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  1. Dauerbesucher
    Avatar von Gersprenzfischer
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    #41
    @Wahnwitz

    Der Meter VA, 30cm breit kostet unter 10€, dazu noch Porto. Wenn Du dann noch eine Blechschere und eine Bohrmaschine besitzt, bist Du also mit max. 20 Euro Material dabei...
    Soo teuer ist so ein "edles" Va Teil also auch nicht. Und wenn ich die Zeit bedenke, die Ihr bisher in Supermärkten und Baumärkten verbracht habt, dann halte ich die 20 Euro für durchaus finanzierbar.
    Und dann stellen sich die Fragen wie: hält die Weißblechdose, welchen Draht etc. überhaupt nicht mehr.
    Holt Euch ein gescheites Stück VA-Blech, am besten mit viel Chrom, da korrossionresistenter, ein bisschen Arbeit und dazu das wichtigste aller Materialen: Hirnschmalz.
    Das Resultat sollte, was noch zu beweisen wäre, eine deutlich längere Zeit halten. Kifaru gibt eine lebenslange Garantie gegen Durchbrennen auf seine Öfen, und die sind nur ca. 0,3mm stark.

    Uwe

  2. Erfahren

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    #42
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    Geändert von isegrim13 (18.12.2013 um 18:30 Uhr)
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  3. Gerne im Forum

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    #43
    Zitat Zitat von vince
    Hey, ich kann nicht 100% sagen ob das was ich jetzt schreibe in deinem Fall passiert wenn ich eine Dose ins Feuer stelle, pullverisiert diese. Ich habe auf die glühende Dose ein Stück Holz geworfen und sofort ist die Dose in sich zusammengefallen. Kann sein das diese Dosen besonder Dünn waren, aber da wir bei einem Hoboofen von ernormer Hitze ausgehen, kann ich mir vorstellen das die Dose der Hitze nicht stand hält.
    Getränkedosen werden auch aus Alu gemacht - und das ist sicher nicht für einen Kocher geeignet.

    Mein Kocher ist eher massiv geraten (hab' halt 1 mm Blech gehabt - 0,7 hätte es auch getan...). Und übrigens ganz normales Stahlblech - rostfrei ist mir egal, ich stecke ihn einfach in eine Plastiktüte.
    3 Teile von 17 x 20 cm, die ineinandergesteckt werden (auf 3 Punkten steht man immer gut), also 15 cm Kantenlänge des Grundrisses und 20 cm hoch. Das schien mir ein guter Kompromiss aus Standfestigkeit und Zug.
    Draht habe ich aus den Überresten eines Bettgestells gewonnen und in Form alter Speichen.

    Ein erster Test ergab, dass gut 400 W in einem Topf (Durchm. 23 cm) mit 2 l Wasser ankommen (25 min bis zum Kochen, plus 5 min. Holz suchen und anfeuern).
    "Tuning" per alter Farbdose als Windschutz steigert die Leistung auf knapp 800 W (die im Topf ankommen). Jetzt muss allerdings zum Nachlegen der Topf hochgehoben werden, und der packtechnische Vorteil des zerlegbaren Kochers ist auch dahin. Aber die Leistung reicht aus, um im komplett offenen Topf das Wasser sprudelnd am kochen zu halten.
    Der Test erfolgte mit windtrockenen Ästen.
    Kleine Eichen-Klötzchen ergeben rotglühende Wände (bei Sonnenschein zu erkennen...), Probleme mit Verformung gab's beim eigentlcihen Kocher nicht, nur die Drähte haben etwas gelitten. Aber wenn sie verzundern, nehme ich halt neue.

    Brennstoffverbrauch (und damit Wirkungsgrad) muss ich noch messen, auch, wie es mit kleineren Töpfen aussieht.

    VG

    Claudia

  4. Dauerbesucher
    Avatar von Gersprenzfischer
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    #44
    @ Claudia
    Du solltest VA nicth wegen des Rosts an sich nehmen. DAs Problem bei Stahlblech ist, dass es früher oder später verbrennt, da es oxidiert (rostet). Das VA-Blech sollte einfach gegen Kkorrosion bei hohen Temperaturen schützen. Je dünner Dein Blech, desto eher brennt es durch, deshalb halten Weißblechdosen auch nur sehr begrenzt. Bei hochlegiertem VA ist der Korrossionsschutz am besten, leider ist das Zeugf auch immer schwerer zu bearbeiten.

    Ich habe mit meinem neuen 0,3mm VA Blech Hobo auch noch keine Langzeiterfahrung, aber ich denke er hält einige 100 Feuer aus. Hochgerechnet dürfte er also locker bis an mein Lebensende halten.

    Uwe

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    #45
    Zitat Zitat von waldschrat
    Mein Kocher ist eher massiv geraten (hab' halt 1 mm Blech gehabt - 0,7 hätte es auch getan...). Und übrigens ganz normales Stahlblech - rostfrei ist mir egal, ich stecke ihn einfach in eine Plastiktüte.
    3 Teile von 17 x 20 cm, die ineinandergesteckt werden (auf 3 Punkten steht man immer gut), also 15 cm Kantenlänge des Grundrisses und 20 cm hoch. Das schien mir ein guter Kompromiss aus Standfestigkeit und Zug.
    Draht habe ich aus den Überresten eines Bettgestells gewonnen und in Form alter Speichen.
    Hi!

    Wie hast du denn die Steckverbindung gemacht? Hält der Kocher damit fest zusammen oder ist es eine wackelige Angelegenheit?
    Ich überlege ja, ob es irgendwelche Scharniere gibt, an die man die drei Seitenteile schraubt oder nietet, um das ganze einfach zusammenzufalten.
    Gruß,
    jürgen

  6. Gerne im Forum

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    #46
    Zitat Zitat von Gersprenzfischer
    @ Claudia
    Du solltest VA nicth wegen des Rosts an sich nehmen. DAs Problem bei Stahlblech ist, dass es früher oder später verbrennt, da es oxidiert (rostet). Das VA-Blech sollte einfach gegen Kkorrosion bei hohen Temperaturen schützen. Je dünner Dein Blech, desto eher brennt es durch, deshalb halten Weißblechdosen auch nur sehr begrenzt. Bei hochlegiertem VA ist der Korrossionsschutz am besten, leider ist das Zeugf auch immer schwerer zu bearbeiten.
    Natürlich wird mir mein Ofen verzundern, und noch viel schneller die Drähte, die ich als Rost verwende. Die Frage ist, ob das im Vergleich zu einem Edelstahl bei meiner Nutzung ins Gewicht fällt - zumal ich den Ofen ja nicht täglich verwende - obwohl er jetzt als auch als schneller und bequemer "Lagerfeuerersatz" dient (ich wohne in so einer 20er-Jahre-Fabriksiedlung mit massig hochinteressierten Nachbarn...).
    Ich schätze, dass mein Kocher trotzdem Jahre halten wird. Ich kann aber gern bescheid geben, falls er sein betriebsbedingtes Ende erreicht ;)

    Mir bricht kein Zacken aus der Krone, wenn ich halt immer mal neue Drähte nehmen muss oder auch irgendwann einen neuen Kocher basteln. Zumal ich mit der derzeitigen Konstruktion noch nicht ganz zufrieden bin, und überlege, was ich beim nächsten anders mache. Wenn ich mal meine persönliche Ideal-Konstruktion habe, gibts vielleicht auch die Edelstahl-Ausführung, bis dahin brauche ich diesen Luxus nicht.


    Zitat Zitat von jotwe_de
    Wie hast du denn die Steckverbindung gemacht? Hält der Kocher damit fest zusammen oder ist es eine wackelige Angelegenheit?
    Ein grobes Schnittmuster für die Seitenteile und ein Schema, wie ich den Windschutz befestigt habe, gibts als pdf unter: http://rcswww.urz.tu-dresden.de/~cb180383/kocher1.pdf

    Standfestigkeit: ich kann mich auf den (kalten ) zusammengesteckten Kocher stellen und wippen (bis die Waage 115 kg anzeigt habe ich probiert ), ohne dass sich was getan hat.

    Folgende Ideen sind in Details eingeflossen :
    • * Dreieck als Grundform: steht sicher
      * Auf der Seite der Haken habe ich unten 1 cm abgeschnitten, damit sich der Kocher auch bei unebenem Boden nicht versehentlich aushakt.
      * Windschutz und Seitenteile überlappen: ausnutzen der Wärme, die über die Seitenteile abgegeben wird.


    Meine persönliche Änderungsliste:
    • * Die Speichen, die den Windschutz halten, nach außerhalb des Brennraums verlegen (da ich die Haken aber etwas schmaler habe, als sie in der Zeichnung sind, kommt das erst beim nächsten Kocher.
      * Unterhalb der Abgasöffnungen, wo aber bereits der Windschutz drumrum ist, werde ich noch Löcher bohren, die die Verbrennung des Rauchs verbessern.
      * Rollbarer (oder anderswie einfach zu verstauender) Windschutz
      * Ausprobieren, ob eine Scharnierkonstruktion vorteilhaft ist.


    Zitat Zitat von jotwe_de
    Ich überlege ja, ob es irgendwelche Scharniere gibt, an die man die drei Seitenteile schraubt oder nietet, um das ganze einfach zusammenzufalten.
    Scharniere sind halt viel empfindlicher als die Haken, was das Verziehen der Teile betrifft (bzw. kann ich die Haken einfach mit der Hand zurechtbiegen - ich habe sie auch ein bisschen abgewinkelt, damit sie besser in die Schlitze passen). Ich könnte mir auch vorstellen, dass ich statt der Haken und Löcher das Blech umschlage, so dass ich einen Draht (Speiche) durchstecken kann und praktisch ein Klavierband entsteht. Wenn ich dann einen Draht in der Form eines umgekehrten L nehme, kann ich daran gleich noch den Windschutz befestigen. Ich fürchte aber, dass das entweder ziemlich wacklig oder so straff wird, dass man beim Zusammenbau ewig fummelt. Und beim Dreieck muss man ja immer mindestens eine Seite komplett aushaken - dafür ist es schön stabil, wenn es dann steht.

    Viele Grüße,

    Claudia

  7. Neu im Forum

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    #47
    danke!

  8. Dauerbesucher
    Avatar von Lodjur
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    #48
    Hi, nachdem ich diesen Thread nun eine Weile verfolge muss ich nun mal etwas dazu ablassen. Ist nicht bös gemeint aber das muss jetzt mal raus. Ich habe den Eindruck das manche hier irgendwie auf dem Trip sind alles so primitiv und meist somit auch schlecht wie möglich zu machen. OK, nicht jeder hat eine voll ausgerüstete Werkstatt zur Verfügung aber mit etwas über den Tellerrand schauen, mal hier fragen sich dort etwas Hilfe holen kann man fast alles schaffen. Ich persönlich bin als Kanute nicht so auf dem ultraleicht Trip, mein Kahn kann schon was laden und wenn ich eine Portage mache kann ich auch mit 2 Kg Ofen leben die mich den Rest meines Lebens begleiten werden.

    Was ist elitär an Edelstahl ?, klar das Zeugs ist etwas teurer und schwerer zu bearbeiten aber das gilt schon nicht mehr für Bleche oder eher Folie von z.B. 0.4 mm Stärke. Laut Kifaru die daraus Zeltöfen bauen mit lebenslanger Gaanrtie ist das also wohl ausreichend. Das Materieal lässt sich einfach mit einer etwas stabileren Schere schneiden, mit normalen Bohrern lochen und ein Dremel oder eine preiswerte Minimot z.B Proxon aus dem Baumarkt ist schon das ultimative Bearbeitungswerkzeug dafür.

    Uwe hat es schon vorgemacht das sich daraus doch relativ einfach was anständiges zaubern lässt. Ich kann einfach nicht verstehen was an Rost und Zunder so sexy sein soll. Leute, wir reden hier von einem Kocher auf dem Essen zubereitet wird…kocht Ihr zuhause auch auf einem rostigen Ofen? Hätte ein Neandertaler eine Eisenspitze für seinen Speer bekommen läge die Knochen oder Steinspitze ganz schnell in der Ecke. Der Indio der notgedrungen in der Kalebasse kocht hätte sicher auch nix gegen einen Alutopf. Was also ist schick an einem Ding das immer irgendwie schmuddelich ist und auch noch mistig ausschaut. Wird ja wohl keiner als edle Patina verkaufen wollen.

    Und da ich auch für mein Leben gerne bastele habe ich mich mal hingesetzt und um zu testen was es für ein Aufwand ist, aus einem Stück 50 cm x 15 cm 0.4 mm V2A Folie einen Hobo gebaut. Ich habe mich dabei von dem Amiteil inspirieren lassen, der Link wurde hier im Thread gepostet.

    Das Teil ist 11.5 cm im Durchmesser und 15 cm hoch, mit Topfauflage 18.5 cm. Nicht ganz das Wunschverhältnis aber es geht wie ja auch der kleine Künzi Hobo beweist. Besteht aus 4 Teilen und ist ohne Werkzeug in 15 Sekunden montiert. Die Teile halten duch Spannung gegeneinander und durch drei 2 mm Schrauben die aber nur als Haltestift dienen . Es wird nix geschraubt und es gibt also auch keine fieseligen Muttern. Wiegt sensationelle 120 Gramm! Da ich aber ein strikter Vertreter der keine verbrannte Erde Politik bin habe ich dem Ofen noch ein Untergestell spendiert. Nochmal drei Teile, 2 Fussteile aus V2A Lochblech 1 mm stark und mit ca. 8 2 mm Löchern pro cm2 und ein 15 cm Teller aus 0.6 mm V2A. Lochblech und Scheibe für lau aus der Abfallkiste einer Blechschlosserei. Wird auch nur zusammensteckt. Dazu noch einen Brennrost der in den Ofen eingelegt wird und verhindert das das Feuer direkt auf dem Ascheteller brennt und für besseren Zug sorgt. Dieses ist auch aus Lochblech, 1 mm stark mit Löchern 8 x 8 mm und auch aus der Abfalltonne. Für den Ofen habe ich eine knappe Stunde gebraucht, für das Untergestell besonders die beide Fussteile noch mal eine Stunde.

    Das ganze Ding wiegt komplett nun 300 Gramm!! Die Bearbeitung erfolgte mit einem Dremelnachbau den es mal für 20 Euro beim Aldi gab. Gut zum bohren und auch schleifen der Kanten. Ganz genial zum anfertigen von Schlitzen von unter 1mm für die Stecklaschen mit der Minitrennscheibe. Ausserdem noch einen Bandschleifer für die Bearbeitung der Fussteile und des Rostes. Eine Blechschere zum groben vorschneiden des runden Rostes und eine Flachzange zum biegen der Laschen. Werde das nun ausgiebig testen. Ist zerlegt Materialbedingt nichtmal 5 mm hoch, nur die abgewinkelten Laschen erhöhen das dann auf 1 cm. Ist ein flaches Päckchen von 15 cm x 19 cm x 1 cm. Damit wohl auch voll tauglich für Biker und Wanderer. Mal sehen vieleicht freunde ich mich ja auch noch mit so einem Leichtgewicht an 8) Ach ja, einen Spiritusbrenner z.B. den Trangia kann man auch einsetzten und hat so einen guten Windschutz.
    Fotos folgen.

    Und wg. Scharniere....natürlich kann man die benutzen das geht sogar sehr gut und stabilisiert die Ofenbleche gut gegen verformen (bei Edelstahl). Natürlich müssen die Scharniere auch aus V2A sein. Klavierband aus V2A in der benötigten Stärke ist aber recht teuer. Auch ist die Verarbeitung nicht einfach wenn man nicht elend viele Schrauben verarbeiten möchte. Gut geht es mit Punktschweissen aber wer hat schon eine solches Gerät. Ich habe etliche Hobos aus V2A BLech mit Scharnieren gebaut die schon seit über 6 Jahren ihren Dienst tun und wohl auch Ihre Besitzer überleben werden. Auch bei den grossen Hobos 32 cm x 15 cm,. die ich klappbar gefertigt habe, galt bei mir Eisenblech ist Tabu aus den besagten Gründen.

    CU Bernd
    Nicht nur drüber reden,.... mach es!

  9. Gerne im Forum

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    #49
    Hallo,

    @jotwe_de: bitte, gern geschehen.

    @lodjur: bin gespannt auf die Bilder.

    Zitat Zitat von Lodjur
    Ich habe den Eindruck das manche hier irgendwie auf dem Trip sind alles so primitiv und meist somit auch schlecht wie möglich zu machen.
    Was mich betrifft: gern einfach, aber weder so primitiv noch so schlecht wie möglich.

    Wer aber was als schlecht empfindet, ist scheints ein ganzes Stück weit auch Geschmackssache.

    Zitat Zitat von Lodjur
    Was ist elitär an Edelstahl ?, klar das Zeugs ist etwas teurer und schwerer zu bearbeiten aber das gilt schon nicht mehr für Bleche oder eher Folie von z.B. 0.4 mm Stärke.
    Luxus ist für mich etwas, das ich gern habe, wobei ich mir aber bewusst bin, dass es auch ohne ginge. Meist bedeutet das, dass man für gewisse Vorteile (kein verzundern) gewisse Gegenleistungen (i. d. R. Geld) aufwenden muss.

    Ich vermute, die Kocher-aus-der-Dose-Fraktion vermisst einfach handelsübliche Edelstahl-Dosen.

    Ansonsten hab' wohl nur ich normales Blech verwendet. Mich schreckt nicht die Bearbeitung und auch nicht der Preis. Ich mag Edelstahl - aber mich stört das Verzundern halt nicht so sehr, dass ich unbedingt auf Edelstahl bestehe (s. u.).

    Zitat Zitat von Lodjur
    Ich kann einfach nicht verstehen was an Rost und Zunder so sexy sein soll. Leute, wir reden hier von einem Kocher auf dem Essen zubereitet wird…kocht Ihr zuhause auch auf einem rostigen Ofen?
    Natürlich ist Edelstahl viel mehr sexy als normaler. Und Rost oder Zunder geben mir auch keinen Kick.
    Aber in Sachen Essen finde ich die absolut unproblematisch - ob es glänzt oder nicht hat in meinen Augen wenig mit Hygiene zu tun. Auch "heute noch" wird Essen in eisernen Pfannen gebraten (geben Leute richtig viel Geld für aus) - und die oxidieren auch und sind in viel dichterem Kontakt mit dem Essen. (Am Rande: Andere Ideologen würden hier vielleicht auch einen Kreuzzug gegen schädliche Bestandteile im Edelstahl vom Zaun brechen können. Nickel würde sich da vielleicht anbieten. Oder Chrom, oder... aber diesen Ideologien hänge ich nicht an).

    Wenn ich die Polemik aber doch mal kurz aus der Tüte lasse ;):
    Zitat Zitat von Lodjur
    kocht Ihr zuhause auch auf einem rostigen Ofen?
    ich kenne ein paar echte feuerbetriebene Herde (wenn ich auch leider selbst nicht Besitzer eines solchen bin ) - und die sind selbstverständlich nicht aus Edelstahl... Aber das ist wirklich Polemik, denn an der Stelle hat Edelstahl keine Chance.

    Aber ernsthaft. In Sachen Essen finde ich die Tatsache, dass auch der beste Hobo-Kocher nur mit einer gewissen Rauch- und Rußentwicklung betrieben werden kann, viel problematischer.

    Und um die Auflösung zu geben, warum ich wirklich Edelstahl genommen habe: auf dem heimischen Schrotthaufen fand sich ganz schnell als ideal eingestuftes normales Blech, während die Edelstahl-Auswahl nicht so ergiebig war. Also: Faulheit hat gesiegt.

    Oder anders gesagt: statt ein Papp-Modell des besten aller Hobo-Kocher zu bauen, habe ich das Modell in normalem Stahl ausgeführt .

    Oder noch anders: obwohl ein BMW mehr zu bieten hat, gibt es Leute, die VW fahren. Zu jenen gehöre ich.

    In der Hoffnung, der Diskussion außer Gründen und nicht-Gründen auch ein Augenzwinkern beigesteuert zu haben,
    und der Hoffnung, dass wir hier einfach sachlich Bauanleitungen und die Erfahrungen mit unterschiedlichsten Kochern diskutieren können:

    Viele Grüße

    Claudia

  10. Dauerbesucher
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    #50
    Hi Claudia, schön das du dir soviel Mühe gegeben hast mich zu entkräften was ich im übrigen genauso locker und humorvoll nehme wie ich es auch selber gemeint habe. Zum Glück gehts es hier ja doch meisst sehr locker zu und es wird niemand ernsthaft attackiert. Ich ziehe vor jedem den imaginären Hut der sich überhaupt daran macht seine Ausrüstung selber herzustellen. Aber manchmal kriege ich doch etwas Plack wie die Kölner so sagen wenn man die unnötig primitiven Konstruktionen so sieht. Gerade die Spirituskocherbauer können da sehr extrem sein. Aber ist ein anderer Thread ,...leider konnte ich deine Konstruktion nicht ansehen, irgendwie
    lädt da was nicht richtig. Kann also ausser am Material nix rummäkeln .
    Die Bilder kommen noch heute, mache gerade die Fotos. Ein kleines Geständnis vorneweg. Ich habe alles mit den beschrieben preiswerten Werkzeugen zu Hause gemacht, nur die vier Stifte zum fixieren des Aschetellers und des Ofens auf den Fussteilen und die Winkel am Rost habe ich vorhin als letzte Tat bei einem Schlosser angepunktet. (Punktgeschweisst). Liegt daran das ich zu wenig Material für die Fussteile und den Rost hatte um das so zu machen wie ich ursprünglich vorhatte. Es sollte eigentlich alles aus einem Stück sein, ich war nur zu faul die Fussteile/Rost nochmal neu zu machen.
    CU Bernd
    Nicht nur drüber reden,.... mach es!

  11. Dauerbesucher
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    #51
    So hier die Fotos. Sorry ist was mehr geworden aber Ihr wollt ja sicher auch was sehen 8).
    CU Bernd



    Das ganze lose Geraffel!



    Die vier Bleche des Ofens.



    Die Einzelteile des Untergestells.




    Das Unterteil mit Brennrost.



    von unten.



    komplette ANsicht montiert.



    hält auch einen Topf mit ca 3 Liter Wasser.



    Blick in den Ofen.



    eingestellter Simon Brenner, der leistungsstärkste Spiritusbrenner.




    eingestellter Tatonkabrenner. Nachbau des Trangiabrenners aus V2A und nur ein Drittel so teuer wie dieser.

    Feuertestbilder folgen..muss mich noch überwinden das Ding anzuzünden
    CU Bernd
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  12. Anfänger im Forum
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    #52
    @Waldschrat
    @Lodjur

    ...lächel....ganz schön bissig, Ihr beiden! aber schon OK, Ihr habt ja die noch die Kurve geschafft.
    ich sehe mein vorhaben als einen Kompromiss zwischen Euren Ansichten:
    ich habe mir vor kurzem meinen 2ten 10min-Dosen-Hobo gebaut, da der erste (s.o.) nicht wie gewünscht gefunzt hatte. der neue wurde heute seiner ersten brenn- und kochprobe unterzogen und ich war begeistert!!!! ich sehe diese bastelei an den dosen als trial-and-error-studie, um ein optimales brennverhalten (holzverbrauch/leistung) zu erlangen, um mir daraus demnächst mal ein absolut feines Teil aus v2a zu bauen. Andererseits sind diese schwarz-kaputt-oxidierten Blechdosen so Leistungsstark, daß es den höheren material(geld)aufwand eigentlich nicht lohnt.
    bei mir ist es wohl eher der basteltrieb, der mich bald dazu bringen wird dann doch mal ein schönes Teil aus edelstahl anzufertigen, denn die dosen erfüllen ja eigentlich schon die Anforderungen (abgesehen vom Packmaß....lächel!).
    lG, Wahnwitz
    ....leave nothing but footprints!

  13. Anfänger im Forum
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    #53
    P.S. @ Lodjur

    Danke Dir für die tollen Aufnahmen! Der Ofen sieht echt fein aus.
    Ich werde da bestimmt noch ab und zu mal hinschauen und mir die eine oder andere Idee "klauen".
    Mir ist zwar das Aufbau-Prinzip etwas zu umständlich, aber Du hast wohl keine Mühen gescheut, Dich mit Deinem "Spielzeug" auseinanderzusetzen.
    schönes Teil!
    ....leave nothing but footprints!

  14. Dauerbesucher
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    #54
    @Bernd

    Snuffy würde wohl sagen schnieke!
    Als "Kleinhobo" für den Rucksack scheint dass Teil gut gelungen!
    Was mir auffällt ist, dass deine Bleche wohl nicht so elastisch sind, wie bei meinem Federstahl, da die Teile im zerlegten Zustand Ihre Rundung zumindest sichtbar behalten. Das hat wahrscheinlich den Vorteil, dass Deine Steckverbindungen ausreichen, das Ganze sicher in Form zu halten.

    Ich habe bei meinem immer noch die Schrauben. Theoretisch müsste aber eine einfche Falz oder eine Stecklasche, ähnlich wie man sie bei Pappmodellen findet auch reichen.
    Ich bin jetzt aber am "großen" Lavvuofen. Die ersten Bleche sind gebogen, wobei mir ein Blech beim Biegen auf nur 90° gerissen ist. Der Federstahl 1.4310 ist also relativ spröde. Da es ist aber nur bei einer Kante passiert. bei der ich relativ grobmotorisch die biegebank bewegt habe.
    Die Hauptarbeit, die noch zu tun ist, ist ein bisschen abkanten und dann sind einige Blechwinkel zu vernieten.
    Falls ich den irgendwann demnächst fertigkriege brauch ich nur noch die Gelegenheit alles auszuprobieren... Ja und der Hobo, der ist ja so leicht, den werde ich wahrscheinlich als Lagerfeuerersatz für die Kids sowieso mitnehmen. Ach ja, den Zeltflansch werde ich auch aus 0,3er Folie ausprobieren. Vielleicht rollt sich das Ganze dann beim Verpacken wenigstens ein bischen mit und schont so die Leinwand.

    Wo würdest Du den Flansch im Lavvu plazieren? In der Hutze ist wahrscheinlich zwischen den Gurtbändern zu wenig Platz. Für die eigentliche Zelthaut müsste ich aber etwas aus der Zeltmitte raus. Dann stände der Ofen aber nicht mehr an der Zeltstange. Wenn er sowieso nicht mehr dort steht, konnte er ja weit nach außen, dann brauchs vielleicht nur noch ein kurzes Ofenrohr .... Ich glaube ich werde, wenn der Ofen fertig ist, einfach mal das Zelt aufbauen und mir den Ofen mal reinstellen. Hat hierzu einer Tipps? Ich frag das nochmal im "Canadierforum". Vielleicht weiss einer der Tentipi Besitzer einen guten Tipp.

    Uwe

  15. Dauerbesucher
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    #55
    Hi Uwe,
    ich stehe nach wie vor auf meinem Schwergewicht 8) wollte aber halt mal sehen ob ich es nicht auch anders hinbekomme. Das Mat. ist
    X2CRNi 18-19 Stahl Mat. Nr. 1.4307. Ist schon sehr federnd, geht aber nicht ganz zurueck. Mal sehen wie es nach der Brennprobe ausschaut.

    Wie wäre es bei deinem Ofenrohr wenn du es nur bis ca. 50 cm unter die Zeltspitze führst. Dann ein Bogen (Fertigteil) 45 Grad und dann wieder ein Stück deines Rohres. Dann kannst du das Rohr über einen Flansch ähnlich wie bei meinem Zelt rausführen. Vorteil, du ziehst das Rohr raus und das Zelt ist sofort wieder dicht.
    CU Bernd
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    #56
    Oh Mann....das Ding ist eine Höllenmaschine . Vorhin den Simon Brenner reingestellt und einen Wasserkessel mit 1.5 l kaltem Wasser aufgesetzt. Aussentemperatur 10 Grad. Ich dachte da brennt ein Triebwerk, die obere Hälfte des Ofens stand in dunkler Rotglut genau wie die Topfhalter. Die Flammen schlugen über dem Kessel fast zusammen. Der Simon ist zu leistungsstark für den kleinen Ofen der so ja nur als Windschutz und Topfhalter dient. Das Wasser kochte sprudelnd in 5 min! Der Ofen ist nun im oberen Teil golden angelaufen aber nicht im geringsten verzogen. Morgen mache ich das gleich nochmal mit dem Tatonka/Trangiabrenner und dann natürlich mit Holz. Bin schwer beeindruckt
    CU Bernd

    So, ein paar Bilder brennend:



    mit dem Simonbrenner. Man kann an der Aussenwand jeden der Flammenstrahlen des Brenners sehen. Das ist eindeutig zu viel!



    ein paar Eisstäbchen, und zwei alte Mausefallen machen kurzfristig so ein Feuer! Funktioniert mit Holz perfekt und die Stahlfolie wird auch nicht rot.
    1.5 Liter Wasser kochten in 9 Minuten bei moderatem Feuer.



    Kurz vor dem ausbrennen! Die Fussteile sind nicht mal warm geworden. Ich habe das alles auf meinem Tisch auf der Terrasse gemacht.
    Scheint also gut zu funktionieren. Nun kommt die längere Testphase ab wann die Folie igendwie Schäden zeigt.
    CU Bernd
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    #57
    Hi Hobonauten... mein kleines Triebwerk hat nun 12 mal für je ca 30 Minuten in Rotglut gestanden. Am Ofen und der Topfauflage hat sich nichts verändert ausser das die Bleche viel federnder geworden sind. So flach wie auf den Bildern oben, als alles neu war, sind die nicht mehr. Sie halten nun fast die Form sind also halbrund. Man kann die aber noch ohne das es knickt wieder fast flach drücken und in eine entsprechende flache stabile Schachtel die ich mir aus Kunsstoff gebaut habe einschieben. Man könnte die aber auch so leicht mit der Liegematte zusammenrollen. Der Ascheteller wellt ganz leicht. Lässt sich aber richten. Werde den mal aus 1 mm Alu machen, das verzieht sich nicht. Den Fussteilen macht es nix genau wie dem Brennrost. Aufgefallen ist mir das als ich den Ofen einige mal über Nacht im Regen draussen stehen liess das Blech tatsächlich leicht mit feinem Rost überhaucht war. Evt. da andere Materialqualität nehmen. Ansonsten bin ich sehr zufrieden mit dem Ding. Super leicht und ein ganz schön heftiger Brenner mit entspechend gutem Holz. Zur Erinnerung, verzichtet man auf das Untergestell wiegt der nur 120 Gramm!

    @ Wahnwitz...
    von wegen umständlich...8) Das zusammenstecken des eigentlichen Ofens dauert keine 20 Sekunden. Nochmal 15-20 für das Untergestell und nach 1 Minute kannste das Ding anzünden. Das geht sogar mit Handschuhen an den Pfoten.

    CU Bernd
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  18. Fuchs
    Avatar von pfadfinder
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    #58
    Also mit Euren High-Tec-Teilen kann ich zwar nicht mithalten,aber eine ,,Variante für arme Schüler for free" habe ich hiermit entdeckt:



    Wieder einmal ein Genuss diese fotografischen Fähigkeiten von Pfadi :bash:



    Vielleicht noch nicht ganz ausgereift, aber inzwischen nutze ich das Teil regelmäßig! Auf dem Foto ist er leider noch nicht ganz fertig;Heute auch noch nicht :P :bash:

    LG

  19. Fuchs
    Avatar von pfadfinder
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    #59
    Also mit Euren High-Tec-Teilen kann ich zwar nicht mithalten,aber eine ,,Variante für arme Schüler for free" habe ich hiermit entdeckt:



    Wieder einmal ein Genuss diese fotografischen Fähigkeiten von Pfadi :bash:



    Vielleicht noch nicht ganz ausgereift, aber inzwischen nutze ich das Teil regelmäßig! Auf dem Foto ist er leider noch nicht ganz fertig;Heute auch noch nicht :P :bash:

    LG

  20. Fuchs
    Avatar von Tomscout
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    #60
    Moin Pfadfinder!

    äh... woraus ist denn dein Ofen? Irgendwie kann ich das nicht so recht erkennen :bash:

    Gut Pfad
    Tomscout

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