[SE] SĂŒdliches Lappland – Die Plan B Tour

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  • Freedom33333
    Dauerbesucher
    • 09.09.2017
    • 637

    • Meine Reisen

    #41
    Ich kann mir die GefĂŒhle und die Stimmung bei dem Wetter lebhaft vorstellen. Sonderlich viel Spaß hat man da nicht. Aber super, dass du das mit Fotos eingefangen hast, ich bin ja ein großer Freund davon, auch Schlechtwetterbilder hochzuladen.

    Aber die Tage davor, echt tolle Bilder. Wir haben hier in Deutschland einfach zu wenige Seen. Der typische Tagestouri in den Alpen / Urlaub-machende in den Alpen kann sich das wahrscheinlich kaum vorstellen, wie sich das anfĂŒhlt, wenn man nicht nur einen, sondern zig wunderschöne Seen ganz fĂŒr sich alleine hat. Ich habe mich in meinem Urlaub jedenfalls dabei ertappt, dass ich fast am ersten See mein Zelt aufschlagen wollte.

    Und dann auch noch das mit dem Kocher :O. Meine GĂŒte. Zumal man ja beim Solo-Trekking den Geist eh stark nach innen richtet, nicht nachdenkt ĂŒber die Probleme des Alltags, sondern ganz in der Natur, ganz in dem, was man gerade macht, aufgeht, ist die Gefahr, sich dann da in den Ärger reinzusteigern, durchaus gegeben. Wobei ich nicht denke, dass das ein Gegenargument gegen Gaskocher ist, das dĂŒrfte schon ein eher seltenes Ereignis sein.

    Bin gespannt ob das Wetter so trĂŒbe bleibt.

    Kommentar


    • Mortias
      Fuchs
      • 10.06.2004
      • 1016

      • Meine Reisen

      #42
      ​
      Zitat von evernorth Beitrag anzeigen
      Oooooh.....gar nicht schön. ​ ​ Da hĂ€tte ich nicht mit dir tauschen mögen. Weia...
      Zitat von Fjaellraev Beitrag anzeigen
      Ui das mit dem Kocher ist ja ganz grosse Sch... Ich bin ja gespannt wie die Geschichte weitergeht, ich wollte in KittelfjĂ€ll zum GlĂŒck nur Cola und Chips (und Schatten ) damit war ich erfolgreich.
      ​
      Danke fĂŒr die Anteilnahme. In der Tat fĂŒhlte ich mich im ersten Moment echt wie in einem schlechten Film, da ich nicht wahrhaben wollte, dass mir das grad wirklich passiert ist. Aber ohne zuviel vorwegzunehmen, die Tatsache, dass ich jetzt den Bericht schreibe, beweist immerhin, dass ich unterwegs nicht verhungert bin.

      Zitat von vobo Beitrag anzeigen
      Und wieder eine BestĂ€tigung fĂŒr den einfachen Trangia Spirituskocher, der kann einfach nicht kaputtgehen.
      Ja dies ist tatsĂ€chlich ein starkes Argument fĂŒr die Spirituskocher. Hatte frĂŒher selbst jahrelang einen genutzt, mich dann aber fĂŒr Gas entschieden. Finds da einfach praktischer, dass ich die Flamme regulieren und damit auch sparsamer mit meinem Brennstoff umgehen kann. Außerdem habe ich da halt die Möglichkeit mit der "Zeltheizung". Das wĂŒrde ich bei nem Spirituskocher niemals machen.

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      • Mortias
        Fuchs
        • 10.06.2004
        • 1016

        • Meine Reisen

        #43
        Zitat von Freedom33333 Beitrag anzeigen
        Ich kann mir die GefĂŒhle und die Stimmung bei dem Wetter lebhaft vorstellen. Sonderlich viel Spaß hat man da nicht. Aber super, dass du das mit Fotos eingefangen hast, ich bin ja ein großer Freund davon, auch Schlechtwetterbilder hochzuladen.
        Danke Mann. Ich find es einfach wichtig möglichst viele EindrĂŒcke einzufangen, damit das Gesamtbild möglichst zutreffend ist. Allerdings bin ich mittlerweile bei Schlechtwetterfotos etwas vorsichtiger geworden, nachdem ich vor paar Jahren in Alaska mal dadurch meine Kamera geschrottet haben.

        Zitat von Freedom33333 Beitrag anzeigen
        Aber die Tage davor, echt tolle Bilder. Wir haben hier in Deutschland einfach zu wenige Seen. Der typische Tagestouri in den Alpen / Urlaub-machende in den Alpen kann sich das wahrscheinlich kaum vorstellen, wie sich das anfĂŒhlt, wenn man nicht nur einen, sondern zig wunderschöne Seen ganz fĂŒr sich alleine hat. Ich habe mich in meinem Urlaub jedenfalls dabei ertappt, dass ich fast am ersten See mein Zelt aufschlagen wollte.
        Du sagst es. Das deckt sich auch mit meiner Erfahrung. Naja, es wird schon seine GrĂŒnde haben, warum es mich bereits so hĂ€ufig in den Norden Skandinaviens verschlagen hat. Und das ist sicherlich einer davon.

        Zitat von Freedom33333 Beitrag anzeigen
        Wobei ich nicht denke, dass das ein Gegenargument gegen Gaskocher ist, das dĂŒrfte schon ein eher seltenes Ereignis sein.
        Jo, das denke ich auch. Zumal ich hoffe durch mein schlechtes Beispiel alle anderen Nutzer von Gaskochern dahingehend ein wenig sensibilisiert zu haben.

        Zitat von Freedom33333 Beitrag anzeigen
        Bin gespannt ob das Wetter so trĂŒbe bleibt.
        Das habe ich mich zu dem Zeitpunkt der Tour auch gefragt. Wird wohl Zeit bald mal wieder bisschen weiterzuschreiben...

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        • Staubteufelchen
          Gerne im Forum
          • 27.12.2012
          • 61

          • Meine Reisen

          #44
          Der Kleber des Tapes hat bei der KocherabwÀrme vermutlich nicht gehalten.
          Ein StĂŒckchen Blech oder ReparaturhĂŒlse, mit Blumendraht o. Ă€. fixiert, hĂ€tte vielleich mehr StabilitĂ€t gebracht. Ein wirklich leichtes Reparaturset, welches alle denkbaren Pannen abdeckt, wird es wohl leider nie geben.

          Kommentar


          • Mortias
            Fuchs
            • 10.06.2004
            • 1016

            • Meine Reisen

            #45
            Zitat von Staubteufelchen Beitrag anzeigen
            Der Kleber des Tapes hat bei der KocherabwÀrme vermutlich nicht gehalten.
            Ein StĂŒckchen Blech oder ReparaturhĂŒlse, mit Blumendraht o. Ă€. fixiert, hĂ€tte vielleich mehr StabilitĂ€t gebracht. Ein wirklich leichtes Reparaturset, welches alle denkbaren Pannen abdeckt, wird es wohl leider nie geben.
            Das ist völlig richtig. Wirklich wirksam war die Variante mit dem Tape nicht. Ein Blech und ein Draht wĂ€ren natĂŒrlich deutlich hilfreicher gewesen. Nur hatte ich das leider nicht dabei. Von daher besteht die beste Option schlichtweg darin den Kocher einfach nicht kaputt zu machen.

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            • Mortias
              Fuchs
              • 10.06.2004
              • 1016

              • Meine Reisen

              #46
              Tag 7 (06.09.)
              Nachdem es erneut den ganzen Vormittag durchgeregnet hatte, hörte es dann gegen Mittag endlich auf, so dass ich mich bei trockenen Bedingungen aufmachen konnte. Immerhin besser als gestern. Außerdem erwartete mich heute eine hoffentlich eher entspannte Etappe grĂ¶ĂŸtenteils durch Wald. Hieß also gemĂŒtlich absteigen und kein nerviges Wandern durch den Nebel.


              Aufbruch bei trockener Witterung


              GemĂŒtlicher Abstieg

              Auf die eigentlich geplante Überschreitung des VirisfjĂ€lls habe ich daher verzichtet. DafĂŒr war’s Wetter dann doch nicht so einladend und die Zeit mittlerweile zu weit fortgeschritten. Stattdessen ging es jetzt gemĂ€chlich ĂŒber die strauchbewachsene Tjohkelevaajja-Ebene hinab, bis ich dann gegen Viertel vor zwei an der Waldgrenze stand. Unter mir erstrecken sich ausgedehnte BirkenwĂ€lder, die den großen Virisen See umfassten. Und mittlerweile waren an den BlĂ€ttern auch erste Anzeichen des Herbstes zu erkennen. Wunderbar. So habe ich mir das vorgestellt. Ein guter Augenblick zum Innehalten.


              Tjohkelevaajja


              Blick zum VÀsken und LöfjÀll


              Langsam machte sich der Herbst bemerkbar.


              An der Baumgrenze mit Blick zum Virisen

              Der Abstieg durch den Wald gestaltalte sich dann aber leider als recht beschwerlich. Der Boden war oft steinig, uneben und von viel Unterholz bewachsen. Weiter unten gab es dann einige SumpfflĂ€chen die es zu umgehen galt. Sprich ich war ziemlich genervt von diesem Abschnitt und ĂŒberaus erleichtert, als ich dann eine Dreiviertelstunde spĂ€ter unten im Tal auf den markierten Wanderweg stieß. Endlich hatte die blöde Plackerei ein Ende. Vorerst zumindest. Die Tatsache, dass mich auf dieser Tour noch einige weitere Querfeldeinabschnitte durch Wald erwarteten hat grad nicht sonderlich meine Stimmung gehoben. đŸ€š


              Immerhin ein paar schöne Anblicke wurden mir geboten.


              Sumpfiger See. Hier musste ich einen kleinen Umweg drum herum machen.


              Blick zurĂŒck

              Nachdem ich dann am Virisen eine kurze Mittagspause eingelegt habe (das Ufer war zugewachsen und schwer zugĂ€nglich) kam ich kurze Zeit spĂ€ter in den Ort Virisen. Hierbei handelt es sich lediglich um eine kleine Ansammlung von ein paar Bauernhöfen die ĂŒber eine Schotterstraße erreicht werden können. Von einem Dorf zu sprechen wĂ€re daher etwas ĂŒbertrieben.


              Ufer des Virisen


              Endlich wieder ein Wanderweg


              Die Ortschaft Virisen

              Schnell ließ ich den Ort hinter mir und hatte erstmal Probleme den Wanderweg wiederzufinden. Ein Nachfragen bei einer Dorfbewohnerin klĂ€rte mich dann auf, dass sich der Weg etwas weiter nördlich (als auf der Karte eingezeichnet) befindet. Und tatsĂ€chlich, da war er dann und fĂŒhrte wieder durch den Wald und ĂŒber teilweise sehr feuchte WiesenflĂ€chen. Als ich spĂ€ter nochmal am Virisen vorbeikam nahm ich die Möglichkeit wahr endlich eine ausgedehntere Pause einzulegen. Hier war das Ufer angenehm zugĂ€nglich und hat zum Verweilen eingeladen. WĂ€re es nicht so frĂŒh am Tag gewesen, hĂ€tte ich hier vielleicht schon mein Zelt aufgestellt. Aber ich wollte heute noch ein bisschen Strecke schaffen.


              Blick Richtung GardfjÀll


              Virisen


              Ein wunderbarer Ort fĂŒr eine kleine Pause

              Der Weg entfernte sich nun vom Ufer, stieg etwas an und fĂŒhrte teilweise ĂŒber ausgedehnte SumpfflĂ€chen. Dabei kam ich nicht umhin mich doch etwas ĂŒber den Zustand des Wanderweges zu wundern. Wirklich viel begangen schien er nicht zu sein, ansonsten wĂ€re der Pfad deutlich ausgetretener gewesen. Und ohne die Wintermarkierungen hĂ€tte ich ihn wohl lĂ€ngst schon verloren. Gerade auf den SumpfflĂ€chen konnte man eigentlich nicht von einem echten Weg sprechen, sondern eher von einem normalen Querfeldeinwandern. Holzplanken gab es jedenfalls keine, dafĂŒr höchstens feuchte Schuhe.


              An Sumpfgebieten herrschte hier wahrlich kein Mangel.


              Verfallene HĂŒtte. Ich glaube da hat lange keiner mehr renoviert. 😉


              So sah der Wanderweg meistens aus. Nicht wirklich gut erkennbar.


              Zum GlĂŒck gab es die Wintermarkierungen.

              Gegen halb 7 erreichte ich dann das Ostende des Virisen. Hier wollte ich eigentlich mein Zelt aufschlagen. Nur wo war die Frage, da das Ufer entweder ziemlich sumpfig oder von Wald bewachsen war. Eine lÀngere Zeit suchte ich rum, bis ich dann eine halbwegs brauchbare Stelle direkt am Ufer fand. Na also, geht doch.


              Sumpfige Uferlandschaft

              Erfreut darĂŒber heute (trotz des erneut spĂ€ten Aufbruchs) noch das geplante Tagespensum geschafft zu haben, stellte ich mein Zelt auf und machte mich ans Kochen. Mit dem notdĂŒrftig geflickten Kocher ließ sich zwar eine Flamme erzeugen, aber aufgrund des nicht vorhandenen Luftzugs war diese aber völlig unkontrolliert und flackerte wild umher. Außerdem war der Kocher nicht stabil genug um den Topf selbst zu tragen, so dass ich diesen die ganze Zeit in der Hand halten musste. Insgesamt hat es eine gute halbe Stunde gedauert, bis das Wasser endlich mal zu kochen begonnen hat. Extrem aufwendig. Aber egal, nun konnte ich mein Abendbrot verzehren und dabei noch friedlich am Seeufer sitzen und die Abendstimmung genießen. Es war trocken, angenehm mild und erfreulich windstill. Ein wunderbarer Kontrast zu gestern Abend und eine wirklich schöne Schwedenidylle hier im Wald. Lediglich ein schöner Sonnenuntergang hat jetzt noch gefehlt.


              Zeltplatz direkt am Ufer. War aber grenzwertig von der Bodenbeschaffenheit. Fast schon zu sumpfig.


              Herrlicher Ausblick


              MĂ€ĂŸig erfolgreicher Kochversuch 🙄


              Tat echt gut abends noch am Seeufer zu sitzen und mein Abendbrot genießen zu können.


              Nur fĂŒr nen schönen Sonnenuntergang hat es dann leider doch nicht gereicht.


              GranÄn im Abendlicht

              Kommentar


              • Mortias
                Fuchs
                • 10.06.2004
                • 1016

                • Meine Reisen

                #47
                Tag 8 (07.09.)
                Sonne. Ich glaubte meinen Augen nicht zu trauen, doch tatsĂ€chlich begrĂŒĂŸte mich heute freundliches Wetter mit einem (zumindest teilweise) wolkenfreien Himmel und angenehmen Sonnenschein. Herrlich, das habe ich echt gebraucht. Am liebsten wĂ€re ich sofort aufgebrochen, so motiviert war ich (hier sei angemerkt, dass ich die vorigen Tage eben genau andersherum empfunden habe). Da aber durch die vielen Sumpfabschnitte gestern meine Schuhe doch etwas angefeuchtet waren, zog ich es vor lieber noch etwas zu warten und diese ein wenig in der Sonne zu trocken. Besser is das.


                Herrlicher Morgen


                Endlich mal wieder richtig Sonne


                So sah die Welt doch gleich viel freundlicher aus.


                Ok, fairerweise muss man sagen, dass es nicht komplett wolkenfrei war. Aber hey, im Vergleich zu den vorigen Tagen war es eine enorme Verbesserung.

                Um halb 11 brach ich dann endlich frohgemut auf. Ich verließ nun den Virisen und kam an eine Wegkreuzung, wo der Ganzjahreswanderweg Richtung SĂŒden fĂŒhrte und ich nun einem Sommerweg nach Osten folgte. Ein wenig machte ich mir Sorgen wie ich den Weg ohne die Wintermarkierungen denn finden wĂŒrde, aber diese stellten sich als gĂ€nzlich unbegrĂŒndet heraus. Lusterweise war hier der Weg deutlich besser ausgetreten, es gab außerdem regelmĂ€ĂŸige Markierungen an den BĂ€umen und sogar ein ganz paar wenige (wenn auch vermoderte) Holzplanken. Na das nenne ich mal ein Upgrade. 😄


                Yeah, Holzplanken 😎


                Wechselspiel aus Sonne und Wolken


                Landschaftlich (und durch die LichtverhÀltnisse) wirklich ein sehr schöner Abschnitt


                Am Ufer des Bieriken


                Ein guter Platz fĂŒr eine kleine Pause

                Der Wanderweg fĂŒhrte mich nun ein wenig bergauf und gab mir einen netten Blick aufs Södra GardfjĂ€ll frei, wo ich spĂ€ter noch vorbeikommen wĂŒrde. Als es dann wieder etwas bergab ging, stellte ich fest wie ĂŒberaus angenehm der Weg doch war. Es gab eine klare Schneise durch den Wald und der Boden war eben und nur von Gras bewachsen. Quasi keine Hindernisse, sondern nur leicht zu gehendes Terrain. Wow, solch einfache Wanderbedingungen hatte ich zugegeben selten, so dass ich es richtiggehend genoss so gut voranzukommen.


                Blick Richtung Södra GardfjÀll


                Super angenehme Wanderbedingungen


                Neben der eigentlichen (auf der Karte eingezeichneten) Renvaktarstuga gab es hier noch paar weitere HĂŒtten.


                Der Wald lichtete sich langsam wieder.

                Am frĂŒhen Nachmittag passierte ich dann wieder die Baumgrenze. Der Weg sollte mich nun ein kurzes StĂŒck durchs Norra GardfjĂ€ll fĂŒhren, bis ich dann an einem kleinen See vorbeikam und sich vor meinen Augen ein ausgedehntes bewaldetes Tal öffnete. Unter mir befand sich das Matsdal, welches es nun zu durchqueren galt. Das hieß jetzt erstmal 300 Meter querfeldein durch den Wald bergab und auf der anderen Seite dann wieder 400 Meter hinauf. Wirklich Lust hatte ich ja nicht auf diesen Abschnitt. Aber da bisher niemand eine große BrĂŒcke ĂŒber das Tal gebaut hatte, gab es leider keine andere Möglichkeit um ins Södra GardfjĂ€ll zu kommen. 😉


                Blick zurĂŒck zum Farroken


                Mittagspause. Endlich auch mal ohne Jacke. Wobei ein bisschen windig und ungemĂŒtlich war's schon wenn die Sonne grad nicht schien.


                Fernblick nach Westen


                Kurzer Abschnitt durchs Norra GardfjÀll


                Die Wegmarkierungen waren nicht zu ĂŒbersehen.


                Der Weg fĂŒhrte jetzt noch an diesem kleinen See vorbei...


                ...bevor es dann wieder bergab durch den Wald ging. Hier verließ ich dann auch den Wanderweg.


                Matsdalen. Sah eigentlich ganz schick aus.

                Immerhin ging es der Abstieg durch den Birkenwald angenehm flott. Nennenswerte Hindernisse gab es zum GlĂŒck nicht. Ebenso beim Aufstieg. Das lief insgesamt doch besser als gedacht und bereits eine Stunde spĂ€ter war ich wieder aus dem Wald draußen und durfte mich anschließend erstmal durchs Dickicht schlagen. Das hat schon Kraft gekostet. Außerdem wehte hier doch ein recht ordentlicher Wind, was auch nicht gerade motivationsfördernd war. Bei einer Pause habe ich dann richtig gemerkt wie ausgelaugt ich mich doch mittlerweile fĂŒhlte.



                In der Talsenke


                Die NadelbÀume hier waren ein sehr angenehmer Anblick.


                Beim Aufstieg mit Blick nach Osten


                Blick zurĂŒck. Von der anderen Seite bin ich hergekommen.

                Als ich dann beim Raedtietjahke die Passhöhe auf ca. 1000 m ĂŒberquert hatte und damit das Södra GardfjĂ€ll betrat, nahm der Wind nochmal zĂŒnftig an Fahrt auf und blies mir ordentlich ins Gesicht. Zwei kleine Seen schlug ich daher als ZeltplĂ€tze aus, einfach weil dort mein Zelt dem Wind zu stark ausgesetzt gewesen wĂ€re. Außerdem fand ich die Landschaft irgendwie abweisend. Ich lief daher noch weiter und erst nach lĂ€ngerem Rumsuchen fand ich dann gegen halb 7 an einem weiteren See einen halbwegs geeigneten Zeltplatz. Positiver Nebeneffekt des Ganzen war, dass ich heute sogar bisschen weiter gekommen bin als ursprĂŒnglich geplant. Das hatte ich zugegeben selten, dass ich zur Mitte der Tour noch so gut im Zeitplan war.


                Im Södra GardfjÀll angekommen


                WÀre es nicht so windig gewesen, hÀtte ich wohl an dem See mein Zelt aufgeschlagen.


                Insgesamt war die Landschaft sehr steinig und wirkte irgendwie trostlos auf mich.


                Hier gab es einige kleine namenlose Seen. Der See rechts auf dem Bild sollte dann fĂŒr heute mein Tagesziel sein.


                So, endlich Feierabend.

                Halbwegs windgeschĂŒtzt hinter einem großen Stein versuchte ich mich nun nochmal mein GlĂŒck mit dem Kocher. Aber es war ein ziemliches Trauerspiel. Erneut dauert es ewig um das Wasser zum Kochen zu bringen. Und außerdem war der Topf anschließend so stark mit Ruß ĂŒberzogen, dass ich mir erstmal schön die Hose damit eingesaut hab. Ne danke, ab jetzt zog ich dann doch die kalte KĂŒche vor anstatt mir den Scheiß nochmal anzutun.😑 Aber es passte irgendwie zu dem Abend. Es war es ungemĂŒtlich, der Wind wehte, der Himmel war bedeckt und die Landschaft insgesamt relativ monoton. Ich hatte in der Tat schon schönere und spektakulĂ€rere Abende gehabt.


                MĂ€ĂŸig erfolgreicher Kochversuch, Teil 2


                Trotz allem habe ich mir die gute Laune nicht komplett nehmen lassen.

                Kommentar


                • Blahake

                  Dauerbesucher
                  • 18.06.2014
                  • 847

                  • Meine Reisen

                  #48
                  Hei, da war ja nicht alles immer ein Zuckerschlecken, obwohl die Landschaft fĂŒr Deine VerhĂ€ltnisse doch relativ einfach aussieht. Und dann noch der kaputte Kocher, mich hĂ€tte das ganz schön aus der Bahn geworfen. Gut, dass Du die Moral trotzdem aufrecht erhalten hast. 👍Spannend finde ich, dass Du auf manchen Bildern schon eine wundervolle HerbstfĂ€rbung hast und auf anderen ist es noch ziemlich grĂŒn.

                  Kommentar


                  • Mortias
                    Fuchs
                    • 10.06.2004
                    • 1016

                    • Meine Reisen

                    #49
                    Ja landschaftlich war es meistens in der Tat nicht sonderlich anspruchsvoll. Ging halt viel durch Wald und eher hĂŒgelige Tundra. Von daher hatte ich doch ein wenig Gewissensbisse, ob ich solch eine einfache und anspruchslose Tour hier ĂŒberhaupt vorstellen sollte. Man hat ja schließlich einen Ruf zu verlieren. Aber bei der HerstfĂ€rbung war ich selbst auch etwas erstaunt wie wenig fortgeschritten diese anfangs war. Ich finde, wenn ich schon im September unterwegs bin, dann möchte ich doch bitteschöne auch gelbe BirkenwĂ€lder sehen.

                    Kommentar


                    • Taffinaff
                      Dauerbesucher
                      • 03.01.2014
                      • 795

                      • Meine Reisen

                      #50
                      Nette Tour, danke fuers Mitnehmen!

                      OT: Kochertress ist natuerlich blöd... aber sprÀche etwas dagegen, auf nem kleinen Feuerchen zu kochen? An Brennstoff sollte es da doch nicht fehlen?

                      Taffi

                      Kommentar


                      • Mortias
                        Fuchs
                        • 10.06.2004
                        • 1016

                        • Meine Reisen

                        #51
                        Zitat von Taffinaff Beitrag anzeigen
                        Nette Tour, danke fuers Mitnehmen!

                        OT: Kochertress ist natuerlich blöd... aber sprÀche etwas dagegen, auf nem kleinen Feuerchen zu kochen? An Brennstoff sollte es da doch nicht fehlen?

                        Taffi
                        Danke fĂŒrs Lob. Also die Option mit dem Feuerchen habe ich mir auch ĂŒberlegt aber schnell wieder verworfen. Zum einen finde ich es, zumindest in der baumlosen Tundra, gar nicht so leicht mit dem vernĂŒnftigen Brennmaterial. Vor allem wenn es auch noch feucht ist. Außerdem hatte ich keinen Bock dann wĂ€hrend des Kochvorganges wieder die ganze Zeit mein Kochgeschirr in der Hand zu halten oder mir alternativ erstmal mit Steinen eine Art Kochstand zu basteln, aufr dem ich dann den Topf abstellen könnte. Und bei Regen oder starken Wind wĂ€re das mit dem Feuerchen auch nicht gerade praktisch gewesen.

                        Kommentar


                        • Mortias
                          Fuchs
                          • 10.06.2004
                          • 1016

                          • Meine Reisen

                          #52
                          Tag 9 (08.09.)
                          Zwar erblickte ich heute Morgen die Sonne, allerdings war mir anhand der Bewölkung klar, dass dies nur ein kurzes Schönwetter-Intermezzo sein wĂŒrde. DafĂŒr war der Wind leider immer noch ein ĂŒberaus zuverlĂ€ssiger Begleiter. Rekapitulierend muss ich feststellen, dass es oberhalb der Baumgrenze die meiste Zeit immer recht windig war. So halt auch heute. Nach meinem Aufbruch um Viertel nach 11 dauerte es dann auch nicht sehr lange, bis mich der erste Regenschauer begrĂŒĂŸte. Ja das hab ich echt nicht vermisst. 😒


                          Kurze Sonnenscheinphase am Morgen


                          So ein Wechselspiel aus Sonne und Wolken sorgt doch immer fĂŒr recht schöne Farbkontraste.


                          Der erste Regenschauer nÀhert sich.

                          Ich durchlief ein kleines Tal und machte mich auf der anderen Seite an den Aufstieg auf einen kleinen Sattel. Dieser gestaltete sich als recht steil und kraftraubend, aber hat gerade deshalb durchaus Spaß gemacht. Interessanterweise stieß ich hier auch auf einen markierten Wanderweg. Also machbar war der Aufstieg ja schon, nur fand ich es trotzdem recht sportlich an der Stelle nen Wanderweg langzulegen. FĂŒr wenig erfahrene Wanderer könnte dies eventuell bereits als leicht grenzwertig empfunden werden.


                          Mal wieder ein Regenschauer. GegenĂŒber sieht man den Aufstieg zum Sattel.


                          Ja war ein bisschen steil. Aber hier fĂŒhrte der offizielle Wanderweg lang.

                          Als ich dann oben auf dem Sattel stand, blies mir wieder ein bissig kalter Wind entgegen. Zudem kam ich ins Überlegen ĂŒber die weitere Etappe. Meine ursprĂŒngliche Planung sah vor das GrönfjĂ€ll zu ĂŒberqueren und dann beim KroenenĂ„elki wieder abzusteigen. Bei gutem Wetter wĂ€re das eine tolle Panoramastrecke. Nur war das Wetter leider alles andere als gut. Der Wind und die tiefhĂ€ngende Bewölkung bewiesen dies ja. Trotzdem sah der Aufstieg einladend aus und irgendwie lockte mich die Herausforderung es doch zu machen. Letztendlich hat dann aber meine Bequemlichkeit gesiegt, da mir klar war, dass es da oben extrem windig und ungemĂŒtlich sein wĂŒrde. Da zog ich doch die einfachere Route vor, die schlichtweg darin bestand weiter am Hang entlang zu laufen.


                          Immerhin gab's hier eine nette Aussicht.


                          Blick Richtung GrönfjĂ€llet. Es wĂ€re sicherlich nicht allzu schwierig gewesen da hochzulaufen. Aber auch extrem ungemĂŒtlich.

                          Kurze Zeit spĂ€ter ging wieder der nĂ€chste Regenschauer nieder und ich fĂŒhlte mich in meiner in meiner Entscheidung angenehm bestĂ€tigt. Das hĂ€tte wirklich keinen Spaß gemacht sich weiter oben noch unnötigen Strapazen auszusetzen. Und auch vom Hang aus war der Blick nach Westen gar nicht mal so schlecht. Eine ausgedehnte HĂŒgellandschaft mit vielen grĂ¶ĂŸeren und kleineren Seen lag dort. Und als ich wĂ€hrend einer Regenpause dann an einer halbwegs windgeschĂŒtzten Stelle mein Mittag genießen konnte, erfreute ich mich an dem Naturerlebnis und haderte auch nicht mehr mit meiner Entscheidung.


                          Blick Richtung Westen


                          Wenn es grad mal nicht regnete sah es durchaus angenehm aus.


                          Mittagspause

                          Frisch gestĂ€rkt ging es nun leicht bergab in Richtung FĂ„gelsjön. Anfangs noch leicht zu gehen, wurde der Boden zunehmend unebener und war von StrĂ€uchern sowie einzelnen BĂ€umen bewachsen. Der Himmel zog wieder zu, ergoss den nĂ€chsten Schauer ĂŒber mir und hĂŒllte die Landschaft in ein trĂŒbes Licht, wĂ€hrend ich mich mĂŒhsam durch die StrĂ€ucher vorankĂ€mpfte. Ich fĂŒhle mich ausgepowert und schleppte mich ziemlich lustlos voran. Spaß hat mir dieser Abschnitt definitiv nicht gemacht. ZĂ€h war er und zog sich gefĂŒhlt eine halbe Ewigkeit hin.


                          Blick Richtung KittelfjÀll


                          FÄgelsjön


                          Extrem nerviger Abschnitt

                          Als ich dann, sĂŒdlich vom FĂ„gelsjön, den Pass zwischen KroenenĂ„elki und FĂ„gelfjĂ€ll erreichte, war es zum GlĂŒck wieder trocken. Erneut kam ich kurz ins GrĂŒbeln. Denn eigentlich wollte ich morgen das KittelfjĂ€ll Massiv ĂŒberqueren und mĂŒsste ich mich dafĂŒr dann jetzt nach Westen halten. Aber ehrlich gesagt hatte ich da grad nicht so Bock darauf. Bei einem Wetter wie heute wĂŒrde ich dort vermutlich eh vor Wolken kaum etwas zu sehen bekommen und mĂŒsste stattdessen wieder mit einem starken Wind und kalten Witterungen zu kĂ€mpfen haben. Ehrgeiz hin oder her, aber das musste jetzt wirklich nicht sein.


                          Blick zurĂŒck zum FĂ„gelsjön


                          Auf der Passhöhe mit Blick nach SĂŒden

                          Also entschied ich mich stattdessen durchs vor mir liegende Tal zu laufen. Hier gab‘s zwar einige SumpfflĂ€chen und GestrĂŒpp, aber es war weniger ausgesetzt und dadurch angenehm windgeschĂŒtzt. Außerdem regnete es nicht. Mehr konnte ich wirklich nicht erwarten.


                          Strauchlandschaft. Ich kam aber soweit noch ganz gut voran.


                          Blick zurĂŒck zum Pass

                          Gegen Viertel vor 5 fand ich dann direkt oberhalb eines Baches eine sehr schöne Campingstelle. Es tat richtig gut heute mal ein wenig frĂŒher als die letzten Tage meinen Rucksack niederzulegen. Außerdem wuchsen hier etliche Blaubeeren, so dass ich kulinarisch noch eine angenehme Abwechslung genießen konnte. Da es abends außerdem trocken blieb, konnte ich immerhin draußen sitzen als ich meine trockenen Nudeln knusperte. Ja, wenn’s nicht so toll lĂ€uft, ist es manchmal auch wichtig sich ĂŒber die kleinen Dinge zu freuen. Trotzdem hĂ€tte ich nichts gegen etwas schöneres Wetter gehabt. 😉


                          Zeltplatz mit NĂ€he zu den Blaubeeren


                          Ein ĂŒberaus schmackhafter Schnack war das. 😋


                          Tja, und so sieht das Abendbrot dann aus wenn nicht gekocht werden kann. 🙄


                          Aber egal, immerhin konnte ich draußen rumlaufen und musste mich nicht vor dem Regen im Zelt verkriechen.


                          Blick nach SĂŒden


                          AbenddÀmmerung um 20:15 Uhr

                          Kommentar


                          • Mortias
                            Fuchs
                            • 10.06.2004
                            • 1016

                            • Meine Reisen

                            #53
                            Tag 10 (09.09.)
                            Heute schien morgens endlich mal wieder die Sonne. Ein erfreulicher Anblick war dies. Gleichzeitig brachte es mich aber auch ins GrĂŒbeln ob ich gestern nicht vielleicht doch die falsche Entscheidung getroffen habe als ich mich entschied das KittelfjĂ€ll Massiv zu umgehen. Zum GlĂŒck wurden diese Zweifel aber schnell zerstreut, als der Himmel zuzog und einen ersten Regenschauer mitbrachte.


                            Morgensonne ĂŒbern TvĂ€rĂ„n


                            SpÀter sah es dann wieder nicht so freundlich aus.

                            Wechselhaftes Wetter stand also an. Aber zumindest war es im Wald recht windgeschĂŒtzt. Um halb 12 rappelte ich mich dann auf und lief ĂŒber grĂ¶ĂŸtenteils von Sumpfboden und Heidekraut bewachsene Landschaft los. In einiger Entfernung kamen lokale Schauer runter, aber bei mir blieb es zum GlĂŒck trocken und die Sonne zeigte sich sogar.


                            Blick zum Gismessjön


                            Es ging nun wieder in den Wald hinein.


                            Klassischer FjÀll-Birkenwald

                            An einem kleinen Bach traf ich dann auf den markierten Wanderweg. Von nun an wĂŒrde es relativ leicht vorangehen. Lichter Wald und offene HeideflĂ€chen wechselten sich ab. Und irgendwann, als ich kurz vorm Abstieg war und bereits einzelne NadelbĂ€ume zu sehen waren, stellte ich fest wie unheimlich schön diese Landschaft hier doch war. Dieser Kontrast aus Sonne und dunklen Wolken in dieser lieblichen Mischwaldzone und der immer noch weiten Fernsicht erzeugte pure Freude und Zufriedenheit in mir. Im SĂŒden gingen Regenschauer nieder und ließen die Landschaft eigentlich abweisend aussehen. Aber hier in der Sonne war es einfach nur ein toller Anblick. Eine wahrhaft herrliche boreale Szenerie war das. Und vor mir lagen jetzt ein leichter Abstieg und anschließend ein (hoffentlich) möglicher Proviantnachschub in KittelfjĂ€ll.


                            BrĂŒcke ĂŒbern TvĂ€rĂ„n


                            Wie gut, dass ich nicht mit nem Schneemobil unterwegs war. 😉


                            Regenbogen vorm GrönfjÀll


                            Wechselhaftes Wetter


                            Blick Richtung GirifjÀllet


                            Das war wirklich mal ein traumhafter Abschnitt.

                            Gut gelaunt lief ich daher bergab und durchstreifte den Nadelwald, bis auch schon kurze Zeit spĂ€ter die Straße auftauchte der ich jetzt fĂŒr ca. 2 km folgen musste. Bei der Ortschaft KittelfĂ€ll handelt es sich um eine recht ausgedehnte Ansammlung an HĂ€usern, die sich alle mehr oder weniger um die einzige asphaltierte Straße versammeln. Und hier fand ich auch einen kleinen Laden, wo ich mich mit KnĂ€cke und anderem Essen eindecken konnte, so dass die weitere Nahrungsversorgung ausreichend gewĂ€hrleistet war. Irgendwann am Ortsende sollte dann auch der markierte Wanderweg weitergehen. Nur wo genau? Wirklich erkennbare Beschilderungen hierzu fand ich nicht, dafĂŒr gingen einige Schotterstraßen nach SĂŒden ab. Handelte es sich bei einer davon um den Wanderweg? Da ich mir nicht sicher war, beschloss ich einfach mal einen Einwohner zu fragen, der gerade draußen vor seinem Haus rumlief. Im Laufe des GesprĂ€chs stellte ich nicht nur raus, dass ich quasi kurz vor der Abzweigung des Wanderweges war, sondern er zeigte mir auch noch einen Wetterbericht auf seinem Handy. Demzufolge wĂ€re heute und morgen zwar noch mit dem gleichen altbekannten Mix aus Regenschauern, Bewölkung, Wind und bisschen Sonne zu rechnen. Aber fĂŒr die beiden Tage darauf war nur eine Sonne zu sehen. Und nichts anderes. Das hat mein Herz nun wirklich erwĂ€rmt. đŸ€—


                            Gut zu folgender Wanderweg


                            Straße nach KittelfjĂ€ll


                            Der kleine Dorfladen von KittelfjĂ€ll. FĂŒr die Grundversorgung hat er alle Male ausgereicht.

                            Nach diesem motivierenden GesprĂ€ch stieß ich dann kurze Zeit spĂ€ter auf den gesuchten Wanderweg (der tatsĂ€chlich sogar ordentlich ausgeschildert war). Als ich dann etwas spĂ€ter an einem Fluss gemĂŒtlich meine Mittagspause machte, kam eine Gruppe von Wanderern vorbei. Insgesamt so 15 Leute, bestehend aus ein paar Erwachsenen und vielen Jugendlichen. Ich vermute mal eine Schulklasse. Es handelte sich hierbei jedenfalls um die ersten anderen Wanderer, die ich bisher auf dieser Tour getroffen habe. Und dann gleich so viele auf einmal.


                            BrĂŒcke ĂŒber den Ausfluss vom Borkasjön in den Bergsjön. Einen offiziellen Namen hatte der Fluss aber nicht.


                            War ein schickes PlÀtzchen hier...


                            ... und daher perfekt fĂŒr meine Mittagspause.

                            Der Weg fĂŒhrte nun wieder sukzessive bergauf und ließ den Nadelwald hinter sich. Dabei ĂŒberholte ich dann wieder die Schulklasse, die sich mittlerweile ziemlich weit auseinander gezogen hatte. Kurz vor der Passhöhe, auf knapp 900 Metern, schnaufte ich erstmal gut durch und genoss den durchaus ansehnlichen Fernblick nach Osten. Um die Freude aber nicht zu groß werden zu lassen, kam dafĂŒr erstmal ein krĂ€ftiger Regenschauer runter. Zum GlĂŒck hatte ich mir grad noch rechtzeitig vorher meine Regensachen angezogen.


                            Was fĂŒr ein dekadenter Luxuswanderweg. Vor ein paar Tagen wĂ€re ich noch froh gewesen wenigstens die vermoderten Holzplanken rechts vorzufinden. Und hier gab‘s da gleich noch Neue daneben. 😄


                            Blick zurĂŒck nach KittelfĂ€ll


                            Blick nach Osten


                            Ein Unwetter zieht auf.

                            Meine Route fĂŒhrte mich jetzt oberhalb des Rissjöns entlang und mit Ausnahme kurzer Pausen regnete es dabei in einem StĂŒck durch. Der Weg war dadurch teilweise sehr matschig und das Vorankommen ziemlich zĂ€h und mĂŒhselig. Eigentlich wollte ich irgendwo am Hang an einem der vielen BĂ€che mein Zelt aufstellen. Aber bei dem Regen hatte ich dazu ĂŒberhaupt keinen Bock. Zudem gab es auch nicht wirklich gute Zeltmöglichkeiten.


                            Rissjön


                            Meine Motivation war ziemlich weit unten.


                            Regenschauer ĂŒber dem Rissjön

                            Also biss ich die ZĂ€hne zusammen und lief weiter. NĂŒtzte ja nichts. Gegen 18 Uhr, am Westende des Sees, gab es dann endlich ganz gute Zeltmöglichkeiten. Zum GlĂŒck hatte es nun auch aufgehört zu regnen und es war lediglich „nur“ noch windig. Ich war jedenfalls einfach nur froh fertig zu sein. Mein Zelt habe ich jetzt kaum noch verlassen und lag lieber gemĂŒtlich im warmen Schlafsack. Als ich dann aber gegen Viertel nach 7 mal rausguckte, sah ich doch tatsĂ€chlich die Schulklasse den Weg entlang marschieren. Also da wuchs dann echt mein Respekt. Ich fand das ja selbst schon ziemlich widerlich heute und ich wĂŒrde mal behaupten, dass ich doch einiges an Erfahrung und daher auch eine halbwegs gute Frustrationstoleranz bei solchen Dingen habe. Zudem hatten die SchĂŒler teilweise nicht mal vernĂŒnftiges Outdoor Equipment dabei. Und trotzdem sind sie weitermarschiert. Mich hĂ€tte echt mal interessiert wie dort dann grad die Stimmung war. Ich zumindest war einfach nur froh, dass ich jetzt im Zelt sitzen konnte ich nicht mehr da draußen rumlaufen musste.


                            Am Westende vom Rissjön. Hier schlug ich nun mein Zelt auf.


                            Endlich fertig. Der starke Wind hat denn noch den Rucksackregenschutz ganz gut getrocknet.


                            Kurzzeitig gab es sogar noch einen Hauch von Sonnenschein. Aber das konnte nicht darĂŒber hinweg tĂ€uschen wie kalt und ungemĂŒtlich es doch war.

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                            • TilmannG
                              Dauerbesucher
                              • 29.10.2013
                              • 868

                              • Meine Reisen

                              #54
                              So schöne Farben! Da wird einem richtig warm...wenn da nicht der Anblick deines traurigen Ungekochten wÀre, das sieht schlimmer aus als der Regen...
                              Leider konnte ich im Herbst schon lange nicht mehr weg, aber wenn der lockdown so weiter geht, dann wird das dieses Jahr noch was!
                              Danke und GrĂŒĂŸe!
                              http://www.foto-tilmann-graner.de/

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                              • Freedom33333
                                Dauerbesucher
                                • 09.09.2017
                                • 637

                                • Meine Reisen

                                #55
                                Na immerhin ein bisschen Sonne hattest du doch noch. ;)

                                Wie viel Prozent ca. war Busch & BĂ€ume & durchs Dickicht schlagen? Ich hatte das bei meiner letzten Tour fast kaum, aber die Tage wo ich musste waren mir die unliebsten. Eklig wird das immer besonders dann, wenn noch ein Blockfeld unter den BĂ€umen ist. Und MĂŒcken fĂŒhlen sich da auch wohl...das ist immerhin der Vorteil bei Wind.

                                Blaubeeren und trockene Nudeln, das klingt dochmal nach einer guten Kombi .

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                                • Fjaellraev
                                  Freak

                                  Liebt das Forum
                                  • 21.12.2003
                                  • 13835

                                  • Meine Reisen

                                  #56
                                  Na hoffentlich bekommst du jetzt dann wirklich noch Sonne, die Gegend ist nÀmlich echt schön
                                  Ich habe mir in der Ecke ja etwas weniger Sonne (oder zumindest WĂ€rme) gewĂŒnscht - 25° im Schatten sind einfach heftig - aber das war ja auch im Juli. Deine Laufrichtung hatte auf jeden Fall den Vorteil dass du nicht dauernd auf die SkihĂ€nge von KittelfjĂ€ll schauen musstest, die waren schon irgendwie irritierend.
                                  Die Schulklasse dĂŒrfte auch nur die Aussicht auf die trockene Blerikenstuga halbwegs bei Laune gehalten haben...

                                  Gruss
                                  Henning
                                  Es gibt kein schlechtes Wetter,
                                  nur unpassende Kleidung.

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                                  • Mortias
                                    Fuchs
                                    • 10.06.2004
                                    • 1016

                                    • Meine Reisen

                                    #57
                                    Zitat von TilmannG Beitrag anzeigen
                                    So schöne Farben! Da wird einem richtig warm...wenn da nicht der Anblick deines traurigen Ungekochten wÀre, das sieht schlimmer aus als der Regen...
                                    Danke danke. Zugegeben fand ich das mit dem Kocher zu dem Zeitpunkt bereits ziemlich lustig und eine interessante Erfahrung. Ich meine wann nimmt man sich sonst mal die Zeit unterwegs auf Tour trockene Nudeln zu knuspern? WÀre mir das aber bei meiner eigentlich vorgesehen Tour passiert (wo es keine Möglichkeit zum Proviantkauf gegeben hÀtte) hÀtte ich es sicherlich deutlich weniger witzig gefunden.

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                                    • Mortias
                                      Fuchs
                                      • 10.06.2004
                                      • 1016

                                      • Meine Reisen

                                      #58
                                      Zitat von Freedom33333 Beitrag anzeigen
                                      Na immerhin ein bisschen Sonne hattest du doch noch. ;)
                                      Ich hÀtte schon gerne ein bisschen mehr gehabt.

                                      Zitat von Freedom33333 Beitrag anzeigen
                                      Wie viel Prozent ca. war Busch & BĂ€ume & durchs Dickicht schlagen? Ich hatte das bei meiner letzten Tour fast kaum, aber die Tage wo ich musste waren mir die unliebsten. Eklig wird das immer besonders dann, wenn noch ein Blockfeld unter den BĂ€umen ist. Und MĂŒcken fĂŒhlen sich da auch wohl...das ist immerhin der Vorteil bei Wind.
                                      Puhh, schwer zu sagen. WĂŒrd mal schĂ€tzen, dass sicherlich mindestens 30% der Strecke durch Wald bzw. GebĂŒsch gingen. Vermutlich sogar mehr. Gab jedenfalls fast keinen einzigen Tag (mit Ausnahme von einem) wo ich nicht mindestens einmal unter die Baumgrenze gekommen bin. In der Summe hĂ€tte ich mir doch ein bisschen mehr KahlfjĂ€ll gewĂŒnscht. Aber zumindest mit den MĂŒcken hatte ich keinerlei Probleme mehr gehabt.

                                      Aber da Du ja grad Deine letzte Tour erwÀhnt hast, stelle ich doch gleich mal die Frage wann denn endlich mit Deinem Bericht zu rechnen ist?
                                      Zuletzt geÀndert von Mortias; 18.03.2021, 21:24.

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                                      • Mortias
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                                        • 10.06.2004
                                        • 1016

                                        • Meine Reisen

                                        #59
                                        Zitat von Fjaellraev Beitrag anzeigen
                                        Na hoffentlich bekommst du jetzt dann wirklich noch Sonne, die Gegend ist nÀmlich echt schön
                                        Ich habe mir in der Ecke ja etwas weniger Sonne (oder zumindest WĂ€rme) gewĂŒnscht - 25° im Schatten sind einfach heftig - aber das war ja auch im Juli. Deine Laufrichtung hatte auf jeden Fall den Vorteil dass du nicht dauernd auf die SkihĂ€nge von KittelfjĂ€ll schauen musstest, die waren schon irgendwie irritierend.
                                        Die Schulklasse dĂŒrfte auch nur die Aussicht auf die trockene Blerikenstuga halbwegs bei Laune gehalten haben...

                                        Gruss
                                        Henning
                                        Ja bei so sommerlichen Temperaturen macht es mitunter auch nicht grad viel Spaß. Das Problem kenne ich. Und die SkihĂ€nge von KittelfjĂ€ll sind natĂŒrlich stellvertretend dafĂŒr, dass die Region allgemein eben nicht ganz so wild und unberĂŒhrt ist wie viele Gegenden weiter im Norden. Das ist mir schon aufgefallen, aber das wusste ich bereits im Voraus. Schön ist die Ecke allemale. Und lustigerweise habe ich unterwegs dafĂŒr viel weniger Leute getroffen als sonst.

                                        Bei der Schulklasse nimmst Du mir ĂŒbirgens grade meine eigene Analyse vorweg.

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                                          • 10.06.2004
                                          • 1016

                                          • Meine Reisen

                                          #60
                                          Tag 11 (10.09.)
                                          Ein ekliger Wind wehte. Es war maximal zwei Grad warm, aber durch den Wind empfand ich es als noch deutlich bissiger. Da hatte ich wirklich wenig Lust mein Zelt zu verlassen. BĂ€hh. Aber irgendwann musste ich ja los, nur bitte nicht ĂŒbereilt. So startete ich auch heute erst gegen 20 vor 12. Ich bin ja sowieso grundsĂ€tzlich jemand, der gerne etwas spĂ€ter aufbricht, aber ich fand bei dieser Tour bin ich selbst fĂŒr meine VerhĂ€ltnisse hĂ€ufig extrem spĂ€t aufgebrochen.


                                          Kalter Morgen

                                          Immerhin war es trocken und ich konnte einem markierten Weg folgen. Somit gab es keine Hindernisse die mir das Wandern erschwerten. Seichter Birkenwald schmĂŒckte hier die ansonsten relativ steinige Landschaft. Und von der Schulklasse kamen mir ein paar Leute entgegen. Scheinbar ging es fĂŒr sie jetzt wieder zurĂŒck nach KittelfjĂ€ll. Kurze Zeit spĂ€ter kam ich dann an der Blerikstuga vorbei, wo sich noch der Rest der Truppe befand. Jetzt verstand ich auch, wieso die gestern Abend so lange unterwegs waren. Aber mit einer warmen HĂŒtte als Perspektive lĂ€sst sich natĂŒrlich auch so ein ekliges Wetter leichter ertragen.


                                          Övre Bleriken


                                          Herbstlicher Waldabschnitt


                                          Blerikstugan

                                          Nach der HĂŒtte ging der Weg anschließend moderat bergauf. Ca. 250 Höhenmeter Aufstieg auf einer LĂ€nge von 7 km erwarteten mich jetzt. Außerdem stand nun eine Routenentscheidung an. Jetzt, wo es ins MarsfjĂ€ll ging, sah mein Plan eigentlich vor in sĂŒd-östlicher Richtung durchs Trollskalet zu laufen und anschließend von Osten kommend den Hauptgipfel des MarsfjĂ€lls zu besteigen. Landschaftlich wĂ€re dieser Schlenker eines der Highlights meiner Tour gewesen. Und auch bei meinen allerersten Überlegungen dieser Region einen Besuch abzustatten, war immer eine Besteigung des MarsfjĂ€lls mit enthalten. Aber bei der jetzigen Wetterlage erschien es mir absolut unattraktiv. Zumal die Gipfel eh in den Wolken lagen und ich durch den spĂ€ten Aufbruch heute viel Zeit verloren hatte. Eigentlich war es mir bereits gestern klar gewesen, dass ich mich fĂŒr die kurze Variante entscheiden wĂŒrde, nĂ€mlich einfach dem markierten Wanderweg weiter zu folgen. Trotzdem hatte auch diese Entscheidung fĂŒr leichtes Bauchgrimmen bei mir gesorgt. Kollege Ehrgeiz hĂ€tte schließlich etwas anderes bevorzugt. Aber er wurde ĂŒberstimmt von den Herren Bequemlichkeit und Vernunft. 😉


                                          Moderater Aufstieg


                                          Blick zurĂŒck auf den Seen Nedre und Övre Bleriken


                                          MarsfjÀllgipfel in den Wolken

                                          WĂ€hrend es nun langsam bergauf ging, kam (mal wieder) ein zĂŒnftiger Regenschauer runter. Ohne den Schutz des Waldes war das hier oben, in Kombination mit dem kalten Wind, richtig widerlich und ungemĂŒtlich. Konnte ich denn nicht einmal meine Ruhe haben und einfach nur gemĂŒtlich durch die Gegend wandern ohne von so nem Schietwetter genervt zu werden? Zudem wollte ich doch demnĂ€chst Mittagspause machen. Nur wie soll das gehen bei solch abweisenden Bedingungen? Frustriert schrie ich meinen Ärger laut aus mir raus. Das musste einfach mal sein.


                                          Ekliges Wetter


                                          Immerhin hatte ich ein bisschen Gesellschaft.

                                          Der Schauer legte sich dann nach ca. 20 Minuten wieder, aber trotzdem wirkte die Landschaft hier oben irgendwie trist und trostlos. Paar Rentiere leisteten mir Gesellschaft, aber sonst hatte der Abschnitt eigentlich nichts zu bieten. Auf einmal aber meinte ich weiter vorne eine kleine HĂŒtte zu sehen. Aber das konnte ja eigentlich gar nicht sein. Auf der Karte war zumindest Nichts eingezeichnet. Und doch, auf ca. 1100 Höhenmetern, kurz vom DjupbĂ€cken, gab es tatsĂ€chlich eine kleine RastschutzhĂŒtte. Na das war mal eine erfreuliche Überraschung. So konnte ich jetzt meine Mittagspause gemĂŒtlich im Trockenen verbringen. Mehr als ich zu hoffen gewagt hatte.


                                          Unerwartete RasthĂŒtte


                                          Tat echt gut mal wieder im Trockenen zu sitzen. 🙂

                                          Gut ausgeruht ging es nun weiter durch eine eher karge Landschaft. Viel zu sehen gab es nicht, bis ich dann endlich die Passhöhe erreicht hatte und im SĂŒden wieder ein bisschen Fernblick genießen konnte. Sogar einzelne Sonnenstrahlen schienen durch die Wolkendecke zu dringen. Ein ĂŒberaus wohltuender Anblick. Da außerdem die Hauptgipfel des MarsfjĂ€lls immer noch nicht zu sehen waren, fĂŒhlte ich mich außerdem angenehm bestĂ€tigt in meiner Entscheidung die Besteigung nicht in Angriff genommen zu haben.


                                          Blick nach Westen


                                          Passhöhe auf ca. 1100 m


                                          Regenschauer ĂŒberm Kultsjön


                                          Auf dem MarsfjÀll hat es in den höheren Lagen sogar ein wenig geschneit.

                                          Der Abstieg ging nun angenehm und flott vonstatten. Schnell wurde die Landschaft grĂŒner und freundlicher. Zudem zeigte sich zeitweise auch mal die Sonne. Erleichtert und freudig durchlief ich diese Gegend, da ich wusste, dass es nun endlich besser werden wĂŒrde. Der blöde Pass lag nun hinter mir und gleichzeitig vertraute ich auf die positive Wetterprognose, die mir zwei Schönwettertage versprach. Auf einmal fĂŒhlte sich alles wieder leicht und unbeschwerlich an.


                                          Angenehme Wanderbedingungen


                                          Blick zurĂŒck


                                          Blick nach Westen. Wirklich freundlich sah es noch nicht aus.


                                          Ja hat echt Spaß gemacht hier langzulaufen.


                                          Pause an der MarsfjÀllkÄta

                                          Nach der MarsfjĂ€llkĂ„ta folgte ich dem Wanderweg noch fĂŒr einen knappen Kilometer, bis ich dann auf einer kleinen Lichtung mein Zelt aufstellte. Hier war der Boden erfreulich eben und zudem war es, geschĂŒtzt durch den Wald, angenehm windstill und daher auch noch relativ mild. Die Abendsonne bahnte sich nochmal durch die Wolken und ließ die mittlerweile recht herbstlichen Birken in wunderschönen Farbtönen erstrahlen. Herrlich. Nach der doch etwas mĂŒhseligen Etappe tat es jetzt richtig gut hier sitzen zu können, diese herrlichen Lichtstimmungen zu genießen und sich an der Perspektive von zwei schönen vor mir liegenden Tagen zu erfreuen.


                                          Diese Lichtung war wirklich wie gemacht fĂŒrs Zelten.


                                          Abendsonne


                                          So im Abendlicht wirkten die Herbstfarben dann gleich noch ein bisschen prÀchtiger.


                                          Das war wirklich ein sehr versöhnlicher Ausklang des heutigen Tages.


                                          Trotzdem habe ich mein Abendbrot im Zelt verzehrt. Einfach weil es keine vernĂŒnftige Sitzgelegenheit draußen gab (das Gras war zu feucht und Steine nicht vorhanden).

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