[SE] Padjelantaleden Solotour

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  • ottone
    Anfänger im Forum
    • 05.09.2011
    • 21

    • Meine Reisen

    [SE] Padjelantaleden Solotour

    Tourentyp
    Lat
    Lon
    Mitreisende
    Land: Schweden
    Reisezeit: Juli 2011
    Region: Lappland


    Es sollte die erste Skandinavientour seit meiner Finnlandreise 2005 sein. Nach sechs Jahren war die Sehnsucht greifbar, es wurde Zeit.
    Meine Wahl fiel auf den Padjelantaleden, von dem ich seit meinen ersten Wanderungen am Kebnekaise immer wieder geträumt hatte.
    Ich hatte mich ein knappes Jahr vorbereitet, im Januar die Flüge von Berlin nach Stockholm und zurück gebucht, und sobald es ging die günstigen Bahntickets zwischen Stockholm und Gällivare gekauft. Von Gällivare sollte es mit dem Bus zum Start in Ritsem gehen. Vom Ziel in Kvikkjokk würde ich nach Jokkmokk fahren und dann entscheiden, ob ich den Zug in Gällivare oder in Murjek besteige.


    Tag 1, Di. 12.7.

    Der Nachtzug von Stockholm fuhr gestern mit einer Stunde Verspätung ab, um heute morgen mit zwei Stunden Verspätung anzukommen. Somit konnte ich den Vormittagsbus nach Ritsem vergessen. Da ich aber sowieso nur das späte Schiff über den Akkajaure erreicht hätte, welches auch mit dem Nachmittagsbus zu erreichen war, war mir das schnuppe.
    Um so größer meine Überraschung, als auf dem Bahnhofsvorplatz in Gällivare ein Bus nach Ritsem bereitstand. Es war aber nicht der Linienbus der gewartet hätte, wie ich zunächst vermutete, sondern die SJ war so kulant einen Bus zu spendieren, der uns dann kostenlos nach Ritsem fuhr. Sozusagen als Entschädigung für die Zugverspätung. Wie nobel...

    Auf der Fahrt nach Ritsem schien die Sonne und ich freute mich schon, aber je näher die Fjällstation rückte um so dichtere Wolken zogen auf. Als ich aus dem Bus ausstieg regnete es prompt.
    Auf der gegenüberliegenden Seite des Akkajaure schien die Sache noch feuchter. Das Akkamassiv war wolkenverhangen und die Mündung des Vuojatädno lag im Dunst.
    Zudem war es sehr windig und ziemlich kalt.
    Was solls, wo Regen und Wind sind, sind keine Mücken.


    Blick über den Akkajaure zur Mündung des Vuojatädno

    Die MS Storlule füllte sich als der Linienbus aus Gällivare kam und legte pünktlich um 17:30 Uhr ab.
    Am Anleger Änonjálme begann dann ein regelrechter Wettlauf zu den Akkastugorna.
    Aber das ging mich ja nichts an, und erwartungsgemäß wurde es nach den Hütten schnell einsamer.
    Eigentlich wollte ich irgendwo hinter den Hütten mein Zelt aufbauen, aber ich war so froh, endlich an dem Ort zu sein, auf den ich mich fast ein Jahr gefreut hatte, daß ich wie im Rausch einfach immer weitergehen mußte. Außerdem, so dachte ich, komme ich vielleicht noch aus dem Regenstau des Akkamassivs heraus.
    Tiefe lange Pfützen standen auf dem regelrecht zum Graben ausgetretenen Weg, es war kalt und der Gegenwind trieb mir den Regen ins Gesicht.
    Normalerweise trage ich eine Brille, aber die hat mich bei diesem Wetter eher behindert, als daß sie nützte. Also ab damit ins Etui, und was soll ich sagen, außer zum Lesen und Schreiben blieb sie da auch bis zum Ende der Tour.
    Unglaublich aber ich hatte das Gefühl keine Brille mehr nötig zu haben.


    Vuojatädno, Mündung in den Akkajaure

    Als ich nach etwa 8,5 km einen idyllisch gelegenen Rastplatz erreichte, hatte es aufgehört zu regnen. Eigentlich wäre das ein guter Platz für die Nacht gewesen, aber die Stelle war so windgeschützt, das kaum ein Lüftchen wehte. Ergo, man ahnt es, Mückenalarm. Nach weiteren 2,5 km erreichte ich auf einer Anhöhe einen besseren Platz und beschloß zu bleiben. Inzwischen war es 22:00 Uhr, und erst beim Essenkochen merkte ich, wie kaputt ich war, und wie ich fror. Selbst die obligatorische Kanne Tee vorm Schlafengehen vermochte keine Wärme zu spenden. So kroch ich um Mitternacht zähneklappernd in meinen Schlafsack und schlief auf der Stelle ein.


    Blick zurück in Richtung Akkastausee


    Tag 2, Mi. 13.7.

    Nach neun Stunden weckte mich..., richtig, der Regen. Ich frühstückte mein Müsli und verstaute in einer Regenpause meine Siebensachen. Kurz vor den Kisurisstugan, dort wo die drei Nationalparks Stora Sjöfallet, Sarek und Padjelanta aufeinandertreffen, begegnete ich einem Tier, das ich bisher noch nie gesehen hatte.
    Klein, schlank, wieselflink... ein Wiesel? Keine Ahnung. Die gesamte Unterseite war weiß, die Oberseite rehbraun und die Schwanzspitze schwarz. Es stellte sich immer mal auf die Hinterpfoten und beobachtete mich. Ich versuchte so langsam es geht, meine Kamera startbereit zu bekommen, aber als ich soweit war, war es zu spät. Das kleine Wesen hatte beschlossen unabgelichtet zu bleiben.
    Wäre es komplett weiß gewesen hätte ich auf Hermelin getippt. Man kennt ja die Hermelinmäntel früherer Herrscher. Aber so...? Später, im Aitte-Museum in Jokkmokk habe ich gelernt, daß es doch ein Hermelin war. Im Sommerfell. Nur das Winterfell ist bis auf die Schwanzspitze komplett weiß.


    Sjnjuvtjudisjåhkå


    Kurz vor Kutjaure treffen die drei großen Nationalparks der Region aufeinander

    Nachdem ich die Kisurisstugan passiert hatte klarte das Wetter vorübergehend auf und ich freute mich schon, vor allem auch auf schöne Ausblicke. Waren mir doch bisher all die viel erwähnten atemberaubenden Panoramen durch sehr tief hängende Wolken verdeckt.
    Aber nach gut einer Stunde war auch diese Hoffnung im Eimer. Der Himmel wurde niedriger und schwärzer, der Wind stärker und der Regen heftiger.
    Inzwischen hatte ich das Gefühl, meine Regenhose würde versagen, sie klebte an meinen Oberschenkeln und der Wind von vorn fühlte sich doppelt so kalt an. Mit Spaß hatte das langsam nichts mehr zu tun.


    Der Njierek wolkenverhangen


    Zwischen Kutjaure und den Brücken nach Sallohaure

    Bei gleichbleibendem Wetter, dankbarerweise von Regenpausen in denen die Sonne für Minuten durch kleine Wolkenlöcher schien unterbrochen, erreichte ich die Brücken nach Sallohaure. Da, wo der Nordkalottleden auf den Padjelantaleden trifft.
    Auf der Insel nach der großen Brücke standen schon zwei Zelte recht windgeschützt durch einen Hügel, und ich beschloß hier zu nächtigen.
    An dieser langen Brücke konnte man gut sehen wie stark der Wind blies. Sie bog sich so stark seitlich durch, daß man nicht bis zur anderen Seite hinübersehen konnte. Alle Wetter!
    Der Platz war gut, und nach knapp zwei Stunden versank ich erschöpft und frierend in tiefen Schlaf.


    Die erste Brücke nach Sallohaure im Sturm
    Zuletzt geändert von Sandmanfive; 04.11.2011, 23:49. Grund: Reisecharakter eingestellt

  • ottone
    Anfänger im Forum
    • 05.09.2011
    • 21

    • Meine Reisen

    #2
    Tag 3, Do. 14.7.

    Und wieder weckten mich Regen und Sturm. Also wie gehabt, frühstücken, Regenpausen für die Buschtoilette und für´s Packen abwarten und los ging´s. Eigentlich hatte ich mir für heute die Handschuhe zurechtgelegt, aber nachdem der Rucksack fertig gepackt dastand war nur noch einer da. Dumm gelaufen. Zu faul nochmal alles auszupacken verzichtete ich auf Handschuhe.
    Ich kenn das ja vom Joggen im Winter. Anfangs habe ich eiskalte Hände, aber nach zehn Minuten Laufen braucht´s auch keine Handschuhe mehr. Da es heute über weite Strecken bergauf gehen würde, hoffte ich durch die körperliche Anstrengung den gleichen Effekt nutzen zu können. Was sich als Irrtum erwies. Der starke Gegenwind hatte sich zu einem leichten Sturm gemausert, der mir Dauerregen gefühlt waagerecht ins Gesicht blies, und meine Finger immer steifer werden ließ.


    Sallohaure, im Vordergrund der Vuojatädno

    Zweimal kamen mir Wanderer entgegen, die in Richtung Änonjálme unterwegs waren. Ich beneidete sie, hatten sie doch den Wind im Rücken und waren bald am Ziel.
    Jetzt war es wiedereinmal soweit. Meine Moral hatte ihren Tiefpunkt erreicht, und ich fragte mich, was ich zum Teufel hier verloren hatte.
    Die Hände und das Gesicht eiskalt, Regen lief mir in den Kragen, die Kamera abgesoffen, weit und breit nichts von traumhaften Landschaften zu sehen und in Deutschland, so war ich mir sicher, schien die Sonne... Alpentrekking... Hütten mit Maßkrügen... ein Bauernfrühstück auf der Terasse...
    Glücklicherweise gelingt es mir in solchen Augenblicken immer wieder das Hirn einzuschalten. Das hier kannte ich, das wußte ich und das wollte ich.
    Mit diesen Gedanken im Kopf erreichte ich nach dem moralischen Tiefpunkt der heutigen Etappe ihren geographischen Höhepunkt. Ab jetzt ging es bis zu den Låddejåkkåstugan bergab.
    Als die alte Wegführung, die von den Kisurisstugan durchs Hochfjäll führt, wieder auf meinen Pfad traf, schien für einen kurzen Augenblick wieder die Sonne.
    Bald darauf sah ich die Hütten. Ihr Anblick von oben kam mir vor wie die Verheißung unendlicher Geborgenheit. Eigentlich hatte ich vor hier mein Zelt aufzubauen. Inzwischen goß es aber wieder und ich beschloß mich mit einem Bett im Trockenen zu belohnen.


    Låddejåkkåstugan

    Die schweißtreibende Etappe hatte ihre nicht zu ignorierenden Duftspuren hinterlassen, so stürzte ich mich erstmal im Regen am Waschplatz in den Bach.
    Anschließend beim Abendessen fühlte ich mich wie neugeboren, und ich wußte wieder ganz klar, was zum Teufel ich hier verloren hatte.
    Ich kam mit einem Rentner aus Rostock ins Gespsräch, der hier schon fast zuhause ist. Seit Jahren besucht er die Sami in Árasluokta und hat dort einige Freunde.
    Er wollte von Ritsem mit dem Helikopter bis Stáloluokta fliegen und dann die 13 km bis Árasluokta zurücklaufen. Als in Ritsem ein Sami mit zustieg, der sich in Árasluokta absetzen lassen wollte, hat er sich gefreut und wollte auch gleich aussteigen. Denkste. Das blieb ihm als Tourist verwehrt und er mußte tatsächlich nach Stáloluokta weiterfliegen.
    Später hörten wir dann näher kommende Hubschraubermotoren und ganz in unserer Nähe ließ der Pilot eine Sirene aufheulen. Es ist die Zeit in der die Sami die jungen Rentiere markieren. Mit den fliegenden Sirenen werden die im Fjäll verstreuten Tiere zusammengetrieben.
    Ich verstand. Fluglärm gibt’s hier schon genug. Wenn sich jetzt noch jeder Tourist an jeden Punkt des Padjelantaleden fliegen lassen könnte...

    Todmüde kroch ich gegen neun ins Bett.
    Und draußen sah es schon irgendwie klarer aus..., oder?


    Tag 4, Fr. 15.7.

    Ich bin erhört worden, und sicherlich nicht nur ich. Der Tag begann mit bedecktem Himmel aber trocken!
    Gegen 10:00 Uhr brach ich auf. Mich erwartete ein Anstieg von etwa 300 Höhenmetern hinauf zum Pårkasattel. Der Wind wehte kalt von hinten, aber längst nicht so stark wie am Vortag. Am Himmel taten sich die ersten blauen Löcher auf, und auf dem Sattel angekommen, schien die Sonne.
    Der Ausblick war atemberaubend.


    Låddejåkkå, die Kraft des Wassers


    Låddejåkkåstugan, der Abstieg vom Vortag


    Aufstieg zum Pårkasattel, im Hintergrund der Vastenjaure

    Die tiefhängenden Wolken waren verschwunden und ich hatte freie Sicht auf den Virihaure, auf einen Teil der morgigen Etappe, auf den Sarek und auf die schneebedeckten Berge, die wohl schon zu Norwegen gehören müßten.
    Beim Abstieg zum Miellädno brach dann endgültig der Sommer aus. Immer wieder blieb ich stehen um zu schauen und wieder ein Kleidungsstück mehr im Rucksack verschwinden zu lassen. Einfach traumhaft!


    Hochebene am Pårkasattel


    Miellädno, dahinter der Virihaure

    Unten am Fluß legte ich eine längere Pause ein, bevor ich nach einem kurzen Marsch über die Westflanke des Áras das Samendorf Árasluokta erreichte.
    Bei den Hütten angekommen war es richtig heiß geworden und windstill.
    Das gefiel den Mücken.
    Ich beschloß, noch ein wenig zu gehen um Höhe zu gewinnen. Nach ca. einer Stunde fand ich einen guten Platz für die Nacht, an dem ein leichter Wind das Gleichgewicht zwischen der Menge der Plagegeister und dem was ich tolerieren kann wieder herstellte.
    Mein Abendessen genoß ich mit einem Panorama vom Virihaure im Westen über Árasluokta und den Pårkasattel im Norden bis zu den Ausläufern des Sarek im Osten.


    Blick zurück auf Árasluokta, oben rechts am Bildrand der Pårkasattel


    Tag 5, Sa. 16.7.

    Der Tag begann wie der vorherige endete, mit Sonnenschein. Um 8:00 Uhr wurde es mir im Zelt zu heiß, und so brach ich gegen 9:30 Uhr auf.
    Auf dieser Etappe wollte ich mir viel Zeit lassen, sollte der Weg doch zu großen Teilen als Panoramaweg oberhalb des Virihaure verlaufen.


    Virihaure zwischen Árasluokta und Stáloluokta

    Und so war es auch. Grandiose Landschaft bei herrlichem Wetter. Fast schon zu heiß, aber dank eines leichten Windes, der über den See heranwehte, noch angenehm. Jetzt verstehe ich die Schwärmerei in manchen Tourbeschreibungen. An solch beeindruckende Landschaften konnte ich mich auf dem nördlichen Kungsleden nicht erinnern. Aber vielleicht spielte die Euphorie dieses Tages meinen Erinnerungen nur einen Streich.
    Ein zwischen himmelblau und türkis schimmernder See in dessen leicht gekräuselter Oberfläche sich die Sonnenstrahlen brachen, ein einsames Zelt unter mir am Ufer und ein Boot das als kleiner Punkt gen Westen zog, dahinter schneebedeckte Berge und über allem ein strahlend blauer Himmel, das ist einfach nur Balsam für die Seele.


    Mündung des Stálojåhkå


    Abstieg nach Stáloluokta

    In Stáloluokta angekommen habe ich versucht irgendwo geräucherten Fisch zu bekommen. Leider vergeblich, alles war aufgegessen. Erst morgen würde es wieder frischen Fisch geben. Schade. So gönnte ich mir wenigstens ein Leichtbier aus dem Staloluokta Shop. Das genoß ich ganz langsam vor der BLT-Hütte mit Blick auf den See.


    Wo geht´s lang...?


    Wasser?... Wo?

    Nach einer ausgedehnten Pause bin ich noch etwa 1,5 km in Richtung Tuottar gegangen, bis ich einen wunderschönen Platz ungefähr 30 m über dem Luoppal neben einem kleinen See gefunden hatte.
    Ich baute mein Zelt auf, ging in dem namenlosen See baden, wusch meine verschwitzten Sachen und bereitete mein Abendbrot.
    Dann passierte es.
    Direkt unter mir im Luoppal ein Elch! Ein richtiger Elch! Mein erster Elch! Yippie!
    Er graste in aller Ruhe den Seegrund ab und ging dabei immer tiefer ins Wasser. Irgendwann verschwand er, wenn er den Kopf senkte, komplett unter der Wasseroberfläche. Nur zum Kauen und Luft holen schaute der Kopf noch aus dem Wasser.
    Jedesmal wenn ich in Skandinavien unterwegs war, hoffte ich einen Elch zu sehen. Und nun, wie als Sahnehäubchen auf diesen wundervollen Tag, kam er endlich.

    So ging unmittelbar vor Ende der ersten Hälfte meiner Wanderung der fünfte Tag der Tour zuende und ich schlief zufrieden ein.


    Nachtlager über dem Luoppal, im Hintergrund der Virihaure


    Mein erster Elch


    Nacht in Lappland


    Der "namenlose" See um 22:17 Uhr

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    • tusk
      Neu im Forum
      • 09.08.2011
      • 7

      • Meine Reisen

      #3
      AW: [SE] Padjelantaleden Solotour

      Schöner Bericht bis hierher. Weckt Erinnerungen an unsere Padjelantatour im letzten Jahr. Der Juli mit der Mitternachtssonne und dem Somerfjäll hat auch seinen besonderen Reiz.

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      • ottone
        Anfänger im Forum
        • 05.09.2011
        • 21

        • Meine Reisen

        #4
        Tag 6, So. 17.7.

        Kaum aus dem Zelt gekrochen sah ich keine 50m entfernt die Elchkuh mit ihren zwei Jungen. Ich jedoch stand mit dem Wind, und so waren die Drei, noch ehe ich die Kamera startklar hatte, auf und davon.

        Der Himmel war grau und ich legte mir schon mal die Regensachen zurecht.
        Als ich alles gepackt hatte zeigten sich jedoch schon die ersten Risse in der Wolkendecke und eine halbe Stunde später strahlte der Himmel wieder.

        Bis zu den Tuottarhütten sollte es heute stetig bergauf gehen, aber erfahrungsgemäß bleibt es ja nie beim absoluten Höhenunterschied. Durch häufiges auf und ab summieren sich die zu gehenden Höhenmeter mitunter auf ein Vielfaches.
        Und so war es auch an diesem Tag.
        Hatte ich es Anfangs noch mit fast ebener Srecke, unterbrochen von einigen Talstufen und leichten Anstiegen zu tun, gestaltete sich das letzte Drittel des Weges als zermürbende Hügelsammelstrecke. Die Sonne brannte heiß und unbarmherzig und ich lernte einmal mehr die hiesige Wasserqualität der Bäche und Flüsse zu schätzen. Die Wasserration dieses Tages hätte ich nicht tragen wollen!
        Aber jedes Wetter ist besser als Sturm und Regen oder gar Schnee.


        Ebene am Bållavrjåhkå


        Brücke über den Bållavrjåhkå

        Nach sieben Stunden und 17 km Weg, unterbrochen von vielen Pausen zum Trinken, Essen und Schauen, hatte ich das heutige Etappenziel erreicht.
        Die Lage der Tuottarhütten ist in der Tat fantastisch. Als sie in Sichtweite waren, hatte ich nochmal einen Blick weit zurück bis zum Virihaure.


        In Sichtweite der Tuottarhütten, Blick zurück bis zum Virihaure


        Die Tuottarhütten, das heutige Etappenziel


        Zelten bei den Tuottarhütten

        Hier oben gab es auch den ersehnten Räucherfisch nebst frischem Fladenbrot. Lecker!
        Eine ganze Familie bewirtschaftete die Hütten. Ein Ehepaar, die Tochter und das Enkelkind lebten vorübergehend in Hütte und Zelt. Die Mutter des Säuglings und ihr Vater im gleichen Rastalook. Abends waren sie alle im Duottarjávrre baden. Der Hüttenwart kam mit nur einem Handtuch um die Hüften von oben zurück. Mücken schienen für ihn nicht zu existieren. Beneidenswert.


        Tag 7, Mo. 18.7.

        In der Nacht gab es einen kurzen Regenschauer, der zumindest darauf hindeutete, daß der Tag nicht mit eitel Sonnenschein abgetan sein könnte.
        So war es auch. Starker kalter Wind von vorn (von wo sonst) mit gelegentlichen kurzen Schauern waren meine heutigen Begleiter. Heute würde ich den höchsten Punkt der Tour erreichen, dann ginge es im Wesentlichen bis Kvikkjokk bergab.

        Schon nach den ersten paar hundert Metern spürte ich, daß mir der gestrige Tag doch mehr in den Knochen steckte als ich mir eingestehen wollte. Auch machte sich langsam eine kleine Übelkeit bemerkbar und ich fühlt mich recht schlapp. Waren es die Anstrengungen von gestern, hatte ich mir einen kleinen Sonnenstich eingefangen, oder lag´s gar am Fisch?

        Nach dreistündigem leicht welligem Weg, unterbrochen von vielen Ruhepausen, deren Erholungseffekt nach wenigen Schritten jedesmal wie weggeblasen war, stand ich vorm Abstieg ins Tal des Vássjájåhka. Unter mir sah ich die Tarraluoppalstugorna liegen.


        Ein erster Blick Richtung Tarradalen, in der Bildmitte der Darreluoppal


        Die Tarraluoppalstugorna

        Ziemlich entkräftet kam ich bald darauf unten an und beschloß heute im Bett zu schlafen.
        Der junge Stugvärd begrüßte mich mit den Worten: „Välkommen till Sarek.“ Nun gut, dann kann ich ja auch noch von einer klitzekleinen Sarektour berichten.
        Wie sich herausstellte, sprach er sehr gut deutsch. Wahrscheinlich sah er mir meine Erschöpfung an, jedenfalls fragte er ob ich eine Hütte für mich allein haben wolle.
        Zu dieser Zeit sind hier noch relativ wenige Wanderer unterwegs, da kann man sich diesen Luxus schon mal leisten. Als ich fragte, ob das im Preis wohl einen Unterschied machte, schaute ich in ein verdutztes Gesicht. War wohl eine blöde Frage.
        Ich nahm also das Angebot dankend an.

        Es war gerade 14:00 Uhr als ich fix und fertig einschlief.
        Nach vier Stunden Schlaf weckte mich mein Magen. Das Wetter bestätigte meine Hüttenentscheidung. Aus dem dunkelgrauen Einerlei des Himmels goß es wie aus Kannen und ein starker Wind fegte ums Haus.
        Um halb acht, nachdem ich etwas gegessen hatte, schlief ich wieder ein.
        In der Nacht wurde ich noch einige Male wach, als die Hütte im Sturm so stark ächzte, daß die Balken erzitterten. Es regnete immernoch in Strömen.


        Tag 8, Di. 19.7.

        Der Tag begann mit bedecktem Himmel aber ohne Regen. Vor einer Nachbarhütte machten sich vier junge Schweden, von denen noch zu berichten sein wird, reisefertig.
        Mein Weg führte mich am Tag 8 hinaus aus dem Hoch- und Kahlfjäll hinein in immer dichter werdenden Wald. Auch sonst änderte sich die Vegetation grundlegend. Saftige Wiesen wechselten sich von nun an mit knie- manchmal hüfthohem Gestrüpp und Birkenwald ab. Heute erreichte ich das Tarradalen. Nach wenigen hundert Metern holte ich die vier jungen Schweden ein, als sie ihre Stiefel auszogen, um einen Bach zu durchwaten.
        Ich hatte wegen des nassen Gestrüpps meine Regenhose an und die Gamaschen übergezogen und konnte mir so den Shuhwechsel ersparen.


        Vor der Hütte rechts... vier Schweden brechen auf


        Fjällmüllverbrennungsanlage

        Der Weg war sehr abwechslungsreich, mal führte er durch dichtes Unterholz, wo man den Pfad teilweise kaum noch ausmachen konnte, dann über Feuchtwiesen, durch lichten Birkenwald bis über kahle Fjällkuppen, von denen sich immer wieder atemberaubende Blicke ins Tarradalen und auf die umliegenden Berge boten. Inzwischen hatte sich die Bewölkung aufgelockert und ab und zu schien die Sonne.


        Tarradalen, der Himmel reißt auf


        Feuchtwiese auf dem Weg nach Såmmarlappa

        Die vier Schweden hatten mich längst schon wieder überholt, als mir das Mißgeschick widerfuhr. Über eine Wiese führten Holzbohlen leicht bergab, die nach dem starken Regen sehr naß und schmierig waren. Ich muß wohl etwas forsch unterwegs gewesen sein, als ich mit dem rechten Fuß nach vorn wegrutschte während der linke hinten stehenblieb. Kein schönes Gefühl. Nicht jetzt und nicht hier dachte ich, und in Bruchteilen von Sekunden blitzten Bilder von Muskelzerrungen, gebrochenen Beinen, Kreuzbandrissen und kreisenden Rettungshubschraubern durch mein Hirn. Wie ein blutiger Anfänger, dachte ich noch, bevor ich mit einer überstreckten linken Wade auf dem Hosenboden landete.
        Sch...!
        Erst mal aufrappeln.., geht noch. Hose naß und schlammig..., na wenns sonst keine Probleme gibt. Okay, der rechte Knöchel und die linke Wade schmerzen, aber ich kann problemlos weitergehen.
        Am Ende des Bohlenweges habe ich auf den Schrecken eine Pause eingelegt, Knöchel und Wade begutachtet und mit Voltaren eingerieben. Äußerlich war nichts zu sehen und ich hoffte, mit einem blauen Auge davongekommen zu sein.
        Kurz darauf erreichte ich die Grenze des Padjelanta-Nationalparkes, etwas später mein heutiges Ziel, die Såmmarlappastugan.


        Ein Bohlenweg bergab... bei Nässe eine heikle Sache


        Blick über den Tarraätno


        Die Grenze des Padjelanta Nationalparks

        Die Hütte liegt idyllisch am Ufer des Tarraätno wie das Klischee eines falunrot gestrichenen schwedischen Sommerhäuschens. Prächtig. Davor, direkt am Ufer lagerten die vier Schweden inmitten ihrer verstreuten Klamotten und ließen sich gerade einige Dosen Leichtbier bringen. Noch während ich mich meines Rucksackes entledigte packten sie wieder zusammen und zogen weiter. Wahrscheinlich wollten sie irgendwo zwischen Såmmarlappa und Tarrekaise ihr Zelt aufbauen und den Abend genießen.


        Die Såmmarlappastugan

        Nachdem mein Zelt stand, war Baden angesagt. Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich meine verdreckten Klamotten gewaschen.

        Ein junges Paar aus Schweden erreichte bald nach mir die Hütte. Ich hatte sie schon oben bei Tuottar gesehen und einige Worte mit ihnen gewechselt. Er hatte eine Angel dabei, und war vor zwei Tagen schon erfolgreich. Hier am Tarraätno sollte es auch wieder klappen.
        Das Fischen geriet ihm wohl ganz gut, nur die Zubereitung, gestand er ein, war nicht seine Stärke. Die Dame, die die Hütte versorgte, bot sich an, den Fisch zu braten. Ich wurde freundlich zum Abendessen eingeladen, und kam so unversehens zu Röding mit Butter und Brot. Eine willkommene Abwechslung!

        Vorm „Zubettgehen“ hab ich nochmal Knöchel und Wade mit Voltaren eingerieben, bevor ich bei beginnendem Regen einschlief.

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        • ottone
          Anfänger im Forum
          • 05.09.2011
          • 21

          • Meine Reisen

          #5
          Tag 9, Mi. 20.7.

          Der abendliche Regen war von kurzer Dauer. Selbst der Wind blieb aus. So war zum ersten Mal das Außenzelt von innen naß.
          Um 6:00 Uhr hatte ich ausgeschlafen und zog gegen 8:30 Uhr los.


          Morgens bei der Såmmarlappahütte


          Blick zurück übers Tarradalen

          Sinnvollerweise hatte ich Regenhose und Gamaschen angezogen. Der Weg führte mich durch dichtes Gras und Blattwerk und ich war bis zu den Oberschenkeln klatschnaß.
          Bis auf einige Passagen über Geröll und durch Morast war der Pfad aber gut zu gehen.
          Das im Wanderführer angekündigte Geröllfeld entpuppte sich allerdings als ein Geröllfeld mit einem forsch dahinsausenden Gebirgsbach. Es machte einige Mühe, eine geeignete Stelle als Übergang zu finden. Am Ende hatte ich aber eine Möglichkeit entdeckt, das Ganze ohne Watsandalen hinzubekommen. Bald erreichte ich die Stelle, wo der Nordkalottleden wieder auf den Padjelantaleden trifft. Von hier aus sollten es noch 4 km bis Tarrekaise sein. Um meine immernoch schmerzende Wade zu schonen, und weil der Abschnitt von Tarrekaise bis Njunjes recht anstrengend sein sollte, beschloß ich in den Tarrekaisestugan zu nächtigen.
          Zu meiner Überraschung erreichte ich nach einer knappen Stunde schneller als erwartet die Hütten. Die Sonne schien, und wieder einmal empfing mich Idylle pur.
          Also gönnte ich mir als erstes ein Bad im Fluß. Das Wasser war verdammt kalt, und nach knapp zwei Minuten hatte ich genug.
          Nach dem Essen zog sich leider der Himmel zu und es fing an kräftig zu regnen.


          Oh, ein Bad...


          ...sogar mit Dusche!


          Regen bei den Tarrekaisestugan

          Ich prüfte meine Finanzlage um zu sehen, ob ich mir noch eine Hüttenübernachtung leisten könnte. Schließlich waren noch eine Bootsfahrt, eine Übernachtung in Kvikkjokk und der Bus nach Jokkmokk zu bezahlen. Als mir die Hüttenwartfamilie aber klarmachte, daß ich auch mit Kreditkarte bezahlen könne, fiel mir die Entscheidung leicht.
          Die Frau legte meine Karte dann in eines dieser alten „Ritsch-Ratsch-Teile“.
          Das letzte habe ich, glaube ich, vor 15 Jahren in Lieksa im Touristbüro in Aktion gesehen.

          Wir kamen ins Gespräch, und irgendwann begann die Frau mir zu erzählen, daß gestern abend vier junge Schweden die Hütten erreicht haben und hier übernachteten. Allerdings sind sie schon um 4:00 uhr wieder aufgebrochen, weil sie um 10:00 Uhr das Boot nach Kvikkjokk erreichen wollten...!
          Mit anderen Worten, die Jungs sind, sollten sie das Boot erreicht haben, in 24 Stunden 47 km von Tarraluoppal bis zum Anleger nach Kvikkjokk marschiert.
          Respekt vor der sportlichen Leistung.

          Im Laufe des Nachmittags erreichten noch eine Familie mit zwei Hunden aus dem Vogtland, ein Wanderer aus Heidenheim, und ein junger Ascherslebener die Hütten. Sie kamen alle von Kvikkjokk herauf. Das schwedische Paar mit der Angel hielt sich nur kurz hier auf, und zog gleich weiter.


          Der Trockenraum ist angeheizt

          Gegen Abend lockerte es wieder auf, aber es blieb wechselhaft, so daß die Neuankömmlinge den Trockenraum anheizten und ihr nasses Zeug aufhängten.

          Der Ascherslebener erzählte, er wolle weiter oben, bei Tarraluoppal rechts in den Sarek abbiegen um später über Pårte zurück nach Kvikkjokk zu gehen. Es war wohl sein dritter Anlauf für eine Sarektour, die früheren mußte er wegen schlechten Wetters abbrechen.
          Ich wünschte ihm viel Glück.


          Morgens in Tarrekaise


          Sommer!


          Hier wohnt die Stugvärdsfamilie


          Tag 10, Do. 21.7.

          Um 7:00 Uhr war die Nacht zuende. Draußen wirtschafteten die Anderen herum, so beschloß auch ich aufzustehen.
          Ich zog gegen 8:30 Uhr los, nicht ohne mich vorher von der Stugvärdsfamilie und der ausschließlich deutschen Gäste dieser Nacht zu verabschieden.
          Die 6 km bis Njunjes waren tatsächlich nicht so einfach zu gehen wie der überwiegende Teil des Padjelanta, aber auch nicht schwieriger als der Weg von Såmmarlappa bis Tarrekaise. Ausgeruht wie ich war habe ich 1:40 h Gehzeit benötigt.
          Auf dem letzten kahlen Bergrücken vor Njunjes habe ich nochmal lange Zeit innegehalten und den Blick zurück ins Tarradalen genossen. Zum ersten Mal kam so etwas wie Abschiedsschmerz auf...
          In Njunjes habe ich eine gute Stunde gerastet, und das wiederum schöne Wetter genossen.


          Vor Njunjes ein letzter Blick zurück ins offene Tarradalen


          Abschiedsschmerz kommt auf...


          Njunjes

          Ich habe von einigen Leuten gehört und gelesen, daß sie die letzten 40 km vor Kvikkjokk im Vergleich zum Rest des Weges recht langweilig finden. Ich für meinen Teil kann dieses Gefühl für die nun folgenden 13 km teilen. Der Pfad führte durch Kiefern- und Birkenwald, mal mehr und mal weniger nah am Fluß. Die Zeichen sich ankündigender Zivilisation in Form von Sommerhäuschen und Quadspuren mehrten sich, und ich wollte den Weg einfach nur noch hinter mich bringen.
          Kurz vorm Bootsanleger mußte ich dann tatsächlich noch die Watsandalen anziehen, um einen Bach zu queren. Der war zwar nur 3 bis 4m breit, aber knietief und ziemlich schnell unterwegs. Um 17:00 Uhr erreichte ich den Bootssteg, und das letzte Boot um 18:00 war mir sicher.


          Auf den letzten 13km vor Kvikkjokk


          Das Boot ist da


          Deltalandschaft bei Kvikkjokk


          Ich bin am Ziel

          In Kvikkjokk habe ich auf der gleichen Zeltwiese des Touristservice kampiert wie am Ende meiner Kungsledentour vor zehn Jahren.
          In der Fjällstation gab´s kurz vor Ladenschluß noch zwei Flaschen Bier für mich, sozusagen als Belohnung.
          Die habe ich, mit Blick in die nicht untergehende Sonne, ganz langsam ausgetrunken...


          Nachlese

          Da ich für extrem schlechte Wetterlagen zwei zusätzliche Tage, und wegen Unklarheiten über die Busverbindungen zum Zeitpunkt der Flugbuchung einen dritten Tag als Reserve eingeplant hatte, blieb mir noch etwas Zeit.
          Anfangs dachte ich noch, ich bleibe in Kvikkjokk und mache dort ein paar Tageswanderungen, aber irgendwie war die Luft raus.

          Ich fuhr also am Freitag nach Jokkmokk und machte mir dort ein schönes Wochenende.
          Empfehlenswert ist in jedem Fall das Áittemuseum. Hier habe ich viel über das Leben der Sami und das Fjäll erfahren und so manches dazugelernt.

          Für Freunde geselliger Runden hat sich inzwischen eine Art Szenekneipe etabliert, das Café Gasskas. Da gibt’s hin und wieder auch Livemusik. Dann allerdings kostet selbst das Sitzen an den Tischen vorm Lokal 80,- SEK, was irgendwie absurd ist, weil die jungen Leute die diesen Preis nicht zahlen wollten, mit ihren mitgebrachten Getränken einfach daneben standen und tanzten.

          Wer auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist und deshalb oder aus anderen Gründen den Mega-Zeltplatz etwas außerhalb meiden will, ist mit dem STF Vandrarhem bestens bedient. Hier gibt es eine schöne Zeltwiese, die üblichen Gemeinschaftsküchen, eine Terasse, eine Sauna und eine WASCHMASCHINE.

          Nach sechs Jahren Skandinavienabstinenz war die diesjährige Tour ein großartiges Erlebnis. Die ersten Tage mit permanent miesem Wetter hatte ich am Ende völlig vergessen. Sie schienen mir im Rückblick auch gar nicht mehr so schlimm...
          Aber so ist das ja immer.

          Jedenfalls hat der Padjelantaleden gehalten, was diverse Berichte über ihn versprochen haben, und ich kann ihn nur wärmstens weiterempfehlen.

          Ich hatte die Tour mit knapp 23kg Gepäck begonnen und kam in Kvikkjokk mit noch etwas mehr als 16kg auf dem Rücken an. Unterwegs gibt es ausreichend Nachkaufmöglichkeiten in den Hütten (zumindest zu Beginn der Saison) und im Bedarfsfall auch feste Unterkunft.
          So gesehen ist der Weg auch für Anfänger im Fjäll, bei entsprechender Vorbereitung und Fitness, geeignet.

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          • woelfchen
            Erfahren
            • 20.03.2010
            • 276

            • Meine Reisen

            #6
            AW: [SE] Padjelantaleden Solotour

            Danke für den schönen Bericht und die Impressionen. Da kamen Erinngerungen hoch - vor allem von Tuottar nach Kvikkjokk von letztem Jahr.

            Ich ahne, welchen Bach vorm Anleger Du durchwaten musstetst. Die kleine "Brücke", über die wir drüber sind (dieses Jahr), sah noch ziemlich neu aus.

            Die Fotos vom Virihaure gefallen mir sehr gut. Ich find's interessant, die mit meinen herbstlicheren Erinnerungen vergleichen zu können.

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            • ottone
              Anfänger im Forum
              • 05.09.2011
              • 21

              • Meine Reisen

              #7
              AW: [SE] Padjelantaleden Solotour

              Oh ja, der Vergleich mit Deinen Herbstbildern 2010 ist in der Tat interessant.

              Seit meiner ersten Skandinavientour in Finnland träume ich davon, die Ruska-Saison in Lappland einmal zu erleben.
              Leider ist es mir aus beruflichen Gründen nicht möglich im September Urlaub zu nehmen.

              Ich werde wohl auf das Rentnerdasein warten müssen...

              Im übrigen finde ich Deine Reiseberichte samt Bildern ganz wunderbar gelungen, Kompliment.
              Zuletzt geändert von ottone; 08.12.2011, 11:39.

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              • wuschl25
                Erfahren
                • 08.02.2011
                • 287

                • Meine Reisen

                #8
                AW: [SE] Padjelantaleden Solotour

                du hast wirklich schöne fotos hinbekommen! ;) und verdammt!! - du hattest echt gutes wetter! kann mich noch gut selbst an die ganzen plätze dort erinnern, ist aber auch erst 2 monate her zum hütenwirt in Tarraluoppalstugorna kriegst ne nachricht von mir.. lol.. der war echt a hit!
                Zuletzt geändert von wuschl25; 02.10.2011, 16:13.

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                • Fjaellraev
                  Freak

                  Liebt das Forum
                  • 21.12.2003
                  • 13909

                  • Meine Reisen

                  #9
                  AW: [SE] Padjelantaleden Solotour

                  Auch von mir besten Dank für den lebhaften Bericht.
                  Deinem Fazit über den Padjelantaleden (und das Ajtte ) kann ich mich nur anschliessen, aber auch wenn man schon einige Touren dort oben gemacht hat hat er seinen Reiz
                  Ja die eine Brücke zwischen Bobäcken und Njunjes war Anfangs diese Saison eine Weile nicht vorhanden, was einige Schweden (Die zum Glück von Kvikkjokk her kamen) zu Touränderungen zwang weil der Bach noch nicht watbar war.

                  Gruss
                  Henning
                  Es gibt kein schlechtes Wetter,
                  nur unpassende Kleidung.

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                  • Lotta
                    Dauerbesucher
                    • 17.12.2007
                    • 929

                    • Meine Reisen

                    #10
                    AW: [SE] Padjelantaleden Solotour

                    Danke für den schönen Tourbericht!!!

                    Besonders das Elch-im-Wasser-Bild ist klasse. Das würde sich wunderbar als Desktophintergrund machen. Wenn du bereit wärst, es mir per Mail zu schicken...

                    Liebe Grüße
                    Lotta

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                    • ottone
                      Anfänger im Forum
                      • 05.09.2011
                      • 21

                      • Meine Reisen

                      #11
                      AW: [SE] Padjelantaleden Solotour

                      Zitat von Lotta Beitrag anzeigen
                      Danke für den schönen Tourbericht!!!

                      Besonders das Elch-im-Wasser-Bild ist klasse. Das würde sich wunderbar als Desktophintergrund machen. Wenn du bereit wärst, es mir per Mail zu schicken...
                      Hallo Lotta,
                      das Foto kannst Du für Privatzwecke gerne in Originalgröße haben.
                      Schick mir eine PN mit einer Mailadresse, an die ich die Datei senden kann.

                      LG, Peter.

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                      • Dogeared
                        Erfahren
                        • 22.05.2009
                        • 306

                        • Meine Reisen

                        #12
                        AW: [SE] Padjelantaleden Solotour

                        Oh, da kommen Erinnerungen auf! Und es ist interessant, wie es da teilweise bei gutem Wetter aussieht ;)

                        Schöner Bericht und schicke Bilder!

                        Grüße
                        Charlotte
                        Hike My Hike, Damn it!
                        Meine Reiseberichte

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                        • ottone
                          Anfänger im Forum
                          • 05.09.2011
                          • 21

                          • Meine Reisen

                          #13
                          AW: [SE] Padjelantaleden Solotour

                          Zitat von Dogeared Beitrag anzeigen
                          Oh, da kommen Erinnerungen auf! Und es ist interessant, wie es da teilweise bei gutem Wetter aussieht ;)

                          Schöner Bericht und schicke Bilder!

                          Grüße
                          Charlotte
                          Vielen Dank!
                          Und ja, bis auf die ersten drei Tage hatte ich wirklich Glück mit dem Wetter.
                          Naja, und da ist es nicht allzu schwer schöne Bilder hinzubekommen.

                          Auf Wunsch habe ich meinen Bericht geotagged.
                          Der Marker sitzt genau da, wo mein Zelt stand, als ich den Elch sah.

                          LG,Peter.

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                          • Atze1407
                            Fuchs
                            • 02.07.2009
                            • 2425

                            • Meine Reisen

                            #14
                            AW: [SE] Padjelantaleden Solotour

                            Danke für die schönen Fotos und guten Bericht.

                            LG
                            Atze1407
                            Wenn du den Charakter eines Menschen kennenlernen willst, gib ihm Macht.
                            Abraham Lincoln

                            Kommentar


                            • ottone
                              Anfänger im Forum
                              • 05.09.2011
                              • 21

                              • Meine Reisen

                              #15
                              AW: [SE] Padjelantaleden Solotour

                              Für alle die es interessiert habe ich heute meine Ausrüstungs- und Proviantliste als PDF angehängt.

                              Eine KMZ-Datei für Google Earth mit der kompletten Tour folgt in Kürze.
                              Angehängte Dateien

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                              • Sapmi
                                Fuchs
                                • 20.11.2005
                                • 2329

                                • Meine Reisen

                                #16
                                AW: [SE] Padjelantaleden Solotour

                                Vielen Dank für den netten Bericht und die vielen schönen Bilder!
                                Kilpailu ei kuulu erämaahan
                                ***********************
                                Der Mensch, der allein reist, kann sich heute auf den Weg machen; doch wer mit einem anderen reist, muss warten, bis dieser bereit ist. (H.D.Thoreau)

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                                • OttoStover
                                  Fuchs
                                  • 18.10.2008
                                  • 1076

                                  • Meine Reisen

                                  #17
                                  AW: [SE] Padjelantaleden Solotour

                                  And a big thank you from me too. I have done the tour, but only in winter. Maybe sometime if I do not have a dog I may do it in summer also.
                                  Otto
                                  Ich lese und spreche Deutsch ganz OK, aber schreiben wird immer Misverständnisse.
                                  Man skal ikke i alle gjestebud fare, og ikke til alle skjettord svare.

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                                  • ottone
                                    Anfänger im Forum
                                    • 05.09.2011
                                    • 21

                                    • Meine Reisen

                                    #18
                                    AW: [SE] Padjelantaleden Solotour

                                    Heute gibt es wie versprochen die kmz-Datei für Google Earth.
                                    Viel Spaß beim "Überfliegen".

                                    Padjelanta Solotour.kmz

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