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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nudeln selbst gemacht



Markus K.
09.03.2016, 10:35
Guten Morgen Zusammen,
hier tummeln sich ja einige, die Nudeln selbst herstellen und trocknen. Wie lange ist die Kochzeit Eurer selbstgebrauten Mehlspeisen?

Was empfiehlt Ihr? Was muss rein, was nicht?

Seid Ihr eher auf der Spätzle Seite (mit Eiern) oder bei den Italienern?

Erfahrungen im Asiatischen Nudelbereich?


Mein Ziel ist es rucksacktaugliche Ware zu produzieren.

Homer
09.03.2016, 10:44
nudeln nach der uhr kochen ist wie blumen nach dem kalender gießen :oldman:
klappt nicht, naturprodukte sind immer anders, da hilft nur probieren;-)

rein müssen wasser, grieß und salz.

lina
09.03.2016, 11:02
Koch Dich mal durch diese (https://lamiacucina.wordpress.com/category/kochrezepte/pasta/) Rezeptliste, die funktionieren immer wunderbar :cool:
Hier (https://lamiacucina.wordpress.com/2010/05/31/pastakurs-1-weisse-grundteige/) stehen ein paar Empfehlungen für weiße Grundteige.

Dem Grieß würde ich Dunst vorziehen (ist etwas feiner vermahlen), aus Hartweizen oder Dinkel.

... und für Spätzle würde ich die Grundzutaten unverarbeitet mitnehmen :bg:

Waldhexe
09.03.2016, 11:22
... und für Spätzle würde ich die Grundzutaten unverarbeitet mitnehmen :bg:

Das wäre mir doch zu aufwändig, außer im Kajak, wenn ich mit Hobo kochen kann, einen großen Topf und eine große Schüssel dabei hätte. Außerdem kann ich nicht schaben - wäre das nicht mal ein Workshop?? - und eine Spätzlespresse ist mir zu groß und schwer.
Aber ich würde sie zu Hause machen und Dörren, aber ehrlich gesagt, da greife ich denn doch gleich zu "Albgold"... :bg:

Gruß,

Claudia

Moltebaer
09.03.2016, 11:27
Erfahrungen im Asiatischen Nudelbereich?

Mein Ziel ist es rucksacktaugliche Ware zu produzieren.Mie und Ramen werden frittiert um sie haltbar zu machen, daß dabei Wasser verloren geht freut den Trekker ;-)

lina
09.03.2016, 11:30
Mit einem großen Trangia-Set hab ich das schon erfolgreich getestet, sogar Kässpätzle mit Röstzwiebeln (ok, ein kleinwenig kompliziert war das schon, aber eher der Part mit den Röstzwiebeln ... :ignore:). Schaben geht gut mit Brettchen und Schaber (Messer geht auch, aber ist unhandlicher) – jedenfalls dann, wenn man nicht zu großen Wert auf regelmäßige Formen legt. Man setzt einen kleinen Teigklops (ungefähr Pattex-Konsistenz) ca. auf die Brettchenmitte, streicht etwas Teig nach vorne dünn glatt und schabt dann die abgetrennten Teigfäden über die Vorderkante ins kochende Salzwasser. Wenn das Brettchen vorne etwas abgeschrägt ist, geht es noch besser.

Viel mehr braucht es nicht – damit schafft man auch Familienportionen:

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Schabwerkzeug.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=145487&cat=500)

Mit getrockneten Eierspätzle habe ich eher schlechte Erfahrungen gemacht, die brauchten mindestens 20 Minuten, bis sie essbar waren.

Markus K.
09.03.2016, 11:50
nudeln nach der uhr kochen ist wie blumen nach dem kalender gießen :oldman:
klappt nicht, naturprodukte sind immer anders, da hilft nur probieren;-)

Ja, probieren kenne ich. Wenn es dann ans Essen geht, bin ich satt!

Meine Frage sollte besser lauten: Brauche ich bei selbstgemachten Nudeln insgesamt weniger Garzeit?
Ich habe da keine Erfahrungswerte.

lina
09.03.2016, 11:51
Ja, ca. 3, 4 Minuten (wenn sie ungetrocknet sind).

Stephan Kiste
09.03.2016, 11:54
Ich mache Nudeln für 2 Gerichte gerne selber:

"Schupfnudeln" mit ner Gefu Presse für Rehragout
ist aber schwierig die richtige Konsistenz hin zu bekommen.

oder
Grüne Maultaschen
Vorteil, man kann sie selber befüllen mit Ricotta Spinat
und grüne Nudeln sind einfach und spannend zu machen.

Teig ist bei mir grundsätzlich mit viel Hartweizengries und
Eiern.

lina
09.03.2016, 11:57
Schupfnudeln sind ja mit Kartoffeln – gehen die noch durch eine Presse?

Die Variante mit Öl und Milch hat sich vor einer Weile als überraschend gut herausgestellt (hier (http://roughcutblog.com/ein-paprikahendl-sehr-gut/) beschrieben). Vorteil ist, dass die Teigfäden gar nicht so dünn sein müssen, nur möglichst gleichmäßig groß wegen der Kochzeit.

Noch nicht probiert, aber Passatelli (http://tradolceedamaro.blogspot.de/2015/03/die-etwas-anderen-spatzle-passatelli-in.html) wären evtl. auch einen Versuch wert, das könnte auch mit Trocken-Ei klappen.

Mus
09.03.2016, 14:39
Außerdem kann ich nicht schaben - wäre das nicht mal ein Workshop?? - und eine Spätzlespresse ist mir zu groß und schwer.

Ich kann ja eine Workshop dazu anbieten:bg: Das Geheimnis liegt aber meiner Erfahrung nach nicht sosehr in der Technik, als im richtigen Werkzeug. Mit einem runden Messer und einer runden Brettkante ist es eine ziemliche Quälerei. Supereinfach geht es mit einer Tortenpalette und einem Brett mit einer scharfen, geraden Kante.

@ Markus: Spätzle schaben & dörren lohnt nicht. Die brauchen zwischen 15 und 20 Minuten bis sie wieder weich sind. War damals ziemlich enttäusch, weil ich auch gehofft hatte, das wird was für Tour. Jetzt verwerte ich so die Reste für Suppennudeln (da kochts eh länger), falls es denn welche gibt. Also wenn Spätzle, dann frische. Ich könnte mir vorstellen, wenn man die Mehl-Trockenei-Salz-Mischung im Gefrierbeutel mitnimmt, direkt darin mit Wasser anrührt und dann ein Eck ganz klein abschneidet und dadurch den Teig ins Wasser drückt, könnte es sogar praktikabel sein - zumindest, wenn man draußen auch gern mehr Aufwand betreibt. Da bekomme ich beim Schreiben gerade richtig Lust, das auszuprobieren.
Ansonsten wäre es eine Überlegung wert, es mal mit diesen archaischen Nudelsorten zu versuchen, die man mit den Fingern formt. Keine Ahnung wie die heißen aber einmal sind das so kürzere dünne, runde die aussehen, als hätte jemand versucht sich die Teig verklebten Hände sauber zu reiben oder diese runden Kreise, bei denen kleine Teigkügelchen über den Daumen/einen Finger dünn gezogen werden. (Also für frische Zubereitung.)

PhileasFogg
09.03.2016, 16:34
Ich mache meine Nudeln frisch. Einfach doppeltgriffiges Mehl, etwas Wasser dazu, gut durchkneten, ausrollen, ordentlich mit Mehl bestäuben, zu einer Rolle einrollen, die Rolle dann mit einem scharfen Messer in 5-10 mm breite Abschnitte schneiden und fertig sind die Tagliatelle, die sich im kochenden Wasser dann wieder entrollen. Üblicherweise setze ich das gesalzene Kochwasser auf, wenn es kocht, sind auch die Nudeln fertig. Garzeit: 2 Minuten.

Für Farbe kann dann noch Safran, Rote-Beete-Saft, Spinat, Kurkuma, Kräuter oder sowas an die Nudeln.

Galadriel
09.03.2016, 16:37
... gibt auch den Spätzle-Shaker.... alle Zutaten rein... schütteln... und dann ins kochende Wasser drücken... klappt prima :p

Markus K.
09.03.2016, 16:40
Ich kann ja eine Workshop dazu anbieten:bg: Das Geheimnis liegt aber meiner Erfahrung nach nicht sosehr in der Technik, als im richtigen Werkzeug. Mit einem runden Messer und einer runden Brettkante ist es eine ziemliche Quälerei. Supereinfach geht es mit einer Tortenpalette und einem Brett mit einer scharfen, geraden Kante.

Das eigentliche Geheimnis liegt aber darin, das Spätzlebrett vorher in das kochende Salzwasser zu halten und dann den Teig darauf verteilen und ziemlich glattstreichen. Nicht zuviel auf das Brett laden.

Wir machen es so am ODS-Forums-Spätzle-Seminar: Ihr stellt den Teig her. Ich schabe!



[...]Einfach doppeltgriffiges Mehl, [...]

Was ist das für Mehl?

PhileasFogg
09.03.2016, 17:05
Was ist das für Mehl?

Das ist besonders fein gemahlenes Mehl. Kriegst Du z. B. unter der Bezeichnung "Wiener Griessler" im Supermarkt. Beim italienischen Feinköstler kannst Du auch "Semola di Grano Duro" kaufen - ist das gleiche, nur teurer.

Alternativ gehen auch Vollkorn-, Dinkel- oder andere Mehle, aber wenn man noch keine Nudeln selbst gemacht hat, ist es gut, mit dem Wiener Griessler anzufangen. Einfach Mehl anhäufen, kleine Kuhle reindrücken, etwas Wasser in die Mitte und dann nach und nach mit der Gabel von innen nach außen Mehl und Wasser vermischen.

Noch besser wirds, wenn der Teig in Folie noch eine Stunde im Kühli ruht, ist aber nicht zwingend notwendig. Wenn ich doppeltgriffiges Mehl benutze, verzichte ich drauf. Bei Vollkornmehlen ist es besser, ihn ruhen zu lassen.

lina
09.03.2016, 19:32
Ich könnte mir vorstellen, wenn man die Mehl-Trockenei-Salz-Mischung im Gefrierbeutel mitnimmt, direkt darin mit Wasser anrührt und dann ein Eck ganz klein abschneidet und dadurch den Teig ins Wasser drückt, könnte es sogar praktikabel sein - zumindest, wenn man draußen auch gern mehr Aufwand betreibt.

Guxtu nach Frizle (http://frizle.de/#frisch-pressen)



IAnsonsten wäre es eine Überlegung wert, es mal mit diesen archaischen Nudelsorten zu versuchen, die man mit den Fingern formt. Keine Ahnung wie die heißen aber einmal sind das so kürzere dünne, runde die aussehen, als hätte jemand versucht sich die Teig verklebten Hände sauber zu reiben oder diese runden Kreise, bei denen kleine Teigkügelchen über den Daumen/einen Finger dünn gezogen werden. (Also für frische Zubereitung.)

Und hier: Riebele (http://www.mamas-rezepte.de/rezept_Schwaeb_Riebelesuppe-12-1277.html) und Orecchiette (http://www.anonymekoeche.net/?p=1927) (und natürlich Gnochetti (http://www.anonymekoeche.net/?p=4350), ohne oder mit Ricotta (http://www.anonymekoeche.net/?p=6515))


Das ist besonders fein gemahlenes Mehl. Kriegst Du z. B. unter der Bezeichnung "Wiener Griessler" im Supermarkt. Beim italienischen Feinköstler kannst Du auch "Semola di Grano Duro" kaufen - ist das gleiche, nur teurer.

Wäre das nicht das semola di grano duro rimacinata?

Edit: Einen Artikel zu den beiden Sorten: https://gastrosophen.wordpress.com/2014/01/17/ravioliteig-die-zweite-semola-di-grano-duro-vs-hartweizengries/

PhileasFogg
09.03.2016, 20:17
Wäre das nicht das semola di grano duro rimacinata?

Edit: Einen Artikel zu den beiden Sorten: https://gastrosophen.wordpress.com/2014/01/17/ravioliteig-die-zweite-semola-di-grano-duro-vs-hartweizengries/

Kann sein. Wichtig ist, dass es kein Grieß ist (zu grob), sondern Mehl vom Grieß. Jedenfalls muss man nicht auf das italienische Mehl zurückgreifen, Wiener Griessler ist das gleiche, gibts in vielen Geschäften (z. B. in unserem popeligen Vorort-Edeka) und ist günstiger.

Ich hab spaßenshalber auch mal Nudeln aus Dinkelvollkornmehl (und Wasser) selbst gemacht und Nudeln aus Dinkelvollkornmehl im Bioladen gekauft - Konsistenz und Geschmack waren bei beiden tatsächlich identisch. Industriell hergestellte Nudeln sind wegen der industriellen Fertigung nur gleichmäßiger als die selbstgemachten. Letztere kosten dann dafür auch weniger als die Hälfte.

Um das auszuprobieren braucht man für den Anfang auch keine Nudelmaschine, Chitarra, spezielles Nudelholz usw. Ich persönlich finde Tagliatelle eh besser, weil die Nudelsauce daran besser haftet als an Spaghetti.

lina
09.03.2016, 20:26
Ich kenne auch die Mehl-Bezeichnung "griffig", aber in Norddeutschland wird man da nur ratslos angeschaut :bg:
Für Spätzle nehme ich am liebsten Dinkeldunst ("Dunst" ist noch einigermaßen bekannt ;-)), gerne mit gemahlenen Haselnüssen dazu.
"Spätzlesmehl" scheint mir auch ein Angebot zu sein, das je nach Mühle variiert, ich habe hier eins, das besteht aus Weizenmehl 405, Weizendunst und Hartweizengrieß.

Scrat79
09.03.2016, 20:27
Ich zitiere mal einen bekannten Juser hier:

Schmarrn.


:grins:

100g olles Weizenmehl.
1 Ei

Kneten, salzen, schneiden und ein paar Minuten (3-5) ins kochende Wasser.
Dann ab in die Pfanne mit der Sauce.
Fertig.

:grins:

lina
09.03.2016, 20:34
Fang bloß nicht an, Brot zu backen, damit ändert sich nämlich der Ansatz von "Mehl? – egal, alles rein in das selbe Vorratsglas" zu sorgfältig einzeln aufbewahrten Sorten für diese oder jene erwünschte Aroma-Nuance … :roll::o:bg:

Scrat79
09.03.2016, 20:48
Fang bloß nicht an, Brot zu backen, damit ändert sich nämlich der Ansatz von "Mehl? – egal, alles rein in das selbe Vorratsglas" zu sorgfältig einzeln aufbewahrten Sorten für diese oder jene erwünschte Aroma-Nuance … :roll::o:bg:

Erst mal nicht. :bg:
Hat mir die Backerei in Schottland schon gereicht.
Gut. Da war es Notwehr, da der dortige Fraß gen "auf-Dauer-ungenießbar" tendierte. ;-)

Ansonsten muss ich endlich mal mit Variationen beginnen.
Vielleicht mal nach dem Motto der Rumfort-Kocherei. :bg:

Und zu den verschiedenen Mehlsorten:
Irgend so ein graues Klump-Mehl hab ich mühevoll über Monate in anderen Teigen verklappen müssen. :motz:
Weizen ist schon mal ne gute Erfindung. :bg:

Mus
10.03.2016, 09:49
Guxtu nach Frizle (http://frizle.de/#frisch-pressen)

Ist das fies. Immer wenn ich mal eine gute Idee habe, hat's schon jemand vorher erfunden:(
:hahaa:

Aber als Outdoorvariante glaube ich immer noch, dass es auch machbar sein müsste, nur die Pulvervariante mitzuschleppen und das Wasser erst vor Ort hinzuzugeben. Wie viele Löcher man dann reinmacht, ist ja Geschmackssache. Ich würde aber bei einem bleiben, das erhöht die Chance, dass man durch geschicktes Zielen unnötiges Topfschrubben vermeidet.

Buck Mod.93
06.04.2016, 21:35
Zufällig habe ich just, als dieser Thread eröffnet wurde, eine Nudelmaschine gekauft und mich auch gleich ans Werk gemacht.

Bis jetzt gab es einen Teig aus:

150 Gramm 405 Mehl
50 Gramm Hartweizengrieß (ja wirklich Grieß, weil ich keinen Dunst auftreiben konnte)
2 Eiern

Die Tagliatelle, die ich daraus gemacht habe, waren gut.
Ich habe den Teig nach dem Kneten für ca. 20 min in Frischhaltefolie ruhen lassen. Bis jetzt die beste Pasta. Ich werde sie demnächst mal mit Hartweizendunst zubereiten.

300 Gramm Hartweizendunst
130 ml Wasser
1 EL Olivenöl
3g Salz

Abgesehen davon, dass die Tagliatelle zu lange gekocht haben, fand ich den Geschmack nicht sehr ansprechend.
Dies mal habe ich den Teig ebenfalls nur ca. 20 min ruhen lassen. Eigentlich wird ja mindestens eine Stunde Stunde empfohlen.

Ingwer
06.04.2016, 22:01
Guten Morgen Zusammen,
hier tummeln sich ja einige, die Nudeln selbst herstellen und trocknen. Wie lange ist die Kochzeit Eurer selbstgebrauten Mehlspeisen?

Was empfiehlt Ihr? Was muss rein, was nicht?

Seid Ihr eher auf der Spätzle Seite (mit Eiern) oder bei den Italienern?

Erfahrungen im Asiatischen Nudelbereich?


Mein Ziel ist es rucksacktaugliche Ware zu produzieren.


Sali Markus,

du hör, man kann relativ einfach rucksacktaugliche Nudeln herstellen. Beispielsweise kannst du aus Instant-Kartoffelbrei (möglichst ungewürzt), Mehl und/oder Hartweizengrieß relativ einfach für unterwegs Gnocci-ähnliche Nudeln erstellen. Einfach alle drei "Pülverchen" mischen (ich glaub es war so ungefähr 50-80% Kartoffelbrei, Rest dementsprechend auch variabel), Wasser dazu so dass sie die Mischung gut anfühlt, dann zu fingerdicken Wülsten formen, die Wülste in der passenden Größe schneiden, ab ins kochende Wasser und fertig.
Bezüglich der ZUsammensetzung muss ich nochmal schauen, hat früher immer geklappt, habe aber die genauen Mengenangaben nicht direkt im Kopf abrufbereit!

qwertzui
07.04.2016, 07:49
Nudeln sowieso und immer ohne Ei. Neulich hat mein Mann testweise eine Lage Spätzle ohne Ei gemacht. Einen Unterschied in Geschmack oder Konsistenz hat man nicht bemerkt. Ob man die genauso vom Brett schaben kann weiß ich nicht, mein Mann nimmt ein Lochblech.

(Ach ja, Mehl Variationen sind natürlich eine Wissenschaft für sich, einfach irgendein Mehl:shock::

Buck Mod.93
07.04.2016, 11:07
Nudeln sowieso und immer ohne Ei.

Ja, aber warum? In Norditalien wird viel Pasta mit Vollei oder Eigelb hergestellt, teilweise wird diese sogar getrocknet. Und Ravioli ohne die kräftige gelbe Farbe des Eigelbs?

lina
07.04.2016, 11:15
Auch Pastaformen und Zutaten sind eine Wissenschaft für sich ;-)
Das setzt sich fort im Pressen der Nudeln durch Buntmetall-Matrizen, um eine rauhere Oberfläche zu erhalten, an denen die Sauce besser haftet ... :p

Homer
07.04.2016, 11:26
Und Ravioli ohne die kräftige gelbe Farbe des Eigelbs?

ne priese curcuma im teig tuts auch ;)

lina
07.04.2016, 11:47
und Hartweizenmehl ist von sich aus schon ein bisschen gelblich gefärbt.

Buck Mod.93
07.04.2016, 13:13
Also keine Eier mehr?

lina
07.04.2016, 13:18
Kommt darauf an, was Du machen willst. In Italien war das wohl früher abhängig von der Region und was dort zur Verfügung stand. Schmecken tut beides, für Perfektonisten passen dann nur eben jeweils andere Saucen.

Die Teigruhezeit hilft übrigens auch dabei, dass der Teig beim Formen nicht wieder zusammenschnurrt.

Hartweizenmehl würde ich immer bevorzugen, damit arbeitet es sich so viel angenehmer. Außerdem fällt das im Kochwasser einfach ab, während normales Mehl an den Nudeln kleben bleibt.

qwertzui
07.04.2016, 13:38
Darf natürlich jeder so machen, wie er will. Ich stelle nur immer wieder fest, dass man Eier bei sehr vielen Dingen, bei denen die deutsche Hausfrau darauf schwört, dass es nicht ohne Ei geht, verlustfrei weglassen kann. Beim Trekken ist aber auf jedenfall praktisch , keine Eier mitzunehmen;-)

Buck Mod.93
07.04.2016, 14:01
Man hat sich da eben schnell selbst hinters Licht geführt;
Diesmal waren die Nudeln ohne Ei zu lange im Kochwasser. Da darf man die unangenehme Konsistenz freilich nicht auf das Fehlen von Ei zurückführen. Ich werde die verschiedenen Teigvarianten wohl noch einige Male durchprobieren müssen.

Markus K.
07.04.2016, 15:14
Da stellt sich mir die Frage, wie Du Nudeln kochst?

mondenkind
07.04.2016, 20:26
Wir haben vor zwei Wochen, als Lasagneplatten im Supermarkt aus waren, aus der Not heraus zum ersten Mal Nudelteig selbst gemacht. Ich hatte gezweifelt, dass das ohne Vorerfahrung direkt beim ersten Versuch gelingen würde, aber mein Partner hat mich eines besseren belehrt. Zu besonderen Anlässen werden wir das sicher wiederholen!

Abt
08.04.2016, 04:33
Kann man auch Nudeln mit Knoblauch und Bärlauch herstellen?Oder eben andern Geschmacksrichtungen? Oder verliert sich das?
Entschuldigt, ich habe keine Ahnung und das noch nie probiert.

qwertzui
08.04.2016, 07:38
Kann man schon, aber nur wenn man allein kocht: Heikle Mitesser können die Knoblauch oder Bärlauchsauce weglassen! Merke: Irgendjemand mag immer keinen Knoblauch oder Bärlauch:oldman:

Zusatzzutaten müssen möglichst fein zerkleinert werden , um die Teigstruktur nicht zu ungleichmäßig zu machen. .

Daddyoffive
08.04.2016, 07:52
Klar kann man das:

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/image346.jpeg

Das waren Bärlauchspätzle. Geht natürlich auch mit Hartweizennudeln.

lina
08.04.2016, 08:23
So richtig dunkelgrüne italienische Nudeln bekommst Du mit "Spinatmatte". In diesem (https://lamiacucina.wordpress.com/tag/panzotti/) Nudelrezept ist ein Link drin, wie man die baut.

Haselnuss-Spätzle (mit gemahlenen Haselnüssen drin) sind auch toll :cool:

Abt
08.04.2016, 08:34
Danke, ich lese mich erst ein wenig hier ein.
Hm. Das dargestellte Rezept sieht wie ein zünftiges Entomologenfrühstück für Grünschnäbel aus dem Neste aus.
Ich bekenne meine Faulheit, bisher soetwas nicht selber kreiert zu haben.

lina
08.04.2016, 08:41
Bis auf in Spätzle versenke ich die geschmacksgebenden Anteile tendenziell lieber in der Sauce, ich finde das vom Materialeinsatz her aromatischer.

Markus K.
08.04.2016, 08:52
Nochmal zurück zur Koch- besser gesagt Garzeit von Nudeln.

Bis auf Spätzle habe ich noch keine Nudeln selbst hergestellt. Bei Spätzle ist es ja so, dass das Wasser ständig auf Temperatur gehalten werden muss, da die Masse, die immer wieder ins Wasser geschaufelt wird, dieses ja sofort abkühlt.

Bei Nudeln erhitze ich das Wasser bis zum Siedepunkt, dann streue ich das Salz ein, dann schalte ich den Herd ab oder massiv runter. Dann kommen die Nudeln rein, ich rühre um und probiere so lange, bis ich satt und die Nudeln gar sind. Die Energie im Wasser reicht aus, um die Nudeln zu weichen.

Könnte mir vorstellen, dass diese Weichzeit bei selbstgemachten Nudeln doch kürzer ausfällt.

Kocht Ihr eigentlich Nudeln mit Eieruhr? Oder nach der Probiermethode?

Homer
08.04.2016, 09:15
Bis auf in Spätzle versenke ich die geschmacksgebenden Anteile tendenziell lieber in der Sauce, ich finde das vom Materialeinsatz her aromatischer.
mit püriertem bärlauch statt wasser hergestellte nudels sind schon geil, und das zeug kostet ja nix, da kann man ruhig mit aasen....

Kocht Ihr eigentlich Nudeln mit Eieruhr? Oder nach der Probiermethode?


nudeln nach der uhr kochen ist wie blumen nach dem kalender gießen :oldman:
klappt nicht, naturprodukte sind immer anders, da hilft nur probieren;-)

Mus
08.04.2016, 10:40
Könnte mir vorstellen, dass diese Weichzeit bei selbstgemachten Nudeln doch kürzer ausfällt. Kann ich so nicht bestätigen. Was kürzer ist: fertige Spaghetti kochen und dörren. Weiß der Geier warum.


Kocht Ihr eigentlich Nudeln mit Eieruhr? Oder nach der Probiermethode? Ich stelle die angegebene Kochzeit -10% auf der Eieruhr. Dann fische ich die erste Nudel heraus und schneide sie durch: da kann man gut sehen wie dick der harte Kern noch ist. Futtern. Je nach dem probiere ich dann in immer kürzer werdendem Takt solange, bis es passt. Selten mehr als 5 Nudeln. Meist nur 2-3.