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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : CO2-Kompensation durch Fleischverzicht



Jack68
24.11.2012, 07:38
In einem anderen Gesprächsfaden ging es um die Frage, wie wir outdoorer umweltfreundlich zum Ort unserer Wünsche kommen.
Oft geht das nur mit dem Flugzeug.

Meine Idee und dann auch Vorschlag:

Pro 1000 km Flug einen Monat kein Fleisch essen.

Macht z.B. Bei Kanada hin und zurück mehr als ein Jahr vegetarische Ernährung.
Vegetarier haben jährlich einen Freibetrag von 12.000 km. Wer mehr fliegt, kann von seinem km-Konto der Vorjahre abheben.
Was meint Ihr dazu?

SavinKuk
24.11.2012, 07:50
Interessantes Modell....

Ich versuche öfters auf Fleisch zu verzichten, empfinde das als Kantinen-Esser jedoch als ausgesprochen schwierig. Es gibt bei uns nämlich nur ein vegetarisches Essen, das meist leider ziemlich abartig ist - Sojabratwürste, Tofuschnitzel....:(

Jack68
24.11.2012, 07:55
...ja, ich tue mich damit auch schwer...manchmal kann ich Salat essen.

Zum Modell:

Für seine outdoorwünsche ist dann entsprechend der eigenen Moralvorstellungen (LNT) ein Opfer zubringen.
Mal sehen, wer dazu bereit ist?

Torres
24.11.2012, 10:09
Interessanter Ansatz.

Drei Fragen dazu:

a) Wenn jetzt alle Menschen plötzlich Vegetarier würden, um weiterhin in Urlaub zu fliegen: Würde die weltweite landwirtschaftliche Fläche reichen, uns alle ohne Fleisch zu ernähren?

b) Ist wirklich der Fleischkonsum an sich schädlich oder sind wir einfach zu viele Menschen auf der Welt?

c) Sind wir wichtig?


http://www.brandeins.de/magazin/tierisch/der-osten-isst-rot.html

Goettergatte
24.11.2012, 10:12
Meine Idee und dann auch Vorschlag:

Pro 1000 km Flug einen Monat kein Fleisch essen.


Was meint Ihr dazu?

Wenn ich das auf denn statistischen Durchschnittsverbrauch/Kopf Bundesbürger umlege,
verzehre ich nur ca. 60 Tage Fleisch im Jahr, dieses seit über 10 Jahren, daher habe ich, bezüglich meiner Flugkilometer derartig viele Bonusmeilen, daß ich....
...
da will ich aber nicht hin,
in Europa gibt es noch so viel zu entdecken ;-)

Wie auch immer,
es ist ein denkenswerter Anstz.
Ich selbst verzichte auf Tagesausflüge an Wochenenden, um Anfahrten zu größerennn Dingen zu kompensieren.

hotdog
24.11.2012, 10:19
Wie wäre es mit Fleischverzicht und Flugreisenverzicht? Dann muss ich in der Hinsicht gar nichts kompensieren. Ich halte Vermeidung für ehrlicher als Kompensation.

Homer
24.11.2012, 10:31
ich halte es für wenig zielführend bis naiv, durch derart selektive selbstkasteiung die welt retten zu wollen.
die wirtschaftlichen zusammenhänge sind derart komplex, daß man sich besser generell tendenziell ökologisch verhält als sich eine sache rauszupicken und diese zum dogma zu erheben.
wer vegetarisch um die welt fliegt hat imho so wenig verstanden wie wer mit dem niedrigverbrauchsauto die 500m zum biomarkt fährt, um dort fairkaffee zu kaufen.


und das ganze hat imho nix mehr mit LNT zu tun sondern ist ein umweltpolitisches thema.

LihofDirk
24.11.2012, 10:35
ich halte es für wenig zielführend bis naiv, durch derart selektive selbstkasteiung die welt retten zu wollen.
die wirtschaftlichen zusammenhänge sind derart komplex, daß man sich besser generell tendenziell ökologisch verhält als sich eine sache rauszupicken und diese zum dogma zu erheben.
wer vegetarisch um die welt fliegt hat imho so wenig verstanden wie wer mit dem niedrigverbrauchsauto die 500m zum biomarkt fährt, um dort fairkaffee zu kaufen.


und das ganze hat imho nix mehr mit LNT zu tun sondern ist ein umweltpolitisches thema.

Volle Zustimmung, ich hatte noch nach der Formulierung gesucht. Danke

Jack68
24.11.2012, 10:52
Wie wäre es mit Fleischverzicht und Flugreisenverzicht? Dann muss ich in der Hinsicht gar nichts kompensieren. Ich halte Vermeidung für ehrlicher als Kompensation.

Das wäre das Beste!

Wenn wir die ods-Nutzer fragen würden, wer auf Flugreisen verzichten möchte, viele würden es nicht wollen. Kann ich verstehen. Dann ist doch der Verzicht auf Fleisch eine Möglichkeit!

Jeder kann etwas tun! Jeder Schritt zählt! :grins:

Rattus
24.11.2012, 10:54
Homers Beitrag würde ich auch unterschreiben. Für mich kommt Folgendes dazu: Wenn kein echtes Bedürfnis nach Verzicht besteht, wird es irgendwann umkippen, d.h., wenn eine tiefe Einsicht fehlt (was ich dem TO gar nicht unterstellen will). Langfristig kann "Verzicht" nur funktionieren, wenn es kein Verzicht mehr ist (meine Meinung).

Für mich hat es sich so entwickelt, dass ich selten Fleisch/Wurst esse, und wenn, aus dem Bioladen. Unsere Kantine hat zum Glück ein Buffet, sodass man sich dort kein Fleisch reinziehen muss. Auto habe ich nicht, Trockner und Geschirrspüler auch nicht.

Das Ganze ist aber (meistens ;-)) kein Verzicht für mich, sondern eine Einsicht, die mit der Befriedigung, nicht alles Mögliche brauchen zu müssen, einhergeht und der Ablehnung von Massentierhaltung und dickem Fleischkonsum (und das geht nicht vom Kopf aus).

Wenn ich nach Irland fahre (ca. alle 2 Jahre), fliege ich. Nicht, weil ich es toll finde, sondern weil ich nicht so viel Geld habe... Und ja, da beschwichtige ich mich schon manchmal damit, dass ich an anderen Ecken ziemlich un-energieaufwendig lebe.

fjellstorm
24.11.2012, 11:02
ich halte es für wenig zielführend bis naiv, durch derart selektive selbstkasteiung die welt retten zu wollen.


Soso. Im Darmentleerungsfaden, Errosionsfaden, Feuerfaden pickt man sich genau solche selektive "Selbstkasteiungen" raus und erhebt sie zum "Dogma".. Hier wiederum propagiert man das Gegenteil, nähmlich das ganze in einem größeren Kontext zu sehen. (Eigentlich meine Worte).
-Trotzdem, klarer Knieschuss, man kann diese ganzen Diskussionen nicht mehr ernstnehmen langsam..

Jack68
24.11.2012, 11:04
ich halte es für wenig zielführend bis naiv, durch derart selektive selbstkasteiung die welt retten zu wollen.
die wirtschaftlichen zusammenhänge sind derart komplex, daß man sich besser generell tendenziell ökologisch verhält als sich eine sache rauszupicken und diese zum dogma zu erheben.
wer vegetarisch um die welt fliegt hat imho so wenig verstanden wie wer mit dem niedrigverbrauchsauto die 500m zum biomarkt fährt, um dort fairkaffee zu kaufen.


und das ganze hat imho nix mehr mit LNT zu tun sondern ist ein umweltpolitisches thema.

Wir wollen hier Möglichkeiten suchen, wenig Abdrück zu hinterlassen.
Geht es um Selbstkasteiung, eigenes Verhalten zu überdenken?

Es ist gut, dass Du es für "wenig zielführend bis naiv" hältst! Jede Meinung muss hinterfragt werden!
Deine Wertung ist interessant!

"komplex, daß man sich besser generell tendenziell ökologisch verhält als sich eine sache rauszupicken und diese zum dogma zu erheben"

Es ist zum kompliziert, als das meine Idee sinnvoll ist?

Generell tendenziell ökologisch, was ist das?

Du siehst meinen Vorschlag als Dogma?

Dein Beispiel hat keine Verbindung mit meinem Vorschlag.

Zur Verdeutlichung:

1. Flugreisenvermeidung ist am Besten
2. Flugreisenauswirkungen reduzieren ist wünschenswert
A.) Bäume pflanzen
B.) CO2 Zertifikate kaufen
C.) Fleischkonsum für bestimmte Zeit einstellen
D.) ...dein Vorschlag?

Jack68
24.11.2012, 11:07
Soso. Im Darmentleerungsfaden, Errosionsfaden, Feuerfaden pickt man sich genau solche selektive "Selbstkasteiungen" raus und erhebt sie zum "Dogma".. Hier wiederum propagiert man das Gegenteil, nähmlich das ganze in einem größeren Kontext zu sehen. (Eigentlich meine Worte).
-Trotzdem, klarer Knieschuss, man kann diese ganzen Diskussionen nicht mehr ernstnehmen langsam..

:grins:

derSammy
24.11.2012, 11:13
1. Flugreisenvermeidung ist am Besten
2. Flugreisenauswirkungen reduzieren ist wünschenswert
A.) Bäume pflanzen
B.) CO2 Zertifikate kaufen
C.) Fleischkonsum für bestimmte Zeit einstellen
D.) ...dein Vorschlag?

D.)

Die 50 Wochen "Alltag" im Jahr so leben dass man zumimndest "gefühlt" einiges dafür getan hat nicht total rücksichtslos der Umwelt gegenüber gewesen zu sein um sich für die 2 Wochen Urlaub im Jahr ein gewisses Gewissenspolster angespart zu haben

( Quasi Analog zur Kohle...50 Wochen lang sparen für die 14 Tage Urlaub)

Bei mir schaut dass z.B so aus, dass wir neben der Dusche unsere Giesskanne stehen haben und dort die ersten 10 l. Wasser reinlaufenlassen bisses warm kommt....

Somit is schon wieder ein kleiner Schritt getan zum Einsparen von Resurcen.
Und daneben habe ich mir angewöhnt nur jedes 2te Jahr Auslandreisen zu machen und dazwischen etwas "von der Haustür aus" ( = max 200Km Umkreis mit dem Auto)

Nachdem ich aber seit 13 Jahren die 50 Wochen unterm Jahr damit verbringe angemaltes Blech mit Verbrennungsmotoren unter Volk und auf die Strasse zu bringen dürfte ich weder Fleisch NOCH Salat essen geschweige denn Pupsen ---CO2 Billanz Technisch geshen :o

Jack68
24.11.2012, 11:18
D.)

Die 50 Wochen "Alltag" im Jahr so leben dass man zumimndest "gefühlt" einiges dafür getan hat nicht total rücksichtslos der Umwelt gegenüber gewesen zu sein um sich für die 2 Wochen Urlaub im Jahr ein gewisses Gewissenspolster angespart zu haben

( Quasi Analog zur Kohle...50 Wochen lang sparen für die 14 Tage Urlaub)

Bei mir schaut dass z.B so aus, dass wir neben der Dusche unsere Giesskanne stehen haben und dort die ersten 10 l. Wasser reinlaufenlassen bisses warm kommt....

Somit is schon wieder ein kleiner Schritt getan zum Einsparen von Resurcen.
Und daneben habe ich mir angewöhnt nur jedes 2te Jahr Auslandreisen zu machen und dazwischen etwas "von der Haustür aus" ( = max 200Km Umkreis mit dem Auto)

Nachdem ich aber seit 13 Jahren die 50 Wochen unterm Jahr damit verbringe angemaltes Blech mit Verbrennungsmotoren unter Volk und auf die Strasse zu bringen dürfte ich weder Fleisch NOCH Salat essen geschweige denn Pupsen ---CO2 Billanz Technisch geshen :o


D.)
10 Liter Wasser nicht vergeudet...
Jedes 2. Jahr nur Flugreise...


Danke Sammy!
Zum Thema und keine Phrasen mit persönlichen Abwertungen...das ist Forum!

Für den Job kann man manchmal nichts :hahaa:

Canadian
24.11.2012, 11:18
Diese Extreme bringen doch nicht wirklich was, weil es so kaum einer umsetzt.

Soll ich jetzt 12.000 km nach Kanada fliegen und verzichte auf das saftige Steak, dass mein Bekannter dort auf den Grill legt? Na bestimmt nicht.

Ein dauerhafter Verzicht in Maßen bei einem Großteil der Bevölkerung würde doch viel mehr bringen. Für mich muss es nicht jeden Tag Fleisch geben und vor allem muss ich mich an Fleisch nicht satt essen. Es gibt so viele Menschen, bei denen das Fleisch den Hauptbestandteil der Nahrung ausmacht und weil es so teuer ist, wird dann auch noch der billige Schund gekauft.

LNT heißt in meinem Verständnis nicht, dass man durch ein Leben in Askese versucht keinem zu Schaden, sondern bei dem was wir tun (z.B. 2000 km reisen um dann 200 km zu Fuß zu gehen, wie bescheuert eigentlich... :roll: ) den Schaden den wir unweigerlich anrichten, gering zu halten.

Ein "ich verzichte darauf, dafür darf ich dieses oder jenes" ist doch albern. Wenn man meint, man könnte der Welt was gutes tun, indem man auf Fleisch verzichtet, dann macht man das, auch ohne "Belohnung".

Sarekmaniac
24.11.2012, 11:19
a) Wenn jetzt alle Menschen plötzlich Vegetarier würden, um weiterhin in Urlaub zu fliegen: Würde die weltweite landwirtschaftliche Fläche reichen, uns alle ohne Fleisch zu ernähren?


Ja, dann würde die Fläche (im Gegensatz zu jetzt) dicke reichen.



Für seine outdoorwünsche ist dann entsprechend der eigenen Moralvorstellungen (LNT) ein Opfer zubringen.
Mal sehen, wer dazu bereit ist?

LNT ist ein Set von Campcrafttechniken, kein System von Moralvorstellungen. LNT liegt zwar eine gewisse Philosophie/Haltung zugrunde, aber zumindest mein persönliches Interesse am Thema ist durchaus pragmatisch. Ich möchte ein schönes Naturerlebnis haben, ich möchte, dass andere Menschen, die zeitgleich oder nach mir in einem Gebiet sind, auch ein schönes Naturerlebnis haben, ich möchte Tiere beobachten, ohne sie zu stören.

Ich möchte die Landschaft, die ich für mein Naturerlebnis nutze, nicht nachhaltig schädigen. Ich möchte nicht, das jetzt für mich zugängliche Naturräume wegen nachhaltiger Schädigung durch Wanderer zugesperrt und reglementiert werden (müssen). Aus diesen meinen Interessen ergeben sich die unter "LNT" gefassten Verhaltensweisen.

Zum Fleischkonsum: 75% unseres Fleisches liefert ca. 1 x im Jahr ein befreundeter Biobauer, das ist das Zehntel eines Rinds, inklusive einem Riesenberg Suppenknochen, Beinscheiben etc. geschätzt 25% kaufen wir dazu (meist Geflügel von demselben Bauern oder vom Markt und ein bißchen Wild). Das Fleisch lagert portioniert in der mit Strom betriebenen Kühltruhe. Die Ökobilanz dieser Konsumweise habe ich noch nie berechnet. Ich käme nicht auf die Idee, unseren Fleischkonsum mit Flugkilometern gegenzurechnen, vermutlich "dürften" wir dann mehr fliegen als wir es tun.

Bei der Verfolgung meiner ganz pragmatischen persönlichen Interessen (s.o.) wäre solch ein Deal Fleisch gegen Kilometer auch wenig hilfreich, ich denke nicht, dass sich zum Beispiel die Naturschutzbehörde eines US-Bundesstaats, die festlegt, wie viele Permits im Folgejahr für einen bestimmten National Park oder Trail ausgegeben werden, davon beeinflussen lässt, wie viele der Antragsteller Vegetarier sind.

Edit: Ich will beim Wandern nicht die Welt retten.

Jack68
24.11.2012, 11:26
Ja, dann würde die Fläche (im Gegensatz zu jetzt) dicke reichen.



LNT ist ein Set von Campcrafttechniken, kein System von Moralvorstellungen...

Ich soll kein Feuer machen dürfen, weil ich Microorganismen töte...hab ich hier gelesen...

Jetzt mach ich den Vorschlag, dass man falls man fliegt z.B. den eigenen Fleischkonsum reduziert...und jetzt fühlen sich einige moralisiert!

Ich bin keine Vegetarier...war nur eine Idee, die mit so wegen der Flugreisen im Kopf rumschwirrt...

Jack68
24.11.2012, 11:31
Diese Extreme bringen doch nicht wirklich was, weil es so kaum einer umsetzt.



Was hast Du gelesen?

Es war eine Idee.
Es ist keine Gesetzesvorlage.
Ich ess gern auch Steaks!

Es ging darum, was jeder einzelne tun kann.

Goettergatte
24.11.2012, 11:32
Wie wäre es mit Fleischverzicht und Flugreisenverzicht? Dann muss ich in der Hinsicht gar nichts kompensieren. Ich halte Vermeidung für ehrlicher als Kompensation.

Nö, wie sollich hier sonst weg kommen?
Hier kenn hier jeden Winkel, so gut, das es mich langweilt

hotdog
24.11.2012, 11:33
Ich soll kein Feuer machen dürfen, weil ich Microorganismen töte...hab ich hier gelesen...

Ja, du kannst hier alles lesen. Dies ist ein Forum, in dem viele Leute viele Meinungen vertreten. Nur scheint dir nicht aufgefallen zu sein, dass nach einem solchen von dir zurecht kritisierten Statement 10 andere folgten, die genau dieses Statement zurecht rückten.

Sarekmaniac
24.11.2012, 11:33
Hallo Jack,

das war eine Antwort auf ein Zitat von dir, Du hast geschrieben:


entsprechend der eigenen Moralvorstellungen (LNT)

und damit jemandem, der sich mit LNT beschäftigt, unterstellt, bestimmte Moralvorstellungen (welche eigentlich?) zu haben, bzw. allen, die sich mit LNT beschäftigen, unterstellt, dieselben Moralvorstellungen (welche eigentlich?) zu haben.

Die Vorüberlegung beim Feuermachen ist für mich nicht "Du sollst nicht töten", sondern, dass auf einem Flecken, in dem durch Überhitzung die Mikroorganismen absterben, sehr lange nichts mehr wachsen wird. Ein Buddhist sieht das vielleicht anders.

Jack68
24.11.2012, 11:38
Ja, du kannst hier alles lesen. Dies ist ein Forum, in dem viele Leute viele Meinungen vertreten. Nur scheint dir nicht aufgefallen zu sein, dass nach einem solchen von dir zurecht kritisierten Statement 10 andere folgten, die genau dieses Statement zurecht rückten.

Ich mag mich mit Dir nicht streiten.;-)
Was sagst Du zu meiner Idee?
Da ja kam ja bisher noch nichts.

Vermeidung ist nicht das Thema gewesen.
Es ging von Anfang an darum, wie man nun mal stattfindende Flugreisen in der Auswirkung kompensieren kann!:grins:

Torres
24.11.2012, 11:39
- Ich dusche kalt (Warmwasser funktioniert bei uns leider kaum)
- Bin erst zwei mal in meinem Leben in Urlaub geflogen
- Koche frisch
- trenne meinen Müll
- bemühe mich so gut es geht, auf müllintensive Nahrung zu verzichten
- verzichte auf aggressive Putzmittel
- Fahre alle Strecken im Umkreis von 20 km mit dem Fahrrad (auch wenn ich mit dem Auto an einen Ort X gefahren bin: Das Fahrrad ist immer dabei)
- esse keinen Tunfisch, Scampis, Kabeljau, Rotbarsch

Aber:
- ICH BIN FLEISCHFRESSER. Ich kaufe gutes Fleisch. Regionales Fleisch. Aber Fleisch. Nur einmal zwei Monate ohne Fleisch versucht - danach ging es mir sowas von dreckig, ging gar nicht. Schoko, Gemüse, Obst - könnte ihr mir alles schenken. Ohne Fleisch werde ich zum Tier! Lieber Fisch stattdessen? Küstenbewohnern die Lebensgrundlage entziehen? Meere verseuchen? Zuchtfarmen unterstützen? Artenvielfalt reduzieren?
- Und motiviere in gewisser Weise andere Menschen, grundlos CO2 in die Luft zu jagen.

Und nun?

Jack68
24.11.2012, 11:40
Hallo Jack,

das war eine Antwort auf ein Zitat von dir, Du hast geschrieben:



Die Vorüberlegung beim Feuermachen ist für mich nicht "Du sollst nicht töten", sondern, dass auf einem Flecken, in dem durch Überhitzung die Mikroorganismen absterben, sehr lange nichts mehr wachsen wird. Ein Buddhist sieht das vielleicht anders.

Ich weiß was ich geschrieben habe! Danke!

LNT hat etwas mit Moral und Umweltbewusstsein zu tun.

Hast Du sonst noch was zur eigentlichen Idee, was weiterhelfen könnte? :grins:

Sarekmaniac
24.11.2012, 11:41
ja hast Du meine Antwort denn nicht gelesen?;-)

Jack68
24.11.2012, 11:41
- Ich dusche kalt (Warmwasser funktioniert bei uns leider kaum)
- Bin erst zwei mal in meinem Leben in Urlaub geflogen
- Koche frisch
- trenne meinen Müll
- bemühe mich so gut es geht, auf müllintensive Nahrung zu verzichten
- verzichte auf aggressive Putzmittel
- Fahre alle Strecken im Umkreis von 20 km mit dem Fahrrad (auch wenn ich mit dem Auto an einen Ort X gefahren bin: Das Fahrrad ist immer dabei)
- esse keinen Tunfisch, Scampis, Kabeljau, Rotbarsch

Aber:
- ICH BIN FLEISCHFRESSER. Ich kaufe gutes Fleisch. Regionales Fleisch. Aber Fleisch. Nur einmal zwei Monate ohne Fleisch versucht - danach ging es mir sowas von dreckig, ging gar nicht. Schoko, Gemüse, Obst - könnte ihr mir alles schenken. Ohne Fleisch werde ich zum Tier! Lieber Fisch stattdessen? Küstenbewohnern die Lebensgrundlage entziehen? Meere verseuchen? Zuchtfarmen unterstützen? Artenvielfalt reduzieren?
- Und motiviere in gewisser Weise andere Menschen, grundlos CO2 in die Luft zu jagen.

Und nun?

Alles toll! Was ist mit der Reduktion der Flugreisenauswirkungen...da noch eine Idee?

Goettergatte
24.11.2012, 11:44
Soso. Im Darmentleerungsfaden, Errosionsfaden, Feuerfaden pickt man sich genau solche selektive "Selbstkasteiungen" raus und erhebt sie zum "Dogma".. Hier wiederum propagiert man das Gegenteil...


Dogmatisiert wurde garnichts!
Wer die diskussion als Dogmatismus empfindet hat eine krumme Warnehmung,
es wurden Techniken vorgestellt und diskutiert, diese Diskussion wurde von denen gestört, die nicht mit machen wollen,
sollche sollten lieber anderswo rumposten, aber nicht technische/konstruktive Diskussionen stören.

Das das Gegenteil propagiert wird, sehe ich hier nicht,
es gibt halt anders lautende Einzelmeinungen,
ich für mein Teil bin stets darin geübt, mein freizeitverhalten klimaneutraler zu gestalten.

Jack68
24.11.2012, 11:47
ja hast Du meine Antwort denn nicht gelesen?;-)

Doch, alles schön...ich bin nur auf Moral eingestiegen...:grins:

hotdog
24.11.2012, 11:49
Was sagst Du zu meiner Idee?
Deine Frage war:

Pro 1000 km Flug einen Monat kein Fleisch essen.
[...]
Was meint Ihr dazu?
Meine Antwort war: nicht fliegen und kein Fleisch essen. Von Kompensation halte ich nichts, bzw. ist für mich die einzig wahre Kompensation einer Flugreise der Verzicht auf die Flugreise an sich.

fjellstorm
24.11.2012, 11:54
es wurden Techniken vorgestellt und diskutiert, diese Diskussion wurde von denen gestört, die nicht mit machen wollen,
sollche sollten lieber anderswo rumposten, aber nicht technische/konstruktive Diskussionen stören.

Das das Gegenteil propagiert wird, sehe ich hier nicht,
es gibt halt anders lautende Einzelmeinungen,
ich für mein Teil bin stets darin geübt, mein freizeitverhalten klimaneutraler zu gestalten.
Diese Einzelmeinugen gab es auch in den anderen Fäden. Sie wurden als "störend" empfunden (owohl sie auch als technisch angesehne werden können). Hier wurde eine Idee, über die man natürlicher Unterschiedlicher Meinung sein kann, von einem Mod mit "hähmischen" Unterton bedacht, das schert aber keinen- über ebenjehne Hähme mokiert man aber anderer Stelle..
possenhafter Knieschuss, Sorry..

_Matthias_
24.11.2012, 12:01
Alles toll! Was ist mit der Reduktion der Flugreisenauswirkungen...da noch eine Idee?
Die kompensiert sich doch von selbst. Wenn ich die ganze Strecke rennen müsste, dann würde durch meine erhöhte Atmungsaktivität auch viel mehr CO2 ausgestoßen, außerdem müsste ich raue Mengen Nahrung zu mir nehmen, die ja auch CO2 verursacht, nicht zu vergessen die ganzen Ausscheidungen auf dem Weg und abends wäre ich so kaputt, dass ich ein Feuer bräuchte um mich warm zu halten. Also alles in allem, denke ich, mit dem Flugzeug, das ist schon die bessere Wahl, geht auch schneller.

Jack68
24.11.2012, 12:01
Deine Frage war:

Meine Antwort war: nicht fliegen und kein Fleisch essen. Von Kompensation halte ich nichts, bzw. ist für mich die einzig wahre Kompensation einer Flugreise der Verzicht auf die Flugreise an sich.

Ich weiß nicht ob Du dann beim Thema bis.
Es geht ja hier darum, wie man die ohnehin stattfindenden Flüge kompensieren kann.
Wenn Verzicht nicht das Thema hier is...frage ich nach Deinem inhaltlichen Beitrag.

Gern können wir auch eine Diskussionsreihe aufmachen: wie komme ich ohne Flugzeug nach....z.B. Bowron lakes, deine Kanadatour? Die Reisebeschreibung fand ich toll...wie bist Du da ohne Flug hingekommen?

Goettergatte
24.11.2012, 12:03
Diese Einzelmeinugen gab es auch in den anderen Fäden. Sie wurden als "störend" empfunden (owohl sie auch als technisch angesehne werden können). Hier wurde eine Idee, über die man natürlicher Unterschiedlicher Meinung sein kann, von einem Mod mit "hähmischen" Unterton bedacht, das schert aber keinen- über ebenjehne Hähme mokiert man aber anderer Stelle..
possenhafter Knieschuss, Sorry..

Post 7?
Da finde ich keine Häme, es ist die private Meinung eines Mitarbeiters, welcher auch nichts weiter als ein User dieses Forums ist.
Ich schätze ihn so ein, das er sein Leben ebenfalls klimaneutral gestalten versucht, in seinem Rahmen.

Der Post beinhaltet lediglich die Aussage, daß man sich nicht kasteien solle, um Klimaneutral zu leben und zu reisen.
Denn zunächst fliegt das Flugzeug auch ohne Dich ab.

Torres
24.11.2012, 12:03
Zitat fjellstorm
Hier wurde eine Idee, über die man natürlicher Unterschiedlicher Meinung sein kann, von einem Mod mit "hähmischen" Unterton bedacht, das schert aber keinen- über ebenjehne Hähme mokiert man aber anderer Stelle..
possenhafter Knieschuss, Sorry..

Ich verstehe nicht, was Du hier mit Häme meinst. Ich fand den Beitrag sehr sachlich.

Tatsächlich sind die weltwirtschaftlichen Zusammenhänge unglaublich komplex.
- Wir fliegen alle nicht mehr in Urlaub, weil wir Fleisch essen wollen. Und dann? Das hat wirtschaftliche Auswirkungen: Arbeitsplätze, Tourismusbranche etc.
- Wir essen alle kein Fleisch mehr. Und dann? Wirtschafltiche Auswirkungen, Auswirkungen auf die Landwirtschaft, auf Flora und Fauna, die Gastronomie, eventuell illegaler Fleischkonsum (Mafia) etc.

Wir leben heute nunmal nicht mehr in einem kleinen individuellen, umgrenzten regionalen Raum, sondern in einer global vernetzten Welt. Jedes Rädchen, das neu geschchraubt wird, hat Auswirkungen von ungeheuren Ausmaßen. Das darf man doch schreiben, oder?

Sarekmaniac
24.11.2012, 12:07
Also Jack hat gefragt:


Was meint Ihr dazu?

Er hat nicht geschrieben, dass nur die was schreiben sollen, die seine Idee gut finden.:roll:

kaltduscher
24.11.2012, 12:08
Was soll die ganze CO2 Verarscherei !!

In Deutschland werden ich noch Chinesische Solarzellen verkauft die mit Strom auch Kohlekraftwerken hergestellet werden ud das nennt man dann Umweltschutz weil der Dreck ja woanders ist

Es gibt Menschen in hier die ihr Haus isolieren obwohl wir doch eine Klimaerwährmung haben,irgendwann muß das ganze Isoliermaterial auch wieder teuer als Sondermüll entsorgt werden.

Ehemals Grüne Politiker J.F. machen heuten den Hampelmann bei BMW das die ihre Dreckschleuder von X-Modellen besser verkaufen können seit der Politiker da ist um 150% .

hotdog
24.11.2012, 12:13
Gern können wir auch eine Diskussionsreihe aufmachen: wie komme ich ohne Flugzeug nach....z.B. Bowron lakes, deine Kanadatour? Die Reisebeschreibung fand ich toll...wie bist Du da ohne Flug hingekommen?
Ich bin geflogen und ich esse Fleisch. Mir würde nicht einfallen, das Eine gegen das Andere aufzurechnen.

Nochmal: Deine Frage war "Was meint ihr dazu?" nicht "Was ist euer Beitrag?"

Mehr habe ich zu dem Thema nicht zu sagen. Sorry.

Jack68
24.11.2012, 12:17
Ich fand den Beitrag sehr sachlich

...ich fand ihn interessant. Ohne auf das eigentliche Thema einzugehen, wird eine Idee als naiv bezeichnet.

Was ist kompliziert? Wenn ich fliege, verbrauche ich Rohstoffe und erzeuge Abfälle. Idee: ich reduziere meinen Fleischverbrauch auf Null für eine gewisse Zeitbals Ausgleich.

Was ist jetzt dem Moderator zu komplex? Er ist gern Fleisch wie ich und will meine Idee für sich nicht umsetzen. Hab ich kein Problem mit.

"Generell tendenziell ökologisch", was ist das? Ist das eine Phrase?

Wo war in meinen Vorschlag das Dogma?

Das Beispiel hatte keine Verbindung mit meinem Vorschlag.



Es geht auch nicht um weniger fliegen (was eine Möglichkeit für Umweltschutz wäre) hier, sondern um Wiedergutmachung.

Aber auch der :grins:sachliche:grins: Beitrag hilft, Menschen und ihre Fähigkeiten und Meinungen kennenzulernen. Danke!

fjellstorm
24.11.2012, 12:18
Denn zunächst fliegt das Flugzeug auch ohne Dich ab.
Was ist das denn bitte für eine Argumentation?:roll:

Und wegen "Hähme": Ich empfand Homers Formulierung als Hähme, genauso wie du dich an dem harmlosen Begriff "Gutmensch" störst.

Jack68
24.11.2012, 12:19
Ich bin geflogen und ich esse Fleisch. Mir würde nicht einfallen, das Eine gegen das Andere aufzurechnen...

Danke für die ehrliche Meinung!:grins:

Jack68
24.11.2012, 12:23
...mal sehen ob es einen im Forum gibt, der sagt, heii, das mache ich mal...wenn ich es mache, schreibe ich es!:grins:

Sabine38
24.11.2012, 12:24
a) Wenn jetzt alle Menschen plötzlich Vegetarier würden, um weiterhin in Urlaub zu fliegen: Würde die weltweite landwirtschaftliche Fläche reichen, uns alle ohne Fleisch zu ernähren?

b) Ist wirklich der Fleischkonsum an sich schädlich oder sind wir einfach zu viele Menschen auf der Welt?



Als Antwort auf beide Fragen. Um ein Kilo Getreide herzustellen werden im Schnitt 1.500 L Wasser benötigt. Für ein Kilo Fleisch hingegen je nach Fleischart 10.000 - 16.000 (!!!) L Wasser (Geflügel liegt ggf. darunter, weiß ich nicht). Um ein Kilo Rindfleisch (=1570 kcal) herzustellen brauchst du 10 Kilo Getreide (10 kg Weizen = 31700 kcal). Oder auch: 1 Hektar Land (unsere Breitengrade) = 25 - 35 Tonnen Kartoffeln/Jahr oder ein Rind. Ich glaube das sagt alles aus, oder?


Ich soll kein Feuer machen dürfen, weil ich Microorganismen töte...hab ich hier gelesen...


Du hast es immer noch nicht begriffen. Du sollst kein Feuer machen weil es a) unschön aussieht und b) in vielen Gebieten lange dauert bis die Schäden wieder behoben sind.

Zur Ausgangsfrage: Ich esse allgemein wenig Fleisch. In etwa 2 mal die Woche, Fleischaufschnitt habe ich vielleicht ein oder zwei Mal pro Jahr im Haus. Das was ich esse hole ich beim Metzger, nicht im Supermarkt. Biofleisch war bisher finanziell nicht drin, das wird sich aber wohl jetzt ändern... In Kantine u.ä. versuche ich Fleisch zu meiden, weil das der billige Sch*** aus übelster Massentierhaltung ist. Gelingt mir zugegeben nicht immer wenn das vegetarische Angebot schlecht ist.

Ich glaube dass eine vegetarische Lebensweise die beste Öko- und "Moral"bilanz hat. Allerdings glaube ich auch, dass es ausreichend wäre, wenn alle Menschen ihren Fleischkonsum auf ein etwas verträglicheres Maß reduzieren würden. Es reicht ja nun auch, wenn man jeden 2. Tag eine Fleischbeilage hat...

Vegetarische Ernährung als Ausgleich für Flugreisen zu nutzen halte ich insofern für gefährlich, als dass das dazu verleitet sich das eigene Verhalten schön zu reden. Ich halte es für besser sich vor Augen zu führen dass es umweltschädlich ist und dann in Angesicht dessen eine persönliche Nutzen/Kosten-Rechnung aufzustellen. Mein sonstiges Verhalten dagegen "aufzuwiegen" halte ich für kontraproduktiv. Als nicht-Autobesitzer, was würde das beispielsweise für mich bedeuten?! Ich könnte statt einer drei Flugreisen im Jahr machen? Oh, und nicht zu vergessen mein geringer Fleischkonsum. Und ich beziehe Biostrom. Hatte schon immer Energiesparlampen. Und ziehe noch einen Pulli über bevor ich die Heizung hoch drehe...

Daher handhabe ich das so: Ich muss nicht mal eben übers Wochenende irgendwo hin fliegen. Wochenendtrips lassen sich auch in Deutschland oder im benachbarten Ausland wunderbar machen. Wenn ich wohin möchte wäge ich die Vor- und Nachteile der verschiedenen Transportmittel gegeneinander ab. Transportdauer, Preis, Umständlichkeit, Umweltverträglichkeit. Wenn ich am Ende das Flugzeug nehme dann nehme ich das Flugzeug ohne zu versuchen mir einzureden, dass ich das irgendwie an anderer Stelle ausgleiche.

Ditschi
24.11.2012, 12:36
Hallo,

guter Beitrag, Sabine.
Ich verzichte mal darauf, gegeneinander aufzurechnen, daß ich garnicht fliege, wenig Fleisch esse, Bäume pflanze, Eulen schütze, dafür aber überall hin mit dem Auto fahre, weil es auf dem Land mein einziges Transportmittel ist.
Von solcher Kompensationsrechnerei halte ich nicht viel.
Entscheidender richtiger Punkt an Sabines Beitrag ist, daß wir ein Bewußtsein entwickeln, daß wir es durch hundert kleine Schritte selbst in der Hand haben, unseren schädlichen ökologischen Fußabdruck auf dieser Erde zu verkleinern.
LNT ist einer dieser Schritte.
Gruß Ditschi

Jack68
24.11.2012, 12:37
Als Antwort auf beide Fragen. Um ein Kilo Getreide herzustellen werden im Schnitt 1.500 L Wasser benötigt. Für ein Kilo Fleisch hingegen je nach Fleischart 10.000 - 16.000 (!!!) L Wasser (Geflügel liegt ggf. darunter, weiß ich nicht)....

Du hast es immer noch nicht begriffen.

Vielen Dank für die Zahlen zur Fleischherstellung...ein militanter Vegetarier im Freundeskreis wurde von mir immer nicht für voll genommen wegen seiner Militanz bei diesem Thema...manchmal, auch bei Biofleisch stelle ich mir die Frage, muss das jetzt für mich sein, dass ich es esse. Leider ruft immer noch eine Stimme in 70 % "Ja!".


"Du hast es immer noch nicht begriffen."

Liebe Sabine38, ich weiß dass Du diesen Ton drauf hast...ärgert mich nicht. Bitte denke mal an Deinen Leitspruch!

Es geht hier doch um Fleischkonsum als persönliche Selbstbeschränkung als Wiedergutmachung für Abgasse beim Fliegen....

"Wenn ich am Ende das Flugzeug nehme dann nehme ich das Flugzeug ohne zu versuchen mir einzureden, dass ich das irgendwie an anderer Stelle ausgleiche."

Und danke für Deine Meinung!

Homer
24.11.2012, 12:39
könnt ihr mal bitte aufhören, auf meiner mod-funktion rumzureiten?!
ich bin hier genauso user mit egener meinung und putze nebenbei noch:motz:

eingentlich wurde zum thema schon alles gesagt, aber noch nicht von jedem, daher melde ich mich noch mal
(nachdem ich vom regionalen wochemarkt-bioeinkauf mit dem fahrradanhänger zurück bin)

in meinem beitrag war durchaus gewollt ein ironischer unterton, da ich (als usermenschindividuum) es wirklich albern finde, sich einen teilbereich eines komplexes herauszupicken und durch demonstratives gutmenscheln in diesem das eigene gewissen zu beruhigen.
sowohl fleischfressen als auch fliegen ist unökologisch, man sollte beides, wenn überhaupt, dann bewusst und sparsam praktizieren.
das eine durch verzicht auf das andere zu legitimieren ist augenwischerei, da du könntest auch sagen: ich fahre in 30zonen immer 29, dafür brettere ich einmal im monat durch ne spielstraße.

neee, beides doof, beides nicht machen ist angesagt!

Jack68
24.11.2012, 12:42
Von solcher Kompensationsrechnerei halte ich nicht viel.
Gruß Ditschi

Warum nicht? Das ist doch auch ein Schritt.
Wenn fliegen, dann irgendwas für die Umwelt tun!

Vielleicht entwickelt jemand das Konzept 1.000 km fliegen, 2 Säcke Müll im Wald sammeln.
Warum ist Kompensation nicht sinnvoll?

Jeder Schitt zählt!

Sabine38
24.11.2012, 12:45
Liebe Sabine38, ich weiß dass Du diesen Ton drauf hast...ärgert mich nicht. Bitte denke mal an Deinen Leitspruch!


Tue ich. Ständig. War genauso gemeint wie es geschrieben war.



sowohl fleischfressen als auch fliegen ist unökologisch, man sollte beides, wenn überhaupt, dann bewusst und sparsam praktizieren.
das eine durch verzicht auf das andere zu legitimieren ist augenwischerei, da du könntest auch sagen: ich fahre in 30zonen immer 29, dafür brettere ich einmal im monat durch ne spielstraße.

neee, beides doof, beides nicht machen ist angesagt!

5sterne

_Matthias_
24.11.2012, 12:46
Als Antwort auf beide Fragen. Um ein Kilo Getreide herzustellen werden im Schnitt 1.500 L Wasser benötigt. Für ein Kilo Fleisch hingegen je nach Fleischart 10.000 - 16.000 (!!!) L Wasser (Geflügel liegt ggf. darunter, weiß ich nicht). Um ein Kilo Rindfleisch (=1570 kcal) herzustellen brauchst du 10 Kilo Getreide (10 kg Weizen = 31700 kcal). Oder auch: 1 Hektar Land (unsere Breitengrade) = 25 - 35 Tonnen Kartoffeln/Jahr oder ein Rind. Ich glaube das sagt alles aus, oder?

Sorry, aber immer wenn ich diese Vergleiche lese geht mir der Hut hoch. Jemand denkt sich irgendwelche Werte aus (wirklich messen kann man das alles nicht) und vergleicht sie mit anderen ausgedachten Werten.
Getreide wird nicht hergestellt, das wächst. Wieviel Wasser für Getreide und Flrisch benötig werden ist erst einmal völlig irrelevant, interessant wird es erst bei der Frage, wo das Wasser herkommt. Zum überwiegenden Teil wohl aus Niederschlägen, wodurch es völlig egal ist wie viel Wasser benötigt wird, es nehmen halt die Pflanzen auf, egal ob Nutzpflanze oder Wildpflanze. Wasser wird auch nicht verbraucht, es wird gebraucht und ist hinterher immer noch da. Die Verwendung von Getreide/Soja zur Tierzucht kann man zu Recht kritisieren, in den allermeisten Länder ernähren sich die Nutztiere jedoch von dem, was dort wächst und für den Menschen ungenießbar ist, Gras z.B. Wenn man jetzt alle die Flächen für den Getreide/Kartoffelanbau benutzen würde, dann gehe ich jede Wette ein, dass dadurch auf längere Sicht durch Auslaugung der Böden, durch Schädlinge in Monokulturen, durch einseitige Ernährung mehr Schaden angerichtet wird, als durch Nutztiere. Der Kalorienvergleich hinkt auch deshalb, weil Gemüse, z.B. Tomaten, Gurken, ... extrem wenig Kalorien haben, aber doch recht anspruchsvoll sind bei der Aufzucht und deshalb viel schlechter dastehen als Getreide. Also nur noch Getreide anbauen, weil größter Nährwert auf geringster Fläche? Na dann, guten Appetit.

fjellstorm
24.11.2012, 12:47
] es wirklich albern finde, sich einen teilbereich eines komplexes herauszupicken und durch demonstratives gutmenscheln in diesem das eigene gewissen zu beruhigen.

+!!!
Genau das hab ich im Grundsatzfaden gemeint-nur mir klopft halt keiner auf die Schulter dafür;-) (ich machs lieber selber...)

_Matthias_
24.11.2012, 12:53
Warum nicht? Das ist doch auch ein Schritt.
Wenn fliegen, dann irgendwas für die Umwelt tun!

Vielleicht entwickelt jemand das Konzept 1.000 km fliegen, 2 Säcke Müll im Wald sammeln.
Warum ist Kompensation nicht sinnvoll?

Jeder Schitt zählt!
Lieber Jack68, bisher lese ich hier immer was die anderen tun können. Was mich viel mehr interessiert, ist was jeder für sich tut, nicht was er anderen vorschreiben will (so kommts nämlich bei mir immer rüber). Deshalb habe ich hier diesen thread erstellt http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?67670-LNT-pers%F6nlich-so-mache-ICH-das in dem jeder berichten kann, was er macht, nicht was er will was andere machen. Du könntest ja mit gutem Beispiel vorangehen und schreiben wie du LNT für dich umsetzt anstatt hier hypothetisch über mögliche Kompensationen zu diskutieren

Jack68
24.11.2012, 12:53
könnt ihr mal bitte aufhören, auf meiner mod-funktion rumzureiten?!
ich bin hier genauso user mit egener meinung und putze nebenbei noch:motz:

eingentlich wurde zum thema schon alles gesagt, aber noch nicht von jedem, daher melde ich mich noch mal
(nachdem ich vom regionalen wochemarkt-bioeinkauf mit dem fahrradanhänger zurück bin)

in meinem beitrag war durchaus gewollt ein ironischer unterton, da ich (als usermenschindividuum) es wirklich albern finde, sich einen teilbereich eines komplexes herauszupicken und durch demonstratives gutmenscheln in diesem das eigene gewissen zu beruhigen.
sowohl fleischfressen als auch fliegen ist unökologisch, man sollte beides, wenn überhaupt, dann bewusst und sparsam praktizieren.
das eine durch verzicht auf das andere zu legitimieren ist augenwischerei, da du könntest auch sagen: ich fahre in 30zonen immer 29, dafür brettere ich einmal im monat durch ne spielstraße.

neee, beides doof, beides nicht machen ist angesagt!

Komplex bedeutet, aus viele einzelnen Bestandteilen zusammengesetzt! Gern auch mit Wechselwirkungen!

Wenn man an einer Stelle einen einfachen Ursache-Wirkungsstrang identifiziert, soll es nicht erlaubt sein, darüber nachzudenken?

Beispiel mit Spielstrasse ist...ich will positiv bleiben...bemüht!

Es geht darum, wenn man etwas sowieso macht, wie kann man es wieder ausgleichen?

Wenn ich im Monat unbedingt einen Ausflug mit dem Auto machen möchte...50 km...könnte ich doch 50 km in diesem Monat statt mit dem Auto mit dem Fahrrad fahren...oder noch 3 Leute mitnehmen und zwei im Kofferraum :grins:
Warum nicht Ressourcen schönen oder Schäden kompensieren?


PS: Als Moderator, der selbst nicht beschränkt werden kann vom Fussvolk der User, andere aber blocken und verwarnen darf, würde ich mehr Zurückhaltung hinsichtlich von Bewertungen oder Unterton erwarten.

Ditschi
24.11.2012, 12:56
Warum ist Kompensation nicht sinnvoll?

Kompensation ist sinnvoll. Sie zeugt von Problembewußtsein und ist schon deshalb weit mehr als nichts.

Kompensationsrechnerei halte ich nicht für sinnvoll, weil es da an jeglichem Maßstab fehlt. Klingt spitzfindig, war aber so gemeint.
Gruß ditschi

Jack68
24.11.2012, 13:00
Tue ich. Ständig. War genauso gemeint wie es geschrieben war.



5sterne

Noch was zum Thema?



"neee, beides doof, beides nicht machen ist angesagt!"

Liegt ja wieder neben dem Thema!
5 Stern wofür?
Das Beispiel? Das passt ja auch wieder nicht zum Thema, geht ja um Auto fahren!:grins:

Homer
24.11.2012, 13:03
PS: Als Moderator, der selbst nicht beschränkt werden kann vom Fussvolk der User, andere aber blocken und verwarnen darf, würde ich mehr Zurückhaltung hinsichtlich von Bewertungen oder Unterton erwarten.

um ebenfalls positiv zu bleiben: mein beispiel war zielgruppenorientiert
du bist herzlich eingeladen, meine userbeiträge ebenso zu melden wie die eines jeden anderen users.
und glaube mir, ich habe mich mit bewertung und unterton mächtig zurückgehalten!

elaso
24.11.2012, 13:04
+!!!
Genau das hab ich im Grundsatzfaden gemeint-nur mir klopft halt keiner auf die Schulter dafür;-) (ich machs lieber selber...)

ich tu es hiermit! :cool:


Sorry, aber immer wenn ich diese Vergleiche lese geht mir der Hut hoch. Jemand denkt sich irgendwelche Werte aus (wirklich messen kann man das alles nicht) und vergleicht sie mit anderen ausgedachten Werten......interessant wird es erst bei der Frage, wo das Wasser herkommt

Messen kann man es schon. Mittels Lysimeter und dann mittels empirischer Formeln oder Statistik

Aber trotzdem vollkommen richtig. Woher kommt das Wasser? Ist es der Effektivniederschlag oder der angezapfte Tiefenspeicher. Viele "Biodatteln" aus der Wüste werden ja so bewässert:lol::lol:

elaso
24.11.2012, 13:07
http://de.wikipedia.org/wiki/Great-Man-Made-River-Projekt

Sabine38
24.11.2012, 13:09
Sorry, aber immer wenn ich diese Vergleiche lese geht mir der Hut hoch. Jemand denkt sich irgendwelche Werte aus (wirklich messen kann man das alles nicht) und vergleicht sie mit anderen ausgedachten Werten.
Getreide wird nicht hergestellt, das wächst. Wieviel Wasser für Getreide und Flrisch benötig werden ist erst einmal völlig irrelevant, interessant wird es erst bei der Frage, wo das Wasser herkommt. Zum überwiegenden Teil wohl aus Niederschlägen, wodurch es völlig egal ist wie viel Wasser benötigt wird, es nehmen halt die Pflanzen auf, egal ob Nutzpflanze oder Wildpflanze. Wasser wird auch nicht verbraucht, es wird gebraucht und ist hinterher immer noch da. Die Verwendung von Getreide/Soja zur Tierzucht kann man zu Recht kritisieren, in den allermeisten Länder ernähren sich die Nutztiere jedoch von dem, was dort wächst und für den Menschen ungenießbar ist, Gras z.B. Wenn man jetzt alle die Flächen für den Getreide/Kartoffelanbau benutzen würde, dann gehe ich jede Wette ein, dass dadurch auf längere Sicht durch Auslaugung der Böden, durch Schädlinge in Monokulturen, durch einseitige Ernährung mehr Schaden angerichtet wird, als durch Nutztiere. Der Kalorienvergleich hinkt auch deshalb, weil Gemüse, z.B. Tomaten, Gurken, ... extrem wenig Kalorien haben, aber doch recht anspruchsvoll sind bei der Aufzucht und deshalb viel schlechter dastehen als Getreide. Also nur noch Getreide anbauen, weil größter Nährwert auf geringster Fläche? Na dann, guten Appetit.

Ich klamüsere das jetzt mal auseinander, aber nicht unbedingt in der Reihenfolge in der du es geschrieben hast.

Wasserverbrauch: Du hast da teilweise Recht. In Deutschland haben wir keinerlei Wasserknappheit und leider lässt sich Wasser (in den entsprechenden Mengen) auch nicht über weite Strecken transportieren. Daher ist es bei uns relativ egal wieviel Wasser wir für was auch immer verwenden, da es weder den Spaniern, noch den Afrikanern hilft wenn wir damit sparsam sind. Aber damit wären wir beim nächsten Punkt...

Lebensmittelerträge: Wirklich messen kann man nicht wieviel Weizen, Kartoffeln, Mais, Roggen etc. im Durchschnitt auf einem Hektar Anbaufläche wächst? Wirklich messen kann man nicht wieviele Kilo Kraftfutter ein Rind frisst? Oder wieviel Weideland es braucht um sich ausschließlich davon zu ernähren? Das ist eine starke Aussage. Die solltest du vielleicht mal dem Statistischen Bundesamt näher darlegen, dann können sie da nämlich die Abteilung "Landwirtschaft" zu machen.

Weideland vs. Ackerland: Natürlich fressen die Viehcher das was sie auf ihren Weideflächen finden. Diese Weideflächen könnte man jedoch auch als Ackerland nutzen wenn es nicht zur Viehhaltung genutzt würde. Und da haben wir dann gleich wieder den Punkt dass man mit Ackerbau mehr Menschen ernähren kann als mit Viehhaltung.

Gemüse: Natürlich geht es darum, dass man "ineffiziente" Lebensmittel(liferanten) durch effizientere ersetzt. Also nicht gerade Rinder durch Salatgurken sondern Rinder durch Getreide. Selbstverständlich müssen weiterhin andere Lebensmittel produziert werden als nur Getreide. Aber muss es Fleisch in den Mengen sein? Wenn es ein ineffizientes Lebensmittel ist, das gut durch andere substituiert werden kann ohne dass man ungesund lebt? Nicht umsonst sind Getreideprodukte bei einer "normalen" Ernährung die Sättigungsgrundlage.

Monokulturen: Klar sind Monokulturen ein Problem. Überweidung auch. Ein Jahr wird Weizen gepflanzt, ein Jahr Mais, eins Roggen, eins Hirse, eins Kartoffeln... Es gibt jede Menge verschiedene Getreidearten die man pflanzen kann, es muss nicht darauf hinauslaufen dass man über abertausende Hektar die gleiche anpflanzt und jedes Jahr die gleichen Arten.

Von daher muss ich sagen, dass deine Argumentation bei mir doch viele Fragezeichen hinterlässt. Vor allem weil ich nie gesagt habe: lasst uns alle Vegetarier werden, oder besser noch Veganer. Ich habe nur gesagt, dass es viele Gründe gibt die dafür sprechen einen verantwortungsvollen Fleischkonsum zu betreiben.

Jack68
24.11.2012, 13:15
Lieber Jack68, bisher lese ich hier immer was die anderen tun können. Was mich viel mehr interessiert, ist was jeder für sich tut, nicht was er anderen vorschreiben will (so kommts nämlich bei mir immer rüber). Deshalb habe ich hier diesen thread erstellt http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?67670-LNT-pers%F6nlich-so-mache-ICH-das in dem jeder berichten kann, was er macht, nicht was er will was andere machen. Du könntest ja mit gutem Beispiel vorangehen und schreiben wie du LNT für dich umsetzt anstatt hier hypothetisch über mögliche Kompensationen zu diskutieren

Das war ja meine Idee # 1.
Wenn fliegen, dann Tage oder Monate vegetarisch leben.

Ich schrieb auch, dass ich mich freue, wenn jemand hier sagt (bisher noch keiner) "ja", gute Idee, könnte ich das nächte Mal überlegen. Ich sagte schon, dass ich über meine Erfahrungen damit auch schreiben kann, wenn ich es das nächste Al anfange...versprochen!

Schön dass mal wieder jemand inhaltlich weitermacht. Diese permanenten persönlichen Beiträge sind auf Dauer langweilig.

Noch ein praktisches Beispiel...ich hebe neben der Scheisse von meinem Kötter auch die von anderen auf...wenn ich mal die von ihm nicht wiedergefunden habe...passiert oft im Herbst, wenn er mehr als 2 Meter weg ist.🐶

Hey, dass ist doch mal ein Beispiel für Kompensation. Ich "verliere" die Sch...von meinem, ALS Wiedergutmachung nehme ich andere mit, wenn ich seine nicht mehr finde.

Fletcher
24.11.2012, 13:21
...

Weideland vs. Ackerland: Natürlich fressen die Viehcher das was sie auf ihren Weideflächen finden. Diese Weideflächen könnte man jedoch auch als Ackerland nutzen wenn es nicht zur Viehhaltung genutzt würde. Und da haben wir dann gleich wieder den Punkt dass man mit Ackerbau mehr Menschen ernähren kann als mit Viehhaltung....


So sehr ich deine Beiträge auch schätze und sie mit meiner Meinung auch konform sind, hier liegst du, zumindest teilweise, falsch.
Weideland ist lange nicht so anspruchsvoll wie Ackerland. Dem Vieh ist es egal, ob das Gras in Hanglage wächst, dem Getreide nicht (und denen, die es ernten sollen). Desweiteren ist Viehfutter in Form von Gras nicht so nährstoffs-/bewässerungsintensiv, wie zB Mais. Deine Aussage mag ja auf einen Teil der Viehzuchtflächen zutreffen, aber nicht auf alle.
Für Getreideanbau eignen sich nur Flächen, die mehr oder weniger eben sind, eine nicht zu dünne Nährstoffschicht haben und ausreichend Zugang zu Frischwasser haben. Vieh ist da wesentlich anspruchsloser.

Sarekmaniac
24.11.2012, 13:30
Noch ein praktisches Beispiel...ich hebe neben der Scheisse von meinem Kötter auch die von anderen auf...wenn ich mal die von ihm nicht wiedergefunden habe...passiert oft im Herbst, wenn er mehr als 2 Meter weg ist.

Hey, dass ist doch mal ein Beispiel für Kompensation. Ich "verliere" die Sch...von meinem, ALS Wiedergutmachung nehme ich andere mit, wenn ich seine nicht mehr finde.

Jetzt kann ich nicht folgen. Du teilst ständig Leuten, die hier antworten, mit, ihre Beiträge seien offtopic, weil sie deine präzise Fragestellung, Kompensation von Flugreisen durch Fleischverzicht, verlassen und sich der Frage nach Kompensationsmöglichkeiten generell widmen, und jetzt führst Du selbst das Aufsammelen von Hundekot als Beispiel an?

Vielleicht könntest Du mal deine Fragestellung und dein Erkenntnisinteresse hinreichend erläutern, um zukünftiges off-Topic zu vermeiden. Und vor allem die Widerprüche in Post 1 und 3 beseitigen. In Post 3 ist von "Opfer bringen" die Rede, ich kann daraus nur schließen, das nach deinem Modell Vegetarier keine Flugreisen unternehmen dürfen, sie erbringen ja kein "Opfer". In Post 1 sprichst du dagegen davon Vegetarier für ihre Ernährungsweise pauschal zu belohnen. Was denn nun?

_Matthias_
24.11.2012, 13:31
Lebensmittelerträge: Wirklich messen kann man nicht wieviel Weizen, Kartoffeln, Mais, Roggen etc. im Durchschnitt auf einem Hektar Anbaufläche wächst? Wirklich messen kann man nicht wieviele Kilo Kraftfutter ein Rind frisst? Oder wieviel Weideland es braucht um sich ausschließlich davon zu ernähren? Das ist eine starke Aussage. Die solltest du vielleicht mal dem Statistischen Bundesamt näher darlegen, dann können sie da nämlich die Abteilung "Landwirtschaft" zu machen.
Wieviel im Durchschnitt auf einer Anbaufläche wächst kann man messen, aber nicht wieviel Wasser dabei verbraucht wird. Und der Durchschnitt hat genau null Aussagekraft, Mittelwert vielleicht schon eher, aber was man auf alle Fälle nicht kann ist das zu vergleichen. Weideland ist ja meistens Weideland, weil es sich nicht zum Anbau eignet. Almwiesen z.B. oder in anderen Ländern karge Böden auf denen nur Gras wächst, oder wo der Niederschlag nicht ausreicht für Getreide oder eine zu kurze Vegitationsperiode.
Bei uns fressen Rinder vielleicht Kraftfutter, in anderen Ländern nicht, wie willst du das vergleichen? Bei uns kann man sich mit allen möglichen Zusatzmittelchen und dem reichen Angebot an Obst und Gemüse vegan ernähren ohne Mangelerscheinungen, in anderen Ländern nicht, die brauchen Fleisch um gesund zu bleiben.



Weideland vs. Ackerland: Natürlich fressen die Viehcher das was sie auf ihren Weideflächen finden. Diese Weideflächen könnte man jedoch auch als Ackerland nutzen wenn es nicht zur Viehhaltung genutzt würde. Und da haben wir dann gleich wieder den Punkt dass man mit Ackerbau mehr Menschen ernähren kann als mit Viehhaltung.
Eben nicht, wie oben schon geschrieben, eignet sich Weideland meistens nicht als Ackerland, sonst hätten das die früheren Generation längst umgewandelt.



Gemüse: Natürlich geht es darum, dass man "ineffiziente" Lebensmittel(liferanten) durch effizientere ersetzt. Also nicht gerade Rinder durch Salatgurken sondern Rinder durch Getreide. Selbstverständlich müssen weiterhin andere Lebensmittel produziert werden als nur Getreide. Aber muss es Fleisch in den Mengen sein? Wenn es ein ineffizientes Lebensmittel ist, das gut durch andere substituiert werden kann ohne dass man ungesund lebt? Nicht umsonst sind Getreideprodukte bei einer "normalen" Ernährung die Sättigungsgrundlage.
Natürlich muss es nicht Fleisch in Mengen sein, aber nur von Getreide bleibt man nicht gesund. Ich hab noch nirgends gehört, dass jemand CO2 durch Verzicht auf Salatgurken einsparen will, aber genau das CO2 ist plötzlich das Totschlagargument der Vegtarier/Veganer, auch wenn die ihr Grünzeug von überallher rankarren lassen.


Vor allem weil ich nie gesagt habe: lasst uns alle Vegetarier werden, oder besser noch Veganer. Ich habe nur gesagt, dass es viele Gründe gibt die dafür sprechen einen verantwortungsvollen Fleischkonsum zu betreiben. Du hast obskure Vergleiche von Wasserverbrauch, Energiegehalt und Nutzflächen gebracht um den "verantwortungsvollen Fleischkonsum" zu untermauern, ich habe die Begründung kritisiert, nicht den verantwortungsvollen Fleischkonsum.

Torres
24.11.2012, 13:32
Sorry, aber immer wenn ich diese Vergleiche lese geht mir der Hut hoch. Jemand denkt sich irgendwelche Werte aus (wirklich messen kann man das alles nicht) und vergleicht sie mit anderen ausgedachten Werten.
Getreide wird nicht hergestellt, das wächst. Wieviel Wasser für Getreide und Flrisch benötig werden ist erst einmal völlig irrelevant, interessant wird es erst bei der Frage, wo das Wasser herkommt. Zum überwiegenden Teil wohl aus Niederschlägen, wodurch es völlig egal ist wie viel Wasser benötigt wird, es nehmen halt die Pflanzen auf, egal ob Nutzpflanze oder Wildpflanze. Wasser wird auch nicht verbraucht, es wird gebraucht und ist hinterher immer noch da. Die Verwendung von Getreide/Soja zur Tierzucht kann man zu Recht kritisieren, in den allermeisten Länder ernähren sich die Nutztiere jedoch von dem, was dort wächst und für den Menschen ungenießbar ist, Gras z.B. Wenn man jetzt alle die Flächen für den Getreide/Kartoffelanbau benutzen würde, dann gehe ich jede Wette ein, dass dadurch auf längere Sicht durch Auslaugung der Böden, durch Schädlinge in Monokulturen, durch einseitige Ernährung mehr Schaden angerichtet wird, als durch Nutztiere. Der Kalorienvergleich hinkt auch deshalb, weil Gemüse, z.B. Tomaten, Gurken, ... extrem wenig Kalorien haben, aber doch recht anspruchsvoll sind bei der Aufzucht und deshalb viel schlechter dastehen als Getreide. Also nur noch Getreide anbauen, weil größter Nährwert auf geringster Fläche? Na dann, guten Appetit.

Danke schön.

Genau das meinte ich mit der Komplexität der Fragestellungen.


Alles toll! Was ist mit der Reduktion der Flugreisenauswirkungen...da noch eine Idee?

Nein. Das fällt ja auch unter die Komplexität.

simurgh
24.11.2012, 13:33
Weideland vs. Ackerland: Natürlich fressen die Viehcher das was sie auf ihren Weideflächen finden. Diese Weideflächen könnte man jedoch auch als Ackerland nutzen wenn es nicht zur Viehhaltung genutzt würde. Und da haben wir dann gleich wieder den Punkt dass man mit Ackerbau mehr Menschen ernähren kann als mit Viehhaltung.

...Ein Jahr wird Weizen gepflanzt, ein Jahr Mais, eins Roggen, eins Hirse, eins Kartoffeln... Es gibt jede Menge verschiedene Getreidearten die man pflanzen kann, es muss nicht darauf hinauslaufen dass man über abertausende Hektar die gleiche anpflanzt und jedes Jahr die gleichen Arten.
Hoffentlich treffen zukünftig noch Leute solche Entscheidungen, die wenigstens ein bisschen Ahnung von der Materie haben. Es läuft dabei immer noch genug schief. Ackerland ohne Viehzucht bringt uns um, selbst in unseren Breiten in denen wir uns mit dem Humus scheinbar noch größere Sünden erlauben können.

_Matthias_
24.11.2012, 13:35
Das war ja meine Idee # 1.
Wenn fliegen, dann Tage oder Monate vegetarisch leben.

Genau das war NICHT die Idee von meinem thread, wenn du geschrieben hättest "als ich das letzte mal geflogen bin hab ich hinterher x Zeit lang kein Fleisch gegessen als Ausgleich", dann wäre es das was ich meine, du sagst, zumindest kommt es so bei mir an: wer fliegt darf kein Fleisch mehr essen. Hat du das jetzt schon mal umgesetzt oder reden wir hier über potentielle Möglichkeiten, die dann doch lieber die anderen umsetzen sollen.

Jack68
24.11.2012, 13:42
Jetzt kann ich nicht folgen. Du teilst ständig Leuten, die hier antworten, mit, ihre Beiträge seien offtopic, weil sie deine präzise Fragestellung, Kompensation von Flugreisen durch Fleischverzicht, verlassen und sich der Frage nach Kompensationsmöglichkeiten generell widmen, und jetzt führst Du selbst das Aufsammelen von Hundekot als Beispiel an?

Es gab mehrere Hinweise auf sinnlos/sinnhaft der Kompensation...das war die Verbindung!

Beiträge nur Offtopic, wenn es um das Weglassen von Flugreisen geht...das ist ja nicht der Ausgangspunkt.

Nicknacker2
24.11.2012, 13:53
Was meint Ihr dazu?

Willst Du meine ehrliche Meinung hören? ;-) Sorry, aber mit diesem Vorschlag machst Du Peter Altmaier Konkurrenz (Kühlschrank-Abwrackprämie für Hartz4-Empfänger)... :grins:

Vielleicht sollte man hier mal LNT getrennt von Ökobilanzen diskutieren.

Sarekmaniac
24.11.2012, 13:56
Es gab mehrere Hinweise auf sinnlos/sinnhaft der Kompensation...das war die Verbindung!
.

Du hast ein Kompensationsmodell vorgeschlagen und gefragt:


Was meint Ihr dazu?

Vielleicht hättest Du zur Vermeidung von Missverständnissen schreiben sollen:


Was meinen die dazu, die Kompensationsmodelle gut finden?

Trotzdem noch mal die Frage, ob es Bestandteil deines Kompensationsmodells ist, dass bestimmte Personengruppen (in deinem Beispiel: Vegetarier) pauschal privilegiert und von der Kompensationspflicht ausgenommen werden sollen. So beschreibst Du es ja.

Jack68
24.11.2012, 14:09
Willst Du meine ehrliche Meinung hören? ;-) Sorry, aber mit diesem Vorschlag machst Du Peter Altmaier Konkurrenz (Kühlschrank-Abwrackprämie für Hartz4-Empfänger)... :grins:

Vielleicht sollte man hier mal LNT getrennt von Ökobilanzen diskutieren.

:grins:

Interessant, wie fliegende Nichtvegetarier argumentieren!
Danke für Deine Meinung! Du gehörst zu denen, die das Thema gelesen und verstanden haben! Danke!

Wenn auch der Vergleich hart ist! :grins:

Sabine38
24.11.2012, 14:12
Wieviel im Durchschnitt auf einer Anbaufläche wächst kann man messen, aber nicht wieviel Wasser dabei verbraucht wird. Und der Durchschnitt hat genau null Aussagekraft, Mittelwert vielleicht schon eher, aber was man auf alle Fälle nicht kann ist das zu vergleichen. Weideland ist ja meistens Weideland, weil es sich nicht zum Anbau eignet. Almwiesen z.B. oder in anderen Ländern karge Böden auf denen nur Gras wächst, oder wo der Niederschlag nicht ausreicht für Getreide oder eine zu kurze Vegitationsperiode.
Bei uns fressen Rinder vielleicht Kraftfutter, in anderen Ländern nicht, wie willst du das vergleichen? Bei uns kann man sich mit allen möglichen Zusatzmittelchen und dem reichen Angebot an Obst und Gemüse vegan ernähren ohne Mangelerscheinungen, in anderen Ländern nicht, die brauchen Fleisch um gesund zu bleiben.

Entschuldige Matthias, aber der Durchschnitt IST der Mittelwert. Das sagt der Duden zur Wortbedeutung von Durchschnitt:

1. aus mehreren vergleichbaren Größen errechneter Mittelwert in Bezug auf Quantität oder Qualität
2. Mittelmaß als Bezugspunkt für eine Wertung
3. (Fachsprache) Querschnitt
4. (Mathematik) Durchschnittswert

Ob ein Rind Kraftfutter bekommt oder das frisst was es findet ist insofern egal, als dass um die gleiche Menge Fleisch zu produzieren (unter sonst gleichen Bedingungen) auch die gleiche Menge Energie zugeführt werden muss. Ob dies nun in Form von Gras oder Weizen geschieht ist vollkommen egal.

Und nocheinmal: Ich habe nie Vegetarismus propagiert. Das wäre auch recht scheinheilig in Angesicht der Tatsache, dass ich selber Fleisch esse. Aber davon mal abgesehen braucht man keine "Mittelchen" um sich vegetarisch ausgewogen zu Ernähren. Obst, Gemüse, ja, das braucht man. Aber keine Nahrungsergänzungsmittel.



Eben nicht, wie oben schon geschrieben, eignet sich Weideland meistens nicht als Ackerland, sonst hätten das die früheren Generation längst umgewandelt.

Jein. Dem stimme ich so nicht zu. Es gibt durchaus Weideflächen die aus diversen Gründen als Ackerland nicht geeignet sind. Almen wurden aufgezählt und in Dürreregionen findet vielleicht eine Ziege noch was zu Fressen und Wasser wo Weizen (oder auch weniger anspruchsvolles Getreide) nicht mehr wachsen könnte. Gerade in unseren Breitengraden sind jedoch viele Weideflächen durchaus auch als Ackerflächen geeignet und wurden in der Vergangenheit so auch genutzt, jedoch zu Weideland umgewandelt als die Fleisch- und Milchproduktion lukrativer wurde als Ackerbau.



Natürlich muss es nicht Fleisch in Mengen sein, aber nur von Getreide bleibt man nicht gesund. Ich hab noch nirgends gehört, dass jemand CO2 durch Verzicht auf Salatgurken einsparen will, aber genau das CO2 ist plötzlich das Totschlagargument der Vegtarier/Veganer, auch wenn die ihr Grünzeug von überallher rankarren lassen.
Die Salatgurke war eine (zugegeben spöttische) Reaktion auf deinen "Gemüse hat auch nicht viele Kalorien" Einwand, den ich nach wie vor als irrelevant betrachte, da niemand vorgeschlagen hat Nutztierhaltung durch Gemüseanbau zu ersetzen.



Du hast obskure Vergleiche von Wasserverbrauch, Energiegehalt und Nutzflächen gebracht um den "verantwortungsvollen Fleischkonsum" zu untermauern, ich habe die Begründung kritisiert, nicht den verantwortungsvollen Fleischkonsum.
Mir ist nicht klar was an meinen Vergleichen obskur ist. Mir fällt hingegen auf, dass sie dir offensichtlich nicht gefallen, aber das scheint mehr eine reflexartige Abwehrhaltung zu sein, die -- so vermute ich -- daher stammt dass dir irgendwelche Vegetarier diese Argumente um die Ohren gehauen haben um dich zu "bekehren". Das kann ich verstehen, ich werde auch immer zu des Teufels Advokaten wenn jemand versucht mich zu bekehren.

Das macht die Argumente jedoch nicht falsch. Wunderbar kontern kann man das jedoch mit Flugmangos, Äpfeln im Mai und Erdbeeren im Winter usw.. Das hast du ja auch an einer Stelle schon angebracht und natürlich hast du Recht. Auch das ist schädlich. Jedoch macht es den Rest nicht weniger schädlich.

Jack68
24.11.2012, 14:13
Du hast ein Kompensationsmodell vorgeschlagen und gefragt:



Vielleicht hättest Du zur Vermeidung von Missverständnissen schreiben sollen:



Trotzdem noch mal die Frage, ob es Bestandteil deines Kompensationsmodells ist, dass bestimmte Personengruppen (in deinem Beispiel: Vegetarier) pauschal privilegiert und von der Kompensationspflicht ausgenommen werden sollen. So beschreibst Du es ja.

Ich habe das Thema so geschrieben.
Wenn Du ein Thema hast, schreib es, wie Du willst!
Beim Thema Fleischverzicht, war es nicht meine Absicht, Vegetarier zu privilegieren! Es ergab sich einfach so!

Homer
24.11.2012, 14:14
mal zur rechnung aus post#1

fleischkonsum pro monat (http://www.agrarheute.com/ami-fleischkonsum070510) ca. 5kg

co2bilanz von 5kg fleisch (http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimabilanz-ein-kilo-fleisch-verursacht-36-kilogramm-kohlendioxid-a-495414.html): 180kg

co2bilanz 1000km flugreise (http://www.co2-emissionen-vergleichen.de/verkehr/Flugzeug/CO2-Emission-Flugzeug.html) 380kg

man müsste also täglich 350g fleisch nicht essen, um mit einem monat fleischverzicht 1000km nichtflugverzicht zu kompensieren:o:ignore:.

Jack68
24.11.2012, 14:19
?..wer fliegt darf kein Fleisch mehr essen. Hat du das jetzt schon mal umgesetzt oder reden wir hier über potentielle Möglichkeiten, die dann doch lieber die anderen umsetzen sollen.

Wer hat denn gesagt, wer fliegt, darf kein Fleisch essen?
Ich habe heute morgen in einem andere Gesprächsfaden so gedacht...Geld an andere für meine Flugreise Zahlen? Nö! Was kann ich machen, um die Umwelt zusätzlich zu schönen, wennschon wieder fliegen würde.

Ich warte nur auf jemanden, der sagt, "ja, wäre eine Idee!"...und ich werde auch von meinem Selbstversuch schreiben. Diesen Satz schreibe ich jetzt zum 2 oder 3 Mal...das will aber keiner lesen. :grins:

Jack68
24.11.2012, 14:20
mal zur rechnung aus post#1

fleischkonsum pro monat (http://www.agrarheute.com/ami-fleischkonsum070510) ca. 5kg

co2bilanz von 5kg fleisch (http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimabilanz-ein-kilo-fleisch-verursacht-36-kilogramm-kohlendioxid-a-495414.html): 180kg

co2bilanz 1000km flugreise (http://www.co2-emissionen-vergleichen.de/verkehr/Flugzeug/CO2-Emission-Flugzeug.html) 380kg

man müsste also täglich 350g fleisch nicht essen, um mit einem monat fleischverzicht 1000km nichtflugverzicht zu kompensieren:o:ignore:.


Danke für die Zahlen, Deine Rechnung verstehe ich nicht...vielleicht hab ich mich verrechnet, aber mit Deinen Zahlen käme ich auf 5.600 km Flugreisekompensation wenn ich ein Jahr fleischlos lebe!
Die Idee, auf Fleisch zu verzichten als Kompensation für die Flugreise würde doch was bringen...


Laut Bundesverband der Deutschen Fleischwarenindustrie verbraucht jeder Bundesbürger ca. 90 kg im Jahr. (2011 89,2 kg). Andere sprechen von 80 kg.
Nehmen wir mal 85 kg.


CO2-Werte hab ich vom User Homer
Die Fleischwerte fand ich sehr gering...vielleicht hat noch jemand eine genauere Zahl...

85/5*180/380=8,..

Damit könnte ein durchschn. Fleischkonsument durch Nichtkonsum 8.000 km fliegen und hätte beim Flug soviel CO2 erzeugt, wie durch seinen Fleischkonsum pro Jahr...

(ca. UND Durchschnitt, bevor wieder Unruhe ausbricht).

_Matthias_
24.11.2012, 14:43
Entschuldige Matthias, aber der Durchschnitt IST der Mittelwert. Das sagt der Duden zur Wortbedeutung von Durchschnitt:
Ok, ich werde alt und nachlässig. Also nochmal mathematisch korrekt: das arithmetische Mittel (umgangsspr. Durchschnitt) sagt gar nichts aus, da ein sehr guter Wert viele sehr schlechte ausgleichen kann, der Median (den hatte ich gemeint) ist da schon aussagekräftiger da er auch die Verteilung mit einbezieht, beides sind Mittelwerte und es gibt noch ne Menge andere



Ob ein Rind Kraftfutter bekommt oder das frisst was es findet ist insofern egal, als dass um die gleiche Menge Fleisch zu produzieren (unter sonst gleichen Bedingungen) auch die gleiche Menge Energie zugeführt werden muss. Ob dies nun in Form von Gras oder Weizen geschieht ist vollkommen egal.
Eben nicht, das eine, Gras wächst da sowieso, das andere, Kraftfutter wird, meistens unter Zuhilfenahme von Dünger, Pflanzenschutzmitteln, usw. intensiv angebaut und schädigt die Umwelt schon dadurch. Fleisch ist immer "Komprimiertes Grünzeug", deshalb ist es mit Entscheidend ob das Grünzeug selbst nicht verwertbar war, oder ob man das auch schon so hätte essen können. Im ersten Fall wird nämlich menschlich essbares erzeugt, im zweiten Fall reduziert.


Aber davon mal abgesehen braucht man keine "Mittelchen" um sich vegetarisch ausgewogen zu Ernähren. Obst, Gemüse, ja, das braucht man. Aber keine Nahrungsergänzungsmittel.
Ich schrieb vegan, nicht vegetarisch und ja, selbst da geht es ohne Nahrungsergänzungsmittel, aber nicht ohne erheblichen Aufwand, den man hier vielleicht betreiben kann, aber nicht mit lokalem Anbau und nicht als Modell für alle.



Jein. Dem stimme ich so nicht zu. Es gibt durchaus Weideflächen die aus diversen Gründen als Ackerland nicht geeignet sind. Almen wurden aufgezählt und in Dürreregionen findet vielleicht eine Ziege noch was zu Fressen und Wasser wo Weizen (oder auch weniger anspruchsvolles Getreide) nicht mehr wachsen könnte. Gerade in unseren Breitengraden sind jedoch viele Weideflächen durchaus auch als Ackerflächen geeignet und wurden in der Vergangenheit so auch genutzt, jedoch zu Weideland umgewandelt als die Fleisch- und Milchproduktion lukrativer wurde als Ackerbau.
Hier in der Gegend nicht, hier gibt es kaum Weideflächen und wenn dann für Pferde. Und gerade deswegen würde ich die vorhandenen nicht als weitere Ackerfläche sehen wollen. Und was wäre der nächste Schritt? Wälder sind auch ziemlich ungenießbar, platt machen und Felder daraus machen? Oh, Moment, warte, da regen wir uns ja gerade immer drüber auf wenn das in Entwicklungsländern passiert.



Die Salatgurke war eine (zugegeben spöttische) Reaktion auf deinen "Gemüse hat auch nicht viele Kalorien" Einwand, den ich nach wie vor als irrelevant betrachte, da niemand vorgeschlagen hat Nutztierhaltung durch Gemüseanbau zu ersetzen.Genau das war ja meine Frage warum wird nur verlangt Fleisch-Fläche durch Getreide-Fläche zu ersetzen, nicht aber Gurken-Fläche durch Getreidefläche?



Mir ist nicht klar was an meinen Vergleichen obskur ist.
Wo sie her kommen, wie man auf die Werte kommt und für welche Gebiete sie gelten. Außerdem halte ich es für obskur Fleischerzeugung und andere Nahrungserzeugung auf den Wasserverbrauch oder irgend einen anderen einzelnen Wert zu reduzieren und dann zu vergleichen. Im nächsten Schritt, braucht dann 1kg Rindfleisch x Liter Wasser und ein Fahrrad x-1 Liter, also lasst uns Fahrräder essen. Die Nahrungsmittelerzeugung ist viel zu komplex um sie auf wenige Faktoren komprimieren zu können, schon gar nicht auf einen.

Schmusebaerchen
24.11.2012, 14:43
Immer wieder solche Milchmädchenrechnungen beim Thema CO2.

Das Problem ist nicht, wie viel CO2 freigesetzt wird(denn CO2 kann nicht entstehen). Sondern wie viel Prozent freigesetzt werden im Verhältnis zu dem, was eingelagert wird.

Ein konkretes Beispiel: Das allseits "geliebte" E10 soll unser Klima retten. Da es ja aus Erneuerbaren Rohstoffen gewonnen wird klingt es schön grün.
Wo sich in unserer Regierung(und die vielen Fachzeitschriften) anscheinend keiner drüber Gedanken gemacht hat: Die Pflanzen(welche man auch dafür nimmt, theoretisch alles möglich) sammeln in ihrem Wachstum CO2. Dann werden sie geerntet und verbrannt. CO2 wird freigesetzt.

Wie viel CO2 habe ich eingespart? Richtig 0!

Aber es kommt noch dicker. Für E10 werden Regenwälder gerodet. Hier muss man das sicher nicht erklären, aber dennoch: Regenwald=viele Pflanzen auf engstem Raum -> viel CO2 kann gespeichert werden. Feld=viele Pflanzen, aber nur geringe Höhe, einzeln stehend, Straßen, Wege -> viel weniger Pflanzen/Raum und damit kann weniger CO2 gespeichert werden.

Folglich: E10 schadet mehr, als das es bringt.

Wie ist das mit der Kuh: Die lila Milka Kuh frisst Pflanzen, nimmt CO2 auf, pubst ein mal kräftig und entlässt die Gase in die Atmosphäre. Pflanzen nehmen CO2 auf, welche die Kuh wieder frisst.

Wie viel CO2 sparen wir ein, wenn wir komplett auf tierische Nahrung verzichten? Richtig 0!

Als Schlussfolgerung müsste man jetzt darauf kommen, dass CO2 Ausstoß vermindern nur ein Teil ist, der aber allein absolut nichts bringt. Erst mit der Relation Ausstoß/Einlagerung wird ein Schuh draus. Weiterhin müsste man jetzt Schlussfolgern gibt es 2Möglichkeiten:
1. Eine riesige Maschine entwerfen, um dann sagen zu können "Beam me up Scotty" ..ich meinte natürlich CO2 auf den Mars zu beamen, damit es weg ist. Dafür halte ich die Menschheit aber einfach zu dumm.

2. Die Relation von CO2 Einlagerung und Ausstoß auf 1 oder weniger zu fahren. Dass man dazu nicht in der Lage ist zeigt sich auch überall. Man muss sich nur mal anschauen, wie viel Bäume in den letzten Jahren in deutschen Städten und Wäldern gefällt wurden. Erschreckend. Vom Regenwald ganz zu schweigen.
Desweiteren, wie ganz einfache und günstige Energiespartipps umgesetzt werden:
-Bei einer roten Ampel/Ortschaft rechtzeitig vom Gas gehen.
-Lieber mal nen Pulli anziehen, statt die Bude auf 25°C zu heizen
-Schaltbare Steckdosenleisten
-...

Und noch ganz nebenbei: Vor zich Milliarden Jahren war die Atmosphäre auch schon mal voller CO2. Da gab es keine Menschen, Flugzeuge oder lila Kühe. Aber auch keine Bäume(Wink mit dem Zaunspfahl).



a) Wenn jetzt alle Menschen plötzlich Vegetarier würden, um weiterhin in Urlaub zu fliegen: Würde die weltweite landwirtschaftliche Fläche reichen, uns alle ohne Fleisch zu ernähren?
Ja weil Kühe auch Lebewesen sind, die etwas essen wollen. Schätzungen zu folge könnten auf der Erde 1Milliarde Menschen angenehm Leben, das heißt mit Natur wie Regenwald und Fleischkonsum und parallel auch einige Tiere. Andere Schätzungen gehen von 1000 Milliarden Menschen aus, die gerade so auf der Erde "existieren" könnten. Dann aber der ganze Planet als Futterquelle und keine anderen Tiere geduldet.
Wird Tragfähigkeit der Erde genannt. Dabei muss man natürlich ALLE Tiere berechnen, denn der Mensch ist auch ein Tier.

Folglich: Weniger Kühe = mehr Menschen. CO2 gespart? Nein


b) Ist wirklich der Fleischkonsum an sich schädlich oder sind wir einfach zu viele Menschen auf der Welt?
Siehe weiter oben.


c) Sind wir wichtig?
Natürlich bin ich wichtig. :beleidigt:
Spaß beiseite. Es hat tausende Jahre gedauert, bis der Mensch entdeckt hat, dass er nicht der Mittelpunkt der Existenz/Universums ist. Es wird noch tausend Jahre dauern, dass er begreift, dass er auch nur ein Tier ist.

Schlusswort: Wird weiterhin versucht mit solchen Milchmädchenrechnungen die Welt zu retten, dann rettet nicht der Mensch die Welt, sondern die Welt rettet sich vor dem Menschen. Die Ozonschicht wird nach zich Milliarden Jahren wieder entstehen und dann hoffentlich intelligenteren Lebewesen einen Lebensraum bieten.

Bevor jetzt jemand hier rummeckert: Ja ich zähle mich auch zu der dummen Menschheit dazu.

_Matthias_
24.11.2012, 14:45
Ich warte nur auf jemanden, der sagt, "ja, wäre eine Idee!"...und ich werde auch von meinem Selbstversuch schreiben. Diesen Satz schreibe ich jetzt zum 2 oder 3 Mal...das will aber keiner lesen. :grins:
Doch, das liest jeder, jedes Mal, aber keiner hält es für "eine Idee" :baetsch:
Wenn du von deinen Erfahrungen berichtest wird das vielleicht anders ...

Dominik
24.11.2012, 14:49
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