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  1. Fuchs
    Avatar von Libertist
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    [CA][US] 81 Tage Trekking in den Rocky Mountains

    #1
    Mitreisende: Libertist
    Hallo liebe Leute,

    vor einigen Tagen kam ich von meinem Sommertrip aus Nordamerika zurück. Die Reise dauerte 11 1/2 Wochen und führte mich in einige Nationalparks zwischen Alaska und Salt Lake City in Utah. Ich würde euch gern ein paar Dinge davon erzählen, weiss aber nicht, wir ausführlich ich das machen soll. Ich versuch mal, den Reiseverlauf im Groben wiederzugeben...

    Die Reisegruppe bestand aus einem Freund (23) und mir (22); wir haben alles selbst geplant, wobei wir uns vorher nicht auf eine bestimmte Route festlegen konnten bzw. wollten. Das wurde mehr oder weniger spontan entschieden. Es gab lediglich einen Hinflug (nach Edmonton) und einen Rückflug (von Salt Lake City). Im Wesentlichen bestand die Reise aus Hiking und Hitchhiking - in den Parks genossen wir die Natur zu Fuß und zwischen den Parks wurde getrampt.

    Am 8. Juli flogen wir nach Edmonton in Kanada und fuhren erst nach Westen in Richtung Berge und dann nach Norden, bis zu einer kleinen Stadt namens "Grande Cache". Von da aus ging es zu Fuß in den „Willmore Wilderness Park“ und ein paar Tage später zum „Mt. Robson Provincial Park“.





























    Nach einigen Tagen in dieser Gegend starteten wir auf dem bekannten „Skyline Trail“ in den „Jasper National Park“ und entschieden uns am „Maligne Lake“, die Gegend zu verlassen, da einfach zu viele Mücken unterwegs waren. Die Park Ranger meinten, es würde ungefähr drei Wochen dauern, bis man die Natur wieder einigermaßen mückenfrei geniessen könnte; also machten wir uns auf den Weg nach Norden.











    Wir trampten die ca. 1700 Kilometer bis in den Yukon und verbrachten 14 wundervolle Tage im „Kluane National Park“ – keine Trails, keine Menschen; nur wir und die Wildnis.















































    Nach diesen Tagen ging es wieder nach Süden, zum „Banff National Park“, in dem wir eine weitere Woche verbrachten.

















    In der Nähe von „Lake Luise“ steht der Mt. Temple (3548m). Den bestiegen wir und verbrachten eine geniale Nacht in den Biwaksäcken auf dem Gipfel.











    Weiter gingt es nach Süden bis zum „Waterton Lakes National Park“; ein kleiner Park, in dem wir nur 3 Tage verbrachten.









    Im Anschluss daran überquerten wir die US-Grenze und trampen quer durch Montana bis nach Wyoming in den „Yellowstone National Park“, den wir in 16 Tagen kreuz und quer durchwanderten.























































    Als wir die atemberaubenden Berge Kanadas schon ein wenig vermissten, machten wir uns zum Ende unserer Reise, dem „Grand Teton National Park“, auf.

























    Nach einem 7-Tages-Marsch durch diese Bergkette trampten wir nach Salt Lake City, wo wir zwei weitere Tage verbrachten (natürlich mit Gottesdienstbesuch bei den Mormonen), bevor wir von da aus für 4 Tage nach NYC flogen. Nach so vielen Wochen in der Wildnis fiel es uns nicht gerade leicht, das Großstadtleben zu genießen – schon am zweiten Tag in Manhattan wäre ich am liebsten sofort wieder in den Flieger Richtung Berge gestiegen.

    Gut, das war jetzt wirklich nur ein ganz kurzer Abriss. Irgendwelche Fragen zur Tour, zu den einzelnen Parks, Trails oder zur Ausrüstung beantworte ich natürlich gern. Jetzt muss ich mich erstmal wieder ins Studentenleben einfinden, aber in meinen Gedanken dreht sich eigentlich schon wieder alles um den nächsten Sommer. Ihr wisst ja, wie das ist

    Nachtrag vom 5. Februar 2011: Der Server, auf dem ich mal die Bilder hatte, existiert wohl nicht mehr - alle Bilder sind verschwunden. Damit das hier trotzdem nicht so leer aussieht, lade ich ein paar Neue hoch. Diesmal auch etwas mehr ...
    Geändert von Libertist (28.10.2011 um 23:34 Uhr)

  2. Gerne im Forum
    Avatar von Ro
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    AW: [CA/US] 81 Tage Trekking in den Rocky Mountains

    #2


    Klick auf "zitieren", dann siehst Du wie es funktioniert.

  3. Erfahren
    Avatar von phoeniks
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    AW: [CA/US] 81 Tage Trekking in den Rocky Mountains

    #3
    Wow, klingt nach einer absolut traumhaften Tour . Bin ziemlich neidisch. So viel Zeit möcht ich auch nochmal haben. Schreib doch ruhig noch ein wenig ausführlicher was zu den einzelnen NP und euren Routen dort.
    Das mit dem Kulturschock in NYC kann ich gut nachvollziehen. Hab letztes Jahr nach 2 Wochen Alaska auch noch 3 Tage New York dran gehängt und bin fast verrückt geworden

  4. Fuchs
    Avatar von Libertist
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    AW: [CA/US] 81 Tage Trekking in den Rocky Mountains

    #4
    Zitat Zitat von Ro Beitrag anzeigen
    Klick auf "zitieren", dann siehst Du wie es funktioniert.
    Danke Ro!

    Zitat Zitat von phoeniks Beitrag anzeigen
    Schreib doch ruhig noch ein wenig ausführlicher was zu den einzelnen NP und euren Routen dort.
    Puhh, das ist schwierig, es gäbe so viel zu erzählen, ich würde mir die Finger wund schreiben ... Gibt es denn konkrete Fragen?
    Was ich schon mal sagen kann, ist, dass mir der Trip durch den Kluane NP am besten gefallen hat. Dort war die Natur wirklich noch unberührt. Wir sind 2 Wochen off-trail gegangen, weil es in der Gegend, wo wir halt waren, weit und breit keine Trails gab. Dementsprechend sind wir in der Zeit auch niemandem begegnet - das war genial! Hätten wir Proviant für mehr als 14 Tage in unseren Rucksäcken verstauen können, wären wir länger geblieben!

    Ich hänge noch mal ein Bild vom über 50 km langen Donjek Glacier (Kluane NP) an, weil's da so schön war ...


  5. Ehemaliger
    Gast

    AW: [CA/US] 81 Tage Trekking in den Rocky Mountains

    #5
    Das klingt ALLES sehr interessant. Um Dich nicht gleich mit zuuu vielen Fragen zu entmutigen, fange ich erstmal ganz harmlos mit Kluane an ;)

    Wie lief der Einstieg...Whitehorse...wie kommt man dann nach Haynes Junction und wie geht es dann weiter? Welche Route (Rundwanderung?) habt Ihr genommen? Besondere Schwierigkeiten (Flussüberquerungen etc.)? Hattet Ihr eine Bärentonne dabei oder habt Ihr die Nahrung nur hochgehangen? Gab es Bärenbegegnungen? Dort also keine Moskitos? Ist das Querfeldeinlaufen dort einfach oder schwierig? Temperaturen?

    Vielen Dank!

  6. Erfahren
    Avatar von Sector
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    AW: [CA/US] 81 Tage Trekking in den Rocky Mountains

    #6
    WOW!
    Mehr Bilder. Bitte! Das Bild mit den Biwaksäcken ist hammer!
    Manche träumen davon andere tuen es.

    edit: ist das die Rückansicht vom Mt. Robson? Kenne ihn nur aus einer anderen Perspektive und da sieht er komplett anderst aus.
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    - Die Sonne scheint nicht durch geschlossene Türen -

  7. AW: [CA/US] 81 Tage Trekking in den Rocky Mountains

    #7
    Wow, unglaubliche Tour!

    Bitte noch mehr Bilder!
    So möchtig ist die krankhafte Neigung des Menschen, unbekümmert um das widersprechende Zeugnis wohlbegründeter Thatsachen oder allgemein anerkannter Naturgesetze, ungesehene Räume mit Wundergestalten zu füllen.
    A. v. Humboldt.

  8. Alter Hase
    Avatar von peter-hoehle
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    AW: [CA/US] 81 Tage Trekking in den Rocky Mountains

    #8
    Zitat Zitat von Mika Hautamaeki Beitrag anzeigen
    Wow, unglaubliche Tour!

    Bitte noch mehr Bilder!
    Bei 81 Tagen sind doch mehr Bikder drin.Oder?

    Gruß Peter
    Wir reisen um die Welt, und verleben unser Geld.
    Wer sich auf Patagonien einlässt, muss mit Allem rechnen, auch mit dem Schönsten.

  9. Dauerbesucher
    Avatar von xe3tec
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    AW: [CA/US] 81 Tage Trekking in den Rocky Mountains

    #9
    WOW *neid*

    MORE PICS DUDE!!
    "You still hope that this war will end with your honor intact? Stand in the ashes of a trillion dead souls and ask the ghosts if honor matters. The silence is your answer."

  10. Fuchs
    Avatar von Libertist
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    AW: [CA/US] 81 Tage Trekking in den Rocky Mountains

    #10
    Zitat Zitat von Nat Bergtroll Beitrag anzeigen
    Das klingt ALLES sehr interessant. Um Dich nicht gleich mit zuuu vielen Fragen zu entmutigen, fange ich erstmal ganz harmlos mit Kluane an ;)

    Wie lief der Einstieg...Whitehorse...wie kommt man dann nach Haynes Junction und wie geht es dann weiter? Welche Route (Rundwanderung?) habt Ihr genommen? Besondere Schwierigkeiten (Flussüberquerungen etc.)? Hattet Ihr eine Bärentonne dabei oder habt Ihr die Nahrung nur hochgehangen? Gab es Bärenbegegnungen? Dort also keine Moskitos? Ist das Querfeldeinlaufen dort einfach oder schwierig? Temperaturen?

    Vielen Dank!
    Wir kamen abends in Whithehorse an und suchten uns einen Platz zum Zelten, dirket neben dem Yukon River (Kurze Anmerkung: auf der gesamten Reise bezahlten wir nicht einen Dollar für Schlafplätze. Wir stellten das Zelt immer irgendwo auf.). Am nächsten Morgen kauften wir in der Stadt Proviant für 14 Tage ein und tramptem zuerst nach Haynes Junction, wo wir uns im Visitor Center eine Karte vom nordöstlichen Teil des Kluane NP kauften und mit der Dame ein wenig über mögliche Routen diskutierten. Das war nicht ganz einfach, weil niemand der dort anwesenden Angestellten jemals eine längere Tour durch den Park gemacht hat - da es nur ganz wenige, am Rand des Parks gelegene Trails gibt und man im Inneren eher schroffe Landschaften, Eisfelder und Gletscher findet, sind die meisten Besucher eben Dayhiker. Aber es gibt ein Buch, in dem einige mögliche "Routes" beschrieben sind, die irgendwann schon mal jemand gegangen ist. Man läuft also nicht auf Trails, kann sich aber an Bergen und Flüssen einigermaßen orientieren. Aus diesem Buch bekamen wir ein paar Seiten kopiert: beschrieben war ein 8-Tagesmarsch der höchsten Schwierigkeitsstufe. Letztendlich hielten wir uns nur ganz grob an diese Wegbeschreibung - wir machten einige Umwege (manche absichtlich, andere unabsichtlich), bestiegen nebenbei ein paar Berge, liefen auf Berggraden, anstatt in Tälern und so weiter... Aber zurück zur "Story": normalerweise hätten wir in "Burwash Landing" (glaube ich) eine Genehmigung "kaufen" und uns ordnungsgemäß abmelden müssen, so dass die Parkverwaltung weiß, dass da gerade jemand irgendwo durch die Wildnis läuft. Aber darauf verzichteten wir wie immer. Wir trampen auf dem Alaska Highway weiter nach Norden bis zum Duke River und stiegen dort, zunächst auf einer alten, oft kaum erkennbaren Minenstraße, in den Park ein. Am zweiten Tag gab es dann keinen Weg mehr und wir mussten viele anstrengende Stunden über Tundra gehen. Über Tundra zu marschieren, ist wie auf einem Trampolin zu laufen: mühsam! Hat man den Teil der Strecke überstanden, wird das Gehen einfacher. Den Rest der Route (so, wie sie beschrieben ist) in Kurzform: erreicht man erstmal die Berge, ist es nicht weit zum Hoge Pass. Von da aus geht es in einen Canyon, der zu dem großen Tal führt, in dem weiter südlich der Donjek Glacier thront. Ist man an dem vorbei gelaufen, geht es wieder hoch zum Atlas Pass, durch einen Canyon hinunter zum Duke River, den man einige Kilometern entlang läuft und dann überqueren muss. Weiter gehts nach Osten zum letzten, nicht all zu hohen Pass und entlang des Halfbreed Creeks wieder Richtung Highway. Große Schwierigkeiten gab es eigentlich nicht. Die Flussüberquerungen haben Spass gemacht. Eiskalt, das Wasser stand aber immer unter der Hüfte. Zur Schneeschmelze würde ich allerdings eine andere Route wählen ... Moskitos gab es in der Tundra-Landschaft einige wenige, später, im "richtigen Gebirge", gar keine mehr. Eine Bärentonne hatten wir selbstverständlich nicht dabei (wir hatten ja noch nicht mal eine Genehmigung). Da, wo es Bäume gab, haben wir unsere Nahrung zwischen zwei Bäumen weit hoch gehangen. Überhalb der Baumgrenze (wo sich Bären sowieso seltener aufhalten), haben wir alles, was riecht, in Exped Fold Drybags verpackt weit entfernt vom Zelt irgendwo abgelegt. Es gab damit nie Probleme (der einzige NP den wir besuchten, in dem Tonnen mitgeschleppt werden mussten, war übrigens der Grand Teton NP). Und ja, es gab eine Bärenbegenung, eine "Gegenüberstellung" sozusagen. Der Grizzly stand weniger als 20 Meter von uns entfernt am Rand des Flussbetts - da man die Augen beim Laufen in Flussbetten meist konzentriert auf den Boden richten muss, haben wir ihn erst spät bemerkt. Er stand jedenfalls aufgerichtet auf den Hinterfüßen und hat uns angesehen. Ein wunderschönes Tier. Nach einigen Sekunden des gegenseitigen Musterns ist er weggelaufen. Zu den Temeraturen: wir hatten tolles Wetter da oben. Tagsüber Sonnenschein, man konnte die meiste Zeit des Tages in kurzer Hose und T-Shirt laufen (am Morgen und ab dem späten Nachmittag war es natürlich schon kühler, ich ging dann meist in kurzer Hose und Fleecepullover). Nachts sanken die Temperaturen bis zum Gefrierpunkt, ein paar mal gab es Frost. Und einmal Schnee. Jetzt noch ein paar Bilder von der Tour durch den Yukon (Tundra - Karibu - Bergsteigen Nähe Hoge Pass - Flussüberquerung - Donjek Glacier - Atlas Pass)















    Zitat Zitat von Sector Beitrag anzeigen
    edit: ist das die Rückansicht vom Mt. Robson? Kenne ihn nur aus einer anderen Perspektive und da sieht er komplett anderst aus.
    Das ist gar nicht der Mt. Robson, sondern der Robson Glacier mit der dahinterliegenden Berggette. Der kleine Ansatz, den du da rechts siehst, ist der Robson. Ich stelle gleich noch zwei Bilder vom eigentlichen Berg rein.


    So, hier also noch ein paar weitere Bilder:
    Bild 1: Mt. Robson und Emperor Falls vom Trail aus (das ist die Westansicht, die meisten bekannten Bilder zeigen ihn sicher von Süden, also vom Highway aus)
    Bild 2: Sonnenaufgang am Snowbird Pass (Mt. Robson Provincial Park) nach einer verregneten Nacht im Biwaksack
    Bild 3: Christian und ich beim Bergsteigen im Mt. Robson Provincial Park
    Bild 4: Berg Lake und Berg Glacier (Mt. Robson Provincial Park)
    Bild 5: Skyline Trail (Jasper National Park)
    Bild 6: auf einem Berggipfel im Jasper National Park
    Bild 7: Mt. Temple: Ich nach Erreichen des Gipfels
    Bild 8: Mt. Temple: Sonnenuntergang aus Biwaksack-Sicht
    Bild 9: Mt. Temple: Ich beim Abstieg
    Bild 10: Unser Zelt im Banff National Park nach Schneefall in der letzen Nacht
    Bild 11: Banff National Park vom Pulsatilla Pass aus
    Bild 12: Waterton Lakes National Park: Elche im Wasser
    Bild 13: Waterton Lakes National Park
    Bild 19: Yellowstone National Park
    Bild 20: Yellowstone National Park: Antilopen
    Bild 21: Yellowstone National Park: überall heiße Quellen
    Bild 22: Yellowstone National Park: Buffalo kommt mir gefährlich nahe
    Bild 23: Yellowstone National Park: Hotspring und Sonnenuntergang
    Bild 24: Yellowstone National Park: Kochen, wie immer, auf offenem Feuer
    Bild 25: Yellowstone National Park: Grand Prismatic
    Bild 26: Yellowstone National Park: heisser Bach
    Bild 27: Grand Teton National Park vom Highway aus
    Bild 28: Grand Teton National Park: Marion Lake
    Bild 29: Grand Teton National Park
    Bild 30: Grand Teton National Park: Alaska Basin
    Bild 31: Grand Teton National Park
    Bild 32: Grand Teton National Park
    Bild 33: Grand Teton National Park: Ich im eisigen Regen auf dem Paintbrush Divide






























    Geändert von Libertist (03.12.2010 um 15:07 Uhr)

  11. Erfahren
    Avatar von phoeniks
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    AW: [CA/US] 81 Tage Trekking in den Rocky Mountains

    #11
    Vielen Dank erstmal für die vielen Fotos. Traumhaft
    Kannst du vielleicht nochmal was zu eurer Erfahrung (ist wahrscheinlich schlecht ausgedrückt, ich meine euer Erfahrungsniveau was Trekking, Bergsteigen o.ä. angeht) sagen, damit man einschätzen kann, ob so eine Tour auch für andere geeignet ist. Was für Ausrüstung hattet ihr denn dabei?

  12. Fuchs
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    AW: [CA/US] 81 Tage Trekking in den Rocky Mountains

    #12
    Zitat Zitat von phoeniks Beitrag anzeigen
    Vielen Dank erstmal für die vielen Fotos. Traumhaft
    Kannst du vielleicht nochmal was zu eurer Erfahrung (ist wahrscheinlich schlecht ausgedrückt, ich meine euer Erfahrungsniveau was Trekking, Bergsteigen o.ä. angeht) sagen, damit man einschätzen kann, ob so eine Tour auch für andere geeignet ist. Was für Ausrüstung hattet ihr denn dabei?
    Mir fällt es schwer, meinen eigenen Erfahrungsgrad einzuschätzen... vor dieser Tour war ich natürlich schon in verschiedensten Gebirgen Europas unterwegs. Aber das steht in keiner Relation zu dem, was wir hier gemacht haben. Um es mal ganz klar zu sagen: wir haben manches riskiert. Natürlich kenne ich meine Grenzen (z.B.: wenn man keine Steigeisen dabei hat, hält man sich von Gletschern fern usw.), ich bin also nicht lebensmüde. Aber wenn du gute Ausrüstung hast, eine Karte lesen kannst, Routen planen und Proviant einplanen kannst UND echte Leidenschaft für das in dir trägst, was du machen möchtest... dann tu es halt. Auf diese Weise konnte ich jedenfalls einen wundervollen Trip geniessen und bin heil wieder heim gekehrt.

    Eine pdf-Datei mit meiner Ausrüstung hänge ich mal an (Gewichtsangaben sind oft nur grob!). Auf meiner Packliste fehlen Handschuhe. Und die fehlten mir leider auch in den Bergen ...
    Angehängte Grafiken

  13. AW: [CA/US] 81 Tage Trekking in den Rocky Mountains

    #13
    Vielen Dank für die Bilder! Unglaublich schön dort!
    So möchtig ist die krankhafte Neigung des Menschen, unbekümmert um das widersprechende Zeugnis wohlbegründeter Thatsachen oder allgemein anerkannter Naturgesetze, ungesehene Räume mit Wundergestalten zu füllen.
    A. v. Humboldt.

  14. bergzwerg61
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    AW: [CA/US] 81 Tage Trekking in den Rocky Mountains

    #14
    Super Bilder! Danke!

  15. Fuchs
    Avatar von Libertist
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    AW: [CA/US] 81 Tage Trekking in den Rocky Mountains

    #15
    Gern geschehen! Ich hätte auch gleich ein paar mehr Bilder reingestellt, wenn ich gewusst hätte, dass daran so große Interesse besteht ...

  16. winnetoux
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    AW: [CA/US] 81 Tage Trekking in den Rocky Mountains

    #16
    Super - ich kann nur ansatzweise abschätzen, was ihr da im Kluane veranstaltet habt. Da ich gerne krittele: eine Genehmigung hättet ihr euch schon holen sollen, das ist kein Spielplatz - wisst ihr ja ... - ich denke nicht, dass dadurch eine Tour geschmälert wird und der Nutzwert wäre doch recht hoch.

  17. Fuchs
    Avatar von Libertist
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    AW: [CA/US] 81 Tage Trekking in den Rocky Mountains

    #17
    Zitat Zitat von winnetoux Beitrag anzeigen
    Super - ich kann nur ansatzweise abschätzen, was ihr da im Kluane veranstaltet habt. Da ich gerne krittele: eine Genehmigung hättet ihr euch schon holen sollen, das ist kein Spielplatz - wisst ihr ja ... - ich denke nicht, dass dadurch eine Tour geschmälert wird und der Nutzwert wäre doch recht hoch.
    Im Grunde genommen hast du Recht - vor allem, weil tatsächlich niemand wusste, wo wir waren ...
    Es gibt zwei Gründe dafür, warum wir prinzipiell auf diese Genehmigungen verzichtet haben:
    1. In den kanadischen Nationalparks (zumindest da, wo wir waren) zahlt man pro Übernachtung 10 Dollar pro Person, oder mehr. Ich nehme an, dass das im Kluane auch der Fall ist, kann es aber nicht mit Sicherheit sagen, weil wir nicht nachgefragt haben. Mal abgesehen davon, dass ich idielle Probleme damit habe, für das Erleben von freier Natur Geld bezahlen zu müssen, war das für uns auch eine Budget-Frage. (Wer jetzt meint "Ja klar, superteurer Trip und dann kein Geld für Genehmigungen!", dem sei gesagt, dass wir ausschließlich für Flüge und Nahrungsmittel bezahlt haben - sooo teuer war der ganze Spaß also nicht.)
    2. Genehmigungen bedeuten Routenplanung. Routenplanung bedeutet, man muss jede Nacht auf einer vorher festgelegten Campsite zubringen. Das ist mir viel zu unflexibel. Was ist, wenn es schneit und ich einen Tag im Zelt zubringen muss oder will? Was ist, wenn mir irgendein Berggipfel gefällt und ich einen Tag Zeit brauche, um ihn zu besteigen? Diese Dinge waren das Geniale an unserer Tour: Freiheit, Flexibilität und eben auch ein bisschen Gesetzlosigkeit.

    Allerdings weiß ich nicht, wie so eine Routenplanung im Kluane ausgesehen hätte. Da es an vielen Orten ja weder Trails, noch Campsites gibt, ist es gut möglich, dass alles wesentlich offener bleibt. Ich gebe dir also Recht und wenn ich die selbe Tour da oben wieder machen würde, dann würde ich mich bestimmt auch ordnungsgemäß abmelden und eine Genehmigung erwerben. Denn WENN dort etwas passiert und niemand weiß, wo ich bin (wir hatten ja auch kein Satellitentelefon dabei), kann es Wochen oder Monate dauern, bis man zufällig gefunden wird.

  18. winnetoux
    Gast

    AW: [CA/US] 81 Tage Trekking in den Rocky Mountains

    #18
    Dann bin ich beruhigt denke mir eben auch: wenn schon die paar Regeln nicht eingehalten werden, gibt's irgendwann richtig strenge Kontrollregeln. Da genügen zwei tote oder gerade so gerettete deutsche Tourists bestimmt. Das ist ja das Schöne an Kanada: keine Verbote, aber ein paar Appelle, für die es gute Gründe gibt.

    Und klar: wofür man sein Geld ausgibt oder was Natuur so kostet, das Fass mach ich jetzt nicht auf ... Fürs Backcountry in Eurem Fall ein Jahrespass, um die 70 Dollar pro Person, wenn ich nicht irre, gilt dann auch für Banff etc.. Und Kluane hat ja keine Campsites in dem Sinne, ich nehme mal an, dass ist dann damit "geregelt" - kann das schon nachvollziehen mit vorbuchen und so, das kann oder will ich auch nie und ist da ja wohl auch wirklich weder machbar noch notwendig - das Buchen ist ja in den übrigen Nationalparks vor allem auch nötig, um die Zahl der Besucher zu beschränken. Da fährt man im Kluane schon eine geschicktere Taktik. Bis eben auch diese langen "Trails" dann irgendwann mal geregelt werden müssen, seufz.

  19. winnetoux
    Gast

    AW: [CA/US] 81 Tage Trekking in den Rocky Mountains

    #19
    oh, ignorant: austrian Tourists ... oder einfach: stupid folks

  20. Fuchs
    Avatar von Libertist
    Dabei seit
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    1.866

    AW: [CA/US] 81 Tage Trekking in den Rocky Mountains

    #20
    Zitat Zitat von winnetoux Beitrag anzeigen
    oh, ignorant: austrian Tourists ... oder einfach: stupid folks
    Kapier ich nicht...

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