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  • bazzmonsta
    Anfänger im Forum
    • 21.05.2005
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    • Meine Reisen

    [NO] Hardangervidda - Finse nach Geilo

    Tourentyp
    Lat
    Lon
    Mitreisende
    Dann will ich hier auch mal einen Bericht einstellen. - Es gibt hier durchaus den ein oder anderen Bericht, der mich zu dieser Tour animiert hat.

    Kurze Vorgeschichte:
    Ich (m, 35, solo) wollte diesen Sommer mal wieder "richtig" Urlaub machen. Nicht nur ne Woche nach XY jetten und sonstwas tun. 3 Wochen konnte ich mich frei machen. Und da wollte ich mit meinem Bussle ab in den Norden fahren. Road Trip to north cape. Und dann auf dem Rückweg in die Vidda und dort ne schöne Tour machen. Autark.
    So der Plan. Im Groben.
    Fehlte nur das ein oder andere Ausrüstungsteil. Also frühzeitig mit Findung / Beschaffung / Test angefangen. Und doch am Ende wieder Spitz auf Knopf rausgekommen. Wollte ich doch den gepackten Rucksack komplett ins Auto packen, auf einigen Wochenendtouren vorabgetestet. Stiefel eingelaufen. Alles geprüft, gewogen, durchdacht...
    Jaja ... wenn da nicht noch ewige Lieferzeiten, Wahnsinnstress im Geschäft und die üblichen "hätte/könnte/sollte" wären.
    Kurz gesagt: Mittwoch begann der Urlaub. Bis Dienstag abend hatte ich den Bus soweit mit Schlafstätte und Kühlbox einsatzbereit zu sein. Den Rest habe ich Mittwoch morgen in Kisten geworfen. In der Hoffnung alles dabei zu haben um Unterwegs weiter die Tour vorbereiten zu können.
    Im Hinterkopf immer die Ansage 3 Wochen Zeitfenster abzüglich ~7500km Fahrt abzüglich ~10 Tage Tour in der Vidda abzüglich 2 Reservetage für die Vidda - da bleibt nicht viel Puffer. Daher Mittwoch 12:00 Uhr Abfahrt aus Süddeutschland. Dann über Dänemark, Mautbrücken nach Schweden. Mitten durch Schweden, ein Streifen Finnland, Norwegen - NORDKAP - Samstag 17:30 Uhr - mal kurz hochgefahren -
    und durch Norwegen - Alta - Narvik - Fauske - Trondheim - Dombas - Geilo - wieder zurück - um am Dienstag den 15:51 Uhr Zug nach Finse zu bekommen.
    Das war ein Erlebnis für sich. Wollte ich schon immer mal machen. Aber die Hauptattraktion sollte doch die Vidda sein.
    So bin ich gegen 12:00 Uhr in Geilo angekommen. Die Suche nach einem geeigneten Parkplatz für ~10 Tage stellte sich als nicht ganz so einfach wie gedacht heraus. Baustelle hier, Baustelle da. Der Ort ist ja nicht wirklich groß. Nur fand ich den in Google Maps ausgekuckten Platz am Bahnhof nicht. Bin dann auf dem großen Parkplatz mitten im Ort gelandet. _ No camping - wie an so vielen Stellen auf meiner Tour - aber mein Bussle ist ja neutral. Ticket geholt (der Automat wird vom Personal empfohlen :-) - die freundliche Dame musste dann aber doch zum Wechseln ran (117 NOK kostet das Ticket - akzeptieren tut der Automat dafür nur max 200 NOK Scheine - wer Nachts kommt sollte das berücksichtigen). Und dann wieder zum Auto um den Rucksack zum ersten Mal komplett zu packen.
    Noch knapp 3h Zeit - und das verfügbare Volumen schien irgendwie viel zu klein.
    Nach x-mal umpacken konnte ich es drehen und wenden wie ich wollte. Das Zelt musste außen dran, die Jacke auch - so war das nicht gedacht. Hatte ich doch bei eigentlich allem reduziert, leichter gemacht, eingespart, Kalorien kalkuliert. Futter für 10 Tage war ein riesen Batzen. Um nicht zu sagen: 2 Batzen - so hatte ich es aufgeteilt. 65 Liter Rucksackvolumen konnten nicht mal so gesprengt werden.
    Egal, die Zeit rennt. Der Zug wartet nicht. Material geschultert, letztes Mal gecheckt, ob wirklich alles dabei ist. Ab in den Zug - Rucksack ist jetzt natürlich zu üppig für die schmale Gepäckablage - vor den Füßen ging er noch grad so hin - bis Finse geht´s.
    In Finse angekommen - strahlender Sonnenschein - es sieht echt aus wie in der Webcam, die ich seit Monaten immer wieder befrage - habe Handyempfang und tätige die letzten Außenweltkontakte - und winke meiner Schwester über die Webcam zu - es ist ~17:00 Uhr. Ich trotte los Richtung Rembesdalseter. Die eine Vorbereitungstour, die ich mit deutlich leichterem Gepack machen konnte hatte mir das Ergebnis gebracht, dass nach etwa 35km meine Knie mit Schmerzen drohen. Somit hatte ich meinen Grobplan auf etwa 20km Tagesleistung reduziert. Wo auch immer ich dann sein sollte. Ich bin alleine, habe alles dabei - und bevor ich mich gedanklich selbst zerfleische wollte ich lieber ewig gehen im Schneckentempo. So ging es daher im SloMo den Rallarveign entlang. Dann links abwärts Richtung See und irgendwann auch mit Blick auf die erste Brücke. Hier kam mir das erste Päarchen entgegen. Natürlich aus Deutschland - das sollte mich die nächsten Tage immer weniger wundern. Wir tauschten uns kurz aus - wo kann man Zelten - Wasserversorgung - Wetter - Rucksackgewichte - all die Dinge mit denen man wie es mir schien nur aus erster Hand wirklich Infos bekommt. Die zwei waren den ganzen Tag über "schwarzen Stein" gelaufen und empfahlen möglichst bald nach der Brücke einen Zeltplatz zu suchen. Sie seien mit 2x0,75l Flaschen die letzten Tage problemlos ausgekommen. Kein Filter genutzt - bei Verwendung von Wasser aus schneller fließenden Gewässern. Das beruhigte mich - ich wollte nur etwa einen halben Liter Notfallwasser tragen und ansonsten bei jeder Möglichkeit mit der Tasse schöpfen und trinken. Die beiden trugen 11+16kg Rucksäcke und meinten sie hätten rigoros abgespeckt. Auf ihre Frage, was ich den trüge konnte ich nur geschätzt 25kg antworten - die Waage war daheim geblieben. Das Wetter schien wechselhaft. Im Gletscherbereich bauten sich immer neue düstere Wolken auf. Wir verabschiedeten uns - sie freuten sich auf etwas Zivilisation - ich freute mich auf Ruhe und das was da noch kommen möge. Etwas weiter oben am Hang fand ich leicht abseits des Weges ein nettes Fleckchen grün in Mitten von kleinen Bächen. Es war für meine Begriffe noch recht früh - aber weiter oben konnte ich nur felsiges Areal ausmachen. Ich wollte kein Risiko eingehen und es ganz ruhig angehen lassen. Bisher fühlte ich mich gut. Keine Schmerzen trotz der schweren Last, die wohl mehr wie ein Drittel meines Körpergewichts ausmachte. Auch die Lundhags an den Füßen machten sich echt gut. Das Zelt war schnell gestellt, die Downmat gefüllt und die Daunentüte zum Aufplustern dekomprimiert - Tütenfutter bereitet - den Lemmingen beim Rumflitzen zugeschaut - die Aussicht genossen - und dann früh in die Heia.



    Am nächsten Morgen bin ich früh aufgewacht. Und war gegen 8:00 Uhr wieder startklar. Das Wetter schien mir immer noch seltsam. Windig, dadurch kühl. Dunkle Wolken. Egal - so lange es nicht regnet - ich wollte die anscheinend steinige Passage bis Rembesdalseter möglichst auf trockenem Untergrund zurücklegen.
    Es ging weiter aufwärts über Steinplatten, Felsblöcke, Schotter, Schneefelder, durch kleine Bäche über Brücken. Vorbei an Löchern in Schneefeldern (wenn da eben der Bach durchfließt ... ) mal hoch mal runter - mal flach mal kurz und steil.

    Die steilen Passagen hatten es mit dem Gewicht auf dem Rücken schon in sich. Aber ich blieb beim Trott von gestern. Lieber zwei mal den nächsten Schritt überdenken, wie einmal abrutschen. Die Ausblicke waren genau so, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Dauerhafte Panoramabilder. Etwas das man gesehen haben muss um es auch nur ansatzweise beschreiben zu können. Eben genau das was ich mir vorgestellt hatte.

    Der Tag zog sich gemütlich dahin. Das Wetter spielte mit den Wolken und der Sonne. Der Wind blies ab und an. Aber egal wie dunkel die Wolken sich aufbauten. Kein Tropfen kam runter.


    Ich kam um den Jokulen rum und sah zum ersten Mal Rembesdalseter. Und nach wenigen Metern auf den riesigen Steinplatten und beständigem Abwärtsgehen sagten meine Knie - hello - mein Laune sank - bis zum nächsten ausreichend großen Grasfleck war es von hier - nunja - keine Ahnung wie weit. Vermutlich im Tal unten am See.

    Plan B war eigentlich - wenn´s nicht mehr geht - zurück - aber mein Weg heute führte mich nicht über ein Fleckchen an dem ich gerne mit dem Zelt campiert hätte. Die 10 Tage Tour über Rembesdalseter - Liseth - Hedlo - Hadlaskar - Harteigen - Litlos - Besso - Sandhaug - Rauhelleren - Heinseter - Tuva konnte ich knicken. Also musste wohl Plan C ran: Weiter bis zum nächsten Camp - am Besten zur Hütte am Rembesdalseter - vielleicht tun sich dann noch mehr Optionen auf. Also Geschwindigkeit auf absolutes Minimum reduziert. Nach den Steinplatten kam dann der Wegweiser nach Rembesdalseter und darauf hin der Abstieg ins Tal. Schienen mir die Steinplatten schon einiges an Gefälle zu haben und wären mit ihrem Flechtenbewuchs bei Regen oder Nässe schon aufwärts eine Herausforderung - geschweige den Abwärts eine Rutschbahn - so war der Abstieg Kletterei - mit dem Balast nicht ohne. Ich bin eigentlich schon trittsicher. Aber mit den Knien und dem Backpack - kämpfen und Zähne zusammenbeißen war angesagt. Runter kommen sie alle ... Auf halber Höhe hatte ich in der Ferne schon Zelte ausgemacht - auf einem grünen Hügel. Da schien es schön zu sein. Ich schneckte weiter auf dem Pfad - es ist hier deutlich grüner. Die Motivation steigt wieder. In der Ebene schreien die Knie nicht mehr so. Es ist noch nicht mal 16:00 Uhr. Da geht noch was. Am Abzweig Richtung Halligkeid vorbei über den Hügel - und da sehe ich die Hütten bei Rembesdalseter. Die erreiche ich auch noch - es geht abwärts. Schmerz. Und dann bin ich da. Es sind einige Leute da - mein Zelt kann ich quasi neben einer der Hütten aufstellen. Der Ausblick tröstet ein wenig. Ein kalter Bach mit gutem Wasser bringt ein paar Lebensgeister zurück und mit denen auch die Erkenntnis, dass nicht die Knie das sind, was die größten Schmerzen mit sich bringt. Nein - im Knöchelbereich scheint sich der linke Stiefel außen einen Kampf gegen eine Sehne zu liefern. Da ist es geschwollen - na super - es werden Erinnerungen an die Bundeswehrzeit wach - lang ist es her. Ich werfe die erste Schmerztablette ein. So kann es nicht weiter gehen.
    Aber ich bin ja nicht ganz alleine hier. Und so kristallisiert sich eine mögliche Lösung heraus. Gewicht reduzieren - alles an Nahrung hier lassen, was ich nicht mehr brauche - mich Richtung Liseth weiter bewegen - mehrere Tag bis dahin planen - zur Straße 7 und dort den Bus zurück nehmen. Das klang alles nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Aber was sollte ich sonst tun? Einen Ruhetag könnte ich auch einlegen. Aber wie ich meinen Körper kenne dauert es mehr wie einen Tag um wieder Schmerzfrei zu sein. Von daher ... die Zeit geniesen. Einige interessante Gespräche mit den Leuten dort führen. Früh schlafen gehen -
    Am nächsten Tag sieht das Wetter immer noch nicht so prall aus. Die Tendenz ging wohl eher Richtung Regen wie Sonne. Ich sortierte Futter aus - der DNT Betreuer der Hütte freute sich über Abwechslung in seinem Speiseplan :-) Und ich ging nochmal die weiteren Streckenoptionen mit ihm durch. Ursprünglich wollte ich die "abwechslungsreichere" Variante nach Liseth nehmen. Also von Rembesdalseter aus gesehen die rechte Tour nehmen. Die Empfehlung mit dem Hintergrund - weniger Höhendifferenzen - mehr Zeltplatzoptionen - war jedoch die linke Tour. Und so zog ich gegen 12:00 Uhr Richtung Kjeldebu los. Schmerzfrei war ich nicht. Aber ich hatte ausreichend "painkillers" am Start. Keine Idealbedingungen, aber was sollte ich tun? Heli kommen lassen? ne - ich quäle mich weiter und geniese die Natur - die Gletscherzunge mit ihrem Bach - es dauert seine Zeit bis ich dort bin. Dann geht es die Felsplateaus hoch. Wieder frage ich mich, wie bitte bei feuchtem Untergrund hier eine sichere Passage möglich sein soll?! Aber es ist trocken. Mir kommen ab und an zweier Teams entgegen.

    Oben angekommen kommt langsam immer mehr Grün ins Spiel - ich passiere den Abzweig Richtung Liseth und gehe weiter Richtung Kjeldebu. War bisher nur das erste Stück nach Rebesdalseter mit Auf und Ab zu bewältigen ging es jetzt damit weiter - und damit kamen auch die Knie wieder ins Spiel. Der Knöchel war nur dumpf zu spüren. Das reduzierte Rucksackgewicht hat auch einen deutlichen Effekt. Aber wie sagt man so schön: Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Immer weiter ging es. Die Panoramablicke wurden im Vergleich zu gestern noch mehr. Jede Kuppe die ich überschritt brachte einen weiteren AHA Effekt. Und zum Thema Begegnungen rissen die 22 deutschen Pfadfinder doch deutliche Zweifel in mein Weltbild. Ich konnte nur noch den Kopf schütteln. Wie erzählte mir der DNT Mensch in Rembesdalseter ... 95 Deutsche hätten sich dieses Jahr im Hüttenbuch verewigt und 105 Norweger. Und das bei einer Hütte im "norwegischen Nichts". Wenn sich da noch 22 Pfadfinder eintragen...
    Mich überholt ein Vater - Sohn Gespann. Ausnahmsweise Norweger. Der Vater scheint besorgt und fragt mich ob alles ok ist. Ob ich genug Painkillers dabei hätte. Ich bejahe. Die Tabletten wirken. Ich gehe langsam. In der Ferne sehe ich die beiden noch lange. Und überhole sie letzten Endes doch. Sie schlagen früh ihr Lager auf. Ich möchte die Abzweigung Richtung Liseth noch erreichen um mir die Option Bus für den nächsten Tag offen halten zu können. Das Wetter sieht nicht so aus, als ob es noch lange trocken bleiben würde. Über eine weitere Kuppe habe ich einen schönen Ausblick mit kleinem glasklarem See und einem Zelt. Die zwei Holländer sind echt nett und ich quatsche ne Weile mit ihnen. Der Abzweig scheint nur ein paar Meter weiter zu sein. Der See ist wirklich schön, aber hier ist es windstill und die Schnaken hoch aktiv. Ich gehe weiter, sehe den Abzweig und freue mich so weit gekommen zu sein. Es ist ~19:00 Uhr, jetzt muss ich nur noch ein Plätzchen für meine Hundehütte finden. Da es immer feuchter wird Richtung Liseth ist das nicht so einfach. Es ist dann doch noch ein ganzes Stück weiter das ich ein ausreichend großes Fleckchen finde. Und es nieselt schon. Schnell baue ich auf und werfe meinen Kram rein. Kaum ist das getan, gehen auch die Schleusen auf. Ein Vorzelt zu haben ist zwar Luxus, aber genau deshalb bin ich zu diesem Zelt gekommen. Kochen bringt zwar noch mehr Kondens, aber das reißt es jetzt auch nicht mehr raus. Rührei und Couscous habe ich noch übrig. Lecker - dann noch nackig raus in den Regen - schon geduscht .-)
    Ab in den SchlaSa - und einer Eingebung folgende - das Handy angeworfen. Siehe da - ich habe Empfang - auch Datenempfang - nicht schnell - aber ich kann Kontakt zur Außenwelt aufnehmen und bringe in Erfahrung, wann der Bus fährt. 14:15 - das hört sich machbar an. Auch wenn mein Knöchel sich nicht gut anfühlt... ich schlafe ein ... und werde nur einige Male wach weil die doofen Wollschweine auf dem Pfad mit ihren Glocken spazieren gehen. Es regnet in Strömen...
    Am nächsten Morgen stehen die Wolken tief. Aber es regnet grade nicht. Das Zelt ist klatschnass - innen und außen - jetzt ist es definitiv ein Vorteil das Teil außen am Rucksack zu haben.

    Um 9:00 Uhr bin ich auf dem Weg nach Liseth. Es wird immer feuchter - mooriger - und manche tief hängende Wolken erlauben schöne Bildkonstellationen - nur die Suppe wird immer dichter - ich stehe im Nebel. Nicht so dicht, und die Steintürme wachsen auch ... wie die Büsche. Der Abstieg ins Tal wird erreicht, ich sehe eine Straße. Hütten. Die Knie freuen sich schon. Ein Geodät sitzt mitten auf einer erhobenen Stelle - scheint die erste Möglichkeit über dem Aufstieg zu sein. Es ist rutschig abwärts. Und es wird immer grüner. Die ersten Hütten passiere ich und staune ... es geht hier nur so ein mini Pfad hin. Und das sind richtige "Luxusdatschas". Über moorige Pfade, jetzt auch streckenweise mit Holzplanken, nähere ich mich Liseth. Laufe dort vorbei ... abwärts über den Zufahrtsweg und erreiche die Bushaltestelle - oder besser das Schild wo ein Bus drauf dargestellt ist um 12:00 Uhr. Es gibt hier keinen Fahrplan.

    Nach und nach kommen hier Leute vorbei denen ich streckenweise schon unterwegs begegnet bin. Die Welt ist klein.
    Der Bus kommt mit 20min Verspätung. Alles total entspannt. Ich falle in den Sitz. Die Aussichten bis Haugastol sind super. Bin frustriert und doch glücklich. Die Vidda hat mich.
    Zuletzt geändert von bazzmonsta; 18.08.2014, 20:32.
    bäzzer geht´s immer

  • bazzmonsta
    Anfänger im Forum
    • 21.05.2005
    • 46

    • Meine Reisen

    #2
    AW: [NO] Hardangervidda - Finse nach Geilo

    und gleich noch mein persönliches Fazit hinterher:

    Das war nicht das letzte Mal! Schmerzen hin oder her.
    Ich will irgendwann auf den Harteigen!

    Aber ein paar Grundvoraussetzungen muss es doch geben. Ich denke die sind auch allgemein zu empfehlen:
    • Gewicht auf das absolute Minimum reduzieren. Wenn man sich mit den Hütten arrangieren kann - nur Wechselklamotten und einen Trinkbecher. Damit dann von Hütte zu Hütte.
    • Und nicht alleine unterwegs sein. Schon allein der psychische Effekt ist sehr viel Wert. Abgesehen von "zu zweit trägt es sich leichter"


    Nächstes Mal aber wohl mit dem Flieger hoch und einem Mietwagen bis zu einem geeigneten Startpunkt - dann wieder mit Bus/Bahn zurück oder umgekehrt.

    Ich freu mich heut schon drauf - irgendwie
    bäzzer geht´s immer

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    • Blahake

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      • Meine Reisen

      #3
      AW: [NO] Hardangervidda - Finse nach Geilo

      Zitat von bazzmonsta Beitrag anzeigen
      Ich will irgendwann auf den Harteigen!
      Und das wirst Du bestimmt auch

      Schöner Bericht, auch wenn Dein Plan nicht aufgegangen ist. Umso besser, dass Du Dich nicht entmutigen lässt.

      Hab' ich das richtig verstanden, dass Du letzten Endes wegen der Schuhe abbrechen musstest? Waren die gut eingelaufen? Das wird mir aus dem Bericht nicht klar. Ich will ja nicht schlaumeiern, aber ich selbst traue mich nur mit Schuhen in den Norden, die ich mindestens mehrere Tage im mehrstündigen Einsatz getestet habe. Aus leidvoller Erfahrung, ich habe mich dabei nämlich schon von mehreren teuer gekauften Paaren verabschieden müssen, die im Geschäft super gepasst, aber nach ein oder zwei Tagen doch höllisch gedrückt haben.

      Alles Gute für Deine Harteigenbesteigung!

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      • bazzmonsta
        Anfänger im Forum
        • 21.05.2005
        • 46

        • Meine Reisen

        #4
        AW: [NO] Hardangervidda - Finse nach Geilo

        Danke für die Blumen.

        Zitat von Blahake Beitrag anzeigen
        Hab' ich das richtig verstanden, dass Du letzten Endes wegen der Schuhe abbrechen musstest? Waren die gut eingelaufen?
        Schwierig zu sagen. Ich würde es als einen möglichen Faktor sehen. Ab wann sind Schuhe eingelaufen? Denke die Startmasse war einfach viel zu hoch. Ob das dann für die Knie den Startpunkt der Schmerzen so nach vorne geschoben hat und ich vielleicht deshalb anders aufgetreten bin? Und damit vielleicht eine Ursache für das Reiben des Stiefels geboten habe? Im Nachhinein werden da viele Faktoren zusammengekommen sein.

        Ansonsten stimme ich dir voll und ganz zu. Wollte das eigentlich auch in meinem Bericht so herausstellen: Ohne ausreichende Vorbereitung kann man schnell Probleme bekommen. Kann gut gehen. Muss aber nicht.
        bäzzer geht´s immer

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