Alpenüberquerung ohne Massenschlafsaal möglich? oder anderer Weg ans Mittelmeer?

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  • highfish
    Erfahren
    • 16.04.2014
    • 444

    • Meine Reisen

    Alpenüberquerung ohne Massenschlafsaal möglich? oder anderer Weg ans Mittelmeer?

    Moin.

    So ganz am Zeithorizont wird unsere lang gewünschte Weitwanderung sichtbar...
    Bisherige Vorgabe:

    zu Hause losgehen
    am Mittelmeer ankommen (je nach Zeitmöglichkeit dann noch etwas weiter)
    (möglichst) durchgängig selber hingehen

    Nun scheint sich das Problem zu zeigen, dass für wandernde menschen in den Alpen oft nur Mehrbettzimmer oder Matrazenlager zur Übernachtung angeboten werden. - Das scheint uns grauslicher als zu Zelten. - Bisheriger Plan wäre so ca. abwechselnd zu Zelten und in nem 2-Bett-Zimmer zu nächtigen.

    Erscheint das jemandem hier im Forum so ca. auf der Strecke Sonthofen- Brescia möglich?
    Oder könnte man das eher hinbekommen, wenn man so diagonal durch Frankreich, ca. zwischen Straßburg - Montpellier liefe (aktueller Plan B, der vielleicht auch wettersicherer weil niedriger erscheint) ?

    Vielen Dank!
    highfish aus'm Schneesturm
    it takes all kinds to make a world

  • Taunuswanderer

    Vorstand
    Fuchs
    • 19.01.2018
    • 1709

    • Meine Reisen

    #2
    Falls das Übernachten in den Ortschaften (bzw. ortschaftsnah) eine Option ist, ist das eher kein Problem. In den Alpen gibt es noch einige einfache Gasthäuser/Pensionen im unteren Preissegment, zum Teil mit Gemeinschaftsbad. Einige (moderne) Hütten bieten auch Zweibettzimmer. Bei meiner Tour auf Teilen des Trans Swiss Trails habe ich zum Teil für 50 CHF im EZ übernachtet (Frühstück inklusive). Klar, die Schweiz ist kein Niedrigpreisland, aber wenn man sich ein wenig in Verzicht übt, geht sich das aus.
    Für Ö/IT fehlen mir jetzt aktuelle Erfahrungen bezüglich Langstrecke, aber die letzten Recherchen führten zu ähnlichem Ergebnis mit günstigeren Preisen.
    Dies ist keine Signatur.

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    • Wafer

      Lebt im Forum
      • 06.03.2011
      • 5357

      • Meine Reisen

      #3
      Hallo Highfish.

      Generell erscheint mir das nicht unmöglich! Erstaunlich viele Hütten haben solche Möglichkeiten. Sehr viele Hütten haben in dieser Richtung in den letzten Jahren aufgerüstet. Auch wenn das Vielen nicht so gut gefällt. Was die Sache aber schwierig machen dürfte: wenn du am Nachmittag ohne Anmeldung reinschneist werden die kleinen Zimmer meist schon belegt sein. Du solltest also vorher reservieren. Und du solltest einen Bogen um die ganz großen AV-Hütten machen. Auf meiner Tour auf dem E5 war ich meist so wie von dir gewünscht untergebracht. Sehr viele Hütten haben in den letzten Jahren in dieser Richtung aufgerüstet. Auch wenn das Vielen weniger gut gefällt. Für etliche Bergsteiger gehört zu einer echten Bergtour eine asketische Unterkunft. Ökologisch sowie logistisch sind Doppelzimmer bzw. Betten in der Regel immer aufwendiger. Daher wird dein Wunsch immer seltener umsetzbar sein, je höher du übernachtest.
      Und Vorsicht: Auf AV-Hütten bedeutet Bett nicht zwingend kleine Einheiten und vor allem auch nicht, dass Bettzeug da ist. Ich habe in der Vergangenheit öfter mal ein Bett gebucht und lag hinterher in einem 8-Personen-Lager, das kürzlich renoviert wurde und wo man nur nicht ganz so dicht liegt wie in Massenlagern.

      Gruß Wafer

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      • Becks
        Freak

        Liebt das Forum
        • 11.10.2001
        • 18754

        • Meine Reisen

        #4
        Zitat von highfish Beitrag anzeigen
        Moin.

        So ganz am Zeithorizont wird unsere lang gewünschte Weitwanderung sichtbar...
        Bisherige Vorgabe:

        zu Hause losgehen
        am Mittelmeer ankommen (je nach Zeitmöglichkeit dann noch etwas weiter)
        [...]
        Das scheint uns grauslicher als zu Zelten. [...]
        Erscheint das jemandem hier im Forum so ca. auf der Strecke Sonthofen- Brescia möglich?
        Öhm. Brescia liegt nicht am Mittelmeer, und was an einem Zelt grausig sein soll, erschliesst sich mir nicht. und Sonthofen als Startort kommt mir nur in den Sinn, weil ihr ev. den E5 gegoogelt habt, der da über die Alpen geht.

        Am E5 dürfte das mit Zweibettzimmer eher kein Problem sein, sofern man früh genug bucht. der E5 ist nämlich gut belagert, und daher ist z.B. die Kemptner Hütte deswegen nicht umsonst die DAV Hütte mit den meisten Übernachtungen pro Jahr, und das, obwohl sie keine Wintersaison besitzt.

        Meine Meinung: wers braucht. Mir wäre das viel zu viel Trubel, wenn ich mit der Sorte Mensch von Haus zu Haus, Hütte zu Hütte und Kaff zu Kaff ziehen müsste, welcher sich mit guter Wahrscheinlichkeit dem Hype "Alpenüberquerung" und somit mit ziemlicher Sicherheit den E5 antut. Der gleiche Typ dürfte auch auf dem Pilgerweg zum Kompost anzutreffen sein. Soweit ich gelesen habe, ist der wichtigste Aspekt dort bei der Wahl der Unterkunft mittlerweile die Internetanbindung (noch vor Dusche und weit vor gutem Essen), damit man zeitnah daheim auf Instagramm berichten kann, was man denn heute wieder so erledigt hat.

        Ich glaube, ich würde mir da eher einmal den GTA bzw. teile davon ansehen, und mir ev. passend zum eigenen Geschmack die Route umlegen. Der GTA startet so halb offiziell am Nufenenpass, was ja schon quasi "über die Alpen drüber" ist. Den kann man nordwärts aber z.B. über den B1 erweitern. Der ist auf Zelt/Talunterkunft ausgelegt.
        Zum Startort im Alpstein fährt man entweder, oder man startet z.B. in Romanshorn am Bodensee (per Fähre erreichbar), geht von dort zur Sitter (Fluss), folgt dem Sittertal aufwärts (Campingplätze unterwegs, nettes Tal), geht ev. noch ein Stück dir Urnäsch entlang und peilt dann Gonten, Eischen oder Appenzell an (hier Zeltplätze und Unterkünfte). Dann ist man schnell beim Einstieg.

        Von Airolo (Ende B1) gibt es dann ein paar nette Etappen zum Nufenenpass. Entweder das Tal R. Nufenenpass auf der Südseite oberhalb der Strasse entlang (mit Pause auf der Corno Gries), oder zur Cap. Cristallina, weiter über die Boc. die Valle Maggia zur Corno Gries - oder etwas abgekürzt südlich um die corno Gries rum.


        After much research, consideration, and experimentation, I have decided that adulthood is nothing for me. Thank you for the opportunity.

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        • bananensuppe
          Erfahren
          • 13.08.2006
          • 390

          • Meine Reisen

          #5
          Ihr könnt auch die Französischen Alpen einbauen. In den Nationalparks ist biwakieren meist erlaubt. Ansonsten gibt es in FR viele Campingplätze, Gite d'Etappe (manchmal auch mit Biwakplatz), einfache Hütten.
          Von Deutschland aus würde ich (im Sommer) vermutlich auch über den B1 starten.

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          • highfish
            Erfahren
            • 16.04.2014
            • 444

            • Meine Reisen

            #6
            Vielen Dank an alle Antworter!

            wir haben nicht vor den E5 oder sonst wichtigen oder vollen Weg zu gehen, sondern (schon schönen Wegen folgend aber sonst ohne allzuweite Abweichungen) geradeaus von hier nach Süden zu gehen, so dass wir nach ca. 1000 km Luftlinie am Mittelmeer ankommen. Also Kein L oder B 1 oder E oder Traumapfad sondern, wenns glückt vielleicht ein h50 (Weg den highfish mit 50 ging).
            Zelten *kann* grauslich sein (findet vor allem die Mitreisende) Schlafsääle/ Lager scheinen uns beiden das aber jedenfalls zu sein.

            Grüße!
            highfish
            it takes all kinds to make a world

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            • Lofwyr
              Gerne im Forum
              • 05.04.2020
              • 53

              • Meine Reisen

              #7
              Dann solltet ihr euch vielleicht erstmal eine grobe Route überlegen. Sonst wird es doch arg schwierig irgendwas zu empfehlen.

              Kommentar


              • MLO
                Erfahren
                • 13.02.2017
                • 107

                • Meine Reisen

                #8
                Vorschlag (beginnt nicht hier und nicht in Sonthofen):
                "Am Südufer des Genfersees beginnt die bekannteste Teilstrecke des GR 5, die Grande Traversée des Alpes, die über 660 km durch die Westalpen (Montblancgruppe, Grajische Alpen, Cottische Alpen und Seealpen), durch einsame Täler und Naturparks, bis nach Nizza führt. Teile dieser Trasse werden auch von dem neueren, alpenweiten Wegenetz Via Alpina genutzt. Von den Seealpen zum Mittelmeer bevorzugen viele Wanderer den GR 52 von Saint-Dalmas de Valdeblore nach Menton.

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                • elgu
                  Anfänger im Forum
                  • 13.09.2012
                  • 35

                  • Meine Reisen

                  #9
                  Vielleicht gibt's auf Deinem Weg Zeltplätze, die Hütten anbieten. Dann brauchst kein Zelt mitschleppen, Schlafsack reicht.
                  Such mal bei https://www.camping.info/de

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                  • Becks
                    Freak

                    Liebt das Forum
                    • 11.10.2001
                    • 18754

                    • Meine Reisen

                    #10
                    Zitat von MLO Beitrag anzeigen
                    Vorschlag (beginnt nicht hier und nicht in Sonthofen):
                    "Am Südufer des Genfersees beginnt die bekannteste Teilstrecke des GR 5,
                    Will er nicht, es muss Sonthofen sein. Sonst könnte man auch den B1 gehen. Dazu gibt es hier im Forum eine komplette Routenbeschreibung, die Route ist für Zelt/Gasthof ausgelegt und sie geht über die Alpen. Da es aber die falsche stelle ist (und genf noch weiter vom Schuss liegt): ausgeschlossen.

                    After much research, consideration, and experimentation, I have decided that adulthood is nothing for me. Thank you for the opportunity.

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                    • Vegareve
                      Freak

                      Liebt das Forum
                      • 19.08.2009
                      • 13984

                      • Meine Reisen

                      #11
                      Zitat von highfish Beitrag anzeigen
                      Also Kein L oder B 1 oder E oder Traumapfad sondern, wenns glückt vielleicht ein h50 (Weg den highfish mit 50 ging).
                      Dann sind wir gespannt auf deinem Bericht! So eine Route zu planen ist nicht ganz trivial, andere haben jahrelang daran getüftelt . Willst Du nicht darauf zurückgreifen, musst Du halt selber an die Planung ran.
                      "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

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                      • Schattenschläfer
                        Fuchs
                        • 13.07.2010
                        • 1149

                        • Meine Reisen

                        #12
                        Naja, mit genug Zeit, Lust und Geld eigentlich nicht sooo schwierig.. Wenn die Route nicht so genau feststeht und ihr flexibel bleiben wollt, würde ich auf jeden Fall so packen, dass ich nicht auf Hütten und Gasthöfe angewiesen bin, sondern mir eher als Luxus oder bei echt schlechtem WEtter mal eine Übernachtung rauslassen kann. Kartenmaterial muss halt entspr. vorhanden sein und auch zwischendurch immer wieder studiert werden.
                        Natürlich muss man dementsprechend mehr schleppen, Wenn Schlafsack, Isomatte, Kocher, Geschirr und optional Zelt dabei sind. Geht natürlich alles, muss man halt Lust drauf haben. Haben Alpenüberquerung nach Venedig weitgehen autark gemacht, wenn man recht sparsam packt und auf einiges verzichten kann, durchaus möglich. Wenn ich allerdings Übernachtungen im Zelt und im Matratzenlager unangenehm fände, hätte ich vermutlich weniger Spaß, so etwas über einen Monat am Stück zu machen.

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                        • donjohannes
                          Gerne im Forum
                          • 07.04.2015
                          • 74

                          • Meine Reisen

                          #13
                          Zur Frage nach einer eigenen Route:
                          Bin 2018 die Alpen auf einer eigenen Route der Länge nach gelaufen und im Zickzack in 117 Gehtagen auf 4300km (und 174.000 hm im Aufstieg) gekommen. Die Route wurde mit Garmin Basecamp und Openmtbmaps am PC geplant. Es wurden keine Quartiere im Vorfeld reserviert (geht nicht bei einem so langen Weg) Allerdings hab ich nicht nach 2 Bett Zimmern Ausschau gehalten und habe bevorzugt im Zelt genächtigt. Die Planung hat nicht extrem lange gedauert. Die meiste Zeit habe ich in die Recherche der 200 Zwischenziele gesteckt (weil das ganze eine "Dienstreise" war). Also machbar ist das Zusammenstückeln von eigenen Wegen auf jeden Fall. Einfach Fixstationen wählen und dann den Weg entsprechend legen. In der Regel beinhalten die openmtbmaps Angaben zur SAC Skala. Das erleichtert die Einschätzung des Terrains. Ein bisschen mehr Vorsicht muss man in Italien walten lassen, weil dort nicht alle verzeichneten Wege noch existieren. Manchmal helfen Google Satellitenbilder zur Verifizierung und die Suche nach lokalen Angaben (wenn man Italienisch kann)

                          Zur Frage eine "ruhigen" nicht überlaufenen aber ausgeschilderten Alpenüberquerung:
                          Generell sind die Westalpen ruhiger, einsamer, höher und schöner (subjektiv gesprochen, aber was soll ich sagen: ich wohne ja dort). Die GTA und der GR5 wurden als weit weniger frequentierte Varianten zu den üblichen "Traumpfaden" über die Ostalpen etc schon genannt. Die GTA (wenn wer dort als Weitwanderer unterwegs ist, dann kommt er übrigens fast immer aus DE) hat Infrastruktur und weil die Täler im Süden quer laufen geht es jeden Tag auf einen Pass und wieder in einen Ort hinunter (oft sehr klein), aber nicht schlecht, wenn man eine Bleibe sucht. Auch die Posti Tappi (sehr einfache Unterkünfte) sind nach m.E. selten überfüllt. Oft bekommt man im Restaurant den Schlüssel und ist dort völlig allein (je nach Reisezeit). Ist kein Zweibettzimmer, aber im Effekt das gleiche, wenn man keine Komfortansprüche hat. Aber ohne Zelt würde ich persönlich so einen Weg nicht gehen wollen. Denn wenn mal eine Hütte voll ist bekomm ich beim Geschnarche im Matratzenlager kein Auge zu. Der GR5 und die Gebiete, durch die er läuft sind stärker als die italienische Seite von einer Wanderkultur geprägt (Franzosen lieben Weitwandern - wenn auch nur wenige den ganzen GR5 machen. Aber sie sind oft wochenweise unterwegs wie am GR58 etc) - d.h. mehr Leute auf Hütten aber auch größere gesetzliche Freiheiten beim Zelten.

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                          • Flachlandtiroler
                            Freak
                            Moderator
                            Liebt das Forum
                            • 14.03.2003
                            • 23792

                            • Meine Reisen

                            #14
                            Zitat von donjohannes Beitrag anzeigen
                            Zur Frage eine "ruhigen" nicht überlaufenen aber ausgeschilderten Alpenüberquerung:
                            Generell sind die Westalpen ruhiger, einsamer, höher und schöner
                            ACK. Die Ostalpen sind dicht besiedelt und stark touristisch erschlossen. Die West- und vor allem Südalpen sind teilweise regelrecht von Landflucht geprägt. Klar gibt's punktuell auch diese Retorten"dörfer" mit Skitourismus, aber dagegen stehen große Gebiete, die noch sehr ursprünglich sind.
                            Den Widerspruch zwischen "ich will es ruhig" und "ich will es komfortabel" kann ich allerdings auch nicht ausräumen.
                            Meine Reisen (Karte)

                            Kommentar


                            • Schattenschläfer
                              Fuchs
                              • 13.07.2010
                              • 1149

                              • Meine Reisen

                              #15
                              Zitat von Flachlandtiroler Beitrag anzeigen
                              Den Widerspruch zwischen "ich will es ruhig" und "ich will es komfortabel"
                              Woraus liest du das? Dass sie nicht ins Lager wollen und eigentlich auch nicht so viel Lust auf Zelt haben?

                              Wenn´s mal ein, zwei Tage geregnet hat (kommt ja auf 6 Wochen sicherlich mal vor), dann wird man das vielleicht auch anders sehen und sich gerne ins warme / trockene Lager legen..

                              Kommentar


                              • Becks
                                Freak

                                Liebt das Forum
                                • 11.10.2001
                                • 18754

                                • Meine Reisen

                                #16
                                Zitat von donjohannes Beitrag anzeigen
                                Die Planung hat nicht extrem lange gedauert.
                                ...und für den B1 sind 4 Jahre ins Land geflossen, in denen ich zig Varianten erkundet/ausprobiert habe, um daraus die schönste Route zu basteln.

                                Wenn ich nur über die Alpen will, dann stelle ich mich hier einfach an die A13 auf Höhe Bregenz und gehe in Richtung Süden. Am Ende der A13 bei Bellinzona bieg ich auf die A2 bis Chiasso ab und tingel dann noch ein paar Kilometer durch Italien durch und bin am Ziel. Spart jegliche Planung, schon weil ich entlang der Autotrasse dauern an Hotels entlang der Strasse vorbei komme.

                                After much research, consideration, and experimentation, I have decided that adulthood is nothing for me. Thank you for the opportunity.

                                Kommentar


                                • bananensuppe
                                  Erfahren
                                  • 13.08.2006
                                  • 390

                                  • Meine Reisen

                                  #17
                                  Zitat von highfish Beitrag anzeigen
                                  Moin.

                                  zu Hause losgehen
                                  am Mittelmeer ankommen (je nach Zeitmöglichkeit dann noch etwas weiter)
                                  (möglichst) durchgängig selber hingehen

                                  Oder könnte man das eher hinbekommen, wenn man so diagonal durch Frankreich, ca. zwischen Straßburg - Montpellier liefe (aktueller Plan B, der vielleicht auch wettersicherer weil niedriger erscheint) ?
                                  Vogesen, Jura, über den GR65 ins Zentralmassiv bis Le Puy-en-Velay. Dann auf einem der vielen GR's bis ans Mittelmeer. Da könnt ihr die Campingausrüstung theoretisch auch zu Hause lassen.

                                  Kommentar


                                  • donjohannes
                                    Gerne im Forum
                                    • 07.04.2015
                                    • 74

                                    • Meine Reisen

                                    #18
                                    Zitat von Becks Beitrag anzeigen

                                    ...und für den B1 sind 4 Jahre ins Land geflossen, in denen ich zig Varianten erkundet/ausprobiert habe, um daraus die schönste Route zu basteln.
                                    Dann ist es sicher ein toller Weg geworden und ich wünsche dir, dass viele auf deinen Erfahrungen aufbauen können und am B1 Freude haben werden.
                                    Ich selbst seh das nicht so tragisch: welcher Weg kann schon all das Schöne auf eine Linie setzen? Geh ich auf dem einem Grat, muss ich einen anderen auslassen. Ich plane immer zuerst die must-sees, dann die Logistikpunkte und die weiteren Ziele, und lege dann die Route über die besten oder vernünftigsten Wanderwege, die das Wegnetz hergibt (manchmal mit Witterungsalternativen, wenn es sehr hoch hinaus geht). In den Alpen gibt es da eine unendliche Auswahl (auch jenseits der A13). Nach 24000 km auf Weitwanderwegen (hauptsächlich auf eigenen Routen) ist mein Fazit: Auch nach der besten Planung und der Wahl des "objektiv" schönsten Weges kann 4 Wochen Gewitter und Regen den herrlichsten Abschnitt in den härtesten verwandeln, während 10 Kilometer "Überbrückungs-Hadscher" auf Asphalt durch ein Tal zu einer netten Begegnung führen kann, von welcher man tagelang zehrt. Der Mensch denkt, Gott lenkt.
                                    Aber mein Anspruch ist natürlich nicht, die bestmögliche Route für andere zu erschaffen (Kompliment für deinen Einsatz, wenn ich das richtig gedeutet habe), sondern bloß meinen eigenen Weg zu gehen. Demnächst bei mir zB. im Programm: die 50 schönsten (Felsen)Einsiedelein in den Abruzzen/Latio/Umbrien auf einem Runderwanderweg mit ca. 1300km. Planungsdauer für die Route (schon fertig) nahm 1 Woche in Anspruch. Schritt 1: alle Einsiedelein der Region markieren und die schönsten hervorheben. Die schönsten bekannten Naturattraktionen und kulturellen Punkte markieren. Schritt 2 Mögliche Resupply-Points markieren und Wasserstellen zwischen den Stationen. Schritt 3: Sinnvolle Verbindungswege auf der Karte entlang der Wanderwege nachfahren (mit besonderer Berücksichtigung von nutzbaren Hauptwegen, wo solche existieren: hier also: Pilgerwege, Sentiero Italia, E1 etc - Kammwege bekommen bei mir immer den Vorzug). Relevante Öffnungs- und Schließzeiten in eine Tabelle gepackt. Fertig. Manche der möglichen Ziele liegen zu umständlich und fallen raus. Die besucht man ein andermal. Wie gesagt, ich nehm das nicht so tragisch. Der schönste Weg ist am Ende ja nicht der, den man plant, sondern der, den man geht. Solang sich die Füße bewegen bin ich schon ganz glücklich. Aber andere haben natürlich andere Anforderungen. Das ist ok.

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                                    • Becks
                                      Freak

                                      Liebt das Forum
                                      • 11.10.2001
                                      • 18754

                                      • Meine Reisen

                                      #19
                                      Nun, wenn ich selber einfach los will, dann pack ich abends den Kram und bin am nächsten Tag unterwegs. Ich bin da recht flexibel bei der Schlafplatzwahl und habe auch schon mehrfach einfach auf dem Fussgängerweg in irgendeiner Stadt geschlafen. Auch bei der Wegwahl bin ich recht unzimperlich und gehe auch einfach mal im Hochgebirge querfeldein, ohne Pfade, und bekomm nicht einen Panikanfall, wenn es mal weglos im T5 oder schwierigeren Gelände irgendwo rauf oder runter geht.

                                      Wenn es aber darum geht, etwas zusammen zu basteln, was andere nachmachen können/sollen, dann gehört eine Menge Planung rein. Der Weg soll möglichst attraktiv sein (nicht im Sinne von " Qualitätswanderweg Deutschland"), Abwechslung, Aussicht und Natur bieten, dazu sinnvolle Etappen aufweisen, mit Zwischenverpflegungsmöglichkeiten alle paar Tage, Ausweichs- und Abbruchswegen bei schlechtem Wetter, und oben drauf noch Varianten für Bergziegen, die auch mal etwas Hand am Untergrund anlegen wollen.

                                      Dann muss alles abgewandert und dokumentiert werden, damit man nicht aus Versehen beim alleinigen Kartenstudium eine schwere Stelle übersehen hat, vor der in der Routenbeschreibung nix steht, und wo sich dann jemand drüber aufregt oder abbrechen muss, der im blinden Vertrauen der Anleitung folgt. Ich glaube, alleine für das, was als Tagesetappe zw. Wildhaus und Murg letztendlich zu Papier kam, dürfte ich rund eine Wanderwoche auf allen möglichen Etappen in den Churfirsten unterwegs gewesen sein, und habe obendrein noch manche Stunde mit Taschenrechner und Papier die Varianten durchgerechnet.

                                      Und jetzt kann ich den B2 irgendwann mal anfangen - von Airolo nach Macugnaga
                                      After much research, consideration, and experimentation, I have decided that adulthood is nothing for me. Thank you for the opportunity.

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                                      • basstardo
                                        Erfahren
                                        • 04.12.2013
                                        • 251

                                        • Meine Reisen

                                        #20
                                        Zitat von Becks Beitrag anzeigen
                                        Und jetzt kann ich den B2 irgendwann mal anfangen - von Airolo nach Macugnaga
                                        Welcher je nach Routenführung absolut zum Empfehlen ist. Bin den ja auch schon gelaufen und hab ab Riale die Routenführung der GTA teilweise ausgelassen, da geht es sogar noch was einsamer und statt über Antronpiana dann oberhalb auf der "alten" GTA Strecke bis Monte Moropass und dann runter. Das Stück ab Macugnaga nach Alagna (Tour Monte Rosa) ist auch fein. Hier kann man zB ab Alagna dann die GTA zurück nach Macugnaga gehen. Oder wer noch nicht genug hat, geht weiter ins Aostatal und steigt auf der Alta Via No. 1 ein ... und so weiter und so fort

                                        Hier die Strecke, wie ich sie schon gelaufen bin:

                                        https://www.outdooractive.com/de/route/wanderung/airola-macugnaga/201185193/?share=%7Ezpwptwkg%244ossgoip

                                        By the way: aktuell plane ich für Sommer die Walker`s Haute Route. Sollte sich das zerschlagen, werde ich vllt. tatsächlich mal den B1 am Stück laufen. Hab zwar schon einige Teilstück durch, aber hier würde ich sogar ab Rorschach laufen. Mal schauen ...

                                        :: FlickR ::

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