Ergebnis 1 bis 16 von 16
  1. Fuchs
    Avatar von Libertist
    Dabei seit
    11.10.2008
    Ort
    Wien
    Beiträge
    1.866

    [IT][GR][TR][GE] Herbst 2010: Roadtrip - 4500 Kilometer nach Georgien

    #1
    Mitreisende: Libertist
    Hallo liebe Leute,

    im Herbst 2010 – genauer gesagt vom 20. Oktober bis zum 8. November – war ich mit dem Auto von Leipzig nach Tiflis (Georgien) unterwegs. Wer also ein spannendes Wildnisabenteuer erwartet, wird diesmal leider enttäuscht werden: hier geht es um ein kleines Intermezzo in zivilisierten Gegenden, bei dem ich mich auch dementsprechend kurz fassen werde.

    Nun zur Vorgeschichte. Wer den Bericht gelesen hat, weiß, dass ich Georgien bereits im Sommer zum Trekking und Bergsteigen besuchte. Land und Leute entsprachen so ziemlich meinem Geschmack und ich versprach einigen Freunden, die ich in der Zeit kennenlernte, bald wiederzukommen. Die Gelegenheit bot sich, als meine einzige universitäre Veranstaltung in diesem Semester mit Anwesenheitspflicht aufgrund der großzügig vergebenen katholischen Feiertage in Österreich zweimal in Folge ausfiel. Ich musste also zwei Wochen und sechs Tage lang nicht in die Uni. Na prima, nichts wie weg hier!
    Damit die kurze Reise nicht zu teuer wird, orientierte ich mich bei der Finanzierung am Geschäftsmodell eines Freundes aus Tiflis, dessen Beruf es ist, nach Deutschland zu fliegen, dort einen gerauchten Opel oder Mercedes günstig zu erwerben, in sein Heimatland zu fahren und es dort mit akzeptablem Gewinn wieder zu verkaufen. Meine Mutter wollte ihren Astra sowieso loswerden, also kaufte ich ihr den Wagen ab. Ziel der Reise war Tiflis. Auf dem Weg dahin wollten wir uns Zeit für interessante Orte, ein wenig Kultur und viel Kulinarisches nehmen – etwas, das bei meinen bisherigen Reisen oft zu kurz kam

    Am 20. Oktober erledigte ich morgens bei Leipzig die Umschreibung auf meinen Namen, organisierte das Ausfuhrkennzeichen und fuhr nach Süden. Am Abend kam ich bei Eva in Salzburg an (eine meiner beiden Reisepartner, mit denen ich auch in Alaska war), bei der ich übernachtete und die mich bis Istanbul auf meinem Roadtrip begleiteten würde. Am nächsten Tag ging es weiter über den Brenner an den Gardasee. Ich besuchte die Besitzerin eines großen Weinguts; eine 100-jährige Dame die mich für einige Tage beherbergte, als ich als 17-jähriger mit dem Fahrrad in den Alpen und in Italien unterwegs gewesen bin.






    Weiter ging es am nächsten Tag nach Verona, wo wir wieder bei Freunden aus meiner Jugendzeit übernachteten. Ich bin ja eigentlich kein Städtefreund, aber Verona ist doch ganz nett.






    In Venedig begaben wir uns dann auf die Fähre und kamen 20 Stunden später in Igoumenitsa, Griechenland an. Wir fuhren ein paar Stunden nach Osten ins Landesinnere und schlugen unser Zelt schließlich an einem tollen Platz im Gebirge auf.
















    Dann standen die berühmten Meteora-Klöster auf dem Programm. Das Wetter war schlecht, dafür begegneten wir nur relativ wenigen Touristen.








    Auf der Halbinsel Sithonia ließen wir uns am nächsten Tag die Sonne auf den Bauch scheinen, badeten im Meer und stellten das Zelt schließlich an einer kleinen Bucht auf.








    Als das Wetter wieder schlechter wurde, nutzten wir die Zeit um voranzukommen und genossen die Köstlichkeiten in Alexandropoli – einer Stadt, die unserem ersten Eindruck nach außer hervorragendem Essen nicht all zu viel zu bieten hat.










    In Istanbul angekommen, musste ich mich zunächst an den Verkehr und die Eigenheiten der Fahrer gewöhnen. Es wurde nicht geblinkt, nur gehupt. Man wechselte spontan und ohne Vorwarnung die Spur, nahm kaum Rücksicht auf Fußgänger und hatte es anscheinend immer eilig. Wir fanden den Weg zu unserem vorher gebuchten Hostel und verbrachten einige Tage in dieser Metropole zwischen Europa und Asien. Bosporus-Schifffahrt, durch Basare schlendern, Hamam-Besuch, gute türkische Küche, tanzende Derwische, Moscheen, Chai an jeder Ecke, ein Gläschen Raki… das ganze Programm.




















































    Aus Zeitgründen flog Eva dann von Istanbul zurück in die Heimat, ich setzte meine Reise allein fort. Unterwegs quer durch die Türkei nahm ich viele Tramper mit und nachdem die Grenzbeamten mein Auto ausreichend inspizierten und mir alle nötigen Dokumente ausstellten, kam ich endlich in Georgien an. Auf dem Weg nach Tiflis nahm ich zunächst die falsche Straße: was auf meiner Karte mit zwei roten Linien als „Bundesstraße“ gekennzeichnet war, stellte sich als besserer Feldweg heraus und war aufgrund der Schneemengen im Gebirge schon vor dem Pass unpassierbar. Also zurück und einen Umweg wählen - acht Stunden und ein paar Liter Benzin waren verloren.










    Irgendwann erreichte ich dann doch noch die Hauptstadt Georgiens und wurde von meinen Freunden aufs Herzlichste empfangen. Nach den obligatorischen Willkommensmahlzeiten und ein paar Gläsern „Cha Cha“ ließ ich mein Auto gründlich reinigen und fuhr es am nächsten Tag auf den Autobasar, wo es nach zwei Stunden des Verhandelns verkauft wurde. Allerdings bestand der Käufer darauf, mit mir in eine Werkstatt zu fahren und das Auto blitzschnell durchchecken zu lassen. Kein Problem, mein Wagen war in gutem Zustand. Und so gehört mein erstes und bisher einziges Auto nun dem Friseur des georgischen Präsidenten! Der Preis, den er dafür zahlte, war für mich okay: alles in allem kostete mich die gesamte Reise einschließlich aller Vorbereitungen, Einkäufe und Rückreise 200 Euro. Für drei Wochen ist das akzeptabel, wie ich finde … Natürlich lud mich der Käufer noch auf ein Abendessen in einem gehobenen Restaurant der Stadt ein, bei dem zu später Stunde vor allem der Alkoholkonsum im Mittelpunkt stand – es gibt scheinbar nichts Lustigeres, als einen Europäer abzufüllen!








    Am nächsten Tag machte ich mich auf, um einen weiteren Freund zu besuchen: Vater Mamuka, orthodoxer Priester. Wir trafen uns in einem kleinen Kloster abseits der Stadt, wo er eine Trauung zu leiten hatte. Auf dem Weg dahin kam ich an einer mobilen Fleischerei vorbei. Wie das erste Bild zeigt, wird das Fleisch direkt von der Plastikplane aus dem Auto serviert; fein zugeschnitten mit dem Beil auf dem Holzklotz!










    Vom Kloster aus sah man in der Ferne den Kazbek, der mit seinen 5033 Metern hoch über dem Kaukasus thront. Es war ja erst ein paar Monate her, dass ich auf dem Gipfel stand…




    Mamuka und ich wurden zur abendlichen Hochzeitsfeier eingeladen. Die Gastfreundschaft dieser Menschen war mal wieder überragend und so kam ich in den Genuss eines sehr unterhaltsamen Abends mit traditionellen Tänzen, interessanten Persönlichkeiten und – natürlich! – ausgezeichnetem Essen.






    Der Heimflug am nächsten Morgen beendete meinen fast dreiwöchigen Kurzurlaub. Obwohl ich diesmal an Straßen und Zivilisation gebunden war, konnte ich die Zeit doch sehr genießen. Und da ich mein Zimmer in Wien für diese Zeit untervermietete, kam ich sogar reicher zurück, als ich ging. Schon toll, was zwei katholische Feiertage mitten im Semester für Möglichkeiten bieten. Nicht wahr?
    Geändert von Libertist (28.10.2011 um 23:36 Uhr)

  2. Fuchs
    Avatar von Libertist
    Dabei seit
    11.10.2008
    Ort
    Wien
    Beiträge
    1.866

    AW: [IT][GR][TR][GE] Herbst 2010: Roadtrip - 4500 Kilometer nach Georgien

    #2
    Tja, wo sind denn nun all die Bilder hin? Hm, mal wieder eine Mail an img4web rausschicken...

  3. Fuchs
    Avatar von Atze1407
    Dabei seit
    02.07.2009
    Ort
    Da wo die Berge am schönsten sind, in Sachsen.
    Beiträge
    2.003

    AW: [IT][GR][TR][GE] Herbst 2010: Roadtrip - 4500 Kilometer nach Georgien

    #3
    Ja wo sind sie denn?

    Trotzdem ein kurzweiliger Bericht.


    Ein frohes und gesundes Weihnachtsfest wünscht Dir

    Atze 1407
    Wenn du den Charakter eines Menschen kennenlernen willst, gib ihm Macht.
    Abraham Lincoln

  4. Fuchs
    Avatar von Libertist
    Dabei seit
    11.10.2008
    Ort
    Wien
    Beiträge
    1.866

    AW: [IT][GR][TR][GE] Herbst 2010: Roadtrip - 4500 Kilometer nach Georgien

    #4
    So, ich hab die Bilder jetzt woanders gehostet und neu eingebunden. Hoffentlich bleibt jetzt alles so, wie es ist.

  5. Alter Hase

    Dabei seit
    18.08.2006
    Beiträge
    2.794

    AW: [IT][GR][TR][GE] Herbst 2010: Roadtrip - 4500 Kilometer nach Georgien

    #5
    Nette Tour, schöne Bilder. Wo sind denn die von der Tour zwischen Istanbul und der georgischen Grenze?

  6. Fuchs
    Avatar von Libertist
    Dabei seit
    11.10.2008
    Ort
    Wien
    Beiträge
    1.866

    AW: [IT][GR][TR][GE] Herbst 2010: Roadtrip - 4500 Kilometer nach Georgien

    #6
    Zitat Zitat von Enja Beitrag anzeigen
    Wo sind denn die von der Tour zwischen Istanbul und der georgischen Grenze?
    Davon gibts recht wenige Bilder - bin aus Zeitgründen kaum aus dem Auto ausgestiegen. Und die paar Bilder, die ich unterwegs gemacht habe (z.B. von Rize) sind nichts Besonderes.

  7. Gesperrt Dauerbesucher

    Dabei seit
    02.05.2007
    Ort
    tatranzingate
    Beiträge
    689

    AW: [IT][GR][TR][GE] Herbst 2010: Roadtrip - 4500 Kilometer nach Georgien

    #7

  8. Erfahren
    Avatar von Flachzange
    Dabei seit
    03.03.2008
    Ort
    D'dorf
    Beiträge
    276

    AW: [IT][GR][TR][GE] Herbst 2010: Roadtrip - 4500 Kilometer nach Georgien

    #8
    Very nice

    "Act like a horse. Be dumb. Just run."

  9. Erfahren

    Dabei seit
    05.02.2008
    Beiträge
    275

    AW: [IT][GR][TR][GE] Herbst 2010: Roadtrip - 4500 Kilometer nach Georgien

    #9
    Kurz, prägnant und mit schönen Bildern.
    Feiner Bericht

  10. Fuchs
    Avatar von hosentreger
    Dabei seit
    04.04.2003
    Ort
    Saarland
    Beiträge
    1.323

    AW: [IT][GR][TR][GE] Herbst 2010: Roadtrip - 4500 Kilometer nach Georgien

    #10
    Bin ein bißchen neidisch.... Danke für den schönen Bericht!
    Mit welcher Kamera hast Du fotografiert?

    hosentreger
    Neues Motto: Der Teufel ist ein Eichhörnchen...

  11. Gerne im Forum
    Avatar von Yaphi
    Dabei seit
    12.07.2010
    Ort
    Weyhe bei Bremen
    Beiträge
    81

    AW: [IT][GR][TR][GE] Herbst 2010: Roadtrip - 4500 Kilometer nach Georgien

    #11
    Sehr, sehr spannende Tour, wer kann schon von sich behaupten auf einer georgischen Hochzeit gewesen zu sein ;)

    Da ich auch den Amerikabericht erst gestern gelesen habe, gibt es hier zusammenfassend


    +

    Ich bin gespannt auf weitere Abenteurer aus den Weiten dieser Welt !

  12. Fuchs
    Avatar von Canadian
    Dabei seit
    23.01.2010
    Ort
    NRW
    Beiträge
    1.185

    AW: [IT][GR][TR][GE] Herbst 2010: Roadtrip - 4500 Kilometer nach Georgien

    #12
    Bin echt beeindruckt, schreibst uns hier ein paar echt gute Berichte zusammen.

  13. milestone
    Gast

    AW: [IT][GR][TR][GE] Herbst 2010: Roadtrip - 4500 Kilometer nach Georgien

    #13
    lohnt es sich durch die türkei nach georgien zu fahren, oder doch lieber von odessa aus mit der fähre?

    du hast ein ausfuhrkennzeichen für das auto gehabt, wird das auto im pass von den georgiern eingetragen? und wie bekommt man es nach dem verkauf da wieder raus? stimmt es, das nur noch autos die max. 7 jahre alt sind eingeführt werden dürfen ( hab sowas von armenien gelesen und gehört)
    wie ist es mit den zollformalitäten, wenn man ein auto in georgien oder armenien verkaufen will? was wird lieber gekauft, außer bmw und mercedes... jeep oder pkw?

    wie bist du durch die türkei gefahren? an der küste entlang? ich habe gelesen, das es in istambul über den bosporus keine bargeldmautzahlungen mehr gibt. stimmt das?

    habe die idee, nächstes jahr nach armenien zu fahren. ich mag das land irgendwie. und auf dem hinweg wollte ich georgien mitnehmen und ggf auch den kasbek, wenn es zeitlich passt. nur ist die frage ob man über die türkei fährt oder über russland.

    gruß erik
    Geändert von milestone (24.05.2012 um 17:03 Uhr)

  14. Fuchs
    Avatar von Libertist
    Dabei seit
    11.10.2008
    Ort
    Wien
    Beiträge
    1.866

    AW: [IT][GR][TR][GE] Herbst 2010: Roadtrip - 4500 Kilometer nach Georgien

    #14
    Zitat Zitat von milestone Beitrag anzeigen
    lohnt es sich durch die türkei nach georgien zu fahren, oder doch lieber von odessa aus mit der fähre?
    Kommt ganz drauf an, was man in der Türkei unternimmt, das Land ist ja recht groß. Ich war vorher noch nie in Istanbul - für mich hat sich's definitiv gelohnt. Und selbst, wenn du einfach nur durchfahren willst, ist der Weg über Venedig und mit der Fähre nach Igoumenitsa wohl der kürzeste/schnellste/einfachste... das sagt zumindest mein Freund Paul, der diese Strecke regelmäßig fährt.


    Zitat Zitat von milestone Beitrag anzeigen
    du hast ein ausfuhrkennzeichen für das auto gehabt, wird das auto im pass von den georgiern eingetragen?
    Das Auto wird auf den Käufer überschrieben, das geht direkt vor Ort am Basar. Es gibt dort eine Anmeldestelle, an Wochenenden wandern dort hunderte Autos von einer Hand in die andere.


    Zitat Zitat von milestone Beitrag anzeigen
    und wie bekommt man es nach dem verkauf da wieder raus?
    Diese Frage verstehe ich nicht. Nachdem das Auto verkauft ist, nimmst du den Bus zurück in die Stadt.


    Zitat Zitat von milestone Beitrag anzeigen
    stimmt es, das nur noch autos die max. 7 jahre alt sind eingeführt werden dürfen ( hab sowas von armenien gelesen und gehört)
    Bis vor 1 1/2 Jahren war das nicht der Fall.


    Zitat Zitat von milestone Beitrag anzeigen
    wie ist es mit den zollformalitäten, wenn man ein auto in georgien oder armenien verkaufen will?
    Mit Ausfuhrkennzeichen und den entsprechenden Papieren alles kein Problem. Den Zoll zahlst nicht du, sondern der Käufer auf dem Basar in Tbilisi. In Armenien sieht das anders aus, wenn ich mich recht erinnere. Ich weiß nichts Genaues, aber die Abwicklungen von Einfuhr und Zollgebühren sollen dort schwieriger sein, hieß es.


    Zitat Zitat von milestone Beitrag anzeigen
    was wird lieber gekauft, außer bmw und mercedes... jeep oder pkw?
    PKW, so weit ich weiß. Ein Geländewagen stand damals nicht zur Diskussion, auch mein Freund Paul hat noch nie etwas anderes nach Georgien gefahren, so weit ich weiß.


    Zitat Zitat von milestone Beitrag anzeigen
    wie bist du durch die türkei gefahren? an der küste entlang? ich habe gelesen, das es in istambul über den bosporus keine bargeldmautzahlungen mehr gibt. stimmt das?
    Hinter Istanbul bin ich oben an der Küste lang gefahren, genau. Das ist die kürzeste Strecke, zugegebenermaßen auch nicht die spannendste. Und ja, man braucht so eine "Mautkarte", gibts vor den Schranken auf der rechten Seite zu kaufen.


    Zitat Zitat von milestone Beitrag anzeigen
    habe die idee, nächstes jahr nach armenien zu fahren. ich mag das land irgendwie. und auf dem hinweg wollte ich georgien mitnehmen und ggf auch den kasbek, wenn es zeitlich passt. nur ist die frage ob man über die türkei fährt oder über russland.
    Interessant. Der Grenzübergang bei Kazbegi ist nicht immer offen, da solltest du dich vorher genau informieren. Der Weg über Russland ist sicher etwas umständlicher, nicht zuletzt wegen dem Visum und den Zollvorschriften (keine Ahnung, ob du ein Auto, dass du in Georgien oder Armenien verkaufen willst, einfach so durch Russland fahren darfst). Und wie gesagt, so weit ich weiß, ist es einfacher, dass Auto in Georgien zu verkaufen, als in Armenien. Viele Armenier kommen zum Autobasar nach Tiflis, fast die Hälfte der Suchenden dort sind Ausländer.

    Mein Tipp: nimm meine Route, mach dir 'ne schöne Zeit in Georgien (einschließlich Kazbek), verkaufe dein Auto in Tiflis und nimm den Bus nach Armenien, der kostet fast nichts.

  15. milestone
    Gast

    AW: [IT][GR][TR][GE] Herbst 2010: Roadtrip - 4500 Kilometer nach Georgien

    #15
    und wie bekommt man es nach dem verkauf da wieder raus?
    Diese Frage verstehe ich nicht. Nachdem das Auto verkauft ist, nimmst du den Bus zurück in die Stadt.
    ich meine, wenn das auto in deinem pass eingetragen wird, du aber am flughafen ohne auto stehst. oder wird das nach dem kauf aus dem pass am zoll wieder gstrichen?

    ursprünglich war der plan das auto in yerevan zu verkaufen, und vorher durch georgien zu fahren und den abstecher auf den kasbek zu machen. denn ich wollte nicht alles in armenien mit den maschrutkas (minibusen) erfahren.

    aber so könnte man auf dem hinweg durch georgien durch rammeln, armenien besuchen, danach den kasbek, zum schluss die karre verscherbeln und von tiflis heim fliegen. wie einfach ist der verkauf, ohne einheimische freunde? utopisch, nehmen ich mal an.

    alternativ doch nach jerewan fliegen und mit maschrutka oder mietwagen rum fahren, dann fällt aber der kasbek flach. wie lang braucht man mit dem bus von tiflis bis nach stephansminda? dazu noch mal 3 tage hoch und 3 tage runter...
    Geändert von milestone (24.05.2012 um 22:49 Uhr)

  16. Fuchs
    Avatar von Libertist
    Dabei seit
    11.10.2008
    Ort
    Wien
    Beiträge
    1.866

    AW: [IT][GR][TR][GE] Herbst 2010: Roadtrip - 4500 Kilometer nach Georgien

    #16
    Zitat Zitat von milestone Beitrag anzeigen
    ich meine, wenn das auto in deinem pass eingetragen wird, du aber am flughafen ohne auto stehst. oder wird das nach dem kauf aus dem pass am zoll wieder gstrichen?
    Das Auto wird nicht in den Pass eingetragen, zumindest nicht in meinem Fall.


    Zitat Zitat von milestone Beitrag anzeigen
    ursprünglich war der plan das auto in yerevan zu verkaufen, und vorher durch georgien zu fahren und den abstecher auf den kasbek zu machen. denn ich wollte nicht alles in armenien mit den maschrutkas (minibusen) erfahren. aber so könnte man auf dem hinweg durch georgien durch rammeln, armenien besuchen, danach den kasbek, zum schluss die karre verscherbeln und von tiflis heim fliegen. einziger nachteil, man schleppt so das ganze gerödel (steigeisen, zelt, usw) durch ganz armenien, so könnte man es im auto rum kutschen.
    Warum besteigst du nicht zuerst den Kazbek, verkaufst dann das Auto, lässt deine Ausrüstung in Tiflis, unternimmst mit Bussen einen Abstecher nach Armenien (wie gesagt, ist nicht teuer) und fliegst dann wieder von Tiflis aus in die Heimat?


    Zitat Zitat von milestone Beitrag anzeigen
    wie einfach ist der verkauf, ohne einheimische freunde? utopisch, nehmen ich mal an.
    Nein, nicht utopisch. Die für die Umschreibung zuständigen Angestellten sprechen alle etwas Englisch, den einzigen Nachteil hast du beim Verhandeln. Aber auch da kann man sich irgendwie verständigen - zur Not, indem man Zahlen mit Frage- oder Ausrufezeichen auf ein Blatt Papier schreibt. Abgesehen davon sprechen einige Autokäufer ja auch Englisch oder man bittet kurz einen Umherstehenden zu Hilfe, der übersetzen kann. Wenn du ganz sicher gehen willst, nimmst du irgendjemand mit, den du zuvor in Tiflis kennengelernt hast. Da springen 'ne Menge junge Leute herum, irgendjemand hilft dir ganz sicher für ein paar Stunden, wenn du ihn oder sie hinterher auf ein paar Bierchen einlädst. Sprachprobleme waren schon immer überwindbar und das wird wohl auch so bleiben.

    Mach das, wird sicher 'ne tolle Reise!

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)