Altstadt, Schloß), Zavelstein (Burgruine), Calw (Altstadt) zur Klosterruine Hirsau.
    Dann bei Steinigg(Burgruine) auf den Gäurandweg wechseln und so Pforzheim über Mühlacker östlich umgehen.
    Meine Planung für den Schwarzwald ist bisher auch nur provisorisch. Da ich den Westweg ja teilweise schon gelaufen bin, könnte ich jetzt einfach den Mittelweg in Gegenrichtung laufen, aber bei meinem Planungsstil geht ja der erste Blick auf die Reliefkarte, dann auf Ortschaften und das gesamte Wegenetz, und erst ganz zuletzt überlege ich mir, inwiefern markierte Wanderwege einbezogen (oder unter Umständen sogar vermieden) werden könnten. Im Schwarzwald wollte ich mir einen Weg östlich des Hauptkamms suchen, aber doch so, dass ich nicht nach Osten hinauslaufe, sondern im Großen und Ganzen auf der Höhe bleibe und den Abschnitt wirklich an der Nordspitze des Nordschwarzwalds beende.
    Du hast aber andererseits recht: Wenn Maulbronn ein Fixpunkt des nächsten Abschnitts ist, macht es durchaus Sinn, Pforzheim östlich zu umgehen und zum Beispiel Mühlacker als Aus- und Einstiegspunkt zwischen dem Schwarzwald- und dem Kraichgau-Abschnitt in Betracht zu ziehen. Ich werde mir das noch überlegen und bei Gelegenheit auch eine GPX-Route für diesen Abschnitt posten.

    @Munzelchen:
    Ich habe mir das angeschaut (inklusive der Hinterburg im Luftbild) und werde also nach Neckarsteinach laufen. Die östliche Route über Bad Wimpfen und den Neckarsteig ist natürlich auch plausibel, aber das ist ein großer Umweg, wenn man bedenkt, dass ja der Neckarsteig ziemlich gewunden verläuft und sich die Etappen zwischen Bad Wimpfen und Hirschhorn schätzungsweise auf 85 km summieren. Ich werde beim Kaffee Deiner gedenken, wenn ich in Neckarsteinach bin. Hier also eine neue Route – ein paar Kilometer länger statt kürzer, weil ich jetzt den Bahnhof Marxzell im Schwarzwald als Anfangspunkt gewählt habe:

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    @Galadriel:
    Amorbach und Miltenberg sind also schön, ich notiere das. Miltenberg ist jedenfalls der topographisch naheliegende Übergang vom Odenwald zum Spessart und außerdem ein möglicher Aus- und Einstiegspunkt. Wenn man eine Komoot-Route von Neckarsteinach nach Miltenberg (via Burg Wildenberg) erzeugt, stimmt die natürlich nur teilweise mit dem Nibelungensteig überein, sieht aber für mich plausibel aus. Deshalb wäre dies jetzt meine einstweilige Route durch den Odenwald:


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    Das Wandern auf einem zertifizierten Qualitätsweg erscheint mir immer ein bisschen wie der Verzehr eines von der Stiftung Warentest getesteten Fertiggerichts. Man hat aber eventuell trotzdem Lust, selbst zu kochen. (Muss aber irgendwie ein Unterschied sein, denn in einem Kochforum werden nie Fertiggerichte empfohlen, während in Wanderforen eigentlich immer auf markierte Wanderwege hingewiesen wird.)


    OT: Vielleicht kann der Moderator/die Moderatorin den Threadtitel in »Deutschland diagonal (Teilstrecken)« ändern? Denn die Beschränkung auf den Kraichgau ist ja jetzt schon nicht mehr gegeben.
    Geändert von Igelstroem (05.02.2017 um 16:10 Uhr)
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  8. AW: Deutschland diagonal (Teilstrecke Kraichgau)

    #8
    Igelstroem, bei wanderbares deutschland kann man den Haken bei den Premiumwanderwegen entfernen. In der Seite steckt viel mehr.

    Weil ich zweimal zu Fuß auf unterschiedlichen Routen durch den Kraichgau gewandert bin, schlage ich den E1 als grobe Richtschnur vor. Es ist doch egal ,ob du einer Markierung folgst oder dem Algorithmus eines Tourenplanners. Sklave bist du so oder so. Schieb das olle Komoot in die Ecke. Locus/Orux mit openandromaps aufs Telefon und jeden Tag neu entscheiden ob E1 oder knapp vorbei. Freiheit pur. 2014 bin ich so von Timmendorfer Strand bis Lüneburg gewandert. Im letzten Jahr 250 km auf dem E8 (Richtschnur).

    2004 war ich auf dem E1 von Norden nach Süden unterwegs. Der Kraichgau ist von der Landschaft ja nicht so der Brüller, daher wundert mich heute noch, dass Maulbronn vom E1 umgangen wird.

    2010 war ich auf eigenen Strecken unterwegs (Reisebericht: ... vom Mittelrhein zum Schönbuch) mit einer Straßenkarte. Im Nachhinein kann ich sagen, dass der E1 nicht so schlecht ist. Mehr als 7 Prozent Teer hat der aber.

    Bretten ist ein Besuch wert: Melanchtonhaus.
    .

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    AW: Deutschland diagonal (Teilstrecke Kraichgau)

    #9
    Zitat Zitat von Werner Hohn Beitrag anzeigen
    Weil ich zweimal zu Fuß auf unterschiedlichen Routen durch den Kraichgau gewandert bin, schlage ich den E1 als grobe Richtschnur vor. Es ist doch egal ,ob du einer Markierung folgst oder dem Algorithmus eines Tourenplanners.
    Nein, das ist deshalb nicht egal, weil ich ja bei der geographischen Planungsweise Punkte festlege, die angelaufen werden sollen, und Linien folge, die sich mitunter aus dem Relief oder sonstwie aus den Landschaftsformen ergeben. Ich gucke also auf die Karte und leite daraus Anfangs- und Endpunkte für eine Komoot-Route ab. Den Routenvorschlag gucke ich mir dann im Detail an und verbessere ihn, wo das sinnvoll erscheint – im Kraichgau etwa um Ortschaften zu umgehen und bewaldete Höhenzüge zu bevorzugen.
    Allerdings optimiere ich nicht bis ins letzte Detail, denn ich wandere konkret ja sowieso mit einer Papierkarte. Die erzeugte Route ist also auch wieder nur eine Richtschnur. Aber immerhin doch eine, die aus einer geographischen Landschaftsbetrachtung hervorgegangen ist und nicht nur (wie beim E1) daraus, dass der Kraichgau halt irgendwie durchquert werden muss. Die E1-Route liegt für meinen Geschmack außerdem viel zu nah am Rheintal – selbst dann, wenn ich nicht nach Maulbronn wollte.

    Ähnliches gilt auch für die übrigen Teile der Route. Meine Vorgabe ist, dass die mir unbekannten Mittelgebirge (Odenwald, Spessart, Rhön) irgendwie in Längsrichtung durchlaufen werden sollen und der Harz südlich des Nationalparks überquert werden soll. Dementsprechend lege ich Punkte fest, zwischen denen eine zu Fuß begehbare Route ermittelt und nach Nebenkriterien (Landschaftsformen, Übernachtungsmöglichkeiten, vereinzelt auch Besichtigungswünschen) modifiziert wird. – Wieso sollte ich irgendeine Stufe dieser Grobplanung jemand anderem überlassen, indem ich zum Beispiel einen schon vorhandenen markierten Wanderweg auswähle?

    Komoot, so wie ich es verwende, leistet ja nichts anderes, als die OSM-Daten zur konkreten Wegebeschaffenheit in die Planung einfließen zu lassen, einen relativ geradlinigen Weg zwischen zwei Punkten zu finden und eine GPX-Datei inklusive Höhenprofil zu erzeugen, die man dann zur Darstellung der eigenen Planung weiterverwenden kann. Ich selber würde die Datei beim konkreten Wandern nicht zum digitalen Navigieren benutzen, weil mir dann, anders als bei der Papierkarte, unterwegs das geographische Raumbewusstsein wieder verlorengehen würde. (Die geplante grobe Route muss also ggf. andeutungsweise in die Papierkarte eingetragen oder als ausgedruckte Streifenkarte mitgeführt werden.) Man kann sich eine für meine Zwecke angemessene Karte zwar auch digital vorstellen, aber dafür hätte ich gerne ein wasserdichtes Tablet, dessen Akku 14 Tage durchhält, wenn es täglich 12 Stunden in Betrieb ist.
    Geändert von Igelstroem (06.02.2017 um 00:38 Uhr)
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  10. AW: Deutschland diagonal (Teilstrecke Kraichgau)

    #10
    Zitat Zitat von Igelstroem Beitrag anzeigen
    ... Allerdings optimiere ich nicht bis ins letzte Detail, denn ich wandere konkret ja sowieso mit einer Papierkarte. Die erzeugte Route ist also auch wieder nur eine Richtschnur. Aber immerhin doch eine, die aus einer geographischen Landschaftsbetrachtung hervorgegangen ist und nicht nur (wie beim E1) daraus, dass der Kraichgau halt irgendwie durchquert werden muss.
    OT: Das fordert zum Widerspruch auf! Nach weit mehr als 1.000 km auf dem deutschen E1 bin ich sicher, dass Landschaften nicht "irgendwie" durchquert werden sollen. Die wussten auch vor Jahrzehnten schon, wo es schön ist. Daher u.a. die gewundene Wegführung des E1 durch die Republik - trotz der unverkennbaren Vorgabe zur geraden Linie. Dass vor bald 50 Jahren ein etwas anderer Kriterienkatalog die Grundlage bildete, ist den alten Wegen zwar anzumerken (Stichwort: Teerdecke), aber grundsätzlich führt der Weg mit Absicht da entlang, wo er nun mal entlang führt.

    Im Odenwald z.Bsp. kommt der E1 immer wieder an die Kante zum Rheintal. Als ich das vorher in den Karten gesehen habe, musste ich mit dem Kopf schütteln. Was soll der Quatsch! So nah ran an das Verdichtungsgebiet unten am Rhein. Wochen später, als ich da entlange wanderte, wurde klar weshalb die das gemacht haben: Aus- und Fernsichten.

    Im Kraichgau wurde auch eine ziemlich optimale Wegführung gefunden. Sofern ich das als Fremder beurteilen kann.

    Okay, Maulbronn auszulassen, war und ist unverzeihlich.
    Geändert von Werner Hohn (06.02.2017 um 18:49 Uhr)
    .

  11. AW: Deutschland diagonal (Teilstrecke Kraichgau)

    #11
    wow tolle Idee,

    Ich komme aus Unterfranken und lasse dir mal auf die schnelle ein Paar Ideen da.

    - Von Miltenberg aus ist in nördlicher Richtung die Collenburg bei Collenberg zu erreichen. Weiter gen Norden laufend würde ich versuchen Würzburg und Schweinfurt westlich durch Spessart, Vorderrhön und Rhön zu umgehen.

    - Gemünden finden einige ganz net. Schön gelegener Ort am Zusammenfluss von Sinn und Saale.

    - Rieneck hat auch ne nette Burg, jedoch Bewirtschaftet.
    Das Sinntal nordwärts wird dann doch sehr ländlich.

    - Bad Brückenau hat seine besten Kurzeiten vorbei. Irgendwie hats aber dennoch Charm.

    - In der Rhön würde ich noch die Charakteristische "Lange Rhön" mitnehmen.


    Wenn du weitere Fragen für die Region Spessart und Rhön brauchst schreib mich gerne an.

  12. AW: Deutschland diagonal (Teilstrecke Kraichgau)

    #12
    Lange Rhön würde ich auch empfehlen und könnte Dir ein paar gute Biwakstellen im Umfeld des oberen Ulstertals nennen.

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    AW: Deutschland diagonal (Teilstrecke Kraichgau)

    #13
    Teilstrecke Freudenstadt–Mühlacker
    Statt den Ostweg zu nutzen bzw. statt über Calw zu laufen, habe ich mir eine andere Teilroute östlich von Pforzheim gebastelt, bei der man zunächst etwas länger auf der Höhe bleibt:

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    Teilstrecke Spessart (Miltenberg–Burgsinn)
    Die unten dargestellte Teilstrecke durch den Spessart folgt zunächst einige Kilometer dem Eselsweg (falls den jemand kennt). Die Collenburg bei Collenberg könnte besucht werden, vielleicht auch nachts, aber sie liegt am Main bzw. am Maintalhöhenringweg, der hier entgegen seinem Namen ziemlich tief im Maintal verläuft. Das wäre also ein kleiner Umweg bzw. Abstecher.

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    Teilstrecke Rhön (Burgsinn–Breitungen/Werra)
    Hier stimmt meine Komoot-Route größtenteils mit dem Rhön-Höhen-Weg (RHW) überein. Das ist auch nicht ganz zufällig, denn der RHW folgt einer topographischen Logik und entspricht insoweit meiner eigenen Planungsweise, während neuere Premiumwege eher einer Logik der Erlebnisinszenierung folgen. Der ›Hochrhöner‹ wird von meiner Route nur kurz bei Bischofsheim berührt, da ich anschließend in der Tat über die Lange Rhön laufe.
    Breitungen/Werra ist dann wieder ein möglicher Aus- und Einstiegspunkt mit Bahnanschluss, bevor der nördliche Thüringer Wald Richtung Hainichen überquert wird. Jenseits des Thüringer Waldes wäre allerdings der Ausstieg auch an der Bahnstrecke Eisenach–Erfurt möglich.

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    @Alf: Auf Dein freundliches Angebot komme ich zurück; ich vertraue nämlich darauf, dass es ernst gemeint ist.
    Geändert von Igelstroem (09.02.2017 um 13:06 Uhr)
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  14. AW: Deutschland diagonal (Teilstrecke Kraichgau)

    #14
    Ich kann leider mit diesern Kartenbildchen nix anfangen (bzw. mein Computer) hätte aber noch paar Infos zum Spessart beizusteuern:

    Nimm die Geißhöhe mit, wenn du dort nahe vorbei kommst (so sieht es für mich aus), zumindest wenn das Wetter gut ist. Du hast vom Turm dort oben eine fantastische Fernsicht. Auf dem Weg dorthin kannst du die Burg(ruine) Wildenstein einsammeln und das Schloss Oberaulenbach.

    Um Rothenbuch herum werden im Moment gerade Übernachtungsplätze mit Feuerstelle eingerichtet ähnlich den Trekkingplätzen in der Pfalz.

    Die Karthause Grünau würde ich auf jeden Fall mitnehmen.

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    AW: Deutschland diagonal (Teilstrecke Kraichgau)

    #15
    Zitat Zitat von Mus Beitrag anzeigen
    Ich kann leider mit diesern Kartenbildchen nix anfangen (bzw. mein Computer)
    Das ist schade, denn das Kartenbildchen ist außerordentlich praktisch. Man kann den ganzen Rahmen auf Textbreite vergrößern und auch in die Karte hineinzoomen. Das hat für mich den Vorteil, dass ich mir jetzt eure Ratschläge gleich im Thread selbst angucken kann, ohne erst Komoot oder eine andere Anwendung zu öffnen.

    Übrigens müsste man die gpx-Datei auch herunterladen können, da gibt es einen Link unter dem Kartenbildchen.

    Ansonsten vielen Dank für Deine Hinweise. Ich werde mir das angucken und dann sehen, was ich einbeziehen kann. Irgendwann muss ich natürlich weiterlaufen. Und da ich den ganzen Weg ja abschnittsweise laufen will und eventuell viel Geld spare, wenn ich frühzeitig Bahntickets kaufe, muss ich auch eine zumindest vage Zeitplanung für die Teilstrecken im Auge behalten. Es wäre natürlich einfacher, wenn man sich einfach mal den ganzen Mai freinehmen könnte ...

    Der Thread ist aber tatsächlich so gemeint, dass ich mich über Hinweise auf interessante Punkte und eventuell bessere Streckenführungen freue. Das funktioniert bisher ganz gut, finde ich.


    Bei der Nordschwarzwaldroute frage ich mich, ob man nördlich von Freudenstadt (also zwischen Freudenstadt und Besenfeld) tatsächlich parallel zur Bundesstraße laufen sollte oder ob es eine wesentlich bessere Route in dieser Ecke gibt.
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  16. AW: Deutschland diagonal (Teilstrecke Kraichgau)

    #16
    Hallo Igelstroem, ich finde deine Wege echt interessant. Beim Stöbern bin ich auf den Hinweis gestoßen, dass es ab diesem Jahr auch Trekkingplätze im Nordschwarzwald geben wird. Leider gibt es noch keine genaueren Infos, aber schon eine Webseite...
    http://www.naturparkschwarzwald.de/a...king-vorschau/

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    AW: Deutschland diagonal (Teilstrecke Kraichgau)

    #17
    OT: Warum eigentlich "diagonal"?

    http://www.5degreeswest.co.uk/
    Schutzgemeinschaft Grüne Schrankwand - "Wir nehmen nur das Nötigste mit"

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    AW: Deutschland diagonal (Teilstrecke Kraichgau)

    #18
    Zitat Zitat von Pfad-Finder Beitrag anzeigen
    OT: Warum eigentlich "diagonal"?

    http://www.5degreeswest.co.uk/
    Falls Du eine ernsthafte Antwort möchtest (bei mir ist ja immer alles ernsthaft, außer zwischen den Zeilen):

    Eine bloß gedachte Linie (wie ein Längengrad) ist für mich keine Leitlinie beim Wandern, bin ja auf Topographie fixiert.

    Man muss natürlich auch nicht diagonal durch ein Land wandern. Aber die tatsächlichen Überlegungen waren diese (in ungefähr dieser Reihenfolge):

    (1) Lauf ungefähr von zuhause los.
    (2) Lauf mal in die andere Richtung als sonst, also zum Beispiel auf dem E11.
    (3) Bei der Gelegenheit kannst Du endlich mal in den Harz wandern.
    (4) Erkunde die ›leere Mitte‹ zwischen Hessen, Bayern und Baden-Württemberg, aus der es so wenig Reiseberichte gibt.
    (5) Lauf noch mal auf einem anderen Weg als dem Westweg längs durch den Schwarzwald.
    (6) Schließe die Lücken und verbinde alles zu einer Langstreckenroute.
    (7) Wandere doch lieber von Süden nach Norden, wegen der Sonne.
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  19. AW: Deutschland diagonal (Teilstrecke Kraichgau)

    #19
    @Igelstroem: Ein aufgezwungener Weg würde auch nicht zu Dir passen, auch nicht selbst-aufgezwungen. Aber vielleicht wird es bald Wanderer geben, die Deinen Spuren folgen und dann an einer Weggabelung jammern: "Jetzt müssen wir hier lang, obwohl es dort doch viel schöner aussieht."

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    AW: Deutschland diagonal (Teilstrecke Kraichgau)

    #20
    OT:
    Zitat Zitat von Mus Beitrag anzeigen
    Ich kann leider mit diesern Kartenbildchen nix anfangen (bzw. mein Computer)
    Habe gerade rausgefunden, dass man mit Klick auf das Doppelfenster rechts unter dem schwarzen Balken der Höhenanzeige auf eine weiter vergrößerbare Karte kommt. Möglicherweise hast Du das schon getestet, aber falls nicht ...

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