[DE] Drahendorfer Spree, Pfingsten während Corona 2021

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    [DE] Drahendorfer Spree, Pfingsten während Corona 2021

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    Drahendorfer Spree, Pfingsten während Corona 2021


    Ein Jahr nach dem ersten Corona-Pfingsten sind wir dieselbe Strecke wieder gepaddelt. Das Hauptaugenmerk bestand diesmal in der Konditionierung des Outdoor-Nachwuchses und so haben wir die Tourlänge halbiert. Das ging problemlos, da wir diesmal 2 Autos zur Verfügung hatten und so selbst aus dem gottverlassensten Endpunkt der Tour wieder herauskamen. Wir paddelten also die Strecke Beeskow bis Drahendorf one-way, 24km in 3 Tagen.

    Outdoor-Nachwuchs:
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    Aufbau und Start in Beeskow:
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    Das schöne an Pfingsten 2021 war die Wettervorhersage:
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    Samstag und Sonntag war wechselhaftes, kühles und sehr windiges Schauerwetter angesagt, und das hatte zur Folge, dass viel weniger Paddler auf der Spree unterwegs waren. Während letztes Jahr dutzende Gruppen von Wildcampern die Flussufer besiedelten, hatten wir den Fluss und die guten Rastplätze diesmal (fast) für uns allein.

    Tatsächlich gab es Sa+So den ein oder anderen Schauer, auch häufiger, als in der Meteoblue-Vorhersage dargestellt, aber es hielt sich alles im Rahmen. Jedenfalls nichts, was Kleinkinder beim Abwettern aus der Fassung bringt:
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    Der zweite große Pluspunkt des Pfingst-Wetters bzw. der kühlen Witterung der letzten Wochen: es gab so gut wie keine Mücken! (Rückblick April, Mai)

    Und als dritter Bonus: die Spree war viel besser mit Wasser gefüllt als vor einem Jahr. Damals flossen 4.63m³/s durch Beeskow, heute 2½x mehr (11.4m³/s).

    Sonne hatten wir auch genug, es reichte für den ein oder anderen Sonnenbrand.

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    1. Rastplatz:
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    Vor dem Abendbrot mache ich mit dem Kleinen einen Ausflug durch das hohe Gras entlang des Altarm-Ufers. Wir schauen über das Wasser rüber zum Wald. Dort “beobachten” wir Hirsche und Rehe, sehen die Wildschweine sich unten im Schlamm suhlen, den Biber durchs Wasser schwimmen und der Kleine entdeckt einen Wolf auf der Wiese. Wir pflücken uns lange, trockene Schilfhalme vom letzten Jahr, angeln damit fleißig Fische und braten sie auf dem Feuer.

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    Nachts bestand mein Freund darauf, bei Andrea und mir im Zelt zu schlafen. Das war seine erste Nacht ohne Mama, und die gefiel ihm so gut, dass das die folgende Nacht genauso ablief. Ist klar, er ist ja nun kein ganz kleiner Junge mehr, in 2 Monaten wird er schon 3.

    Jetzt aber wieder eine reale Tierbeobachtung. Eines der vielen Kranich-Paare, dieses ganz nahe am Rastplatz:
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    Immer wieder lassen sie ihre wohlklingenden Rufe ertönen, aus allen Richtungen, von nah und fern, morgens und abends, seltener auch tagsüber. Ähnlich auch die Schwarzen Milane, die ihre Rufe erschallen lassen. Dazu natürlich dutzende Singvögel, und in der Nacht eine Eule.

    Frühstück in der Sonne:
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    Kurz nach diesem Bild verlor mein kleiner Freund beim Spielen an der Uferböschung das Gleichgewicht und fiel kopfüber ins Wasser. Aber es war halb so schlimm: mit einer Hand stützte er sich auf dem Grund ab, damit hielt er den Kopf über Wasser, und die andere Hand streckte er mir entgegen, so dass ich ihn von Land aus schnell aus dem Wasser ziehen konnte. Da ist er cool geblieben, in dieser Situation. Anschließend hat er zwar doch ein Minütchen geweint, aber in Mamas Armen ging das schnell vorbei. Umgezogen, fertig. Eine halbe Stunde später meint er, das es lustig war, da reinzufallen.
    Ich fand es am Ende ebenfalls ganz gut. So glimpflich, wie das ausgegangen ist, bleibt ein guter Lerneffekt. Sein Übermut muss immer auch mal einen Dämpfer bekommen. Jedenfalls war er den Rest der Tour deutlich achtsamer in Ufernähe.

    Das Highlight war sein neues Paddel. Eine Weile paddelte er mit. Nur das mit der richtigen Paddelrichtung, das hat er noch nicht verstanden. Gegen uns zu paddeln hat halt viel mehr Wirkung:
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    Immerhin, am 3. Tag gab es dann auch erste Versuche, mit uns zu paddeln (die letzten Sekunden des Filmchens). Ich bin sehr zuversichtlich, dass das noch was wird.

    Am frühen Nachmittag kämpft er ewig gegen seine Müdigkeit. Letztlich schläft er dann doch noch im Boot ein, kurz vor Erreichen unseres nächsten Lagerplatzes. Ich schaukle ihn noch eine ¾h auf dem Wasser, während die anderen das Lager einrichten:
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    2. Rastplatz:
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    Am späten Nachmittag machen wir beide einen Ausflug in den Wald und entern einen Hochsitz. Und tatsächlich sehen wir hier auf seinem allerersten Hochsitz sogar ein Stück Wild. Ein Hase hoppelt durch die Wiese:
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    Abends kommt auch noch ein dicker Biber an unserem Lager vorbeigeschwommen:
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    Wir beobachten ihn bestimmt 10 Minuten lang, wie er von unterstrom langsam näher kommt und mehrfach die Flussseite wechselt. Er lässt auf dem Weg zu uns mehrfach seine Kelle klatschen und steigt etwas weiter weg an Land. Tolles Erlebnis für junge Naturforscher.
    Überall hier sind die Uferbäume vom Biber angenagt. Die große Weide, die im Bild oben quer über dem Altarm-Eingang liegt, ist erst im Verlaufe des letzten Jahres gefallen.

    Am nächsten Morgen:
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    Nebel über dem Fluss:
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    Am Pfingstmontag war durchweg sehr schönes Wetter und entsprechend viele Paddler und Radler waren unterwegs.
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    Unterwegs beobachten wir Angler, die gerade einen 1.65m langen Wels im Tragesack verstauen. “Ein Rekordwels wie der aktuell in der Spree gefangene könne ... mühelos ausgewachsene Enten, Gänse oder junge Biber verspeisen” (MAZ).

    Wir beenden unsere Paddeltour in Drahendorf. Ein Abbauplatz ist in der Dorflage schwer auszumachen. Überall stehen abweisende Schilder am Ufer, “Rasten und Zelten verboten”. Man findet in diesem abgelegenen Drahendorf auch keinen einfachen Parkplatz wie in normalen brandenburger Dörfern, alles ist irgendwie “westlich” durchsaniert, so richtig mit neumodischem Betonpflaster befestigte Straßen und Bürgersteige.

    So landen wir kurz vor 1 an einem großen Privatgelände unterhalb des Dorfes an, auf dem am Samstag, als wir ein Auto hier deponierten, noch ein paar Zelte und Wohnwagen standen. Da hatten wir auch schon mit dem Besitzer gesprochen und uns die Erlaubnis zum Abbauen hier eingeholt.

    Der Kleine geht am Ausstieg noch einmal Baden. Diesmal wurden die Klamotten aber vorher ausgezogen. Die Wassertemperatur betrug ~15°C.
    Die Männer holen das zweite Auto aus Beeskow, während die Frauen die Faltboote aufklaren.
    Für den Heimweg geht es dann zunächst 5km über unbefestigte Wege durch den Wald, dann sind wir wieder auf der Autobahn und bald darauf zu Hause.

    Corona war übrigens für uns kein Thema mehr. Zumindest hat es unsere Tour in keiner Weise beeinträchtigt. Die 7-Tage-Inzidenzzahlen lagen <50/100T Ew und waren bereits im freien Fall, erste Lockdown-Lockerungen in Kraft. Kontakte zu anderen hatten wir nicht, und selbst das geöffnete Eiscafé am offiziellen Rastplatz in Neubrück haben wir links liegengelassen.
    Zuletzt geändert von Spartaner; 01.06.2021, 07:27.
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